Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Nebenwirkungen – Harnröhrenverengung nach Strahlentherapie


Emanuel fragte am 4.2.2006:

Mitte Mai 2005 habe ich eine, glaube ich, erfolgreiche Brachytherapie vornehmen lassen. PSA im Dez. 2005 = 0,0.

Allerdings habe ich immer noch Miktionsprobleme, d. h. wenn ich nachts aufwache und zur Toilette gehe, ist wohl der Drang groß, aber der Harnstrahl tröpfelnd bis dünn. Als ich unlängst im Urlaub meine Tera Tad 5 mg täglich nicht nehmen konnte, weil zu Hause vergessen, hat sich mein Harndrang dramatisch erhöht, was beim Skifahren wirklich unangenehm war. Habe jetzt natürlich die Medikation wieder aufgenommen, aber bin etwas in Sorge, dass sich die Dinge vielleicht doch nicht ganz normalisieren. Wer hat denn da schon eine gewisse Langzeiterfahrung?

Kenno antwortete ihm am selben Tag:

Die Miktionsprobleme bei der Brachy-Seedimplantation oder Afterloading-Therapien sind nicht ganz unüblich. Nachlesen kannst Du dies auf www.urologie-vaterstetten.de/brachytherapie.html.

Damit es nicht zu großen Restharnmengen in der Blase oder zu Nierenschäden kommt, empfehle ich Dir, beim nächsten Uro-Besuch dies überprüfen zu lassen.

Zur Entspannung der Prostata nehme ich 2 Jahre nach der Seedsimplantation immer noch Alna Ocas 0,4 mg Retardtabletten.