Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Nahrungsergänzungen
– ProstaSol®
- Margret
fragte am 7.12.2000:
-
Wer
hat Erfahrung mit dem Mittel PROSTASOL? Ein Bekannter aus meinem
Freundeskreis probiert es gerade aus.
-
Uwe antwortete am
8.12.2002:
-
Prostasol
ist ein Nachfolgeprodukt des verbotenen PC-SPES, das die Händler
nach PC-SPES aus dem Hut gezaubert haben. Schon bei PC-Spes war
dessen Wirkung umstritten. An vielen PKGs, die ich gesehen hatte,
habe ich den Verdacht gehabt, das PC-Spes nur das PSA unterdrückt.
Bei Prostasol könnte das das gleiche sein, es gibt es erst seit
einem halben Jahr, es ist also vollkommen neu. Natürlich würde
ich gerne PKGs sehen mit Prostasol, aber noch lieber, wie das PSA
reagiert, wenn Prostasol abgesetzt wird. Wenn man Prostasol
anwendet, sollte man die PK-Marker
messen.
- Walter
schrieb am 27.12.2002 unter dem Betreff „Prostasol und
Alternativen“:
-
Ich bekam von Uwe
dankenswerterweise eine Probe von Prostasol und etwa gleichzeitig
folgende Alternativpräparate von ganz ähnlicher
Zusammensetzung:
-
Multiplasan H33,
Multiplasan GL17 A [laut Auskunft des
Herstellers Plantatrakt GmbH haben sich diese Bezeichnungen geändert
in "Multiplasan-Mineralstoffkomplex 33" bzw.
"Multiplasan-Mineralstoffkomplex 17" – Ed, August
2005]
-
Ergebnis: Alle drei
Präparate sind gut. Alle drei Präparate sind in etwa
gleichwertig lt. kinesiologischer Testung an verschiedenen
Krebskranken.
-
Kleine
Zusatzbemerkung: ProstaSol kostet in etwa das 30-fache der anderen
beiden Präparate. Interessant, nicht wahr, nachdem vom gleichen
Hersteller zuvor die Abzocke mit PC-SPES lief.
-
Die Inhaltsstoffe von
H33 sind:
-
Wacholderbeeren,
Hauhechelwurzel, Pfefferminzblätter, Brennesseln, Kalmus, Anis,
Kümmel, Fenchel + ein paar Salze.
-
Inhalt von GL17 A:
-
Löwenzahn,
Odermennig, Mariendistel, Kardobenediktenkraut, Engelwurz,
Artischocke, Pfefferminz, Schafgarbe, Schöllkraut, Fenchel,
Bitterklee, Kamille, Enzian, Kalmus, Baldrian.
-
[Walter ergänzte
am selben Tag auf Anfrage:]
-
Der Hersteller von
Multiplasan ist die Firma PLANTATRAKT GmbH aus Oberstaufen/Allgäu
[Plantatrakt GmbH, Am Hößl 10,
87534 Oberstaufen, Tel. 08386/8105, Fax 08386/8005].
Die Mittel gibt es in jeder Apotheke. Die Preise sind: GL17:
14,28 €, H33: 12,69 €. Jede Schachtel enthält
350 Tabletten, die reichen bei 3 x 5 Tbl (optimale Dosis) ca. 3-4
Wochen.
-
Der Preis ist also bei
ähnlicher Wirkung ein DREISSIGSTEL dessen von Prostasol. Zudem
ist Multiplasan verordnungsfähig und wird von allen Kassen
bezahlt, auch den gesetzlichen.

-
Marco hatte am
28.12.2002 den folgenden Einwand:
-
Im G17 ist Odermennig
als Bestandteil angegeben, diese Pflanze wurde längst wegen
Erzeugung von Nierenschäden verboten!!!
-
[So
sieht Odermennig (Agrimonia eupatoria) aus: (aus „Plantes
médicinales“, Gründ-Verlag, Paris, mit Zeichnungen
von František Severa) – Ed]
-
Das wies Walter
einen Tag später zurück:
-
Im Internet findet man
über die Suchmaschinen keinen einzigen Hinweis für Deine
Behauptung. Fast alles ist in falscher Dosierung giftig. Iss doch
mal 50 g Salz. Ich glaube kaum, dass Du das überlebst. Im
übrigen sind die von den Schulmedizinern geliebten und üppigst
verordneten Mittel zur Chemotherapie fast ausschließlich stark
nierentoxisch.
-
[Walter
ergänzte am selben Tag:]
-
Zur Ergänzung die
Inhaltsstoffe von Prostasol. Eine Kapsel Prostasol (320 mg) enthält:
-
Serenoa Repens
(Sägepalme) : 33,5 mg,
Pygeum (Afrik. Pflaumenbaum) : 31,5
mg,
Panax pseudo-ginseng (enthält Saponine) : 18
mg,
Ganoderma Lucidum (Reishi = chines. Pilz) : 19,4 mg,
Zingiber
officinale (Ingwer): 2,5 mg,
Scutelleria baicalensis (Helmkraut)
:29,5 mg,
Urtica Dioca (Kleine Brennessel) :9,1 mg,
Beta
Sitosterol : 80,5 mg,
Camposterol : 21,5 mg,
Stimgasterol :
21,5 mg,
Brassicasterol : 21,5 mg,
Quercetin (auch in Rotwein
enthalten): 31,5 mg.
Additive : Gelatine :71,2 mg, Wasser : 8,8
mg. -
Preis für 60
Kapseln: 95 Euro.
- CMB
fragte am 25.5.2004 (und ergänzte zwei Tage später):
-
Hat
jemand aktuelle Erfahrungen aus der Einnahme mit Prostasol
(pros/cons)?. Herzlichen Dank!
-
Prostasol scheint ein
homöopathisches Mittel zu sein, welches "scheinbar"
deutlich den PSA-Wert senkt. Ist meinem Vater, der PK hat und dessen
Werte nach einer vollständigen Entfernung mit anschließender
Bestrahlung stetig steigen, von einem auf Naturheilmedizin
spezialisierten Arzt empfohlen worden. Das Medikament kann man nur
in den Niederlanden beziehen. Bin auf der Suche nach
Erfahrungsberichten.
-
Ralf antwortete am
27.5.2004:
-
ich
hatte kürzlich auf dem "kurzen Wege" eine Anfrage zu
Prostasol, und habe dem Betreffenden das Folgende geschrieben:
-
"Zu
ProstaSol kann ich Ihnen nicht allzuviel sagen. Ich selbst habe
keinerlei Erfahrung damit, und ich kenne auch niemanden, der es
eingenommen hat/noch einnimmt.
-
Es
ist das Nachfolgeprodukt zu PC-SPES, das schlagartig vom Markt
genommen wurde, als sich herausgestellt hatte, dass es außer
den deklarierten Inhaltsstoffen noch undeklariertes synthetisches
Östrogen und einen Blutverdünner enthielt. Zu PC-SPES gibt
es viel mehr an Literatur als zu ProstaSol, ich kann nicht sagen, in
wieweit die Angaben für PC-SPES auch auf ProstaSol zutreffen,
aber ich würde denken, dass es wegen der ähnlichen oder
sogar identischen Zusammensetzung (bis auf die nichtdeklarierten
Beimischungen) einige Analogien gibt.
-
PC-SPES
wurde vorwiegend von Männern mit hormonrefraktärem Krebs
eingenommen. Es bestand immer die Vermutung, dass es lediglich die
PSA-Synthese unterdrückt, jedoch in Krebszellen keine Apoptose
(programmierten Zelltod) auslöst. Wurde PC-SPES abgesetzt, dann
stieg bei den betreffenden Männern das PSA sehr schnell wieder
an. Das wäre nicht der Fall gewesen, wenn wirklich in
nennenswertem Umfang Krebszellen abgetötet worden wären...
-
Bezüglich
Nebenwirkungen kann ich wieder nur auf das zurückgreifen, was
zu PC-SPES geschrieben wurde: Die am häufigsten genannten waren
Durchfall, Wadenkrämpfe, Anstieg einiger Leberwerte und
Brustwachstum. Laut einer Aussage sollen die Nebenwirkungen von
PC-SPES viel schlimmer als die einer Dreifachen Hormonblockade sein,
was natürlich auch von der Menge der täglich eingenommenen
PC-SPES-Tabletten abhing."
-
Gestern
schrieb er mir zurück:
-
"Wie
schon in meiner eMail vom 25.4.04 angekündigt, war ich
inzwischen auf dem Kongress der Ges. f. biolog. Krebsabwehr in
Celle. Über Prostasol wurde nicht sehr viel gesagt, eigentlich
nur, dass es dem PS-Spes ähnelt. Zwei Patienten, deren
Krankheitsbild aber nicht im einzelnen erörtert wurde,
berichteten, sie hätten das Mittel genommen (ohne Angabe der
Dosis), es hätte zunächst den PSA-Wert gesenkt, diese
Wirkung habe aber nach einiger Zeit - sie sprachen von Monaten bzw.
1½ Jahren - nachgelassen. Prof.
Pfeiffer äußerte sich grundsätzlich positiv, wusste
aber über Langzeitwirkungen nichts Konkretes zu sagen. Prof.
Klippel erklärte, gar keine Erfahrungen mit Prostsol zu haben,
obgleich seine Sekretärin einige Tage vorher - er selbst war
wohl in Urlaub - meinem Hausarzt (Urologen) von mehreren Patienten
berichtet hatte, denen Prof. Klippel das Mittel empfohlen/verordnet
habe. Wir alle kennen ja derartige unklare Informationen zur Genüge!
-
Auf
der Veranstaltung gab es ein "Merkblatt" zu Prostasol, das
offenbar von einem US-Professor und einem deutschen Urologen
verfasst worden ist. Ich stecke es in einen Umschlag und schicke es
Ihnen ohne weiteres Anschreiben zu.(Gegen eine Veröffentlichung
auf der BPS-Internetseite habe ich natürlich nichts, vielleicht
schließen sich daran neue Informationen an, die für mehr
Klarheit sorgen).
-
Ich
selbst habe inzwischen noch einmal 30 Tage tgl. 4 Kapseln Prostasol
genommen und diese dann erst einmal abgesetzt. Mein PSA-Wert ist,
wie schon nach den ersten 60 Kapseln, bei 0,3 ng/ml geblieben
(vorher 0,8). Ich werde abwarten, wie er sich nach drei Monaten
darstellt. Sollte er wieder in den Bereich von zuletzt 0,8
zurückkehren und dann nicht sprunghaft steigen, werde ich wohl
weiter abwarten, obwohl Prof. Pfeiffer (und neuerdings plötzlich
auch mein Urologe vor Ort) meinen, man sollte mit der Hormontherapie
so früh wie möglich, z.B. schon bei Wiederanstieg (nach OP
und/oder Bestrahlung) auf 0,5 beginnen. Bisher habe ich immer
gehört, ich solle abwarten, und mich bis heute (9 Jahre nach
der OP und 8 Jahre nach der Bestrahlung) daran gehalten (bis zur
Einnahme von Prostasol).
-
Lang
und breit wurde auf dem Kongress noch über EQUOL und über
das modifizierte Zitruspektin BIOBRAN (=Pectasol) gesprochen, jedoch
ohne klare Anwendungsempfehlungen. Mehr als ich jetzt im BPS-Forum
nachlesen kann, habe ich dort nicht erfahren. Auffällig ist
natürlich, dass alle drei Mittel u. a. von der Fa. MEDPRO
angeboten werden, an der Prof. Pfeiffer nach seinen Angaben zwar
nicht beteiligt ist, für die er aber entgeltlich gutachterlich
tätig war."
-
HWL schrieb am
selben Tag:
-
Vor
einiger Zeit fragte jemand im Forum nach Informationen zum Thema
Prostasol. Es gab darauf keine Antworten. Zufällig lese ich im
Internet, dass es sich um acht verschiedene chinesische Kräuter
handeln soll, die den PCa stark reduzieren können und den PSA
senken. Monatskosten immerhin 800.- Euro. Bei Interesse Kontakt
über:
-
RealBetterLife,
Postbus 2561, NL-BG Maastrich
Tel.: 0031-43
4407648
www.rblife.com
Medpro,
Dorpstraat 182, NL-3925 KG Scherpenzeel,
Tel.: 0031-33
2867642
www.medpro.org -
Aber
Vorsicht!
-
Am 31.5.2004
ergänzte Ralf:
-
vor ein paar Tagen
schrieb ich zu ProstaSol und zitierte aus einem direkten Anschreiben
eines Betroffenen, der sich für ProstaSol interessiert hatte
und auf einem Kongress der Gesellschaft für biologische
Krebsabwehr in Celle u. a. auch etwas über ProstaSol
gehört hatte. Er hat mir jetzt einen Text zugesandt, den er von
dort mitgebracht hatte und den ich jetzt als PDF-Datei in die
Textesammlung der KISP aufgenommen habe. Er ist zu lang, um ihn hier
anzuhängen. Interessierte können ihn sich direkt
heruntergeladen unter
http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/Prostasol-Studie.pdf.
- Erich
S. fragte am 18.8.2007:
-
Ein
Kollege hat mir vor kurzem Prostasol empfohlen. Prostasol ist aber
ein Nachfolgeprodukt des verbotenen PC-SPES. Leider konnte ich
nirgends lesen, wodurch sich Prostasol vom PC-SPES unterscheidet.
Weiß jemand darüber Bescheid und hilft es auch? Stimmt
es, was man mir sagte, dass Prostasol in Frankreich wesentlich
kostengünstiger sei als bei uns in Deutschland (wenn man es
überhaupt bekommt)?
-
WinfriedW schrieb
am 19.8.2007:
-
ProstaSol
ist
ein Nahrungsergänzungsmittel, das in Deutschland nicht
verkehrsfähig ist. In den Niederlanden ist es frei käuflich.
-
Meine
dies bezügliche Euphorie hält sich in Grenzen, aber es
gibt offenbar Betroffene, die damit ganz gut fahren. Leider
berichten sie, das ist sehr schade, nicht in diesem Forum.
-
JochenM antwortete
am 20.8.2007:
-
Wir
haben auch mit dem Gedanken gespielt, Prostasol einzusetzen. Prof.
H. aus K. hat uns aber davon abgeraten, da bei hormonrefraktärem
PC die Ansprechdauer wohl relativ kurz ist (er sprach von ca. zwei
Monaten) und die Nebenwirkungen, und hier vor allen Dingen die
Thrombose, sehr hoch sind. Köln würde daher Prostasol nur
in Verbindung mit blutverdünnenden Medikamenten empfehlen,
macht aber darauf aufmerksam, dass dieser Einsatz im Vergleich zum
Erfolg nicht gerechtfertigt wäre.
-
Ich
habe allerdings auch Patienten gehört (wie z. B. zuletzt
bei der Veranstaltung bei der SHG Dortmund), die Prostasol genommen
haben und damit auch drei Jahre (ohne größere
Beschwerden) Erfolg hatten. Auf dem Patiententag in Dortmund hat
auch das Groenemeyer-Institut vorgestellt, dass sie Prostasol geben,
allerdings in Kombination mit anderen Präparaten. Auf meine
Nachfrage nach dem Thrombose-Risiko sagte man, dass sie Prostasol
nur immer in Kombination mit anderen Miteln geben würden und
daher diese Komplikationen nicht hätten. Von Pfeiffer weiss
ich, dass er auch einen sogenannten Cocktail gibt, in dem ein
Bestandteil Prostasol ist.
- WinfriedW schrieb am
7.9.2007 unter dem Betreff „Habe ich es doch geahnt!“
-
Das Landesinstitut für den
Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW zu ProstaSol:
-
„Dänische Überwachungsbehörde: Warnung vor
dem Produkt Prostasol mit dem Hormon Östrogen.
-
Die Dänische Überwachungsbehörde warnt von der
Einnahme des Mittels Prostasol. Es wird von nicht dänischen
Seiten aus beworben und verkauft. Dieses Mittel enthält
Östrogen, was auf der Packung nicht deklariert ist. Stattdessen
wird behauptet, es handele sich um ein rein pflanzliches Produkt.
Das fälschlicherweise als Nahrungsergänzungsmittel
bezeichnete Produkt wird zur diätetischen Behandlung von
Prostata-Krebs beworben. Verbraucher sollten die Einnahme des
Mittels sofort stoppen und Reste in Apotheken abgeben.(Beitrag
vom 08.03.2007).“
-
Wenn's so ist, dann kann ich mir auch ein Östrogenpflaster
verschreiben lassen. Dann weiß ich wenigstens, was ich tue.