Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Nebenwirkungen – Strahlenfibrose (Radiofibrose)

[Eine Fibrose ist eine krankhafte Vermehrung von Binde­gewebe. Bei einer Strahlenfibrose (auch: Radiofibrose) wurde sie von einer Bestrahlungstherapie verursacht. – Ed]

wowinke fragte am 29.4.2011:
Sind nach Rezidivbestrahlung Radiofibrosen bekannt. Wann bilden Radisofibrosen sich aus, kann dem vorgebeugt werden und wenn, wie?
"Strahlentherapeut" Daniel Schmidt antwortete am 2.5.2011:
Fibrosen kann es geben, das ist letztendlich auch Ziel der Behandlung. Die Frage ist, ob dadurch ein Problem in der Funktion normaler Organe entsteht oder Beschwerden auftauchen. Vorbeugen kann man sowas nur schwer. Ein gute Bestrahlungsplanung spielt sicherlich eine Rolle, und es existiert auch eine strenge Dosis-Wirkungs-Beziehung (je höher die Dosis, desto höher die Gefahr). Einige Patienten neigen eher zu Radiofibrosen, es gibt also auch eine genetische Komponente.
Es gibt ein paar Behandlungsmöglichkeiten bei schweren Formen mit hyperbarer Sauerstofftherapie, Vitaminbehandlungen und im schlimmsten Fall Operation (das Problem hier sind oft Wundheilungsstörungen nach dem Eingriff, da man "kaputtes" Gewebe zusammennäht).