Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Therapie-Erfahrungen
–
Transurethrale Resektion der Prostata (TURP),
"Ausschabung"
[Die
hier geschilderten Therapie-Erfahrungen können keine
statistische Aussage über Erfolg oder Misserfolg bei dieser
Therapie liefern. Es handelt sich ausschließlich um
Einzelerfahrungen.
Eine
hervorragende Übersicht über die Erfahrungen zahlreicher
Patienten mit diversen Behandlungsformen bietet die Seite
myProstate.eu.
– Ed]
Ewald
schrieb am 20.11.2004:
-
Die
Reuter-Klinik in Stuttgart entfernt das PK mit TURP (Ausschabung).
Die Methode ist vergleichsweise schonend, da die OP über die
Harnröhre durchgeführt wird. Die Methode erfordert sehr
viel Erfahrung des Operateurs und hat nach Angaben der Klinik eine
ähnliche Erfolgsrate wie die 'normale' OP (statistisch
nachgewiesen, eine Veröffentlichung in den USA ist in
Vorbereitung). Dr. Reuter führt ca. 6-8 Wochen nach der ersten
OP eine zweite 'Sicherheits-OP' durch. Dabei werden u. a. aus
den Rändern Gewebeproben entnommen, um sicherzustellen, dass
kein Krebsgewebe mehr zurückgeblieben ist. Mich hat das Konzept
überzeugt, daher habe habe ich diese Art der OP gewählt.
Die erste OP war im Mai 04, die zweite im Juli 04. Inkontinenz war
vergleichsweise gering. Potenz konnte erhalten werden. Befund: T2c,
R0, L0 (laporoskopisch entfernt und untersucht). PSA-Wert vor OP:
11,7 ng/ml. Der PSA-Wert ist seit der ersten OP unter der
Nachweisgrenze geblieben. Ein Problem war eine Harnröhrenverengung,
die bei dieser Methode häufiger vorkommt als bei der 'normalen'
OP. Dies Komplikation kann man aber gut behandeln. Ich bin
inzwischen wieder fit, arbeite wieder voll und bin bisher insgesamt
sehr zufrieden (Mein Alter: 54). Mein Urteil beruht v. a. auch
auf den Vergleich mit 'Normaloperierten' bei der
Anschlussheilbehandlung. Ich hatte den Eindruck, dass es mir
vergleichsweise sehr gut ging.