Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Nebenwirkungen – Depressionen

[Schlafstörungen sind eine potenzielle Nebenwirkung von LHRH-Analoga (Eligard, Enantone, Trenantone, Zoladex; siehe bei den Seiten für diese Medikamente. Es ist im konkreten Einzelfall kaum auseinanderzuhalten, ob sie tatsächlich eine Nebenwirkung des Arzneimittels sind oder psychisch durch die Krankheitssituation hervorgerufen werden. – Ed]

Hanne fragte am 21.12.2005:
mein Mann leidet schon seit der Diagnose unter sehr starken Depressionen. Seit letztem Freitag ist es noch schlimmer geworden. Wir haben Freitag den neuen PSA-Wert bekommen. Ich habe dann sofort einen Eintrag im Forum geschrieben. Der Wert wurde in einem anderen Labor gemacht, und war leicht von 0,29 auf 0,4 gestiegen. Mein Mann ist jetzt überzeugt, er müsse bald Taxotere nehmen und habe nur noch ein Jahr zu leben. Wir versuchen alles, um ihm wieder etwas Lebensmut zu geben, aber die Depressionen bestimmen momentan sein Leben. Wenn jemand Rat weiß, ich bin für alles dankbar.
Als Erster antwortete Urologe fs:
hier ist DRINGEND ein psychosomatischer/psychotherapeutischer Arzt und eine Gespräch-/Medikamententherapie gefragt. Am besten mit Erfahrung in der Betreuung Krebskranker – vielleicht in der Uni Münster fragen? Dass er in einem Jahr NICHT TOT IST (außer, er begeht Suizid) ist gewiss.
Einen Tipp, sicherlich abseits der Schulmedizin, hatte Marco am 22.12.2005:
ich hatte ähnliche Symptome nach Operation und Beginn der Hormonunterdrückung einige Wochen später.
Alle diese – von mir als "Durchhänger" etwas schöngefärbten – negativen Gefühle waren fast restlos davongeflogen als ich ausreichend Selen genommen habe. Und ausreichend Selen heißt bei mir: 600 Microgramm (µg) pro Tag, und der körpereigene Speicher sorgt dafür, dass man Änderungen erst nach 10 bis 14 Tagen merkt, also nicht zu schnell die Menge ändern, sondern langsam.
Ebenso Rudolf, auch am 22.12.2005:
Er könnte Fischöl nehmen. Die Neurotransmitter im Hirn werden nachweislich durch Fischöl positiv beeinflusst, insbesondere gehts um das DHA, du kannst nachlesen auf den u. a. Seiten http://www.promann-hamburg.de/Sears.htm aus dem Beitrag „ALLE übersetzten Sears-Texte“:
"Wie ich später zeigen werde, ist das Verhältnis zwischen AA und EPA (Arachidonsäure und Eicosapentaensäure) ein genauer Depressions-Messer; das passt zusammen mit klinischen Studien, die bei Einnahme von Fischöl einen Rückgang von Depressionen gefunden haben (s. Kapitel 10, When the Brain goes wrong).
Fischöl hingegen steht in einer ganz eigenen Kategorie. Obwohl es weniger als 1 Prozent all der Supplemente kostet, ist es das einzige, das durch robuste klinische Studien bei diversen chronischen Krankheiten gestützt wird, Herzkrankheiten, Krebs, immunologische und entzündliche Krankheiten, neurologische Krankheiten wie das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, Depression, Multiple Sklerose und Alzheimer – wenn adäquate Dosen genommen werden.
Schließlich, wenn Sie eine neurologische Krankheit haben wie das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, Depression oder Alzheimer, brauchen Sie eben auch mehr EPA und DHA, um die schleichenden Entzündungen im Gehirn zu reduzieren. Deshalb hieß das Fischöl zu Großmutters Zeiten auch „Nahrung fürs Hirn“".
Aus einem Einzel-Beitrag, runtergeladen von www.drsears.com: Fish oil helps ease depression – Fischöl hilft Depression lindern.
It works! Just like the book. After a serious case of depression (I've been diagnosed as bipolar), and at the encouragement of a doctor, I took on the Zone way of eating – again.
Es funktioniert! Wie im Buch. Nach einem ernsten Depressions-Anfall (mir wurde eine bipolare Depression diagnostiziert) und dem Engagement eines Arztes, ging ich wieder zur Zone-Ernährungsweise über.
Food as an anti-depressant? That was a new one for me. I had tried the Zone once before, but because of a hectic work life with a lot of travel, I could never stay committed.
Ernährung als ein Anti-Depressivum? Das war neu für mich. Ich hatte schon mal die Zone-Ernährungsweise versucht, aber aufgrund eines hektischen Arbeitslebens mit viel Reisen konnte ich nie dabei bleiben.
This time was different. I stayed diligent. Within three weeks, I began to notice something different: Gone was my constant craving for fried food. (I'm a sucker for fried anything.) I started losing weight, or so I thought as I don't have a scale. Turned out it was even better. I was losing inches. Had a doctor's appointment recently and discovered I had only lost 10 pounds. That's surprising because I've dropped two inches in my waist and am wearing 34-inch waist jeans again ... and those are starting to look a little big. I feel so light. And I feel stronger. But wait, it gets better.
Aber dieses Mal war es anders. Ich blieb fleißig dabei. Innerhalb von drei Wochen bemerkte ich Veränderungen: Mein ständiges Verlangen nach Gebratenem war weg, ich begann Gewicht zu verlieren oder dachte es wenigstens, da ich keine Waage hatte.
[ hier habe ich aufgehört zu übersetzen ]
In November I saw the good Doc's new book, "The Omega Rx Zone." It was a fascinating read, but I must admit to being a bit sceptical. But he was right about the food stuff, so I ordered some fish oil, and all I can say is wow! I do think better. I do have better control of my emotions. I'm writing again (hooray!). I've been going for hour walks for some time now. But since taking the fish oil, I find myself walking much faster and for much longer. Every member of my family, including a dozen or so friends, were wiped out just prior to the holidays by a nasty chest cold. I got it, too, I guess. Sure felt like it, but within a day, it was dissipating, and two days later gone. Everyone else suffered with this cold for two weeks. My poor wife had to go on antibiotics. One of our close friends developed pneumonia from this cold. I felt a little guilty I felt so good, but also grateful. I love my fish oil. I found that approximately 10 grams a day is perfect for me. While much higher than a "normal" daily dose, 10 grams has a noticeable impact on my depression. I'm a customer for life! And given my new-found health, it sure seems like I'll be a customer for a long, long, long time. Thanks, Doc. I can't thank you enough.
Urologe fs war da skeptisch. Ebenfalls am 22.12.2005 schrieb er:
Fischöl mag unterstützen, kann aber die Lebensangst nicht beseitigen. Hier ist professionelle, persönliche Hilfe gefragt. Anfangs möglicherweise auch medikamentös unterstützt (man bevorzugt in diesem Falle niedrigdosiertes Doxepin).
Rudolf antwortete am selben Tag ausführlich:
ich habe das nicht gegensätzlich gemeint, natürlich "ist professionelle, persönliche Hilfe gefragt." Aber Fischöl macht eben das, was Doxepin auch macht, nämlich den Serotonin-Spiegel anheben, ohne Nebenwirkungen.
Und die "die Lebensangst" verschwindet nicht dadurch, dass ich Fischöl reinwerfe. Aber ich verändere damit meinen körperlichen Zustand und der, soviel wissen wir doch mittlerweile, ist mit dem seelischen Zustand eng verbandelt. Positiv ausgedrückt: Hannes Mann sollte sich, wenn er schon einen heftigen Kampf gegen einen aggressiven, metastasierten PK führen muss, nicht auch noch irgenwelche Mängel oder Schieflagen im grundlegenden Stoffwechsel leisten (ob Selen oder EPA/DHA).
Nachdem die Depression angesichts des Schreckens des PK immer wieder auftaucht, habe ich mich aufgerafft und das Unterkapitel in dem Buch von Sears "The Anti-Inflammation Zone" übersetzt. "Fischöl und Depression", abgelegt unter http://www.promann-hamburg.de/Sears.htm und hier drangehängt.
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Übersetzt aus: Barry Sears: “The Anti-Inflammation Zone”, 2005, Kapitel „Brain Drain Due To Silent Inflammation“, Unterkapitel „Depression“, S.279, 2 Seiten.
"Bei klinischer Depression ist man in einer reduzierten Verfassung, in der man an all den Dingen, bei denen in der Vergangenheit sich Vergnügen einstellte, die Freude daran verloren hat. Ja, sogar das ins Gedächtnis zurückrufen früherer glücklicher Zeiten wird schwierig. Jegliche Motivation für die Zukunft, selbst für den nächsten Tag, hat sich aufgelöst.
Depressionen haben im vergangenen Jahrhundert erheblich zugenommen, in den USA mit mittlerweile fast 20 Millionen Betroffenen. Das Anwachsen der Depression korreliert sehr plakativ mit dem Rückgang des Verzehrs von Fisch und Fischöl in derselben Periode.
Psychiatrie-Forscher lernten vor vielen Jahren, dass Depression oft verbunden ist mit einem Mangel des Neurotransmitters Serotonin. Pharma-Unternehmen haben Milliarden gemacht mit der Entwicklung von Medikamenten mit gängigen Namen wie Prozac, Paxil und Zoloft zur Steigerung des Serotonin-Spiegels. Jüngere Forschung hat ergeben, dass auch nicht-depressive Menschen eine Verbesserung ihrer Stimmungslage erfahren, wenn sie eins dieser Medikamente nehmen.
Wahrscheinlich würden Sie nicht daran denken, Depression für eine entzündliche Krankheit zu halten, jedoch korrespondiert der SIP [„Silent Inflammation Profile“ - Verhältnis zwischen dem Messwert der Arachidonsäure zum Messerwert der Eicosapentaensäure (EPA)] mit dem Schweregrad der Depression. Diejenigen mit mehr schleichenden Entzündungen haben auch schwerere Formen der Depression. Warum ist das so?
Ein überraschender Vorteil von hochdosiertem Fischöl ist, dass es genauso wie den Dopamin- auch den Serotonin-Spiegel erhöht. Dieses wird bestätigt durch epidemiologische Nachweise, die aufzeigen, dass Populationen, die viel Fisch essen (Grönland-Eskimos und Japaner), sehr geringe Depressions-Raten haben. Tatsächlich ist die Depressions-Rate in Japan nur ein Bruchteil von den Depressions-Raten in den USA oder anderen Ländern, in denen wenig Fisch gegessen wird. Die Neuseeländer, die innerhalb der industrialiserten Welt am wenigsten Fisch essen, haben gegenüber Japan eine 50fach höhere Depressions-Rate (zudem essen sie grosse Mengen von entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren). In Grönland haben Eskimos (die täglich eine Menge von 7 bis 10 Gramm langkettiger Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen) faktisch überhaupt keine Depressionen, selbst wenn sie in den langen Winter-Monaten nur 1 oder 2 Stunden Sonnenschein am Tag haben. Schliesslich weisen klinische Studien in Europa nach: je niedriger der Omega-3-Fettsäure-Spiegel im Blut, desto grösser ist die Gefahr der Depression.
Ein Grund für die Besserung bei Depression durch verstärkten Verzehr von Omega-3-Fettsäuren ist die Reduzierung der Arachidonsäure-Spiegel. Dieses führt zu einer Reduktion von entzündungsfördernden Eicosanoiden wie PGE2 [Prostaglandin E2], von dem man weiss, dass es in der Rückenmarksflüssigkeit bei depressiven Patienten in viel höheren Konzentrationen vorliegt als bei Gesunden der Kontroll-Gruppe.
All diese suggestiven Einzel-Informationen sind nur Anhaltspunkte. Aber eine Interventions-Studie von Andrew Stoll und Kollegen von der Harvard Medical School hat eine strikte Evidenz verschafft: In diesem Experiment bekam die eine Gruppe Patienten mit bipolarer Depression etwa 10 Gramm EPA und DHA täglich (entspricht 4 Teelöffeln von ultra-reinem EPA/DHA-Konzentrat). Die andere Gruppe bekam ein Plazebo mit Olivenöl. Die auf 9 Monate angelegte Studie brachen die Forscher nach 4 Monaten ab, weil der Unterschied zwischen der Fischöl- und der Kontroll-Gruppe so gross war, dass sie es als unethisch empfanden, die Studie fortzusetzen. Die Patienten in der Fischöl-Gruppe hatten eine signifikante Stabilisierung ihrer Symptome, während die Patienten in der Olivenöl-Kontroll-Gruppe eine Verschlechterung ihrere Symptome hatten. Vergleichbare Studien haben die Vorteile des Einsatzes von Fischöl bei klinisch-depressiven Patienten (die keine bipoloare Depression haben) gezeigt, wobei sich Stimmungs-Aufhellungen schon innerhalb von drei Wochen zeigten.
So dramatisch wie diese Ergebnisse gewesen sind, glaube ich, dass sie noch besser hätten sein können, wenn die Harvard-Forscher die Insulin-Spiegel ihrer Patienten unter Kontrolle gebracht hätten (durch Anwendung der Zone-Ernährungsweise), indem sie die jeweilige Höhe der Fischöl-Gaben, angezeigt durch den SIP, bei Erreichen der Anti-Inflammation-Zone feingesteuert hätten. Ein niedriger Insulin-Spiegel hätte die Arachidonsäure-Produktion noch weiter abgesenkt und so die Vorteile der Supplementierung mit Hochdosis-Fischöl noch erweitert."
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Hier die Referenz der angesprochenen Studie der Harvard Medical School:
Stoll AL, Sverus E, freeman MP, Rueter S, Zhoyan HA, Diamond E, Cress KK, and Marangell LB. "Omega-3 fatty acids in bipolar depression: a preliminary double-blind, placebo-controlled trial." Arch Gen Psychiarty 56: 407-412 (1999)
Aus der gesamten Referenz-Liste des Kapitels hier, per Suchbegriff “depression”, weitere Studien:
Chapter 10 – When the Brain Goes Wrong
Adams P, Lawson S, Sanigorski A, and Sinclair AJ. "Arachidonic acid to eicosapentaenoic acid ratio in blood correlates positively with clinical symptoms of depression." Lipids 31: S157-S161 (1996)
Glueck CJ, Tieger M, Kunkel R, Tracy T, Speirs J, Streicher P, and Illig E. "Improvement in symptoms of depression and in an index of life stressors accompany treatment of severe hypertriglyceridemia." Biol Psycharity 34: 240-252 (1993)
Hibbeln JR and Salem N. "Dietary polyunsaturated fatty acids and depression: when cholesterol does not satisfy." Am J Clin Nutr 62: 1-9 (1995)
Hibbeln JR. "Fish consumption and major depression." Lancet 351: 1213 (1998)
Maes M. "Fatty acid composition in major depression: decreased n-3 fractions in cholesterol esters and increased C20:n6/C20:5n3 ratio in cholesterol ester and phospholipids." J Affect Dis 38: 35-46 (1996)
Maes M, Christophe A, Delanghe J, Altamura C, Neels, H, and Meltzer HY. "Lowered omega-3 polyunsaturated fatty acids in serum phospholpids and cholesteryl esters of depressed patients." Pscyhiarty Res 85: 275-291 (1999)
Mischoulon D and Fava M. "Docosahexanoic acid and omega-3 fatty acids in depression." Psychiatr Clin North Am 23: 785-794 (2000)
Stoll AL, Sverus E, freeman MP, Rueter S, Zhoyan HA, Diamond E, Cress KK, and Marangell LB. "Omega-3 fatty acids in bipolar depression: a preliminary double-blind, placebo-controlled trial." Arch Gen Psychiarty 56: 407-412 (1999)
Tanskanen A. "Fish consumption, depression, and suicidality in a general population." Arch Gen Psychiarty 58: 512-513 (2001)

Michael fragte am 10.3.2006:
Ich habe in letzter Zeit häufiger mehr oder weniger depressive Phasen, bin dann sehr bedrückt, was meiner Frau natürlich Sorgen bereitet. Muss dazu sagen, dass ich seit November 05 erstmal die HB mit Zoladex abgebrochen habe. da ich mir erhofft habe, etwas mehr an Lebensqualität zu gewinnen.Trotz Meditation, autogenem Training, Schwimmen und Kieser-Training, ab und zu Diazepam und auch mal Nitrazepam, bekomme ich meine drückende Stimmung irgendwie nicht in den Griff. Muss ich eventuell zu härteren Psychopharmaka übergehen, oder hat jemand noch andere Tipps für mich?
Verreise bis Montag absichtlich alleine, um evtl. mit mir ins Reine zu kommen, habe aber jetzt schon ein wenig Angst, dass es zu einem Desaster wird. Fliege zum erstenmal alleine bis Sonntag nach Alicante, und hoffe, dass mir die Sonne dort guttut.
HorstMUC antwortete am selben Tag:
mir hilft sehr gut Selen. Ich nehme (auf Empfehlung) 600 µg tgl, Cefasel (Selenit) – morgens eine Stunde vor dem Frühstück mit Vit. E.
Ich habe vor drei Wochen die Dosis auf 300 µg tgl. reduziert und seit etwas vier Tagen unbegründete Angstzustände – jetzt erhöhe ich wieder auf 600 µg – denn das ist der Beweis, dass mir Selen hilft. Wie hilft es? – Ich fühle mich (mit Verlaub gesagt) sauwohl.
Cefasel 300 verschreibt mir mein Hausarzt auf Kasse. Begründung für die Erstattungsfähigkeit kann man über www.cefak.de anfordern. Die zuständige Ärztin hat mir ausführlich geantwortet, und das hat dann meinen Hausarzt beruhigt.
Und Elke schrieb:
Deine depressiven Verstimmungen können mehrere Ursachen haben. Sicher ist Dir das auch bewusst – z.T. werden Ängste vor der Zukunft eine große Rolle spielen, dann die hormonellen Verschiebungen, der Testosteronmangel durch die zeitweilige HB, die Auseinandersetzung mit der Krankheit als solcher, usw.
Bestimmt tut es gut, einmal in eine andere Umgebung zu verreisen, um aus diesem Kreislauf vorübergehend auszubrechen.
Die Barbiturate und Schlafmittel, die Du nennst, zeigen mir, dass Du damit Schlafstörungen und Ängste behandelst. Diese Medikamente werden jedoch Deine niedergedrückte Stimmung eher verstärken. Ich würde an Deiner Stelle nach anderen Wegen suchen.
Gegen Schlafstörungen hilft ganz hervorragend Melatonin. Suche Dir einen Psychiater oder Neurologen, der es Dir verordnet, dann erhältst Du es auch in Deutschland über eine Apotheke. Oder Du versuchst jetzt in Spanien Melatonin, das dort frei verkäuflich sein dürfte, zu bekommen.
Der zweite Tipp wäre etwas zur Verbesserung Deiner Stimmung, die direkt mit dem Serotoninspiegel verknüpft ist, zu unternehmen. Dafür gäbe es zwar chemische Selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer = SSRI, von denen ich abrate.
Statt dessen empfehle ich eine natürliche Aminosäure, das 5-HTP = 5-Hydroxy-Tryptophan auszuprobieren. Der Vorläufer ist als L-Tryptophan bekannt, doch effektiver ist die Einnahme von 5-HTP.
http://de.wikipedia.org/wiki/5htp
http://www.nemhaupt.de/nem5htp.htm
Weitere Infos findest Du mit Hilfe von Google.de.
Melatonin und Serotonin zusammen könnten Deinen psychischen Zustand auf natürlichem Weg verbessern.
Wenn Du allerdings das Bedürfnis nach Aussprache hast, dann ist eine Gesprächstherapie bei einem Psychotherapeuten, der Erfahrungen in der Behandlung von Menschen in Lebenskrisen hat, auch ein denkbarer Lösungsansatz, der Dir seelische Erleichterung verschaffen kann.