Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Therapie-Erfahrungen – Selektive Tumor-Therapie
(STT)

[Die hier geschilderten Therapie-Erfahrungen können keine statistische Aussage über Erfolg oder Misserfolg bei dieser Therapie liefern. Es handelt sich ausschließlich um Einzelerfahrungen.

Eine hervorragende Übersicht über die Erfahrungen zahlreicher Patienten mit diversen Behandlungsformen bietet die Seite myProstate.eu.

Ed]


Sabine schrieb am 18.6.2003 zu einem Bericht von Udo zu dem neuen Medikament Provenge:

Interessant, was Du schreibst. Mein Vater hat ebenfalls einen mittlerweile hormonunabhängigen PK mit Knochenmetastasen und ist schulmedizinisch gesehen, auch austherapiert.

Du schreibst in Deinem Bericht: "Der Impfstoff bewirkt, dass er die körpereigenen Immunzellen (T-Zellen) zur Bekämpfung insbesondere der hormonunabhängigen Prostata-Krebszellen stimuliert, was zu einem signifikanten Aufschub der Progression führt. Er ist damit besser als jede Chemotherapie."

Mein Vater hat vor 2 Monaten die STT bei Dr. Löfflmann gemacht.

Die Kontrolle seines Differentialblutbildes zeigt ebenfalls eine DEUTLICHE Vermehrung der T-Zellen (nämlich um 100 %). Sie liegen damit wieder im Normbereich. Das gleiche gilt auch für die Lymphozyten. Auch sie haben sich durch die Therapie verdoppelt und liegen ebenfalls wieder innerhalb der Norm.

Wenn durch die Verbesserung dieser Werte also die Progression aufgehalten werden kann, freut mich das besonders.

Die STT scheint demnach ähnlich zu wirken.

Man muss also nicht unbedingt bis zur Zulassung dieser Impfung warten.


Chris schrieb am 4.8.2003:

Ich habe die STT am 9.5.2003 durchgeführt, kann aber leider noch nichts Definitives über den Erfolg/Misserfolg dieser Anwendung bei mir sagen, da ein etwaiger PSA-Anstieg durch eine biopsiebedingte Prostatitis verschleiert war. Diese Entzündung hat zwei Monate gedauert. Letzte Messungen ergaben, dass der PSA-Wert wieder auf den Vor-Biopsie-Wert gesunken ist (5,6), nachdem er zwischendurch 14,2 erreichte (eine Erhöhung, die ich der Prostatitis zuschreibe).

Eine spektrographische MRT ca 6 Wochen nach der STT ergab keine sichtbare Veränderung im Tumorvolumen. Vielleicht braucht der Krebs länger, um unter STT und OEK abzusterben...?

Ich werde meine Werte genauestens verfolgen.


Barbara schrieb am 5.8.2003:

Auch bei meinem Mann Hansjörg hat die STT, soweit wir das erkennen können, bisher keine signifikante Wirkung gezeigt (siehe PK-Historie unten).

Hanjörg hat die STT im April dieses Jahres machen lassen. Wir haben bis jetzt mit der Bekanntgabe der fehlenden Wirkung gewartet, weil wir als Ursache "nur" ein Missgeschick bei der Behandlung (versehentliche Überhitzung der Infusion) vermuteten und folglich Dr. Löfflmann Gelegenheit zu Stellungnahme und Beratung gegeben haben. Diese sind nicht erfolgt, und wir hoffen jetzt nicht länger auf eine gütliche Klärung.

Hansjörgs Historie:

Hansjörg (1938): bPSA 4,8; uT2aNxM0; GS 3+3=6; GI;I PV 17 ml; seitdem vegetarische Ernährung ohne Butter, diverse Nahrungsergänzungen, später WIKUTOÒ

tt.mm.jj|PSA (ng/ml)
06.02.01|4,80
28.02.01|
20.03.01|5,10
14.04.01|
xx.05.01|
xx.06.01|
xx.07.01|
04.08.01|5,40
21.08.01|3,93
24.09.01|4,30
30.10.01|3.90
04.12.01|3.70
08.01.02|4.80
07.02.02|4.30
06.03.02|5,40 fPSA 0,26 Quotient 0,05
17.04.02|4,90
15.05.02|5,20
12.06.02|5,20
24.06.02|5,70
21.08.02|5,60
25.09.02|4,70
30.10.02|5,40
04.12.02|5,40
15.01.03|5,50
17.02.03|7,90 fPSA (ug/l 0,36 Quot.(kA) 0,05
24.02.03| TPA 71, Referenzwert des Labors 80
26.03.03|5,60-------------------------------------
07.04.03|6,40 (Labor, Löfflmann S T T !)
16.05.03|5,90 fPSA 0,34 Quot.0,6 TPA 57
[0,6 soll 0,06 heißen, siehe weiter unten – Ed]
16.06.03| --
04.07.03|4,90 fPSA 0,29 Quot.0,6 TPA 77

Dazu schrieb Uwe am 6.8.2003:

ich habe schon einige STT-Kurven gesehen. Die PSA-Entwicklung von Hansjörg sieht so aus, als wenn er nur gequirltes Isar-Wasser bekommen hat und keine STT. Ich würde auf eine zweite kostenlose STT bestehen oder mein Geld zurückverlangen. 1800 € sind schließlich keine Pappenstiel. Obwohl es bei Medizinern weder eine Gewährleistung noch eine Garantie gibt, sollten wir Krebspatienten uns nicht für nicht erbrachte Leistungen abzocken lassen.

Das wollte Walter nicht auf sich beruhen lassen, und er schrieb am 7.8.2003:

Der PSA-Wert ging von 6,40 auf 4,90 zurück. Dies ist ein Rückgang um 24 %. Dein Schluss, daraus eine Wirkungslosigkeit der STT abzuleiten, ist daher wohl eindeutig falsch.

Barbara antwortete beiden am 7.8.2003 in zwei Beiträgen, die hier zusammengefasst sind:

[1] du vergleichst die "Wirkung" bei meiner STT mit der von verquirltem Isarwasser. Nun, die Infusion war eindeutig eine absolut klare Flüssigkeit - jedoch während einer sich hinziehenden Blutentnahme kochend heiß geworden. Dr. L. konnte die Flasche kaum in den Händen halten und musste sie langwierig herunterkühlen.

Ich sehe zwei Möglichkeiten, warum die STT bei Hansjörg nicht gewirkt hat:

1. Sie wirkt in einigen Fällen eben nicht, z. B. bei einer leichteren Form von PK, oder bei einem PK, der schon länger mit Budwig light behandelt wird.

2. Die Infusion ist durch die Überhitzung wirkungslos geworden.

Wir haben nach der Behandlung im April Dr. Löfflmann mehrfach vergeblich versucht anzurufen und ihm mehrfach vergeblich geschrieben und um Stellungnahmen gebeten. Zuletzt haben wir ihn mit Fristsetzung aufgefordert, 1800 Euro zurückzuerstatten - ungeachtet der Tatsache, dass für eine fehlerhaft durchgeführte Blutabnahme/-untersuchung, aus deren Werten sich etliche Fragen ergaben, die unbeantwortet blieben, noch einmal 450 Euro fällig wurden, und dass unbezahlter Urlaub, Bahnreise, Hotel für zwei Personen auch kein Pappenstiel sind. Wir haben keine Antwort erhalten.

So wie ich es sehe, ist die STT noch im Experimentierstadium. Je nachdem kann Ansteigen oder Abfallen der Werte so oder so oder gar nicht gedeutet werden. Ich könnte die STT allenfalls empfehlen, wenn begleitend ein Arzt zur Verfügung stünde, der die Ergebnisse überwacht, dokumentiert – und zwar Erfolge wie Misserfolge -, allen Beteiligten zugänglich macht und auch dann für den Patienten weiter da ist, wenn nicht alles nach Wunsch läuft. Bislang scheint mir dies nicht der Fall zu sein. Löfflmann führt aus Prinzip keine Statistik. Uns sind bisher keine Erfolge bekannt geworden.

[2] So gern ich das möchte, kann ich aus den vorliegenden Werten beim besten Willen keinen Erfolg der STT herauslesen.

Walter wertet die Entwicklung von 6,4 auf 4,9 als Erfolg der STT.

Zum einen meine ich, der Wert von 6,4 ist innerhalb der Reihe mit Vorsicht zu genießen, da er aus einem anderen, nämlich dem Münchner, Labor stammt; eher sollte man auf die Werte davor und danch, 5,6 und 5,9, Bezug nehmen.

Zum anderen zeigt die Reihe, dass es solche "Verbesserungen" auch schon vor der STT gegeben hat, so von 5,4 am 4.8.01 auf 3,9 am 21.8.01. Oder von 5,6 am 21.8.02 auf 4,7 am 25.9.02. Ihr werdet unschwer selbst weitere Spünge finden. Der Blick auf die gesamte Reihe zeigt leider, dass es sich bisher doch immer nur um Schwankungen gehandelt hat.

Gegen einen Erfolg spricht auch, dass der Quotient aus PSA und fPSA unverändert bei 0,06 liegt (Achtung, 0,6 in meiner Tabelle ist ein Tippfehler!). Ferner ist das angekündigte drastische Ansteigen des TPA, das der Auflösung der Krebszellen vorangehen soll, ausgeblieben. Auch du, Walter hast dies zuvor so gedeutet, dass die Krebszellen sich erst neu konsolidieren müssten und dass noch keine Apoptose eingesetzt habe.

Die zuvor ausgesprochenen Erfolgsversprechen hatten sich doch sehr deutlich anders angehört.

Enttäuschte, ernüchterte Grüße von Barbara


Chris, der am 4.8.2003 zuerst berichtet hatte, schrieb am 30.9.2003:

Da immer wieder behauptet wird, u. a. von Dr Löfflmann, dass es bisher keine Versager bei der STT gegeben habe, möchte ich Euch über meine Erfahrung mit der STT berichten.

Als Folge einer im Amsterdamer OLVG Krankenhaus durchgeführten Biopsie bekam ich erst einmal eine dreimonatige Prostatitis, die allmählich abklang. Ich vermute stark, dass bei dieser Biopsie eine Aussaat von metastasierenden Zellen erfolgte, denn der Charakter des PSA-Verlaufs änderte sich sprunghaft. Während die PSA-Verdopplungszeit in den Jahren vor der Biopsie konstant bei 4 Jahre blieb, reduzierte sie sich plötzlich nach der Biopsie auf ungefähr 7 Monate!

Kurz nach der Biopsie machte ich die STT bei Dr Löfflmann. Leider hat diese Therapie keinen sichtbaren Einfluss auf den PSA-Verlauf gehabt. Von einer Reduzierung kann nicht die Rede sein.

Vor der STT ließ ich meinen Tumor durch MRTS im Institut von Prof Vogl untersuchen, und diese Untersuchung wurde 6 Wochen nach der STT wiederholt wobei keinerlei Veränderungen sichtbar waren. Damals wurde dieses Resultat im KISP-Forum damit erklärt, dass auch tote Krebszellen eine Zeit lang im MRTS sichtbar blieben.

Vor einigen Tagen, 20 Wochen nach der STT, war ich in Frankfurt/Main für eine erneute MRTS-Untersuchung zur Verlaufskontrolle des Karzinoms, und das Resultat zeigt eindeutig, dass der Tumor weiter wächst...

Die Aussage, es habe bei der STT keine Therapieversager gegeben, ist somit zweifelsohne falsch.

Ich kann jedem, der mit dem Gedanken spielt, Dr Löfflmann zu besuchen, nur raten, sich vorab eine Garantieerklaerung geben zu lassen mit Rückerstattung der Kosten im Falle eines klaren Versagens. Im Nachhinein ärgere ich mich, dies nicht getan zu haben.

Dazu schrieb Uwe am selben Tag:

ich kann Deine Erfahrung nur bestätigen. Mir hatte man vier Patienten genannt, die angeblich durch die STT geheilt worden sind, und ich habe mit denen auch gesprochen.

Bei den vielen, die bisher die STT gemacht haben, kenne ich auch keinen einzigen positiven Bricht beim Prostatatkrebs. Löffelmann behauptet, das der PSA-Anstieg nicht wichtig ist, ich glaube, er hat von Prostatakrebs keine Ahnung.

Über kurz oder lang werde ich die Seite STT von meiner Homepage entfernen.

Und Barbara fügte am selben Tag hinzu:

hinzufügen möchte ich leider, dass mir zwei Menschen genannt wurden, die die STT durchgeführt haben und danach gestorben sind - ob trotz oder wegen der STT, kann ich nicht beurteilen - geheilt wurden sie jedenfalls offensichtlich nicht. Trotzdem verkündet Dr. Löfflmann weiterhin den immer noch anreisenden Behandlungswilligen, ihm sei kein Fall bekannt, in dem die STT nicht (heilend) gewirkt habe.

Bei meinem Mann scheint sie weder gut noch schlecht gewirkt zu haben, allerdings wurde die Infusion versehentlich überhitzt und möglicherweise dadurch wirkunslos, vielleicht müssen wir dafür ja dankbar sein?

Dr. Löfflmann schwieg beharrlich zu allen Fragen, die wir ihm nach der Behandlung stellten.


Chris schrieb am 30.9.2003:

Da immer wieder behauptet wird, u. a. von Dr Loefflmann, dass es bisher keine Versager bei der STT gegeben habe, möchte ich Euch über meine Erfahrung mit der STT berichten.

Als Folge einer im Amsterdamer OLVG Krankenhaus durchgeführten Biopsie bekam ich erst einmal eine dreimonatige Prostatitis, die allmählich abklang. Ich vermute stark, dass bei dieser Biopsie eine Aussaat von metastasierenden Zellen erfolgte, denn der Charakter des PSA-Verlaufs änderte sich sprunghaft. Während die PSA-Verdopplungszeit in den Jahren vor der Biopsie konstant bei 4 Jahre blieb, reduzierte sie sich plötzlich nach der Biopsie auf ungefähr 7 Monate!

Kurz nach der Biopsie machte ich die STT bei Dr Loefflmann. Leider hat diese Therapie keinen sichtbaren Einfluss auf den PSA-Verlauf gehabt. Von einer Reduzierung kann nicht die Rede sein.

Vor der STT ließ ich meinen Tumor durch MRTS im Institut von Prof Vogl untersuchen, und diese Untersuchung wurde 6 Wochen nach der STT wiederholt wobei keinerlei Veränderungen sichtbar waren. Damals wurde dieses Resultat im KISP-Forum damit erklärt, dass auch tote Krebszellen eine Zeit lang im MRTS sichtbar blieben.

Vor einigen Tagen, 20 Wochen nach der STT, war ich in Frankfurt/Main für eine erneute MRTS-Untersuchung zur Verlaufskontrolle des Karzinoms, und das Resultat zeigt eindeutig, dass der Tumor weiter wächst...

Die Aussage, es habe bei der STT keine Therapieversager gegeben, ist somit zweifelsohne falsch.

Ich kann jedem, der mit dem Gedanken spielt, Dr Loefflmann zu besuchen, nur raten, sich vorab eine Garantieerklaerung geben zu lassen mit Rückerstattung der Kosten im Falle eines klaren Versagens. Im Nachhinein ärgere ich mich, dies nicht getan zu haben.


Gerd stellte am 25.2.2004 eine Frage:

ich lese soeben im Forumextrakt und gerate unter „Ärzte“ zu „Dr. Löfflmann“ und seiner SST, was ja für „Selektive Tumor-Therapie“ stehen soll. Ich lese die einzelnen Beiträge und bin – rückwirkend betrachtet – erstaunt, mit wie viel Vertrauen und Hoffnung einige von uns bezüglich dieser Therapie waren.

Es gab sogar eine eigene Selbsthilfegruppe, die Uwe gegründet hatte und in der mehrere von uns wegen dieser Therapie waren und wechselseitig ihre Erfahrungen austauschen wollten. Vor Monaten habe ich die Mitglieder dieser Gruppe, zu der ich damals selbst gehörte, angeschrieben und kritisch gefragt, wem Herr Löffelmann mit seiner SST den geholfen habe. Auf diese Frage habe ich nicht eine einzige positive Antwort erhalten; negative ja.

Damit wir hier im Forum mehr Klarheit über die Wirksamkeit oder die Unwirksamkeit der SST bekommen, wiederhole ich hier und heute meine Frage: „Wem von uns hat Löfflmann mit seiner SST nachhaltig geholfen?“

Als Erster meldete sich am selben Tag Droste:

ich danke ihnen für den heutigen Beitrag mit dem Bemühen die Wirksamkeit der obigen Methode/Mittel auch längerfristig zu beobachten. So wie es bis jetzt aussieht, hat nur Dr. Löfflmann seinen Nutzen gehabt.

Vielleicht sollten sie auch die "biologische Kombinationstherapie mit Lysin" gemäß dem Beitrag von Melanie am 13.2.2004 im Auge behalten. Ich wäre sicherlich nicht allein sehr froh, wenn ich mit meinem Beitrag vom 14.2. zu Unrecht mein tiefes Mißtrauen zum Ausdruck gebracht hätte. Gern würde ich mich entschuldigen, wenn meine Skepsis falsch wäre.

Dazu schrieb Hans (I):

als ich voriges Jahr vor der Entscheidung stand, welche Therapie wählen, habe ich mich auch mit der Löfflmann-Methode auseinander gesetzt. Leider konnte mir der Münchner Arzt keine brauchbare Referenz liefern, so dass ich das Unterfangen abblasen musste. Desgleichen gilt wohl auch für die teuren Dr. Rath-Produkte.

Ich habe mich nach 6 Monaten schwerer Entscheidung (bin eine Waage) dank Uwe, Christian und vieler anderer hier im Forum für die DHB entschieden, und bin froh darüber.

Ebenfalls am 25.2.2004 Antwortete Wolfgang auf Gerds Anfrage:

ich war einer denen, die sich von Löfflmann über die Löffel hat balbieren lassen. 1 800 Euro für nix und wieder nix. Aber bitte nicht vergessen: Er hat ja auch einen Zutreiber gehabt. Leider war es auch einer der größten Irrtümer von Uwe, der sonst so rational gedacht hat.

Am 3.3.2004 schrieb Herbert aus Niederbayern:

auch ich habe letztes Jahr im Juni bei Löfflmann die STT gemacht. Ob es mir etwas gebracht hat? Die PSA-Werte (ca. 3,0 +/- 10 %) blieben in etwa auf dem gleichen Niveau, aber das waren sie ein Jahr lang zuvor auch ohne STT, Dank der Ernährungsumstellung. Also gesunken sind die Werte nicht, aber gestiegen auch nicht. Wahrscheinlich hat die STT nichts bewirkt, aber ich will die Hoffnung noch nicht aufgeben, dass die STT vielleicht doch noch zu einem PSA-Abfall verhilft. In der Patienten-Einverständniserklärung des Dr. Löfflmann steht, dass die STT bis zwei Jahre noch nachwirken kann.

Einiges hat mich allerdings bei Dr. Löfflmann gewundert:

  1. Das er keine Statistik über seine Patienten führte.

  2. Keine Rückmeldungen der Tumormarker nach der Behandlung von mir verlangte, obwohl dies doch für diese Therapie wichtig für ihn und uns wäre.

  3. Verschiedene Unterlagen, die ich bei der Behandlung nicht vorlegen konnte und per Post an die Geschäftsstelle GFBK [Gesellschaft zur Förderung der biologischen, selektiven Krebstherapie e. V., München – Ed] schickte, kamen mit dem Vermerk "Empfänger unter der angegebenen Adresse nicht zu ermitteln" wieder zurück!!! Vielleicht hätte ich besser direkt an Dr. Löfflmann adressieren sollen. Also, ob dieser Verein wie auf der Hompage dargestellt wird existiert, na ja, ich weiß nicht.

Sollte sich doch noch etwas Positives in diesem oder nächstes Jahr ergeben, werde ich es Euch wissen lassen. Bis dahin dokumentiere ich meinen Krankheitsverlauf, um etwaige Rückschlüsse auf meine Aktivitäten gegen den Krebs zu ziehen.

Das Rätsel um die GFBK löste wohl Barbara, die am 4.3.2004 schrieb:

Der Verein besteht ausschließlich aus Dr. Löfflmann selber.


Herbert schrieb am 26.5.2004:

Der Einfachheit halber stelle ich nochmals meine PK-Geschichte ins Forum (Fortsetzung des Beitrages „Steigender PSA-Wert nach Stärkung des Immunsystems“ vom 5.4.04).

Interessant ist der PSA-Verlauf seit Mai 02. Mit Nahrungsergänzungsmitteln und späterer Ernährungsumstellung gelang es mir, mein PSA so um 3,0 ± 10% zu halten. Ab Januar 04 nahm ich dann noch zusätzlich „Cellagon aurum“.

Stark beunruhigend waren dann das stark steigende PSA im Feb. (3,8) und März (4,5), so dass ich schon die DHB ins Auge fasste. Habe aber dann doch noch beschlossen, den Aprilwert abzuwarten und gleichzeitig die Tumormarker CGA, NSE + TPA bestimmen zu lassen. Die Ergebnisse waren für mich unglaublich, PSA 0,08!!!, CGA 74, NSE 9,5, TPA 23, (vergleiche Werte in der PK-Geschichte vom 27.6.03). Damit ein Irrtum ausgeschlossen werden kann, habe ich mir das PSA am 24.5.04 nochmals bestimmen lassen, Ergebnis 0,06 ng/ml!!!

Ich glaube, bei diesen Werten kann man von Apoptose ausgehen. Mich beschäftigt jetzt die Frage und ich glaube, Euch auch, was hat nun die Apoptose ausgelöst?

War es eine einzelne Therapiemaßnahme, die Summe aller oder ist es eine sogenannte Spontanheilung?

Die einzelnen Therapiemaßnahmen:

1. STT von Dr. Löfflmann

Es spricht einiges dafür, wenn man die Erfahrungen von Dr. Leibowitz zu Grunde legt, dass nach der die Apoptose ab dem 9. Monat der DHB eintritt. Der Zeitraum deckt sich in etwa (8 Monate).

In der Patienteninfo von Dr. Löfflmann steht auch, dass die Tumorzerstörung je nach Größe einige Monate, evt. sogar 1 – 2 Jahre dauern kann.

Höchstwahrscheinlich habe ich Dr. Löfflmann in meinem Beitrag vom 3.3.04, zu einer Umfrage der STT, in dem ich mich etwas negativ geäußert habe, Unrecht getan.

2. Nahrungsumstellung

3. Stärkung des Immunsystems (Cellagon aurum)

4. MCP kann an der Apoptose noch nicht beteiligt gewesen sein.

Für die nächste Zukunft werde ich folgendes beibehalten, um ein erneutes Aufflammen meines PK zu verhindern, bzw. zu bremsen.

1. Die Ernährung beibehalten, damit mein Blut im basischen Bereich bleibt.

2. Zur Immunstärkung das Cellagon aurum in 2- oder 3-facher Menge nehmen, um einen evt. Mangel an Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen usw. auszugleichen (es sind darin auch viele krebshemmende Wirkstoffe enthalten)

3. Die monatlichen PSA-Kontrollen werde ich erst einmal weiterhin fortsetzen. Zur gegebener Zeit werde ich mich wieder im Forum zu meinem Gesundheitszustand melden.