Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum von KISP
und BPS
Nebenwirkungen
– steigende Leberwerte während einer Androgenblockade
- Hans
fragte am 13.7.2004:
-
seit
April mache ich nach radikaler Prostatektomie in 01/01 eine DHB nach
Leibowitz.
-
Folgende
Laborwerte sind außerhalb des Normbereichs:
-
April
04 Juli 04
GPT 25
(U/l) 24
GOT 41
(U/l) 42
LDH 277
(U/l) 281
MCV 100 (fl) nicht
gemessen -
Müssen
mich diese Werte beunruhigen? Die anderen Werte sind im Normbereich.
-
Guy antwortete am
selben Tag:
-
Die
Laborwerte betreffen die Leber. Sie sind alle leicht außerhalb
des Normbereiches.
-
Den Trend der Laborwerte verfolgen und
versuchen, mit Silymarin gegenzusteuern. Falls dies nicht ausreichen
sollte, würde ich Actigall respektiv Ursofalk www.ursofalk.de
hinzunehmen, um Leberschäden vorzubeugen respektiv zu
vermeiden, da ich weiß, dass dies auch in den USA von einem
Arzt eingesetzt wird.
-
Am 7.4.2005 erinnerte Guy an seinen obigen
Beitrag und schrieb weiter:
-
In letzter Zeit haben sich ein paar Betroffene
gemeldet, deren Leberwerte während der Hormonblockade zu hoch
waren. Es gibt jedoch etwas, womit man Leberschäden vorbeugen
kann, und das ist Actigall oder Ursofalk (Generika). Jeder, dessen
Leberwerte in die Höhe gegangen sind, weiß, wie schlimm
das ist.
-
Wichtig ist, dass man in Erinnerung behält,
dass es etwas gibt, mit dem man bei Leberschäden gegensteuern
kann.
-
Dazu schrieb Manfred am 8.4.2005:
-
auch meine Leberwerte sind hochgegangen und
noch zu hoch. Mein Arzt hat mir schon länger Legalon und
Hepa-Merz verordnet. Habe die übliche Dosis praktisch
verdoppelt.
-
Die Werte steigen noch, aber langsamer. Der
Arzt meint, wir kriegen das in den Griff. Hoffen wir es.
-
Außer Legalon und Hepa-Merz ist mir
nichts bekannt. Für weitere Hinweise wäre ich auch
dankbar.
-
Guy konnte sie am selben Tag bieten:
-
Legalon und Hepa-Merz mit dem Wrkstoff Mariendistel werden als
Nahrungsergänzungsmittel gegen Hepatitis (Leberentzündung),
Leberschäden durch Gift und Leberschrumpfung (Leberzirrhose)
eingesetzt, jedoch habe ich so meine Zweifel, ob die Wirksamkeit von
Mariendistel gerade so gut ist wie die von Actigall / Ursofalk, denn
ich habe gelesen, dass ein amerikanischer Onkologe Actigall /
Ursofalk bei seinen Patienten einsetzt, um Leberschäden bei der
Hormonblockade oder bei der Leichtdosis Ketoconazol zu vermeiden,
dessen Nebenwirkungen mit sechs Casodex Tabletten zu vergleichen
sind, und bei keinem Patienten die Therapie abgebrochen werden
musste wegen Leberschäden.
-
Actigall oder Ursofalk ist eigentlich ein Medikament gegen
Gallensteine, jedoch hat es zusätzlich eine gute Nebenwirkung,
weil es die Leber schützt.
-
Wenn man in einer Suchmaschine die Begriffe Actigall prevention
liver diseases eingibt, dann kommen etliche interessante Hits zu
diesem Thema.
-
Dieter V fügte am 9.4.2005 hinzu:
-
danke für deinen Beitrag. Wer also mit Leberproblemen bei DHB
zu kämpfen hat, kann ja zuerst Legalon 140 probieren, danach
Ursofalk®. Es ist immer gut, wenn man Lösungen in petto
hat.
-
Actigall gibt es nicht in der Roten Liste
-
Nachfolgend Fachinformationen und Preise zu den von Guy erwähnten
Ursofalk®:
-
Ursofalk® Kapseln – Rezeptpflichtig
-
Zusammensetzung:
-
1 Hartkapsel enthält: Ursodeoxycholsäure 250 mg.
-
Weitere Bestandteile: Maisstärke, Magnesiumstearat,
Hochdisperses Siliciumdioxid, Gelatine, Wasser,
Natriumdodecylsulfat, Titandioxid (E 171).
-
50 Hartkapseln (N2) 36,39 €
100 Hartkapseln (N3) 60,84
€
-
Anwendung:
-
Zur Auflösung von röntgennegativen
Cholesterin-Gallensteinen der Gallenblase, bei funktionsfähiger
Gallenblase. Die Gallensteine sollten nicht größer als
15 mm im Durchmesser sein. Symptomatische Behandlung der primär
biliären Zirrhose, solange keine dekompensierte Leberzirrhose
vorliegt. Zusätzliche Hartkapseln: Gallenrefluxgastritis.
-
Gegenanzeigen:
-
U 20 . Verschluss der Gallenwege (Choledochus- oder
Zystikusverschluss), röntgenologisch nicht darstellbare
Gallenblase, kalzifizierte Gallensteine, gestörte
Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase, häufige
Gallenkoliken.
-
Anwendungsbeschränkungen:
-
Frauen im gebärfähigen Alter nur bei gleichzeitiger
Anwendung von zuverlässigen empfängnisverhütenden
Maßnahmen.
-
Nebenwirkungen:
-
Häufig:
-
Breiförmige Stühle. Suspersion: aufgrund des Gehalts an
Benzoesäure bei entsprechend veranlagten Patienten
Überempfindlichkeitsreaktionen an Haut, Augen und Schleimhäuten
möglich. Bei Neugeborenen erhöhtes Risiko für das
Auftreten von Gelbsucht möglich.
-
Sehr selten:
-
Schwere rechtsseitige Oberbauchbeschwerden bei Behandlung von PBC;
bei Behandlung der PBC im fortgeschrittenen Krankheitsstadium
Dekompensation der Leberzirrhose möglich (reversibel);
Urticaria.
-
Wechselwirkungen:
-
Colestyramin, Colestipol, Aluminiumhydroxid- und/oder
Smektit-haltigen Antacida: bei gleichz. Einnahme
Resorptionsstörungen von Ursodeoxycholsäure. Einnahme
dieser Präparate zeitversetzt um zwei Stunden möglich.
Erhöhung der Ciclosporin-Resorption aus dem Darm. Daher bei
diesen Patienten die Ciclosporin-Konzentration im Blut überprüfen
und ggf. eine Ciclosporin-Dosisanpassung vornehmen. In Einzelfällen
Verminderung der Ciprofloxacin-Resorption. Verminderung des Cmax
und AUC von Nitrendipin; Verminderung des therapeutischen Effekts
von Dapson. Mögliche Induktion des arzneimittelabbauenden
Enzyms CYP4503A4. Deshalb evtl. Dosisanpassung nötig.
-
Hinweise:
-
In den ersten drei Monaten der Behandlung sollten die Leberwerte AST
(SGOT), ALT (SGPT) u. g-GT
monatlich, dann vierteljährllich kontrolliert werden.
-
Dosierung:
-
Hartkapseln: Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen,
Behandlung der primär biliären Zirrhose: Die Tagesdosis
ist abhängig vom KG und liegt zwischen 2-6 Hartkapseln
(10-15 mg Ursodeoxycholsäure per kg KG).
Gallenrefluxgastritis: 1 Hartkapseln täglich.
-