Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Rechtliches – Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitsrente



Susanne fragte am 19.11.2003 per direkter eMail:
mein Vater hat sich im Januar dieses Jahres einer Prostata-Krebs-Op unterziehen müssen. Nach drei Monaten hat er wieder angefangen zu arbeiten (er ist Friseurmeister), stellte aber recht schnell fest, dass es nicht mehr geht. Er ist inkontinent, hat Schmerzen, weil ein Nerv bei der OP beschädigt wurde, und mittlerweile stellt sich so etwas wie eine Depression ein. Er hat im Mai seine Berufsunfähigkeitsrente eingereicht und versuchte dies durchzubekommen. Mein Vater wurde zu zwei Vertrauensärzten geschickt, die ihm bestätigten, das er nicht mehr arbeiten kann.
Heute jedoch kam der Brief der Versicherung, in dem steht, das er noch nicht einmal zu 50 % berufsunfähig sei. Er ist sehr verzweifelt und ich würde ihm so gern helfen und suche nun somit Rat bei Ihnen. Vielleicht können Sie mir/uns sagen, welche Möglichkeiten wir haben, um meinen Vater in irgendeiner Art und Weise zu helfen??
Uwe antwortete am 20.11.2003:
Widerspruch einlegen, Dein Vater bekommt durch die Prostataentfernung mindestens 50 % Invalidität, wenn sein PSA wieder steigt 80 %. Siehe auch http://www.prostatakrebse.de/themen/0044.htm.
[Dies war eine der letzten Antworten Uwes. Er starb in den frühen Morgenstunden des 24.11.2003 infolge seines Krebses. - Ed]