Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Nebenwirkungen – Harnverhalt nach dem Setzen von Seeds

Silke fragte am 6.7.2006:

mein Vater hat Ende Dezember Seeds eingesetzt bekommen. Seitdem braucht er einen Katheter, sonst kann sein Urin nicht abfließen. Jeder Versuch, Urin ohne Katheter abzulassen, schlug fehl. Die Ärzte sagen, so etwas kam bisher nicht vor(?)!

Nun soll er Anfang August die Prostata geschält bekommen, so als "Versuch"....

Wer hatte schon mal eine ähnliche Erfahrung und kann uns Mut machen für die nächste OP?

Dazu schrieb Urologe fs am selben Tag:

so etwas kommt schon vor. Es ist aber besser, mindestens zwölf Monate nach Brachy zu warten bis zur OP – Inkontinenz etc. ist sonst zu häufig.

Besser, bis dahin Tamsolusin (evtl auch 2 x 0,4 mg) + Ibuprofen + Proscar. Und dann vierwöchentlich schauen, ob es nicht schon wieder ohne Katheter geht. Besser wäre nämlich, gar nicht operieren zu müssen.

Hajoke schrieb einen Tag später:

Ich bin 72 und hatte nach Seedimplatation sofort einen Harnverhalt, der sich auch nach dem Abwarten von 14 Monaten nicht löste. Von einer Ausschälung muss ich abraten, da diese kontraindiziert zur Seedimplantation ist [meine Gedanken zu dieser Aussage: Bestrahltes Gewebe heilt schlecht oder gar nicht; sitzen Seeds nahe der Harnröhre, werden sie beim Ausschälen mit entfernt, was nicht Sinn der Sache ist – Ed]. Deshalb steht Dir ausschließlich das Einsetzen eines Prostata-Stents zur Verfügung. Diesen habe ich mir vor 15 Monaten einsetzen lassen und habe sofort wieder problemlos Wasser lassen können und bin damit sehr zufrieden.