Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Ernährung
– Modifiziertes Citruspektin (MCP)
- [Dr.
Fritz Jaisli von der Schweizer Herstellerfirma des Modifizierten
Citruspektin, Take Care teilte mir am 19.4.2005 folgendes mit:
"Die
Schweizer Firma Take Care macht einen direkten Versand nach
Deutschland bereits ab sechs Dosen MCP zu 70,- Euro/Dose frei
Haus. Bestellungen jeweils bis zum 15. eines Monats senden an
info@takecare.ch. Das MCP wird
unter dem Namen "Expecting" MCP vertrieben. Die Dose
enthält 450 g Pulver mit inliegender Dosierhilfe und
reicht bei 15 g/Tag für einen Monat."
– Ed]
- Günter
schrieb am 19.3.2004 im BPS-Forum:
-
ich möchte heute
gerne von einem Vortrag zum Thema Modifizierte Zitruspektine
berichten, der am 2. März 04 im Uniklinikum Gießen als
Teil der Gießener Onkologischen Patientenseminare stattfand.
Diese werden von der Hessischen Krebsgesellschaft und der
Justus-Liebig-Universität in Gießen gestaltet.
-
Nach Phase-I- und
-II-Studien, durchgeführt im Uniklinikum Freiburg, soll nun in
drei Klinken (Bad Sooden-Allendorf, Saalfeld/Thüringen und
Gießen) die Phase-III-Studie begonnen werden. Die Sponsoren
hierfür sollen die Mildred-Scheel-Stiftung und die Stiftung
Sokrates werden. Endgültige Studiengenehmigung steht noch aus
vom Bundesamt für Arzneimittel.
-
Die Studie ist
konzipiert als eine prospektive, multizentrische, doppelblinde,
placebokontrollierte Studie mit 200 Teilnehmern, je zur Hälfte
Placebo bzw. modifizierte Zitruspektine. Beginn der Rekrutierung ist
geplant für ca. Mai 04. Die zu überprüfende Erwartung
ist die Befähigung der Pektine, Tumorzellen zu ummanteln und
sie an ihrer Verbindungsfähigkeit mit anderen Tumorzellen,
sowie an der Entwicklung von Eigenversorgung, Angiogenese, zu
hindern und sie der Entsorgung durch den Körper anheim zu
stellen. Die Behandlung ist nebenwirkungsfrei und wurde auch schon
z. B. von Dr. Strum bewertet. Dieser Therapieversuch ist vor
allen Dingen auf die Wirkung gegen Metastasierung gerichtet.
Teilnehmende Patienten werden wie folgt beschrieben: Mamma- und
Kolorektalkarzinom-Patienten, nach einer Chemotherapie oder
Hormontherapie, ohne ausreichend gutes klinisches Stadium und nicht
geeignet für eine weitere agressive Behandlungsform. Die
wissenschaftlich, klinische Bewertung soll nun mit dieser Studie
geschehen.
-
PD Dr. Karsten
Münstedt, Oberarzt an der Unifrauenklinik in Gießen, er
ist übrigens der Autor des kürzlich erschienen Buches zur
Bewertung von komplementärmedizinischen Therapieformen gegen
den Krebs, möchte auch gerne Prostatakrebspatienten in der
Studie sehen, auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass das
Mammakarzinom und das PK sich am ähnlichsten von allen soliden
Tumoren sind.
-
Ich versuche mich an
der Schaffung der Aufnahmemöglichkeit von PK Patienten in die
Studie.
-
In Deutschland gibt es
einen Vertrieb der von der Schweizer Firma "take!care"
hergestellten Modifizierten Zitruspektine. Der Vertreiber ist Dr.
Miller - Pharma-Im-/Export in Stuttgart*). Ich habe dieses noch
nicht persönlich nachgeprüft, bzw. den Preis ermittelt.
Diese Pektine werden bereits seit letztem Jahr in die USA geliefert.
-
[*)
Pharma Import-Export GroßHdl. Dr. Miller, Königstr.
68/70, 70173 Stuttgart, Telefon 0711/22478-0, Fax 0711/22478-30 –
Ed]
-
Julius schrieb
darauf am selben Tag:
-
Seit gut einem halben
Jahr nehme ich bereits das Modifizierte Citruspektin ein. (wegen
vorhandener Metastasen). Ich bezog das Mittel bisher aus den USA von
der Firma Thorne Research, Dover, MCP 90 Kapsel zu 19,71 USD.
-
Die Firma Flora
(vermutl. Dänemark) produziert das Bio-Pectine, während
Life-Extension das Mittel unter Pecta-Sol verkauft.
-
Wenn deine Angaben
über die Firma Dr. Miller, Stuttgart zutrifft, wäre das
vielleicht eine Erleichterung für die Beschaffung, da das
Zoll-Verfahren wegfallen würde.
-
Hier noch ein
Beitrag-Auszug aus "Prevent-Network"
-
"Neue
nutriologische Beiträge" unter Prof. D. H Härtinger
-
Einleitung
-
Modifiziertes
Citruspektin (MCP) oder fraktioniertes Pektin ist ein komplexes
Polysaccharid, das aus der Schale und dem Fruchtfleisch von
Zitrusfrüchten gewonnen wird.
-
Sein Reichtum an
Galaktosidresten verleiht ihm eine spezielle Affinität für
bestimmte Krebszelltypen.
-
Zu den am stärksten
lebensbedrohenden Komplikationen einer Krebserkrankung gehört
die Absiedlung von Metastasen.
-
Die Tatsache, dass bis
heute wirksame Therapien zur Metastasenbekämpfung fehlen, hat
dazu geführt, dass Untersuchungen zur Wirksamkeit von MCP als
Metastasenhemmer bei einigen Krebsarten wie z. B. Melanom,
Prostatakarzinom und Brustkrebs in Angriff genommen wurden.
-
Wirkungsmechanismen
-
Wissenschaftliche
Untersuchungen haben gezeigt, dass zu den Voraussetzungen einer
Metastasierung die Verklumpung von Karzinomzellen gehört. Am
Ablauf dieses Aggregationsprozesses sollen die Galektine an der
Oberfläche der Krebszellen großen Anteil haben.
-
Das galaktosereiche
modifizierte Citruspektin zeigt eine ausgeprägte
Bindungsaffinität für die Galektine auf der Oberfläche
von Krebszellen und kann infolgedessen die Aggregation, Adhäsion
und Metastasierung der Krebszellen hemmen bzw. blockieren.
-
Aufgrund der
Lebensbedrohlichkeit metastasierender Karzinome wurden die meisten
Untersuchungen zur Entwicklung antimetastatischer Therapien entweder
an In-vitro-Zellkulturen oder im Tiermodell durchgeführt.
-
Obgleich bislang nicht
eindeutig geklärt ist, inwieweit sich diese Studien auf den
Menschen übertragen lassen, sind die Arbeiten über MCP
vielversprechend.
-
Klinische
Indikationen
-
Prostata-Karzinom
-
In einer
humanmedizinischen Studie prüften Strum et al. bei sieben
Patienten mit Prostatakarzinom die Wirkung von MCP auf die
Verdoppelungszeit des Prostata-spezifischen Antigens (PSA).
-
Die Konzentration
dieses als Tumormarker verwendeten Prostata-Enzyms und die Zeit, in
der sich seine Konzentration verdoppelt, stellen ein Maß für
die Geschwindigkeit des Tumorwachstums dar.
-
Modifiziertes
Citruspektin wurde in einer Dosierung von 15 g/die in drei
Teildosen oral verabreicht.
-
Bei vier der sieben
Patienten führte dies zu einer Verlängerung der
PSA-Verdoppelungszeit um mehr als 30 Prozent.
-
Diese Verlängerung
ist Ausdruck eines verlangsamten Tumorwachstums.
-
Marco schrieb
ebenfalls am 19.3.2004:
-
unter folgender
Adresse findet man Vieles über MCP:
http://www.lef.org/magazine/mag2004/mar2004_report_citrus_01.htm
oder vielleicht einfacher: www.lef.org
und bei "search" eingeben: MCP.
-
Ich habe dieses direkt
in den USA bestellt beim Hersteller www.econugenics.com.
Das Pulver ist billiger als die Kapseln. Ist wie üblich teuer,
ca 900 EUR für 12 x 450g, oder ausreichend für ein Jahr.
Die Post übernimmt die Verzollung und schickt Rechnung oder
kassiert gleich.
-
MCP (als Pulver) zu
nehmen in Flüssigkeit 3 x 5 g pro Tag. Ich nehme
es seit ca sechs Monaten 2 x 7,5 g/d. Keine spürbaren
Wirkungen. Aber wenn die Studien stimmen, könnte es sich
lohnen.
-
Nur: die deutschen
Studien sind falsch geplant, da die Metastasenbildung bekämpft
werden soll, was bringt die Anwendung im Spätstadium?
-
Dr.
F. Eichhorn schrieb am 20.3.2004 zu Günters ursprünglichem
Beitrag:
-
Dr.Strum hat mit MCP
folgende Pilotstudie durchgeführt:
-
--------------------------------------------------------------------------------
-
MODIFIED CITRUS
PECTIN SLOWS PSA DOUBLING TIME: A Pilot Clinical Trial
-
Stephen Strum MD, Mark
Scholz MD, Jon McDermed Pharm D, Michael McCulloch BA, Isaac Eliaz
MD
-
Presented at the
International Conference on Diet and Prevention of Cancer, May 28
June 2, 1999, Tampere, Finland
-
--------------------------------------------------------------------------------
-
ABSTRACT
-
The purpose of this
pilot clinical trial was to evaluate the ability of Modified Citrus
Pectin to influence the PSA slope in men with prostate cancer.
Patients who had either relapsed after or failed prior treatment for
prostate cancer (PSA range 0.63 to 7.50) were given Modified Citrus
Pectin (PectaSol ®, EcoNugenics, Inc., San Rafael, CA 94901) at
a dosage of 15 grams per day in three divided oral doses. PSA
doubling time was calculated. A response (more than 30 % lengthening
of PSA doubling time) was seen in 417 patients (57 %). One patient
(1/7) had a partial response, one patient (1/7) had stable disease,
and one patient (1/7) did not respond. Modified Citrus Pectin
appears to lengthen the PSA doubling time in prostate cancer
patients with low levels of PSA. Study responses are additionally
compelling, as all study participants are still alive and evaluable
for long-term follow-up almost three years after completion of this
study. More research involving larger numbers of patients is needed
to full), define the role of MCP in prostate cancer treatment.
-
PURPOSE
-
The purpose of this
pilot clinical trial was to evaluate the ability of Modified Citrus
Pectin to influence the PSA slope in men with prostate cancer.
-
INTRODUCTION
-
For prostate cancer to
spread, research indicates that a clump of cells may be required
rather than a single cell or a few individual cells together. The
ability for cancer cells to "clump" appears to be
mediated, at least in part, by carbohydrate-binding, proteins
(CBP's) located on the cell surface. One such CBP is a
galactoside-binding lectin or "galectin" called
galectin-3.
-
In human studies
involving colon, stomach and thyroid cancers, the amounts of
galectin produced increased proportionally as the cancers grew from
their earliest to their most advanced stages. It is reasonable to
hypothesize that the higher galectin levels permit greater adhesion
and clumping of cancer cells at a "target site," i.e. the
site of metastasis. Thus, these lectin binding "receptors"
and their ability to bind cell surface carbohydrates and
glycoproteins may serve as the cement that allows cancer cells to
clump and possibly bind to metastatic target sites.
-
Plant fiber derived
from citrus fruit contains "citrus pectin", a highly
non-branched complex polysaccharide that is rich in galactosyl
(sugar carbohydrate) residues. MCP is citrus pectin that has been
pH-modified into smaller, less complex molecules that dissolve much
better in water and are absorbed more completely by the body when
taken by mouth. MCP appears to compete with the galectin-3 receptor
sites thereby interfering with cancer cell-cancer cell and cancer
cell-metastatic target site interactions.
-
In a study by Pienta
et al, two groups of rats serving as an animal model for human
prostate cancer were injected with MAT-LyLu Dunning, R3327 rat
prostate adenocarcinorna cells. (MAT-LyLu cancer cells grow more
rapidly and have a greater tendency to metastasize throughout the
body). Half of the rats were "controls" and were given
plain drinking water, while the others were given MCP in their water
at a 0.1 % concentration.
-
Results from this
study showed 7/14 (50 %) of 0.1 % MCP-treated rats
developed lung, metastases, which was significantly lower in 15/16
of control animals (93.75 %). When 1 % MCP was studied in the
same manner, lung metastases occurred in 9/16 (56.3 %) of
MCP-treated animals. The number of metastatic colonies in the lungs
of the 1.0 % MCP group (1 +/- 1) was significantly lower than
in the control group (9 +/- 4).
-
The same authors later
showed that MCP also reduced the ability of rat prostate
adenocareinoma cells to bind to rat endothelial cells (the type of
cells that form the inside lining of blood vessels) in a
dose-dependent manner. In other words, with higher doses of MCP,
proportionately greater reductions in cancer cell binding to
endothelial cells were observed. When human prostate cancer cells
metastasize, they appear to bind to the same target receptor site,
i.e. galectin-3, that MCP binds with (Pienta KJ et al, J Natl Cancer
Inst. 87:348-353,1995).
-
MATERIALS &
DOSAGE
-
Modified Citrus Pectin
(PectaSol ®, EcoNugenics, Inc., San Rafael, CA 94901) was orally
administered at a dosage of 15 grams per day in three divided doses.
The study material specifications had a molecular weight (MW) of
10,000-15,000 daltons and methylation (DM) less than 10 %.
-
STUDY PROTOCOL
-
Eligibility
Requirements
-
1) Prostate cancer
patients failing first-line androgen deprivation therapy.
-
2) Patients in relapse
after radical prostatectomy, external beam radiation therapy,
brachytherapy or cryosurgery.
-
3) Untreated patients,
or those off Intermittent Hormone Blockade (IHB), both having low
levels of PSA and a defined PSA doubling time.
-
Baseline Studies
-
1) CBC, chemistry
panel, PSA and other tumor markers as appropriate.
-
2) Radiological
studies pertinent to the patient's clinical stage of disease.
-
3) Physical
examination and complete review of systems.
-
RESPONSE
EVALUATION
-
All patients were seen
in office follow-ups at least once a month. Follow-up studies
included a CBC, chemistry panel, PSA and/or other tumor markers,
physical examination, and a review of systems. PSA doubling time was
plotted using computer software. The PSA doubling time reflects the
speed at which the cancer is growing. The faster the growth, the
shorter the PSA doubling time. Lengthening of the PSA doubling time
represents a decrease in the rate of growth of the cancer. PSA
doubling time data was evaluated at 3, 6, and 12 months intervals. A
minimum of 3 months on study was required for patients to be
evaluable for this study.
-
CRITERIA FOR
STUDY DISCONTINUATION
-
Patients were
discontinued from the study when there was (1) a lack of response to
MCP, (2) clinical findings of progressive disease unrelated to PSA,
or (3) patient intolerance to MCP.
-
RESPONSE
DEFINITION
-
Response = More than
30 % lengthening of PSA doubling time
Partial response =
Less than 30 % lengthening of PSA doubling time
Stable
disease = Less than 50 % shortening of PSA doubling time
No
response = More than 50 % shortening in PSA doubling
time
Progression = 50 % PSA increase above baseline measured
on two successive monitoring, intervals, or clinical evidence for
disease progression unrelated to the PSA response. -
RESULTS
-
Clinical Data: MCP
Results in seven Patients With Prostate Cancer
-
Patient
Previous Treatment MCP PSA
DT1 PSA
DT1 Change in
DT Response
ID
no. (mos) (ng/ml) (mos) (ng/ml) (mos)
M95-01 Off
IHB, observing 3 4.320 1.000 14.200 1.800 80.0
% Response
M95-02 Off
IHB, observing 6 0.900 1.400 3.760 4.100 192.9
% Response
M95-03 Failed
RP, obs. 6 0.630 8.700 1.390 9.200 5.7
% Partial R.
M95-04 Rising
PSA 5 0.120 3.000 0.370 8.800 193.3
% Response
while
on CHB
M95-05 Failed RT,
obs. 6 7.500 8.900 13.300 8.300 -6.7
% Stable
Dis.
M95-06 Failed Cryo2,
obs. 15+ 2.340 56.90 2.600 88.000 54.7
% Response
M95-07 Off
IHB, obs. 5 0.780 3.600 16.300 1.100 -69.4
% No Resp.
--------------
1 DT = PSA Doubling Time
2
Cryo = Cryosurgery -
DATA ANALYSIS
-
Seven patients were
enrolled into this study and considered evaluable. A response (more
than 30 % lengthening of PSA doubling time) was seen in 4/7 patients
(57 %). All of these were patients off IHB. In one patient
there was a 5.7 % lengthening in his PSA doubling time (PSADT). He
was thus judged to have had a partial response. One patient had a
6.7 % shortening in PSADT. He was judged to have stable disease. The
remaining patient had a 69.4 % shortening in PSADT, and so had no
response.
-
CONCLUSIONS
-
Modified Citrus Pectin
appears to slow the PSA doubling time in prostate cancer patients
with low levels of PSA. More research involving larger numbers of
patients is needed to fully define the role of MCP in prostate
cancer treatment. Study responses are additionally compelling, as
all study participants are still alive and evaluable for long-term
follow-up almost three years after completion of this study.
-
--------------------------------------------------------------------------------
-
REFERENCES
-
Inohara H, et al.
Effects of natural complex carbohydrate ([modified] citrus pectin)
on murine melanoma cell properties related to galectin-3 functions.
Glycoconj J 1994 Dec; 11(6): 527-32
-
Naik H, et al.
Inhibition of in vitro tumor cell-endothelial adhesion by modified
citrus pectin: a pH modified natural complex carbohydrate (Meeting
abstract). Proc Annu Meet Am Assoc. Cancer Res; 36:A377 1995
-
Pienta KJ, et al.
Inhibition of spontaneous metastasis in a rat prostate cancer model
by oral administration of modified citrus pectin [see comments].
JNatl. Cancer Inst 1995 Mar 1; 87(5): 348-53
-
Platt D. Modulation of
the lung colonization of B 16-Fl melanoma cells by [modified] citrus
pectin. J Natl Cancer Inst 1992 Mar 18; 84 (6): 438-42
-
Zhu HG, et al.
Activation of human monocyte/macrophage cytotoxicity by IL-2/IFN
gamma is linked to increased expression of an antitumor receptor
with specificity for acetylated mannose. Immunol Lett 1993 Oct; 38
(2): 111-9
-
Zhu HG, et al.
Enhancement of MHC-unrestricted cytotoxic activity of human CD56+
CD3-natural killer (NK) cells and CD3+ T cells by
rhamnogalacturonan: target cell specificity and activity against
NK-insensitive targets. J Cancer Res Clin Oncol 1994, 120 (7): 383-8
-
Zollner TM, et al.
Induction of NK-like activity in T cells by IL-2/anti-CD3 is linked
to expression of a new antitumor receptor with specificity for
acetylated mannose. Anticancer Res 1993 Jul-Aug; 13(4): 923-30
-
-----------------------------------
-
Günther
schrieb am 20.3.2004:
-
Citrus Pectin wird
auch von der Fa. medpro in Holland vertrieben. Es ist dieselbe Firma
die auch PC Spes und ProstaSol vertreibt. 454 g kosten EUR
112,- ( Pulver ), 120 Kapseln kosten EUR 41,-. Citrus Pectin ist
dort auch als Pectasol bekannt. Email: office@med-pro.org.
-
Julius meldete sich
am 31.3.2004 wieder zum Thema:
-
Ihr habt bestimmt die
bisherigen Beiträge zum o. g. Thema verfolgt. GÜNTERS
Bericht vom Vortrag im Uniklinikum Gießen, die Nachricht dass
in der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg bereits Phase I und
II Studie abgeschlossen sind und dass nun in 3 weiteren Kliniken die
Studie Phase III beginnen soll. Für die, die das Thema noch
nicht so verfolgt haben, hier ganz kurz skizziert, worum es geht:
-
Modifiziertes
Citruspektin (MCP) oder fraktioniertes Pektin wird aus der Schale
und dem Fruchtfleisch von Zitrusfrüchten gewonnen . Sein
Reichtum an Galaktosidresten verleiht ihm eine spezielle Affinität
für bestimmte Krebszelltypen.
-
Zu den am stärksten
lebensbedrohenden Komplikationen einer Krebserkrankung gehört
die Absiedelung von METASTASEN.
-
Die Tatsache, dass bis
heute wirksame Therapien zur Metastasenbekämpfung fehlen, hat
dazu geführt, dass Untersuchungen zur Wirksamkeit von MCP als
Metastasenhemmer bei einigen Krebsarten wie z. B. Melanom,
Prostatakarzinom und Brustkrebs in Angriff genommen wurden.
-
Nur das MODIFIZIERTE
CITRUSPEKTIN - aber nicht unmodifiziertes, normales Pectin - soll
sich als Blocker gegen Krebsmetastasen erweisen.
-
Die Mechanismen der
Blockade sind folgende:
-
Die relativ
kleinmolekulären Pectinfragmente heften sich auf die
Oberflächenrezeptoren der Krebszellen und "belasten"
sie insofern, als dass sie keine anderen Zellen mehr kontaktieren
können und die Krebszellen überhaupt die "Orientierung
in ihrer Umwelt verlieren".
-
Die einleitenden
Tierversuche zeigten nach dem Einsatz von MCP "einen
wesentlichen Rückgang der Metastasenbildung, nämlich eine
Reduktion von mehr als 90 % des normalen Zuwachses."
Spätere Versuche und klinische Untersuchungen, besonders von
Brust- und Prostatakrebs, sollen die Effektivität von MCP
bestättigt haben. Seitdem wird MCP in einigen Kliniken und
Privathospitalen bereits schon eingesetzt.
-
Zur Herstellung von
modifiziertem Citruspektin in Pulverform wird Citruspektin einer pH-
und Temperaturveränderung ausgesetzt, die das Ausgangsmolekül
in kürzere, unverzweigte und galaktosereiche Kohlenhydratketten
aufbricht. Diese kürzeren Ketten sind leichter wasserlöslich
und können vom Körper besser resorbiert und verwertet
werden als die normalen langkettigen Pektine. Die kürzeren
Polysaccharid-Einheiten gelten auch als Ursache dafür, dass MCP
in der Lage ist, an kohlenhydratbindende Lektine (GALEKTINE) auf der
Oberfläche bestimmter Krebszellarten anzudocken und fest an
diese zu binden. Damit wird verhindert, daß die Krebszellen
sich zusammenschließen und Kolonien mit anderen Krebszellen
bilden, um neue Geschwüre (METASTASEN) zu bilden.
-
Die gewöhnlichen
Pektine haben eine zu lange Molekülkette, um durch den
Blutfluss absorbiert werden zu können. MCP wird gemäß
einem langen, kostspieligen und patentierten Enzymprozess
produziert, der eine kürzere Molekülkette kreiert.
-
Tatsächlich wurde
MCP geschaffen, um ein einheitliches Molekulargewicht (zwischen
10.000 und 20.000 Dalton) zu haben, da der schwache Grad der
Esterifizierung (maximal 10 %) und der pH eine optimale
Absorption (Aufnahme) ermöglichen.
-
Sehr ausführlich
hat DR. EICHHORN am 20.03.2004 in seinem Forums-Beitrag
die Rolle von DR. STRUM in der wissenschaftlichen und
medizinischen Erforschung des Modifizierten Citrus Pektine
dargestellt.
-
So überrascht es
auch nicht, dass Dr. Strum in der neuesten Ausgabe März 2004,
(S. 56 - S. 62) der Monatszeitschrift "LIFE EXTENSION"
(www.lef.org) SELBST einen
3-seitigen Kommentar schreibt zu dem 10-seitigen Essay des R. Fox
zum Thema:
-
"MODIFIED
CITRUS PECTINE" mit dem Untertitel:
-
"A commercially
available supplement has been shown to inhibit cancer cell
metastasis, lower cholesterol, and remove toxic metals from the
body"
-
Ich habe bisher das
MCP von meinem Sohn aus Amerika besorgen lassen, um unerfreulichen
Zollerlebnisse zu entgehen.
-
Nun kommt das
Interessante: das von Life Extension (USA) verkaufte MCP unter dem
Namen PECTA-SOL wird in der Schweiz hergestellt! Ich habe Günters
Hinweis auf die Firma TAKE!CARE aufgegriffen und habe mit der
Unterstützung meines Sohnes (wohnt in der Schweiz) mit der
Firma Kontakt aufgenommen. Wir haben mit dem Inhaber Herrn Dr. Fritz
Jaisli aus Sittendorf gesprochen und eine Menge Informationsmaterial
erhalten. Es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, die
sieben großen PDF-Dateien zum Thema darzustellen.
-
Weil sehr viele von
uns eine Beschaffung in Deutschland suchen, darf ich euch das
Schreiben, das ich von der Firma TAKE!CARE erhalten habe hier
zitieren:
-
Sehr geehrter Herr
Julius P.
-
Besten Dank für
Ihre Anfrage betreffend MCP.
-
Wir produzieren
reines MCP, welches im Molekulargewicht auf die in der
Originalarbeit von PIENTA genannten 14000 Dalton modifiziert und
zusätzlich im pH Wert eingestellt wurde.
-
Damit führen
wir momentan eine klinische Studie mit der Klinik für
Tumorbiologie in FREIBURG i.B. und der Sonnenbergklinik in Bad
Sooden-Allendorf durch.
-
Diese Studie steht
kurz vor dem Abschluss.
-
Eine neue Studie
für 200 Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs oder
kolorektalem CA wird bis Mitte 2004 an der UNIVERSITÄTSKLINIK
GIESSEN beginnen.
-
Dieses MCP bieten
wir auch als Nahrungsergänzungsprodukt in Deutschland an.
-
Sie können
unser MCP in Deutschland beziehen bei:
-
Pharma
Import-Export
Hr. Dr. B. Miller
Königstrasse 68
D-70173
Stuttgart
Deutschland
-
1 Dose zu 450 g (1
Monat) kostet Euro 90.-- zuzüglich Versandkosten.
-
Bitte geben Sie
Ihre Bestellung direkt bei Hr. Dr. Miller auf oder lassen Sie es
sich durch Ihre Apotheke dort bestellen.
-
Ich wünsche
Ihnen alles Gute
-
Mit freundlichen
Grüssen
-
Take Care AG
-
Dr. Fritz Jaisli
-
Marco schrieb am
selben Tag:
-
direkt bei
www.econugenics.com ist
das auch nicht teurer. Ich habe im Dezember für 12 mal 450 g,
also einen Jahresbedarf bezahlt 1004 US$. Dazu kommt
Einfuhrumsatzsteuer (16 %) und Zoll, das macht alles die Post
oder wer auch immer transportiert, nur bezahlen muss man selber.
Auch 1 % Kosten für die Kreditkartenbezahlung sollte man
einrechnen. Lohnt sich trotzdem bei dem momentanen Dollarkurs.
-
Und noch einmal
Julius:
-
Ich habe eben vom
Hersteller des MCP in der Schweiz ein sehr günstiges
Preisangebot, wie ich meine, für Sammelbestellungen erhalten.
Er, Dr. Fritz Jaisli würde uns direkt beliefern, wenn mindestes
20 Dosen und mehr bestellt werden. Anstatt für 94.- €
+ Versandkosten der Import/Exportfirma würde je (450-g)-Dose
ein Preis von 78,90 € + Versandkosten anfallen! (Eine
Ersparnis von rd. 15,- € je Dose!)
-
Die Bedingung wäre
natürlich eine Lieferadresse, an die die Firma TAKE!CARE
liefern würde.
-
Ich würde mich da
zur Verfügung stellen und alle auffordern, die Interesse haben
an dem Medikament Modifizierte Citrus Pektine (direkt vom
Hersteller), sich per eMail
bei mir direkt zu melden.
-
Ich gebe die
Bestellungen weiter und verschicke dann die gelieferte Ware an die
Einzelbesteller. Dies ist mein Angebot für Euch. Jetzt seid Ihr
dran, das Angebot zu verwirklichen.
-
Josef schwankte
noch. Am 2.4.2004 schrieb er:
-
Würde gerne
mitbestellen, aber Dr. Leibowitz glaubt, Ciruspektine würden
den PSA-Wert erhöhen. Das sagte er in seinem Vortrag im August
2003 in Kalifornien! Was soll man glauben??
-
Ralf antwortete am
selben Tag:
-
ich habe die von Josef
zitierte Stelle in Dr. Leibowitz' Vortrag vom Mai 2003 in Palatine,
Illinois noch einmal in meiner Zusammenfassung nachgelesen. Die
Sache ist etwas komplexer. Leibowitz sagt dort, dass MCP, ebenso wie
Soja, Leinsamen und einige andere Substanzen den Testosteronspiegel
senkt. Er sagt nicht explizit, dass damit das PSA steige. Man muss
das aber im Zusammenhang mit der von ihm vertretenen These sehen,
dass es (mit meinen Worten) einen pessimalen (Gegenteil von
optimalem) Testosteronspiegel gibt, der das Entstehen von PK
begünstigt. Ich lese aus seinen Ausführungen an dieser und
an anderer Stelle heraus, dass dieser T-Spiegel ganz grob zwischen
größer Null und kleiner 4 ng/ml liegen könnte.
Dr. Leibowitz verabreicht etwa einem Dutzend Patienten mit niedrigem
Testosteronspiegel zusätzlich Testosteron und hat damit gute
Behandlungserfolge, sagt aber selbst, dass hierzu weitere
Untersuchungen unbedingt erforderlich seien, bevor daraus eine
Standardtherapie werden könne.
-
Vor diesem Hintergrund
ist er kein Freund von MCP.
-
Meine Meinung dazu:
Wer einen hohen natürlichen Testosteronspiegel hat (meine
unmaßgebliche Schätzung: höher als 7 bis 8 ng/ml),
kann es wohl mit MCP versuchen und schauen, was passiert. Wenn das
PSA merklich steigt, war es vielleicht nicht so gut.
-
Wer die
Zusammenfassung zu dem Vortrag vom 22.5.2003 nicht kennt:
Herunterzuladen unter
-
www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/Palatine.PDF
-
Julius schrieb am 3.4.2004
u. a.:
-
...Die Frage, ob ich mit dem MCP
den Testosteronspiegel bewusst senken will oder nicht, hängt
m. E. von der Strategie der jeweiligen Therapie ab. Im Falle
einer gewollten Testosteronsenkung wäre demnach MCP u.a.
die richtige Wahl, oder? Im Übrigen, das MCP senkt auch den
Cholesterin-Spiegel!
-
Mir geht es nicht um Senkung des
TESTOSTERONS oder des CHOLESTERINS...
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Sondern es geht einzig und allein
um die WICHTIGSTE und WESENTLICHSTE EIGENSCHAFT von MCP
(Modifiziertem Citrus Pektine):
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Es verhindert die NEUBILDUNG VON
METASTASEN im Körper durch das Prostata-Karzinom. Ich habe
leider schon zwei solche Metastasen an der Wirbelsäule!
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Zur Erinnerung:
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Das MCP hat in der deutschen
KLINIK FÜR TUMORBIOLOGIE in FREIBURG im Breisgau die Phase I
und II der Studie durchlaufen. Die Phase III der Studie wird ab
Mitte 2004 in der Uniklinik Gießen und in zwei anderen
Kliniken erfolgen. Danach wird vermutlich nach 1-2 Jahren der Antrag
auf Zulassung des Medikaments in Deutschland gestellt.
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Diese Zeit abzuwarten habe ich
nicht. LEIDER.
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Ich brauche das Mittel JETZT im
Kampf gegen unsere Krankheit, und dies ist meine persönliche
Entscheidung.
- HWL
schrieb am 18.4.2004:
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Das Thema MCP (Modifiziertes
Citrus Pektin) wird immer interessanter. Wie von anderen Teilnehmern
mehrfach berichtet, erschien in Life Extension/USA, März 2004
sowohl ein längerer Artikel von Romy Fox als auch ein Kommentar
von Dr. Stephen Strum. Zu beiden waren Internet-Adressen zum
(englischen)Text angegeben.
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Ich halte den obigen Kommentar von
Dr. Strum für so bedeutsam, dass ich ihn kurzerhand und in
Auszügen grob übersetzt habe. Für fehlerhafte
Interpretationen wird keine Haftung übernommen.
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Kommentar: Modifiziertes Citrus
Pectin
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Bericht von Stephen B. Strum, MD,
FACP
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Life Extension Magazin März
2004 (Auszug)
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Die Kommunikation zwischen
gesunden, also normalen Zellen ist bezüglich ihrer vielfältigen
Funktionen und für ihr Überleben unbedingt erforderlich.
Dabei ist es wichtig zu wissen, dass diese Kommunikation auch für
ihre Funktionen und ihr Überleben im Hinblick auf Krebszellen
gilt. Es ist klar geworden, dass die wichtigsten Strategien, die für
eine "gesunde" Zelle gültig sind, auch wichtige
Strategien zur Bekämpfung des "Feindes" - der
Krebszellen - darstellen.
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Die Kommunikation von Zelle zu
Zelle ist deshalb für das Überleben der Zellen ein
kritischer Vorgang. Ein Schlüsselaspekt dieser Interaktion
steht im Zusammenhang mit der Fähigkeit von Tumorzellen, sich
zu Gruppen zusammenzuschliessen. Wie bei menschlichen Interaktionen
gibt es eine Anhäufung ihrer Zahl. So bilden auch die
Krebszellen Cluster oder Tumorzellen die in der Lage sind,
Zerstörungen durch das Immunsystem des Körpers zu
überleben. Denn Immunfunktionen wirken dann am besten, wenn sie
es mit einer geringem "Tumorlast" zu tun haben, etwa nur
mit einer winzigen Menge von Tumoren.
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Es wurden innerhalb von
Krebszellen spezialisierte Proteine entdeckt, die den Zusammenhalt
der Krebszellen untereinander erleichtern, was wiederum zu
Zell-Klumpen oder Clustern führt. Dies beschleunigt seinerseits
das Wachstum und das Ausbreiten der gefährlichen Zellen, wie es
(in dem beigefügten Diagramm)dargestellt ist. Derartige
Proteine werden Carbohydrat-bindende (d. h. Kohlenwasserstoff
bindende) Proteine genannt oder auch LECTINE. Von den bisher
identifizierten 14 Lectinen scheint das für den Krebsprozess
wichtigste das GALECTIN-3 zu sein.
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Wenn wir die Krebszellen vor dem
Zusammenklumpen abschotten könnten und dafür sorgen
könnten, das Anheften an bestimmte Stellen der Wände von
Blutzellen zu verhindern, dann könnte man Therapien entwickeln,
die einen Einfluss auf die Krebsentstehung nehmen. So etwa auf
Anheftung, Wanderung, Wachstum, Progression und auf die
Metastasierung und sogar auf das Absterben von Krebszellen
(Apoptose). Die Galectine, und hier speziell das Galectin-3, sind an
vielen dieser Prozesse, wenn nicht an allen, insgeheim beteiligt.
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Eine gründliche Überprüfung
der zeitgenössischen medizinischen Literatur zum Thema
Galectine gibt einen Blick frei auf ein aufregendes, aber sehr
kompliziertes Bild. Einige Veröffentlichungen zeigen klar, dass
steigende Mengen von Galectin-3 im Blut oder im Gewebe in Verbindung
stehen mit der Frequenz der Bösartigkeit (von Zellen)und einem
anwachsendem Stadium der Tumorprogression. Einige der
Veröffentlichungen haben die Bedeutung von Meilensteinen, da
sie eine eindrucksvolle Genauigkeit anzeigen, wenn Galectin-3 als
Test benutzt wird, um die Anwesenheit von bösartigen Zellen
nachzuweisen. Dies ist eindeutig der Fall bei Schilddrüsenkrebs
und bei Dickdarmkrebs. Ärzte und Patienten müssen bei
derartig hoch signifikanten Entwicklungen wissen, und kommerzielle
Labor-Tests müssen so gestaltet werden, dass diese Fortschritte
auch zum Wohl der Patienten eingesetzt werden.
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Zusätzliche medizinische
Forschung hatte zu tun mit dem Ansteigen oder der Verringerung der
Galectine-3-Level beim Tiermodell von Krebserscheinungen. Diese
Studien haben gleichfalls eine Übereinstimmung festgestellt
zwischen einem höheren Level an Galectin-3 und Metastasen.
Einige Kontroversen traten jedoch bei anderen Veröffentlichungen
auf, die darauf hinwiesen, dass genau das Gegenteil bei anderen
Arten bösartiger Zellen festgestellt wurde. In solchen Fällen,
also bei niedrigem Level von Galectin-3 oder bei vollständigem
Fehlen, sind die Erscheinungen verbunden mit einem eher bösartigem
biologischen Verhalten bestimmter Krebstypen. Höhere Level von
Galectin-3 dagegen, mit reiferen (höher differenzierten)
Tumoren haben nach diesen Untersuchungen ein weniger
fortgeschrittenes Stadium des Krebses. Zum Beispiel wurde in der
Veröffentlichung von Piantelli et. al. aus dem Jahr 2002 eine
signifikante Übereinstimmung gefunden zwischen einem höheren
Tumorlevel an Galectin-3 und einer längeren progressionfreien
Überlebenszeit wie auch einer längeren
Gesamtüberlebenszeit bei Kehlkopfkrebs.
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Deshalb muss man bei der einzelnen
Krebsart sehr genau sein, wenn man bei der Krebsdiagnose die
Wirkungen von Galectin-3-Level diskutiert. Das gleich gilt für
das Krebsstadium, für die Bösartigkeit und auch für
die Überlebenszeit. Die (beiliegenden) Tabellen zeigen
derartige Zusammenhänge. Dem Leser sollte aber klar sein, dass
dies nur eine erste Näherung darstellt und nicht viele
Krebstypen einschliesst. Die biologischen Effekte, die in dieser
Tabelle gezeigt werden, sind aber von großer medizinische
Beweiskraft.
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Die Literatur über Galectin-3
wird noch spannender im Licht von Forschungen, die jetzt die
vielfältigen Funktionen dieses Proteins aufdecken. Die meisten
der älteren Veröffentlichungen beziehen sich auf die
CH-bindenden Eigenschaften von Galectin-3. Die Bindung sitzt am Ende
des Moleküls, genannt dem C-Terminal-Ende. Das andere Ende des
Moleküls, genannt das N-Terminal-Ende, ist für eine andere
wichtige Funktion verantwortlich, nämlich die Tumorzelle vor
dem Zelltod, der Apoptose, zu schützen. Wenn eine spezifische
Aminosäure in der 6. Position vom N-Terminal-Ende aus aktiviert
wird, beginnt ein chemischer Prozess, der eine chemische Folge gegen
das Zellsterben anstösst. ("Anti-death" chemical
sequence). In diesem Falle wird der Krebs geschützt. Der
zellinterne Mechanismus ist dann beteiligt am Schutz der
Mitochondrien vor einer Oxidation durch NO-Verbindungen.
Mitochondrien sind die Energiequellen für normale wie auch für
Krebszellen. Auf diese Weise arbeitet Galectin-3 am N-Terminal-Ende
um die Krebszelle vor einem Zelltod durch NO zum schützen. Der
Weg zum Zelltod ist der Schlüsselmechanismus bei der Wirkung
einer Bestrahlungstherapie wie auch einiger chemotherapeutischer
Medikamente wie etwa Cisplatin. Ein Beitrag zur Bedeutung dieser
Entdeckung ist, dass gezeigt werden konnte, wie das
Galectin-3-Protein praktisch als Ein-Aus-Schalter funktioniert. Wenn
nämlich das N-Terminal-Ende des Galectin-3 aktiviert ist, dann
schaltet es die Funktion des CH-bindenden Endes des Proteins aus.
Wenn aber das C-Terminal-Ende des Moleküls aktiviert ist,
schaltet es die "Anti-Apoptose-Funktion" des
N-Terminal-Endes ab. Auf diese Weise ist Galectin-3 ein
"Multi-Tasking-Protein", also eines mit Computerfunktion,
mit einer "On"-Funktion, die die Tumorzelle vor dem
Zelltod schützt und einer "Off"-Funktion, die es der
Tumorzelle erlaubt, sich zu gemeinsamen Zellkolonien
zusammenzuschliessen, in Bindegewebe und Blutzellen einzudringen und
Metastasen auszubilden. Dies ist eine Schlüsselentwicklung zum
Verständnis des Krebsprozesses.
-
Jetzt betritt Modifiziertes Citrus
Pectin (MCP) die Szene und legt das C-Terminal-Ende des Proteins
lahm, das wiederum die Fähigkeit von Tumorzellen blockiert, um
aneinanderzuhaften und Verklumpungen mit Krebszellen zu bilden.
Modifiziertes Citrus Pectin (MCP) verzögert somit, -nach
Studien von Strum et al. und Guess et al. - die
PSA-Verdoppelungszeit bei Männern mit Prostatakrebs. Dies
könnte zwar ganz einfach bedingt sein durch Abschalten der
PSA-Produktion ohne Auswirkung auf die Vermehrung der Tumorzellen.
Andere Studien aber haben gezeigt, dass MCP sogar das Wachstum der
Tumorzellen verringert, dass es also möglich ist, Galectin-3 zu
binden und den Effekt des Aneinanderhaftens der Zellen, das
Eindringen in andere Zellen und auch Metastasen zu verringern.
-
Die zentrale Frage ist, ob MCP zu
der Zeit, wenn es die oben beschriebenen Funktionen beeinflusst,
auch in der Lage ist, den "Off"-Schalter am
N-Terminal-Ende des Galectin-3-Proteines zu betätigen und auf
diese Weise die Fähigkeit der Tumorzelle lähmt, sich
selbst vor Zerstörung durch Bestrahlung oder Chemotherapie zu
schützen. Zusätzliche Studien sind wegen der großen
Möglichkeiten von MCP bei der Behandlung einer Vielzahl von
bösartigen Krebsformen dringend erforderlich. Die
diagnostischen und stadienbezogenen Auswirkungen von Galectin-3 und
anderer Galectine und die therapeutischen Auswirkungen von MCP sind
von solcher Bedeutung, dass dies große Konferenzen und weitere
Fördergelder für diese faszinierende Entwicklung
rechtfertigt.
-
Zusammengefasst scheint
Modifiziertes Citrus Pectin (MCP) offenbar ein wichtiger Faktor bei
der medizinischen Behandlung von Krebserkrankungen zu sein.
-
Jürg schrieb, ebenfalls am
18.4.2004, im BPS-Forum:
-
Ergänzend zum Bericht von Dr.
Strum habe ich die Kurzfassung einer zweiten kleinen Pilotstudie zu
übersetzen versucht:
-
"Modifiziertes
Citruspectin (MCP) verlängert die PSA-Verdoppelungszeit (PSAVZ
bei Männern mit Prostatakrebs: Eine Phase-II-Pilotstudie)
-
B. W. Guess, M. C. Scholz, S. B.
Strum, R. Y. Lam, H. J. Johnson und R. I. Jennrich
-
Bei dieser Studie wurden die
Verträglichkeit und die Wirkungen von MCP (Pecta-Sol®) bei
13 an Prostatakrebs erkrankten Männern untersucht, bei denen
die PSA-Werte nach lokaler Behandlung (radikale Prostataentfernung,
Bestrahlung, Kältetherapie) angestiegen waren. 13 Männer
wurden hinsichtlich der Verträglichkeit in die Studie
einbezogen, 10 hinsichtlich der Wirkung von MCP. Veränderungen
der PSAVZ waren der primäre Endpunkt in der Studie. Wir
stellten fest, dass sich die PSAVZ nach der Einnahme von MCP während
12 Monaten bei 7 von 10 Studienteilnehmern (70 %) verlängerte
(p-Wert<0.05) im Vergleich zur Zeitspanne vor der Verabreichung
von MCP. Die Studie legt die Vermutung nahe, dass MCP die PSAVZ bei
Männern mit PK-Rezidiv verlängern kann."
-
Quelle: Prostate Cancer and
Prostatic Diseases (2003), 6, 301-304.
-
Es dürfte sich tatsächlich
rechtfertigen, die Entwicklung bei MCP aufmerksam zu verfolgen.
- Klaus
(a) fragte am 20.4.2004 im BPS-Forum:
-
habe mit dem
früher empfohlenen Vertriebsweg für MCP Kontakt
aufgenommen über "internationale-apotheke.miller@t-online.de";
mir wurde mitgeteilt, dass ich MCP kaufen kann (Lieferung aus
Schweiz) – allerdings brauchte ich ein REZEPT. Kann es
eigentlich nicht glauben und bitte um Tipps.
-
Julius antwortete am selben
Tag:
-
Das ist
schlichtweg Unsinn.
-
Da MCP als
Medikament noch nicht zugelassen ist (Phase-III-Studie läuft
erst Mitte des Jahres 2004 an der Uni-Gießen u. a. an),
gilt es noch als sog. "Nahrungsergänzungsmittel".
Dazu ist ein Rezept nicht nötig, allerdings KANN man sich eins
ausstellen lassen und an die Kasse einreichen. Ich war damit schon
mal erfolgreich.
- HWL
schrieb am 23.4.2004:
-
Unter dem
Titel "Neue Krebsmedikamente vor der Tür " wurde vor
einigen Tagen über das Modifizierte Citrus Pektin (MCP)
berichtet, das voraussichtlich das Tumorwachstum behindern und
Metastasen blockieren kann. Hier werden zur Zeit im Tumorzentrum
Freiburg wesentliche Untersuchungen durchgeführt, nachdem
bereits in den Jahren 2001/2002 in der Sonnenbergklinik in Bad
Sooden-Allendorf die Phase II der klinischen Untersuchungen
durchlaufen wurde.
-
Auszug aus
den Mitteilungen der Klinik:
-
Neues
Therapieprinzip beim fortgeschrittenen Prostata-Carcinom:
-
Bei einem
fortgeschrittenen Prostata-Carcinom wird meist primär eine
Hormontherapie durchgeführt, die jedoch in der Regel nur eine
zeitlich begrenzte Wirkung hat. Es ist daher dringend erforderlich,
neue Therapieprinzipien, die die Lebensqualität der Patienten
möglichst lange erhalten, zu prüfen. Ein neues
biologisches Therapieverfahren ist die Behandlung mit modifiziertem
Citruspektin. Hierbei handelt es sich um ein hochmolekulares
Polysaccharid, das in Zitrusfrüchten vorkommt und durch ein
spezielles Verfahren in ein niedrig molekulares Pektin, das über
den Verdauungstrakt vom Körper aufgenommen wird, umgewandelt
wird. Molekulares Citruspektin (MCP) ist in der Lage, die
Metastasierung von Krebszellen durch Bindung von
kohlenhydratbindenden Proteinen zu hemmen. Insbesondere wird die
Anheftung von Prostatacarcinomzellen im Knochenmark verhindert.
Zusätzlich konnte in experimentellen Untersuchungen
nachgewiesen werden, dass MCP auch das Wachstum von Tumorzellen
direkt hemmt.
-
Aufgrund
dieser vielversprechenden experimentellen Daten wurde im Jahr 2002
in der Sonnenberg-Klinik in Bad Sooden-Allendorf eine Prüfung
der Wirksamkeit von MCP bei hormonrefraktären
Prostata-Carcinom-Patienten durchgeführt. Die Behandlung war
gut verträglich, wurde ambulant durchgeführt und wird
derzeit im Tumorzentrum Freiburg weitergeführt.
-
Ein anderes
wichtiges Entwicklungsprojekt beruht auf der Hemmung der
Tumor-Angiogenese. Ab einer Größe von ca. 1-2
Kubikmillimetern können die Tumorzellen sich nicht mehr aus dem
umliegenden gesunden Gewebe ausreichend ernähren. Sie beginnen
sogenannte angiogene (d. h. gefäßwachstumsfördernde)
Faktoren zu produzieren, die am vorhandenen Blutgefäßsystem
die Bildung neuer Blutgefäße auslösen. Diese wachsen
zielgerichtet in den Tumor ein und ermöglichen so die weitere
Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Sie bilden somit die
Voraussetzung für das Fortschreiten der Erkrankung. Zudem
gelangen auch Tumorzellen durch die neugebildeten Blutgefäße
in die Blutbahn und können Metastasen bilden, die ihrerseits in
der Lage sind, den Prozess der Tumor-Angiogenese auszulösen.
Derzeit
werden im Tumorzentrum Freiburg neue Wirkstoffe in klinischen
Studien erprobt, die auf diesem therapeutischem Wissen basieren. -
Hierzu
gehören Substanzen mit dem Codenamen BIBF 1120 und AZD 2171.
Sie sind in der Lage, die Signalübertragung des wichtigsten, an
der Angiogenese beteiligten Wachstumsfaktors VEGF (vascular
endothelial growth factor) zu hemmen. VEGF wird in fast allen
soliden Tumoren vermehrt gebildet und ist für Gefäßwachstum
und -stabilität verantwortlich. Im Rahmen der sog. CC-Studie
werden zur Zeit zwei Medikamente gegen das Wachstum von
Tumor-Blutgefäßen kombiniert eingesetzt. Dabei wird eine
der Substanzen, eine sehr niedrig dosierte Chemotherapie,
kontinuierlich verabreicht (sog. metronomische Chemotherapie) und
mit einem Schmerzmittel (Celebrex = COX-2-Hemmer)
kombiniert.
-
Erste
Erfahrungen konnten inzwischen auch mit einem Impfprogramm gegen das
hormonrefraktäre Prostatakarzinom gesammelt werden. Da für
diese Erkrankung keine Standardtherapie zur Verfügung steht,
erhoffen sich die Mediziner durch die Impfung von Patienten mit
autologen dendritischen Zellen (DC), die mit PSA-Bruchstücken
beladen sind, die Aktivierung körpereigener zytotoxischer
T-Zellen gegen das Prostatakarzinom.
- Heinz
schrieb am 4.5.2004:
-
Ich habe
heute mit Dr. Gabrys von der Sonnenbergklinik in Bad
Sooden-Allendorf gesprochen. Es scheint so zu sein, dass MCP bei
fortgeschrittenem PCa wirksam ist, dass aber durchaus eine sinnvolle
Anwendung gegeben ist bei allen, die noch keine total OP haben und
bisher ein kontrolliertes Abwarten praktizieren.
-
Bei meinem
PSA-Wert um 10 ng/ml (mittlerweile seit vier Jahren mehr oder
weniger konstant) möchte ich etwas mehr tun.
-
Darauf
antwortete HWL einen Tag später:
-
Es dürfte
Dich und andere interessieren, dass die von Dir mitgeteilte Meinung
des Arztes der Sonnenberg-Klinik von der Aussage des Direktors des
Tumorzentrums der Uni Freiburg, Dr. Clemens Unger, gedeckt wird.
Denn er erwähnte in einem längeren Gespräch die
wachstumsblockierende Wirkung von MCP und empfahl mir, das Mittel
auch bei meinem lokalen PCa einzunehmen. Was ich seit etwa einer
Woche tue.
-
Ich sende
Dir gern eine Info der Sonneberg-Klinik über die MCP-Versuche
mit zwei interessanten Abbildungen, wie die Reaktion von PCa + MCP
voraussichtlich abläuft. Weitere interessante Berichte z. B.
von Dr. Strum, (deutsche Übersetzung) und seinem US-Kollegen
Dr. Isaac Eliaz (Patentinhaber des Verfahrens, englisch) sind
hier vorhanden.
-
Im übrigen
rate ich Interessenten für MCP, insbesondere nach der sog.
Dalton-Einstellung und dem pH-Wert des jeweiligen Angebots zu
fragen. Denn, wie ich dem Internet entnehme, gibt es in USA offenbar
recht dubiose Angebote. Die Versuche in der Sonnenberg-Klinik, im
Tumorzentrum Freiburg, bei Dr. Strum und Dr. Eliaz wurden
ausschließlich mit dem MCP PECTASOL durchgeführt, das die
Schweizer Firma take!care AG in Zürich auch für USA
fertigt. Näheres hierzu kann sicher Julius P. sagen.
- Günter
schrieb am 1.6.2004:
-
dies ist der
versprochene Bericht zur Studie Phase III mit Modifiziertem
Citruspektin (MCP) bei Prostatakarzinom.
-
Zur
Besprechung der Möglichkeit und Voraussetzungen einer
Phase-III-Studie Modifizierte Citruspektine (MCP) trafen sich Dieter
Voland und Günter Feick mit Herrn Dr. Karsten Münstedt,
Oberarzt Uni-Frauenklinik Gießen, Herrn Dr. Gerson Lüdecke,
Uni-Urologische Klinik Gießen, Herrn Dr. Jaisli, Herrn Armin
Kohler und Herrn Guido Schaub der MCP-Herstellerfirma TAKE!CARE,
Schweiz, am 14. Mai 04 in der Uni-Frauenklinik Gießen.
-
Die
Anwesenden stimmten überein einen Antrag für die
Genehmigung einer Phase-III-Studie zu MCP bei Prostatakrebs, der
Hessischen Ethikkommission der Ärzte vorzulegen. Da die
Ethikkommission bereits einer Studie für MCP bei Mammakarzinom
u. Kolorektalkarzinom zugestimmt hat, ist man zuversichtlich, dass
die Genehmigung für das Prostatakarzinom als Addendum zum
bereits genehmigten Studienteil erreicht werden wird. In der Abfolge
wird die Mitteleinwerbung von der Dt. Krebshilfe u. dem
Forschungsfond von TAKE!CARE beginnen.
-
Die Studie
baut auf die abgeschlossenen Phase-I- u. Phase-II-Studien im
Uniklinikum Freiburg, Tumorbiologie auf. Leider konnte entgegen
unseren Erwartungen die Veröffentlichung der Ergebnisse der
Phase II nicht zur Verfügung gestellt werden. Neuer Termin
hierfür ist der Monat Juli. Lediglich wurde seitens TAKE!CARE
mitgeteilt, dass die vorläufigen Erkenntnisse eine
Phase-III-Studie befürworten.
-
Die
Phase-III-Studienstruktur ist wie folgt – multizentrisch
(Kliniken in Gießen, Bad Sooden-Allendorf, Bad Berka und
niedergelassene Ärzte) unter der Führung des Uniklinikums
Gießen. Das bedeutet auch, die Verlaufskontrollen werden in
Gießen erfolgen. Die Studie ist placebokontrolliert,
ergebnisoffen u. randomisiert. Teilnehmen an der Studie mit MCP bei
Prostatakrebs können Männer, die nach einer Chemotherapie
„austherapiert“ sind. Diese Patienten werden in zwei
separaten Studienarmen geführt. Abbruch u. Ausschluss aus der
Studie erfolgt bei Verschlechterung der klinischen Daten unter MCP.
Die Anzahl der Teilnehmer ist auf einhundert limitiert – je 50
mit MCP bzw. Placebo. Zusätzlich kann auf Wunsch der
BPS-Vertreter in einer separaten Gruppe auch eine kleinere Zahl von
Patienten, die die Chemotherapie schriftlich verweigern, aufgenommen
werden. Die Gründe für diese Auswahlkriterien sind –
Ergebnisse innerhalb kurzer Zeit und limitierte Kosten/Finanzmittel
für die Studie.
-
Die
Rekrutierung wird evtl. nicht leicht sein, weil wahrscheinlich im
Herbst 2004 mit Taxotere ein neues Medikament zur Verfügung
stehen wird, welches von Patienten im Regelfall vor dem MCP
angewendet werden wird. Der BPS möge sich an den Bemühungen
um die Rekrutierung für die MCP-Studie beteiligen durch die ihm
zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, war das Verständnis
der Anwesenden.
-
Auf
Initiative der Firma TAKE!CARE wird es über die
Phase-III-Studie hinaus Bemühungen geben, in Kooperation mit
der Tumorbiologie Freiburg die Anwendung von MCP und seine Wirkung
in Patientenprotokollen zu dokumentieren. Teilnehmen könnten
hieran auch Patienten in früheren Stadien der Erkrankung auf
der Basis Ihrer Willenserklärung.
-
Für
Männer, welche zum jetzigen Zeitpunkt MCP beziehen wollen, hat
TAKE!CARE die Möglichkeit eröffnet, für 70,- €
den Monatsbedarf erwerben zu können. Die Sammelbestellung würde
durch Selbsthilfegruppenleiter vorgenommen werden, welche sodann die
Einzelbesteller versorgen. Weitere organisatorische Details werden
aktuell noch abgeklärt (z. B. Bezahlung auf ein deutsches
Konto).
- Melina
schrieb am 2.8.2004:
-
in der neuen
Natur & Heilen (8/2004) steht ein kurzer Absatz zum
Zitrus-Pektin:
-
"In China nutzt
man das Prinzip schon seit Tausenden von Jahren, wie die
Medizinhistoriker herausgefunden haben, und in den USA gilt der
Stoff inzwischen ebenfalls als erfolgversprechende Waffe gegen den
Krebs: die ganz "banalen" Zitronenschalen. Wirksam sind
dabei, wie Studienergebnisse gezeigt haben, bestimmte Pektine, die
vorzugsweise in Orangen, Zitronen und Grapefruits vorkommen,
insbesondere im weißen Gewebe direkt unterhalb der Schale.
Nach einem Bericht des "Journals of the National Cancer
Institute" können entsprechende Extrakte
(MZP=modifiziertes Zitruspektin) die Ausbreitung von Melanomen
(einer agressiven Form des Hautkrebses) stoppen. Aus anderen
Untersuchungen leitet man eine Schutzwirkung gegen Prostata-, Brust-
und Lungenkrebs ab."
- HWL
schrieb am 7.2.2005:
-
Mich hatte
interessiert, von wem das von der Schweizer Firma Take!Care/Zürich
vertriebene Modifizierte Citrus Pektin (MCP) entwickelt wurde und
hergestellt wird. MCP wirkt mit gewisser Wahrscheinlichkeit als
Wachstumshemmer für PCa-Zellen und scheint die Verklumpung von
Karzinomzellen bei der Bildung von Metastasen zu verhindern. Grund
für mein Interesse waren Informationen, das Mittel würde
wahrscheinlich in einem "Waschküchenbetrieb"
hergestellt und sei von fragwürdiger Zusammensetzung und
Wirkung. Diese Vermutungen sind falsch. Die Recherchen ergaben, dass
das Mittel von der bekannten Schweizer Firma Obipektin AG in CH-9220
Bischofszell, Hersteller von Gelier-und Verdickungsmitteln,
produziert wird. Die Firma wurde bereits 1936 als Pektinhersteller
gegründet, gehört heute zur britischen Braess Group in
London, hat 150 Mitarbeiter, hatte im Jahr 2002 einen Umsatz von 60
Mio Franken, hat 90 % Exportanteil und eine Forschungs-und
Entwicklungbereich mit acht Mitarbeitern. Leiter Forschung und
Entwicklung mit Analytik ist Dr. Fritz Jaisli. Er ist gleichzeitig
Geschäftsführer der Take!Care und vertreibt das
Modifizierte Citrus Pectin (MCP) in vielen Ländern,
insbesondere in USA. Es ist wahrscheinlich, dass das von
verschiedenen ausländischen Firmen unter eigenem Namen
angebotene MCP von Obipektin bzw. von Firma Take!Care hergestellt
wird.
-
FAZIT: Bei dem von
Take!Care, Dr. F. Jaisli, gelieferten MCP (450-g-Dose, 75,- Euro)
handelt es sich um vertrauenswürdige Ware.
- HWL
meldete sich am 18.4.2005 wieder:
-
In einer Korrespondenz
mit dem Lieferanten von Modifiziertem Citrus Pektin (MCP) in der
Schweiz, Firma Take Care AG, Geschäftsführung Dr. Jaisli,
wurde auf meine Frage nach den Ergebnissen der klinischen Versuche
mit MCP in Bad Sooden-Allendorf folgendes bekannt:
-
Die Pilotstudie
Freiberg/Sonnenbergklinik sei ganz allgemein auf den "clinical
benefit" für die Patienten ausgelegt gewesen. Spezifische
Tumorstagings wurden nur als sekundäre Kriterien bewertet, da
es sich um Menschen in einem weit fortgeschrittenen
Krankheitsstadium handelte. Auch musste erwartet werden, dass einige
Probanden nicht während der gesamten Studiendauer dabei sein
konnten, weil ein Abbruch wegen Hospitalisierung oder anderen
medizinisch notwendigen Behandlungen nötig wurde. Es sind daher
mehr als 40 Teilnehmer ausgewählt und in die Untersuchung
"eingeschlossen" worden, um letztlich 30 Teilnehmer als
auswertbare Fälle zu erhalten.
-
Hauptkriterien für
die Behandlung waren "Schmerz" (Schmerzbewertung,
Schmerzmittelverbrauch), der sog. Karnofsky-Status und das Gewicht,
wobei die Stabilisierung des Gewichtes oder eine Zunahme als Erfolg
gewertet wurden. Etwa die Hälfte der so ausgewerteten Fälle
hatten einen klaren Nutzen von der Einnahme von MCP. Zusätzlich
wurde erneut, wie bei der ersten Studie, (Phase I) eine gute
Akzeptanz bei der Einnahme von MCP und eine sehr gute
Verträglichkeit attestiert.
-
Auch bei den
"sekundären Kriterien" Größe des Tumors
und Metastasen konnten interessante Fälle gemeldet werden:
Stabilisierung von Zahl und Größe, teilweise auch
Abnahme. Es waren jedoch sehr unterschiedliche Krankheitsbilder
vertreten, sodass die Zahl dieser Beobachtungen für eine
statistisch gesicherte Aussage bei weitem nicht ausreichte.
-
Insgesamt waren die
behandelnden Ärzte aber von den Ergebnissen sehr positiv
überrascht und es wird baldmöglichst (noch 2005) hierzu
Publikationen geben. Wichtig ist, dass bei den Ärzten des
Interesse gewachsen ist, nun bei spezifischen Tumorarten weitere
Studien durchzuführen. Dabei denkt man an der Uni Giessen und
auch anderenorts an Prostata- und Brustkrebs.
-
FAZIT: Soweit ich aus
den Informationen entnehme, sind spezielle Untersuchungen über
die Wirkung von MCP bei Prostatakrebs noch nicht durchgeführt
worden, sind aber geplant.
-
Der Haken ist die
Finanzierung. Es laufen erste Anträge bei der Deutschen
Krebshilfe (Mildred-Scheel-Stiftung). Weitere Finanzierungsgesuche
sind vorbereitet. Manche der anzusprechenden
Finanzierungsinstitutionen hätten allerdings viel Geld im
Anlagegeschäft verloren, sodass derzeit mit Förderzusagen
grosse Zurückhaltung geübt wird. Die Take Care AG stelle
für die Studie das Produkt zwar kostenfrei zur Verfügung,
die medizinischen Leistungen usw. müssen aber anderweitig
finanziert werden. Man hofft jedoch, dass es irgendwie klappt, auch
wenn Geduld gefragt sei.
-
Bei von mir
durchgeführten Internetrecherchen konnte ich ermitteln, dass
das Modifizierte Citrus Pektin (MCP) von der Schweizer Firma
Obipektin AG hergestellt wird, bei der Dr. Fritz Jaisli Leiter der
Forschung und Entwicklung ist. Er vertreibt MCP über die
Vertriebsgesellschaft Take Care AG. international. Die Obipektin AG.
ist ein seit Jahrzehnten in der Branche bekannter Hersteller von
Pektin und anderen Nahrungsmittel-Inhaltsstoffen mit etwa 900
Mitarbeitern.
-
Auf Befragen teilt
Herr Dr. Jaisli mit, dass dort auch in grossen Mengen Tomatenpulver
mit einem garantierten Lycopingehalt von 160 mg/100 g
Pulver geliefert wird und macht darauf aufmerksam, dass man ohne
weiteres dieses Lycopin zur Wachstumshemmung für PCa verwenden
könne, wenn man es in fettigem Medium (Bioverfügbarkeit)
einnehme, etwa in heiße Bouillon eingerührt, ggf.
gemeinsam mit MCP. Nach seinen Informationen seien pro Tag 20 mg
Lycopin zur Krebshemmung erforderlich.
- HWL
schrieb am 23.3.2007:
-
Bereits 1995 wurde von
zwei verschiedenen US-Forschungsstellen bei Laboruntersuchungen
festgestellt, dass Modifiziertes Citrus Pektin (MCP) zur Vorbeugung
von Metastasenbildung von PCa-Zellen genutzt werden kann, da der
Wirkstoff das Zellwachstum hemmt, indem er einen Zusammenschluß
zu größeren Gebilden durch Adhäsion verhindere.
Schon damals wurde das Ergebnis der Untersuchung als "neue
Therapie zur Hemmung der Metastasenbildung" vorgestellt. In
einem Bericht aus dem Jahr 2000 wurde bestätigt, daß MCP
bei bestimmten Krebsarten, darunter beim PCa, bei der Blockierung
von Metastasen wirksam sei. Da eine effiziente
„Anti-Metastasen-Therapie“ fehle, habe dies prompt zu
Forschungen über die Metastasenhemmung durch MCP geführt.
-
Als Hinweis aus
anderen Quellen kann ein Satz in einer Veröffentlichung der
Universität of Missouri, USA zitiert werden, die im Mai 2005 in
der Zeitschrift NEOPLASIA erschien. Dort heißt es sinngemäß,
dass „carbohydrate-based compounds“ wie Modifiziertes
Citrus Pektin (MCP) in vivo, hier bei Versuchen mit Mäusen, die
Bildung von Prostata- und Brustkrebs-Karzinomen zu mehr als 90 %
verhindere. Ob sich diese Wert auch bei Humanversuchen bestätigt,
sei bisher noch nicht untersucht.
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Um 1999 wurden in den
USA erste praktische Human-Versuche von den PCa-Experten Stephen
Strum, Mark Scholz, Isaac Eliaz et al. durchgeführt. Dabei
konnte festgestellt werden, dass MCP die PSA-Verdopplungszeit
vergrößern kann. Diese Untersuchungen wurden im Jahr 2003
durch eine ähnliche Forschergruppe erweitert und bestätigt,
indem man 10 Patienten mit steigenden PSA-Werten nach Operation,
Bestrahlung oder Kryotherapie 12 Monate MCP gab. Auch in dieser
Phase-II-Pilotstudie wurde bei sieben Patienten eine deutliche
Vergrößerung der PSA-Verdopplungszeit festgestellt. In
Europa hatte etwa um das Jahr 2001 die Herstellerfirma des
Modifizierten Citrus Pektin (MCP), die Take Care AG in Zürich,
Tochtergesellschaft des Pektinherstellers Obipektin, beim Institut
für Tumorbiologie der Universität Freiburg eine erste
präklinische Studien mit menschlichen Krebszellen initiiert.
Die Forschungen wurden in Freiburg durchgeführt und erfolgreich
abgeschlossen. Sie zeigten, für welche Krebsarten das von der
Take Care AG "Expecting" genannte MCP Möglichkeiten
der Wachstumshemmung bietet. Gut gehemmt wurden Colon-CA, Magen-Ca,
großzelliges Lungen-CA; Brust-Ca, Eierstock-Ca, Prostata-Ca,
Nieren-Ca und gewisse Melanome. Zusätzlich wurden
Toxititätsstudien durchgeführt. Sie zeigten, dass das hier
verwendete MCP in der maximal möglichen Dosierung keine
toxische Wirkung hat. Die Verzehrmenge beim Menschen von 15 g pro
Tag wurde als sicher eingestuft.
-
Daß MCP eine
wirksame Metastasen-Blockade darstellt, um bösartige
Krebszellen durch Adhäsion daran zu hindern, sich aus ihrer
Umgebung zu lösen und sich an anderen Organen in Form eines
Metastasendepots niederzulassen, wurde um 2002 auf Anregung von Take
Care von der Klinik für Tumorbiologie Freiburg klinisch
untersucht. Die Untersuchungen wurden in Form einer Pilotstudie in
Phase II und in Kooperation u. a. mit der Sonnenbergklinik,
Bad-Sooden-Allendorf durchgeführt. Es nahmen 48 Patienten mit
fortgeschrittenen soliden Tumoren teil, für die keine
Standardbehandlung mehr verfügbar war. Sie nahmen zu Hause bis
zu 18 Wochen 3 x täglich 5 g MCP in Flüssigkeit gelöst
zu sich und mussten nach jeweils vier Wochen zur Zwischenauswertung.
Ziel war primär die Untersuchung des klinischen Nutzens für
den Patienten im Hinblick auf Gewichtsverlauf, Schmerzintensität
und zum sog. Karnorsky-Performance-Status, einem Wert, der das
Allgemeinbefinden darstellt. Weitere Prüfungen waren die
Medikamentensicherheit, also evtl. Nebenwirkungen durch MCP,
mögliche Tumorrückbildungen und die Erfassung der
Lebensqualität mittels Fragebogen. Die Ergebnisse wurden nach
dem Clinical Benefit Response ausgewertet und ergaben mit steigender
Behandlungsdauer auch steigende positive Werte. Die Werte der
auswertbaren Patienten zeigten bei den hier vorliegenden schweren
Erkankungen, daß bei 42 % die Erkrankung stabil war. Die
Stabilisierung wurde auch bei vier Patienten mit Prostatakrebs
beobachtet. Das MCP selbst wurde exzellent vertragen,
Unverträglichkeiten wurden nicht beobachtet.
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In der allgemeinen
Bewertung und Einschätzung der Ergebnisse fällt auf, dass
zwar keine objektive Tumorrückbildung beobachtet wurde, dass
aber insbesondere die Prostatapatienten eine bemerkenswerte
Stabilisierung ihrer Krebserkrankung erfuhren. Zitat: "Hier
lohnt es sich auf alle Fälle, eine krankheitsspezifische
Phase-II-Studie durchzuführen. ...... kommen wir hinsichtlich
der Gesamteinschätzung zu einer positiven Bewertung des MCP und
befürworten eine Fortsetzung von klinischen Prüfungen
uneingeschränkt". Neben den Studienauswertungen liegt eine
größere Zahl von Einzelfallbegleitungen durch Ärzte
vor. Hier gibt es ausgesprochen ermutigende, teilweise sehr
eindruckvolle Beispiele. Obgleich Ergebnisse derzeit nur für
fortgeschrittene, hormonrefraktäre PCa vorliegen, sind die
Wirkungen auch beim lokalem PCa bemerkbar, hier durch Absenkung der
PSA-Werte und offenbar auch durch Vergrößerung der
PSA-Verdopplungszeiten. Mir selbst wurde von Prof. Unger,
Direktor der Klinik in Freiburg geraten, MCP bereits bei lokalem PCa
als Dauermedikation einzunehmen, offensichtlich, um die Bildung von
vorhandenen Mikrometastasen im Körper zu unterbinden. In einem
Beitrag des Projektleiters der Chefarztes der Freiburger Tumorklinik
Dr. Marc Azémar in der Hauszeitschrift der Klinik für
Tumorbiologie „Brückenschlag - Aktuelles aus Klinik und
Forschung“, wird über das Thema ausführlich
berichtet. Schlusssatz: "Der Einsatz von Modifiziertem Citrus
Pektin bei Patienten mit soliden Tumoren, besonders bei Patienten
mit Prostatakarzinomen erscheint aufgrund bisheriger Erfahrungen
lohnend. Weitere klinische Studien sind allerdings notwendig, den
definitiven Stellenwert von MCP in der Behandlung fortgeschrittener
Tumoren zu definieren."
-
Als Phase III wurde
gemeinsam mit der Universität Gießen eine spezielle
Studie mit 200 Prostatakrebspatienten geplant, die der Spezialist
für naturmedizinische Behandlungen Dr. Münstedt leiten
sollte. Leider wurden die bei der Deutschen Krebshilfe eingereichten
Anträge auf Projektförderung der geplanten Untersuchung
abgelehnt und die Durchführung der Studie dadurch nicht
realisiert. Die Firma Take Care AG plant derzeit aber mit (anderen
?) deutschen Kliniken das Design einer Prostatastudie und hofft,
dafür Sponsoren zu finden.
-
Quellen:
-
1. PubMed PMID
14663471, 11134980, 7853416,8624488
2. Vorab-Veröffentlichung
der Klinischen Phase II-Prüfung, Privatmitteilung
3. Schr.
v. Prof. Heim, Onkologie Sonnenberg-Klinik, Bad Sooden-Allendorf
4.
"Brückenschlag", Tumorzentrum Freiburg, Nr. 48,
September 2006.
- Am
1.4.2008 meldete sich HWL wieder zu dem Thema:
-
Über das Thema
MCP (Modifiziertes Citrus Pektin) gab es in den letzten Jahren
zunehmend weniger Informationen, die zu Diskussionen anregten. Ich
möchte dieses interessante Thema deshalb durch einen
Erfahrungsbericht (2004 - 2008) wieder aktualisieren und
gleichzeitig die Frage stellen, ob es entsprechende Erfahrungen von
anderen Langzeit-Anwendern über einen zeitweisen oder völligen
Abbruch der MCP-Einnahme gibt.
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Grund für die
Absicht, die MCP-Einnahme (2 x 5 g/Tag) ggf. abzubrechen, ist der
seit 2004 von max. PSA = 6,1 ng/ml langsam abfallende PSA-Level. Er
stabilisierte sich durch Kombination mit Lycopin (~23 mg), Terazosin
(5 mg), Granatapfelsaftkonzentrat
(~ 27 g = 2 EL), Avodart (0,5 mg) und Vitamin D3 (1300 I.E.+1200 mg
Ca) auf einem Niveau von PSA ~ 2,7 bis 3,0 ng/ml (Avodart-Werte
x 2). Der weitgehend konstante Verlauf wurde kurzzeitig durch einen
Blaseninfekt und durch Einnahme von Avodart unterbochen.
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Da meine PKG nicht aus
dem Profil zu entnehmen ist, nachstehend der Verlauf in PSA ng/ml:
-
1998 - 3,0;
2001 - 3,3; 01/2003 - 6,1; 04/2003 - 4,9;
08/2003 - 5,3; 11/2003 - 5,6, freier Anteil 25 %;
[Biopsie GS 3+3=6/IIa; PV 63; Helpap 3+4=7/IIb]; [+Lycopin, +MCP
+Doxazosin]; 01/2004 - 3,6; 02/2004 - 4,1; 03/2004 -
3,7; 04/2004 - 5,3; 05/2004 - 3,8; 06/2004 -
4,2; 09/2004 -6,7 [Blaseninfekt]; 12/2004 - 3,8;
03/2005 - 3,7 [+Granatapfelsaftkonzentrat]; 06/2005 - 4,4;
09/2005 - 4,8; 12/2005 - 4,6; 06/2006 - 4,9 [+Terazosin -Doxazosin
+Avodart]; 09/2006 - 11,8 09/2006 II - 7,3; 01/2007 - 3,8; 04/2007 -
3,5; 07/2007 - 3,7; 10/2007 - 3,04; 01/2008 -
2,94 [+Vitamin D3]; 03/2008 - 2,66. Die Einnahme von
MCP war seit 2004 über die gesamte Zeit bis heute ohne
Nebenwirkungen.
-
Da mit der täglichen
Einnahme von Granatapfelsaftkonzentrat
über nunmehr drei Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits
eine Vervierfachung der PSA-Verdopplungszeit eingetreten ist
(Pantuck et al., Phase II), dürfte die Einnahme von MCP zur
Metastasenfixierung entbehrlich sein. Mit einem Alter von 76 Jahren
und einer statistische Lebenserwartung von 8,5 Jahren sind m. E.
kaum noch Probleme mit Metastasen zu erwarten.
-
Hierzu sind Meinungen
willkommen. Näher Interessierten sende ich gern einige
Unterlagen.
- Am
1.5.2009 berichtete HWL:
-
Im April 2008 hatte
ich über das Thema MCP als Wirkstoff gegen die Ausbildung von
Metastasen berichtet und mitgeteilt, dass eine Vorabbericht das
Projektleiters im Tumorzentrum Freiburg zu Phase II der Untersuchung
erschienen sei. Diese Untersuchung war vom Schweizer Hersteller von
MCP initiiert und unterstützt worden, bezog sich aber nicht
speziell. aber auch auf PCa-Patienten. Die offizielle
Veröffentlichung des Teams ist nachstehend beigefügt. Aus
der Studie sind m. E. auch für geringer Betroffene
interessante Ergebnisse über die positive Wirkung von MCP
erkennbar, die mit den Untersuchungen und Berichten von PCa-Ärzten,
z. B. Dr. Strum/USA übereinstimmen.
-
Seinerzeit war
mitgeteilt worden, dass die speziell mit Prostata-Krebspatienten in
Phase III geplante Studie unter Projektleitung eines erfahrenen
Mediziners der Universität Gießen nicht realisiert werden
konnte, da ein Antrag auf finanzielle Förderung des Projektes
von einer wichtigen Krebsförderstelle abgelehnt worden war. Wie
jetzt bekannt wird, ist ein geeigneter Sponsor für diese
Untersuchung bisher nicht gefunden worden und m. E. angesichts
der wirtschaftlichen Lage auch in nächster Zeit nicht zu
erwarten. Die Klinik für Tumorbiologie Freiburg, die
Sonnenberg-Klinik in Bad-Sooden-Allendorf und interessierte
Fachärzte sammeln derzeit weiter Erfahrungen über den
Einsatz von MCP bei Krebspatienten als Fallbeobachtungen.
-
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-
ABSTRACT:
-
Clinical Benefit in
Patients with Advanced Solid Tumors treated with Modified Citrus
Pectin: A Prospective Pilot Study
-
Marc Azémar1,
Bernd Hildenbrand1, Brigitte Haering1, Manfred E. Heim2 and Clemens
Unger1
-
1 Department of
Clinical Oncology at the Tumor biology Center at the
Albert-Ludwigs-University in Freiburg, Germany.
2 Sonnenberg-Klinik, Bad Sooden-Allendorf, Germany. -
Abstract
-
Purpose: We
conducted a pilot trial to assess the tolerability, clinical benefit
and antitumoral efficacy of modified (hydrolysed) citrus pectin
(MCP) in 49 patients with various solid tumors in an advanced state
of progression. MCP are hydrolysed from polysaccharide pectin
fibers, derived from citrus fruits and acting as a ligand for
Galectin-3. Preclinical investigations revealed an efficient
inhibition of tumor development and metastasis in various tumor
models.
-
Patients and
Methods: The treatment consisted of the oral intake of 5 g
MCP three times a day. One cycle of therapy was defined as 4 weeks
of treatment. Objectives were clinical benefit (pain, functional
performance, weight change), safety, tumor response (RESIST
criteria) and quality of life (EORTC QLQ30).
-
Results: 49
patients were enrolled, 29 patients were able to be evaluated for
clinical benefit after 2 cycles of treatment. All patients tolerated
the therapy well without any severe therapy-related adverse events.
After 2 cycles of oral intake of MCP, 6/29 patients (20.7%) had an
overall clinical benefit response associated with a stabilization or
improvement of life quality. On an intent to treat basis 11/49
patients (22,5%) showed a stable disease (SD) after 2 cycles and
6/49 patients (12,3%) had a SD for a period longer than 24 weeks.
One patient suffering from metastasized prostate carcinoma showed a
50% decrease in serum PSA level after 16 weeks of treatment
associated with a signifi cant increase of clinical benefit, quality
of life and decrease in pain.
-
Conclusion: MCP seems
to have positive impacts especially regarding clinical benefit and
life quality for patients with far advanced solid tumors. The
presented preliminary data encourage us to further investigate the
role of MCP in cancer prevention and treatment.
- HWLPORTA
schrieb am 29.12.2011:
-
Nach Information des
Lieferanten von Modifiziertem Citrus Pektin (MCP), der Firma
TakeCare AG./Schweiz, ist die Untersuchung des Freiburger Instituts
für Tumorbiologie mit modifiziertem Citruspektin (MCP) bei etwa
80 % der Teilnehmer mit PCa-PSA-Rezidiv abgeschlossen. Eine
erste Sichtung der Ergebnisse hat die Erwartung bestätigt, dass
der PSA-Anstieg gebremst wird. Die wissenschaftliche Auswertung
durch den Statistiker erwartet man im ersten Quartal 2012 und die
Publikation der Ergebnisse Ende des nächsten Jahres.
-
Informationen aus
früheren Mitteilungen des Instituts:
-
Für Männer
mit Prostatakrebs, deren PSA-Wert trotz kurativer Operation oder
Strahlentherapie weiter ansteigt, gibt es bislang nur wenige
Therapieoptionen. Im Rahmen einer klinischen Studie prüfen
Wissenschaftler der Klinik für Tumorbiologie Freiburg, ob sich
für diese Patienten durch die komplementäre Behandlung mit
modifiziertem Citruspektin (MCP) eine Verbesserung der Situation
erreichen lässt. Ziel ist, das Fortschreiten der Erkrankung zu
verzögern, Metastasen zu verhindern und die Überlebenszeit
zu verlängern. Sowohl tierexperimentelle als auch erste
klinische Daten legten nahe, dass durch MCP der Zeitraum, in dem
sich der PSA-Wert verdoppelt, signifikant verlängert werden
kann.
-
Citruspektine bestehen
aus komplexen Polysacchariden (Zuckerverbindungen), die aus dem
Fruchtfleisch und der Schale von Citrusfrüchten gewonnen
werden. Sie enthaltenen reichlich Galactoside, die bevorzugt an
bestimmte Eiweißstoffe von Tumorzellen binden. Um besser vom
Körper resorbiert werden zu können, wird Citruspektin
modifiziert. Dass es sich um eine vielversprechende Substanz
handelt, zeigten bereits Versuche mit Tumorzellen im Labor. Im Jahr
2010 wurde eine wissenschaftliche Arbeit über MCP publiziert
(Integrative Cancer Therapies 9/2, 197-203, 2010), in der
gleichfalls nachgewiesen wurde, dass MCP dosisabhängig das
Wachstum von Prostatakrebszellen in der Zellkultur hemmt und das
Selbstmord-Programm (Apoptose) in diesen Zellen auslösen und so
die Krebszelle zum Absterben zwingen kann.
- RoladHO
fragte am 21.3.2012:
-
Ich
habe gerade auf der Dr. Jacobs homepage gesehen, dass es dort neu
ein Produkt mit dem Namen "MCP Modifiziertes Citruspektin"
für 69,95 EUR/450 g gibt. Meine Frage an die
Informierten: handelt es sich dabei um das gleiche oder ein
vergleichbares Produkt, wie es in der Freiburger Studie eingesetzt
wurde?
-
paul007 (Ulla)
kommentierte die Anfrage am 27.3.2012:
-
Ach - wie interessant.
Dr. Jacobs sieht darin nun auch eine Möglichkeit. Männer
kauft mal kräftig ein. Zur Info an die Überleger: Mein
Mann hat das MCP kiloweise genommen – ohne jeglichen Benefit!
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