Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum von KISP
und BPS
Nebenwirkungen
– Kribbeln in den Gliedmaßen während einer
Androgenblockade
- Karl177
fragte am 7.9.2004:
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ich
habe Anfang August mit der DHB (Casodex
3x50 , Zoladex, Proscar, 600 ugr Selen , Zink, Vitamin E )begonnen.
Seit circa einer Woche habe ich fast permanentes Kribbeln in den
Händen. Gehört das dazu? Mein Uro meint, Kribbeln kommt
und Kribbeln geht, aber allmählich kommt es mir etwas sonderbar
vor.
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Hat
jemand ähnliche Erfahrungen?
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Hans antwortete am
selben Tag:
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ich
habe Kribbeln in den Zehen (vor allem in den rechten) und das nicht
erst seit der DHB; nun zusätzlich auch abends (nicht immer) ein
Taubheitsgefühl im rechten Oberschenkel. Ob das von einer
möglichen Blasenentleerungsstörung herkommt oder von der
DHB, das weiß ich nicht. Vielleicht weiß der Urologe
oder sonst jemand hier im Forum Näheres?
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Einen anderen Tipp
hatte Gerard US, ebenfalls am selben Tag:
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Ich
würde in Richtung Polyneuropathy vermuten. Ich hatte es im
kleinen Finger und Ringfinger der linken Hand. Mein Internist hat
mein Lipitor abgesetzt. Nun ist es weg.
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Die
Polyneuropathy ist das gleichzeitige Versagen peripherer Nerven im
Körper.
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Polyneuropathy
kann akut sein (plötzlich beginnend) oder chronisch
(allmählich, oft über Monaten oder Jahre entwickelnd). Es
handelt sich um eine Entzündung von Nervengewebe. Die Ursache
wird man wohl nie feststellen.
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Periphere
Neuropathie ist eine Störung des Nervensystems, die in der
Regel an den Händen und/oder den Füßen beginnt und
mit den Symptomen Taubheit, Kribbeln, Brennen und/oder Schwäche
einhergeht, und eventell in den Körper ausstrahlt.
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Sehr
oft steht diese Störung im Zusammenhang mit Medikamenten. Es
empfiehlt sich dann ein Wechsel des Medikamentes bzw. eine Reduktion
der Dosis. In der Regel verschwinden die Beschwerden dann innerhalb
von wenigen Wochen.
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Ich
würde einen guten Internisten aufsuchen, der sich die Liste der
Medikamente und Ergänzungsmittel anschaut. Mittel zur
Cholesterinsenkung (Statine, wie Lipitor, Zocor, usw) sind häufige
Verursacher.
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Eine
nachweislich wirksame Behandlung der peripheren Neuropathie gibt es
nicht.
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Gegen
Schmerzen helfen Schmerzmittel oder nicht-steroidale Antirheumatika,
z. B. Ibuprofen. Eingesetzt werden auch häufig
Medikamente, die bei einer durch die Zuckerkrankheit ausgelösten
peripheren Neuropathie gegeben werden, z.B. B-Vitamine,
Alpha-Liponsäure oder Gamma-Linolensäure aus
Nachtkerzenöl.
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Ein
Prostatakrebs-Patient hat aus seiner Sicht einen sehr guten Beitrag
geschrieben, in dem er auf viele verursachende Medikamente eingeht,
die von ihm und seinen Leidensgenossen eingenommen werden:
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http://www.hormonerefractorypca.org/pngeneral.htm
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Ralf
schickte am selben Tag diesen Erfahrungsbericht:
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ich
hatte - lange nach dem Ende der DHB, aber natürlich nehme ich
regelmäßig Proscar/Avodart ein - bei bestimmten
Körperhaltungen (z. B. auf dem Rücken liegend)
Kribbeln in einigen Fingern einer Hand. Eine Neurologe untersuchte
mich, z. B. indem er kleine Stromstöße durch die
beteiligten Nerven im Unterarm jagte und sich auf einem Oszilloskop
die Impulsantwort betrachtete, tippte darauf, dass die
Durchführungen der betreffenden Nerven durch Wirbelkörper
sich verengt hätten, verschrieb mir Celebrex, wogegen ich
nichts einzuwenden hatte, und schickte mich zum Orthopäden. Der
hatte gerade seinen Urlaub angetreten, und bis er zurückkam,
waren die Symptome verschwunden. Sie treten nur noch ganz selten
auf.
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In
der Technik würde man sagen: "Fehler beim Eingrenzen
verschwunden", man weiß nicht, was er war.
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