Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Nahrungsergänzungen
– Strontium
- [Hier
geht es nicht
um das radioaktive Strontium-90-Isotop,
das zur Behandlung von Knochenschmerzen durch Knochenmetastasen
verwendet wird, sondern um mineralisches, nicht-strahlendes
Strontium, das eine überraschende Wirksamkeit gegen
Knochenmetastasen aufzuweisen scheint. –
Ed]
- Rudolf schrieb am
26.10.2007:
-
Aus einer
mail von Marco stammt dieser Beitrag - ich habe ihn gefragt, ob ich
das ins Forum stellen darf, ich
darf:
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Hallo Mitstreiter, -
Strontium
als Ergänzung zu Kalzium ist ein fantastisch guter
Knochenschutz, war seit Jahrzehnten bekannt und ist in der etwas
überhitzten Debatte um das radioaktive Strontium90 aus den
Atombombenversuchen in der Versenkung verschwunden bis eine Firma
eine bis dato nie gekannte Strontiumverbindung patentierte und
testen ließ und natürlich positive Resultate erhielt (die
es mit jeder anderen Strontiumverbindung auch gibt, denn die
Magensäure knackt diese Verbindungen sowieso).
-
Die beste
Zusammenfassung, die ich gefunden habe, im Anhang.
-
Für
mich unklar: wenn die Niere nur begrenzt Kalzium verträgt - aus
der Löslichkeitsgrenze wegen der Notwendigkeit der
Sedimentvermeidung und auch aus anderen Gründen, dann gibt es
auch für Strontium sicher ähnliche Grenzen.
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Da die
genommenen Mengen (typisch 250 mg/d) erheblich sind und Mengen
bis über 1 g/d erwähnt wurden, wäre ich
zumindest überwachend vorsichtig.
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Ich werde
mir - wie bei den anderen Nahrungsergänzungen Selen und Bor –
auch Strontium als "Chemikalie" besorgen, das Karbonat
kostet etwa 60 €/kg, dieses mit Zitronensäure mischen
zwecks Löslichkeit.
-
Ob, wie
unten behauptet, dadurch sowohl bei Osteoporose als auch bei
Knochenmetastasen als auch bei Karies als auch bei Arthritis
wundersam positive Ergebnisse erzielbar sind, würde ich erstmal
bezweifeln, aber die nachgewiesene Unbedenklichkeit bringt mich
dazu, dies in meine Nahrungsergänzung mit aufzunehmen (auch
wenn ich keine akuten Befunde in diesen Richtungen habe).
-
Der Umstand,
dass ausreichend Strontium auch die Remineralisation mit Kalzium
fördert, ist ein extrem wichtiger weiterer Befund.
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Den von
Marco angesprochenen Anhang kann man unter diesem
Link aufrufen.
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Werner hatte
in dem Bondronat-Diskussionsfaden von Klaus A. auf das
Strontiumranelat hingewiesen - eben die Verbindung, die von einer
französichen Pharma-Firma in den 90ern in die Welt gesetzt
wurde, und auf die sich der Marco-Anhangs-Artikel bezieht.
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Aber in dem
Anhang ist ein Abschnitt über "Strontium and Metastatic
Bone Cancer", den wir uns genauer ansehen sollten.
-
Dr. Skoryna
(1981) also tested the effect of strontium in patients with breast
or prostate cancer that had spread to the bones [6].
Metastatic bone cancer is usually a tragic condition with a poor
prognosis, in which the cancer cells are multiplying out of control
and gradually eat away the bone tissue. In addition to causing
severe pain, metastatic bone cancer can make bones so weak that they
break after only minimal trauma, or simply collapse under the body’s
weight. Deforming and disabling fractures may culminate in loss of
mobility and intolerable pain. Metastatic cancer is difficult to
treat and usually becomes progressively worse, although successful
treatment of the cancer will occasionally cause the bone lesions to
regress.
-
Notwithstanding
this rather dim prognosis, Dr. Skoryna administered strontium (in
the form of strontium gluconate) for at least three months. The
dosage of strontium was only 274 mg/day – much lower than
the 600 to 700 mg/day he used in his osteoporosis study.
However, since strontium gluconate is absorbed more efficiently than
strontium carbonate, less strontium was needed to achieve the same
blood level. In many cases, the results were clear-cut and dramatic.
X-rays taken before and after strontium therapy demonstrated new
mineral deposits in areas of bone that had been eroded by the
cancer. In one patient, a vertebra that appeared to be on the verge
of collapse showed extensive remineralization. Although much of this
newly deposited mineral was no doubt made up of calcium crystals,
the presence of strontium was clearly evident by its characteristic
appearance on the X-rays. These strontium deposits were still
visible on X-rays taken several months after strontium therapy had
been discontinued. Many of the cancer patients reported subjective
improvements and gained weight while receiving strontium.
-
Am
4.11.2007 fügte Rudolf hinzu:
-
Jürgen
S. hat einen wirklich guten Artikel zum Strontium gefunden, hier.
- Berntt
schrieb am 15.6.2008:
-
Tallberg
hat offenbar ein Patent auf Strontiummischung angemeldet. Gemäß
der Patenschrift scheint Strontium auch einen direkten Einfluss auf
den Hormonstatus zu besitzen. Wenn ich den Artikel richtig verstehe,
tritt ein positiver Tumoreffekt schon bei einer Dosierung von nur
7 mg auf: http://www.freepatentsonline.com/EP1523985.html.
-
The results
obtained in connection with the present invention clearly show that
a daily intake of strontium chloride leads to a significant increase
in the serum prolactin (PRL) level. When healthy individuals were
given 7 mg strontium chloride per day, the PRL level increased
within two weeks 50-80% from a normal base value. Simultaneously,
the serum dihydroepiandrosteron sulphate (DHEAS) level decreased,
although the serum dihydroepiandrosteron (DHEA) level can show an
increase in value in the same individual (table 1). The follicle
stimulating hormone (FSH) level can increase or remain on a level
exceeding normal levels. For patients diagnosed with prostate
cancer, the PSA and DHEAS levels have been shown to decrease, while
the FSH level increases, as shown in example 2.
- Rudolf
schrieb am 29.10.2008:
-
Wir
haben angefangen, uns das Strontium selbst zu machen und dann zu
nehmen, die Rezeptur ist hier
abgelegt.
-
Vielen Dank
für hilfreiche Unterstützung von insbesondere zwei
Forums-Männern, dass das jetzt so weit vorangetrieben werden
konnte!
-
Ich sprach
heute mit einer auch onkologisch tätigen Gynäkologin, die
meinte, ja, Strontium gegen Knochenmetastasen, das könnte
gehen. Schließlich helfe Strontium gegen Osteoporose besser
als Bisphosphonate, warum soll es da nicht auch bei
Knochenmetastasen helfen.
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Die
Aufmerksamkeit auf Strontium gg. Knochenmets wurde durch den Vortrag
von Dr.Tallberg geweckt: "Strontium is extremely important,
because it seems to eradicate bone metastasis in prostate cancer
patients." (Dr.Tallberg, Vortrag Freudenstadt, Sept.2006).
- Am
18.5.2009 schrieb wernerp:
-
Neben der
evidenzbasierten Medizin muss ich mit mehr
empirischbasiertenTherapien gegen meinen relativ aggressiven
Mitbewohner vorgehen. Nachdem die Hyperthermie ein Fehlschlag für
mich war, ist auch die zweite Chemotherapie mit Taxotere in
Verbindung mit Estramustin mit nur geringem Benefit gelaufen.
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Zwischenzeitlich
versuchte ich es mit Strontium. Das selbsthergestellte
Strontiumcarbonat könnte man in Essig öder Milchsäure
lösen, ich aber löse täglich 500 mg in Kombucha,
einem Teepilz-Getränk. Von Kombucha habe ich hier berichtet.
Begonnen habe ich mit der Applikation nach dem Staging am 3.4.2009.
Bisphosphonat in Form von Zometa nehme ich weiter.
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Dr. Skoryna
2. findet, dass Strontimgluconat am besten resorbiert wird und diese
Säure ist im Gemisch mit Milch- und anderen Säuren in
Kombucha enthalten. Er hat die Dosierung von 274mg/d Strontium
vorgeschlagen, was umgerechnet ca. 500mg Carbonat entspricht.
-
Diskussion:
Meinem klinischen Urologen habe ich gelegentlich die Absicht zur
Strontiumtherapie mitgeteilt und keinen Einwand vernommen, nur: “Ist
klar – Sie als Chemiker – später machen wir mal mit
Strontium 90 weiter oder mit Samarium“.
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Christinew
schrieb mir, ein Arzt hätte von der Strontium-Therapie
abgeraten mit den Worten: Und dabei dürfte man auf keinen Fall
Strontium gleichzeitig geben, weil dann das Knochenmark zu sehr
angegriffen würde. Ich denke, da liegt ein Missverständnis
vor [mit dem radioaktiven Strontium 90 –
Ed].
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Der
menschliche Körper unterscheidet kaum zwischen Calcium und
Strontium, und es wird je nach den örtlichen Verhältnisse
im Körper eingebaut. Ja, das Vorkommen dieser Mineralien wird
in der Archäologie benutzt, um durch Strontiumisotopenanalyse
in Zahn- und Knochenfunden die lokalen Zuordnungen von Funden bzw.
Wanderungsbewegungen zu erkennen.
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Strontiumcarbonat
wurde früher in der Zuckerindustrie tonnenweise zur
Ausbeutesteigerung angewandt. Mir wurde von Anfang an die tägliche
Zufuhr von 1000 mg Calcium angeraten, um der Osteoporose
während der Hormonblockade vorzubeugen. Wenn dadurch das
Wachstum der Osteoblasten beschleunigt würde, wäre das ein
ärztlicher Kunstfehler gewesen.
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Dr. Skoryna
hat allgemein die Zufuhr von Strontium bei PCa, aber auch bei
Osteoporose, Caries und Arthritis empfohlen. Es wird eine Dauer von
drei Monaten zur Therapie angeraten.
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Ich hingegen
bin bei sechs Wochen und habe lediglich eine Verlängerung
meiner PSAVZ von sonst 30 Tagen (in therapiefreien Zeiträumen)
auf 100 Tage konstatiert.
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Zum Preis.
Hier
bekommt man Strontiumacetat 40 mg rezeptfrei
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Versandeinheit
60 Kaps. Preis 31,80 €. Meine Selbstkosten für ein
Gramm Strontium betragen ca. 1,50 Euro.