Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Therapiearten – Dreiwertiges Eisen

Heinz 1, der keine eigene eMail-Adresse angab, schrieb am 28.1.2004:

ich möchte hiermit eine (nicht neue, aber in unserer Homepage noch nicht aufgeführte) Therapievorm zur Diskussion stellen. Es handelt sich hierbei um die Eisensubstitution mit dreiwertigem Eisen.

Die Geschichte:

1990 gab es in München einen jungen Arzt. Wie in jeder Arztpraxis auf der Welt hatte er unter seinen Patienten auch Krebskranke Menschen.

Er beobachtete, rein zufällig, bei der Behandlung von Krebskranken Patienten, die unter Blutarmut litten und deshalb von ihm mit dreiwertigem Eisen behandelt wurden, dass sich bei diesen, obwohl von den Krankenhäusern als nicht mehr heilbar entlassen, der Krebs sich nach einiger Zeit rückgebildete hatte bzw. ganz verschwunden war. Er stellte weiterhin fest, dass bei einer Umstellung des Eisenpräparates auf zweiwertiges Eisen die damit behandelten Patienten verstarben. Nur die mit dreiwertigem Eisen behandelten Patienten überlebten und wurden großteils wieder gesund.
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Dr..... (München), Patentierte dieses Verfahren am 17.05.1995 (Internationale Patentklassifikation Nr.: A 61 K 31/295, Offenlegungsschrift DE 44 19 256 A 1).

Grobe Darstellung der o.g. Offenlegungsschrift zur i.V. Eisentherapie von Dr. .......

Aufgrund seiner hohen Turn-over-Rate in der Zellteilung hat der Tumor selbst einen hohen Sauerstoffverbrauch. Die ausreichende Sauerstoffzufuhr ist Voraussetzung für ein rasches Wachstum des Tumors, wobei der Sauerstoff über das Hämoglobin der Roten Blutkörperchen zur Verfügung gestellt wird. Wenn Eisen sich im Tumorgewebe ablagert, kann es zur Bildung von Nekrosen kommen. Wenn nun das Eisen i.v. injiziert wird, werden einerseits über das Transverrin das Hämaglobin und Myoglobin völlig mit Eisen gesättigt und das darüber hinaus vorhandene dreiwertige Eisen wird möglicherweise durch ein gestörtes Sauerstoffmilie im Tumor, wie auch durch die unphysiologisch erhöhte Affinität der Tumorzellenmembran im Krebsgewebe angelagert das hierdurch sukzessive und spezifisch zerstört wird".
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Fazit:

Alle bösartigen Tumorformen reagieren sofort wachstumshemmend auf die Gabe von intravenös verabreichtem, dreiwertigem Eisen, gleichzeitiger erheblicher Befindlichkeitsverbesserung.

Es verstarben diejenigen Tumorpatienten, die aus welchen Gründen auch immer die Kontinuität der Eisentherapie für längere Zeiträume unterbrachen oder gänzlich abbrachen. Hingegen gesundeten und überlebten diejenigen Patienten, die sich konsequent den Eiseninjektionen unterzogen haben. Dabei war es für die Eisentherapie unerheblich, welche anderen Therapiemittel sie schon erfahren haben.

Dr. ..... hat über seine fast 10 Jährige Erfahrung mit dieser Therapieform ein Buch mit dem Titel "Blut und Eisen" geschrieben.

Es ist zu beziehen bei der Gesellschaft für Eisentherapie in München (Eisentherapie@aol.com).

Ich habe über diese Therapieform mit vielen Professoren, Ärzten und Labors korrespontiert von totaler Begeisterung bis zur absoluten Ablehnung war alles vertreten.

Am meisten wurde jedoch bemängelt, dass es noch keine Klinischen Langzeitstudien hierüber gibt.

Beim näheren hinsehen ist es jedoch so, dass hierüber Klinische Studien nicht durchgeführt werden können und sollen, weil diejenigen die diese Studien größtenteils Finanzieren auch im Anschluss daran verdienen wollen.

Denn es kann nicht angehen, dass man Krebspatienten mit ein par Euro heilen kann, wenn man daran doch Milliarden verdienen will.

Es ist schade, dass dieser, vielleicht hoffnungsvolle Weg, wieder aus Kostengründen nicht weiter verfolgt wird. Ein Grundsatz gilt jedoch immer: Ohne therapeutisches Gegenkonzept gewinnt der Krebs nahezu immer. Daher sollte hier jedes weitere Therapieangebot begrüßt werden, weil es individuell weiterhelfen kann. Vielleicht gilt dies auch für die Eisentherapie (=Substitionstherapie von fehlendem Eisen), die alleine angewendet werden kann oder aber ebenso in Kombination oder im Intervall mit schon bestehenden klassischen Therapien.

Ich möchte euch deshalb alle Bitten, diskutiert diese Therapieform mit euren Ärzten und Therapeuten tragt sie weiter und macht sie bekannt. Vielleicht wird sie dadurch als Studie aufgenommen und wir alle können einmal davon profitieren. Wenn auch nichts dabei herauskommt dann haben wir aber wieder einen Versuch unternommen uns zu helfen.

[Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit habe ich dieser dubiosen Nachricht, in der nicht einmal der Name des angeblich so erfinderischen Arztes genannt wird (an wen sollen sich Patienten, die diese Therapie ausprobieren möchten, denn wenden?), Rechtschreib- und Grammatikfehler nicht korrigiert. Im Internet findet sich keine Seite einer "Gesellschaft für Eisentherapie", im Münchener Telefonbuch gibt es keinen Eintrag zu ihr, ein Buch "Blut und Eisen", das sich mit einer Krebstherapie beschäftigen würde, ist bei Amazon unbekannt. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass es sich hierbei um die - vorsichtig ausgedrückt umstrittene – Selektive Tumor-Therapie (STT) des Dr. Löffelmann handelt. - Ed]

Gerd antwortete prompt noch am selben Tag:

ich möchte Euch dringend warnen, dem Vorschlag von Heinz 1 zu folgen und die - im übrigen nicht mehr neue - "Therapievorm" mit dreiwertigem Eisen auszuprobieren.

Genau das haben nämlich Uwe, ich und einige andere von uns getan und bei uns allen ist der PSA-Wert sprunghaft angestiegen. Ich würde wirklich gerne jemanden kennen lernen, dem diese dubiose "Therapievorm" geholfen hat.

Es ist sicherlich eine Tatsache, dass wir dazu neigen anämisch zu werden. Die Ursache dafür ist die ebenfalls unbestrittene Tatsache, dass sich unser Krebs nicht nur von unserem Testosteron sondern auch von unserem Eisen ernährt, das er in unseren Körperzellen vorfindet. Er frisst uns also unser Eisen weg und deshalb werden wir blutarm, wie man sagt.

Wenn wir uns nun aber dreiwertiges Eisen zuführen, versteht unser Krebs das als Einladung, sich satt zu fressen und dadurch zu wachsen. --- Uwe war der Überzeugung, dass dieses dreiwertige Eisen die Ursache für die Explosion seines Krebses war und ich teile seinen Verdacht. Vielleicht hat ihn dieser Versuch sogar das Leben gekostet; aber ich will nicht ausschließen, dass einer von den Neunmalklugen, die ja selbst nichts riskieren, behauptet, er habe sterben müssen, weil er diese Therapie abgebrochen habe.

Heinz (nicht identisch mit Heinz 1) schrieb dazu am 29.1.2004:

ich muß dem Gerd recht geben. Eisen wird außerdem als Marker für Tumore in der Diagnostik eingesetzt. Ich würde da verdammt vorsichtig heran gehen. Wahrscheinlich ist das Ganze nichts als eine Spekulation.

Es gibt allerdings Versuche, Tumore mit chemisch gelöstem Eisen anzureichern um dann andere weitere medikamentöse Maßnahmen einzuleiten, hier dient das Eisen = Holotransferrin als Wegweiser, um ein Therapeutikum einzuschleusen. Also gebt Obacht, was da so angeboten wird, es könnte auch der Beschleuniger für den Krebs sein.

Heinz 1 reichte am 28.1.2004 die Adresse der Gesellschft für Eisentherapie nach:

Gesellschaft für Eisentherapie mbH, Bavariastraße 3 a, 80336 München, Tel.: 089/54 64 58 58, Fax.: 089/721 35 73.

[Es gab noch einige weitere Meldungen, teils positiv (aber nicht aus Erfahrung mit der Eisentherapie!), teils skeptisch, die aber nichts Wesentliches beitrugen – Ed]