Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Therapiearten – Intensitätsmodulierte
Strahlentherapie (IMRT)

Tina fragte am 22.12.2005:
wissen Sie, warum das IMRT in Heidelberg nur als Ersttherapie gemacht wurde/wird. Geht man dort davon aus, dass bei Operierten das IMRT nicht wirkungsvoll genug ist?
PaulEn antwortete am selben Tag:
vornweg eine Bemerkung: Mannheim und Heidelberg haben gleichwertige Ausrüstungen.
Nun zur Frage IMRT: IMRT hat gegenüber der 3D-konformalen Bestrahlung den Vorteil, dass man die Strahlung noch präziser auf das zu bestrahlende Volumen konzentrieren und gleichzeitig das umliegende Gewebe schonen kann. Das ist bei einer Ersttherapie, wo die ganze Prostata bestrahlt wird, ein Vorteil. Bei der Bestrahlung eines Lokalrezidivs sehe ich diesen Vorteil nicht gegeben, wenn Position und Ausdehnung des Rezidivs nicht exakt bekannt sind. Ich vergleiche das gerne (jeder Vergleich hinkt und mancher Strahlentherapeut wird deshalb nur den Kopf schütteln) mit einem Präzisionsgewehr und einer Schrotflinte. Beim Präzisionsgewehr hat man eine hohe Treffwahrscheinlichkeit, wenn man das Ziel genau sieht, mit der Schrotflinte trifft man auch ein nicht so exakt bestimmbares Ziel.