Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS
Nach Dr. Leibowitz sind Krebszellen bei der ersten Attacke am meisten verwundbar. Er empfiehlt die stärkste Waffe zuerst und so früh wie möglich einzusetzen. Es besteht berechtigte Aussicht, durch die intensivere und längere Blockade zum frühest möglichen Zeitpunkt sehr viele Krebszellen abzutöten, so dass - wenn überhaupt - nur ein geringer Rest verbleibt, der mutieren oder aggressiv werden könnte.
Es besteht ein hohes Maß an Sicherheit, dass auch eventuell ausgewanderte Krebszellen abgetötet werden, was bei einer lokalen Therapie überhaupt nicht möglich ist.
Es ist mit einer Vielzahl von Patienten nachgewiesen, dass nach Abschluss des 1. Zyklus sehr lange therapiefreie Zeiten erlangt werden, in denen alle Nebenwirkungen der Hormonblockade verschwunden sind und mit der Proscar-Erhaltungstherapie eine lange Zeit hoher Lebensqualität zu erwarten ist.
Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass durch die deutlich längeren Therapiepausen - vor allem nach dem 1. Zyklus - das Eintreten der gefürchteten Hormonresistenz wesentlich verzögert, wenn nicht ganz vermieden wird.
Sofern erforderlich, ist ein zweiter und dritter Zyklus später jederzeit möglich. Ebenso bleibt die Option für jede weitere Therapie vollkommen offen.
Es gibt kein einziges konkret zu belegendes Argument, das gegen die Durchführung dieser Therapie spricht.
Es scheint ein Synergieeffekt durch die Wirkung der drei Komponenten gegeben zu sein
Dr. Leibowitz ist Hämatologe/Onkologe, der sich auf die Behandlung des Prostatakrebses spezialisiert hat, in Deutschland gibt es keinen einzigen Hämatologen/Onkologen mit dieser Spezialisierung. Seine Erfolge sind beachtlich, sie sind als Patientenerfahrung wissenschaftlich dokumentiert und finden zunehmend Resonanz.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die dreifache Hormonblockade offensichtlich große Chancen bietet, die Krebsbelastung auf ein Minimum zu reduzieren, welches weder die Lebensdauer, noch die Lebensqualität ungünstig beeinträchtigt. Im günstigsten Fall ist eine Heilung zu erwarten, wie sie bei Hormonblockade selbst bei konventioneller Anwendung (einfach-, zweifach- Therapie) bereits nachgewiesen werden konnte.
Maximale Androgendeprivation
sofortiger Beginn gegenüber verzögertem Beginn
verlängerte Lebenszeit bei intermittierender Hormonblockade
Labrie C, et al, Combination of an antiandrogen and a 5-alpha-reductase inhibitor: a further step towards total androgen blockade, Endocrinology 128: 1673-1675, 1991
Gormley GJ, Role of 5 alpha-reductase inhibitors in the treatment of advanced prostatic carcinoma, Urol Clin North Am 1991 Feb;18(1):93-8
Goldenberg SL, Bruchovsky N, Gleave ME, Sullivan LD, and Akakura K: Intermittent androgen suppression in the treatment of prostate cancer: A preliminary report. Urology 45:839-845, 1995.
PK-Zellen brauchen Blut zum Wachstum
Androgenblockade (AB) verringert der Blutstrom zur Prostata
AB regelt die Produktion von VEGF herunter. VEGF (Vascular endothelial growth factor), ist ein Wachstumsfaktor in Angiogenesis (Blutgefäßbildung).
Proscar reduziert Blutstrom in der Prostata (Antiangiogenesis).
