Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Nebenwirkungen – Polyneuropathie

Hanne fragte am 12.1.2005:

Im Oktober letzten Jahres wurde bei meinem Mann ein PK diagnostiziert mit Knochenmetastasen in der Wirbelsäule. Er bekommt nur die Zoladexspritze und Bisphosphonate. Nach fünf Wochen sank das PSA von 92 auf 23. Körperlich geht es ihm gut, er leidet jedoch an starkem Brennen zunächst in den Füßen, mittlerweile auch in den Beinen und Armen. Ein Neurologe vermutet eine Polyneuropathie. Dies ist jedoch nicht bestätigt. Er ist 56 Jahre alt. Er hat zudem starke Probleme mit Bluthochdruck. Welche Ursache kann das sehr schmerzhafte Brennen haben?

Ein "Gast" antwortete am selben Tag:

Wahrscheinlich Polyneuropathie. Hatte ich ebenfalls. Polyneuropathie oft durch Medikamente verursacht, die man einnimmt. Setzt man das verursachende Medikament ab, dann wird es besser. Dieses Medikament muss der Arzt herausfinden. Weitere Infos:

http://www.google.com/search?query=polyneuropathie.

Anderer Meinung war Alfons einen Tag später:

die Polyneuropathie kann durch die Metastasen verursacht sein. Das müsste durch eine Untersuchung (Röntgen, CT etc.) geklärt werden. Wenn es so ist, keine Zeit verstreichen lassen.

kopro schrieb am 3.6.2010:

Ausgelöst durch ein Pflanzenbehandlungsmittel, ein Insektizid mit dem Wirkstoff Phosphorsäureester leide ich seit mehr als dreißig Jahren unter Lähmungen in Armen und Beinen. Vom Nachfolger meines Neurologen, einem jungen Arzt, wurde mir die bei diabetischer Polyneuropathie eingesetzte "Alpha-Liponsäure" empfohlen. Da ich PK-Patient bin, wollte er sicher gehen, dass keine Metastasen vorhanden sind und empfahl mir eine MRT der Wirbelsäule. Die MRT ergab keinen Befund. Nach nun fünf Monaten Einnahme der Alpha-Liponsäure habe ich nur noch ganz, ganz selten Missempfindungen in Armen und Beinen, außerdem bin ich wesentlich leistungsfähiger geworden.

Das kleine Buch von Dr. J.Pies, "Alpha-Liponsäure – das Multitalent" gibt interessante Hinweise zu den Einsatzgebieten und ist im VAK-Verlag erschienen.

Dazu schrieb Hutschi am selben Tag:

Vielen Dank für diese Erinnerung, denn unlängst informierte mich auch ein mit mir befreundeter Forumsbenutzer über diese Möglichkeit, die ich hier noch einmal recherchiert habe. Es könnte sich also doch lohnen, sich damit intensiv auseinanderzusetzen, nachdem Du die geschilderten Erfolge damit erzielen konntest.

Und helmut (i) fragte:

Ich finde Deinen Hinweis sehr interessant, da ich ebenfalls mit PNP belastet bin und jeder Neurologe erklärt, da könne man nichts machen. In welcher Dosis nimmst Du das Präparat ein?

Diese Frage beantwortete kopro am 4.6.2010:

Eine Tablette enthält 600 mg Alpha-Liponsäure, ich nehme auch diese Dosis, genau wie im Beipackzettel beschrieben und vom Arzt empfohlen, ca. ½ Stunde vor der ersten Mahlzeit morgens nüchtern, mit einem Glas Wasser. Nimmt man außerdem noch Selen, Magnesium usw. ein, sollten diese erst am Mittag oder Abend eingenommen werden.

Mein Neurologe wollte zuerst wieder die Schmerzmittel verschreiben die ja in der Regel, warum auch immer, verschrieben worden sind. Nachdem ich gebohrt habe und intensiv nachfragte ob es nicht doch noch etwas Anderes gäbe, kam er auf die Alpha-Liponsäure.

Man muss selbst viel wissen, um Fragen stellen zu können, andernfalls ist man den Empfehlungen der Behandler ausgeliefert. Das Buch kannst Du in jeder Buchhandlung bestellen. Für das Präparat besteht nur Apothekenpflicht, man braucht kein Rezept. Es gibt 13 Anbieter; die Zusammensetzung ist bei allen gleich, es werden auch Tabletten mit 300 mg Inhaltsstoff angeboten. Schau mal bei den Versandapotheken im Internet, da gibt es einige Preisunterschiede.

Titel des Buches: "Alpha-Liponsäure - das Multitalent" Josef Pies, VAK-Verlag ISBN 978-3-86731-034-5, es kostet etwa 8 EURO.