Der Extrakt aus
dem Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Nahrungsergänzungen
– Mistel
[Natürlich sind
Mistelextrakte keine Nahrungsergänzungsmittel, aber Medikamente
sind sie auch nicht. Da ich sonst keine Rubrik habe, habe ich sie der
Einfachheit halber bis auf Weiteres den Nahrungsergänzungsmitteln
zugeschlagen. – Ed]
Am 16.2. leitete Wil die folgende Mitteilung ans
Forum weiter:
Treitschke´s Krebs-Newsletter -
http://www.treitschke.de
Mistel ohne Wirkung
Eine begleitende Behandlung von Krebspatienten mit
einem Mistel-Lektin verbessert nicht die Heilungschancen, das ist das
Ergebnis einer Studie der Technischen Universität in München.
In der Untersuchung wurden Patienten, die an bestimmten bösartigen
Tumoren litten, begleitend mit Mistelpräparaten behandelt.
Während einer 60-wöchigen Behandlung
erhielten die erkrankten Personen zwei Mal pro Woche zusätzlich
zu den operativen oder chemotherapeutischen Behandlungen einen
Mistelextrakt. Eine abschließende Auswertung zeigte weder eine
höhere Überlebensrate noch einen Unterschied in der
Krebsentwicklung bei denen mit Mistel behandelten Patienten. Die
Wissenschaftler kamen deshalb zu der Schlussfolgerung, dass eine
begleitende Behandlung mit einem Mistelextrakt bei bösartigen
Tumoren, wie dem Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches,
keine unterstützende Wirkung habe.
Die Mistel wächst fast ausschließlich
auf Bäumen und Sträuchern. In Europa kommt nur die
weißbeerige Mistel vor, sie wird heute als sanftes
Naturtherapeutikum bei Bluthochdruck und zur unspezifischen
Reiztherapie bei Krebs eingesetzt. Dabei sind die Mistel-Lektine die
therapeutisch wirksamen Substanzen. Lektine sind zuckerhaltige
Proteine, die mit spezifischen Strukturen reagieren können und
dadurch zum Beispiel das Wachstum und die Differenzierung bestimmter
Zellen beeinflussen, das bestätigten bisherige
Laboruntersuchungen im Reagenzglas (in vitro). Die Wirksamkeit im
lebenden Organismus (in vivo) sind bisher nur wenig erforscht.
Daraufhin antwortete Hansjörg am
17.2.2001:
Plädoyer für Mistel
Ich selbst spritze mir seit einem Jahr Mistel
(Helixor) und fühle mich gut dabei. Ich glaube nicht daran, dass
das Mittel entscheidend Krebszellen bekämpft, sondern mehr, dass
es das Allgemeinbefinden bessert.
Mein Vater war mir da Vorbild. Er litt an einem
Non-Hodgin-Lymphom, die Ärzte gaben ihm nur noch drei Monate zu
leben, und er lebte noch über drei Jahre und das vor allen
Dingen gut, was die Lebensqualität anbetraf. Nur zum Schluss
ging es sehr schnell. Eine lange Leidenszeit blieb ihm erspart.
Darum nehme ich Mistel.
Und Wil korrigierte sich am selben Tag:
Du hast recht. Der Titel "Mistel ohne
Wirkung. Geld kann man sich sparen" ist irreführend, wenn
nicht in Zusammenhang mit dem Text gelesen. Besser wäre gewesen:
"Mistel hat keine Wirkung gegen Krebs".
- Herbert fragte
am 30.8.2002:
-
da
ich sehr an Naturheilverfahren interessiert bin,hätte ich gerne
gewusst,wer hier über Erfahrungen diesbezüglich,
insbesondere aber über Mistelbehandlungen berichten kann.
-
Uwe
antwortete am selben Tag als erster:
-
es
gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, daß die Mistel-Therapie
beim Prostatakrebs eine positive Wirkung hat. Ich kenne Männer,
die schwören darauf, es gibt aber auch negative Erfahrungen mit
der Mistel-Therapie. Versuche es selbst und entscheide, ob es Dir
was bringt oder nicht!
-
Am
2.9.2002 schrieb Walter (ein Heilpraktiker oder Arzt?):
-
Ich
verfüge über jahrelange Erfahrungen mit der
Mistelbehandlung (als Therapeut). Ich habe sie angewandt, als es
noch nichts Besseres gab. Die Wirkung ist schwach, in
fortgeschrittenen Fällen aber nahezu Null. Heute gibt es einige
wesentlich effizientere Therapeutica, wovon das beste Epican forte
ist. In Epican forte ist die Quintessenz aus jahrelanger
Krebsforschung zusammengepackt.
-
Die
Hauptwirkung besteht darin, die Kollagenstrukturen zu schützen,
so dass Krebszellen ihre Nachbarzellen nicht zerstören und sich
daher nicht ausbreiten können. Aber nicht nur das. Unter dem
Schutz von Epican forte werden Krebszellen ganz natürlich vom
Immunsystem abgebaut.
-
[und
weiter auf entsprechende Rückfrage von Herbert:]
-
Es
gibt einige Literatur und Fallbeschreibungen zur Krebstherapie von
Rath, mit den früheren Mitteln. In Epican forte, das erst seit
3-4 Monaten auf dem Markt ist, wurden alle krebswirksamen Stoffe
zusammengefasst. Die Therapie ist dadurch einfacher und praktischer,
zugleich auch noch besser geworden, Literatur gibt es dagegen (fast)
noch keine.
-
Bezug:
-
1. große internationale Apotheken (ist
rezeptfrei)
2. Direktbestellung in Almelo, man muss jedoch erst
Mitglied beim Dr. Rath-Netzwerk werden. Anmeldung unter
www.drrath.com -
Wirksamkeit:
Erstaunlich gut. Epican forte stellt alles bisherige an
Naturheilmitteln in den Schatten, z. B. Mistel, Thymuspeptide,
Milzextrakte, Homöopathie, Phytotherapie, Ozon, Antioxidantien
usw. (=meine eigene Erfahrung als Therapeut).
-
Anwendung:
Epican forte einfach ZUSÄTZLICH in einer Dosis von mindestens 3
x 2 Kps. einnehmen und je nach Fortschritt die nicht mehr
gebrauchten Mittel nach und nach weglassen. Epican forte ist mit
allen Krebspräparaten problemlos kombinierbar.
-
Erfolg:
Es gibt fast nur Responder, fast keine Versager. Die Tumormarker
gehen in der Regel nach Therapiebeginn zunächst hoch, danach
fallen sie kontinuierlich ab. Das kommt daher, dass zerstörte
Krebszellen massenweise Tumormarker freisetzen.
-
Fazit:
einfach ausprobieren, aber nicht unter 3 Monate, da sonst keine
Beurteilung möglich ist.
-
Uwe
sah das am 4.9.2002 anders:
-
es
ist schon erstaunlich, wie sich dieser Herr Dr. Rath mit sog.
Wundermitteln von vielen Betroffenen promoten lässt. Mir fehlt
jeder wissenschaftliche Beweis für seine Theorien, und in
seinen Unterlagen wimmelt es von sog. wissenschaftlichen Beweisen.
Ich wäre mit diesen sog. Wundermitteln vorsichtig und würde
mein Geld lieber für einen guten Rotwein ausgeben.
-
Das
veranlasste nun wiederum Walter am 5.9.2002 zu folgender Replik:
-
..promoten
? Ich führe keine Werbung durch, sondern verkünde schlicht
und ergreifend meine eigenen Erfahrungen, die Wahrheit wenn Du so
willst. Ich würde mir dies weder anschaffen noch verbieten
lassen. Um eines klarzustellen: Ich vertrete keinerlei
wirtschaftliche Interessen.
-
Ähnlich sehe ich das bei Christoph
Damm und anderen, die sich unter völliger Preisgabe ihrer
Identität zu ihrer (angeblich nicht möglichen) Heilung
bekennen. Wes das Herz voll ist, des läuft der Mund über.
-
Epican
forte ist ein Paradigmenwechsel, das macht es den "Ungläubigen"
so schwer. Auch ich war sehr kritisch der Krebstherapie von Rath
gegenüber. Da ich aber von Hause aus neugierig bin, habe ich es
einfach ausprobiert.
-
Früher
war die Erde auch eine Scheibe und heute ist sie eine Kugel. Bis
sich die Erkenntnis "oben" durchgesetzt hatte, verging ein
ganzes Jahrhundert. Daher habe ich keine Zweifel, daß Epican
forte von "oben" her sehr lange bekämpft werden wird.
Studien von seiten der Universitäten sind mit Sicherheit in
nächster Zeit nicht zu erwarten. Man muss daher mit den Studien
von Dr. Rath einstweilen vorlieb nehmen. Seine Arbeiten sind für
mich sehr aufschlussreich und überzeugend. Ich weiß
nicht, was man daran aussetzen sollte.
-
Im
übrigen gilt: Wer heilt, hat recht. Jede Theorie ist Makulatur,
solange sie in der Praxis nicht funktioniert. Die von Rath
funktioniert. Die Stärkung der Kollagen-Matrix führt zur
Resistenz der gesunden Zellen. Diese können vom Krebs nicht
mehr verdrängt werden. Alles sehr logisch, und vor allem: es
funktioniert.
-
So wie der "Wikuto"-Drink
offenbar funktioniert (wenn auch vermutlich um einiges schwächer),
was hier am Board sehr sorgfältig dokumentiert wird,
funktioniert auch Epican forte.
-
Ich
schließe mich hier den sehr wahren Worten von Christoph Damm
an (sinngemäß): Jeder soll nach seiner Façon selig
werden. Wer nicht daran glaubt, soll es einfach sein lassen.
Deswegen geht die Welt nicht unter.
-
In
diesem Sinne, lieber Uwe, hoffe ich, daß Du eines Tages über
den Dogmatismus "Stahl, Strahl + Chemo + DHB" hinausenken
kannst.
-
Ludwig
schrieb am 7.9.2002:
-
allen,
die mehr über die Misteltherapie wissen wollen empfehle ich die
Lektüre des RORORO-Taschenbuches von Annette Bopp mit dem Titel
-
"
Die Mistel, Heilpflanze in der Krebstherapie", ISBN
3-499-60785-9.
-
Die
Misteltherapie wird in diesem Buch als ergänzende Krebstherapie
empfohlen,wobei auch darauf hingewiesen wird, dass diese Therapie
bei dem Patienten bewirkt, dass er sich insgesamt besser fühlt
bzw. die allgemeine Stimmung positiv beeinflusst sein soll.
-
Bei
Prostatakrebs wird die Pappelmistel empfohlen.
-
Es
werden die Mittel LEKTINOL und EURIXOR der Firma Madaus AG in Köln
erwähnt.
-
Ich
selbst habe keine Erfahrung gemacht, beabsichtige aber, nach
Beendigung meiner DHB und ergänzend zur
Proscar-Erhaltungstherapie eine Misteltherapie vorzunehmen.
- Marco schrieb
am 26.1.2003 auf eine entsprechende Anfrage:
-
ich hatte zuerst
Lektinol gespritzt, welches nach ca. 3 Monaten keine Hautrötung
mehr machte, habe dann im Labor R. Wagner, Stuttgart, einen
Misteldifferenzierungstest machen lassen, der erwartungsgemäß
das Präparat Iscador Qu 5 mg als am wirksamsten ergab
(Wagner hat ein Buch dazu geschrieben: Iscador und Prostatakrebs).
-
Meine Blutwerte
entwickeln sich seitdem positiv. Einen direkten Bezug zum PSA kann
ich nicht machen, weil Operation, Hormonblockade und Bestrahlung zu
sehr einander beeinflussen.
-
Die Studie an
UniHeidelberg ergab im Mittel (über viele Krebsarten) eine
50-prozentige Lebenszeitverlängerung der Patienten mit
Iscador-Behandlung gegenüber den nicht damit behandelten! (Dies
war eine andere Iscador-Sorte).
-
Ich hoffe dass meine
Reaktion auf das Mittel erhalten bleibt. Wie lange?, Wagner sagt,
ca. 5 Jahre.
-
Marco meldete sich
am 3.2.2003 wieder:
-
ich habe auf diesem
Forum eine sehr reservierte Meinung und Stimmung zur Misteltherapie
vorgefunden. Meine klassisch konservativen Ärzte haben aber
alle die Misteltherapie empfohlen, in den gesuchten und gefundenen
Veröffentlichungen und Studien war auch das Ergebnis stets
positiv – vorausgesetzt, es handelt sich um einen der
festsitzenden Krebsformen. Ich bin sehr daran interessiert, die
Gründe für die Vorbehalte zu erfahren, sowie eventuelle
negative Ergebnisse.
-
Daraufhin schrieb
am 4.2.2003 Uwe:
-
ich habe gute Kontakte
zur Firma Madaus in Köln. Vor zwei Jahren habe ich also
gefragt, wie ist es mit Studien zur Mistel-Therapie. Es gab keine
beim Prostatakrebs und beim Brustkrebs sollte angeblich eine von
Madaus finanzierte (?) gemacht werden. Ich habe nichts mehr davon
gehört.
-
Auch auf einem
Symposium in einer Reha-Klinik in Bad Soden-Saalmünster hat mir
ein Spezialist bei alternativen Therapien bestätigt, dass es
aus schulmedizinischer Sicht keine Bestätigung gibt, dass die
Mistel-Therapie positiv ist. Im Gegenteil es gibt Berichte, dass
auch die Mistel-Therapie negative Auswirkungen haben kann.
-
Deshalb vertrete ich
die Meinung, meine Meinung, Hände weg von der Mistel-Therapie,
sie nützt den Herstellern und den Ärzten, die sie auf
unsere Kosten verschreiben, und uns???
-
Walter meldete sich
am selben Tag:
-
Ich mache seit 18
Jahren biologische Krebstherapie und habe noch NIE (!) gesehen, daß
ein noch so kleiner Krebs von Mistelspritzen geheilt worden wäre.
Hierzu muß ich noch vorausschicken, daß ich mit meinem
Decoder-Dermografen bereits sehr wenige Krebszellen (geschätzt
1000) orten kann. Nicht einmal diese Mini-Krebse waren mit Mistel
heilbar.
-
Lange Zeit habe ich
gedacht, ein Krebs könnte sich mit Mistelspritzen wenigstens
irgendwie aufhalten oder bremsen lassen. Diese Frage kann ich nicht
eindeutig beantworten. Ich hatte Präcancerosen volle 18 Jahre
in Beobachtung, solche mit und ohne Misteltherapie. Ein Verdienst
der Mistel ist also auch hieran nicht abzulesen.
-
Gegenüber so
mächtigen Therapien wie Budwig, Eisen oder Löfflmann ist
die Misteltherapie daher irrelevant. Der Stellenwert der
Misteltherapie ist ist meiner Praxis daher auf Null gesunken. Sie
ist überflüssig geworden.
-
Manfred schrieb
einen Tag später:
-
fundierte Informationen zur Misteltherapie und anderen
komplementären Therapien, findest Du auf der Hompage der
"Gesellschaft für biologische Krebsabwehr",
www.biokrebs.de. Das Buch "Die
Mistel-Heilpflanze in der Krebstherapie" von Annette Bop ist
ebenfalls empfehlenswert.
-
Ebenfalls am
5.2.2003 schrieb Eberhard als Antwort auf Uwes Kommentar vom Vortag:
-
Dein Beitrag fordert
mich nun doch heraus, zur Ehrenrettung der alten Kelten, Mistel,
Miraculix & Co.
-
Nach PED im September
2000 (T4,NK,M0, Gleason 5 pR1), dreimonatigem Hormonentzug und Reha
sollte ich (Jahrgang 1950) noch bestrahlt werden. Sämtliche
Ärzte rieten mir dazu, auch diejenigen der anthroposophischen
Klinik, bei der ich mich vorstellte. (Bei dieser Gelegenheit besten
Dank für Deinen damals telefonischen Rat mich "um Himmels
Willen" nicht bestrahlen zu lassen.)
-
Eine Misteltherapie
kann nicht direkt Krebs heilen, wurde mir erklärt, aber das
Immunsystem stärken und so wirken. Ich lehnte also die
Strahlentherapie wegen der zu erwartenden Nebenwirkungen ab und
entschloss mich für eine einwöchige stationäre
Misteltherapie. Bis zu 2 Ampullen des stärksten Präparates
von der Eiche bekam ich injiziert und reagierte (wie gewünscht)
mit Fieber bis fast 40 °C, grippeähnlichen Symptomen,
Hautrötungen und Schwellungen um die Einstichstelle bis zu
einem Durchmesser von 20 cm.
-
Ich war kaputt. Seit
der Entlassung im Januar 2001 spritze ich nun die Mistel nach einem
von den Ärzten festgelegten Plan.
-
Ich lebe also noch,
und das sehr gerne, mein PSA-Wert stieg nur leicht auf aktuelle
0,15 ng/ml an, bin wieder leistungsfähig (natürlich
nicht so wie zuvor), aber widerstandsfähiger gegen Erkältungen,
Grippe usw. als vor der Diagnose.
-
Außerdem
mutierte ich inzwischen zum Vegetarier, auch Herz und Hirn machten
eine heilsame Wandlung durch.
-
Als Laie, der ich nun
mal auf diesem Gebiet bin, kann ich also nur dankbar sein für
die Hilfe aller, die mich bei dem Versuch, meine Krankheit zu
bewältigen, unterstützen.
- Christine
fragte am 4.4.2003:
-
Ich bin selbst
ehemalige Krebspatientin (Ovarialkarzinom) und trotz schlechtester
Prognosen nach 8 Jahren immer noch hier :)))
-
Habe alles an
schulmedizinischem Programm absolviert, was mir so geboten wurde.
Alternativ spritze ich seit 8 Jahren Mistel. Wie sehen hier die
Erfahrungswerte bei PK aus?
-
Marco antwortete am
5.4.2003:
-
Mistel ist -leider -
kein Heilmittel, aber eindeutig ein Mittel, das das Leben verbessern
und verlängern kann. Es gibt Studien, die besagen: bei allen
festsitzenden Krebsarten um 50%.
-
Da mir Chirurg,
Urologe und Allgemeinarzt die Mistel sehr empfohlen hatten, spritze
ich ca. 1x/Woche, zuerst Lektinol, wechselnd, da die Reaktion
ausblieb, seit 6 Monaten Iscador Qu. Mit zumindest positiven
Allgemeinwirkungen.
-
Es gibt einen
Misteldifferenzierungstest beim Labor Dr.Wagner Stuttgart, welcher
über die Wirksamkeit auskunft gibt.
-
Von Dr. Wagner gibt es auch ein Buch
mit seinen Erfahrungen: Iscador und Prostatakrebs.
-
Uwe schrieb am
selben Tag:
-
es gibt wohl kein
Medikament, das von so vielen Krebs-Kranken genommen wird und ein
sehr gutes Geschäft für Mediziner und die Pharma-Industrie
ist, wie die Mistel.
-
Es gibt weltweit keine
vernünftige Studie, die belegt, dass die Mistel Krebs
erfolgreich bekämpft. Ich habe noch von keinem
Prostatakrebs-Betroffenen gehört, der alleine durch die Mistel
den PSA und damit die Krebsmasse nach unten gebracht hätte.
-
Deshalb halte ich von
der Mistel-Therapie überhaupt nichts, im Gegenteil die Mistel
kann wie alle Medikamente auch Negativ-Wirkungen haben.
- Kurt fragte am
30.6.2003 unter dem Betreff "Misteltherapie-ohne klinische
Diagnose?":
-
Wer kann mir mit
Informationen, Erfahrungen etc. weiterhelfen? Seit 1995 erhöhte
PSA Werte von 5,0 – 6,0.
-
Seit 1997 bis heute
schwankende Werte auf einem Niveau von 6,0 bis 8,5. Zwei negative
Biopsien 2002 (allerdings High Grade Pin) in beiden Fällen,
eine MRT mit rektaler Spule mit verdächtigen Arealen (können
auch die PIN sein).
-
In dieser unklaren
möglicherweise präcancerosen Phase habe ich einen
onkologischen Ganzheitsmediziner gesucht.
-
Sein
Therapievorschlag: ganzheitliche biologische Krebsabwehr. Dazu
gehören umfassende Maßnahmen in bestimmter Reihenfolge
wie: Sanierung von Zahnherden, Ernährungsumstellung,
Basen/Säurehaushalt, Sanierung der Darmflora, orthomolekulare
Stärkung des Immunsystems, Symbioselenkung des Darms,
Stuhlkontrollen, Sauerstofftherapie, Darmreinigunsplan, Ausleitung
von ev. Schwermetallen, Kneipp-Güsse, 2x Hyperthermie!!,
Laufprogramm (ich laufe seit 5 Jahren fast täglich ganzjährig)
und eben die oa. Misteltherapie, Isorel-A Amp. 1ml Serienp. IV 2x
wöchentlich OP I wäre jetzt ab 9. Juli dran. (Im August
die Hyperthermie).
-
Das ganze läuft
unter Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte
zunächst einmal von Juni bis Oktober 2003 an.
-
Ausgangswert PSA von
derzeit 6,5.
-
Ich lese schon seit
gut einem Jahr in diesem Forum mit. Die einzelnen Maßnahmen
sind so halbwegs nachvollziehbar. Doch bei Mistel (und auch
Hyperthermie)??. Nach dem ersten Mal soll ich mir die Spritzen dann
selbst setzen. Welche Erfahrungen oder Hinweise habt Ihr??
-
Helmut antwortete
am selben Tag:
-
Hallo Kurt, ich mache
seit 1998 einmal jährlich in der Hufeland Klinik, Bad
Mergentheim, eine immunbiologische Therapie von jeweils 3-4 Wochen.
Dabei wird stationär alles therapiert, was Du angeführt
hast, von Sanierung der Darmflora bis zur Hyperthermie. Für die
Zeit zwischendurch erhalte ich von der Klinik einen
Therapievorschlag. U. a. erhalte ich auch Mistel zum Spritzen.
Diese Therapie hat mir viel gebracht und meinen Allgemeinzustand
wesentlich verbessert. Allerdings war bei mir die Ausgangsbasis eine
andere. Im 07/1997 wurde bei mir ein PSA-Wert von 20,97 ng/ml
gemessen. Wurde dann mit Enantone und Androcur auf 0,96 reduziert.
Im 11/1997 wurde dann operiert und es erfolgte eine radikale
Prostatovesikulektomie [Entfernung der
Prostata und der Samenblasen – Ed] und pelvine
LK-Dissektion [Entfernung von Lymphknoten
im Beckenraum – Ed]. Erst bei der Operation wurden
ein Kapseldurchbruch und eine Metastase in einem Lymphknoten
festgestellt. Deswegen wird bei mir seitdem eine HB mit Trenantone
durchgführt. Das war mir aber nicht genug. Deshalb mache ich
zusätzlich diese immunbiologische Therapie. Kann ich nur
empfehlen. Adresse:
-
Hufeland
Klinik
Löffelstelzer Str. 1-3
D-97980 Bad
Mergentheim
Tel. 07931/536-0
Ltd. Arzt Dr. med. Wolfgang
Wöppel
Internet-Homepage: www.hufeland-klinik.de -
In der Klinik werden
fast ausschließlich Krebspatienten behandelt. Würde mich
v o r der OP von Dr Wöppel oder Dr Martin beraten
lassen.
-
Kurt hakte am selben Tag nach und fragte u. a.:
-
Ich höre hier im Forum immer wieder von guten Adressen für
unser Problem, aber ich bin Österreicher (Wien), und da sind
diese Auslandskontakte für uns immer sehr problematisch.
Vielleicht gibt es dafür adäquate Anlaufstellen in
Österreich? Könnte uns da wer helfen? Ich bin zwar mit der
Selbsthilfegruppe in Wien (Hr. Büchler) in losem Kontakt, aber
suche hier in unserem Raum immer noch nach guten Ganzheitsmediziner,
-kliniken, Onkologen etc.
-
Sollte wahrscheinlich intensiveren Kontakt zu Hr. Büchler
aufbauen.
-
1) Wo bekomme ich über das mir verschriebene Präparat
Isorel-A Amp. 1 ml Serienp. IV mehr Informationen? bei der
Herstellerfirma? Wer ist das?
-
2) Welche Probleme gibt es beim selbst spritzen? Wo wird gespritzt?
-
3) Haben sich bei Dir Nebenwirkungen gezeigt?
-
4) Derzeit sind bei mir 8 Ampullen - zweimal wöchentlich-
vorgesehen. Ist das nicht grundsätzlich ein Langzeitprogramm it
immer wiederkehrenen Zyklen?
-
Helmut antwortete einen Tag später:
-
In Deutschland gibt es meines Wissens noch ein paar Kliniken mit
einer ganzheitlichen immunbiologischen Therapie. Ob es allerdings
welche in Österreich gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Vielleicht findest Du ja eine Adresse im Internet. Ich kenne nur die
Hufeland Klinik. In diese kommen sogar Patienten aus Nord-,
Südamerika und Mittelost. Es handelt sich aber um keine
Spezialklinik für PK. Sondern es wird versucht, durch eine
ganzheitliche Behandlung Krebs zu heilen. Auch mit erwiesenen
Erfolgen, sogar bei austherapierten Patienten. Ich persönlich
betrachte die Behandlung aber nur als komplementäre Therapie
zur Schulmedizin. Dazu gehört sicherlich auch die Behandlung
mit Mistelpräparaten. Mistel ist auch nicht ganz unumstritten.
Siehe die diversen Beiträge im KISP – Forumextrakt –
Ernährung.
-
Zu Deinen Fragen:
-
1. Isorel-A kenne ich nicht. Die Hufeland Klinik hatte folgende
Präparate auf der Liste: Iscador, Euixor, Helixor und Lektinol.
Ich selbst wurde mit Iscador behandelt.
-
2. Die Injektionen werden in Tumornähe oder in die Bauchhaut
gegeben. Hat bei mir immer meine Frau gespritzt. Ist leicht zu
erlernen.
-
3. Ich selbst hatte bei Iscador keine Nebenwirkungen. Leichte
Reaktionen, wie Rötungen, erhöhte Temperatur sind
erwünscht. Bei starken Reaktionen ist die Dosis zu reduzieren,
ansonsten ist die Dosis zu steigern.
-
4. Die Behandlung mit Mistel muss über einen längeren
Zeitraum erfolgen. Nach 14 bzw. 16 Injektionen sollten bei
Mistelpräparaten zwei Wochen Pause eingelegt werden.
-
Das sind meine persönlichen Erfahrungen. Über Isorel-A
kannst Du bestimmt Informationen von Deinem Arzt oder in der
Apotheke erhalten.
-
Dieter schrieb ebenfalls am 1.7.2003:
-
Ich spritze seit 9 Monaten 2 x wöchentlich Iscador Serie 1
der Fa. Weleda (links oder rechts im Unterbauch). Ich habe die
Mistelpräparate austesten lassen und man kam zu dem Befund,
dass am Tage des Spritzens keine Nahrungsergänzungsmittel
genommen werden dürfen.
-
Mir bekommen die Spritzen gut, keine Nebenwirkungen. Seit dieser
Zeit hatte ich keine Erkältung mehr! Ob sie aber gegen PK gut
sind, ich glaube einfach daran, da mein PSA rückläufig
ist.
- Guy schrieb am 27.8.2004:
-
Ich hatte mal versucht die Wahrheit über Wirkung, Risiken und
Nebenwirkungen der Misteltherapie heraus zu finden.
-
So gab es Experimente mit Mäusen wo unter einer bestimmten
Dosierung die Killerzellen zunahmen:
-
Misteltherapie
-
Das bekannteste und wohl auch am häufigsten angewandte
biologische Krebsmedikament wird aus der Mistel gewonnen. Die Mistel
spielt eine zentrale Rolle vor allem in der anthroposophischen
Medizin, die auf den Begründer der anthroposophischen
Weltanschauung, Rudolf Steiner (1861-1925), zurückgeht. Dieser
universell gebildete Privatgelehrte schrieb Bücher über
religiöse, pädagogische und philosophische Themen und
setzte sich auch mit medizinischen Fragen auseinander.
-
Steiner gelangte zu der Auffassung, daß der Mensch aus drei
Leibern bestehe, einem physischen Leib, einem Äther- und einem
Astralleib. Nach Meinung Steiners und seiner anthroposophischen
Anhänger ist Krebs "eine Revolution gewisser physischer
Kräfte gegen die Kräfte des Ätherleibes". Er
glaubte, daß man einer Pflanze ansehen könne, welche
Krankheit sie heile. Deshalb erschienen ihm die Extrakte der Mistel,
die als Schmarotzerpflanze auf Bäumen wächst und ihren
Stamm durchdringt wie eine Krebsgeschwulst den menschlichen Körper,
zur Krebsbekämpfung geeignet.
-
Von den anthroposophisch geprägten Ärzten wurden die
Vorschriften über die Herstellung, Dosierung und Anwendung
seither ständig weiterentwickelt. Verwendet wird in der Praxis
lediglich der Extrakt einer bestimmten Mistelart mit dem Namen
Viscum album. Zusammensetzung und Wirkstoffgehalt richten sich nach
dem Wirtsbaum und dem Zeitpunkt der Ernte. Von den Handelspräparaten
werden am häufigsten Iscador, Helixor und Vysorel eingesetzt.
-
Seit einigen Jahren haben aber auch naturwissenschaftlich geprägte
Ärzte die Mistel als Forschungsobjekt entdeckt. Gegenstand der
Untersuchungen sind aber nicht die oben erwähnten
Pflanzenextrakte, sondern zum Beispiel das Mistellektin I.
-
Dieser Inhaltsstoff wird in genau definierter Menge, also
standardisiert, verabreicht. Er ist seit einiger Zeit unter dem
Namen Eurixor im Handel erhältlich. In einem Versuch mit Mäusen
fanden die Forscher, daß bei einer bestimmten Dosierung dieses
standardisierten Mistellektins vermehrt Killerzellen im Blut
gebildet wurden; außerdem sollen sich bei diesen Versuchen
künstlich erzeugte Tumoren und Metastasen in den Versuchstieren
zurück-gebildet haben.
-
Die meisten naturwissenschaftlich geprägten Onkologen lehnen
Steiners Schlußfolgerungen als "mystisch und spekulativ"
ab. Auch die neueren Untersuchungen über die Misteltherapie
haben daran nichts geändert.
-
Vor allem niedergelassene Ärzte verschreiben Mistelpräparate
auch dann, wenn sie nicht von den Ideen der Anthroposophen überzeugt
sind. Dabei spielt für sie eine Rolle, daß sich nach
ihrer Beobachtung das seelische Befinden der Patienten während
einer Misteltherapie manchmal deutlich verbessert. Dr. Kaiser von
der Nürnberger Arbeitsgruppe "Biologische Krebstherapie"
äußert sich differenziert: "Obwohl der
Wirksamkeitsnachweis für Mistelpräparate nach wie vor
umstritten ist, sind sie doch im Hinblick auf Kosten, Aufwand und
Nebenwirkungen noch eher vertretbar als viele andere
unkonventionelle Medikamente und Verfahren."
-
http://www.tumorzentrum-bonn.de/Hodenkrebs4.html
-
PHARMAZIE
-
PZ-Akademie Kongress Misteltherapie: Ein zweischneidiges Schwert
-
"Die Misteltherapie bei Krebserkrankungen ist in keiner Weise
wissenschaftlich begründet. Sie zählt auch nicht zu den
traditionellen Heilmethoden, denn auch Überlieferungen aus dem
Mittelalter gibt es nicht," sagte Professor Dr. Hans-Joachim
Gabius, Institut für Physiologische Chemie der Universität
München. Die Anwendung von Mistelpräparaten gehe vielmehr
auf Rudolf Steiner zurück und sei somit in die
anthroposophische Weltanschauung eingebettet. Nach der
anthroposophischen Lehre liegt die Ursache einer Krebserkrankung in
einer Dysbalance zwischen Äther- und Astralleib. Allein in
diesem Sinne dürfen Mistelpräparate auch angewendet
werden. Der Mistel schreibt Steiner die Fähigkeit zu, dieses
Ungleichgewicht zwischen Äther- und Astralleib aufzuheben, die
Balance wieder herzustellen. Zusammen mit Heileurhythmie,
Zitronenbädern, Phosphor D5, ausreichend Schlaf, klarem Denken,
Hallelujaübung und "R" mit Rückwärtsschritten
seien Mistelpräparate "Teil eines psychoonkologischen
Gesamtkonzeptes", zitierte Gabius. "Wer Mistelpräparate
nutzt, sollte sie im Rahmen dieses Konzeptes einsetzen." Vor
diesem Hintergrund ist auch die fiktive Zulassung von
Mistelpräparaten im Rahmen der "Besonderen
Therapierichtungen" zu sehen. Nach Steiner geht es um die
Spiritualität einer Pflanze, nicht um einen Inhaltsstoff. "Wie
kann sich der Hersteller eines anthroposophischen Heilmittels auf
einen Inhaltsstoff berufen?", fragte Gabius in Anspielung auf
die gängige Werbepraxis. Dies widerspreche der Lehre Steiners
und sei bezüglich der Zulassung nicht gesetzeskonform. Wenn
Firmen so handeln, hat dies zur Folge, dass die Präparate einer
naturwissenschaftlichen Bewertung Stand halten müssen. Der
naturwissenschaftliche Blick"Bei der Mistel ist bislang nichts
klar," monierte Gabius. Für die immunmodulatorische
Wirkung von Mistelextrakten werden Lektine verantwortlich gemacht.
Dabei handelt es sich um potente Zellgifte. Das Ricin, ein Lektin
aus der Ricinuspflanze, sorgt immer wieder für Schlagzeilen: Es
soll das tödliche Gift im Regenschirmmord gewesen sein, dem
1978 der bulgarische Schriftsteller und Dissident Georgi Markov im
Londoner Exil zum Opfer fiel. Ihm wurde, vermutlich vom bulgarischen
Geheimdienst, auf offener Straße mit Hilfe einer präparierten
Regenschirmspitze eine Ricin-gefüllte kleine Metallkugel in den
Oberschenkel gestoßen. "Auch Mistellektine sind giftig,"
sagte Gabius, "und sie sollen es auch sein. Schließlich
sollen Tumorzellen abgetötet werde." Da diese Substanzen
von den Pflanzen aber als Fraßschutz produziert würden,
seien sie in ihrer Wirkung unspezifisch. "Das heißt für
die Tumorspezifität: Es gibt sie nicht!" Gabius erweiterte
diese These um die Überlegung, dass Substanzen, die vielleicht
nicht nützlich sind, auch nicht schädlich sein können.
Dem sei aber nicht so. Die Daten aus präklinischen Studien an
Zell- und Histokulturen sowie Tiermodellen, so Gabius, "stellen
die grundsätzliche Unbedenklichkeit der lektinbezogenen
Mistelanwendung in Frage." Wirkung nicht vorhersehbarEs habe
sich gezeigt, dass Mistellektine in vitro in der Lage seien, das
Immunsystem zu stimulieren. Insgesamt sei die klinische Datenlage
aber sehr inhomogen. So habe die Misteltherapie einigen Patienten
geholfen, in anderen Fällen habe sie aber das Wachstum von
Tumorzellen und die Metastasenbildung gefördert. Deshalb
"bestehen Bedenken bezüglich der Patientensicherheit",
formulierte Gabius vorsichtig. Die Anwendung von Mistellektinen sei
das Beschreiten unbekannter Nebenwege, es handele sich um eine
experimentelle Therapieform. "Sagen Sie nicht grundsätzlich:
"Keinesfalls Lektine!" Jeder Fall muss individuell
betrachtet werden. Beraten Sie nach bestem Wissen und Gewissen,
damit der Patient dann selbst entscheiden kann." Auf die Frage
aus dem Auditorium, welches Fazit er persönlich aus seinen
Kenntnissen ziehe, ob er eine Misteltherapie befürworte oder
ablehne, antwortete Gabius deutlicher: "Beim jetzigen Stand
unseres Wissens möchte ich nicht in die Situation unserer
Versuchstiere geraten."
-
© 2003 GOVI-Verlag
-
E-Mail: redaktion@govi.de
-
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/pza/2003-28/pharm1d.htm
-
Auch interessant in diesem Zusammenhang
-
http://www.geocities.com/ArBuess/Misteltherapie.pdf
-
Ich hatte einmal Misteltee probiert gegen Erkältungen. Als
Nebenwirkung wurde ich seeehr müde. Da frage ich mich ob diese
Müdigkeit auch bei der Mistel Spritze auftritt.
- Josef schrieb am 1.1.2004:
-
soeben erhielt ich folgende Email von einem
Arzt in Sachen Mistel. Wen es interessiert:
-
Sehr geehrter Herr XXXXXXXXXXXXXX,
-
leider ist die Misteltherapie nicht
wissenschaftlich gesichert, aber es sind immer mehr schwere
Nebenwirkungen bekannt. Bei fehlenden
-
Wirksamkeitsnachweis sind diese Nebenwirkungen
nicht zu verantworten. Die Ratschläge der betreffenden
Pharmafirmen sind in jeder Hinsicht unseriös.
-
Selbst bei lukrativer Privatbezahlung kann ich
deshalb als Hausarzt meinen Patienten irgendwelche Misteltherapieen
nicht anbieten.
-
Ich würde Ihnen eine fachonkologische
Beratung vermitteln, damit sie selbst mitentscheiden können,
welche Chancen mit welchen Nebenwirkungen zu erreichen sind.
-
mit freundlichen Grüßen
-
Ihr
-
Dr. XXXX. YYYYYYYYYYYY
-
Facharzt für Allgemein- und
Arbeitsmedizin
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Zur Information eine Zusammenfassung aus dem
Arzneitelegramm, eine pharmaunabhängige Fachzeitschrift für
Ärzte:
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blitz-a-t 18. Mai 2001
-
NUTZEN VON MISTELEXTRAKT (ISCADOR U.A.)
BLEIBT FRAGLICH
-
"Studie fordert Zugeständnis der
Schulmedizin, denn: Mit ISCADOR leben Krebspatienten länger"
(1), behauptet Weleda, Hersteller des Mistelextrakts ISCADOR,
anlässlich gerade veröffentlichter Subgruppenanalysen (2).
Die Daten kommen aus einem Pool von 10.226 Krebspatienten, die
zwischen 1971 und 1988 für eine andere epidemiologische Studie,
in 13 Kliniken und im Heidelberger Institut für
Präventivmedizin rekrutiert wurden.
-
Die nähere Betrachtung der Daten ist
indes ernüchternd: In keiner der insgesamt drei Teilstudien
wird berücksichtigt, wie lange, welche Dosis und welche
Zubereitungen von ISCADOR verwendet wurden. Es werden jeweils
zunächst Paare gebildet, die hinsichtlich Alter, Geschlecht,
Zeitpunkt der Primärdiagnose sowie Art des Tumors (Kolon, Brust
u.a.), Stadium, Operation (ja/nein), Chemotherapie (ja/nein) u.a.
(weitgehend) übereinstimmen sollen. Die mit 396 Paaren größte
der Studien, in der jeweils ein "Partner" zu irgend einem
Zeitpunkt den Mistelextrakt erhalten hat, eignet sich wegen
fehlender Randomisierung nicht als Nutzenbeleg. Diese lässt
sich auch nicht durch eine noch so sorgfältig durchgeführte
Paarbildung ersetzen, da die Randomisierung gerade eine möglichst
gleichmäßige Verteilung auch unbekannter Einflussgrößen
gewährleisten soll.
-
In den beiden anderen Studien wird von 49 bzw.
17 Paaren jeweils ein "Partner" ausgelost,
den Hausarzt um die Verschreibung von ISCADOR zu bitten. Diese Art
der Randomisierung ist zwar methodisch angreifbar, aber immerhin
besser als keine. Von den 49 Paaren gehen jedoch 10 (20 %)
nicht in die Auswertung ein, weil der Patient den Arzt nicht fragt
bzw. dieser den Mistelextrakt nicht verschreibt. Personen mit
geringer Compliance werden somit "aktiv" ausgeschlossen.
Dieses Herausfiltern begünstigt einseitig die
Interventionsgruppe, so dass auch diese Studie ohne Aussagekraft
bleibt. Aus der großen Kohorte von über 10.000
Teilnehmern bleiben letztlich also die Daten von zweimal 17 Frauen
mit Brustkrebs und Lymphknotenmetastasen. Tatsächlich scheint
ISCADOR deren mittlere Überlebenszeit zu verdoppeln (4,8 Jahre
versus 2,4 Jahre) (2). Es bleibt jedoch völlig offen, ob die
beiden Gruppen eingangs tatsächlich vergleichbar waren. Auch
fehlt die Angabe des Konfidenzintervalls, das bei kleinen Studien
besonders groß ist, so dass sich der wahre Therapieeffekt
nicht abschätzen lässt. Selbst wenn man von diesen
methodischen Mängeln absieht, reicht eine Studie mit 34
Personen sicher nicht als Nutzenbeleg aus.
-
Trotz über 70-jähriger Anwendung von
Mistelextrakten bei Krebs mangelt es an methodisch einwandfreien
randomisierten Studien, die einen Nutzen im Sinne von
Tumorremission, Lebensverlängerung oder besserer Lebensqualität
belegen (a-t 1999; Nr. 9: 94). Qualitativ gute Untersuchungen lassen
keinen Vorteil von Mistelpräparaten gegenüber Plazebo
erkennen. In der bislang besten Untersuchung an 477 Patienten mit
Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsbereich hat ein auf
Mistellektin 1 standardisierter Mistelextrakt keinen positiven
Einfluss auf die Überlebenszeit (3).
-
Angesichts möglicher Risiken der
"Immunmodulation" durch Mistellektine erscheinen weitere
Untersuchungen dringend erforderlich: Experimentell ist für die
durch Lektine vermehrt freigesetzten Zytokine auch ein
wachstumsfördernder Effekt auf verschiedene Krebszelltypen
beschrieben (4). Versuche an Ratten mit chemisch induziertem
Harnblasenkarzinom weisen in die selbe Richtung (5). In einer soeben
auf einem Kongress der amerikanischen Gesellschaft für
klinische Onkologie (ASCO) vorgestellten randomisierten Studie mit
200 Personen mit fortgeschrittenem malignen Melanom und anderen
Hauttumoren entwickeln 19% der mit Mistelextrakt behandelten
Patienten Hirnmetastasen gegenüber 7% in der Kontrollgruppe
(6). Bei einem Mann mit Non-HODGKIN-Lymphom bilden sich im Bereich
der Injektionsstellen eines Mistelpräparates subkutane
Lymphomknoten.
-
Angesichts der Datenlage erscheint uns die
Nutzen-Schaden-Abwägung weiterhin negativ, -Red.
-
1 Weleda: Presseinformation zu ISCADOR,
undatiert (Mai 2001)
-
2 GROSSARTH-MATICEK, R. et al.: Altern. Ther.
Health Med. 2001; 7: 57-78
-
3 STEUER-VOGT, M.K. et al.: Eur. J. Cancer
2001; 37: 23-31
-
4 GABIUS, H.-J. et al.: Cancer Invest. 2001;
19: 114-26
-
5 KUNZE, E. et al.: J. Cancer Res. Clin.
Oncol. 1998; 124: 73-87
-
6 EGGERMONT, A., zit. nach CNN.com./Health vom
15. Mai 2001
-
Redaktion arznei-telegramm
-
© 2001, A.T.I. Arzneimittelinformation
Berlin GmbH
-
Peter schrieb dazu am 2.1.2004:
-
das Thema Mistel, pc-spes etc. geistert nun
schon seit Jahren durch alle Medien. Herr Prof. Dr. med Beuth aus
Köln beschreibt alle Außenseiter-Nehandlungsmethoden sehr
kritisch in seinen beiden Büchern:
-
a) Krebs-ganzheitlich behandeln,
Trias-Verlag, Stuttgart, isbn-nr. 3-8304-3123-6
-
b) Grundlagen der Komplemetär-Onkologie,
Hippokrates-Verlag, Stuttgart, isbn 3-8304-5261-6.
-
Dort erhaltet ihr alle wissentschaftlich
fundierten Infos zu allen Außenseiter-Methoden.
-
Jörg (O) schrieb zu Josefs Beitrag am
3.1.2004 u. a.:
-
Ich mache seit 1995 eine Misteltherapie. Sie
hat meinen Prostatakrebs nicht besiegt (wie auch?), aber sie hat, so
empfinde ich das, mein Wohlbefinden verbessert. Seit 1995 habe ich
keine Grippe und keine Erkältung mehr.
- Guy schrieb am 8.2.2004:
-
Unter http://dkio.de/download/Abstracts%2019-28.pdf
gibt es einige interessante Artikel zu lesen über die
Bestrahlung und Misteltherapie. Jedoch kann ich den Text nicht
herunterladen so dass ich nur auf die Website verweisen kann [der
Text über die Misteltherapie findet sich auf Seite 26 dieses
Artikels – Ed].
- Erich fragte am 1.9.2005:
-
wer von Euch hat persönliche Erfahrungen
mit Prof. Dr. med. Klaus Maar gemacht? Siehe dazu auch:
http://www.krebs-nein-danke.de/.
-
Rudolf antwortete ihm am selben Tag:
-
wir hatten in unserer Selbsthilfegruppe einen
Kollegen, der inzwischen am PK verstorben ist, der sich auch bei
Dr. Maar Rat geholt hat in seiner verzweifelten Situation. Er
hat sich dort nicht behandeln lassen mit Hinweis auf die hohen
Kosten.
-
Das Konzept selbst, ein Mischung aus
Hyperthermie und Misteltherapie zur Stimulierung des Immunsystems,
ist für Männer, die Geld haben, als ergänzende
Maßnahmen vielleicht nicht verkehrt, müsste sich aber in
die Diskussion, wie überhaupt Immunsystem und Prostatakrebs
miteinander zusammenhängen, einordnen lassen.
-
Mittlerweile gibt es in Sachen Immunstimulanz
den Einsatz von Leukinen gegen den PK, aus den USA kommend und dort
auch von den Kassen bezahlt, hier leider nicht und deshalb, weil
auch teuer, wieder nur für betuchte PK-Kollegen [für
Neugierige: Die Wochenration Leukine (Sargramustim®)
kostet 960,- € – Ed].
-
Dr. Maar schreibt auf seiner Homepage:
-
"Dieses Konzept kann sowohl zu Beginn
einer Erkrankung als auch im manifesten Stadium in Ergänzung zu
schulmedizinischen Maßnahmen oder nach Therapieversagen
eingesetzt werden. Auch bei einem lediglich vermuteten Beginn (z. B.
PSA im Grenzbereich) erscheint der Einsatz sinnvoll. .... Bislang
wurden mit diesem Verfahren bei 50 Patienten sehr gute Erfahrungen
gemacht; die Ergebnisse sollen demnächst detailliert
veröffentlicht werden. Die positiven Effekte reichen von einer
anhaltenden Senkung des PSA-Wertes (ohne zusätzliche
Hormonblockade) bis hin zu in CT oder Kernspin messbaren Rückgängen
von Metastasen. Bei drei Patienten konnte das Fortschreiten der
Erkrankung allerdings nicht verhindert werden. Das Verfahren wird
weiterentwickelt und lässt auf noch positivere Ergebnisse
hoffen."
-
Also warten wir mal auf seine
Veröffentlichung.
- Siegmar schrieb am 2.5.2006:
-
Hab ich heute aus der Ärzte-Zeitung:
-
Patienteninformation zur Mistel-Therapie
-
Eine vom Unternehmen biosyn Arzneimittel GmbH herausgegebene
Patientenbroschüre "Die Mistel" gibt einen
verständlichen Überblick über den neuen Stand der
Forschung zu komplementären Krebstherapie mit standardisiertem
Mistelextrakt.
-
In der Broschüre werden die Wirkweise der Mistel-Inhaltsstoffe
sowie die Details der Therapie erläutert. Es wird auch auf
mögliche Gegenanzeigen eingegangen und die häufigsten
Fragen werden beantwortet.
-
Die kostenlose Broschüre "Die Mistel" kann
angefordert werden unter:
-
Tel. 0711/57532, Fax. 0711/57532-56, Mail info@biosyn.de.
-
Dazu schrieb Jürgen am 31.5.2006:
-
Seit zwei Jahren nehme ich auf Anraten meines Arztes die
Misteltherapie. Ich fühle mich seit der Zeit sehr wohl, mein
Immunsystem hat bessere Werte als vorher und ich bin mit dem
physischen und psychischen Heilungsprozess sehr zufrieden.
-
Es gibt verschiedene Präparate. Da musst du sehen, welches du
vertragen kannst. Mir sind die Pinienmistel, Apfelmistel und die
Eichenmistel bekannt, welche auch mit Silber oder Kupfer versetzt
sein können.
-
Eichenmistel ist die stärkste Form. Alle können
allergische Reaktionen auslösen. Dann sollte auf die Therapie
verzichtet werden. Besser wäre es, wenn du dir eine
Kleinpackung verschreiben lässt.
-
Ich spritze jeden 3. Tag 1 ml in den Bauch.
-
Eichenmistel: Iscador Qu c Arg. Serie II; 2 Amp. 1 mg; 2 Amp.
10 mg; 3 Amp. 20 mg (mit Eiche)
-
Apfelmistel: Iscador M c Cu Serie II; 2 Amp. 1 mg; 2 Amp.
10 mg; 3 Amp. 20 mg (mit Kupfer)
-
Wichtig ist die Serie, in der die Stärke ansteigt. Dadurch wird
das Immunsystem ständig angeregt und gewöhnt sich nicht an
eine bestimmt Dosis.
-
Es gibt auch Iscador als Ein-Stärken-Präparat. Ist nicht
zu empfehlen.
- paul007 fragte am 4.12.2009:
-
Habe mich zu dem Thema MISTELTHERAPIE eingelesen. Eine klare
Meinung/Linie gibt es hierzu wohl nicht. Hat jemand neuere
Erfahrungen gemacht, die interessant sind? In einem Beitrag stand,
dass die PAPPEL wohl der richtige Wirtsbaum wäre. Ist das
richtig? Wirkt die Therapie tatsächlich nur, wenn sich die
Einstichstelle rötet? Sicherlich gibt es im Forum Mitglieder,
die über aktuelle Erfahrungen berichten können.
-
Vor allem interessiert mich auch: Welche Negativwirkungen können
auftreten? Es ist im einzelnen zu diesen leider nichts nachzulesen.
Es stand auch zu lesen, dass das Wachstum von Tumorzellen und die
Metastasenbildung gefördert werden kann. Wie kann man diese
negativen Wirkungen überhaupt feststellen – mit welchen
Tests odgl.? Sollten bei einer Misteltherapie tatsächlich NEM
weggelassen werden? Wenn ja, warum eigentlich? Ist die Misteltheapie
noch immer eine experimentelle Behandlung beim PC?
-
In einem Beitrag steht: "Der Stellenwert der Misteltherapie ist
in meiner Praxis auf Null gesunken. Sie ist überflüssig
geworden." Wie soll man dies nun verstehen, zumal die
Krankenkassen eine Misteltherapie übernehmen?
-
Ralf antwortete am selben Tag:
-
Dass die Krankenkassen die Kosten für eine Misteltherapie
übernehmen, ist meines Wissens dem Druck der Grünen zu
verdanken, als sie noch unter Kanzler Schröder mitregierten. Es
ist an der Mistel viel geforscht worden. Eine therapeutische Wirkung
auf den Krebs hat Mistel nicht, gleichgültig, welchem Wirtsbaum
sie entstammt. Durch Mistel werden aber im Patienten Endorphine
("Glückshormone") freigesetzt, d. h. der Kranke
fühlt sich subjektiv besser, unabhängig von seiner
objektiven Situation.
-
Im "Ratgeber unkonventionelle Krebstherapien" von K.
Münstedt (Herausgeber), ISBN 3-609-16329-1, ist die
Misteltherapie auf 14 Seiten abgehandelt, und es ist viel von
Anthroposophie die Rede.
-
Daniel Schmidt ("der Strahlentherapeut") schrieb einen
Tag später:
-
Misteltherapie kann Tumorwachstum in der Regel nicht hemmen.
Zumindest gibt es dazu keine Studien, die dies zeigen konnten. Es
gibt Fallberichte von Tumorrückbildungen nach Misteltherapie,
aber es gibt auch Tumorrückbildungen auch ohne jegliche
Therapie.
-
Misteltherapie wird bei Lymphomen und anderen bösartigen
Erkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systemen nicht
empfohlen. Es gibt Daten dazu gibt, dass Mistel diese Tumoren zum
Wachsen bringen kann. Macht auch Sinn, denn Mistel aktiviert das
Immunsystem, d.h. unter anderen Zellen aus denen solche bösartigen
Erkrankungen (wie z.B. Leukämie) ausgegangen sind.
-
Mistel ist zugelassen, weil einige Studie zeigen konnten, dass die
Lebensqualität der Patienten unter Misteltherapie besser war
und die Nebenwirkungen der anderen onkologischen Therapie (OP,
Bestrahlung, Chemo- und Hormontherapie) besser vertragen wurden.
Dies ist sowohl mit der Freisetzung von Endorphinen in Verbindung zu
bringen, als auch duch eine Placebo-Effekt zu erklären.
-
Patienten, die eine Misteltherapie machen, "machen" eben
irgendetwas für Ihre Erkrankung und fühlen sich deswegen
besser (oder zumindest besser, als diejenigen, die glauben selbst
nichts gegen den Tumor machen zu können). Da Mistel auch eine
Entzündung an der Haut und erhöhte Körpertemperatur
verursachen können, verspürt der Patient eine "Wirkung"
der Massnahme.
-
Ich würde sagen, dass ca. 25 % aller Krebspatienten
Misteltherapie machen. Vor allem bei Brustkrebs gibt es eine sehr
starke Lobby für Misteltherapie. Ich werde oft von Patienten
angefragt, ob sie Misteltherapie machen sollen/dürfen.
-
Mein Standardsatz lautet (oder so ähnlich):
-
"Es gibt keine Beweise, dass Misteltherapie etwas gegen Ihren
Tumor anrichten kann. Allerdings gibt es Daten dafür, dass die
Nebenwirkungen der übrigen Behandlung niedriger werden und sie
sich damit besser fühlen. Wenn Sie an Misteltherapie glauben,
dann können sie diese auch machen. Sonst würde ich dies
nicht empfehlen."
-
Patienten mit bösartigen Erkrankungen des blutbildenden und
lymphatischen Systems rate ich von Misteltherapie ab.
-
Nebenwirkungen kann Misteltherapie sehr wohl haben.
-
1. Die Injektionen tun weh und es braucht eine gewisse Überwindung
diese sich selber zu machen.
-
2. Nach einer gewissen Anzahl von Injektionen, muss man sich oft
eine neue Stelle suchen, da die bislang gewählte Stelle
ziemlich rot, empfindlich oder blau werden kann.
-
3. Die Injektionsstellen können sich infizieren, daraus kann
sich die Infektion weiter ausbreiten. Bei onkologischen Patienten
mit schlechten Blutwerten, z.B. bei Chemotherapie kann sowas
gefährlich werden.
-
4. Man kriegt durch Mistel Fieber. Das ist zwar ein gutes Gefühl,
wenn der Patient dabei denkt, dass gerade Tumorzellen kaputtgehen,
weil Mistel wirkt (ob das so stimmt ist eine andere Geschichte).
Trotzdem kann es aber ein ziemlich blödes Gefühl sein.
Jeder, der schon mal Fieber hatte, weiss, dass Fieber nicht
unbedingt schön ist.
-
5. Man kann auf Mistel allergisch reagieren. Im schlimmsten Fall,
wenn man Mistel intravenös verabreicht bekommt (beim Arzt/in
der Klinik) kann man mit einem anaphylaktischen Schock reagieren.
Dies passiert glücklicherweise extrem selten.
-
Diese Meinung gefiel A.Fischer ganz und gar nicht. Am 9.12.2009
schrieb er:
-
Herr Dr. Schmidt irrt nur in drei Sachen:
-
1) „Da Mistel auch eine Entzündung an der Haut ....
verursachen können, ...“
-
Nicht "auch" und nicht "kann", sondern muss!
Sonst hat die Anwendung keinen Sinn, erfüllt ihren Zweck nicht.
Das ist gerade der erwünschte Effekt: Das Brennen und die
Rötungen der Haut im Bereich der Einstichstelle, von denen
selbst Dr. Schmidt schreibt, sind ja schon Versuche der Haut sich
infolge der Reizungen durch den Mistelextrakt (abakteriell) zu
entzünden, und zwar nach jedem Einstich, den der Organismus als
fremden, unangenehmen Eindringling erkennt und sich mit diesen
Symptomen gegen ihn wehrt. Letztlich ist jede Entzündung ein
Abwehrmechanismus des Körpers gegen ungewohnte Zustände im
Körper bzw. gegen fremde "Angreifer", die der
Organismus nicht kennt (daher sind bei Mistel auch Pausen notwendig)
oder mit denen er zunächst nicht zurecht kommt, sei es die
Mittelohr-, Blinddarm- oder Lungenentzündung oder meinetwegen
das Gerstenkorn oder die Akne. Dr. Schmidt schreibt ohne wenn und
aber selbst: "..., denn Mistel aktiviert das Immunsystem, ...",
schreibt aber nicht mehr, wie sie das macht - für meinen
Geschmack nicht tiefgründig genug. Kommt es nämlich zu
diesen (wohl erwünschten) Hautrötungen und dem Brennen
nicht, erkannte der Organismus den "Eindringling" nicht
und hat dann auch keinen Grund, "das Immunsystem zu aktivieren"
und neue Antikörper gegen ihn vermehrt zu bilden. Dann kann man
immer noch eine andere (stärkere) Sorte ausprobieren oder den
Produzenten bzw. den Wirtsbaum wechseln oder gar auf eine andere
Immuntherapie umsteigen.
-
Wenn Dr. Schmidt eine bakterielle Entzündung gemeint hat: Diese
kann man getrost außer Acht lassen – man benutzt ja vor
jeder Injektion eine Desinfektion. Bei Biopsie durch den
verschmutzen Darm ohne Möglichkeit die Einstichstelle zu
desinfizieren ist die Gefahr einer bakteriellen Entzündung
unvergleichlich größer.
-
2) "2. Nach einer gewissen Anzahl von Injektionen, muss man
sich oft eine neue Stelle suchen, da die bislang gewählte
Stelle ziemlich rot, empfindlich oder blau werden kann."
-
Die Einstichstelle soll nicht erst nach mehreren Einstichen ("...da
die bislang gewählte Stelle...") rötlich werden,
sondern nach jedem Einstich, sonst gewöhnt sich der Körper
irgendwann an die Spritzen, wird refraktär und reagiert nicht
mehr auf die Reizung (wie eben durch die Haut im Bereich der
Einstichstelle signalisiert – kein Brennen, keine Rötungen)
und provoziert folglich auch keine erhöhte Produktion von
Antikörpern. Allein aus diesem Grund soll man die Stellen
abwechselnd nach jedem Einstich wechseln - also bei 3 Spritzen in
der Woche in den unteren Bauchbereich einmal links, einmal rechts
und einmal in die Mitte, dann wieder links, dann wieder rechts und
wieder in der Mitte und so fort (sagte mir auch mein HA / FA f.
Naturheilkunde), damit sich jede Einstichstelle nach einer Woche
"Ruhezeit" erholen kann. Außerdem werden die jew.
Dosierungen lt. Behandlungsplan mit jeder Spritze immer wieder
erhöht, bis zur Pause. - Ist auch logisch. Dr. Schmidt schreibt
selber von der "Aktivierung des Immunsysetms" durch
Mistel, diese kann aber nur dann erfolgen, wenn die Mistel durch
Reizungen (leichte) Hautentzündungen oder sogar Fieber
provoziert. Insofern widerspricht Hr. Schmidt sich hier selbst.
-
3) "Nebenwirkungen kann Misteltherapie sehr wohl haben."
-
Dr. Schmidts "Nebenwirkungen" # 1-5 sind absolut
lächerlich. Mit Ausnahme von Lymphomen, die ich nicht kenne und
deshalb nicht beurteilen kann, kann man die Aversion zum
Selbstspritzen nicht ernsthaft als "Nebenwirkung"
betrachten, wenn man als "Nebenwirkungen" der
Haupttherapien bei PK z. B. die irreparable Impotenz und Inkontinenz
gegenüber stellt.
-
Die Infektionsgefahr bei den Einstichstellen ist gleich Null, wenn
man die Desinfektion benutzt, und zwei Nullen im Vergleich mit der
Infektionsgefahr bei der Biopsie, bei jeder OP selbst oder in jedem
Krankenhaus überhaupt. Oder in jeder Straßenbahn, oder
beim Schieben des Einkaufswagens im Supermarkt und und und...
-
Das (kurzfristige) Fieber ist genauso wie die Hautrötungen
erwünscht, falls es überhaupt eintritt, s. o. Die
Patienten deshalb von der erhabenen Position eines Arztes zu
belächeln, sie "denken sich" unqualifizierter- und
fälschlicherweise, dass "ETWAS sich da gegen den Krebs
täte", ist schwach; wie ich sehe, Hr. Dr. Schmidt hat
selber Wissenslücken. Als Arzt müsste er übrigens
selbst am besten wissen, dass jedes Fieber bedeutet, dass der Körper
sich dadurch wehrt und ein Anzeichen dafür ist, dass er deshalb
die eigene Abwehr mobilisiert (Dr. Schmidt nennt das "aktiviert"),
egal ob bei einer akuten Bronchitis oder wenn man sich im Bus einen
Grippenvirus holte.
-
Eine intravenöse Mistelverabreichung ist Blödsinn, dann
lieber auf Mistel ganz verzichten und eine andere Immuntherapie
wählen. Dr. Schmidt empfiehlt die Mistel nicht besonders gern
und wenn, dann nur als Quasi-Placebo. Dann kann man das auch ganz
sein lassen - es gibt genügend andere, unproblematischere
Mittel mit einem Placeboeffekt, die keinerlei „Überwindung“
bedürfen. Es gibt m. E. auch keinen Grund, warum man die Mistel
nicht unter die Bauchhaut spritzen sollte - selbst einem
Armamputierten kann's seine Frau machen.
-
Allergie ist keine "Nebenwirkung" im üblichen Sinne,
man kann auch gegen Milch und Tausendundeins andere Lebensmittel wie
auch gegen Pollen, Katzenhaare usw. usw. allergisch sein (ich bin
beispielsweise gegen eingebildete Anuskriecher und selbsternannte
Möchtegern-Kapos allergisch) - dies lässt sich problemlos
feststellen. Kein Mensch trinkt bei Milchallergie dieses Getränk.
So muss ein Mensch mit Allergie gegen Mistel nicht unbedingt diese
Therapie machen (kann z. B. zu einer anderen Immuntherapie
wechseln), dann gibt es auch keine Allergiefolgen und auch keine
"Überwindung" wie bei den Mistelspritzen. Diese (eher
sehr seltene) Allergie gegen Mistel, falls es sie überhaupt
geben sollte, als "mögliche Nebenwirkung" zu nennen
ist insofern schon fast obszön.
-
- - - - - - - - -
-
In diesem Forum gab es vor Jahren m. E. die einzige unumstrittene
Autorität in Sachen Mistel namens Fridolin - der hat(te) zu
Hause jede Menge Büroordner voll gestopft mit Unterlagen über
dieses Gewächs. Das war so ein Kenner, dass er tatsächlich
unter den Wirtsbäumen unterschieden hat. Solche wertvolle
Menschen sind dann allmählich aus dem Forum verschwunden, von
Leuten verdrängt, die sich hier heute anmaßen, trotz
eigener fachlichen Inkompetenz federführend alles regeln zu
müssen. - Schade.
-
Zu Mistel und NEM: Die einzige Erwähnung dieses Dilemmas auf
den BPS-Seiten ist der Eintrag eines gewissen Dieters im
Forumextrakt vom 1.7.2003, der besagt: "Ich habe die
Mistelpräparate austesten lassen und man kam zu dem Befund,
dass am Tage des Spritzens keine Nahrungsergänzungsmittel
genommen werden dürfen. - (...) Ob sie aber gegen PK gut sind,
ich glaube einfach daran."
-
Beweihräucherer des Forumextrakts bejubeln natürlich
solche bahnbrechende Informationen. Doch von wem stammt sie? Wer hat
"die Mistelpräparate" ausgetestet, wie hat er das
gemacht und welche Präparate waren es? Wer ist "man",
der so befunden hat? Und wer ist der Autor dieser umwerfenden
Auskunft? Wenn so etwas eine Uni-Klinik oder ein Prof. soundso in
einem Fachreferat behaupten würde, dann wäre es erstens
glaubhafter, und zweitens würden diese dazu auch etwas mehr
schreiben (welche NEM, warum und wieso...) Woher willst Du aber
wissen, wo dieser "Dieter" was darüber gelesen hat?
Oder sind diese Kenntnisse in der Schlange an der Kasse bei Aldi
gesammelt worden...? In den Foren kann Jedermann schreiben, ohne
Prüfung seiner fachlichen Kompetenz. Ist "Dieter" vom
Beruf (Fach)Arzt? Woher willst Du wissen, ob er vielleicht nicht ein
Lastwagenfahrer oder Friseur mit einer etwas zu wilden Phantasie
ist? Sein letzter Satz würde eher die letztere Alternative
erahnen lassen... - In solchen Fragen solltest Du lieber - mehrere!
- Fachärzte der entsprechenden Fachrichtung (FA f.
Naturheilkunde, Homöopathen, Onkologen, Urologen und was alles
es so gibt) befragen und zusätzlich nach einschlägigen
Fachberichten von Universitäten / Unikliniken / Professoren /
Forschungsinstituten u. dgl. googeln oder diese direkt anmailen und
nicht sich von nichtssagenden, nunmehr 6 Jahre alten = vielleicht
auch schon veralterten Vorstellungen anonymer Enthusiasten
beeindrucken lassen.
-
Nach Verständnis und Angaben meiner Ärzte gibt es keine
Kontraindikation zwischen Iscador und den wenigen NEM, die ich
einnehme. Das kann natürlich bei jedem Menschen, jeder
Krankheit und jedem Krankheitsstadium anders sein.
-
Darauf antwortete Daniel Schmidt am selben Tag ebenso
ausführlich:
-
Ich bin nicht auf Streit hinaus, aber Sie wohl schon...
-
Herr Dr. Schmidt irrt nur in drei
Sachen:
-
1) „Da Mistel auch eine
Entzündung an der Haut .... verursachen können, ...“
Nicht "auch" und nicht "kann", sondern muss!
Sonst hat die Anwendung keinen Sinn, erfüllt ihren Zweck nicht.
-
Es bleibt bei "auch" und "kann". Nicht bei allen
Patienten treten diese Effekte ein. Und deswegen ist es "auch"
und "kann".
-
Dr. Schmidt schreibt ohne wenn und aber selbst: "..., denn
Mistel aktiviert das Immunsystem, ...", schreibt aber nicht
mehr, wie sie das macht - für meinen Geschmack nicht
tiefgründig genug.
-
Ist doch egal auf welche Molekularbasis dieses Phänomen beruht.
Das Immunsystem wird aktiviert.
-
Ob das natürlich einen Effekt auf den Tumor hat ist eine völlig
andere Sache.
-
Wenn das nämlich so wäre, dann müsste man den
Patienten gar keine Mistel spritzen. Dann könnte denen einfach
Bakterien oder Viren spritzen, dann würde es genauso gut
klappen. Die aktivieren das Immunsystem nämlich auch.
-
Wenn Dr. Schmidt eine bakterielle Entzündung gemeint hat: Diese
kann man getrost außer Acht lassen – man benutzt ja vor
jeder Injektion eine Desinfektion.
-
Ach was... Und jeder Arzt und jede Krankenschwester desfiniziert
auch den Arm bevor er/sie eine Venenverweikanüle (Zugang) legt.
-
Wollen wir im Forum hier fragen wieviele Leute schon Entzündungen
an Einstichstellen von Venenverweilkanülen hatten?
-
Bei Biopsie durch den verschmutzen Darm ohne Möglichkeit die
Einstichstelle zu desinfizieren ist die Gefahr einer bakteriellen
Entzündung unvergleichlich größer.
-
Glücklicherweise muss man diese Biopsie ein- oder zweimal
machen und nicht immer wieder, wie bei der Mistelbehandlung.
-
2) "2. Nach einer gewissen Anzahl von Injektionen, muss man
sich oft eine neue Stelle suchen, da die bislang gewählte
Stelle ziemlich rot, empfindlich oder blau werden kann."
-
Die Einstichstelle soll nicht erst nach mehreren Einstichen ("...da
die bislang gewählte Stelle...") rötlich werden,
sondern nach jedem Einstich, sonst gewöhnt sich der Körper
irgendwann an die Spritzen, wird refraktär und reagiert nicht
mehr auf die Reizung (wie eben durch die Haut im Bereich der
Einstichstelle signalisiert – kein Brennen, keine Rötungen)
und provoziert folglich auch keine erhöhte Produktion von
Antikörpern.
-
Das weiss ich auch. Das Problem ist aber, dass manchmal gewisse
Bereiche des Körpers so verletzt werden können, dass man
keine Spritze mehr da setzen kann.
-
Jeder, der schon mal Heparin spritzen musste kennt das. Man fängt
mit dem Bauch an, dann der Oberschenkeln und irgendwann ist alles
nur noch blau und man weiss nicht mehr wohin mit den Spritzen.
-
Dr. Schmidt schreibt selber von der "Aktivierung des
Immunsysetms" durch Mistel, diese kann aber nur dann erfolgen,
wenn die Mistel durch Reizungen (leichte) Hautentzündungen oder
sogar Fieber provoziert. Insofern widerspricht Hr. Schmidt sich hier
selbst.
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Warum das so ist habe ich zwar nicht verstanden, aber wie Sie
meinen...
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3) "Nebenwirkungen kann Misteltherapie sehr wohl haben."
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Dr. Schmidts "Nebenwirkungen" # 1-5 sind absolut
lächerlich. Mit Ausnahme von Lymphomen, die ich nicht kenne und
deshalb nicht beurteilen kann, kann man die Aversion zum
Selbstspritzen nicht ernsthaft als "Nebenwirkung"
betrachten, wenn man als "Nebenwirkungen" der
Haupttherapien bei PK z. B. die irreparable Impotenz und Inkontinenz
gegenüber stellt.
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ALLES ist eine Nebenwirkung. Es geht nicht darum wie schlimm die
Nebenwirkung ist. Jede Therapie die eine zweifelhafte Wirkung hat,
muss man ganz genau unter die Lupe nehmen, egal wir gering ihre
Nebenwirkungen sind.
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Das (kurzfristige) Fieber ist genauso wie die Hautrötungen
erwünscht, falls es überhaupt eintritt, s. o. Die
Patienten deshalb von der erhabenen Position eines Arztes zu
belächeln, sie "denken sich" unqualifizierter- und
fälschlicherweise, dass "ETWAS sich da gegen den Krebs
täte", ist schwach; wie ich sehe, Hr. Dr. Schmidt hat
selber Wissenslücken.
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Zeigen Sie mir eine randomisierte Studie, die die Effektivität
von Mistel gegen Tumoren zeigt. Wenn Sie keine haben, seien Sie
bitte still.
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Als Arzt müsste er übrigens selbst am besten wissen, dass
jedes Fieber bedeutet, dass der Körper sich dadurch wehrt und
ein Anzeichen dafür ist, dass er deshalb die eigene Abwehr
mobilisiert (Dr. Schmidt nennt das "aktiviert"), egal ob
bei einer akuten Bronchitis oder wenn man sich im Bus einen
Grippenvirus holte.
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Die Abwehr gegen Mistel ja. Die Abwehr gegen den Tumor höchst
fraglich...
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Sie sollten auch wissen, dass es Hinweise darauf gibt, dass die
Überproduktion von Entzündungsfaktoren das Zellwachstum in
Tumoren begünstigen kann. Im ungünstigsten Fall füttert
man den Tumor mit der Misteltherapie.
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Eine intravenöse Mistelverabreichung ist Blödsinn, dann
lieber auf Mistel ganz verzichten und eine andere Immuntherapie
wählen.
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Das ist Ihre Meinung. Die Lukas-Klinik in der Schweiz, eine der
führenden Kliniken zur Misteltherapie nach meinen
Informationen, führt solche Behandlungen durch.
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Dr. Schmidt empfiehlt die Mistel nicht besonders gern und wenn, dann
nur als Quasi-Placebo.
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Das ist meine Meinung, ja.
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Dann kann man das auch ganz sein lassen - es gibt genügend
andere, unproblematischere Mittel mit einem Placeboeffekt, die
keinerlei „Überwindung“ bedürfen.
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Sehe ich nicht so. Wenn Sie irgendwelche Kräutertees oder
Vitaminkapseln nehmen hilft das nicht so sehr als Placebo, weil es
wenig Feedback gibt. Sie trinken/schlucken das Zeug und das war's.
Eine Erscheinung sehen Sie nicht. Bei Mistel kriegen Sie Fieber und
rote Hautstellen. Das ist ein gutes Feedback.
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Es gibt m. E. auch keinen Grund, warum man die Mistel nicht unter
die Bauchhaut spritzen sollte - selbst einem Armamputierten kann's
seine Frau machen.
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Es kostet Überwindung. Nicht alle Leute können spritzen.
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Allergie ist keine "Nebenwirkung" im üblichen Sinne,
man kann auch gegen Milch und Tausendundeins andere Lebensmittel wie
auch gegen Pollen, Katzenhaare usw. usw. allergisch sein (ich bin
beispielsweise gegen eingebildete Anuskriecher und selbsternannte
Möchtegern-Kapos allergisch) - dies lässt sich problemlos
feststellen.
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Ach was... Dann machen Sie mal den Beipackzettel von Aspirin auf.
Unter "unerwünschten Wirkungen" (auch genannt
"Nebenwirkungen") finden Sie auch die allergische
Reaktion.
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Diese (eher sehr seltene) Allergie gegen Mistel, falls es sie
überhaupt geben sollte, als "mögliche Nebenwirkung"
zu nennen ist insofern schon fast obszön.
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Ich finde eher Ihre Argumentation und Ihre Sprachweise obszön.
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In diesem Forum gab es vor Jahren m. E. die einzige unumstrittene
Autorität in Sachen Mistel namens Fridolin - der hat(te) zu
Hause jede Menge Büroordner voll gestopft mit Unterlagen über
dieses Gewächs. Das war so ein Kenner, dass er tatsächlich
unter den Wirtsbäumen unterschieden hat. Solche wertvolle
Menschen sind dann allmählich aus dem Forum verschwunden, von
Leuten verdrängt, die sich hier heute anmaßen, trotz
eigener fachlichen Inkompetenz federführend alles regeln zu
müssen. - Schade.
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Das ist ein Problem dieses Forums. Eigentlich wissen wir gar nicht
ob das immer so ist. Wir wissen nicht ob die Leute verdrängt
wurden, oder ob sie vielleicht selber gemerkt haben, dass sie
Schwachsinn behauptet haben, oder sogar schlimmer, leider verstorben
sind, weil sie einen Therapieweg gewählt haben, der nicht ideal
war. Ich meine das nicht jetzt speziell für Fridolin, aber
insgesamt als Problem. Es wird oft von irgendwelchen "Weisen"
gesprochen, die alles richtig machten. Bloss warum sind sie alle
nicht mehr da?
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Wenn so etwas eine Uni-Klinik oder ein Prof. soundso in einem
Fachreferat behaupten würde, dann wäre es erstens
glaubhafter, und zweitens würden diese dazu auch etwas mehr
schreiben (welche NEM, warum und wieso...)
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Das gibt es bereits. Alternativ-
oder "Komplementär-(ich mag letzteren Ausdruck nicht)"
Medizin wird akademisch untersucht und betrieben. Es gibt ein gutes
Buch zu solchen Behandlung, da drin tauchen auch die Mistel auf:
"Krebs ganzheitlich behandeln"
http://www.amazon.de/Krebs-ganzheitlich-behandeln-Josef-Beuth/dp/3830432224
von Prof. Beuth. Er ist der Leiter des Instituts zur
wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der
Uni Köln. Ich mag hier keine Werbung machen, finde aber das
Buch sehr gut und habe zwei Vorträge vom Autor mir mal
angehört.
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A.Fischers Frage nach Fridolin beantwortete hartmuth am
11.12.2009:
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Fridolin war mit T1, Gleason 3+4 und PSA 5,38 ng/ml in 2001
diagostoziert worden. Mit Mistel und anderen NEMs erreichte er in
02/2002 einen PSA von 3,84, ehe er zusätzlich mit einer DHB
begann. In 2007 war sein PSA bei 0,85 ng/ml und heute, nach
acht Jahren, erfreut sich Fridolin m. W. noch immer bester
PSA-Werte.
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