Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Nebenwirkungen
– Impotenz
- Karl
schrieb am 10.6.2004:
-
Die Spritzen von Caverject haben einen max. Inhalt von 20 mg.
Leider reicht das bei mir für eine ausreichende Erektion nicht
aus. So wurde mir empfohlen eine höhere Dosis - ansteigend -
bis 40 mg zu injizieren. Frage: Muss man dann je 20 mg auf
beiden Penisseiten spritzen, oder gibt es eine Möglichkeit,
dass man die 40 mg mit einer Spritze injizieren kann. Hat
jemand vielleicht auch negative Erfahrungen mit Injektionen auf
beiden Penisseiten gemacht, da es heißt, dass man wechseln
soll.
-
Trotz nervenschonender Operation bestehen immer noch nach 18 Monaten
die Erektionsprobleme - dies zur Info.
-
Hinrich antwortete am selben Tag:
-
mit Caverject habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht, wohl weil
ich Skat nicht vertragen habe. Bei mir wurden einseitig die Nerven
erhalten, und nach ca. 2 Jahren kam es immer intensiver zu
selbstständiger Errektion, die aber nicht über den
gesamten Zeitraum des Verkehrs anhält. Die Gründe dafür
sind mir noch nicht bekannt. Gute Erfahrungen habe ich mit Cialis
gemacht.
-
Urologe fs antwortete am 16.6.2004:
-
für höhere Dosen als 20 µg gibt es von der Firma
Hoyer-Madaus Viridal 40. Es reicht, in einen Schwellkörper
zu spritzen, sie stehen untereinander in Verbindung.
-
Karl bedankte sich einen Tag später und schrieb zurück:
-
Habe Versuch gemacht mit 2 x 20 mg. Caverject, jedoch war die
Erektion nur minimal stärker als mit einer Dosis 20 mg. Nach
Dr. Porst könnte man auch Alprostadil plus Papaverin und
Phentolamin [verwenden]. Nur, wo erhält man dies und
muss das separat injiziert werden? Für eine Antwort wäre
ich dankbar.
-
"Urologe" antwortete prompt am selben Tag:
-
Papaverin ist in Deutschland inzwischen wieder erhältlich als
PAVERON N, Phentolamin (REGITIN) ist in Deutschland nicht mehr
zugelassen.
-
Es ist von der intracavernösen Injektion von Papaverin als
Monosubstanz abzuraten (Wirksamkeit geringer, intracavernöse
Fibrosen häufiger). Zu empfehlen ist eine Mischung aus
Papaverin (15 mg/ml) und Phentolamin (0,5 mg/ml) in einer Dosierung
von 0,2 ml bis zu 2 ml (ggf. bis 3 ml) oder -
bevorzugt - die Applikation von Prostaglandin E1 bis zu einer
Dosierung von 5 – 20 µg (in Ausnahmefällen bis
40 µg). Treten bei der Kombination von Papaverin und
Phentolamin in einem höheren Maße prolongierte Erektionen
auf, so ist bei der Verwendung von PGE1 bei etwa 10 % der
Patienten mit ausgeprägten Schmerzen bei der Erektion zu
rechnen.
-
Aber: ist bei Dir unter SKAT ein Farbdoppler gemacht worden, um ein
venöses Leck auszuschließen??
-
Dann könnte evtl. ein zusätzlicher Penisring "den
entscheidenden Kick" bringen.
- Jörg (O)
schrieb am 6.7.2004:
-
an einem Beitrag von mir zur Impotenz ist die Karawane bereits
lange, lange vorbeigezogen. Ich bringe ihn hiermit wieder ins
Gedächtnis, auch für die, die sich für eine Operation
entscheiden und gerne wissen möchten, was durch eine
"eventuelle" Impotenz auf sie zukommen könnte.
-
Josef hat seinerzeit die Frage gestellt, warum denn niemand das
Thema Impotenz anpackt; es fühle sich mit seinem Problem
alleine gelassen. Ich antwortete ihm:
-
Lieber Josef, Du bist weiß Gott nicht alleine. Ich bin sicher,
daß nahezu alle unsere Mitbetroffenen, die durch die
Prostatektomie impotent geworden sind, mehr oder weniger unter ihrer
Impotenz leiden, je nachdem, welchen Stellenwert die Sexualität
in ihrem Leben spielte und spielt.
-
Impotenz - der Verlust der Männlichkeit - ist in den Augen
unserer Gesellschaft ein Makel und den gilt es zu verschweigen. Es
gibt nur wenige Mutige, die offen über ihr Problem "Impotenz"
sprechen und das wird verständlicherweise auch so bleiben, denn
wer will schon allen Ernstes seine Impotenz in die Welt
hinausposaunen und sich der Häme seiner Mitmenschen aussetzen.
-
Es war mir vor der Operation bewußt, dass ich danach impotent
sein werde. "Gesundheit geht vor" war der Kommentar meines
Urologen zu dieser Frage. Von seinem Standpunkt aus gesehen hatte er
recht und auch ich war überzeugt, mit der Impotenz gut umgehen
zu können. Nur sind solche Gedanken Theorie und die Praxis hat
mich eines besseren belehrt.
-
Das Zusammensein von Mann und Frau findet seine Erfüllung in
aller Regel in der körperlichen Vereinigung, bei der beide zum
Orgasmus kommen.
-
War es vor der Operation und Impotenz beschwinglich leicht, schön
und angenehm zu nahezu jeder Zeit mit seiner Partnerin "ins
Bett zugehen", so wird dieser ehemals selbstverständliche
Akt durch meine Impotenz zu einer im Voraus zu planenden Handlung.
Es fehlt die Spontanität, es fehlt der versöhnende
Geschlechtsakt nach einem kleinen Streit, es fehlt der künstlich
herbeigeführten Erektion an Härte und es fehlt meinem
Orgasmus an Intensität, weil Samenblasen und Prostata an dem
Dreiklang nicht mehr beteiligt sind. Vor allem aber macht mir die
Gewißheit zu schaffen, meinen sexuellen Beitrag in unserer
Beziehung nicht mehr so leisten zu können, wie ich es noch vor
meiner Operation konnte. Das macht sich auch und insbesondere an der
geringen Zahl der "Geschlechtsakte" bemerkbar. Klar,
bewußt sage ich mir, Du kannst ja nichts dafür, dass Du
durch den Krebs impotent geworden bist. Eine innere Stimme aber sagt
mir etwas anderes: Potenz ist Männlichkeit, Impotenz ist
Schwäche. Das hat sich mir unauslöschlich über die
Jahrzehnte ins Gedächtnis gebrannt.
-
Berührungen und Zärtlichkeiten tauschen wir ständig
aus; das geht auch nicht durch den Hormonentzug verloren, verloren
aber ging ein schöner Bestandteil unserer Beziehung: Die
spontane, ungehinderte körperliche Vereinigung.
-
Und das ist traurig, traurig, traurig und kann auch nicht durch noch
so gutgemeinte Verhaltensvorschläge schön geredet werden.
-
Gruß
-
So jedenfalls erging und ergeht es mir mit meiner Impotenz, und ich
glaube, dass es vielen von Euch ähnlich ergeht bzw. ergehen
wird. Da sind Josef und ich sicherlich nicht alleine. Es ist eben
nicht schön, eine Pumpe zur Herbeiführung einer "Erektion"
zu benutzten, sich die Nadel für die SKAT-Injektion in den
Penis zu stechen oder Viagra in der Hoffnung zu schlucken, dass sich
irgendetwas rührt.
- Klaus Peter berichtete am 30.9.2004 von
seiner Krebsdiagnose und fragte im Zusammenhang mit
Therapieoptionen:
-
Die Erhaltung der Potenz ist für mich
wichtig, was gibt es hier für Erfahrungen? Gibt es alternative
Möglichkeiten?
-
Elke schrieb am 30.9.2004 :
-
ein Beispiel als Antwort auf die Frage nach der potenzerhaltenden
OP-Technik und deren Ergebnis:
-
"Ergebnisse einer Studie am Universitätsklinikum Eppendorf
hat Professor Hartwig Huland aus Hamburg beim 18. Kongreß der
Europäischen Urologischen Vereinigung in Madrid vorgestellt.
-
Bei 808 im Mittel 61-jährigen Männern mit Prostatakarzinom
ist das Organ entweder uni- oder bilateral nervenschonend radikal
entfernt worden. 70 Prozent der Männer hatten einen Tumor im
Stadium pT2, also noch auf die Vorsteherdrüse begrenzt.
-
Die Vorteile der jeweiligen Op-Technik für die spätere
Potenz beschrieb der Urologe so: Vollständige Erektionen gaben
17,2 Prozent der unilateral und 56,1 Prozent der bilateral
behandelten Patienten an."
-
Wenn Mann zu den 17 oder 56 Prozent der Männer gehört, die
nach der OP ihre Erektionsfähigkeit behalten haben, dann hat
Mann Glück. Ansonsten wird Mann sich wohl darauf einstellen
müssen, dass anschließend die Potenz verloren gegangen
ist.
-
Vorhersagen kann das niemand genau, schon gar nicht mit
100-prozentiger Sicherheit garantieren.
-
Für wichtig in diesem Zusammenhang halte ich die garantierte
beidseitige Nervenerhaltung, wenn Du Deine Chancen auf Potenzerhalt
erhöhen willst. Einseitige kannst Du vergessen. In allen
Studien hierüber schwanken die Zahlen zwischen 50 und 60 %
bei beiseitigem Nervenerhalt, bei einseitigem um die 15 %.
-
Meinem Freund ging es 2003 ähnlich wie Dir, und er hat sich im
Alter von 47 Jahren einseitig potenzerhaltend operieren lassen. Seit
er in der Folge dessen mit der befürchteten Einschränkung
leben muss, bereut er seinen Entschluss von damals, denn seine
Lebensqualität ist enorm verloren gegangen. Die zur Verfügung
stehenden Hilfmittel können den entstandenen Schaden nicht
wirklich beseitigen. Ausführliche Diskussionen zum
Potenztraining oder zu Erektionshilfen findest Du im Forum, wenn Du
danach suchen möchtest.
-
Eine mögliche Alternative auf der Suche nach
Behandlungsoptionen wäre vielleicht folgende:
-
"In einer Studie haben Dr. Salvador Fernandez De la Maza und
seine Kollegen am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE)
bei je 18 Patienten mit konventioneller Methode oder mit
Wasserstrahl (Helix Hydro Jet®/Erbe) eine Prostatektomie
vorgenommen (Min Invax Ther & Allied Techno 11, 2002 25/).
-
Bei 78 Prozent der Patienten mit Wasserstrahl-Chirurgie war drei
Monate danach die Potenz erhalten, im Vergleich zu 56 Prozent bei
konventioneller Chirurgie. Auch blieben bei der neuen Technik mit 78
Prozent mehr Männer kontinent als unter konventioneller Technik
(67 Prozent).
-
Fernandez De la Maza hat nach eigenen Angaben inzwischen 130 Männer
mit der Wasserstrahl-Chirurgie behandelt und bei etwa 80 Prozent die
Potenz erhalten können. Mit Standardverfahren würden etwa
60 Prozent erreicht.
-
Außer am UKE wird die Prostatektomie mit
Wasserstrahl-Chirurgie zur Zeit unter anderem am Marienhospital in
Herne (Professor Joachim Noldus) und am DRK-Krankenhaus Seepark in
Langen Debstedt bei Bremerhaven (Dr. Fernandez De la Maza) gemacht."
-
http://www.aerztezeitung.de/docs/2003/10/27/193a0103.asp?cat=/medizin/maennerprobleme/prostata
-
Überstürze nichts, wenn Dir Deine Potenzerhaltung sehr
wichtig ist. Die RPE kann für Dich persönlich einen sehr
radikalen Einschnitt nach sich ziehen. Darüber solltest Du Dir
im Klaren sein und vorher eine Entscheidung treffen. Unternimm alles
zur Abklärung, um Dir ein möglichst realistisches Bild zu
machen.
-
Frage den Operateur nach Referenzen. Sollte er zufriedene Männer
unter seinen Patienten haben, dürfte es kein Problem sein,
diese dazu zu bewegen, Dir Auskunft über ihr Befinden zu geben.
-
Was spricht denn gegen Bestrahlung oder Seeds?
-
Bei meinem Freund schied damals diese Option aus, da die
anatomischen Gegebenheiten ungünstig waren und eine Schädigung
des Darms befürchtet wurde.
-
Dazu schrieb Urologe fs am 1.10.2004 u. a.:
-
Bestrahlung und Seeds haben nach zwei Jahren statistisch MEHR
IMPOTENZEN (20-50 % nach 7 J., aber medizinisch zu
behandeln, 70 % nach einem Jahr bei kombinierter
Strahlentherapie, 25 % haben Miktionsprobleme) als die OP
(natürlich nur einen optimalen Operateur vorausgesetzt)!! Das
sagt nur niemand so offen. Auf dem diesjährigen
Urologenkongress wurden die Zahlen auf den Tisch gelegt und
verglichen.
-
Also, wenn man bei fünf Jahren einen Messpunkt legte, wären
die Komplikationsraten relativ dicht beieinander mit leichtem
Vorteil für die OP.
- Hansjörg schrieb am 8.10.2004:
-
die Penisprothese habe ich immer als Mittel der "letzten"
Wahl angesehen. Auch wird dies in der Literatur so dargestellt. Nach
Gesprächen mit Betroffenen und Ärzten muss ich diese
Meinung wohl korrigieren.
-
Für Betroffene, die unter der fehlenden Gliedversteifung
(erektilen Dysfunktion) als Operationsfolge leiden und mit
Ersatzbefriedigungen (welch schreckliches Wort) nicht zufrieden sind
und sich einen richtigen Geschlechtsverkehr wünschen, scheint
mir die hydraulische Penisprothese angezeigt zu sein.
-
Bei unserem letzten SHG-Treffen berichtete ein Betroffener in
unserer Gruppe voller Zufriedenheit über die Penisprothese. Die
Gefühls- und Orgasmusfähigkeit blieb bei ihm voll
erhalten.
-
Er sagte wörtlich: "Ich kann jetzt wieder wann ich will
und solange ich will!"
-
Dieses Zitat soll nicht missverstanden werden, er ist beileibe mit
seinen 67 Jahren kein Sexprotz, sondern ein Mann, der auch auf die
Wünsche und Bedürfnisse seiner Partnerin Rücksicht
nimmt.
-
Interessant ist noch, dass er in einer Operation sich auch noch
einen künstlichen Schließmuskel einsetzen hat lassen und
somit zwei hydraulische Systeme in sich trägt.
-
Auf Wunsch darf ich seine Adresse zum Erfahrungsaustausch an andere
Betroffenen weitergeben und auch die Klinik und den Operateur
nennen.
-
Bernd schrieb am selben Tag:
-
ich schätze Ihr Engagement, das der Beseitigung der Frustration
radikal operierter Männer gilt. In Ihrem Bericht erwähnen
Sie, dass die Implantation einer Penis-Prothese eine echte Lösung
darstellt.
-
Mein Urologe hat mir von einer solchen Implantation abgeraten, weil
viele Prothesen wieder explantiert werden müssten. Nun meine
Frage an andere: Wer hat auch negative Erfahrungen mit einer solch
zugegebenermaßen unnatürlichen Form, den
Geschlechtsverkehr zu ermöglichen, gemacht? Hier ist eine
ehrliche Antwort gefragt, denn nur so können wir uns nach dem
Sinn und Zweck dieses Forums wirklich gegenseitig helfen.
-
Dazu schrieb Urologe fs am 9.10.2004:
-
ich hatte früher schon einmal berichtet, dass die
"Prothesenbesitzer" UND deren Partnerinnen nach 10
Jahren befragt wurden und über 80 % sehr zufrieden waren
und es immer wieder machen würden.
-
Das setzt eine gute Auswahl der geeigneten Kandidaten und einen
versierten Operateur voraus. Es gibt immer noch Kliniken, die sagen
"wollen wir auch mal probieren - erweitert unser Spektrum auf
dem Papier", und machen das dann 1-2x pro Jahr - Vorsicht.
-
Das notwendige Entfernen ist mit den neuen antibiotikabeschichteten
AMS 700 etc. unter 3 % gelegen.
-
Habe selbst mehrere zufriedene Kandidaten, bisher keinen Versager -
habe nach Gießen geschickt.
- Hulda fragte am 2.1.2005:
-
Wer kennt sich mit einer Penispumpe aus, wir
haben gehört, mit so einer Pumpe verkümmert das Glied,
aber bei der Beschreibung steht, man kann auch damit Penistraining
betreiben, mein Mann wurde nervschonend operiert, und es soll nur
eine vorübergehende Lösung sein, da er mit Levitra
aufgebaut wird.
-
Urologe fs antwortete am selben Tag:
-
die Beste ist "Osbon ErecAid" und
wird - bei korrekter Begründung durch den Urologen - derzeit
als sog. Hilfsmittel noch von den Krankenkassen bezahlt. Manche
Männer haben anatomische Probleme mit der Anwendung, aber in
der Regel kann man(n) damit schon die Schrumpfung aufhalten, die
sonst durch die "Nichtbenutzung" voranschreiten würde.
-
FJS lieferte einen Tag später den folgenden Link zur Seite
eines Vertreibers dieses Produkts:
-
http://www.dipl-ing-heise.de/esteem.html
- Hulda meldete sich am 6.1.2005 wieder mit
einer neuen Frage:
-
Wir haben ein paar Fragen, wer kann uns hier
weiterhelfen? Mein Mann ist am 4. Oktober dieses Jahres nervschonend
operiert worden, er hat ein Vierteljahr Levitra bekommen, zum
Aufbau. Er hat zwar Fortschritte gemacht, aber es ist nicht so wie
es sein sollte, es reicht zum Verkehr nicht aus.
-
Jetzt hat im sein Urologe SKAT vorgeschlagen.
Wie wird das angewendet? Nimmt mann diese Spritze nur, wenn mann
Verkehr haben will oder wie ist das denn? Es sollte ja mal von
alleine gehen. Wer kann uns da Auskunft geben, wie hoch ist die
Chance, dass es von allein gehen wird? Haben jetzt erst noch mal
Cialis bekommen, das soll besser sein. Wer kann uns hier zu was
raten? Wir haben auch eine Penispumpe bekommen, damit geht es, aber
wir wollten, dass es von allein mal wieder geht und denken, dass wir
mit der Pumpe uns mehr schaden als nützen. Haben gehört
das der Penis mit der Pumpe verkümmert.
-
Hansjörg antwortete am 7.1.2005:
-
wenn es mit der Pumpe geht, dann benützt
ruhig die Pumpe. Sie richtet kein Schaden an, denn die Pumpe ist das
minimalinvasivste Mittel und sie ist geeignet, eine Erektion für
einen Geschlechtsverkehr zu erzeugen.
-
Was die Pumpe nach neuesten Untersuchungen
nicht kann, ist die Verkümmerung der Schwellkörper
aufzuhalten. Das können nur SKAT oder die PDE-5-Inhibitoren
(Viagra, Levitra und Cialis, wenn sie wirken). Die Pumpe trägt
nicht zur Verkümmerung der Schwellkörper bei!
-
Auf die Frage, wann es wieder alleine geht,
kann Euch leider niemand eine Antwort geben. Das liegt in den
Sternen. Nach einer nervschonenden OP kann es bis zu einem Jahr
dauern, bis die natürliche Erektionsfähigkeit zurückkehrt.
-
Allerdings habe ich aus einer Studie
Erstaunliches gehört: Da kehrte bei nicht nervschonend
Operierten die Erektionsfähigkeit sogar nach vier Jahren wieder
zurück. Das sind aber bestimmt die großen Ausnahmen,
zeigen allerdings, dass das Nervengeflecht, das für die
Erektion zuständig ist, noch nicht vollkommen erforscht ist.
-
SKAT wird immer bei Bedarf gespritzt, also
wenn eine Erektion entstehen soll. Bei SKAT kenne ich keine
Langzeittherapie wie mit Cialis und Co., wo über einen längeren
Zeitraum eine Minimaldosis genommen wird, um die natürliche
Schwellfähigkeit zu trainieren.
- GünterS von der
Selbsthilfegruppe
Erektile Dysfunktion (Impotenz) schrieb am 26.10.2005_
-
Werden bei einer Operation im kleinen Becken
(z. B. Prostatektomie) die für die Erektion
verantwortlichen Nerven beschädigt, so kann es durchaus sein,
dass sich die Nerven innerhalb der nächsten 18 Monate wieder
regenerieren. Deshalb hat man sich früher bei einer durch eine
Prostatektomie hervorgerufenen ED erst einmal passiv verhalten und
abgewartet. Heute wird das anders gesehen. Wenn der Penis lange
nicht benutzt wird, kommt es wegen der im schlaffen Zustand
unzureichenden Durchblutung und der fehlenden
Schwellkörperaktivitäten zu einer Atrophie des
Schwellkörpergewebes. So veränderte Schwellkörper
können keine befriedigende Erektion mehr bewirken. Durch die
verminderte Elastizität wird der Blutabfluss aus dem Penis
nicht ausreichend verhindert, es kommt zu einem sogenannten "venösem
Leck" (Fachbegriff: veno-okklusiver Dysfunktion). Deshalb ist
es wichtig, möglichst bald nach der Operation wieder für
regelmäßige Erektionen zu sorgen. Dazu wird nach der Op
mit einem entsprechenden Gerät (Rigiscan®)
festgestellt, ob nächtliche Erektionen wenigstens noch
ansatzweise vorhanden sind. Ist dies der Fall, so erhält der
Patient regelmäßig (meist täglich) einen niedrig
dosierten PDE-5-Hemmer (Cialis®, Levitra®,
Viagra®), andernfalls dreimal wöchentlich SKAT.
Diese Behandlung wird über mindestens drei Monate durchgeführt.
Leider ist diese neue Erkenntnis noch wenig bekannt und wird daher
längst nicht bei allen Patienten angewandt.
- Manfred49 fragte am
3.1.2006:
-
Nach OP Ende März 2005 bin ich (56 Jahre
alt) bis heute nicht zum Geschlechtsverkehr fähig trotz
Einnahme von Viagra etc. Wer kann mir Therapien empfehlen, und
welche Rehakliniken in Deutschland sind auf diese Bereiche
spezialisiert?
-
Urologe fs antwortete am selben Tag:
-
ein Jahr ist noch nicht um, noch nach 18
Monaten passiert etwas. In der Zwischenzeit, sollten "Sie aber
die Erektionen nicht verlernen", d. h. mit Pumpe,
Schwellkörper-Injektionen oder regelmäßiger, gering
dosierter PDE5-Hemmer-Einnahme (Viagra, Cialis, Levitra) den Abbau
der Schwellkörpermuskulatur so gering wie möglich zu
halten.
- Christian schrieb am
4.9.2006:
-
Sildenafil nach Prostatektomie verbessert
Potenz
-
Vorteil bei Dauertherapie
-
ATLANTA (ku). Männer, die nach
nervenerhaltender Prostatektomie eine erektile Dysfunktion haben,
können ihre Potenz durch die niedrigdosierte Dauertherapie mit
Sildenafil verbessern. Nach sechs Monaten ist die Potenz dann
deutlich besser als bei Patienten, die das Medikament nur bei Bedarf
einnehmen.
-
So brauchen Patienten, die nach Prostatektomie
abends 25 mg Sildenafil (Viagra®) erhalten, für
einen erfolgreichen Koitus seltener die maximale Dosis von 100 mg
als Männer, die Sildenafil nach dem Eingriff nur bei Bedarf
einnehmen.
-
Das geht aus Daten einer Studie von Professor
Klaus-Peter Jünemann vom der Uni Schleswig-Holstein und dessen
Kollegen hervor. Die Ergebnisse hat Dr. Andreas Bannowsky aus
Flensburg bei der Jahrestagung der American Association of Urology
in Atlanta in den USA vorgestellt.
-
In der Studie wurden 23 Patienten nach
Prostatektomie abends mit 25 mg Sildenafil behandelt. 18 Patienten
sollten das Medikament nur bei Bedarf, also nur bei bevorstehendem
Koitus einnehmen. Bei den Patienten mit Dauertherapie gelangen nach
24 Monaten 41 Prozent der Koitusversuche auch ohne zusätzliche
Medikation. Bei der Gruppe ohne Dauertherapie seien nur 28 Prozent
der Versuche gelungen, so Bannowsky.
-
Nahmen die Männer mit Dauertherapie vor
dem Koitus zusätzlich 100 mg Sildenafil, so waren 86 Prozent
der Versuche erfolgreich. Außerdem konnten Patienten, die nach
der Prostatektomie zunächst eine Bedarfs- und später eine
Dauertherapie bekamen, den Vorteil, den der sofortige Beginn einer
Dauertherapie bringt, nicht mehr aufholen.
-
Carola-Elke schrieb dazu am selben Tag:
-
soweit ich herausfinden konnte, wurde diese Untersuchung nur mit
Sildenafil verifiziert.
-
Mich hat an dem schon häufig diskutierten Thema besonders
interessiert, in wie weit sich die uni- oder bilaterale
Nervenschonung bei der RPE auf die Ergebnisse auswirkt.
-
Dabei wurde ich mehrfach auf den Autoren der Untersuchung, Herrn Dr.
Bannovsky aus Flensburg aufmerksam, der zusammen mit zwei weiteren
Kollegen das sog. "Kieler Konzept" zur sexuelle
Rehabilitation nach radikaler retropubischer Prostatektomie
entwickelte.
-
Dieses möchte ich zusammenfassend kurz vorstellen, da ich davon
ausgehe, dass es zukünftig auch im fachlichen Gespräch
zwischen einem betroffenen Patienten und seinem behandelnden Arzt
erwähnt werden sollte.
-
Erektions-orientiertes Vorgehen nach nerverhaltender radikaler
Prostatektomie
-
"Mit dem von Walsh entwickelten Operationsverfahren war es in
spezialisierten Zentren möglich, die therapiebedingte Impotenz
von zuvor nahezu 100 % auf ca. 10–40 % zu senken.
-
Diese Ergebnisse können allerdings erst mit einer Latenz von
wenigen Wochen bis zu 24 Monaten nach der radikalen Operation
erwartet werden [2–5].
-
Die Kombination subtiler Operationstechniken mit der Kenntnis der
Anatomie und Physiologie sowie des großen Erfahrungsschatzes
eines erfahrenen Operateurs kann gewährleisten, daß bei
beidseitigem Erhalt der kavernösen Nervenbündel im Mittel
56 % der präoperativ potenten Männer ohne Hilfsmittel
Geschlechtsverkehr ausüben können.
-
Nimmt der Patient 50–100 mg Sildenafil „on demand“,
wird über eine kohabitationstaugliche Erektion bei > 75 %
berichtet [6].
-
Sildenafil verbessert die erektile Funktion aber nur dann, wenn
zumindest teilweise eine nervale Versorgung des Penis bestehen
bleibt.
-
Welche genauen pathophysiologischen Zusammenhänge der
postoperativen Erektionsstörung zugrunde liegen, ist jedoch
noch nicht vollständig geklärt, und verschiedene
Pathomechanismen werden zur Zeit diskutiert [7].
-
Die Ätiologie der erektilen Dysfunktion (ED) ist bei der
operativen Therapie des Prostatakarzinoms durch die Läsion des
neurovaskulären Bündels überwiegend neurogen bedingt,
wohingegen die ED nach Radiotherapie überwiegend vaskulären
Ursprungs ist [8].
-
Werden beide neurovaskulären Bündel im Rahmen der RP
reseziert, dann resultiert in 90–100 % der Patienten eine
erektile Dysfunktion [9].
-
Bei beidseitigem Erhalt der Gefäßnervenbündel ist im
Mittel in 50 % der Fälle mit einer postoperativen
Erektionsstörung zu rechnen.
-
Erst im Verlauf der ersten 2 Jahre nach dem operativen Eingriff –
der Rehabilitationsphase – kann mit einer signifikanten
Erholung der Erektionsfähigkeit gerechnet werden [5] (Abb. 1).
-
Bislang
ist jedoch der exakte zeitliche Verlauf der Wiedererlangung der
Erektionsfähigkeit nach nerverhaltender radikaler
Prostatektomie sowie dessen Beeinflussbarkeit hinsichtlich
Zeitspanne und erfolgreichem Erektionsstatus ungeklärt. -
Wie große Patientenserien zeigen konnten, entspricht die
Reduktion der Erektionsfähigkeit vermutlich der Schwere des
operationsbedingten Nerventraumas [10].
-
Der wohl wichtigste Aspekt in der Rehabilitation der
Erektionsfähigkeit nach radikaler nerverhaltender
Prostatektomie ist der Erhalt der physiologischen nächtlichen
penilen Erektionen, die unabhängig von sexuellen Aktivitäten
bei gesunden Männern durch regelmäßigen arteriellen
penilen Bluteinstrom zu einer repetitiven Erhöhung der
intrakorporalen Sauerstoffversorgung führen.
-
Da bei fehlender Oxygenierung der Corpora cavernosa ein Teufelskreis
mit konsekutiver „Involutionsatrophie“ und zunehmender
Fibrosierung der glatten Muskulatur einsetzt [14], sollte
keinesfalls die postulierte Zeitspanne der Rehabilitationsphase von
bis zu 24 Monaten nach operativer Therapie abgewartet werden.
-
Im Gegenteil: Es empfiehlt sich, die medikamentöse Therapie zur
Unterstützung der Rehabilitation der erektilen Funktion so früh
wie möglich einzuleiten.
-
Es wird eine frühzeitige Therapie innerhalb des ersten
postoperativen Monats oder schon ab dem Tag der Katheterentfernung
mit intrakavernös appliziertem PGE 1 oder eine orale
Substitution mit Sildenafil oder der entsprechenden Folgesubstanzen
(Vardenafil und Tadalafil) bzw. ggf. der Kombination beider
Verfahren angeraten, um die kavernöse Oxygenierung zu
unterstützen und damit der sonst drohenden Fibrosierung
entgegenzuwirken [15].
-
Des weiteren wirkt die frühzeitige Einleitung einer
ED-Behandlung einem sexuellen Vermeidungsverhalten entgegen, welches
sich bei langsam regenerierender erektiler Funktion ausbilden kann
und dadurch wiederum einen negativen Effekt ausübt.
-
Die
Ansprechrate von Sildenafil in der Therapie der postoperativen ED
ist entscheidend abhängig von der Art der Nerverhaltung, mit
den höchsten Ansprechraten in der Gruppe junger Männer
nach bilateralem Nerverhalt (80 % Ansprechrate), gefolgt von
50 % bei einseitigem Nerverhalt und nur noch 15 % ohne
jegliche nervenschonende Operationstechnik [16]. -
Darüber hinaus wird eine Zunahme der Ansprechrate über
einen längeren Therapiezeitraum beschrieben.
-
Bis zu 6 Monate postoperativ profitieren nur 26 % der Patienten
von der eingeleiteten Therapie mit PDE-5- Hemmern [6, 17]. Diese
Ergebnisse verbessern sich im weiteren zeitlichen Verlauf auf bis zu
60 % nach 18 Monaten [17].
-
Im Langzeitverlauf wird von einer Ansprechrate von 71 % nach
3-jährigem Follow-up berichtet [18]."
-
Fazit:
-
"Die Zunahme der durchgeführten radikalen Prostatektomien
in den letzten Jahren führt zwangsläufig zu einem Anstieg
der Anzahl der operationsbedingten Erektionsstörungen.
-
Mit der Etablierung der anatomischen nerverhaltenden radikalen
Prostatektomie konnte diese Zahl reduziert werden.
-
Trotz immer subtilerer Operationstechniken und beidseitigem Erhalt
der kavernösen Nervenbündel erleiden weiterhin eine große
Anzahl von Männern eine postoperative Erektionsstörung.
-
Ausgehend von einer überwiegend neurogenen Komponente des
postoperativen Erektionsverlustes ist der Funktionserhalt der
Schwellkörper bis zum Wiedereinsetzen einer suffizienten
neurogenen Steuerung von immenser Wichtigkeit.
-
Im Falle einer vorliegenden Früh-Erektion kann die supportive
Medikation mit einem PDE-5-Inhibitor zur weiteren
Organ-Rehabilitation beitragen.
-
Bei ausbleibenden spontanen nächtlichen Früh-Erektionen
sollten die penilen Injektionsverfahren (SKAT) erwogen werden."
-
http://www.kup.at/kup/pdf/5623.pdf
-
[Die
Abbildungen sind dem verlinkten Originalartikel entnommen –
Ed] -
-
-
-
-
-
-
-
-
- Ganther schrieb am 3.11.2006:
-
Gerne hätte ich etwas über SKAT und Schwellkörpertraining
erfahren, insbesonders während, so der Allgemeinzustand dies
zulässt, der üblichen Therapien.
-
Hansjörg antwortete einen Tag später:
-
hier findest Du ein Schaubild zu dem "Kieler Konzept" nach
Prof. Jünnemann für das Schwellkörpertraining mit
Viagra oder SKAT:
-
http://www.kup.at/journals/abbildungen/gross/5612.html
-
DAs Konzept geht von einer nerverhaltenden OP aus und sieht eine
Langzeittherapie mit Viagra 25 mg (¼ einer 100er Tablette)
vor, wenn nächtliche Erektionen vorhanden sind.
-
Wenn keine natürlichen nächtlichen Erektionen vorhanden
sind, dann eine Langzeittherapie (12 Wochen) mit SKAT (5 - 10
Mikrogramm Alprostadil) 2 - 3 mal in der Woche durchführen, bis
sich die nächtlichen Erektionen einstellen.
- Kurt2007 schrieb am 18.5.2008:
-
Sexualität nach der RP ist ein wichtiges Thema, aber nicht das
Wichtigste. Viel wichtiger ist es, dass der „ungewollte
Untermieter“ in uns nicht noch mehr unser Leben bestimmt!
-
Für die Männer, die wie ich an der ED leiden, habe ich
hier ein paar praktische Hinweise.
-
20 Monate nach der RP mit einseitigem „Nerverhalt“ lässt
sich auch bei mir die ED nicht mit Viagra, Levitra oder Cialis
beseitigen. Die teuere SKAT-Injektion mit 20 µg
Caverject- Impuls ist meist erfolgreich (ca.25 € für
eine Spritze, welcher Wahnsinn!).
-
Als günstigeres „Werkzeug“ gegen die ED hat sich
bei uns die Vakuumpumpe „Erec Aid-System Esteem“ mit
Handbetrieb (Vertrieb durch Fa. Medizintechnik Heise, die Kosten
werden noch von den Krankenkassen übernommen), aber mit einer
veränderten Handhabung bewährt. Die originalen Gummiringe,
deren Anbringung und auch die missglückten Versuche einen
erfolgreichen GV zu erreichen, sind für uns eher Liebestöter.
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Nun meine einfache, aber wesentlich bessere Lösung:
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Material: ein 2 bis 3,5 cm breiter bis 50 cm langer elastischer
Gurtgummi wird fest um die Peniswurzel gewickelt und bildet so einen
elastischen Verband, der die Venen abdrückt.
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Ein Stück Rollenpflaster befestigt die letzte Tour.
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Falls Ihr den Gurtgummi nicht im Nähkästchen findet, so
gibt es im Nähgeschäft eine größere Auswahl in
allen Farben, Breiten und Elastizität. Ich selbst habe einen
breiten und einen schmalen Gummi.
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Die eleganteste Ausführung ist das Gummiband mit
Klettverschluss, wie wir ihn einst nach der OP zum Halten des
Beinurinbeutels verwendet haben. Im Sanitätsfachgeschäft
oder Apotheken kann man dieses Band meist nach Bestellung (auch ohne
Rezept) erwerben.
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Beide Knöpfe werden abgetrennt und das Klettband am Ende
abgeschnitten. Ein kleines Stück (2-3 cm) von dem kratzigen
Klettband wird unter das Haftgummiband genäht (damit es beim GV
nicht stört). Dieses kleine Stück haftet an jeder Stelle
des besonderen Gewebegummis und befestigt so die letzte Tour unseres
elastischen Verbandes. Rollenpflaster wird dann nicht mehr benötigt.
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Handhabung: Sexpraktiken sind glücklicherweise sehr
unterschiedlich. Ich persönlich ziehe mich ins Bad zurück
und stelle zunächst ohne Gummiband mit Hilfe der Vakuumpumpe
(meist mit Plasteeinsatz) eine Erektion her. In dieser Form ist die
Vorbereitung für uns beide kaum störend. Dieses „Vorspiel“
dient nur dazu, den Penis in eine stattliche Größe zu
bringen, in der es mir leicht fällt, den Gummigurt um die
Peniswurzel zu legen. Dabei schadet es nicht, wenn etwas vom
Hodensack mit eingewickelt wird. Wie fest, muss jeder für sich
selber ausprobieren, es sollen aber keine Schmerzen entstehen.
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Jetzt wird die Pumpe ohne Plasteeinsatz erneut angesetzt und ein
Vakuum erzeugt. Es dauert etwas länger, bis der Penis seine
entsprechende Größe und Härte erhält.
Zusätzlich kann man mit mehrmaligen Anspannen der
entsprechenden Beckenbodenmuskeln (als ob man die Pumpe mit dem
angeschwollenen Glied anheben möchte) einige Zentimeter Zuwachs
an Länge und Härte erreichen. Etwas Übung ist dabei
nötig!
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Meine Erklärung dazu ist folgende: Die übereinander
gewickelten Gummifäden des Gurtes pressen die Venen ab, so dass
der abführende Blutstrom teilweise unterbrochen wird. Die
Arterien, die für den Blutzufluss sorgen, liegen wie meist
sonst in unserem Körper mehr im Inneren und werden durch das
Gummiband nicht so fest zusammengedrückt und sind daher
teilweise durchgängig. Durch das oben geschilderte rhythmische
Anspannen kommt noch mehr sauerstoffreiches Blut in den Penis, und
er wird steifer. Auch werden wir jetzt nach dem Entfernen des
Zylinders feststellen, dass unsere Penisspitze nicht mehr wie sonst
mit der originalen Ringmethode kühler ist, sonder eine rosa
Farbe angenommen hat. Dies ist ein weiters Zeichen des verbesserten
arteriellen Blutflusses. Hier wünschte ich mir, dass ein
Urologe mit seiner Technik diesen inneren Vorgang prüft und
sich dazu äußert!
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Ein weiteres erfreuliches Zeichen ist auch, dass unser gutes Stück
jetzt nicht mehr, wie beim Originalring, ähnlich einem Bommel
herunterhängt, sondern in halbaufgerichteter Stellung zum
Einsatz kommen kann.
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Falls notwendig kann sich unsere Partnerin in der Zwischenzeit
Gleitgel oder auch Vaseline (Vaseline nicht bei Verwendung eines
Kondoms!) auftragen. Aber wir Männer sind ja Gentlemen und
übernehmen dies auch gerne! Wenn der kleine Mann nicht gleich
den richtigen Weg findet, so hilft ein kräftiger Griff am
elastischen Verband, um ihm die Richtung zu weisen, ohne dass ihm
dabei die „Luft ausgeht“. Durch Anspannen, wie oben
beschrieben, kann man auch während des GV die Festigkeit noch
erhöhen.
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Probleme bei dieser Methode können sein:
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- Gurtgummi zu locker oder zu fest gewickelt. Die Lösung
ist leicht aus dem bis jetzt Geschriebenen zu entnehmen.
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- Urintropfen werden durch den Pumpvorgang aus der Harnröhre
gesaugt. Abhilfe bringt natürlich das Schließmuskeltraining.
Ein kleines gefaltetes Stück von der Haushaltsrolle in den
Zylinder gelegt, nimmt den letzten Urintropfen auf und schont damit
den wertvollen Pumpenmechanismus. Gleichzeitig sorgt dieses kleine
Stück Zellstoff für das ungehinderte Gleiten des größer
werdenden Penis im Zylinder ohne Creme.
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- Vakuum läst sich nicht schnell erzeugen. Den Penis bzw.
den Plastezylinder mit Gleitgel einzureiben, um ein starkes Vakuum
zu erzeugen, ist nicht nötig, wenn man an den Stellen, wo der
Zylinder auf die Haut aufgesetzt wird, die Haare entfernt. Übrigens,
der neueste Trend ist auch für uns Männer in dem Bereich
rasiert. Die umständliche Schmiererei fällt weg, die
Reinigung der Hilfsmittel ( Pumpe, Gummi usw.) vereinfacht sich
erheblich.
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Nun dies war die graue und lange Theorie. Hoffentlich ist Euch dabei
nicht die Lust vergangen. Aber bedenkt, mit keiner anderen Methode
geht es so schnell, so kostengünstig und nebenwirkungfrei. In
der Praxis sieht es so aus, dass mit dieser fast simplen Methode in
ca. drei Minuten (natürlich bei etwas Übung) ein
ausreichend steifes Glied entsteht, welches den Anforderungen
standhält.
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Die Verwendung der Vakuumpumpe sehe ich persönlich nur als eine
zusätzliche Hilfe und auch als Training gegen die ED. Die
PDE-5-Hemmer (Viagra,Cialis,Levitra) oder die SKAT-Injektion sollte
unbedingt, so wie es das „Kieler Konzept“ es vorschlägt,
verwendet werden!!
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Und nun mein abschließender Rat: Sucht aus dem Nähkästchen
den passenden Gummi heraus (nicht die guten Hosenträger
zerschneiden!), nehmt die vielleicht schon eingestaubte Vakuumpumpe
aus dem Versteck und probiert meine einfache Methode. Wenn es immer
sicher klappt, überrascht Eure Partnerin und gebt Euch beide
ein Lebensgefühl wieder wie früher. Auch wenn durch die RP
unsere sexuellen Empfindungen erheblich verringert ist, so sind bei
unserer Partnerin alle Gefühle noch da. Tröstlich ist,
dass wir Männer jetzt länger bleiben können. Sicher
wird dies unsere Partnerin „honorieren“.
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Bitte aber nicht vergessen, nach ca. 30 Min. den Gummi zu lösen
um den ungehinderten Blutfluss wieder zu gewährleisten (der
Penis ist jetzt nach dieser Zeit etwas blau angelaufen). Auf keinen
Fall mit dem Gummi einschlafen! Das könnte den Schwellkörper
schädigen! Dagegen kann ein neuer Versuch, wenn es von Beiden
gewünscht wird, ein weiteres wunderbares Erlebnis werden.
- JoScho schrieb am 21.8.2009:
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Nachdem sich zwei Jahre lang in Sachen Potenz nicht viel getan hat
(jedenfalls nichts Brauchbares), ist diese im letzten Monat fast
vollständig zurückgekehrt. Dies zeigt, wie unterschiedlich
sich die Dinge entwickeln können.
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Nach den Publikationen und urologischen Leitlinien, wobei von einer
Rehabilitation innerhalb von 18 Monaten gesprochen wird, hatte ich
die Hoffnung schon aufgegeben.
- SunTzu schrieb am 21.2.2010:
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Im Juli hatte ich mich entschlossen ein Schwellkörperimplantat
einsetzen zu lassen, im Oktober war es so weit und jetzt, gute vier
Monate später kann ich nur Positives berichten.
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Warum werden in Deutschland nur so wenige eingesetzt, es ist
problemlos und funktioniert spontan, so spontan wie früher.
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Männer habt Mut, es war eine mutige und die beste Entscheidung
die ich getroffen habe.
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Dazu schrieb Jürgen am 13.3.2010:
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Zu deinem Entschluss und zu deiner Zufriedenheit gratuliere ich sehr
herzlich. Du hast die richtige Entscheidung getroffen! Es gibt
nichts Besseres.
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Seit drei Jahren habe ich das Schwellkörperimplantat AMS 700.
Es funktioniert sehr gut. Ich möchte es nicht mehr missen!!!
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Falls sich Männer noch nicht endgültig entscheiden können
– Leute, nehmt Euren Mut zusammen! Ihr gewinnt wieder ein
Stück Lebensqualität dazu.
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Das Leben ist so kurz – genießt es.