Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Ernährung, Nahrungsergänzungen –
Curcuma und Wikuto®
(Wils Kurkuma-Tomatensaft-Cocktail)

Wil schrieb am 28.1.2001:
Bei der Diagnose eines PK ist dieser nahezu immer androgenabhängig. Eine Hormonblockade (HB) bewirkt einen Androgenentzug. Die Produktion des Hormons Testosteron (das Hauptandrogen) wird dabei blockiert. Bei einer Dreifachen Hormonblockade (DHB) werden möglichst all Androgene "unschädlich" gemacht.
Wenn der PK bereits metastasiert ist, wirkt die Androgenblockade so lange, bis das Wachstum des PK unabhängig von den Androgenen wird. Also, der PK verwandelt sich auf der Dauer von einem androgenabhängigen Prostatakrebs (AAPK) zu einem androgenUNabhängigen Prostatakrebs (AUPK).
Wenn es diese AUPK nicht gäbe, würde kein Mann an PK sterben. Man könnte mittels der Androgenblockade, eventuell einer intermittierenden, den PK so lange man lebt unter Kontrolle halten.
  1. Woher die Verwandlung von AAPK Richtung AUPK? Werden wir nicht hier besprechen.
  2. Gibt es Medizin gegen diesen verdammten AUPK? Nicht das Thema hier.
  3. Gibt es Nahrungsmittel oder Extrakte die den AUPK bekämpfen? Ja. Unser hiesiges Thema.

Das wichtigste Mittel ist GELBWURZEL, auf Deutsch auch KURKUMA genannt. Die Farbe eines Curries (immer ein Gemisch von Gewürzen) ist gelb, weil es auch Gelbwurzel enthält. Die Inder benutzen Gelbwurzel schon seit Jahrhunderten als Heilmittel gegen viele Krankheiten.
Eine Beschreibung in Deutsch ist zu finden auf http://www-ang.kfunigraz.ac.at/~katzer/, dann bei Hobbys auf "Exotische Gewürze" klicken. Links oben "curcuma" eingeben zum Suchen. In der Liste z. B. Curcuma anklicken.
Die Wissenschaft hat die heilsame Wirkung von Gelbwurzel für eine imposant lange Liste von Krankheiten studiert.
Relativ neu ist, dass Gelbwurzel wirksam ist gegen Krebs, insbesondere auch gegen Prostatakrebs. Das WUNDERBARE ist, dass Gelbwurzel die Umwandlung von AAPK zu AUPK verzögern hilft. Studien sind schon in Gang gesetzt. Es wurde schon plausibel gemacht, warum Gelbwurzel nicht nur AAPK-Zellen, sondern auch AUPK-Zellen zum Sterben bringen.
Nebenbei sei bemerkt, dass Gelbwurzel auch der Gynäkomastie (Brustwachstum) effektiv entgegen wirkt. Brustwachstum entsteht, wenn man längere Zeit eine Androgenblockade macht. Also hier ist Gelbwurzel eine gute Alternative für Tamoxifen (ein Anti-Östrogen) oder Bestrahlung der Brüste.
Ich widerstehe hier die Verführung, über eine Literaturstudie zu berichten, die ich in den Monaten November und Dezember 2000 gemacht habe. Diese würde viel zu weit führen. Lieber bleiben wir hier praktisch.
PREISE
In England, wo viele Inder wohnen, kriegt man "Turmeric" (Gelbwurzel) frisch in fast jedem Supermarkt. In Holland ist es mir noch nicht gelungen, frische Gelbwurzel zu kaufen. Macht nichts, es gibt getrocknetes Kurkumapulver in Kapseln, sowie auch lose.
Springfield Curcumin C3 complex 95 % 150 Kapseln (900? mg) Ein Kapsel enthält etwa 900 mg Kurkumapulver und kostet etwa 0,20 Euro.
Im Reformhaus kaufe ich eine Plastiktüte mit 15 g Kurkumapulver (Curcuma Longa). Diese 15 g (15000 mg) kosten nur ungefähr 1,00 Euro.
Die Kapseln sind bequemer wenn man unterwegs ist, oder wenn man zu faul ist (wie ich manchmal) folgendes Rezept zuzubereiten:
TÄGLICHE DOSIS
1800 mg wird angegeben. Jedoch soll man für eine therapeutische Anwendung bei PK ruhig mehr nehmen. Es sind keine gefährlichen Nebenwirkungen bekannt. Es wird nur geraten, Kurkuma mit Nahrung einzunehmen. Ich nehme etwa 3000 mg pro Tag.
MEIN REZEPT:
Eine Kanne auffüllen mit Tomatensaft, genug für 3 Gläser. Drei Gramm Kurkumapulver vor dem Mischen in ein wenig Tomatensaft (das Zeug lässt sich sonst schlecht mischen). Dann die Mischung in der Kanne mischen. Etwa 30 mg schwarzen Pfeffer dazu mischen. Dies nicht wegen dem Geschmack, sondern um die Aufnahme des Kurkumas zu verbessern (wissenschaftlich überprüft).
Wie Sie wissen, haben Tomatenprodukte einen sehr hohen Gehalt an Lycopen, dessen Aufnahme stark verbessert wird, wenn etwas Olivenöl beigemischt wird (Lycopen hat auch eine bewiesene Antikrebswirkung). Es wäre deshalb gut, etwas Olivenöl (2 Teelöffel?) in der Kanne beizumischen.
Die Kanne eventuell im Kühlschrank, und daraus über den Tag verteilt den Saft trinken. Natürlich kann man die Mischung auch gleich für z. B. vier Tage aufbereiten.
NOCH ETWAS zum Schluss:
Eine Untersuchung hat gezeigt, dass Genistein (ein Bestandteil von Soja) zusammen mit Kurkuma eine synergetische Wirkung hat. Also nehme ich jeden Tag auch Kapseln oder loses Pulver Genistein, in Yoghurt oder als Zusatz in der beschriebenen Mischung.

[Aus „Wils Kurkuma-Tomatensaft-Cocktail“ entstand das Kürzel WIKUTO. Kurkuma (Curcuma) gibt es in Deutschland für wenig Geld auch z. B. in Teegeschäften und am Gewürzestand in Supermärkten. - Ed.]

[Wil de Jongh aus den Niederlanden, Erfinder des WIKUTO, verstarb am 31. März 2004 im Alter von 73 Jahren an metasiertem entdifferenzierten Prostatakrebs, nachdem es ihm nach dem Jahreswechsel 2003/2004 rapide schlechter gegangen war.
Ein großartiger Kämpfer und steter Begleiter dieser Seiten von ihrer Gründung an hat damit den Kampf gegen unsere Krankheit schließlich verloren, aber seinen Frieden gefunden. Durch seine zahlreichen fundierten Beiträge im Forum, von denen ich viele in den "Forumextrakt" übernahm, wird er uns unvergesslich bleiben. – Ed]

Malte schrieb am 8.5.2001 zu Ralfs Bericht über Vitamin E und Gamma-Tocopherol:

wenn Du Gamma-Tocopherol suchst,- Maiskeimöl von Mazola enthält 80 mg/100 g davon und 15 mg/100 g alpha-Tocopherol. Wir nehmen das für den Salat, und Wikuto werde ich damit auch ansetzen.
Willi schrieb daraufhin am 14.5.2001:
meine Heilpraktikerin warnte mich vor zu hoher Zufuhr von Linolsäure, dies sind Omega-6-Fettsäuren, mit den Lebensmitteln. Maiskeimöl enthält z. B. 50.000 mg/100 g! Ich hatte sie, nach diesem Deinem Hinweis gebeten, mir die "Warnung" vor Linolsäure doch in Textform zu geben. Nun fand ich eine Veröffentlichung der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr zu diesem Thema.
Diese liegt als Anlage bei.
[Willis Anlage kann hier als .pdf-Datei heruntergeladen werden. - Ed]
Ralf schrieb am 13.9.2001:
in der Frage, ob uns das im Tomatensaft des WIKUTO enthaltene Lycopin (auch: Lycopen, ich weiß nicht, welche Schreibweise richtig ist) etwas bringt, waren wir uneins. Wil verneinte es und ließ das Öl wieder weg, das ursprünglich die Aufnahme des Lycopin in den Körper verbessern sollte. Ich wollte es genau wissen und rief im Labor des Herstellers (Fa. Wesergold in Rinteln) des Tomatensaftes an, den ich verwende, weil es ihn zufällig in meinem Supermarkt gibt. Ich sprach mit einem freundlichen Herrn, der mir erzählte, dass der Saft als Konzentrat von Zulieferern kommt, wo er auf 128° C erhitzt wird, um Keime (z. B. Schimmelsporen) abzutöten, und anschließend für den Transport eingedickt wird. Was bei dem Prozess mit dem Lycopin passiert wusste er nicht, wollte sich aber bei den Zulieferern erkundigen.
Vorgestern kam von ihm die folgende Ergänzung:
"Es freut uns sehr, dass Sie sich für die Inhaltsstoffe unseres Tomatensaftes interessieren. Ihre Frage, ob das Lycopin im Tomatensaft durch die Erhitzung so verändert wird, dass es für den Körper nicht mehr verwertbar ist, kann ich mit nein beantworten. Bei der Herstellung eines Tomatensaftes bzw. eines Tomatensaftkonzentrates achtet man darauf, dass die Inhaltsstoffe der Tomate möglichst unverändert bleiben. Das Lycopin gelangt beim Herstellungsprozess vollständig in den Tomatensaft und wird bei der Erhitzung nur zu einem geringen Teil abgebaut. Der größte Teil des Lycopins im Tomatensaft bleibt unverändert, wird im Darm resorbiert und ist im Körper antioxidativ wirksam. Das Lycopin gehört zu der Stoffgruppe der Carotinoide. Diese sind im Allgemeinen hitzestabil. In unserem Unternehmen wird der Tomatensaft aus Tomatensaftkonzentrat hergestellt. Dabei wird dem Tomatensaftkonzentrat das entzogene Wasser wieder zugesetzt. Zur Würze wird der Tomatensaft mit Zitronensaft und etwas Meersalz versetzt und in Flaschen oder Kartons abgefüllt."
Ich denke, dass es bei den Tomatensäften anderer Hersteller ähnlich sein wird. Für mich heißt diese Stellungnahme, dass das krebshemmende Lycopin in dem Saft in einer für den Körper verwertbaren Form vorhanden ist. Da es noch besser aufgenommen wird, wenn es in Öl gelöst ist, bleibe ich bei Wils ursprünglichem Rezept, nur verwende ich Maiskeimöl statt Olivenöl (Tip von Malte).
Ludwig schrieb dazu noch am 14.9.2001:
Und ich nehme Kürbiskernöl. Kürbiskernen sagt man ja auch Prostataeinwirkung zu.

Und so wird Wikuto hergestellt:
 
 
Die Zutaten und Utensilien:
Curcumapulver, Maiskeim-, Oliven- oder Kürbiskernöl, Tomatensaft, schwarzer Pfeffer, ein ¼-l-Glas, zwei Teelöffel, ein Stab oder langstieliger Löffel zum Rühren
(die Saftkanne ist hier nicht mit im Bild).
1. Schritt:
Das Glas zu etwa ¾ mit Tomatensaft füllen, nacheinander vier leicht gehäufte Teelöffel Curcumapulver einrühren.

 
2. Schritt:
Etwa ½ schwach gehäuften Teelöffel schwarzen Pfeffer dazumischen.
Das Ganze ist jetzt eine ziemlich dicke Pampe.
3. Schritt:
6 Teelöffel Speiseöl (Maiskeim- oder Olivenöl) in eine 1-l-Saftkanne geben. Maiskeimöl hat einen besonders hohen Anteil an Vitamin E (Gamma-Tocopherol).
Anmerkung: Das Speiseöl sollte ursprünglich dazu dienen, das in Tomaten und deren Saft enthaltene Lycopin für den Körper aufzuschließen. Dazu müsste beides zusammen aber auf 100° C erhitzt werden. Wil verwendet deshalb kein Öl mehr. Hier weiche ich wegen des Vitamin E von ihm ab.
4. Schritt:
Den Brei aus dem Glas in die Kanne gießen, das Glas einige Male mit Tomatensaft ausschwenken und in die Kanne entleeren. Nun erst den restlichen Tomatensaft in die Kanne gießen. Das Öl wird jetzt oben schwimmen, und es muss kräftig gerührt werden (Vorsicht vor Spritzern, Curcuma färbt!).

 
Fertig! Davon jeden Tag zwei Gläser trinken = ½ l (der Untersetzer muss nicht von Guinness sein).
Aufnahmen: Editor


[Die Sache mit den Schwalben   Beginnend mit dem folgenden Beitrag wird die Sache mit dem Curcumin zunehmend spannender; es deutet sich nämlich ganz vage an, dass Curcumin eine abtötende Wirkung auf hormonunabhängige Krebszellen haben könnte. Wenn sich das als Tatsache herausstellen sollte und die Wirkung langfristig anhielte, könnte man wohl ohne Übertreibung von einer wissenschaftlichen Sensation sprechen. Deswegen ist der Sache hier ein eigener Diskussionsfaden gewidmet, in dem alle Erfolge und aber auch Niederlagen nachzulesen sein sollen. Die übrigen WIKUTO-Beiträge gehen hier weiter.
Es kommt in den Beiträgen zu den „Schwalben“ vielleicht nicht so klar zum Ausdruck, aber wir stehen in der Deutung der nachstehend geschilderten Beobachtungen erst ganz am Anfang, und es darf hier keinesfalls der Eindruck entstehen, als würden jetzt schon Wunderdinge versprochen. Die Sache ist es auf jeden Fall wert, weiter beobachtet zu werden, aber Klarheit wird man erst in Jahren haben, wenn der weitere Krankheitsverlauf dieser und hoffentlich weiterer „Schwalben“ bekannt ist. Ich wünsche mir als regelmäßiger WIKUTO-Trinker natürlich nichts mehr, als dass Curcumin wirklich die erhoffte Wirkung hat, ich sehe aber auch, dass es weniger spektakuläre Deutungen geben kann:
1. Der PSA-Wert wird durch Curcumin verfälscht, wie von Proscar her bekannt,
2. Curcumin hat tatsächlich eine biologische Wirkung auf die androgen-unabhängigen PK-Zellen, aber nur für eine begrenzte Zeit, wie es von PC-SPES berichtet wird.
Aber auch das wäre schon gewonnene Lebenszeit. - Ed]
Wil schrieb am 3.8.2001 eine aufregende Mitteilung:
Ein Patient, Mike Ardon aus Jerusalem, hat mich vorgestern angerufen. Ich kannte ihn nicht. Er hatte im Januar 2001 meinen Bericht in Englisch über Gelbwurz gelesen (lat. Curcuma, engl. turmeric). Einen ähnlichen Bericht schrieb ich in Deutsch mit dem Titel "Gelbwurz (Kurkuma), das beste "Vitamin" bei Prostatakrebs".
Mike sagte "ich war so beeindruckt, dass ich gleich mit dem angegebenen Rezept angefangen habe". Täglich 5 g Kurkumapulver in einem Glas Tomatensaft mit ordentlich schwarzem Pfeffer. Mike wurde in Berlin geboren und ist als Kind mit seinen Eltern ausgewandert. Später hat Mike als Professor an Universitäten in London und Jerusalem Chemie gelehrt. Er ist vor kurzem in Ruhestand getreten.
DIAGNOSE
In 1996 wurde Mike von einem metastasierten PK überrascht. Sein PSA war 150 und die Gleason-Summe ist 9, "not a pussy cat but a tiger". Er hat sich dann von einem bekannten amerikanischen Prostatakrebs-Onkologen, Dr. Bob Leibowitz, beraten lassen und fing gleich mit der "Dreifachen Hormonblockade" (DHB) an.
INTERMITTIERENDE HORMONBLOCKADE (IHB oder auch IHT).
Mike hat mittlerweile drei Zyklen durchlaufen. Jeder Zyklus hat eine DHB-Periode und eine "nur-Proscar"-Periode. Der niedrigste erreichte PSA-Wert (PSA-Nadir) lag bei der 1. DHB-Behandlung unterhalb der Nachweisgrenze von 0,04 ng/ml, also:
Der PSA-Nadir bei der 1. DHB-Behandlung war < 0,04 ng/ml. Dann folgte: Der PSA-Nadir bei der 2. DHB-Behandlung war 0,05 ng/ml. Der PSA-Nadir bei der 3. DHB Behandlung war 0,14 ng/ml.
Diese Steigung der PSA-Nadir-Werte wurde zum erstenmal von Dr. Bruchowsky, dem Vater der IHT, beschrieben. Sie deutet auf eine Steigung der Anzahl gefürchteter AndrogenUnabhängigen Prostatakrebs-Zellen (AUPK-Zellen) hin. Tatsächlich hat der Onkologe den letzten PSA-Nadir von 0,14 ng/ml auch so gedeutet. Übrigens, während der 2. DHB wurde extra mit Taxotere/Emcyt behandelt. Und während der 3. DHB wurde extra mit Thalidomid/Dexamethason behandelt. Diese Extrabehandlungen haben offensichtlich nicht verhindern können, dass sich AUPK-Klone bilden konnten.
Jetzt kommt der Moment, da Mike zum ersten Mal von dem Rat des Onkologen abweicht. Statt die "nur-Proscar"-Periode noch länger fortzusetzen, fängt er eine 4. DHB-Behandlung an. Das war im Februar 2001. Im Januar hatte Mike mit Kurkuma (nach dem WIKUTO-Rezept) angefangen, nahm dabei nicht auch noch extra Curcumin Kapseln. Die letzte Chemobehandlung lag schon über ein Jahr zurück (bis Januar 2000). Auf Grund der drei oben aufgezeichneten Wahrnehmungen würde man nun erwarten:
PSA-Nadir bei der 4. DHB Behandlung: ungefähr 0,5 ng/ml.
DIE GROSSE UND ERFREULICHE ÜBERRASCHUNG IST DASS TATSÄCHLICH:
PSA-Nadir bei der 4. DHB Behandlung ist <0,04
Hat WIKUTO die bereits gebildete AUPK-Zellen abgetötet, während die 4. DHB sich die androgenabhängigen Prostatakrebszellen vorgenommen hat? Dies ist nicht auszuschließen, denn ein solcher Vorgang wird von mikrobiologischen Theorien unterstützt, sowie auch von Experimenten in Vitro und mit Ratten.
Gefordert ist es jetzt, die REPRODUZIERBARKEIT des Ergebnisses nachzuweisen. Funktioniert es immer so gut und bei jedem Patienten? Zu bedenken ist, dass es viele verschiedene AUPK-Klone geben kann, mit unterschiedlich gearteten genetischen Eigenschaften. Gefragt sind Patienten, die mitziehen und peinlich genau wahrnehmen können.
Doppelblind-Studien habe hier keinen Sinn, wenn überhaupt machbar. Solche Studien haben NUR einen Sinn bei Anwendung von Behandlungen, die Nebenwirkungen haben und/oder sehr viel Geld kosten. Kurkuma kauft man sich pro Kilo in Indischen Geschäften, und es sind keine schlechten Nebenwirkungen bekannt. Ganz im Gegenteil. Kurkuma hat mehrere gute Nebenwirkungen (u. a. Leberschutz und antibakterielle Wirkung).
Noch immer wissen wir nicht 100 % sicher, ob Kurkuma (oder WIKUTO) tatsächlich die Ursache einiger gute Ergebnisse ist. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Auch drei Schwalben nicht.
Drei Schwalben?
Ja, die erste Schwalbe könnte ich selbst sein. Während meiner ersten "nur-Proscar"-Periode war die PSA-Verdoppelungszeit (PSA-VZ) sieben Monate. Sie hat sich verbessert, nachdem ich WIKUTO (und Curcumin-Kapseln) nehme, Die PSA-VZ ist jetzt 22 Monate oder sogar noch mehr.
Die zweite Schwalbe könnte Uwe Peters sein. Sein PSA blieb rapide steigend auch während einer DHB und nach Absetzen des Casodex. Die PSA-VZ war vier Monate. Bei PSA 22,7 ng/ml fing er mit WIKUTO an. Als kurz danach das PSA 20,6 ng/ml war, wurde ein großer krebsbefallener Lymphknoten entfernt. Der nächste PSA-Wert sank dadurch von 20,6 auf 14,6 ng/ml, federte jedoch direkt danach zurück auf 21,0 ng/ml. Es wurde stetig mit WIKUTO weiter gemacht. Erwartungsgemäß (Extrapolation) hätte das PSA jetzt etwa 50 ng/ml sein müssen, vier Monate nachdem mit WIKUTO angefangen wurde. Tatsächlich ist Uwes PSA gesunken von 21,0 auf 18,6 auf 16,6 ng/ml OHNE Medikamente (außer Proscar).
NOCHMALS: Auch drei Schwalben machen noch keinen Sommer. Wir dürfen jedoch guter Hoffnung sein, dass Kurkuma tatsächlich die von vornherein beabsichtigte Wirkung hat, nämlich das Töten der so gefürchteten AUPK-Zellen, ohne die kein Mann an Prostatakrebs sterben würde.
Am 16.8.2001 legte Wil nach:
Eine fünfte Schwalbe wurde gesichtet. Nähert sich für uns die Sommer?
Trotz zweifacher HB, Androcur, PC-SPES und schließlich der DHB ist bei einem Patienten der PSA-Wert nie unterhalb 4,65 ng/ml gewesen. Das war sein erster PSA-Nadir (Tiefpunkt). Die letzte Behandlung war die DHB. Die letzen monatlichen PSA-Werte waren 58,0, 12,3, 7,0, 8,5, 9,0 ng/ml. Also PSA-Nadir = 7.0 ng/ml. Dann wird mit Curcumin-Kapseln angefangen (dieses Mal kein Wikuto). Und siehe da: Die zwei nächsten PSA-Werte sind 4,4 und 2,6 ng/ml.
********** V E R B L Ü F F E N D ********* PSA-Nadir herunter gebracht!
Weil der PSA-Nadir assoziiert wird mit der Entstehung vor gefürchteten androgen-unabhängigen PK-Zellen, können wir hoffen, dass Curcumin (enthalten in Kurkuma, also auch in Wikuto) die gefährlichen AUPK-Zellen tötet. Ich wage es fast nicht zu glauben. Denn wenn dies alles stimmt, dann würde niemand mehr an PK sterben müssen. Wikuto bzw. Curcumin würde das schaffen, wozu PC-SPES und auch die Chemotherapien nicht in der Lage sind.
Die Curcumin-Kapseln allein scheinen auch zu funktionieren. Trotzdem halte ich Wikuto für besser. Denn es hat sich ein Patient aus USA gemeldet, der die Kapseln als orange Überbleibsel in seinem Stuhl wiederfand. Übrigens, er nahm die Kapseln nicht gegen den Krebs, denn er war sich einer Antikrebswirkung nicht bewusst.
Der letzte Stand und in Reihenfolge:
1. Wil de Jongh. WIKUTO + Curcumin-Kapseln. Keine HB. PSA-Steigung wird 3-mal langsamer.
2. Uwe Peters. DHB, PSA steigt, hormonrefraktär. Stop DHB. Start WIKUTO. PSA sinkt.
3. Mike Ardon. IHB, 3 Zyklen, PSA-Nadir steigend. 4. Zyklus DHB + WIKUTO. Nadir < 0.04 ng/ml.
4. ? München. PSA steigt. Erste Behandlung mit WIKUTO. PSA sinkt.
5. Ernst ***. DHB, PSA-Nadir 8.0 ng/ml. Start Curcumin. PSA sinkt.
Barbara schrieb am 31.8.2001:
Für alle, die an uns persönlich Anteil nehmen: Der PSA-Wert meines Mannes ist nach und vermutlich aufgrund von Ernährungsumstellung mit viel Tomaten (Super-Rat von Wil und seit heute sozusagen wissenschaftlich abgesegnet, siehe meine 2. Mail) und WIKUTO gesunken auf 3,93 ng/ml, was uns Mut zum So-Weitermachen und Abwarten macht. Wil, hab herzlichen Dank! Inzwischen habe ich mich auch durch Deine fleißige lange Kurkuma-Studie gequält, kann für AFA-Algen leider nicht mit so etwas dienen.
[Barbara versorgt das Forum kontinuierlich mit Zustandsberichten über ihren Mann Hansjörg. Was diese Erfahrungsberichte so wertvoll macht, ist, dass Hansjörg seinen PK ausschließlich mit Ernährungsumstellung bekämpft. Barbaras Berichte sind hier nachstehend zusammengefasst. - Ed]
Darauf kam Wil mit der neuen Zusammenfassung und der Überschrift „Die sechste Schwalbe, so vermuten wir“:
Hansjörg hat doch ein Glück, dass du dich kümmerst um seine Ernährungsumstellung.
Ich habe die Daten kritisch betrachtet um zu sehen ob, die PSA-Abnahme auch statistisch signifikant ist. Die Antwort ist JA.
Hansjörg: bPSA 4,8; T2aNxM0; GS 3+3=6; GII
TT.MM.JJ|PSA
06.02.01|4,80**********************************
28.02.01|
20.03.01|5,10*************************************
14.04.01|Anfang AFA-Algen
xx.05.01|
xx.06.01|
xx.07.01|
04.08.01|5,40**************************************
16.08.01|Anfang WIKUTO + Tomatengericht
25.09.01|3.93*******************************
xx.xx.xx|xxxx1........,.....2........3.....4....5...6..7..8..9.1 .Log(PSA).
Auf Grund der ersten drei Messungen hätte das PSA jetzt zwischen 5,8 und 6,2 ng/ml liegen müssen, statt 3,9. Die Abnahme ist also 33 % bis 37 %. Diese hohe relative Abnahme lässt sich nicht mehr als regellose physiologische Schwankung deuten (die sind ±10 %). Die AFA-Algen könnten eine stabilisierende Wirkung gehabt haben. Dieses gilt im Allgemeinen auch für Lycopen aus Tomaten. Deshalb vermute ich, dass das Curcumin in Kurkuma (in Wikuto) die Abnahme des PSA-Wertes verursacht hat. Ich kann es natürlich nicht sicher wissen. Somit ist Hansjörg die sechste Wikuto-Schwalbe, obwohl noch etwas tief und zögernd fliegend.
Barbara schrieb am 26.9.2001 mit dem Betreff "das 6. Schwälbchen mag sich nicht aufschwingen":
Lieber Wil, liebe WIKUTO-Anwender! Heute bekam Hansjörg das 2. PSA-Ergebnis seit der Einnahme von WIKUTO. Zur Erinnerung die von Wil zuvor aufgearbeiteten Daten und Kommentare [siehe oben – Ed]:
__________________________
Wir haben seitdem mit einer Ananasscheibe zum Frühstück, Quark-Leinöl statt Butter und WIKUTO, Papaya (mit Schale oder grün, teils biologischer Tropenfrüchteversand) weitergemacht. Am 31.8. zeigte ein TRUS in Kiel 20 ml Organvolumen, keine Infiltration, keine Befunde außerhalb der Kapsel, also nichts Neues. Der heutige Wert beträgt 4,3 ng/ml. Also kein weiterer Rückgang. Das könnte man so deuten, als habe WIKUTO nur eine ähnliche Wirkung wie Proscar, und der Anstieg würde jetzt weitergehen wie zuvor, nur auf einem niedrigeren Einstiegsniveau. Wir hatten uns mehr erhofft, aber es ist auch nicht ganz schlecht, jedenfalls trauen wir uns noch, weiter abzuwarten.
Noch eine Frage: Im Bericht aus Kiel heißt es u. a. : Beurteilung uT2a Prostatakarzinom. Was heißt u? Weiter heißt es: Samenblasen beidseits schlank, Prostata-Rektum-Abstand 0,5 cm. Hat letzteres Bedeutung z. B. für eine ev. Brachytherapie?
Wil antwortete am 27.9.:
Quark-Leinöl würde ich weglassen. Darüber habe ich schon mal berichtet. Leinöl mit Quark oder mit Hüttenkäse mag gut sein gegen viele Arten von Krebs, tut jedoch nichts gegen Prostatakrebs. Es hat sechs Studien gegeben für Leinöl bei Prostatakrebs. Vier davon zeigten keinen Effekt, und in zwei Studien stieg das PSA an durch die Einnahme von Leinöl. Leinsaat ist OK, nicht jedoch Leinöl, außer in sehr kleinen Mengen.
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PSA-Werte schwanken normalerweise um bis zu ± 10 %. Somit überschneiden sich die Vertrauensintervalle für 3,9 und für 4,3. Das Vertrauensintervall für 3,9 ist 3,5 bis 4,3. Das Vertrauensintervall für 4,3 ist 3,9 bis 4,7. Das ist der Grund, warum wir monatlich messen wollen. Speziell bei langsamen Anstiegen braucht man fünf oder mehr Messungen (Monate) um den Trend einigermaßen genau festzustellen. Denn die normalen Schwankungen müssen ausgeglichen werden, und dies geht am besten in einer Graphik. Wikuto bewirkt sicherlich nicht immer eine PSA-Abnahme. Zum Beispiel, bei mir steigt mein PSA weiter an trotz Wikuto. Jedoch ist die Steigungsrate durch Wikuto langsamer geworden.
Proscar reduziert PSA um 50 %. Das geht schnell und hat nur mit der PSA-Produktion zu tun und nichts mit dem Krebswachstum. Jedoch ist danach die PSA-Steigungsrate 3 bis 4 mal langsamer, und darum geht es. Wikuto hat bei mir keinen einmaligen Sprung verursacht, hat jedoch die PSA-Steigungsrate deutlich verringert. Anders gesagt: Die PSA-Verdopplungszeit ist von 7 Monaten auf mehr als 14 Monate gegangen.
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Zum Bericht aus Kiel schrieb Wil: Weil p in pT2a bedeutet, dass der Pathologe T2a festgestellt hat (nach Prostatectomie), wird u wohl bedeuten dass der Urologe die T2a geschätzt hat. [und zu dem Befund:] Ja, das ist wohl sicher.
Barbara berichtete am 8.2.2002 wieder:
Seit Dezember [2001 – Ed] habt Ihr hier in diesem Forum nichts von mir gehört, denn als ich den Januarwert melden wollte, war das Forum eine Baustelle und mir nicht zugänglich. Der Januarwert war für uns ein ziemlicher Dämpfer - ziemlicher Anstieg im Verhältnis zum davorliegenden kontinuierlichen Rückgang, seit wir im Juli die Ernährung umgestellt hatten. Da wir nicht im Labor leben sondern ziemlich lebendig, waren wir unsicher, was das wohl ausgelöst hatte, vermuteten aber den Wechsel von Leinöl und -saat auf Kürbiskernöl; dafür fanden wir jedenfalls eine Erklärung in der Literatur (Angermann, Die Quark-Ölkur). Der neue Wert nach Rückumstellung erleichtert und bestätigt uns. Aufatmen, siehe unten!
Hansjörg (1938): bPSA 4,8; uT2aNxM0; GS 3+3=6; GII
tt.mm.jj|PSA
06.02.01|4,80*********1*********2*********3*********4********
28.02.01|
20.03.01|5,10*********1*********2*********3*********4*********5*
14.04.01| Umstellung auf vegetarische Ernährung
xx.05.01|
xx.06.01|
xx.07.01|
04.08.01|5,40*********1*********2*********3*********4*********5*** 16.8. Anfang WIKUTO
21.08.01|3,93*********1*********2*********3********* anderes Labor 24.09.01|4,30*********1*********2*********3*********4***
30.10.01|3.90*********1*********2*********3*********Anfang Nahrungsergänzung 04.12.01|3.70*********1*********2**********3******* Kürbiskern- statt Leinöl, Venusfliegenfalle weggelassen 08.01.02|4,80*********1*********2*********3*********4******** Rückkehr zu Leinsaat und -öl 07.02.02|4,30*********1*********2*********3*********4*** Schwarzkümmelöl hinzugenommen
Am selben Tag lieferte Barbara noch die folgenden weiteren Überlegungen und Informationen nach:
In den WIKUTO-Informationen ist richtig zu lesen, dass wir nicht genau wissen, was wirkt und wie es wirkt, dem stimme ich zu. Auch leben wir alle nicht unter Laborbedingungen und können eine Änderung nie sicher auf einen einzelnen Parameter zurückführen. Verschiedene Nahrungsmittel, Stress, Zorn, Trauer, Sex, Liebe, religiöse Erfahrungen usw. mögen eine Rolle spielen. Unsere Hausärztin etwa, mit der ich in diesen Fragen nicht übereinstimme, macht für eine positive Entwicklung liebevollen Sex, für eine negative Entwicklung "Vitaminpäppelung" des Krebses verantwortlich. Unter diesen Vorbehalten möchte ich dennoch sagen, dass ich es nach unseren Erfahrungen für bedenklich halte, Kürbiskernöl zu verwenden und die Empfehlung unmittelbar beim WIKUTO-Rezept jedenfalls canceln würde., wir haben es für den Dezemberanstieg im Verdacht [siehe Datum 4.12.01 oben].
Die Erklärung meinen wir bei Joachim H. Angerstein zu finden, "Die Quarkölkur, Heyne Taschenbuch". "Gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte das Verhältnis der Fettsäuren in unserer Ernährung insgesamt unter 1:5 liegen ..."
Gemeint ist das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Es beträgt bei Leinöl: 55 300 : 13 400, entspricht 1: 0,24. Fischöl enthält ausschließlich Omega-3-Fettsäuren: bis 33 500, noch dazu "mit 3-bis 5-fachem Wirkungsfaktor gegenüber pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren". Kürbiskernöl enthält 480 Omega-3- zu 51 100 Omega-6-Fettsäuren, damit ist das Verhältnis umgekehrt proportional dem günstigen und beträgt 1 : 106! Zwar heißt es dort u. a. über Kürbiskernöl: "Auch wenn das Fettsäurenverhältnis ... nicht günstig ist, haben (diese Öle) in Mengen von bis zu 20 g oder 2 Esslöffel täglich eine sehr günstige Wirkung auf verschiedene körperliche Beschwerden, jedoch würde ich es bei Prostatakrebs lieber nicht empfehlen."
Als wir vor zwei Wochen das Buch verschenken wollten, war es vergriffen, aber dann doch noch irgendwo zu kriegen. Ansonsten informieren wir uns aus einem sehr teuren Buch namens "Cancer and nutrition". Venusfliegenfalle haben wir noch nicht entschieden. Sie ist sehr sehr teuer, und es gibt keine Zuzahlung.
Barbara meldete sich am 22.3.2002 wieder:
ich bin überfällig in Bringeschuld. Schlechte Nachrichten verlocken nicht so sehr wie gute, vielleicht ist das ein Grund , dass der neue Wert vom 6.3. erst heute an Euch geht: PSA 5,4, FPSA 0,26, FPSA/PSA-Quotient (wenn >0,18, dann eher maligne). Wil hatte eine Wiederholung von Anfangsuntersuchungen empfohlen, das ist noch nicht geschehen. Zur Zeit hat die ganze Familie Grippe, Hansjörg mit schlimmem Durchfall.
Noch hoffe ich auf eine Achterbahnfahrt der Kurve.
Hansjörg (1938): bPSA 4,8; uT2aNxM0; GS 3+3=6; GII
tt.mm.jj|PSA
06.02.01|4,80*********1*********2*********3*********4********
28.02.01|
20.03.01|5,10*********1*********2*********3*********4*********5*
14.04.01|
xx.05.01|
xx.06.01|
xx.07.01| 1)
04.08.01|5,40*********1*********2*********3*********4*********5*** 2)
21.08.01|3,93*********1*********2*********3********* 3)
24.09.01|4,30*********1*********2*********3*********4***
30.10.01|3.90*********1*********2*********3********* 4)
04.12.01|3.70*********1*********2*********3******* 5)
08.01.02|4.80*********1*********2*********3*********4******** 6)
07.02.02|4.30*********1*********2*********3*********4*** 7)
06.03.02|5,40*********1*********2*********3*********4*********5****
Fußnoten:
1)Umstellung auf vegetarische Ernährung        2)16.8. Anfang WIKUTO
3)anderes Labor 4)Anfang Nahrungsergänzungsmittel
5)Kürbiskern- statt Leinöl, Carotaben Venusfliegenfalle weggelassen
6)Rückkehr zu Leinsaat und -öl                7)Schwarzkümmelöl hinzugenommen
Wil sah am 23.3.2002 nicht so schwarz:
Immer kühl (cool) bleiben! Aufpassen auf PSA-itis. Der letzte Anstieg sieht zwar kosmetisch nicht schön aus, soll aber nicht überbewertet werden.
Es geht um den Trend während mehrerer Monate, wobei kurzfristige Schwankungen von ± 20 % und mehr (die nichts mit Krebswachstum zu tun haben) durchaus möglich sind.
Hansjörg versucht mittels biologischen Mitteln sein PSA zu stabilisieren, u. a. auch mit Wikuto. Wenn man die letzten 12 Monate überschaut, ist das Ergebnis sicherlich nicht schlecht. Dabei kann man vermuten, dass die biologische Mitteln dazu beigetragen haben, beweisen kann man es nicht.
Außerdem, und wie du schon gemerkt hast, man darf sich nicht NUR auf PSA und PSA-Trend verlassen. Ab und zu soll klinisch geprueft werden (Abtastung, TRUS vergleichen mit dem vorigen). Übrigens, Leinsaat ist OK, jedoch Leinsaatöl ist bei PK NICHT empfehlenswert.
Barbaras nächster Bericht stammt vom 19.4.2002:
Hallo, liebe Forumleser, lieber Will, das Bewusstsein, dass Ihr mit uns bangt, hofft, Euch freut, lässt uns die Abs besser durchhalten. Zum Glück gibt es wieder ein Auf: Der neue PSA-Wert ist 4,9! Koständerung der letzten 4 Wochen: Schwarzkümmel wieder abgesetzt, ansonsten weiterhin Kost, die weitestgehend frei von tierischen Fetten ist, und verschiedene Nahrungsergänzungsmittel. Hansjörg ist zögerlich gegenüber Experimenten geworden. Sägepalmextrakt hat er noch nicht ausprobiert, wohl aber, seit 17.4., nach der Blutabnahme, abendlichen Rotweinschoppen im Anschluss an WIKUTO. Lieber Will, da ProstaSol so viele Stoffe enthält, die Hj in seine Ernährung einzubeziehen versucht, habe ich an Dich die Frage, ob Du dieses Medikament (?) / Nahrungsergänzungsmittel auch ihm empfehlen würdest. Die Dokumentationen, die Du attached hast, beziehen sich ja offenbar auf ektomierte Patienten in fortgeschrittenen Stadien.
Hansjörg (1938): bPSA 4,8; uT2aNxM0; GS 3+3=6; GII tt.mm.jj|PSA 06.02.01|4,80*********1*********2*********3*********4********
28.02.01|
20.03.01|5,10*********1*********2*********3*********4*********5*
14.04.01|
xx.05.01|
xx.06.01
xx.07.01|1)
04.08.01|5,40*********1*********2*********3*********4*********5*** 2) 21.08.01|3,93*********1*********2*********3********* 3
24.09.01|4,30*********1*********2*********3*********4***
30.10.01|3.90*********1*********2*********3********* 4
04.12.01|3.70*********1*********2*********3******* 5) 08.01.02|4.80*********1*********2*********3*********4******** ||6) 07.02.02|4.30*********1*********2*********3*********4*** ||7) 06.03.02|5,40*********1*********2*********3*********4*********5**** || 17.04.02|4,90*********1*********2*********3*********4*********
[Erklärungen zu den Fußnoten siehe oben. - Ed]
Peter schrieb dazu am 19.4.2002:
der Rotwein hilft auch, den interessanten Geschmack von Curcuma wegzuspülen ,-). Mein PSA ist ja staendig leicht gesunken. Da ich zu Anfang gar nichts dokumentiert habe, ist mir erst vor kurzem wieder eingefallen, dass mir der Hausarzt gegen die Miktionsprobleme Sägepalme verordnet hatte.
Serenoa ist ja ein 5-alpha-Reduktasehemmer.
Zum Frühstück esse ich gern Marmelade; das habe ich gestoppt wegen des Zuckergehalts. Nachdem ich das folgende (und weitere Texte) gelesen habe:
Raspberry, Freeze Dried - Blueberries and other berries, notably raspberries and strawberries, contain a potent anti-carcinogenic compound called ellagic acid. Ellagic acid belongs to a class of phytonutrients called polyphenols. While the anti-carcinogenic properties of ellagic acid are particularly well documented, polyphenols in general are known to inhibit the bio-activation of carcinogens. They also exert antiproliferative (anti-mitotic) effects that are particularly pronounced in tumor cells. Add to this the growing evidence that some classes of phenolic compounds, including anthocyanins and proanthocyanidins, have an anti-angiogenic effect (that is, they prevent the development of new blood vessels) and you have an excellent reason to include raspberries in any anti-cancer formulation.
habe ich eine Tiefkühlpackung Himbeeren gekauft und matsche mir morgens je 5 Beeren, die ich abends vom Gefrierfach ins Kühlfach gestellt habe, auf 1 Scheibe Brot. Mir schmeckt's.
Eine von vielen chinesischen Himbeersorten (Rubus chingii Hu) wird früh geerntet, wenn die Farbe von grün auf grüngelb wechselt, ganz kurz gekocht und dann getrocknet. Sie ist Bestandteil meherer TCM-Rezepturen, siehe z. B.:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/htbin-post/Entrez/query?uid#894110&form=db=dop
Worauf Barbara am selben Tag schrieb:
Deine inhaltsreichen Bemerkungen lese ich immer mit größtem Interesse, wenn ich nicht grade zu bequem bin, mich auf das Englische einzulassen. Danke für den Beeren-Tip! Die Sache mit den tiefgekühlten Früchten werde ich Hansjörg schmackhaft zu machen versuchen, zumal sie uns im Garten in den Mund wachsen. "So" sind ihm rohe Beeren zu sauer, vielleicht akzeptiert er aber ein paar auf dem Brot bzw. leider Brötchen, das er sich morgens nicht nehmen lässt, nachdem er schon schweren Herzens auf Käse verzichtet. Dieser Verzicht fällt ihm von allen Einschränkungen, die er sich auferlegt, am schwersten. Zuckerreduzierte Brotaufstriche sind die Konfitüren von EGLE, m. E. auch im Internet präsent (müsste runter in den Vorratskeller, um nach der Adresse zu fahnden), davon haben wir mit Rohrzucker zubereitete Preiselbeeren, Sanddorn u. a. Schrieb ich schon mal, dass ein guter Brotaufstrich für Faule Tomatenmark ist? Ein anderer: Avokado, beides als Unterlage oder pur. Du schriebst mir mal von einem Aufstrich aus Bohnen. Bis heute habe ich es nicht geschafft zu fragen, wie der zubereitet wird. Könntest Du das gelegentlich aufschreiben? WIKUTO trinkt Hj mit nicht nachlassendem Appetit. Vielleicht hungert der Körper danach; oder Hj ist an Kurkuma gewöhnt, da er in Indien geboren ist und von klein auf indische Gewürze im Essen kennt; er muss also nicht den "interessanten Geschmack wegspülen"; wir dünsten fast alle Gemüse in einer wechselnden Mischung indischer Gewürze an und haben Kurkuma fast immer dabei. Wie wir jetzt in der Spargelzeit die Butter ersetzen werden, weiß ich noch nicht. Olivenöl? Avocadocreme? Mandelmus mit Wasser verrührt? Einfach nur Wasser mit Brühpulver? Wer bietet mehr, anderes, Besseres?
Am 28.9.2002 kam Barbaras nächster Bericht:
Vielleicht erinnert Ihr Euch an Hansjörg ("6. Schwalbe"), der bislang immer noch abwartend beobachtet und seinen PSA kontrolliert (zur Zeit wieder auf dem Anfangswert 4,7, zwischenzeitlich Aufstieg bis 5,7, Abstieg bis 3,8).
Hansjörg hat solch große Freude an seinem (letzten) Berufsjahr - ohne Not würde er darauf am allerwenigsten verzichten wollen.
Am 2.2.2003 kam in anderem Zusammenhang Barbaras nächster "Zustandsbericht" zu Hansjörg:
Bei meinem Mann Hansjörg wurde vor 2 Jahren Krebs festgestellt, über den PSA-Wert, Biopsie und TRUS. Er hat bisher von der empfohlenen Operation abgesehen und behandelt ausschließlich mit gesunder Ernährung und einigen Nahrungsergänzungsmitteln - Selen ist auch dabei. Der PSA-Wert, anfänglich 5,6, war zunächst bis auf 3,8 zurückgegangen, ist auch schon mal auf 5,8 angestiegen und liegt derzeit wieder bei 5,6.

Uwe teilte am 6.9.2001 mit:
Die 3. Schwalbe fliegt noch! Vor 8 Monaten habe ich meine über zweijährige Hormonblockade bewusst, gegen den Rat meiner Urologen und Onkologen, abgesetzt. Mein Testosteron-Spiegel ist heute auf 6 ng/ml, mein Östradiol-Spiegel auf 42 pg/ml gestiegen, Normalwerte! Mir war damals bewusst, dass mein PSA ohne Hormonblockade mit normalen Testosteronwerten dramatisch steigen könnte. Die Entfernung meines befallenen Lymphknotens hat meine Krebsmasse um ca. 1/4 verringert. Seit 8 Monaten nehme ich nur Proscar und Wikuto. Mein PSA ist auf ein Plateau von über 16 ng/ml gefallen. Natürlich wird mein PSA weiter steigen. Wenn mein PSA 20 ng/ml erreicht hat, werde ich meine eigene DHB machen um festzustellen, wieviel meines hormonrefraktären Krebses wieder hormonabhängig geworden ist. Ich kämpfe mit allen Mitteln gegen meinen Prostatakrebs und möchte Euch auffordern das Gleiche zu tun, es lohnt sich, wie meine Werte es beweisen!
Uwe berichtete am 7.10.2001 unter dem Betreff "eine Taube ist zwischengelandet": [vermutlich ist eine "Schwalbe" gemeint? - Ed]
Seit acht Monaten habe ich mit der Hormonblockade ausgesetzt und nun ist mein PSA von 16,4 auf 21,3 ng/ml gestiegen. Für mich ein Beweis, dass die intermittierende Methode funktioniert, mir war allerdings immer klar, dass das Testosteron irgendwann meinen Prostatakrebs wieder anschiebt. Ich warte jetzt noch den nächsten Wert ab und wenn er weiter steigt, fange ich mit meiner eigens modifizierten DHB an. Ich kann meine Leidensgenossen, die schon seit Jahren eine Hormonblockade machen, nur auffordern, versucht die intermittierende Methode, die letzten acht Monate mit Testosteron waren für meinen Körper, meine Psyche, mein Abwehrsystem eine Erholung, die sich gelohnt hat.

Gerd schrieb am 25.9.2001 unter dem Betreff "7. Schwalbe":
nach 31 Tagen unter relativ hoch dosiertem Wikuto ist mein PSA von 3,4 (am 27. 08. 01) auf heute 1,6 ng/ml gefallen. Wikuto war der einzige neue Parameter, mit dem ich seit dem genannten Datum meine Medikation verändert habe. Es ist noch wichtig zu wissen, dass mein letzter Nadir, den ich unter Hormonsuppression erreicht hatte, bei einem PSA-Wert von 2,2 ng/ml lag.
Ich danke Will und Uwe für ihren wertvollen Rat.
Gerd schrieb am 24.10.2001:
mit Freude teile ich Euch meinen jüngsten PSA-Wert mit: 1,5 ng/ml. Damit habe ich den 2. Wert, der deutlich mein bisheriges Plateau von 2,2 ng/ml unterschreitet. Allen meinen kompetentern Ratgebern herzliche Grüße
Am 22.3.2002 kam dann allerdings die folgende Nachricht von ihm:
ich habe seit 8 Monaten täglich gewissenhaft Wikuto getrunken. Mein Nadir war dann während dreier Monate 0.6 ng/ml niedriger als im Vorjahr. Inzwischen bin ich jedoch schon seit drei Monaten wieder auf den gleichen PSA-Werten, die ich vor einem Jahr hatte. Das gilt für den Nadir und auch für den Wiederanstieg. --- Da Wikuto bei mir also keine nachhaltige Wirkung zeigt, habe ich es kürzlich abgesetzt.
Wil war am 23.3.2002 nicht einverstanden:
Deine PSA-Nadirwerte stiegen langsam bei dem 3., 4, und 5. IADT-Zyklus. Beim 7. Zyklus war er niedriger als beim 6., ist auf jeden fall nicht weiter angestiegen.
04.96--1.Zyklus PSA-Nadir=0.1
09.97--2.Zyklus PSA-Nadir=0.1
08.98--3.Zyklus PSA-Nadir=0.1
06.99--4.Zyklus PSA-Nadir=0.9
12.99--5.Zyklus PSA-Nadir=1.6
07.00--6.Zyklus PSA-Nadir=2.2
07.01--7.Zyklus PSA-Nadir=1.6 WIKUTO
Du schreibst "Inzwischen bin ich jedoch schon seit drei Monaten wieder auf den gleichen PSA-Werten, die ich vor einem Jahr hatte." Natürlich, nach dem PSA-Nadir folgt naturgemäß ein Anstieg.
Du schreibst weiter: "Das gilt für den Nadir und auch für den Wiederanstieg. --- Da Wikuto bei mir also keine nachhaltige Wirkung zeigt, habe ich es kürzlich abgesetzt."
Zu jedem Zyklus gehört nur ein Nadir-Wert. Ob PSA-Wert wieder ansteigt, siehst du erst beim 8. Zyklus.
Wikuto kürzlich absetzen, weil es dir zum Halse heraus kommt, oder endgültig absetzen, weil du nicht mehr daran glaubst, ist OK. Jedoch mit deiner Begründung bin ich nicht einverstanden.

Barbara schrieb am 31.8.2001 zu einem anderen Thema:
In der heutigen Frankfurter Rundschau (www.fr-aktuell.de/) steht eine dpa-Meldung, die uns Lesern dieser Seite zwar nichts Neues sagt, uns aber doch erfreulich bestätigt.
Löffelweise Krebsvorsorge
Leinsamen für Frauen und Tomaten für Männer getestet
CHICAGO / NEW YORK, 30. August (dpa).
...Männer sollten dagegen reichlich bei Tomatensoße zugreifen, um Prostataproblemen möglicherweise vorzubeugen oder sie sogar zu lindern. Das raten US-Forscher, die an der jüngsten Tagung des Verbandes Amerikanischer Chemiker (ACS) in Chicago teilnahmen. Ihre Ergebnisse stützen sich auf erste Studien mit kleinen Gruppen, die noch durch weitere Untersuchungen erhärtet werden müssen.
... Phyllis E. Bowen und Kollegen von der Universität von Illinois in Chicago untersuchten eine Gruppe von 32 überwiegend afroamerikanischen Prostatakrebspatienten. Afroamerikaner haben die höchste Prostatakrebsrate weltweit. Bowen verordnete ihnen eine dreiviertel Tasse Tomatensoße täglich und konnte bereits nach drei Wochen nachweisen, dass mit dem Krebs in Verbindung gebrachte Erbgutschäden abgenommen hatten. Außerdem reduzierte sich der Anteil des Eiweißstoffes PSA (Prostata Specific Antigen) im Blut der Männer. Erhöhte PSA-Werte deuten auf Prostataprobleme und ein erhöhtes Prostatakrebsrisiko hin. Ob die Tomatensoße allerdings direkt vor dem Krebs schützen kann, ist Bowen zufolge noch unklar. Für die beobachteten Effekte ist nach Meinung der Forscher der Stoff Lycopen ausschlaggebend, ein rotes Pigment mit hoher antioxidativer Wirkung. Tomaten enthalten mehr Lycopen als jedes andere gängige Lebensmittel. Häufiger Tomatenverzehr könnte auch der Grund dafür sein, dass Männer in den Mittelmeerländern vergleichsweise selten an Prostatakrebs erkranken.
Wil schrieb am selben Tag dazu:
Alles stimmt, außer dem letzten Satz:
<<Häufiger Tomatenverzehr könnte auch der Grund dafür sein, dass Männer in den Mittelmeerländern vergleichsweise selten an Prostatakrebs erkranken.>>
Tatsache ist, dass Lycopen einen günstigen Einfluss auf den Verlauf von Prostatakrebs hat. Jedoch Untersuchungen in Vitro haben gezeigt, dass Lycopen die Entstehung von Prostatakrebs nicht verhindert.
Dieses macht plausibel, dass die Häufigkeit des Prostatakrebses in den Mittelmeerländern nur wenig niedriger ist als in nördlichen Ländern. Also nicht "vergleichsweise selten".
Gottfried schrieb am 1.9.2001:
Dein Beitrag zeigt nebenbei auf einen wichtigen Punkt über die Aufnahme von Lycopen in den Körper. Lycopen kann in der Urform, so wie in den rohen Tomaten vorhanden, nicht vom Körper aufgenommen werden, erst Kochen, Braten, also Wärmebehandeln macht das Lycopen für den menschlichen Verdauungsapparat verwertbar. Da Tomatensaft bei der Herstellung erhitzt wird, wird das enthaltene Lycopen in die Form gewandelt, die für uns nutzbar ist. Kurkuma, eines der sogenannten Curry-Gewürze, als Beimengung hilft dem Körper beim Abbau schädlicher Substanzen und Bakterien aus der Nahrung und der Umwelt.
Worauf sich am 2.9.2001 wieder Wil meldete:
Hier möchte ich hinzufügen, dass Lycopen öllöslich und nicht wasserlöslich ist, der Grund warum Tomaten mit Olivenöl in der Bratpfanne auf 100° C gebracht werden. Das warme Öl erleichtert die Freisetzung des Lycopens. Beim Essen von frischen Tomaten kommt nur wenig Lycopen in das Blut. ..
Kurkuma hat eine unglaubliche Anzahl guter Wirkungen. Es fördert auch die Verdauung, verbessert die Lipidwerte (Cholesterin), wirkt antibakteriell, antiviral und antifungid. Relativ neu ist die Entdeckung, dass die Curcuminoiden, die in Kurkuma enthalten sind, auch eine Antikrebswirking haben, sogar gegen hormonunabhängige PK-Zellen.
ABER, offensichtlich liegt hier ein Missverständnis vor, zumindest wenn du die "Beimengung" beziehst auf Wikuto (= Rezept für Kurkuma/Pfeffer/Tomatensaft).
Bei Wikuto geht es NICHT um Lycopen. Es geht um Kurkuma mit seiner Antikrebswirkung, wobei der Tomatensaft lediglich als Träger dient. Im Vergleich mit Lycopen ist das Curcumin aus Kurkuma sehr viel potenter gegen Krebs als Lycopen. Dieses folgt aus Prüfungen in Vitro und mit Ratten. Es stimmt auch überein mit unseren mehrjährigen Lycopinrfahrungen als PK-Patienten und mit unseren noch sehr kurzen Erfahrungen mit Kurkuma (in Wikuto). Die Kurkuma-Dosis, die wir anwenden (5 bis 10 Gramm pro Tag und jeden Tag), ist viel höher als was die Inder zu sich nehmen. Wir zielen ja ab auf eine Therapie, somit brauchen wir eine "therapeutisch wirksame Dosis". Wie hoch die Dosis sein soll, ist noch unbekannt. Größtes Problem ist die Aufnahme der Curcuminoiden in das Blut. Es landet nur ein sehr kleiner Bruchteil im Blut. Der schwarze Pfeffer (5 % des Kurkumagewichtes) verstärkt die Durchblutung in den Wänden der Därme und des Magens. Der Saft als Träger sorgt für einen guten Kontakt mit den Wänden, vorausgesetzt, dass Wikuto auf nahezu leeren Magen eingenommen wird. Wer keinen Tomatensaft verträgt (bei Arthritis?) kann Gemüsesaft als Träger nehmen, oder er kann mischen.

Tomas schrieb am 5.9.2001:
habe WIKUTO für etwa sieben Tage angewendet. danach abgesetzt, weil ich Nebenwirkungen zu spüren vermutete. Nämlich nachts wach werden, mit Druck auf beiden Nieren. Nach dem Aufstehen verging der Druck. Dann habe ich WIKUTO nochmals drei Tage getrunken. Wieder Druck in der Nierengegend. Wieder WIKUTO abgesetzt. Sofortige Besserung. Nochmals einen Tag WIKUTO getrunken. Am nächsten Tag wieder Druck in der Nierengegend mit Unwohlsein im Prostata-Blasenbereich. Jetzt bin ich wieder vier Tage WIKUTO-frei. Seit zwei Tagen leichter Druck in der Nierengegend. Heute Blutentnahme zur PSA Messung. Ob das tatsächlich mit WIKUTO zusammenhängt, weiß ich noch nicht...werde weiter versuchen. Wir werden sehen...sagte der Blinde....
Wil antwortete am selben Tag:
Es ist wichtig, solche Fälle zu registrieren. Danke. Aus USA meldete jemand, dass er Verdauungsbeschwerden bekam, während doch Kurkuma bekannt ist wegen Verbesserung der Verdauung. Ein anderer vertrug den Pfeffer nicht. Da war was mit seiner Blase und angeblich spürte er da den Pfeffer. Hab geraten, Pfeffer erst mal zu mindern oder als Versuch weg zu lassen. Ein Freund von mir verträgt keinen Tomatensaft, wegen seiner Arthritis, wie er sagt. Er nimmt deshalb Gemüsesaft. So finden wir gleichzeitig heraus, wer unsere Sensibelchen sind : > )>

Gottfried stieß auf eine weitere behauptete positive Wirkung von Kurkuma. Am 28.11.2001 schrieb er:
Auszug aus "Die Zeit" vom 22.11.01 Seite 39
Curry gegen Alzheimer?
Auf der Suche nach einem Mittel gegen Alzheimer greifen die Forscher nun in die Gewürzkiste. Zumindestens bei Ratten verhindert eine kurkumareiche Ernährung die Bildung der sogenannten Amyloid-Plaques im Hirn. Diese werden für die Hirnerkrankung verantwortlich gemacht. Forscher der Universität von Kalifornien (Los Angeles) fanden zudem heraus, dass der leuchtend gelbe Curry-Bestandteil das Gedächtnis der Tiere verbesserte. In der Novemberausgabe des Journal of Neuroscience hatten die Wissenschaftler darüber hinaus über eine 50-prozentige Verminderung von Amyloid-Plaques bei transgenen Mäusen berichtet. Ausgangspunkt für die Untersuchungen, die auf der Tagung der Neurowissenschaftler in San Diego vorgestellt wurden, war die Erkenntnis, dass die Alzheimer-Rate in Indien weltweit am niedrigsten ist. Dort wird Kurkuma regelmäßig genossen.

Peter fragte am 27.1.2001:
ohne "fuzzy logic" soll man ja nicht mehr als einen Parameter in einem Verfahren ändern, aber ich musste einfach.
Nach ca 10 Tagen Durchfall hatte ich Tamsulosin im Verdacht. Auch wegen anderer Nebenwirkungen (Müdigkeit, niedriger Blutdruck) habe ich's weg gelassen, das Problem blieb. Meine Frau (die allerdings meine Diät skeptisch sieht) meinte, es könne das Kurkuma sein. Ich nehme täglich 1 Esslöffel und mache es mit Tomatenpürree aus der Tüte heiß. Anschließend gebe ich ein paar Tropfen Pflanzenöl dazu. Nach 2 Tagen ohne Kurkuma ist der Durchfall weg. Allerdings habe ich auch Vitamin C etwas reduziert. Kann jemand eigene Erfahrungen zu diesem unangenehmen Thema und vielleicht eine Erklärung?
Wil hatte. am selben Tag schrieb er:
Die Packungen Kurkumapulver die ich aus England bekam hatten eine Aufschrift: "Vor Gebrauch 5 Minuten kochen". Ich habe dann den Experten, einen Inder, in England angerufen. Er sagte, das Kochen ist nur aus hygienischen Gruenden, wie es auch bei vielen anderen Nahrungsmitteln der Fall ist. Wenn du das Kurkuma verdächtigst, entweder
1) das Pulver 5 Minuten in Wasser kochen. Das gekochte nasse Pulver zu dem Tomatensaft mischen.
oder
2) eine neue Packung kaufen. Wenn die beim ersten Gebrauch (ungekocht) keine Probleme macht, kannst du den Rest auch ohne Kochen verwenden.
Übrigens, das Kochen beeinträchtigt die Qualität des Pulvers nicht im geringsten.
Barbara schlug am 28.1. folgendes vor:
falls jemand Kurkuma "verdächtigt", würde ich raten, dass er seinen Apotheker bittet, es zu untersuchen. Meiner hat nicht nur das von ihm besorgte, sondern auch das aus dem Asiashop untersucht - beide waren in Ordnung. Aber das Durchfallproblem hat Hj trotzdem auch. Er hat sein Medikament Bromelain im Verdacht, ist aber auch nicht sicher.

Klaus schrieb am 14.4.2002:
habe gerade in der heutigen Welt am Sonntag einen Artikel über den Krebskongress in San Franzisko letzte Woche gelesen, der einige hochinteressante Informationen enthält, die ich hier nur kurz zitieren möchte:
.....programmierter Zelltod (Apoptose) spielt wichtige Rolle....Zellen mit irreparablen Schäden begehen in einem gesunden Körper Selbstmord.....Krebszellen besitzen besonders viele "Todes-Rezeptoren" auf ihrer Oberfläche... einer der körpereigenen Signalstoffe für diese Rezeptoren ist "TRAIL". Auf dem Jahreskongress der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung in der vergangenen Woche in San Franzisko berichteten mehrere Forschergruppen, dass Inhaltsstoffe aus Nahrungsmitteln die Wirkung des TRAIL Faktors verstärken. Dazu gehören das Resveratol, ein Entzündungshemmer, der besonders in Rotwein vorkommt, und Curcumin, ein gelblicher Farbstoff aus Ingwergewächsen. "Einzeln angewendet löst keiner dieser Stoffe einen Selbstmord bei PK-Zellen aus, aber wenn wir beide Substanzen gemeinsam einsetzten starben 80 % der Zellen" (!!!!) berichteten die Forscher.
Des weiteren wird ausgeführt, dass sich die Mehrzahl der Forscher von dem Ziel verabschiedet haben, PK heilen zu können. Das ungezügelte Zellwachstum unter Kontrolle zu halten, scheint ihnen eher erreichbar...................
Leute, esst Kurkuma und trinkt regelmäßig einen Schoppen Rotwein! Ist das nicht eine akzeptable Medizin?? Sind die 80 % PK-Zellen-Abtötung nicht eine interessante Erkenntnis?
Peter schrieb dazu am selben Tag:
Gemeinsam heisst gleichzeitig...Ich trinke immer ein Achtel Rotwein zum Mittagessen. Ab jetzt werde ich es nach meinem abendlichen Curcuma-Cocktail nehmen.
Walter hatte am 15.4.2002 den folgenden Kommentar:
Mit der Krebstherapie nach Dr.Löfflmann/München ist AUCH das Prostata-CA heilbar. Leider haben die hochkarätigen Forschergruppen, die sich da in San Francisco trafen, die bereits 1928 von Nobelpreisträger Otto Warburg erforschte Natur und Ursache des Krebses (jeden Krebses) vergessen: Krebs entsteht durch Blockade der Atmungsfermente. Die Zellen können keinen Sauerstoff mehr atmen und "switchen" um auf Gärungsstoffwechsel. Dr. Löfflmanns Therapie behebt die Blockade durch Chlorophyll. Die Zellen atmen wieder und hören auf sich unkontrolliert zu teilen. Wahrscheinlich leiten sie auch ihre Apoptose (programmierter Zelltod) ein. Dr. Löfflmanns Therapie steht auf einem sicheren theroetischen Fundament und funktioniert. Die Märchererzähler aus San Francisco lassen heiße Luft ab und bleiben den Beweis schuldig. Es wäre doch sehr einfach, ein Getränk namens "Ingwer-Wein" auf den Markt zu bringen. Warum tun sie es denn nicht? Wahrscheinlich funktioniert es nicht. Was soll dann der Quatsch? Ich kann nur jedem Betroffenen raten, dorthin zu gehen, wo echte Krebstherapie, welche funktioniert, praktiziert wird. Infos hierzu gibt es unter www.biokrebstherapie.de.
Uwe überzeugte das am 15.4.2002 nicht:
ich habe mir die Homepage Deines Vereins des Dr. Löffelmann angesehen. Also jeder soll glauben, was er glaubt, warum Du einen so harten Ton anschlägst, weiß ich nicht, nur die Homepage und deren Inhalt sind mehr als dünn.
Am selben Tag hatte Uwe noch einen Vorschlag:
Wil hat immer gesagt, der Träger des Kurkuma ist nicht wichtig. Bei mir hat leider das Wikuto, das ich seit über einem Jahr nehme, nicht gewirkt, außer als Placeboeffekt. Wenn nun also Rotwein, den ich auch trinke und Kurkuma, das ich auch nehme, zusammen einen Effekt haben, dann kann ich Wil nur auffordern aus "Wikuto" "Wikuro" zu machen.
Das ...to bei Wikuto steht für Tomatensaft.
Das ...ro bei Wikuro steht für Rotwein.
Also schon heute mixe ich mir Rotwein mit Kurkuma mit Pfeffer, mal sehen wie das schmeckt. Nur trockenen Alkoholikern kann ich diese Mischung nicht empfehlen. Nun trinkt mal schön!
Peter war, ebenfalls am selben Tag, damit nicht ganz einverstanden:
Die Verwertung ist in jedem Fall mit Öl besser. Der erhitzte Tomatensaft bringt Lycopen.
Mein Rezept:
Curcuma (Curcumin), Kuzu (Genistein, Daidzein), Origano (hoch antioxidativ, z. B. Rosmarin-Säure), Schwarzen Pfeffer, Cheyenne Pfeffer, Tomaten-Pampe (Lycopen) gut rühren und wie Suppe erhitzen, Olivenöl o. ä. (Omega 3) einrühren.
Guy hatte sich zum Ursprungsthema kundig gemacht und schrieb am 17.4.2002:
Ich muss noch mal auf den Artikel in der Welt am Sonntag zurückkommen. Danke an Klaus für den Hinweis. Hauptsächlich geht es um folgendes. Wissenschaftler aus Amerika hätten herausgefunden, dass Kurkuma + Rotwein im Reagenzglas 80 % der bösen Zellen tötet. Einzeln angewendet löst keiner dieser Stoffe einen Selbstmord bei PK Zellen aus. Dies widerspricht allerdings anderen Aussagen von Wissenschaftlern, die glauben, dass Kurkuma auch alleine entzündungshemmende und gegen Krebs gerichtete Wirkungseigenschaften hat. Im Untersuchungslabor hat diese sich als antiangiogen erwiesen; sie unterstützt natürlichen Zelltod und blockiert den epidermalen Wachstumsfaktor-(EGF) Rezeptor, ein Mitglied der Tyrosin-Kinase-Familie. Im Labor hemmt Curcumin das Wachstum von sowohl homonabhängigen als auch homonunabhängigen Prostatakrebs-Zelllinien.
Es gibt außerdem bekanntlich viele Sorten von Rotwein. Bei den Flavoniden ist es ja so, je dunkler die Trauben sind, desto mehr Flavoniden haben sie. Beim Resveratol gibt es bestimmt auch Unterschiede. Bei der DHB wird die Leber belastet. Folgerichtig wäre es besser, Traubensaft aus biologischem Anbau zu trinken, anstatt Rotwein. Anders ausgedrückt ist WIKUTRA vielleicht besser als WIKURO. "Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass ökologisch erzeugte Weine weniger an Kopfschmerzen hervorrufendem Histamin enthalten. Dagegen weisen französische Arbeiten darauf hin, dass Ökoweine mehr Resveratol enthalten, also mehr von der Substanz, die ein pflanzlicher Abwehrstoff gegen parasitäre Angriffe ist, gleichzeitig aber im menschlichen Organismus gegen Herz- und Kreislauferkrankungen schützt." Flavoniden vom Traubensaft sind nach Studien jedenfalls 2 x länger im Körper als Flavonide, welche aus Rotwein stammen. Wieviel Rotwein/Traubensaft man pro Tag trinken muss, haben die Wissenschaftler leider nicht mitgeteilt. Es kommt sicherlich auf das Körpergewicht an.
In einem Artikel, in dem berichtet wird, dass Roter Traubensaft die Gefässwand verbessert und antoxidativ wirkt, kann man nachlesen, dass bei einer Studie 15 Patienten (50 – 75) mit KHK (koronare Herzkrankheit) 14 Tage lang 8 mg/kg pro Tag Traubensaft tranken. Diese schon im Rotwein gefundenen Eigenschaften werden über Flavoide vermittelt und sind unabhängig vom Alkoholgehalt. Vielleicht ist es auch nötig, Traubenkernkapseln oder Rotweinkapseln einzunehmen, weil diese höchstwahrscheinlich mehr Resveratol erhalten als Rotwein/Traubensaft alleine.
Dazu schrieb Peter am selben Tag:
die antioxidative Kapazität wird ja mit der TEAC-Methode gemessen. Der TEAC-Wert [mmol/L Trolox] beträgt bei:
Schwarzem Johannisbeersaft 32,4 (25 – 40), Holundersaft 55,0 (50 – 60), Rotem Traubensaft 3,9 ( 2 - 6), Rotwein 11,1 ( 7 – 18) (Uni Giessen d010023g.pdf).
Speierlingssaft hat noch mehr, aber den kriege ich nicht bei. Ich trinke Holundersaft, probiere aber derzeit auch getrocknete Holunderbeeren.

Jemand mit dem Nachnamen Kaiser fragte am 15.5.2002 sehr wortkarg:
Wo gibt es Curcumin-Kapseln zu kaufen?
Es antworteten am selben Tag:
- Herbert:
in der Apotheke, Handelsname: Curcu–Truw. Dazu am besten Lycopin-Kapseln nehmen (Tomatenwirkstoff).
- Maria:
Die von Wil favorisierten Super-Curcumin-Kapseln sind bei Life Extension zu beziehen:
http://www.lef.org/newshop/cgi-shop/searchItems.cgi?keyword=curcumin
- Paul:
Ich kaufe Kurkuma Kapseln und Selen !
- Gelbwurz / Curcuma longa 100 mg, 60 Kps = 14,90 ? (Geelwortel Haldi)
- Selen / Selenomethionin 200 µg, 100 Kps = 18,10 ?
IGL ? Rheinberg, Tel: 02843-9879, Fax: 02843-9890, E-Mail ? Fischer@IGL-Rheinberg.de.
www.IGL-Rheinberg.de
www.IGL-Rheinberg.de/IGLShop.htm

Barbara (Barbara2?) fragte am 23.9.2003:
Ist die folgende Meldung aus der Welt am Sonntag vom 14.9.03 es wert, in den Forumextrakt aufgenommen zu werden? [Offensichtlich – Ed]
Curry schützt vor Krebs
Seoul ik – Ein Bestandteil im Curry, das Curcumin, blockiert ein Enzym, das die Krebsentstehung fördert.
Wie Professor Ho Joeng Kwon von der Sejong-Universität feststellte, hemmt der Wirkstoff die Neubildung von Blutgefäßen (Angiogenese) zur Tumorversorgung.“

Klaus (A) schrieb am 13.4.2005:
habe eben gerade in der heutigen FAZ mit Erschrecken einen Artikel [kostenpflichtig – Ed] gelesen: "KURKUMA SCHWÄCHT KÖRPEREIGENE KREBSABWEHR"!! In dem Artikel werden die entsprechenden biochemischen Erkenntnisse erläutert und festgestellt, dass diese Erkennnisse überraschend sind, da Kurkuma bisher krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben worden sind. Die Forscher des renommierten Weizmann Institutes haben ihre Ergebnisse auch in einer amerikanischen wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht.
Als jemand, der (wie wahrscheinlich viele hier im Forum) seit Jahren Kurkuma/Wikuto täglich schluckt, ist das natürlich eine schockierende Meldung.
Ich jedenfalls habe die Nase voll von der ganzen Schluckerei und werde umgehend aufhören. Es gibt noch keinerlei nachgewiesene Erkenntnisse über die Langzeitauswirkungen bei Einnahme von
* Kurkuma (wie gerade festgestellt),
* Vitamin E, Selen, Bor, grüner Tee, Lycophene..........usw
* wer weiss, wie die Langzeitauswirkungen von Proskar-Schlucken nach DHB sind???
* vor Celebrex wird gewarnt, usw. usw....
Bisher handelte ich nach dem Motto: "Schlucke halt mal...vielleicht hilft es....wird schon nicht schaden...".
Ich glaube, diese Einstellung war falsch; ab sofort gilt für mich nur noch (wie bisher auch): gesunde Ernährung und viel Bewegung und Schluss mit der Schluckerei!
Schorschel schrieb dazu am 23.4.2005:
Was ich hier mache, ist fürchterlich unwissenschaftlich. Aber nach dem negativen FAZ-Artikel, über den Klaus (A) am 13.04.05 berichtet hat („Kurkuma schwächt körpereigene Abwehr“), möchte ich als Curcuma-Nutzer etwas Positives zu Kurkuma („Curcumin“) wiedergeben, weil mich der FAZ-Artikel natürlich verunsichert hat.
Hans (HWL) hat mir 11 wissenschaftliche (englischsprachige) Kurzberichte zum Thema Curcumin zugeschickt. Ursprünglich wollte ich die hier fürs Forum übersetzen, aber die sind derart spezifisch und mit hochwissenschaftlicher Terminologie gespickt, dass ich darauf verzichtet habe. Die Überschriften der Artikel findet Ihr unten, und wer im Detail Interesse hat, soll sich bitte bei mir melden; dann schicke ich ihm die 11 Artikel zu.
Die Quintessenz aller Artikel ist POSITIV bzgl. der Wirkung von Curcumin bei Prostatakrebs. Das geht von der Verstärkung des Zelltodes über die Verlangsamung des Krebswachstums bis hin zur verbesserten Strahlenempfindlichkeit der Krebszellen, allerdings immer unter sehr spezifischen Laborbedingungen, und ich habe keine Ahnung, inwieweit, ob überhaupt und wenn ja wann diese Ergebnisse für uns nutzbar sein werden.
Alles, was ich hier für uns Curcumin-Einnehmer loswerden wollte, ist:
Es gibt offensichtlich Dutzende von Labortests mit Curcumin, die positive Ergebnisse für die Therapie des Prostata-Ca’s erwarten lassen. Ich persönlich fasse dies als Ermutigung auf, weiterhin täglich meine Kapseln zu schlucken.
Aber: Ich kann natürlich auch nicht ausschließen, dass die in der FAZ zitierten Wissenschaftler des Weizmann-Institutes mit ihren Krebsabwehrschwächungs-Erkenntnissen Recht haben. Es muss wirklich jeder für sich selbst entscheiden, ob nun Curcumin oder lieber doch nicht!!
Hier die genannten Überschriften:
EF24, a novel synthetic curcumin analog, induces apoptosis in cancer cells via a redox-dependent mechanism.
Curcumin confers radiosensitizing effect in prostate cancer cell line PC-3.
Curcumin (diferuloyl-methane) enhances tumor necrosis factor-related apoptosis-inducing ligand-induced apoptosis in LNCaP prostate cancer cells.
Phytoestrogens in common herbs regulate prostate cancer cell growth in vitro.
Curcumin inhibits cell motility and alters microfilament organization and function in prostate cancer cells.
Therapeutic potential of curcumin in prostate cancer--V: Interference with the osteomimetic properties of hormone refractory C4-2B prostate cancer cells.
4-Hydroxy-3-methoxybenzoic acid methyl ester: a curcumin derivative targets Akt/NF kappa B cell survival signaling pathway: potential for prostate cancer management.
Inhibition of cell survival signal protein kinase B/Akt by curcumin in human prostate cancer cells.
Therapeutic potential of curcumin in human prostate cancer-I. curcumin induces apoptosis in both androgen-dependent and androgen-independent prostate cancer cells.
Antitumor agents. 217. Curcumin analogues as novel androgen receptor antagonists with potential as anti-prostate cancer agents.
Curcumin down-regulates AR gene expression and activation in prostate cancer cell lines.
Schorschel hatte das Weizmann-Institut angeschrieben und meldete sich am 8.5.2005 wieder:
Prof. Shaul (einer der beiden Verfassers des Berichts, der Grundlage des FAZ-Artikels war, den Klaus(A) ins Forum gestellt hat) hat mir sehr schnell geantwortet. Seine Antwort und eine freie Übersetzung von mir sind unten angehängt.
Ich ziehe aus der Ausgangssituation (u.a. auch die Artikel von Hans) und der Antwort die folgenden Schlussfolgerungen:
Ein bestimmter Wirkstoff (hier Curcumin) kann völlig gegensätzliche Wirkungen auf einzelne Proteine, Gene etc. haben.
Welcher Effekt dabei wie wichtig in einem spezifischen Krankheitsstadium ist, weiß vermutlich kein Mensch, auch nicht die einzelnen Wissenschaftler.
Wenn man Curcumin ( wie ich das meistens tue) beim Kochen benutzt, dann wäre zumindest der antioxaditive Effekt dort vonnutzen.
Wenn oral eingenommenes Curcumin tatsächlich nur zu weniger als 5% vom Darm aufgenommen wird, dann kann es vermutlich ebenso wenig schädlich wie nützlich sein.
Insofern bleibt Curcumin wohl eine Glaubensfrage, und ich persönlich fühle mich literarisch ("da steh' ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor").
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Freie Übersetzung der Mail von Prof. Yosef Shaul, Weizmann Institute, ISRAEL
... Ich bin kein Experte in Pharmakologie und Medizin. Ich weiß jedoch über p53 (um dieses Protein ging es bei dem Versuch, über den in der FAZ berichtet wurde – Anmerkung von Schorschel) Bescheid und wie dieses Protein angereichert wird oder verschwindet, und was ich sagen kann, ist, dass Curcumin unter unseren Versuchsbedingungen p53 destabilisiert hat.
Curcumin ist ein Antioxidans. Antioxodantien hilft, oxidative Schäden zu verhindern, die DNA-Brüche oder -Mutationen verursachen könnten. Ich glaube deshalb, dass Curcumin als Zusatz im Kochtopf die Oxidation der Lebensmittel beim Kochen verhindert. In dieser Funktion ist Curcumin gesund und könnte Krebsentstehung reduzieren.
Die Literatur sagt, dass Curcumin nicht vom Darm absorbiert wird. Mehr als 95% des verzehrten Curcumins geht während des Verdauungsprozesses ungenutzt verloren. Daher bezweifele ich, dass oral eingenommenes Curcumin einen Effekt auf unser Zellgeschehen haben kann.
Zur Apoptose („programmierter Zelltod“): Bedenken Sie, dass mit Gewebekul-turen durchgeführte Studien und die dabei verwendeten Mengen nicht auf den Menschen übertragbar sind, und zwar hauptsächlich deshalb, weil unser Darm kaum etwas von dem Curcumin absorbiert.
In Experimenten mit Gewebekulturen kommt es in der Tat bei einigen Zellen zu Apoptose und bei anderen wieder nicht, und warum das so unterschiedlich verläuft, ist noch ungeklärt. Insofern könnte Curcumin tatsächlich unter bestimmten Bedingungen bei einigen Zellen zur Apoptose führen, so wie es bei anderen Versuchsanordnungen der Fall war.
Wir wissen zum Beispiel, dass ein einzelnes Gen in unseren Zellen (es heißt c-Myc), das Zellwachstum erleichtert, wenn es aktiv ist. Wenn aber der Versuch unter Hungerbedingungen durchgeführt wird, kommt es stattdessen zum programmierten Zelltod. Ich würde sagen, dass der Oxidations-Level in den Zellen eine abträgliche Rolle in Bezug auf die Wirkung von Curcumin führt (diesen Satz von Prof. Shaul verstehe ich nicht, weder auf Englisch noch auf Deutsch – Schorschel). [Ich würde den betreffenden Satz so übersetzen: "Ich würde sagen, dass der Grad der Oxidation in den Zellen eine abträgliche Rolle bezüglich der Aktivitität des Curcumins spielen dürfte" – Ed]
"Thank you for your interest in our research. I am not expert in pharmacology and in medicine. However I know on p53 and how this protein accumulates or disappears. Saying that we know that curcumin under the condition we used destabilizes p53.
Curcumin is antioxidant. Antioxidants are good for preventing oxidative damage that may cause DNA breaks and mutations. Therefore my feeling is that curcumin as additive in the cooking pot should eliminate oxidation of the food during the cooking. As such it is healthy and may reduce cancer incident.
Looking at the literature curcumin is not absorbed by the gut. Over 95% being lost upon consumption. Therefore I doubt it that any oral consumption of curcumin would have any effect on our internal cells.
Regarding the apoptosis. Remember the studies done in tissue culture and the amounts used are not applicable for us. This is mainly because our guts do not absorb much of it.
Indeed in tissue culture experiments some cells undergo apoptosis and some not and the question why it is so remained open. Curcumin indeed may support apoptosis of some cells and under certain conditions. This is the case in other situations as well. For example we know that a single gene in our cells (its name is c-Myc) when is active it facilitates cell growth. But if the experiment is performed under starvation conditions the cells instead undergo apoptosis. I would say that the level of oxidation in the cells should play a detrimental role in regard to the action of curcumin.
I hope that I was able to clarify our concept.
sincerely
Yosef Shaul PhD
Department of Molecular Genetics
Weizmann Institute of Science
Rehovot 76100
ISRAEL”
Günter schrieb dazu am selben Tag:
den letzten Satz Prof. Shauls verstehe ich als eine Wiederholung des bereits vorher Gesagten - Curcumin ist antioxidativ. Weil Prof. Shaul das Gen p53 ansprach, habe ich einen für Laien geschriebenen Beitrag zur Bedeutung des p53 Gen angehängt. Vielleicht interessiert's und/oder wurde bereits schon hier im Forum angesprochen.
Im Fokus: p53 - ein Gen, das vor Krebs schützt:
Vor nicht einmal 20 Jahren hatte man kaum eine Vorstellung, auf welche Weise Krebszellen entstehen , insbesondere ihr unkontrolliertes Wachstum. Erst in neuerer Zeit klärte sich, welche molekularen Veränderungen eine normale Zelle zu einer bösartigen machen. Schuld sind vielfach Mutationen an ganz bestimmten Genen, deren Eiweiße bei der Zellvermehrung und der -regulierung eine Rolle spielen.
Eines dieser Gene ist p53.
In der normalen gesunden Zelle verhindert es die ungezügelte Teilung der Zelle. Man nennt diese Klasse von Genen auch Tumor-Suppressor-Gene (Im Gegensatz zu den Onkogenen, die den Zellteilungszyklus in normalen Zellen anregen und Krebs begünstigen).
Die Geschichte
Das Eiweiß P53 wurde 1979 unabhängig voneinander von dem schottischen Forscher David Lane und von dem Amerikaner Arnold Levine entdeckt. Wenige Jahre später fand man auch das entsprechende Gen, dachte aber, man habe es wieder mit einem der vielen bereits bekannten Onkogene zu tun.
Erst als man 10 Jahre später das wahre Gesicht von p53 erkannte, stieg das Interesse der Wissenschaftler: Man fand heraus, dass es nicht, wie man vorher glaubte eine gesunde Zelle zur Tumorzelle umwandelt, sondern im Gegenteil normale Zellen vor der Entartung bewahrt. Seither ist p53 ins Zentrum der Forschung gerückt. Es wird als Wächter des Genoms bezeichnet.
Wie wirkt p53 in der gesunden Zelle?
Der Wächter des Genoms p53 verhindert in der normalen Zelle, dass ein DNA-Schaden bei der Zellteilung an die Nachkommen weitergegeben wird:
Nur wenige p53 Moleküle befinden sich normalerweise im Zellkern.
Erst wenn zum Beispiel UV- oder Röntgenstrahlung, Chemikalien oder Tabakrauch unser Erbgut schädigen wird p53 aktiv und alamiert weitere Moleküle. Einige von ihnen binden an die DNA. Als Erstes wird die Zellteilung gestoppt. P53 leitet dann zelluläre Reparaturmechanismen ein, die den Defekt beheben. Dann erst darf sich die Zelle weiter teilen.
Bei einem zu großen Schaden schützt p53 die Körperzelle auf eine andere Art vor der Entartung. Wenn die DNA so stark geschädigt ist, dass eine Reparatur aussichtslos scheint, ordnet p53 den zellulären Selbstmord, die Apoptose, an. Eine zerstörte Zelle kann ihre Fehler nicht mehr an die Nachkommen weitergeben.
Was passiert, wenn p53 ausfällt?
Seit 1990 weiß man, dass der zelluläre Wächter p53 in nahezu 60 % aller menschlichen Tumore ausgefallen ist. Meistens passiert das, wenn das p53 Gen selbst durch eine fehlerhafte Veränderung mutiert ist. Solche Veränderungen im p53-Gen stellen damit die häufigste gemeinsame genetische Veränderung in menschlichen Tumoren dar.
Die Folge – auch das Eiweiß p53 ist verändert und kann nicht mehr wie sonst an die DNA binden und die Zellteilung stoppen, um dann Reparaturen bzw. den Selbstmord einzuleiten. Die Zelle teilt sich jetzt auch nach einem DNA-Schaden ungehemmt weiter. Auf diese Weise kann ein Tumor entstehen.
Heute weiß man, dass p53 bei mehr als 50 verschiedenen Krebsarten ausgefallen ist, so zum Beispiel bei 70 % aller Darmtumore, bei 50 % der Lungentumore und bei 40 % der Brustkrebsfälle.
Die Zukunft
Bisher ist kaum bekannt, was eigentlich Krebs auslöst.
Die Forscher hoffen jetzt anhand von p53 etwas über die Ursachen zu erfahren die in der Vergangenheit Krebs ausbrechen ließen. So ist man bereits in der Lage anhand von einzelnen Mutationen zu erkennen ob p53 etwa durch Tabakrauch oder das Schimmelpilzgift Aflatoxin ausgefallen ist. Vielleicht können in ferner Zukunft tatsächlich die "Fingerabdrücke" der schädlichen Chemikalien eine Antwort auf die Frage geben, welche Umweltgifte Krebs verursachen.
In den letzten Jahren haben die Forscher auch Fortschritte in der Diagnose gemacht: Verschiedene Tests lassen erkennen, ob p53 mutiert oder gesund ist. Das könnte in Zukunft eine große Rolle bei der Früherkennung und weiteren Krebstherapie spielen.
Das Wissen über die molekularen Feinheiten der Krebsentstehung eröffnet in Zukunft auch neue Wege in der Behandlung von Krebs:
Früher wusste man nicht, wie und warum eine Reihe von Chemotherapeutika oder Bestrahlungen bei Krebs überhaupt wirken. Durch die Forschung über p53 weiß man heute, dass Chemo- oder Strahlentherapien häufig über p53 funktionieren: sie schädigen die DNA so stark, dass p53 aktiviert wird und mit Hilfe des Selbstmordprogramms die Tumorzelle zerstört.
Mit Hilfe der Gentherapie hofft man irgendwann einmal in Zellen, in denen das p53 Gen ausgefallen ist, wieder gesundes p53 einzuschleusen: p53 soll dann die Tumorzelle zerstören.
In einem anderen Forschungsprojekt richten Wissenschaftler bestimmte Viren gegen die Tumorzellen. Sie sollen ausschließlich jene Zellen, in denen p53 fehlt attackieren und vernichten. Zellen, die gesundes p53 enthalten, sollen verschont bleiben.
Interviewpartner:
Prof. Wolfgang Deppert
Heinrich -Pette-Institut
Exp. Virologie und Immunologie, Abt. Tumorvirologie
Uni Hamburg
Prof. Gerhard Brandner
Inst. für Med. Mikrobiologie u. Hygiene Abt. Virologie
Uni Freiburg
Schorschel meldete sich am 9.5.2005 wieder:
Ich hatte Prof. Shaul noch einmal gefragt, ob Curcuma (mit oder ohne Kochen) im Körper ähnliche Bedingungen vorfindet wie bei seinen Experimenten (Sprich: Apoptose von p53 erschwert).
Er antwortet, dass er Curcumin gerne mag und es unabhängig von Gesundheitsfragen auch weiterhin verwenden wird. Er sagt dann wörtlich:
"Es gibt keinen Grund, den Verzehr von Curcumin wegen Krebes zu stoppen."
Insofern Entwarnung, auch wenn ich dann nicht verstehe, was seine ganze Veröffentlichung über Apoptose-Reduzierung bei p53 durch Curcumin überhaupt soll. Vielleicht kann mich da jemand aufklären.
Nachstehend der letzte Schriftwechsel:
Meine Mail:
Dear Mr. Shaul,
Meanwhile I learnt about the key importance of p53 with regard to cancer, and I have one more question:
If I use curcumin (a) for cooking purposes or (b) as a spice powder e.g. for my cold tomato juice, would these applications meet the conditions of your experiments? Would these applications of curcumin to your knowledge destabilize p53?
Or, to put it more directly: If you had prostate cancer, would you avoid curcumin?
Thank you very much for an answer, because - as I mentioned previously - I was diagnosed with this disease.
Kind regards


Die Antwort von Prof. Shaul:
Apparently I was not clear enough. Cooking has nothing to do with p53 stabilization. p53 stabilization experiments are done in cells that are incubated in an artificial condition. What we call tissue culture.
You do not it p53 and therefore the question of what happens to p53 during the cooking is not relevant. [In diesem Satz fehlt wohl etwas – Ed]
I personally like curcumin and use it in cooking. Obviously I will continue to do so regardless of my health condition. No reason to stop consuming curcumin because of cancer. please continue enjoying your life with the spices that you like.
Yossi
Schorschel meldete sich am 11.5.2005 noch einmal zu dem Thema, mit dem Betreff "Überraschende Mail vom Weizmann-Institut":
zu meiner Überraschung hat sich gestern ein weiterer Verfasser der Curcuma-kritischen Studie bei mir gemeldet (offensichtlich haben die meine Mail unter sich weitergeleitet, was ich sehr gut finde).
Dr. Leo Sachs schreibt im Ergebnis, dass Curcuma selbst bei ihrem eigenen Versuch (!!!) bei bestimmten Krebszellen Apoptose (den programmierten Zelltod) verursacht hat. Lediglich eine andere Fraktion von Apoptose, nämlich die durch das Gen p53 verursachte, wurde verhindert, weil Curcuma dieses Gen zerstören kann.
Was nun? Solange wir nicht wissen, ob die "verhinderte Apoptose" größer ist als die beim selben Versuch induzierte Apoptose, ist für mich das ganze Ergebnis unbrauchbar. Darüber hinaus ist für mich auch nicht nachvollziehbar, warum der negative Apoptose-Effekt veröffentlicht wird, während der im selben Versuch beobachtete positive Apoptose-Effekt unter den Tisch fällt.
Wie auch immer: Ich werde mein Curcumin weiternehmen.
Hier die Mail von Dr. Sachs:
"Our results in no way contradict the apoptosis inducing effect of curcumin on prostate cancer cells. In the normal thymocytes and leukemia cells that we used, curcumin by itself can also induce apoptosis. Our study is concerned with the interaction of curcumin and a gene called p53, which is a strong apoptosis inducer, and shows that curcumin can destroy p53 and thus inhibit the activity of this gene.
All the best
Leo Sachs"

Ralf schrieb am 16.10.2005:
Meldung von heute im "Spiegel Online" (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,379810,00.html):
"Curry könnte gegen Brustkrebs helfen
Curry ist nicht nur schmackhaft, sondern möglicherweise auch heilsam. In Experimenten mit Mäusen hat sich gezeigt, dass der gelbe Inhaltsstoff des Gewürzes bei Brustkrebs eine erstaunliche Wirkung entfaltet.
Curcumin verleiht dem Curry nicht nur seine leuchtend gelbe Farbe. Die Substanz kann bei Brustkrebs die Bildung und Ausbreitung von Metastasen hemmen, wie Wissenschaftler der University of Texas in Houston jetzt in Experimenten mit Mäusen herausgefunden haben.
Bharat Aggarwal und seine Kollegen behandelten in ihrer Studie krebskranke Mäuse entweder mit Curcumin, dem gängigen Brustkrebs-Medikament Paclitaxel oder einer Kombination beider Substanzen. Ein Teil der insgesamt 60 Mäuse blieb unbehandelt und diente als Kontrollgruppe.
Nach der Entfernung des Brusttumors entwickelten fast alle unbehandelten Mäuse Metastasen in der Lunge. Etwas geringer war die Zahl der Metastasen bei den mit Paclitaxel behandelten Nagern. Bei der dritten Gruppe erlebten die Wissenschaftler eine Überraschung: Die Zahl der Metastasen bei den Mäusen, die Curcumin oder der Kombination beider Wirkstoffe bekommen hatten, lag "signifikant niedriger", schreiben die Forscher im Fachmagazin "Clinical Cancer Research" (Nr. 11, Bd. 20).
Der Grund für den erstaunlichen Effekt könne sein, dass Curcumin die Wirkung eines Proteins unterdrückt, das bei der Bildung und Ausbreitung von Metastasen eine Schlüsselrolle spielt. Damit sei die Substanz besonders als Ergänzung der Brustkrebstherapie mit Paclitaxel geeignet, erklären Aggarwal und seine Kollegen. Denn das Chemotherapeutikum könne bei längerer Anwendung die Entstehung von Metastasen sogar beschleunigen. Mit Curcumin könne diese unerwünschte Nebenwirkung vermieden und die Effizienz der Chemotherapie gesteigert werden.
Nach den vielversprechenden Ergebnissen hoffen die Forscher, in den nächsten Jahren mit klinischen Studien an Patienten beginnen zu können. Bereits vor einigen Monaten hatten Wissenschaftler in einer Studie die positive Wirkung von Curcumin bei der Behandlung von Hautkrebs nachgewiesen. Auch in der Vorbeugung von Alzheimer wurden mit dem gelben Wirkstoff bereits gute Erfolge erzielt."
Leider wird nicht gesagt, wie (oral oder intravenös) und in welcher Dosierung das Curcumin verabreicht wurde. Die Meldung ist aber ein weiterer Hinweis darauf, dass Curcumin eine signifikante biologiische Wirksamkeit bei Tumoren hat.
Andreas schrieb dazu am selben Tag:
Curcuma hat offenbar zwei Gesichter. Einerseits berhindert es dem von Dir zitierten Artikel zufolge bei Brustkrebs im Mäusemodell offenbar die Ausbreitung von Metastasen, andererseits behindert es in vitro die Apoptose bei Chemotherapie:
http://cancerres.aacrjournals.org/cgi/content/full/62/13/3868
Titel des Artikels:
Diätetisch verabreichtes Curcumin verhindert Chemotherapie-induzierte Apoptose in Modellen von menschlichem Brustkrebs
Ein weiterer Artikel beschreibt, dass Curcumin in vitro verschiedene Prostatakrebs-Zellinien bei der Ausbreitung von Knochenmetastasen behindern könnte:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=15129424
Ich nehme jedenfalls so lange kein Curcuma mehr ein, bis eindeutigere Untersuchungen am Menschen vorliegen.

HWLPORTA schrieb am 7.5.2011 unter dem Betreff "Neues Curcumin-Präparat":
Leser aus der Gründerzeit des Prostatakrebs-Forums werden sich noch an Diskussionen aus den Jahren 2001 über die Wirksamkeit von Lycopin und Curcuma zur Hemmung des PCa-Wachstums erinnern.(Thema: WiKuTo : Wil – Kurkuma – Tomatensaft, ein Kombinationsgetränk, erfunden vom Forumsgründer Wil de Jongh) [hier irrt HWLPORTA; Wil de Jongh (gestorben am 31. März 2004) hat kein deutsches Forum gegründet – Ed]. Diese Diskussionen wurden in den vergangenen Jahren mit immer neuen Informationen ergänzt.
So ist nach anfänglichen Zweifeln die Wirksamkeit von Lycopin zur Hemmung des PK allgemein anerkannt, besonders seit man weiß, dass die krebshemmende Wirkung des Lycopin offenbar durch eine Dehydratisierung von Tomaten entsteht, speziell aus einem in der Tomatenhaut vorkommenden Wirkstoff. Denn aus Tomatenpulver mit hohem Lycopin-Anteil, mit wenig Wasser versetzt, bildet sich ein Ketosamin (d-Fruktose-l-Histidin = FruHis), das in Tierversuchen eine wachstumshemmende Wirkung auf das PCa hat..
Auch die Forschungen zum Thema Curcuma sind in der letzten Dekade wesentlich vorangekommen. So zählt die farbgebende Komponente in der Gelbwurz, das Curcumin (Dieferulylmethan) heute zu den am besten untersuchten Naturprodukten mit über 3000 präklinische Studien mit vielfältigen Wirkungen z.B. bei Entzündungen oder Leber- oder Magen-Darmproblemen. Der Wirkstoff Curcumin hat, und das ist schon lange bekannt, ein antikanzerogenes Potential und damit auch eine Wirkung bei Prostatakrebs und bei Brustkrebs. Denn es wird eine Apoptose der PCa-Zelle eingeleitet, speziell bei metastasierenden Zellen. Nach einer Studie aus dem Jahr 2003 wirkt Curcumin dem PCa-Wachstum aber in allen Entwicklungsstufen entgegen.
Eine der bisherigen Schwierigkeiten bei der Verwendung von herkömmlichem Curcumin zur PCa-Behandlung war, dass nur ein kleiner Teil der jeweils eingenommenen Menge im Organismus wirksam wurde, weil die Bioverfügbarkeit völlig ungenügend war. Dies wurde vor Jahren durch Zugabe von schwarzem Pfeffer zum Wikuto-Getränk zu verbessern versucht. Das Gewürz sollte die Durchblutung der Zellwände und damit eine bessere Wirkstoffaufnahme ermöglichen. Hier haben die Forschungsergebnisse einen interessanten Weg gezeigt: denn durch Bildung eines sog. Curcumin-Phospholipid-Komplexes wird die Bioverfügbarkeit, das bedeutet die wachstumshemmende Wirkung von Curcumin um das 29-fache erhöht. So wird der Vermehrung (Proliferation) der Krebszellen entgegengewirkt und eine Reihe weiterer positiv wirkender Vorgänge im PCa-Umfeld eingeleitet. Curcumin hemmt auch in aggressiven Krebszellen das Enzym Glyoxalase-1, das seinerseits linksdrehende Milchsäure herstellt und dadurch die Milchsäure-Produktion von Krebszellen senkt.
Besonders empfehlenswert ist die Einnahme des Curcumin-Phospholipid-Komplexes in Kombination mit dem Anti-Krebs-Wirkstoff Vitamin K2 (Menaquinon) und den Knochen stärkenden Vitaminen K1 und D3 bei einer Hormonentzugstherapie, weil unter Hormonentzug das Risiko von Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich ansteigt. Eine Forschergruppe vom Deutschen Krebsforschungzentrum Heidelberg hatte 2008 in einer Studie gezeigt, dass das PCa-Risiko in der Gruppe der Probanden mit dem höchsten Vitamin K2-Gehalt (nicht aber K1) 35% niedriger war als in der Gruppe mit dem niedrigsten Vitamin K2. Beim fortgeschrittenen PCa war das Risiko sogar 63% niedriger.
Eine Osteoporose-Therapie mit Vitamin D wird durch Vitamin K2 unterstützt. Das Vitamin K2 selbst wurde in verschiedenen klinischen Studien auf seine Wirksamkeit in der Osteoporose-Prophylaxe und -therapie getestet: Vitamin K2 wirkt zusammen mit Vitamin D und Biophosphonat in Synergie.
Die gleichzeitige Einnahme von Curcumin-Phospholipid-Komplex, Vitamin K2, Vitamin K1 und Vitamin D3 ist somit nach den Unterlagen sowohl ein wirksames Mittel zur Hemmung des PCa-Zellwachstum als auch des Knochenabbaues im Knochenmark sowie zur antientzündlichen Wirkung, etwa bei Arthrose und Arthritits. Alle vier Stoffe haben vielseitige positive Wirkungen auf Herz und Gefäße.
Ich selbst nehme seit 2 Monaten zum Frühstück das neue Präparat „Menacur“ (2 Kapseln), gemeinsam mit drei Teelöffeln einer Paste aus Tomatenpulver, Wasser und Olivenöl (d.h. FruHis, siehe oben), dazu eine Stunde später vier Kapseln GranaProstan. Alle Mittel bilden eine Synergie gegen das PCa-Wachstum, bisher mit Erfolg, wie die konstanten PSA-Werte zeigen.
Lieferquelle auf Anfrage.

Hans-J. stellte am 28.10.2012 den folgenden Text ein:
Curcuma-Studie, Zusammenfassung
Breite antikarzinogene Wirkung
Schon seit einigen Jahrzehnten wird Curcumin, der gelbe Farbstoff der Kurkuma (Curcuma longa), im Zusammenhang mit antioxidativen, entzündungshemmenden, antimutagenen und antikarzinogenen Effekten untersucht. Viele In-vitro- und In-vivo-Studien weisen auf einen krebshemmenden Effekt bei Krebszellen des Darmes, des Zwölffingerdarms, des Magens, der Leber, der Bauchspeicheldrüse, der Lunge, der Prostata, der Brust, des Blutes und der Haut hin[1,2,3].
Das Besondere bei Curcumin ist, dass es selektiv gegen Krebszellen wirkt, deshalb für gesunde Körperzellen nicht toxisch ist und weder das Immunsystem noch das Knochenmark beeinträchtigt [4]. Außerdem macht Curcumin Krebszellen empfänglicher für Chemo- und Strahlentherapie (Onkolytika) und kann resistent gewordene Krebszellkulturen wieder für solche Therapien zugänglich machen.
Die viel versprechenden Eigenschaften von Curcumin rechtfertigen mehr klinische Untersuchungen nach der Rolle, die es für eine effektivere und besserverträgliche Standard-Krebstherapie spielen könnte.
Neben Curcumin haben auch die anderen Curcuminoiden aus Kurkuma( Desmethoxycurcumin und Bidesmethoxycurcumin) und ar-Turmeron (der Hauptbestandteil des flüchtigen Öls) entzündungs- und tumorhemmende Eigenschaften [5-10]. Auch der Metabolit Tetrahydrocurcumin und andere Metaboliten tragen zu den krebshemmenden Eigenschaften von Curcumin bei.
Die schlechte biologische Verfügbarkeit von Curcumin, die nur eine geringe Aufnahme im Körper zulässt, könnte die optimale Wirksamkeit in der Praxis behindern. Curcumin wird beim Menschen fast vollständig in der Darmwand und der Leber metabolisiert und wird kaum als Ganzes aufgenommen. Nur bei sehr hohen Dosierungen (ab ca. 3,6 Gramm) ist Curcuminim im Blut nachweisbar [13,14].
Der klinische Effekt könnte möglicherweise durch Zugabe von ar-Turmeron aus dem flüchtigen Öl der Kurkuma verbessert werden. Ar-Turmeron könnte den Abbau von Curcumin hemmen und die biologische Verfügbarkeit sowie die Verweildauer im Körper erheblich erhöhen.
CURCUMIN: MULTI-TARGET-HEMMUNG DER KARZINOGENESE
Von Curcumin ist bekannt, dass es in vitro einen tumorhemmenden Effekt in allen drei Stadien der Karzinogenese hat [1]: Initiation, Promotion und Progression. Curcumin hemmt über verschiedene Angriffspunkte die Entstehung und Weitergabe von innerzellulären Signalen, die Krebsbildung auslösen. Diese Signalwege werden durch chronische Entzündungsprozesse gebildet und durch entartete Zellen weiter aufrecht erhalten.
Aktuell haben Wissenschaftler festgestellt, dass ein Großteil der Curcuminwirkung auf die Aktivierungshemmung von NF-kB zurückzuführen ist. Dies ist eine wichtige Eigenschaft, da NF-kB in Krebszellen permanent aktiviert ist und die Tumorbildung anregt.
Eine Hemmung des NF-kB ermöglicht es (wieder), dass Krebszellen sterben, während gesunde Zellen unberührt bleiben.
CURCUMIN: ANFANGS- BIS FORTGESCHRITTENES STADIUM
Krebsstadium und Entzündungsprozesse könnten fortwährend, in allen drei Stadiender Karzinogenese, eine wichtige Rolle spielen.
In der Initiationsphase sind Entzündungsprozesse mitverantwortlich für unwiderruflichen Schaden an der Zelle.
In der Promotionsphase sind Entzündungsprozesse bei der Verhinderung von Apoptose und bei der Erzeugung von Signalen (Cytokinen) beteiligt, die Proliferation anregen.
In der Progressionsphase sind Faktoren von Bedeutung, die die Invasion und die Metastase von Krebszellen fördern.
Up-Regulation (Erhöhung) von NF-kB nimmt eine Schlüsselrolle im gesamten karzinogenen Prozess ein. NF-kB ist ein Botenstoff bei Entzündungsprozessen, karzinogener Progression und Metastasen (siehe Bild 2 und 3) und wird in allen Krebsstadien verstärkt gebildet [1].
Außerdem entwickeln Krebszellen unter Einfluss von NF-kB Resistenz gegen Onkolytika und Bestrahlung [1].
INITIATION
Curcumin kann die Transformation normaler Zellen (Initiationsphase) durch Hemmung von Entzündungsreaktionen und/oder unter Einfluss (Induktion) von Phase-II-Enzymen in der Leber verhindern. Als Antioxidant vermindert Curcumin Zellschädigung durch oxidativen Stress, verursacht entweder durch karzinogene Stoffe aus Nahrung oder Umwelt oder durch aktivierte Immunzellen, die beim Entzündungsprozess beteiligt sind. Curcumin hemmt die Entstehung von Entzündungsbotenstoffen – Prostaglandinen und Leukotrienen – durch Hemmung der Enzyme Cyclo-Oxygenase-2 und Lipoxygenase. Dies geschieht unter anderem unter Einfluss der Hemmung von NF-kB [1]. Weiterhin fördert Curcumin die Ausscheidung von karzinogenen Stoffen durch Induktion von Phase-II-metaboliserenden Enzymen in der Leber (Glutathion, S-Transferase, Glutathionreduktase) [1].
PROLIFERATION UND PROGRESSION
Im Proliferations- und Progressionsstadium kann Curcumin die Überlebensstrategien von Krebszellen blockieren. Krebszellen entziehen sich den Kontrollmechanismen, die den Teilungszyklus der Zelle kontrollieren und die den programmierten Zelltod (Apoptose) bei irreparabler Schädigung einleiten müssen.
Curcumin hemmt das Tumorwachstum, indem die unkontrollierte Zellteilung gestoppt und die Apoptose wieder ermöglicht wird. Es hemmt die Metastasenbildung durch Verhinderung der Angiogenese (Neubildung von Blutgefässen) und der invasiven Fähigkeit der Krebszellen [1, 3, 18-25]. Dies geschieht zum Teil durch Hemmung von NF-kB.
Bei Mäusen, denen menschliche Prostatakrebszellen implantiert wurden (PC-3-Zellen), verringerte die orale Gabe von Curcumin das Tumorwachstum und machte die Krebszellen empfänglicher für Chemo- und Bestrahlungstherapie [22].
CURCUMIN UND CHEMOTHERAPIE
Es gibt bis jetzt keine Hinweise, dass Curcumin die Wirkung von Chemo- oder Radiotherapie herabsetzt. Viele in-vitro- und einige in-vivo-Studien zeigen gerade das Gegenteil. Curcumin kann den Effekt von Onkolytika verstärken und sogar Resistenz aufheben [26-28]. Deshalb wäre es zu empfehlen, die Bedeutungvon Curcumin als Ergänzung zur Standard-Krebstherapie noch mehr klinisch zu untersuchen.
Viele Krebszelltypen entwickeln Resistenz gegen Onkolytika. Zum Teil spielt NF-kB hierbei eine Rolle. Die meisten Onkolytika aktivieren NF-kB und fördern damit Überleben, Proliferation, Invasion und Metastasen von Krebszellen [23, 24,31].
Onkolytika erzeugen außerdem eine Überproduktion von Arzneipumpen in Krebszellen. Arzneipumpen sind Transportproteine an Zellmembranen, die Onkolytika oder andere schädliche Stoffe aus der Zelle „pumpen“. Dadurch verringert sich die Effektivität des Onkolytikums.
In vitro kann Curcumin sehr wohl bei Krebszellen wirken, die nicht mehr auf Onkolytika reagieren [32]. Auch macht Curcumin (in-vitro) verschiedene resistente Krebszelllinien wieder empfänglich für Onkolytika. Resistenzverminderung für eine große Anzahl Onkolytika wurde für Krebszelllinien von Magen, Nieren, Lunge (nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom), Brust, Gebärmutter, Blut und Haut (Melanom) dokumentiert [5,11, 22,32-37]. Hemmung der Arzneimittelpumpen und Induktion von Apoptose sind dafür verantwortlich.
Dieser Effekt ist für alle drei Curcuminoiden und für den MetabolitenTetrahydrocurcumin gezeigt [5,11].
SCHUTZ VON IMMUNZELLEN
Krebs bedeutet eine Störung des Immunsystems. Darüber hinaus verursachen Onkolytika oft sehr ernsthafte Immunschwächen. Über Mechanismen, die durch oxidativen Stress in Gang gesetzt werden, induzieren Krebszellen den Zelltod von Lymphozyten und Atrophie des Thymus [4].
Curcumin hebt durch Krebs verursachte Immunschwäche auf [4,38,39]. In Experimenten mit Tumor-tragenden Mäusen konnte die Gabe von Curcumin Lymphozyten im Thymus und der Milz und Vorläuferzellen im Knochenmark vor dem Zelltod schützen [4,38,39]. Dabei gelangte die Anzahl Lymphozyten wieder aufeinen normalen Stand [39]. In vitro wurde gezeigt, dass Curcumin Lymphozyten auch vor Strahlenschäden schützt [40].
Curcumin könnte möglicherweise auch in der Krebsnachbehandlung eine Rolle spielen. Oxidativer Stress und Immunschwäche können noch lange nach einer Chemotherapie oder Bestrahlung anhalten. Die antioxidative und immunzellenregenerierende Wirkung von Curcumin könnte zur Lebensqualität beitragen und einen Rückfall vermeiden.
BIOLOGISCHE VERFÜGBARKEIT VONCURCUMIN
Curcumin wird nahezu vollständig in Darmwand und Leber umgewandelt und wird kaum als solches systemisch aufgenommen. Nur bei sehr hohen Dosierungen (ab ca. 3,6 Gramm) ist Curcumin im Blut nachweisbar. Beifügung von ar-Turmeron könnte die biologische Verfügbarkeit und Verweilzeit von Curcumin deutlich erhöhen.
Anwendungsempfehlung:
Bis zu 8 g/d ohne zellschädigende Wirkung scheint nachgewiesen. 5 g ist ein voller Kaffeelöffel.
Synergieeffekte und verbesserte Aufnahme durch gleichzeitige Ölzufuhr – Lein, Oliven, Omega besser noch in Verbindung mit grünem Tee. Trinken Sie grünen Tee zusammen mit einer mit Kurkuma und schwarzem Pfeffer gewürzten Mahlzeit, um eine doppelte Schutzwirkung gegen Krebs zu erzielen: „Von EGCG und Curcumin wurde beobachtet, dass sie durch unterschiedliche Mechanismen das Wachstum hemmen, worauf ihre demonstrierbaren interaktiven synergistischen Wirkungen zurückgeführt werden könnten.“
http://emedicinelive.com/medical-news/6-oncology/495-curcumin-found-in-turmeric-is-affective-against-prostate-cancer
http://www.sciencenewsline.com/articles/2012101217540007.html&usg=ALkJrhgDGux35kA8bG-7dGU9vK5xgmoISQ
http://www.biokrebs.de/therapien/faq/article/122-prostatakrebs/328-curcumin-gelbwurz-und-prostatakrebs
[Mit einigen editoriellen Korrekturen und Ergänzungen durch Ed]
Muggelino schrieb am 17.11.2016:
Nach einem Artikel auf n-tv.de: http://www.n-tv.de/wissen/Kurkumin-wirkt-direkt-entzuendungshemmend-article19111491.html über Kurkuma habe ich mich an die Uni Saarland, Frau Dr. Hoppstädter, gewendet mit folgender Frage:
Sie behaupten: „Solche Konzentrationen an Kurkumin kann man durch Verzehr nicht erreichen“, klärt Jessica Hoppstädter auf. In unsere Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe steht Kurkuma als NEM hoch im Kurs. Wir mischen es mit Pfeffer und Öl zur besseren Bioverfügbarkeit.
Meinen Sie, dass das nutzlos sei? Welche Menge an Kurkuma müsste man Ihrer Meinung nach verzehren, um eine entzündungshemmende Wirkung zu erzielen?
Innerhalb von nicht mal 3 Stunden erhielt ich diese Antwort:
Mit Curcuma-Pulver, wie man es im Gewürzregal findet, ist es tatsächlich nicht möglich, wirksame Blutspiegel an Curcumin zu erreichen. Curcuma-Pulver enthält nur wenige Prozent des Wirkstoffs Curcumin; wenn man von 2% ausgeht und man eine Dosis von 4 g Curcumin pro Tag veranschlagt, die man braucht, um eine Wirkung zu erzielen, wären das 200 g Curcuma-Pulver - das ist schwer machbar. Mit einem Extrakt, der Curcumin zu über 90% enthält, funktioniert das im Prinzip schon.
Was Öl und Pfeffer angeht: Öl ist schon mal gut, um Curcumin erst einmal zu lösen. Bei Pfeffer sorgt dessen Inhaltsstoff Piperin tatsächlich dafür, dass Curcumin besser verfügbar wird. Allerdings ist es hier ähnlich wie oben geschildert: Pfeffer enthält ca. 1% Piperin. Um Curcumin besser verfügbar zu machen, braucht man ca. 20 mg Piperin; die sind in 2 g Pfeffer enthalten, was ja auch schon eine Menge ist. Auch hier lassen sich Extrakte einsetzen, bei denen Piperin angereichert ist.
Es gibt einige Fertigpräparate, die beide Extrakte enthalten – allerdings muss ich darauf hinweisen, dass gerade in Online-Shops viele falsch deklarierte Produkte verkauft werden. Bei Bezug über eine Apotheke kann man zumindest davon ausgehen, dass auch wirklich drin ist, was drauf steht.
Obwohl Piperin die Verfügbarkeit erhöht, ist sie dann trotzdem noch nicht sehr hoch - das heißt, man muss ständig sehr viele Kapseln schlucken. Es gibt mittlerweile einige andere Formulierungen, die besser geeignet sind, um Wirkspiegel zu erreichen. Diese benutzen z.B. Liposomen als Trägerstoffe, was sie recht effizient macht. In Deutschland gibt es nur wenige solche Präparate, die bisher z.B. bei Morbus Crohn als Entzündungshemmer eingesetzt werden. Der Apotheker ihres Vertrauens kann Sie dazu sicher beraten. Auch hier muss ich vor dubiosen Internet-Anbietern warnen: wo Liposomen drauf steht, ist mitunter nur gewöhnliches Curcuma-Pulver drin, das dann gar nichts bringt.
Ein letzter Hinweis: Falls Sie eine begleitende Behandlung mit Curcumin erwägen, sollten Sie das unbedingt ihrem behandelnden Arzt mitteilen. Curcumin ist zwar nach heutigem Stand frei von Nebenwirkungen, kann aber unter Umständen mit Medikamenten wechselwirken. Das sollte man dringend abklären, bevor man sich für Curcumin entscheidet.
Sollten Sie dazu noch fragen haben, können Sie sich natürlich gerne wieder melden.
Viele Grüße,
Jessica Hoppstädter
Ein toller Service!
Und ich werd nun nicht mehr kiloweise Kurkuma kaufen, sondern auf Extrakt umstellen…
Harald_1933 empfahl am selben Tag:
bitte lies auch - hier - noch ein wenig.
Worauf Muggelino antwortete:
Danke Harald, das hatte ich noch nicht entdeckt.
Bei meiner Internetrecherche habe ich ein Produkt Acurmin Plus gefunden, das eine noch bessere Verfügbarkeit verspricht. Nochmal die Frau Dr. H. darauf angesprochen, kam diese Antwort:
Ja, genau so eine Formulierung meinte ich. Die gibt es auch noch von anderen Firmen - von Dr. Loges ist mir ein Präparat geläufig, aber das hier ist das gleiche. Und mit zwei Kapseln ist man durch - klingt schon besser als 200 g Kurkuma-Pulver mit 2 g Pfeffer pro Tag. In dem von Ihnen vorgeschlagenen Präparat Acurmin ist noch Vitamin D3 enthalten. Da Vitamin-D3-Mangel bei Prostatakrebs von Nachteil ist, kann das auch nicht schaden. Also: sollte passen!
naturfan schrieb am 21.5.2017:
Ich bin auch ein Betroffener und habe einige Komplementärmaßnahmen ausprobiert, bevor ich eine Biopsie hab machen lassen - unter anderem mit der Graviola (Stachelannone), Goji Beere, Granatapfelextrakt und auch Kurkuma (basierend auf den Infos von http://www.kurkuma-wirkung.de/krebs/). Kurkuma habe ich erst spät genutzt nachdem anfangs kaum etwas in Richtung geringerem PSA passiert ist. Seit ich Kurkuma nehme, hat der PSA endlich angeschlagen.
Ich hatte Drei-Monats-Rhythmen, in denen ich beim Arzt vorstellig war. Ich habe meinen PSA damit innerhalb eines Jahres von 4,2 auf 2,3 können und die Gewebeprobe habe ich erfolgreich dadurch verhindern können! Mit einem PSA von 1,9 bin ich nun im Auge meines Arztes nicht mehr gefährdet. Ich kann kaum glauben, dass das funktioniert hat. Ich kann natürlich nur vermuten, dass es durch die Beigabe von Kurkuma nun funktioniert hat, vielleicht brauchte mein Körper aber auch einfach ein paar Monate, bevor der Cocktail an Pulvern und Extrakten Wirkungen gezeigt hat. Vieleicht aber auch nicht. In jedem Fall kann ich Kurkumapulver nur empfehlen!