Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Therapie-Erfahrungen mit sonstigen
(Nichtstandard-) Therapien

[Die hier geschilderten Therapie-Erfahrungen können keine statistische Aussage über Erfolg oder Misserfolg bei dieser Therapie liefern. Es handelt sich ausschließlich um Einzelerfahrungen.

Eine hervorragende Übersicht über die Erfahrungen zahlreicher Patienten mit diversen Behandlungsformen bietet die Seite myProstate.eu.

Ed]


Wil berichtete am 25.7.2002 von seiner unkonventionellen PK- und Therapiegeschichte:

Meine PKG:

9/1993 bPSA 52; PSA-VZ 2 Monate; T3N+Mx; GS(3+5); GIII; Hormontherapie Enantone und Nilutamid während fast 5 Jahren, bis 7/1998. Dann Proscar, Rocaltrol, Fosamax, Sulindac und Lipitor als einzige Medikamenten. Diese "Pause" hat 4 Jahre gedauert. Die PSA-VZ wurde sehr verbessert durch Proscar, Rocaltrol und Wikuto. Neuerdings war PSA bei 10 angelangt und habe ich wieder eine Hormontherapie angefangen, Enantone, Casodex und Proscar. Letzter PSA war 1,04 und ist noch steil fallend. Noch keine Symptome, Gott sei Dank.

Jetzt wird's spannend. Wird mein PSA Nadir wieder unterhalb 0,05 liegen? Oder habe ich mittlerweile androgen-unabhängige PK Zellen, so dass PSA oberhalb 0,05 stecken bleibt?

Was kann ich tun um meine Chancen weiter zu verbessern?

Was Medikamente anbelangt, ist meine Palette neuerdings etwas erweitert, dieses auf Anregung von Dr. Stephen Strum.

1) Pentoxifylline 400 mg bid [bis in die – zweimal täglich – Ed] + Vit E 400 IE bid zur Minderung von TNF-alpha und TGFb-1

und

2) Niedrigdosis Doxycyline 20 mg bid zur Minderung von Angiogenesis.

Das dritte hinzugekommene Medikament ist

3) Celebrex (Celecoxib) 200 mg bid (Celebrex hat zwei verschiedene Antikrebswirkungen)

Dr. Strum hat auch noch folgendes genannt:

** Losartan or Hygaard to lower TGFb-1

** Pulse calcitriol given weekly in conjunction with bisphosphonate

jedoch muss ich mich hierein noch vertiefen. Vielleicht etwas für später, wenn mein PSA nicht tief genug herunter kommt.

Zometa wollte ich schon lange haben, nur man tut sich damit sehr schwer hier in Holland. Ich werde / muss es bekommen, wenn ich es auch selbst bezahlen muss. Denn ich halte es für sehr wichtig in meiner Situation.

[Wil de Jongh aus den Niederlanden, Erfinder des nach ihm benannten WIKUTO, verstarb am 31. März 2004 im Alter von 73 Jahren an metasiertem entdifferenzierten Prostatakrebs, nachdem es ihm nach dem Jahreswechsel 2003/2004 rapide schlechter gegangen war.
Ein großartiger Kämpfer und steter Begleiter dieser Seiten von ihrer Gründung an hat damit den Kampf gegen unsere Krankheit schließlich verloren, aber seinen Frieden gefunden. Durch seine zahlreichen fundierten Beiträge im Forum, von denen ich viele in den "Forumextrakt" übernahm, wird er uns unvergesslich bleiben. Ihm zu Ehren vergibt der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) die Wil-de-Jongh-Medaille – Ed]