Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Nebenwirkungen – Harndrang bei und nach Strahlentherapie

reisch schrieb am 1.9.2008:

Seit sechs Tagen läuft bei mir die Strahlentherapie, die acht Wochen dauern wird. Dabei werden zunächst das Becken und ein Lymphknoten in der Leiste bestrahlt, danach die Prostata mit Samenbläschen, und zum Schluss nur noch die Prostata. Die Strahlentherapie hat bei mir erhöhten Harndrang ausgelöst.

Patrick schrieb dazu einen Tag später:

Teil das mit dem Harndrang deinem Strahlentherapeuten / Urologen mit. Ich musste zwar nur einmal Nachts raus, aber das war doch lästig. Habe das meinem Urologen sofort mitgeteilt, bekam dann Mictonorm Uno 30 mg verschrieben. Nach einigen Tagen konnte ich wieder durchschlafen.

MichaelF hatte eine ähnliche Erfahrung gemacht. Am 3.9.2008 schrieb er:

Das mit Miktonorm kann ich nur voll bestätigen – wirkt sehr gut – auch nach Bestrahlung bis zum Abklingen der Beschwerden weiternehmen – dann ist die Sache nach ca. 3-4 Wochen überstanden.


D-F-J.Su fragte am 1.7.2010:

Habe nach einer Seedimplantation (76 Stck.) Tamsolusin 0,4 mg eingenommen.Habe jetzt , nach 3 monatiger Einnahme ,aber ständigen Harndrang.Kann ich das Präparat absetzen, oder soll man auf eine geringere Dosierung (0,2 mg ) übergehen ?

"Der Strahlentherapeut" Daniel Schmidt antwortete eine Tag später:

Drei Monate nach Seedsimplantation ist das Zeitfenster, wo es am unangenehmsten werden kann. Tamsulosin allein wird das Problem hier nicht lösen. Sie könnten ein Schmerzmittel probieren, z. B. Voltaren (auf Magenschutz achten!). Bald sollte aber die Beschwerden wieder zurückgehen.