Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Nebenwirkungen – Hodenschwellung nach RP

Anne fragte am 22.10.2004:
Mein Mann hat sich vor zwei Tagen einer Prostata-OP unterzogen. Nun hat er heute Hodenschwellung festgestellt, die wohl sehr beunruhigend wirkt. Es wurden ihm bei der OP auch noch die Lymphknoten entfernt (Lymphe und Schnittränder negativ). Er macht sich Sorgen, dass das nie mehr zurückgeht. Die OP ist sonst sehr gut verlaufen, und er ist ansonsten wieder ganz gut da. Meine Frage nun: Könnte man mit Lymphdrainage etwas bewirken, oder ist es so, wie der behandelnde Arzt meint, das wäre nach dieser OP normal, gäbe sich aber auch wieder. Käme wohl durch die Lymphknotenentnahme. Ich bin natürlich auch sehr beunruhigt und wüsste gerne etwas mehr darüber oder eine andere Meinung.
Urologe fs antwortete am selben Tag:
es gibt drei Möglichkeiten für die Schwellung:
1. Eine Entzündung (weil die Samenwege nun verschlossen sind)
2. ein abgesackter Bluterguss
3. Ein Lymphödem
Alle drei sind behandelbar und eher undramatisch zu sehen. Sie sollten sich zunächst gar keine Gedanken machen, etwas Kühlung und Hochlagerung (sog. "Hodenbänkchen") reichen meist.
Wird nicht so bleiben, ist nicht ungewöhnlich oder etwas "schief gelaufen".
Horst MUC berichtete ebenfalls am selben Tag:
ich wurde im März operiert und hatte auch am 2. Tag an den Hoden und Penis eine Schwellung/Verdickung. Mir wurde gesagt, dass dies ein Lymphstau ist, der durch die Lymphknotenresektion verursacht wird. Die Lymphe muss sich dann erst neue Bahnen bilden.
Drei Tage später waren die Schwellungen weg.
Und Norbert schrieb über seine diesbezügliche Erfahrung:
Bei mir hat die Schwellung drei Wochen angehalten. Dann alles wieder ok.