Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Therapie-Erfahrungen
–
Prostatektomie nach dem da-Vinci®-Verfahren
- [Die
hier geschilderten Therapie-Erfahrungen können keine
statistische Aussage über Erfolg oder Misserfolg bei dieser
Therapie liefern. Es handelt sich ausschließlich um
Einzelerfahrungen.
-
Eine
hervorragende Übersicht über die Erfahrungen zahlreicher
Patienten mit diversen Behandlungsformen bietet die Seite
myProstate.eu.
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Allgemeine
Informationen zum da-Vinci-Verfahren finden Sie hier,
eine aktuell gehaltene Liste von Kliniken in Deutschland, die das
da-Vinci-Verfahren anbieten, finden Sie hier.
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– Ed]
- Jürgen
berichtete am 20.5.2007:
-
Ich bin am 17.05. aus
der Uni-Klinik Saarland nach der Prostata-OP entlassen worden. Ich
wurde dort mit der da-Vinci-Methode operiert. Es handelt sich dabei
um den Einsatz eines Operationsroboters. Detaillierte Informationen
dazu gibt es unter
http://www.ddvz.de/DaVinci-R-das-System.93.0.html.
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Nach der OP konnte ich
bereits am nächsten Morgen aufstehen und ganz normal mehrfach
den Flur auf- und abgehen. Am zweiten Tag nach der OP habe ich
bereits draußen einen Spaziergang machen können. Am
dritten Tag waren es bereits mehrere Kilometer. Ich hatte so gut wie
keine Schmerzen. Beidseitig wurden die Nervenstränge zu 100 %
erhalten. Am 5. Tag erfolgte bereits die Entlassung aus dem
Krankenhaus. Am 7. Tag wurde die Anastomoseprüfung durchgeführt
und da die Nahtstelle OK war, wurde bereits der Katheter gezogen.
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Zu meiner großen
Freude konnte ich sofort danach meinen Beckenbodenschließmuskel
unter Kontrolle bekommen und habe nur bei ganz bestimmten Bewegungen
minimalen Harnverlust.
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Der Oberarzt Herr
Professor Dr. Siemer hat mich operiert. Er ist einer der besten und
erfahrensten Ärzte im Bezug auf den Einsatz der
da-Vinci-Methode in Deutschland. Auf der Urologischen Abteilung
befanden sich Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus dem
Ausland.
-
Der Einsatz dieser
Methode hat auch seinen Preis. Es kostet 3.000 Euro . Dieser Betrag
geht fast allein nur für die Kosten von Verbrauchsmaterial für
den Operationsroboter drauf. Es hat sich aber allemal gelohnt
[mittlerweile wird auch von dieser Klinik
von Mitgliedern der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKVn) nur
noch der normale Kassensatz für eine Radikale Prostatektomie
ohne Zuzahlung von diesen Patienten erhoben (ohne Gewähr für
die Richtigkeit dieser Angabe) – Ed].
Vernachlässigbarer Schmerz, schnelle Regenerierung nach der OP,
minimale Inkontinenz und vollständiger Erhalt der Nerven waren
mir es wert. Im Bezug auf Impotenz kann ich noch nicht so viel
sagen. Ich merke nur, dass es bereits Erektionsreaktionen gibt.
-
Die da-Vinci-Methode
wird in Deutschland bislang nur in sehr wenigen Kliniken eingesetzt.
Meines Wissens sind es nur vier. Dazu zählen Homburg/Saar,
Heidelberg, Berlin und Hamburg. In Mainz soll ebenfalls ein solches
Gerät installiert werden.
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Es ist aber generell
zu sagen, dass meiner Meinung nach die Qualität der OP stark
von den Erfahrungen und Fähigkeiten des Operateurs abhängt.
Prof. Siemer hat mit ca. 200 OP's wohl hier in Deutschland die
größte Erfahrung. In Amerika wird diese Methode bereits
seit vielen Jahren eingesetzt. Hier ist die Mayo-Clinic in Rochester
(Minnesota) die beste Adresse:
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Mayo Support
Center-North 3rd Floor
Phone 507-266-0999
Fax
507-538-7802
sheehy.jeanne@mayo.edu
-
In Leipzig wird die
sog. EERPE Methode (endoskopische extraperitoneale radikale
Prostatektomie) eingesetzt. Herr Professor Stolzenburg ist auf
diesem Gebiet führend. Dieses war meine erste Wahl, bevor ich
von der da-Vinci-Methode erfuhr.
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Der Vorteil der
da-Vinci-Methode gegenüber der laparoskopischen OP besteht zum
einen in der dreidimensionalen Sicht (stereoskopische Kamera) und
der 360-Grad-Beweglichkeit der Operationswerkzeuge. Ein weiterer
Pluspunkt ist, dass bei dieser Methode nur sehr geringer Blutverlust
entsteht. Auf Grund einer großen Vernarbung (durch viele
Entzündungen) war meine Prostata sehr stark durchblutet. Bei
einer normalen offenen OP hätte ich sicherlich zwei bis drei
Liter Blut bei der OP benötigt. Jetzt brauchte ich kein
zusätzliches Blut.
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Die gesamte
Narkosedauer liegt bei ca. fünf Stunden. Davon dauert die OP
ca. 200 Minuten.
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Nebenwirkungen bei der
da-Vinci-Methode sind auch vorhanden. Da der Patient in
45-Grad-Kopflage gebracht wird, liegt das ganze Körpergewicht
auf den Schultern während der OP. Dieses hatte danach
Muskelkater im Nacken zur Folge. Da der Bauchraum mit Gas aufgebläht
wird, setzen sich diese Gase z. T. bis in die Schultern hoch
fest, was zu Schmerzen bei mir im Schulter- und Rückenbereich
geführt hat. Nach drei Tagen waren diese Schmerzen aber
vergangen.
-
Vielleicht noch ein
paar Informationen zur Früherkennung. Bei mir wurde der Tumor
Anfang des Jahres festgestellt. Ich bin regelmäßig alle 6
Monate zur Vorsorge gegangen. Dort wurde aber leider immer nur
mittels rektalem Ultraschall die Prostata kontrolliert. Sichtbar gab
es keinen Grund für ein Karzinom. Erst bei der Bestimmung des
PSA Wertes (anfänglich 4,7 der nach Einnahme von Antibiotikum
auf 3,19 zurückging - dieses war zurückzuführen auf
eine parallele Nebenhodenentzündung) erfolgte die Entnahme
einer Biopsie. Von jeweils drei rechts und drei links entnommenen
Stanzen war eine rechts positiv. Der Gleason-Score wurde mit 3+2
bestimmt. Der Histologische Befund nach der OP ergab Gleason-Score
3+4, sowie beidseitiges Auftreten des Tumors. Glücklicherweise
gab es keine extraprostatische Ausbreitung, sodass benachbarte
Lymphknoten, Samenbläschen und der Resektionsrand der Prostata
tumorfrei waren.
-
WolfhardD schrieb
dazu am selben Tag:
-
In Gronau, im
Prostatazentrum Nord-West, Chefarzt Dr. Witt, wird ebenfalls mit
da-Vinci operiert. KEINE Zuzahlung, auch nicht für
Verbrauchsmaterial.
- PJ
Franklin schrieb am 12.7.2007:
-
Dies ist ein Bericht
über die neueste Methode der radikalen Prostatektomie. Die
Roboter-assistierte minimal-nvasive Prostatektomie mit dem Da
Vinci®-System.
-
Mein Vater (59, PSA
6,08) unterzog sich dieser OP am Do, 05.07.07 in der Uniklinik
Homburg/Saar bei Prof. Dr. Stefan Siemer. Laut Dr. Siemer verlief
die OP sehr gut und es wurden keine Nerven beschädigt. Mein
Vater brauchte an diesem Tag nur ein leichtes Schmerzmittel. Am
zweiten Tag durfte er schon aufstehen und ging schon im Flur der
Station. Morgens mittags und abends jeweils für ein paar
Minuten. Am Samstag wurde ihm schon der Drainageschlauch zur
Wundentwässerung aus seinem Bauch entfernt. Er war topfit und
begleitete uns schon bis nach draußen vor die Tür. Einen
Tag später, also Sonntag 08.07., durfte er schon nach Hause
gehen. Freiwillig, d. h. laut Dr. Siemer hätte er, wenn er
gewollt hätte, bis zum 15.07. im Krankenhaus bleiben können.
Drei Tage nach der OP.
-
Heute bekommt er den
Katheter entfernt und muss eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus
bleiben. Jetzt beginnt das Beckenbodentraining gegen seine
Inkontinenz.
-
Update 15 Juli 07:
-
Zum Thema Inkontinenz
sieht es bis jetzt (drei Tage nach Katheterentfernung) sehr gut aus.
Es gab morgens kein böses Erwachen bis dato. Wasserlassen mit
gewollten Unterbrechungen gehen immer besser vonstatten. Eigentlich
nur vereinzelt ungewolltes Wasserlassen nach langem Sitzen und
Beinespreizen. Aber nur tröpfenchenweise.
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Also meinem Vater
gehts prächtig. Keine Schmerzen und gute Wundheilung.
Endgültiger Befund bestätigt, dass ALLES entfernt wurde
und keine Anzeichen für ein neues EnTstehen vorliegen.
Beckenbodentermin erst diese Woche.
-
Und so ging es nicht
nur ihm. Die beiden Männer auf seinem Zimmer gingen spätestens
nach dem 5. Tag nach Hause. Schmerzfrei.
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Und zum Thema Potenz:
Durch 10- bis 12-fache Vergrößerung und genaueres
Schaffen werden weitaus weniger Nerven beschädigt als bei den
anderen Methoden.
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Hervorzuheben ist auch
Dr. Siemer, nicht nur durch seine Kompetenz, sondern auch durch
seine Menschlichkeit gegenüber seinen Patienten. Auch das
Personal war super nett und jederzeit behilflich. Auch mit
beruhigenden Gesprächen.
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Der einzige Nachteil
ist, dass die Methode in der Uniklinik Homburg 3000,- €
kostet und nicht jeder dieses Geld aufbringen kann. Aber in ein paar
anderen Kliniken soll es kostenlos sein.
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Mir ist klar, dass ich
nicht alles mit Statistiken belegen kann. Aber das brauche ich auch
nicht. Ich bin nur ein Sohn, der alles gemacht hat um sich zu
informieren, damit sein Vater, die für ihn beste Lösung
für dieses Problem bekommt. Und damit bin ich da draußen
nicht das einzige Familienmitglied.
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Ich will hier keine
Werbung machen, dies ist unser Erfahrungsbericht mit der
Da-Vinci-Methode und mehr auch nich Vielmehr möchte ich mir
Luft machen, gegen die Ärzte, die in anderen Foren zu diesem
Thema Stellung genommen haben, keinen Vorteil in dieser Methode
sahen und immer noch nicht sehen.
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Ich bekam Antworten,
und wir sprechen hier immer noch von Ärzten, wie (Zitat aus
Email): “Ein Vorteil hinsichtlich Nebenwirkungen (Inkontinenz,
Inkontinenz) oder Radikalität der Krebsentfernung ist durch die
neue Methode nicht gegeben.“ Oder wie der Urologe meines Vater
sagte, nachdem wir ihn auf die Da-Vinci-Methode ansprachen: Andere
Leute fahren für dieses Geld lieber in den Urlaub…
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Hier ist ein Link zur
Urologie der Uniklinik Homburg im Saarland:
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http://www.uks.eu/de/einrichtungen/kliniken_institute/urologie
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Ich weiß, dass
Viele auf der Suche nach Erfahrungsberichten zu unterschiedlichen
Methoden sind. Ich hoffe, dass dieser für manche hilfreich ist.
- kartdms
schrieb am 19.7.2007 unter dem Betreff "Positive Erfahrungen
mit DaVinci bei der radikalen Prostataektomie":
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Ausgangslage:
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Alter 52, PSA 12,
steigend auf 18 innerhalb von zwei Monaten, Biopsie am 24.04.07, von
sechs Proben eine positiv Gleason 7 (3,4). Eine Untersuchung mit
PET/CT zeigte, dass in der Prostata zwei Tumorherde waren, mittig im
rechten Lappen sowie links am Rand. Unklar, ob dieser bereits über
die Nerven die Kapsel durchbrochen hatte, Metastasen keine.
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Verlauf:
-
Die Op mit DaVinci am
27.06.2007 in der Klinik Hirslanden (Zürich) verlief ohne
Probleme. Aufgrund der unklaren Tumorausbreitung im linken
Prostatalappen wurden ca. 30 % der Nerven links entfernt,
rechts konnten alle Nerven geschont werden.
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Aufstehen noch am
Abend der OP und ein wenig Gehen auf dem Zimmer und Gang. Zunehmende
Mobilität ab dem 2. Tag nach der Op, da die Wunddrainage und
Infusion entfernt wurden und ich einen kleineren Urinsammelbehälter,
der verdeckt getragen werden konnte, bekam. Drei Tage nach der Op
konnte ich bereits ausgedehnte Spaziergänge unternehmen. Mir
wurde angeboten, am 4. Tag nach der OP nach Hause zu gehen und für
die Entfernung des Katheters nochmals für eine Nacht wieder zu
kommen. Das lehnte ich aber aus Risikoüberlegungen ab.
-
Sieben Tage nach der
OP wurde der Katheter gezogen und ich war sofort "trocken"
und hatte keinerlei Probleme. Tags darauf durfte ich nach Hause.
-
Das pathologische
Gutachten der Gewebeproben zeigte, dass ca. 20 % der Prostata
tumorhaltiges Gewebe enthielt Gleason 5 (2,3), alle Schnittränder
sowie die entfernten Lymphknoten aber tumorfrei waren.
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Zur Unterstützung
der Erektionsfähigkeit nehme ich seit Entfernung des Katheters
zwei Tabletten pro Woche Cailis 20 mg. Diese zeigen bereits Wirkung,
exakt drei Wochen nach der OP hatte ich meinen ersten GV.
-
Fazit.
-
DaVinci ist derzeit
die modenste OP-Methode für die Entfernung der Prostata. Im
Vergleich zu der klassischen OP-Methode bietet sie viele Vorteile.
Die Kosten für die OP in der Schweiz sind ca. 3´000 €
höher als in Deutschland. Mal sehen was meine Privatkasse davon
übernimmt. Das Wichtigste ist aber
-
- bei mir lief alles
tiptop
-
- ich fühle mich
fit
-
- habe wieder eine
gute Lebensqualität
-
- und ich hoffe, dass
das Thema Prostatakrebs damit für mich ausgestanden ist.
- Heinz23
schrieb am 2.2.2008:
-
Als kürzlich
Betroffener rate ich allen, welche vor einer OP stehen, sich über
diese Methode gründlich zu informieren. Diese OP bezeichnet man
als "minimal invasive roboterassistierte radikale
Prostatektomie" <Da Vinci>.
-
Ich habe folgende
Erfahrungen gemacht:
-
Informationen von
Ärzten/Urologen hatte keine meiner Mitbetroffenen. Alle waren
durch eigene Recherche oder nach eingehender Info über
Zeitungsmeldungen/BPS-Infos im Forum an Informationen gekommen.
Vorteile dieser Methode sind: keine Schnitt-OP, Verweildauer acht
Tage, Harnkontinenz fast wieder normal, kaum Schmerzen und am Tage
nach der OP war ich schon wieder mobil! OP erfolgte in Gronau,
St. Antonius Krankenhaus – Dr. Witt
-
Aussage meines
Urologen am neunten Tag nach der OP: "Es ist schon erstaunlich,
Sie nach dieser schweren OP heute in dieser Verfassung vor mir zu
sehen."
-
22303jarrestadt
schreib dazu am selben Tag:
-
Prima, dass Du auf die
Da-Vinci-Methode aufmerksam machst. Auch im Hamburger UKE wird diese
OP inzwischen angeboten und durchgeführt. Der zuständige
Arzt dafür ist Dr. Haese, der unter folgender E-Mail erreichbar
ist und gerne und freundlich Auskunft gibt:
haese@uke.uni-hamburg.de.
- Jepessen
berichtete am 26.11.2008:
-
Bei mir wurden am
19.11. in der Uniklinik Heidelberg die Prostata und die umliegenden
Lymphknoten mit der DaVinci-assistierten Methode entfernt. Die
OP-Zeit war vier Stunden, und es konnte beidseitig nervenschonend
und blasenhalsschonend operiert werden. Damit hoffe ich weiterhin
potent und trocken zu bleiben.
-
Ich bin nach fünf
Tagen nach der Dichtigkeitskontrolle der Harnröhre entlassen
worden, um am jetzigen Freitag [d. h.
28.11.2008 – Ed] den noch liegenden Blasenkatheter
entfernt zu bekommen bei nochmaliger Dichtigkeitskontrolle unter
einem Bildwandler.
-
Der Blutverlust bei
der OP lag bei nur 100 ml. Ich bin seit zwei Tagen ohne
Schmerzmittel. Diese Operation erfordert extremes Können und
wird in dieser Klinik nur vom Ärztlichen Direktor Prof. Dr.
Hohenfellner und dem Oberarzt Dr. Buse durchgeführt.
Meines Wissens verfügt die Uniklinik seit 2004 über
Erfahrungen. Diese Operationsmethode scheidet allerdings aus bei in
diesem Bereich voroperierten Patienten, da sich dann Verwachsungen
gebildet haben.
-
Die Operation ist sehr
belastend für den Kreislauf, da man in extremer Lagerung -20
Grad auf einer speziellen Vakuummatraze liegt. Daher auch eine
relativ lange Nachbeatmungszeit im Aufwachraum, da sich die Venen
stark erweitern und viel Gewebswasser im Zwischenzellraum
zurückbleibt. Ich hatte noch Tage nach der OP sieben Liter
Wasser eingelagert. Während der OP wurden Schnellschnitte der
Lymphknoten und von Nervengewebe in die Pathologie gebracht und
waren unauffällig.
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Unangenehmste
Nebenwirkung ist das Kohlendioxyd, mit dem der Bauch mit 15 mmHg
aufgepumpt wird, um operieren zu können. Das Gas braucht viele
Tage, um wieder zurück durch die Darmwände zu diffundieren
und macht ein extremes Völlegefühl.
-
Am 28.11.2008
berichtete Jepessen:
-
Bei mir wurde heute
sieben Tage nach meiner Op, die blasenhalsschonend durchgeführt
worden war, der Katheter entfernt, und ich bin auf Anhieb kontinent,
bis auf ein anfängliches Tröpfeln nach der Entfernung des
Katheters. Ich kann den Harnstrahl zwischendurch unterbrechen und
kann beim 4. Wasserlassen schon 250 ml ausscheiden.
- RolandHO
schrieb am 27.6.2010:
-
Jetzt bin ich schon
wieder seit genau einer Woche zu Hause, letzten Sonntag wurde ich
entlassen.
-
Heute vor 14 Tagen, am
13.6., war Einlieferung. Der gesamte Verlauf war ähnlich, wie
ihn schon einige Betroffene in der letzten Zeit beschrieben haben.
Hier deshalb nur eine Kurzfassung:
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Montag OP, Dienstag
Aufstehen, leichtes Rumgehen im Zimmer, Schonkost; ab Mittwoch
zunehmende Spaziergänge auf dem Gang und im Gelände,
Vollkost; Mittwoch bis Freitag jeweils eine Portion
Beckenbodentraining; Freitag Dichtigkeitsprüfung, Samstag
Ziehen des Katheters, Sonntag Abschlussgespräch und Fahrt nach
Hause. Alles verlief genau nach dem Plan, der mir bei Ankunft
übergeben wurde. Schmerzen und übrige Beschwerden waren zu
aller Zeit erträglich. Mich plagten am meisten die für
laparoskopische OP typischen Schmerzen in den Schultern, die vom CO2
Gas herrühren.
-
Nun zum Ergebnis:
-
Die wesentlichen
Ergebnisse der Operation: Unilateral nervenerhaltend,
Präparationsränder und Absetzungsränder tumorfrei,
Samenblasen bds. tumorfrei, Nachweis einer pelvinen LK-Metastase in
einem von 13 LK: pT3a pN1(1/13) R0 Gleason 4+3=7. Ein für meine
Ausgangssituation gutes Ergebnis, meinte auch Dr. Witt.
-
Kontinenz: ist für
mich noch ein Problem, ich brauch noch bis zu sechs Vorlagen pro
Tag, bei sehr viel Aktivität auch mal eine mehr. Ich übe
fleißig den Beckenboden und hoffe auch nach den vielen
Schilderungen hier im Forum auf Besserung in einigen Wochen, von mir
aus auch in Monaten.
-
Jetzt geht es erst mal
in die AHB (Diskussion über Sinnhaftigkeit in einem anderen
Theread habe ich gelesen). Für mich erscheint sie sehr sinnvoll
wegen Kontinenz, aber auch einiger weiterer noch kleiner
Beschwerden, die die Operation hinterlassen hat. Aus persönlichen
Gründen habe ich mich für die Staufenburg Klinik in
Durbach (Schwarzwald) entschieden.
-
Im Moment bin ich also
ganz optimistisch und zuversichtlich was den weiteren Verlauf
angeht.
- Werner52
schrieb am 12.9.2010:
-
Nachfolgend werde ich
zur Information anderer Betroffener über den Aufenthalt in
Gronau berichten. Ich habe dort ausschließlich sehr
freundliches und hilfsbereites Personal angetroffen und fühlte
mich schon alleine dadurch gut aufgehoben. Die OP ist ohne
Komplikationen verlaufen. Schmerzen hatte ich zu keiner Zeit. Am Tag
nach der OP konnte ich schon wieder alleine aufstehen und auf dem
Flur spazieren gehen. Am 5. Tag nach der OP wurde der Katheter
entfernt. Ich konnte sofort den Urin halten und das ist bis heute so
geblieben. Ich habe nicht einen einzigen Tropfen verloren!!! Auch
die Potenz ist schon fast wie vorher. Mit dem OP-Ergebnis bin ich
also mehr als zufrieden. Dass ich so ohne Nebenwirkungen davonkomme,
hatte ich gar nicht erwartet.
- wesoj55
schrieb am 12.10.2011:
-
Bin am 05.10. in
Gronau erfolgreich operiert und gestern entlassen worden. Alles
super verlaufen. Der Krebs hatte aber an zwei Stellen die Kapsel
durchbrochen, aber lt. Pathologen ist nichts mehr nachweisbar.
-
Man kann nach meinen
Erfahrungen Gronau nur sehr weiterempfehlen.
- Ernst
S. schrieb am 21.1.2012:
-
Mitte Januar erhielt
ich den positiven PC-Befund (PSA 7,7 und Gleason 3+4 = 7) und die
Empfehlung, die Prostata vollständig mittels "da Vinci"
entfernen zu lassen. Ich bin nach weiteren Gesprächen mit
Freunden, Betroffenen und Urologen dieser Empfehlung gefolgt und
habe mich am 15.2. dieser OP unterzogen. Meine Erwartungen wurden
übertroffen. Hier ein kurzer Ablauf der OP:
-
15.02.: nervschonende
OP durchgeführt,
-
16.02: erste Schritte
mit der Schwester ins Bad, am Nachmittag mit meiner Frau bereits
kleinere Wege auf dem Gang,
-
17.02. fühlte
mich so kräftig und gesund, dass ich mich gefragt habe, warum
ich eigentlich im Krankenhaus bin,
-
18.02 Entfernung
Drainage, ohne Probleme
-
19.02 und
-
20.02 "Aussitzen"
des Katheters (ich hatte die Ärzte gebeten, den Katheter doch
schon am 20.2. zu entfernen,was aber mit Hinweis auf
Mindesttragedauer von 5 Tagen abgelehnt wurde)
-
21.02.
Dichtigkeitsprüfung und Entfernung des Katheters ohne Probleme
; bereits eine Stunde danach erster kontrollierter Gangzu Toilette;
Kontinenz von Anfang gegeben. Abholung aus dem Krankenhaus um 15 Uhr
und Fahrt nach Hause.
-
Das Ärzteteam und
die Schwestern höflich, freundlich und sehr um mich bemüht.
Ich bin mit dem bislang erreichten Ergebnis hochzufrieden und froh,
dass ich mich für die Uni-Klinik Düsseldorf, Operateur Dr.
Rabenalt, entschieden hatte.