KISP  Die Hilfe bei Prostatakrebs   ·   Dipl.-Ing. Uwe Peters†    ·       


Meine Prostatakrebs-Geschichte 5

Über drei Wochen bastelten die Urologen des KhNW mit Antibiotika an mir ohne Erfolge herum, der Harnweginfekt blieb, Schmerzen im Harnwegbereich, total verhärteter Stuhl, drei Wochen nachts nicht geschlafen vor Schmerzen, musste alle Stunde, auch in der Nacht, Urin ablassen, weil die gefüllte Blase schmerzte. Ich habe mit dem BPS und der BPS mir mir Frieden geschlossen. 

Am 20.10.03, PSA 1224, sollte ich meine dritte Vakzine bei den Onkologen des KhNW erhalten, vorher musste eine Röntgen-Aufnahme meines Thoraxes gemacht werden, Studienbedingung. Ergebnis: Lungenentzündung, durch nachts alle Stunde auch geschwitzt auf Toilette mit Schmerzen zugezogen. Wurde sofort stationär in die Onkologie eingewiesen und intravenös mit Antibiotikum gegen Lungenentzündung und Harnweginfekt behandelt. 21.10.03 Bronchoskopie und CT Thorax, Diagnose Lymphome und Metastasen in der Lunge. 29.10.03 MRT eine Stunde (Absolute Quälerei, Röhre zu eng), Diagnose gegenüber MRTS vor 10 Wochen starker Fortschritt der Metastasierung im Unter-Bauchraum. Therapie: Docetaxel/Estramustin in einer Phase II-Studie und Anti-Dauerschmerztherapie. Erste Chemo stationär 1./2./3.11.03, PSA 945 (03.11.03). Habe eine Fistel zwischen Rektum und Blase, die mir den Harnweginfekt vom Dickdarm einschleppt, wird mit Antibiotikum behandelt. Wurde am 05.11.03 aus dem KhNW entlassen, habe 6 Kilo zugenommen und bin körperlich vollkommen schlapp. Seit 06.11.03 habe ich auch Elephantiasis im linken Bein. Die weitere Chemo-Therapie werde ich ambulant alle drei Wochen machen.

Durch die Fistel gelangen Bakterien vom Dickdarm in die Blase und damit entsteht das Risiko, dass Bakterien durch den Stent in die rechte Niere gelangen und da eine Entzündung hervorrufen. Mein Urologe und meine Onkologin empfehlen mir einen Bauchschlauch. Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich glaube, dass meine Blase wegen meiner Inkontinenz keinen Druck aufbaut und die Bakterien in die Niere drückt. Außerdem würde der Bauchschlauch meine Lebensqualität weiter reduzieren.

Der Kampf gegen meinen Prostatakrebs geht weiter. Danke an den da oben, der uns Herausforderungen beschert und uns doch immer wieder hilft und neue Hoffnung gibt. Allerdings glaube ich auch, dass er in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe leistet:


Hilf Dir selbst und dadurch hilft Dir auch Gott!

 



                        

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 von Uwe Peters, Heusenstamm den 13.11.2003