Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Ernährung, Nahrungsergänzungen –
Modifiziertes Citruspektin (MCP)

[Dr. Fritz Jaisli von der Schweizer Herstellerfirma des Modifizierten Citruspektin, Take Care teilte mir am 19.4.2005 folgendes mit:
"Die Schweizer Firma Take Care macht einen direkten Versand nach Deutschland bereits ab sechs Dosen MCP zu 70,- Euro/Dose frei Haus. Bestellungen jeweils bis zum 15. eines Monats senden an info@takecare.ch. Das MCP wird unter dem Namen "Expecting" MCP vertrieben. Die Dose enthält 450 g Pulver mit inliegender Dosierhilfe und reicht bei 15 g/Tag für einen Monat."
Ed]

Günter schrieb am 19.3.2004 im BPS-Forum:
ich möchte heute gerne von einem Vortrag zum Thema Modifizierte Zitruspektine berichten, der am 2. März 04 im Uniklinikum Gießen als Teil der Gießener Onkologischen Patientenseminare stattfand. Diese werden von der Hessischen Krebsgesellschaft und der Justus-Liebig-Universität in Gießen gestaltet.
Nach Phase-I- und -II-Studien, durchgeführt im Uniklinikum Freiburg, soll nun in drei Klinken (Bad Sooden-Allendorf, Saalfeld/Thüringen und Gießen) die Phase-III-Studie begonnen werden. Die Sponsoren hierfür sollen die Mildred-Scheel-Stiftung und die Stiftung Sokrates werden. Endgültige Studiengenehmigung steht noch aus vom Bundesamt für Arzneimittel.
Die Studie ist konzipiert als eine prospektive, multizentrische, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 200 Teilnehmern, je zur Hälfte Placebo bzw. modifizierte Zitruspektine. Beginn der Rekrutierung ist geplant für ca. Mai 04. Die zu überprüfende Erwartung ist die Befähigung der Pektine, Tumorzellen zu ummanteln und sie an ihrer Verbindungsfähigkeit mit anderen Tumorzellen, sowie an der Entwicklung von Eigenversorgung, Angiogenese, zu hindern und sie der Entsorgung durch den Körper anheim zu stellen. Die Behandlung ist nebenwirkungsfrei und wurde auch schon z. B. von Dr. Strum bewertet. Dieser Therapieversuch ist vor allen Dingen auf die Wirkung gegen Metastasierung gerichtet. Teilnehmende Patienten werden wie folgt beschrieben: Mamma- und Kolorektalkarzinom-Patienten, nach einer Chemotherapie oder Hormontherapie, ohne ausreichend gutes klinisches Stadium und nicht geeignet für eine weitere agressive Behandlungsform. Die wissenschaftlich, klinische Bewertung soll nun mit dieser Studie geschehen.
PD Dr. Karsten Münstedt, Oberarzt an der Unifrauenklinik in Gießen, er ist übrigens der Autor des kürzlich erschienen Buches zur Bewertung von komplementärmedizinischen Therapieformen gegen den Krebs, möchte auch gerne Prostatakrebspatienten in der Studie sehen, auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass das Mammakarzinom und das PK sich am ähnlichsten von allen soliden Tumoren sind.
Ich versuche mich an der Schaffung der Aufnahmemöglichkeit von PK Patienten in die Studie.
In Deutschland gibt es einen Vertrieb der von der Schweizer Firma "take!care" hergestellten Modifizierten Zitruspektine. Der Vertreiber ist Dr. Miller - Pharma-Im-/Export in Stuttgart*). Ich habe dieses noch nicht persönlich nachgeprüft, bzw. den Preis ermittelt. Diese Pektine werden bereits seit letztem Jahr in die USA geliefert.
[*) Pharma Import-Export GroßHdl. Dr. Miller, Königstr. 68/70, 70173 Stuttgart, Telefon 0711/22478-0, Fax 0711/22478-30 – Ed]
Julius schrieb darauf am selben Tag:
Seit gut einem halben Jahr nehme ich bereits das Modifizierte Citruspektin ein. (wegen vorhandener Metastasen). Ich bezog das Mittel bisher aus den USA von der Firma Thorne Research, Dover, MCP 90 Kapsel zu 19,71 USD.
Die Firma Flora (vermutl. Dänemark) produziert das Bio-Pectine, während Life-Extension das Mittel unter Pecta-Sol verkauft.
Wenn deine Angaben über die Firma Dr. Miller, Stuttgart zutrifft, wäre das vielleicht eine Erleichterung für die Beschaffung, da das Zoll-Verfahren wegfallen würde.
Hier noch ein Beitrag-Auszug aus "Prevent-Network"
"Neue nutriologische Beiträge" unter Prof. D. H Härtinger
Einleitung
Modifiziertes Citruspektin (MCP) oder fraktioniertes Pektin ist ein komplexes Polysaccharid, das aus der Schale und dem Fruchtfleisch von Zitrusfrüchten gewonnen wird.
Sein Reichtum an Galaktosidresten verleiht ihm eine spezielle Affinität für bestimmte Krebszelltypen.
Zu den am stärksten lebensbedrohenden Komplikationen einer Krebserkrankung gehört die Absiedlung von Metastasen.
Die Tatsache, dass bis heute wirksame Therapien zur Metastasenbekämpfung fehlen, hat dazu geführt, dass Untersuchungen zur Wirksamkeit von MCP als Metastasenhemmer bei einigen Krebsarten wie z. B. Melanom, Prostatakarzinom und Brustkrebs in Angriff genommen wurden.
Wirkungsmechanismen
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass zu den Voraussetzungen einer Metastasierung die Verklumpung von Karzinomzellen gehört. Am Ablauf dieses Aggregationsprozesses sollen die Galektine an der Oberfläche der Krebszellen großen Anteil haben.
Das galaktosereiche modifizierte Citruspektin zeigt eine ausgeprägte Bindungsaffinität für die Galektine auf der Oberfläche von Krebszellen und kann infolgedessen die Aggregation, Adhäsion und Metastasierung der Krebszellen hemmen bzw. blockieren.
Aufgrund der Lebensbedrohlichkeit metastasierender Karzinome wurden die meisten Untersuchungen zur Entwicklung antimetastatischer Therapien entweder an In-vitro-Zellkulturen oder im Tiermodell durchgeführt.
Obgleich bislang nicht eindeutig geklärt ist, inwieweit sich diese Studien auf den Menschen übertragen lassen, sind die Arbeiten über MCP vielversprechend.
Klinische Indikationen
Prostata-Karzinom
In einer humanmedizinischen Studie prüften Strum et al. bei sieben Patienten mit Prostatakarzinom die Wirkung von MCP auf die Verdoppelungszeit des Prostata-spezifischen Antigens (PSA).
Die Konzentration dieses als Tumormarker verwendeten Prostata-Enzyms und die Zeit, in der sich seine Konzentration verdoppelt, stellen ein Maß für die Geschwindigkeit des Tumorwachstums dar.
Modifiziertes Citruspektin wurde in einer Dosierung von 15 g/die in drei Teildosen oral verabreicht.
Bei vier der sieben Patienten führte dies zu einer Verlängerung der PSA-Verdoppelungszeit um mehr als 30 Prozent.
Diese Verlängerung ist Ausdruck eines verlangsamten Tumorwachstums.
Marco schrieb ebenfalls am 19.3.2004:
unter folgender Adresse findet man Vieles über MCP: http://www.lef.org/magazine/mag2004/mar2004_report_citrus_01.htm oder vielleicht einfacher: www.lef.org und bei "search" eingeben: MCP.
Ich habe dieses direkt in den USA bestellt beim Hersteller www.econugenics.com. Das Pulver ist billiger als die Kapseln. Ist wie üblich teuer, ca 900 EUR für 12 x 450g, oder ausreichend für ein Jahr. Die Post übernimmt die Verzollung und schickt Rechnung oder kassiert gleich.
MCP (als Pulver) zu nehmen in Flüssigkeit 3 x 5 g pro Tag. Ich nehme es seit ca sechs Monaten 2 x 7,5 g/d. Keine spürbaren Wirkungen. Aber wenn die Studien stimmen, könnte es sich lohnen.
Nur: die deutschen Studien sind falsch geplant, da die Metastasenbildung bekämpft werden soll, was bringt die Anwendung im Spätstadium?
Dr. F. Eichhorn schrieb am 20.3.2004 zu Günters ursprünglichem Beitrag:
Dr.Strum hat mit MCP folgende Pilotstudie durchgeführt:
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MODIFIED CITRUS PECTIN SLOWS PSA DOUBLING TIME: A Pilot Clinical Trial
Stephen Strum MD, Mark Scholz MD, Jon McDermed Pharm D, Michael McCulloch BA, Isaac Eliaz MD
Presented at the International Conference on Diet and Prevention of Cancer, May 28 ­ June 2, 1999, Tampere, Finland
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ABSTRACT
The purpose of this pilot clinical trial was to evaluate the ability of Modified Citrus Pectin to influence the PSA slope in men with prostate cancer. Patients who had either relapsed after or failed prior treatment for prostate cancer (PSA range 0.63 to 7.50) were given Modified Citrus Pectin (PectaSol ®, EcoNugenics, Inc., San Rafael, CA 94901) at a dosage of 15 grams per day in three divided oral doses. PSA doubling time was calculated. A response (more than 30 % lengthening of PSA doubling time) was seen in 417 patients (57 %). One patient (1/7) had a partial response, one patient (1/7) had stable disease, and one patient (1/7) did not respond. Modified Citrus Pectin appears to lengthen the PSA doubling time in prostate cancer patients with low levels of PSA. Study responses are additionally compelling, as all study participants are still alive and evaluable for long-term follow-up almost three years after completion of this study. More research involving larger numbers of patients is needed to full), define the role of MCP in prostate cancer treatment.
PURPOSE
The purpose of this pilot clinical trial was to evaluate the ability of Modified Citrus Pectin to influence the PSA slope in men with prostate cancer.
INTRODUCTION
For prostate cancer to spread, research indicates that a clump of cells may be required rather than a single cell or a few individual cells together. The ability for cancer cells to "clump" appears to be mediated, at least in part, by carbohydrate-binding, proteins (CBP's) located on the cell surface. One such CBP is a galactoside-binding lectin or "galectin" called galectin-3.
In human studies involving colon, stomach and thyroid cancers, the amounts of galectin produced increased proportionally as the cancers grew from their earliest to their most advanced stages. It is reasonable to hypothesize that the higher galectin levels permit greater adhesion and clumping of cancer cells at a "target site," i.e. the site of metastasis. Thus, these lectin binding "receptors" and their ability to bind cell surface carbohydrates and glycoproteins may serve as the cement that allows cancer cells to clump and possibly bind to metastatic target sites.
Plant fiber derived from citrus fruit contains "citrus pectin", a highly non-branched complex polysaccharide that is rich in galactosyl (sugar carbohydrate) residues. MCP is citrus pectin that has been pH-modified into smaller, less complex molecules that dissolve much better in water and are absorbed more completely by the body when taken by mouth. MCP appears to compete with the galectin-3 receptor sites thereby interfering with cancer cell-cancer cell and cancer cell-metastatic target site interactions.
In a study by Pienta et al, two groups of rats serving as an animal model for human prostate cancer were injected with MAT-LyLu Dunning, R3327 rat prostate adenocarcinorna cells. (MAT-LyLu cancer cells grow more rapidly and have a greater tendency to metastasize throughout the body). Half of the rats were "controls" and were given plain drinking water, while the others were given MCP in their water at a 0.1 % concentration.
Results from this study showed 7/14 (50 %) of 0.1 % MCP-treated rats developed lung, metastases, which was significantly lower in 15/16 of control animals (93.75 %). When 1 % MCP was studied in the same manner, lung metastases occurred in 9/16 (56.3 %) of MCP-treated animals. The number of metastatic colonies in the lungs of the 1.0 % MCP group (1 +/- 1) was significantly lower than in the control group (9 +/- 4).
The same authors later showed that MCP also reduced the ability of rat prostate adenocareinoma cells to bind to rat endothelial cells (the type of cells that form the inside lining of blood vessels) in a dose-dependent manner. In other words, with higher doses of MCP, proportionately greater reductions in cancer cell binding to endothelial cells were observed. When human prostate cancer cells metastasize, they appear to bind to the same target receptor site, i.e. galectin-3, that MCP binds with (Pienta KJ et al, J Natl Cancer Inst. 87:348-353,1995).
MATERIALS & DOSAGE
Modified Citrus Pectin (PectaSol ®, EcoNugenics, Inc., San Rafael, CA 94901) was orally administered at a dosage of 15 grams per day in three divided doses. The study material specifications had a molecular weight (MW) of 10,000-15,000 daltons and methylation (DM) less than 10 %.
STUDY PROTOCOL
Eligibility Requirements
1) Prostate cancer patients failing first-line androgen deprivation therapy.
2) Patients in relapse after radical prostatectomy, external beam radiation therapy, brachytherapy or cryosurgery.
3) Untreated patients, or those off Intermittent Hormone Blockade (IHB), both having low levels of PSA and a defined PSA doubling time.
Baseline Studies
1) CBC, chemistry panel, PSA and other tumor markers as appropriate.
2) Radiological studies pertinent to the patient's clinical stage of disease.
3) Physical examination and complete review of systems.
RESPONSE EVALUATION
All patients were seen in office follow-ups at least once a month. Follow-up studies included a CBC, chemistry panel, PSA and/or other tumor markers, physical examination, and a review of systems. PSA doubling time was plotted using computer software. The PSA doubling time reflects the speed at which the cancer is growing. The faster the growth, the shorter the PSA doubling time. Lengthening of the PSA doubling time represents a decrease in the rate of growth of the cancer. PSA doubling time data was evaluated at 3, 6, and 12 months intervals. A minimum of 3 months on study was required for patients to be evaluable for this study.
CRITERIA FOR STUDY DISCONTINUATION
Patients were discontinued from the study when there was (1) a lack of response to MCP, (2) clinical findings of progressive disease unrelated to PSA, or (3) patient intolerance to MCP.
RESPONSE DEFINITION
Response = More than 30 % lengthening of PSA doubling time
Partial response = Less than 30 % lengthening of PSA doubling time
Stable disease = Less than 50 % shortening of PSA doubling time
No response = More than 50 % shortening in PSA doubling time
Progression = 50 % PSA increase above baseline measured on two successive monitoring, intervals, or clinical evidence for disease progression unrelated to the PSA response.
RESULTS
Clinical Data: MCP Results in seven Patients With Prostate Cancer
Patient   Previous Treatment  MCP    PSA     DT1    PSA      DT1    Change in DT  Response
ID no.                       (mos)  (ng/ml) (mos)  (ng/ml)  (mos)                        

M95-01    Off IHB, observing   3     4.320   1.000  14.200  1.800    80.0 %       Response
M95-02    Off IHB, observing   6     0.900   1.400   3.760  4.100   192.9 %       Response
M95-03    Failed RP, obs.      6     0.630   8.700   1.390  9.200     5.7 %       Partial R.
M95-04    Rising PSA           5     0.120   3.000   0.370  8.800   193.3 %       Response
          while on CHB
M95-05    Failed RT, obs.      6     7.500   8.900  13.300  8.300    -6.7 %       Stable Dis.
M95-06    Failed Cryo2, obs.  15+    2.340  56.90    2.600 88.000    54.7 %       Response
M95-07    Off IHB, obs.        5     0.780   3.600  16.300  1.100   -69.4 %       No Resp.

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1 DT = PSA Doubling Time
2 Cryo = Cryosurgery
DATA ANALYSIS
Seven patients were enrolled into this study and considered evaluable. A response (more than 30 % lengthening of PSA doubling time) was seen in 4/7 patients (57 %). All of these were patients off IHB. In one patient there was a 5.7 % lengthening in his PSA doubling time (PSADT). He was thus judged to have had a partial response. One patient had a 6.7 % shortening in PSADT. He was judged to have stable disease. The remaining patient had a 69.4 % shortening in PSADT, and so had no response.
CONCLUSIONS
Modified Citrus Pectin appears to slow the PSA doubling time in prostate cancer patients with low levels of PSA. More research involving larger numbers of patients is needed to fully define the role of MCP in prostate cancer treatment. Study responses are additionally compelling, as all study participants are still alive and evaluable for long-term follow-up almost three years after completion of this study.
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REFERENCES
Inohara H, et al. Effects of natural complex carbohydrate ([modified] citrus pectin) on murine melanoma cell properties related to galectin-3 functions. Glycoconj J 1994 Dec; 11(6): 527-32
Naik H, et al. Inhibition of in vitro tumor cell-endothelial adhesion by modified citrus pectin: a pH modified natural complex carbohydrate (Meeting abstract). Proc Annu Meet Am Assoc. Cancer Res; 36:A377 1995
Pienta KJ, et al. Inhibition of spontaneous metastasis in a rat prostate cancer model by oral administration of modified citrus pectin [see comments]. JNatl. Cancer Inst 1995 Mar 1; 87(5): 348-53
Platt D. Modulation of the lung colonization of B 16-Fl melanoma cells by [modified] citrus pectin. J Natl Cancer Inst 1992 Mar 18; 84 (6): 438-42
Zhu HG, et al. Activation of human monocyte/macrophage cytotoxicity by IL-2/IFN gamma is linked to increased expression of an antitumor receptor with specificity for acetylated mannose. Immunol Lett 1993 Oct; 38 (2): 111-9
Zhu HG, et al. Enhancement of MHC-unrestricted cytotoxic activity of human CD56+ CD3­-natural killer (NK) cells and CD3+ T cells by rhamnogalacturonan: target cell specificity and activity against NK-insensitive targets. J Cancer Res Clin Oncol 1994, 120 (7): 383-8
Zollner TM, et al. Induction of NK-like activity in T cells by IL-2/anti-CD3 is linked to expression of a new antitumor receptor with specificity for acetylated mannose. Anticancer Res 1993 Jul-Aug; 13(4): 923-30
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Günther schrieb am 20.3.2004:
Citrus Pectin wird auch von der Fa. medpro in Holland vertrieben. Es ist dieselbe Firma die auch PC Spes und ProstaSol vertreibt. 454 g kosten EUR 112,- ( Pulver ), 120 Kapseln kosten EUR 41,-. Citrus Pectin ist dort auch als Pectasol bekannt. Email: office@med-pro.org.
Julius meldete sich am 31.3.2004 wieder zum Thema:
Ihr habt bestimmt die bisherigen Beiträge zum o. g. Thema verfolgt. GÜNTERS Bericht vom Vortrag im Uniklinikum Gießen, die Nachricht dass in der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg bereits Phase I und II Studie abgeschlossen sind und dass nun in 3 weiteren Kliniken die Studie Phase III beginnen soll. Für die, die das Thema noch nicht so verfolgt haben, hier ganz kurz skizziert, worum es geht:
Modifiziertes Citruspektin (MCP) oder fraktioniertes Pektin wird aus der Schale und dem Fruchtfleisch von Zitrusfrüchten gewonnen . Sein Reichtum an Galaktosidresten verleiht ihm eine spezielle Affinität für bestimmte Krebszelltypen.
Zu den am stärksten lebensbedrohenden Komplikationen einer Krebserkrankung gehört die Absiedelung von METASTASEN.
Die Tatsache, dass bis heute wirksame Therapien zur Metastasenbekämpfung fehlen, hat dazu geführt, dass Untersuchungen zur Wirksamkeit von MCP als Metastasenhemmer bei einigen Krebsarten wie z. B. Melanom, Prostatakarzinom und Brustkrebs in Angriff genommen wurden.
Nur das MODIFIZIERTE CITRUSPEKTIN - aber nicht unmodifiziertes, normales Pectin - soll sich als Blocker gegen Krebsmetastasen erweisen.
Die Mechanismen der Blockade sind folgende:
Die relativ kleinmolekulären Pectinfragmente heften sich auf die Oberflächenrezeptoren der Krebszellen und "belasten" sie insofern, als dass sie keine anderen Zellen mehr kontaktieren können und die Krebszellen überhaupt die "Orientierung in ihrer Umwelt verlieren".
Die einleitenden Tierversuche zeigten nach dem Einsatz von MCP "einen wesentlichen Rückgang der Metastasenbildung, nämlich eine Reduktion von mehr als 90 % des normalen Zuwachses." Spätere Versuche und klinische Untersuchungen, besonders von Brust- und Prostatakrebs, sollen die Effektivität von MCP bestättigt haben. Seitdem wird MCP in einigen Kliniken und Privathospitalen bereits schon eingesetzt.
Zur Herstellung von modifiziertem Citruspektin in Pulverform wird Citruspektin einer pH- und Temperaturveränderung ausgesetzt, die das Ausgangsmolekül in kürzere, unverzweigte und galaktosereiche Kohlenhydratketten aufbricht. Diese kürzeren Ketten sind leichter wasserlöslich und können vom Körper besser resorbiert und verwertet werden als die normalen langkettigen Pektine. Die kürzeren Polysaccharid-Einheiten gelten auch als Ursache dafür, dass MCP in der Lage ist, an kohlenhydratbindende Lektine (GALEKTINE) auf der Oberfläche bestimmter Krebszellarten anzudocken und fest an diese zu binden. Damit wird verhindert, daß die Krebszellen sich zusammenschließen und Kolonien mit anderen Krebszellen bilden, um neue Geschwüre (METASTASEN) zu bilden.
Die gewöhnlichen Pektine haben eine zu lange Molekülkette, um durch den Blutfluss absorbiert werden zu können. MCP wird gemäß einem langen, kostspieligen und patentierten Enzymprozess produziert, der eine kürzere Molekülkette kreiert.
Tatsächlich wurde MCP geschaffen, um ein einheitliches Molekulargewicht (zwischen 10.000 und 20.000 Dalton) zu haben, da der schwache Grad der Esterifizierung (maximal 10 %) und der pH eine optimale Absorption (Aufnahme) ermöglichen.
Sehr ausführlich hat DR. EICHHORN am 20.03.2004 in seinem Forums-Beitrag die Rolle von DR. STRUM in der wissenschaftlichen und medizinischen Erforschung des Modifizierten Citrus Pektine dargestellt.
So überrascht es auch nicht, dass Dr. Strum in der neuesten Ausgabe März 2004, (S. 56 - S. 62) der Monatszeitschrift "LIFE EXTENSION" (www.lef.org) SELBST einen 3-seitigen Kommentar schreibt zu dem 10-seitigen Essay des R. Fox zum Thema:
"MODIFIED CITRUS PECTINE" mit dem Untertitel:
"A commercially available supplement has been shown to inhibit cancer cell metastasis, lower cholesterol, and remove toxic metals from the body"
Ich habe bisher das MCP von meinem Sohn aus Amerika besorgen lassen, um unerfreulichen Zollerlebnisse zu entgehen.
Nun kommt das Interessante: das von Life Extension (USA) verkaufte MCP unter dem Namen PECTA-SOL wird in der Schweiz hergestellt! Ich habe Günters Hinweis auf die Firma TAKE!CARE aufgegriffen und habe mit der Unterstützung meines Sohnes (wohnt in der Schweiz) mit der Firma Kontakt aufgenommen. Wir haben mit dem Inhaber Herrn Dr. Fritz Jaisli aus Sittendorf gesprochen und eine Menge Informationsmaterial erhalten. Es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, die sieben großen PDF-Dateien zum Thema darzustellen.
Weil sehr viele von uns eine Beschaffung in Deutschland suchen, darf ich euch das Schreiben, das ich von der Firma TAKE!CARE erhalten habe hier zitieren:
Sehr geehrter Herr Julius P.
Besten Dank für Ihre Anfrage betreffend MCP.
Wir produzieren reines MCP, welches im Molekulargewicht auf die in der Originalarbeit von PIENTA genannten 14000 Dalton modifiziert und zusätzlich im pH Wert eingestellt wurde.
Damit führen wir momentan eine klinische Studie mit der Klinik für Tumorbiologie in FREIBURG i.B. und der Sonnenbergklinik in Bad Sooden-Allendorf durch.
Diese Studie steht kurz vor dem Abschluss.
Eine neue Studie für 200 Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs oder kolorektalem CA wird bis Mitte 2004 an der UNIVERSITÄTSKLINIK GIESSEN beginnen.
Dieses MCP bieten wir auch als Nahrungsergänzungsprodukt in Deutschland an.
Sie können unser MCP in Deutschland beziehen bei:
Pharma Import-Export
Hr. Dr. B. Miller
Königstrasse 68
D-70173 Stuttgart
Deutschland
1 Dose zu 450 g (1 Monat) kostet Euro 90.-- zuzüglich Versandkosten.
Bitte geben Sie Ihre Bestellung direkt bei Hr. Dr. Miller auf oder lassen Sie es sich durch Ihre Apotheke dort bestellen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute
Mit freundlichen Grüssen
Take Care AG
Dr. Fritz Jaisli
Marco schrieb am selben Tag:
direkt bei www.econugenics.com ist das auch nicht teurer. Ich habe im Dezember für 12 mal 450 g, also einen Jahresbedarf bezahlt 1004 US$. Dazu kommt Einfuhrumsatzsteuer (16 %) und Zoll, das macht alles die Post oder wer auch immer transportiert, nur bezahlen muss man selber. Auch 1 % Kosten für die Kreditkartenbezahlung sollte man einrechnen. Lohnt sich trotzdem bei dem momentanen Dollarkurs.
Und noch einmal Julius:
Ich habe eben vom Hersteller des MCP in der Schweiz ein sehr günstiges Preisangebot, wie ich meine, für Sammelbestellungen erhalten. Er, Dr. Fritz Jaisli würde uns direkt beliefern, wenn mindestes 20 Dosen und mehr bestellt werden. Anstatt für 94.- € + Versandkosten der Import/Exportfirma würde je (450-g)-Dose ein Preis von 78,90 € + Versandkosten anfallen! (Eine Ersparnis von rd. 15,- € je Dose!)
Die Bedingung wäre natürlich eine Lieferadresse, an die die Firma TAKE!CARE liefern würde.
Ich würde mich da zur Verfügung stellen und alle auffordern, die Interesse haben an dem Medikament Modifizierte Citrus Pektine (direkt vom Hersteller), sich per eMail bei mir direkt zu melden.
Ich gebe die Bestellungen weiter und verschicke dann die gelieferte Ware an die Einzelbesteller. Dies ist mein Angebot für Euch. Jetzt seid Ihr dran, das Angebot zu verwirklichen.
Josef schwankte noch. Am 2.4.2004 schrieb er:
Würde gerne mitbestellen, aber Dr. Leibowitz glaubt, Ciruspektine würden den PSA-Wert erhöhen. Das sagte er in seinem Vortrag im August 2003 in Kalifornien! Was soll man glauben??
Ralf antwortete am selben Tag:
ich habe die von Josef zitierte Stelle in Dr. Leibowitz' Vortrag vom Mai 2003 in Palatine, Illinois noch einmal in meiner Zusammenfassung nachgelesen. Die Sache ist etwas komplexer. Leibowitz sagt dort, dass MCP, ebenso wie Soja, Leinsamen und einige andere Substanzen den Testosteronspiegel senkt. Er sagt nicht explizit, dass damit das PSA steige. Man muss das aber im Zusammenhang mit der von ihm vertretenen These sehen, dass es (mit meinen Worten) einen pessimalen (Gegenteil von optimalem) Testosteronspiegel gibt, der das Entstehen von PK begünstigt. Ich lese aus seinen Ausführungen an dieser und an anderer Stelle heraus, dass dieser T-Spiegel ganz grob zwischen größer Null und kleiner 4 ng/ml liegen könnte. Dr. Leibowitz verabreicht etwa einem Dutzend Patienten mit niedrigem Testosteronspiegel zusätzlich Testosteron und hat damit gute Behandlungserfolge, sagt aber selbst, dass hierzu weitere Untersuchungen unbedingt erforderlich seien, bevor daraus eine Standardtherapie werden könne.
Vor diesem Hintergrund ist er kein Freund von MCP.
Meine Meinung dazu: Wer einen hohen natürlichen Testosteronspiegel hat (meine unmaßgebliche Schätzung: höher als 7 bis 8 ng/ml), kann es wohl mit MCP versuchen und schauen, was passiert. Wenn das PSA merklich steigt, war es vielleicht nicht so gut.
Wer die Zusammenfassung zu dem Vortrag vom 22.5.2003 nicht kennt: Herunterzuladen unter
www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/Palatine.PDF
Julius schrieb am 3.4.2004 u. a.:
...Die Frage, ob ich mit dem MCP den Testosteronspiegel bewusst senken will oder nicht, hängt m. E. von der Strategie der jeweiligen Therapie ab. Im Falle einer gewollten Testosteronsenkung wäre demnach  MCP u.a. die richtige Wahl, oder? Im Übrigen, das MCP senkt auch den Cholesterin-Spiegel!
Mir geht es nicht um Senkung des TESTOSTERONS oder des CHOLESTERINS...
Sondern es geht einzig und allein um die WICHTIGSTE und WESENTLICHSTE EIGENSCHAFT von MCP (Modifiziertem Citrus Pektine):
Es verhindert die NEUBILDUNG VON METASTASEN im Körper durch das Prostata-Karzinom. Ich habe leider schon zwei solche Metastasen an der Wirbelsäule!
Zur Erinnerung:
Das MCP hat in der deutschen KLINIK FÜR TUMORBIOLOGIE in FREIBURG im Breisgau die Phase I und II der Studie durchlaufen. Die Phase III der Studie wird ab Mitte 2004 in der Uniklinik Gießen und in zwei anderen Kliniken erfolgen. Danach wird vermutlich nach 1-2 Jahren der Antrag auf Zulassung des Medikaments in Deutschland gestellt.
Diese Zeit abzuwarten habe ich nicht. LEIDER.
Ich brauche das Mittel JETZT im Kampf gegen unsere Krankheit, und dies ist meine persönliche Entscheidung.

HWL schrieb am 18.4.2004:
Das Thema MCP (Modifiziertes Citrus Pektin) wird immer interessanter. Wie von anderen Teilnehmern mehrfach berichtet, erschien in Life Extension/USA, März 2004 sowohl ein längerer Artikel von Romy Fox als auch ein Kommentar von Dr. Stephen Strum. Zu beiden waren Internet-Adressen zum (englischen)Text angegeben.
Ich halte den obigen Kommentar von Dr. Strum für so bedeutsam, dass ich ihn kurzerhand und in Auszügen grob übersetzt habe. Für fehlerhafte Interpretationen wird keine Haftung übernommen.
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Kommentar: Modifiziertes Citrus Pectin
Bericht von Stephen B. Strum, MD, FACP
Life Extension Magazin März 2004 (Auszug)
Die Kommunikation zwischen gesunden, also normalen Zellen ist bezüglich ihrer vielfältigen Funktionen und für ihr Überleben unbedingt erforderlich. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass diese Kommunikation auch für ihre Funktionen und ihr Überleben im Hinblick auf Krebszellen gilt. Es ist klar geworden, dass die wichtigsten Strategien, die für eine "gesunde" Zelle gültig sind, auch wichtige Strategien zur Bekämpfung des "Feindes" - der Krebszellen - darstellen.
Die Kommunikation von Zelle zu Zelle ist deshalb für das Überleben der Zellen ein kritischer Vorgang. Ein Schlüsselaspekt dieser Interaktion steht im Zusammenhang mit der Fähigkeit von Tumorzellen, sich zu Gruppen zusammenzuschliessen. Wie bei menschlichen Interaktionen gibt es eine Anhäufung ihrer Zahl. So bilden auch die Krebszellen Cluster oder Tumorzellen die in der Lage sind, Zerstörungen durch das Immunsystem des Körpers zu überleben. Denn Immunfunktionen wirken dann am besten, wenn sie es mit einer geringem "Tumorlast" zu tun haben, etwa nur mit einer winzigen Menge von Tumoren.
Es wurden innerhalb von Krebszellen spezialisierte Proteine entdeckt, die den Zusammenhalt der Krebszellen untereinander erleichtern, was wiederum zu Zell-Klumpen oder Clustern führt. Dies beschleunigt seinerseits das Wachstum und das Ausbreiten der gefährlichen Zellen, wie es (in dem beigefügten Diagramm)dargestellt ist. Derartige Proteine werden Carbohydrat-bindende (d. h. Kohlenwasserstoff bindende) Proteine genannt oder auch LECTINE. Von den bisher identifizierten 14 Lectinen scheint das für den Krebsprozess wichtigste das GALECTIN-3 zu sein.
Wenn wir die Krebszellen vor dem Zusammenklumpen abschotten könnten und dafür sorgen könnten, das Anheften an bestimmte Stellen der Wände von Blutzellen zu verhindern, dann könnte man Therapien entwickeln, die einen Einfluss auf die Krebsentstehung nehmen. So etwa auf Anheftung, Wanderung, Wachstum, Progression und auf die Metastasierung und sogar auf das Absterben von Krebszellen (Apoptose). Die Galectine, und hier speziell das Galectin-3, sind an vielen dieser Prozesse, wenn nicht an allen, insgeheim beteiligt.
Eine gründliche Überprüfung der zeitgenössischen medizinischen Literatur zum Thema Galectine gibt einen Blick frei auf ein aufregendes, aber sehr kompliziertes Bild. Einige Veröffentlichungen zeigen klar, dass steigende Mengen von Galectin-3 im Blut oder im Gewebe in Verbindung stehen mit der Frequenz der Bösartigkeit (von Zellen)und einem anwachsendem Stadium der Tumorprogression. Einige der Veröffentlichungen haben die Bedeutung von Meilensteinen, da sie eine eindrucksvolle Genauigkeit anzeigen, wenn Galectin-3 als Test benutzt wird, um die Anwesenheit von bösartigen Zellen nachzuweisen. Dies ist eindeutig der Fall bei Schilddrüsenkrebs und bei Dickdarmkrebs. Ärzte und Patienten müssen bei derartig hoch signifikanten Entwicklungen wissen, und kommerzielle Labor-Tests müssen so gestaltet werden, dass diese Fortschritte auch zum Wohl der Patienten eingesetzt werden.
Zusätzliche medizinische Forschung hatte zu tun mit dem Ansteigen oder der Verringerung der Galectine-3-Level beim Tiermodell von Krebserscheinungen. Diese Studien haben gleichfalls eine Übereinstimmung festgestellt zwischen einem höheren Level an Galectin-3 und Metastasen. Einige Kontroversen traten jedoch bei anderen Veröffentlichungen auf, die darauf hinwiesen, dass genau das Gegenteil bei anderen Arten bösartiger Zellen festgestellt wurde. In solchen Fällen, also bei niedrigem Level von Galectin-3 oder bei vollständigem Fehlen, sind die Erscheinungen verbunden mit einem eher bösartigem biologischen Verhalten bestimmter Krebstypen. Höhere Level von Galectin-3 dagegen, mit reiferen (höher differenzierten) Tumoren haben nach diesen Untersuchungen ein weniger fortgeschrittenes Stadium des Krebses. Zum Beispiel wurde in der Veröffentlichung von Piantelli et. al. aus dem Jahr 2002 eine signifikante Übereinstimmung gefunden zwischen einem höheren Tumorlevel an Galectin-3 und einer längeren progressionfreien Überlebenszeit wie auch einer längeren Gesamtüberlebenszeit bei Kehlkopfkrebs.
Deshalb muss man bei der einzelnen Krebsart sehr genau sein, wenn man bei der Krebsdiagnose die Wirkungen von Galectin-3-Level diskutiert. Das gleich gilt für das Krebsstadium, für die Bösartigkeit und auch für die Überlebenszeit. Die (beiliegenden) Tabellen zeigen derartige Zusammenhänge. Dem Leser sollte aber klar sein, dass dies nur eine erste Näherung darstellt und nicht viele Krebstypen einschliesst. Die biologischen Effekte, die in dieser Tabelle gezeigt werden, sind aber von großer medizinische Beweiskraft.
Die Literatur über Galectin-3 wird noch spannender im Licht von Forschungen, die jetzt die vielfältigen Funktionen dieses Proteins aufdecken. Die meisten der älteren Veröffentlichungen beziehen sich auf die CH-bindenden Eigenschaften von Galectin-3. Die Bindung sitzt am Ende des Moleküls, genannt dem C-Terminal-Ende. Das andere Ende des Moleküls, genannt das N-Terminal-Ende, ist für eine andere wichtige Funktion verantwortlich, nämlich die Tumorzelle vor dem Zelltod, der Apoptose, zu schützen. Wenn eine spezifische Aminosäure in der 6. Position vom N-Terminal-Ende aus aktiviert wird, beginnt ein chemischer Prozess, der eine chemische Folge gegen das Zellsterben anstösst. ("Anti-death" chemical sequence). In diesem Falle wird der Krebs geschützt. Der zellinterne Mechanismus ist dann beteiligt am Schutz der Mitochondrien vor einer Oxidation durch NO-Verbindungen. Mitochondrien sind die Energiequellen für normale wie auch für Krebszellen. Auf diese Weise arbeitet Galectin-3 am N-Terminal-Ende um die Krebszelle vor einem Zelltod durch NO zum schützen. Der Weg zum Zelltod ist der Schlüsselmechanismus bei der Wirkung einer Bestrahlungstherapie wie auch einiger chemotherapeutischer Medikamente wie etwa Cisplatin. Ein Beitrag zur Bedeutung dieser Entdeckung ist, dass gezeigt werden konnte, wie das Galectin-3-Protein praktisch als Ein-Aus-Schalter funktioniert. Wenn nämlich das N-Terminal-Ende des Galectin-3 aktiviert ist, dann schaltet es die Funktion des CH-bindenden Endes des Proteins aus. Wenn aber das C-Terminal-Ende des Moleküls aktiviert ist, schaltet es die "Anti-Apoptose-Funktion" des N-Terminal-Endes ab. Auf diese Weise ist Galectin-3 ein "Multi-Tasking-Protein", also eines mit Computerfunktion, mit einer "On"-Funktion, die die Tumorzelle vor dem Zelltod schützt und einer "Off"-Funktion, die es der Tumorzelle erlaubt, sich zu gemeinsamen Zellkolonien zusammenzuschliessen, in Bindegewebe und Blutzellen einzudringen und Metastasen auszubilden. Dies ist eine Schlüsselentwicklung zum Verständnis des Krebsprozesses.
Jetzt betritt Modifiziertes Citrus Pectin (MCP) die Szene und legt das C-Terminal-Ende des Proteins lahm, das wiederum die Fähigkeit von Tumorzellen blockiert, um aneinanderzuhaften und Verklumpungen mit Krebszellen zu bilden. Modifiziertes Citrus Pectin (MCP) verzögert somit, -nach Studien von Strum et al. und Guess et al. - die PSA-Verdoppelungszeit bei Männern mit Prostatakrebs. Dies könnte zwar ganz einfach bedingt sein durch Abschalten der PSA-Produktion ohne Auswirkung auf die Vermehrung der Tumorzellen. Andere Studien aber haben gezeigt, dass MCP sogar das Wachstum der Tumorzellen verringert, dass es also möglich ist, Galectin-3 zu binden und den Effekt des Aneinanderhaftens der Zellen, das Eindringen in andere Zellen und auch Metastasen zu verringern.
Die zentrale Frage ist, ob MCP zu der Zeit, wenn es die oben beschriebenen Funktionen beeinflusst, auch in der Lage ist, den "Off"-Schalter am N-Terminal-Ende des Galectin-3-Proteines zu betätigen und auf diese Weise die Fähigkeit der Tumorzelle lähmt, sich selbst vor Zerstörung durch Bestrahlung oder Chemotherapie zu schützen. Zusätzliche Studien sind wegen der großen Möglichkeiten von MCP bei der Behandlung einer Vielzahl von bösartigen Krebsformen dringend erforderlich. Die diagnostischen und stadienbezogenen Auswirkungen von Galectin-3 und anderer Galectine und die therapeutischen Auswirkungen von MCP sind von solcher Bedeutung, dass dies große Konferenzen und weitere Fördergelder für diese faszinierende Entwicklung rechtfertigt.
Zusammengefasst scheint Modifiziertes Citrus Pectin (MCP) offenbar ein wichtiger Faktor bei der medizinischen Behandlung von Krebserkrankungen zu sein.
Jürg schrieb, ebenfalls am 18.4.2004, im BPS-Forum:
Ergänzend zum Bericht von Dr. Strum habe ich die Kurzfassung einer zweiten kleinen Pilotstudie zu übersetzen versucht:
"Modifiziertes Citruspectin (MCP) verlängert die PSA-Verdoppelungszeit (PSAVZ bei Männern mit Prostatakrebs: Eine Phase-II-Pilotstudie)
B. W. Guess, M. C. Scholz, S. B. Strum, R. Y. Lam, H. J. Johnson und R. I. Jennrich
Bei dieser Studie wurden die Verträglichkeit und die Wirkungen von MCP (Pecta-Sol®) bei 13 an Prostatakrebs erkrankten Männern untersucht, bei denen die PSA-Werte nach lokaler Behandlung (radikale Prostataentfernung, Bestrahlung, Kältetherapie) angestiegen waren. 13 Männer wurden hinsichtlich der Verträglichkeit in die Studie einbezogen, 10 hinsichtlich der Wirkung von MCP. Veränderungen der PSAVZ waren der primäre Endpunkt in der Studie. Wir stellten fest, dass sich die PSAVZ nach der Einnahme von MCP während 12 Monaten bei 7 von 10 Studienteilnehmern (70 %) verlängerte (p-Wert<0.05) im Vergleich zur Zeitspanne vor der Verabreichung von MCP. Die Studie legt die Vermutung nahe, dass MCP die PSAVZ bei Männern mit PK-Rezidiv verlängern kann."
Quelle: Prostate Cancer and Prostatic Diseases (2003), 6, 301-304.
Es dürfte sich tatsächlich rechtfertigen, die Entwicklung bei MCP aufmerksam zu verfolgen.

Klaus (a) fragte am 20.4.2004 im BPS-Forum:
habe mit dem früher empfohlenen Vertriebsweg für MCP Kontakt aufgenommen über "internationale-apotheke.miller@t-online.de"; mir wurde mitgeteilt, dass ich MCP kaufen kann (Lieferung aus Schweiz) – allerdings brauchte ich ein REZEPT. Kann es eigentlich nicht glauben und bitte um Tipps.
Julius antwortete am selben Tag:
Das ist schlichtweg Unsinn.
Da MCP als Medikament noch nicht zugelassen ist (Phase-III-Studie läuft erst Mitte des Jahres 2004 an der Uni-Gießen u. a. an), gilt es noch als sog. "Nahrungsergänzungsmittel". Dazu ist ein Rezept nicht nötig, allerdings KANN man sich eins ausstellen lassen und an die Kasse einreichen. Ich war damit schon mal erfolgreich.

HWL schrieb am 23.4.2004:
Unter dem Titel "Neue Krebsmedikamente vor der Tür " wurde vor einigen Tagen über das Modifizierte Citrus Pektin (MCP) berichtet, das voraussichtlich das Tumorwachstum behindern und Metastasen blockieren kann. Hier werden zur Zeit im Tumorzentrum Freiburg wesentliche Untersuchungen durchgeführt, nachdem bereits in den Jahren 2001/2002 in der Sonnenbergklinik in Bad Sooden-Allendorf die Phase II der klinischen Untersuchungen durchlaufen wurde.
Auszug aus den Mitteilungen der Klinik:
Neues Therapieprinzip beim fortgeschrittenen Prostata-Carcinom:
Bei einem fortgeschrittenen Prostata-Carcinom wird meist primär eine Hormontherapie durchgeführt, die jedoch in der Regel nur eine zeitlich begrenzte Wirkung hat. Es ist daher dringend erforderlich, neue Therapieprinzipien, die die Lebensqualität der Patienten möglichst lange erhalten, zu prüfen. Ein neues biologisches Therapieverfahren ist die Behandlung mit modifiziertem Citruspektin. Hierbei handelt es sich um ein hochmolekulares Polysaccharid, das in Zitrusfrüchten vorkommt und durch ein spezielles Verfahren in ein niedrig molekulares Pektin, das über den Verdauungstrakt vom Körper aufgenommen wird, umgewandelt wird. Molekulares Citruspektin (MCP) ist in der Lage, die Metastasierung von Krebszellen durch Bindung von kohlenhydratbindenden Proteinen zu hemmen. Insbesondere wird die Anheftung von Prostatacarcinomzellen im Knochenmark verhindert. Zusätzlich konnte in experimentellen Untersuchungen nachgewiesen werden, dass MCP auch das Wachstum von Tumorzellen direkt hemmt.
Aufgrund dieser vielversprechenden experimentellen Daten wurde im Jahr 2002 in der Sonnenberg-Klinik in Bad Sooden-Allendorf eine Prüfung der Wirksamkeit von MCP bei hormonrefraktären Prostata-Carcinom-Patienten durchgeführt. Die Behandlung war gut verträglich, wurde ambulant durchgeführt und wird derzeit im Tumorzentrum Freiburg weitergeführt.
Ein anderes wichtiges Entwicklungsprojekt beruht auf der Hemmung der Tumor-Angiogenese. Ab einer Größe von ca. 1-2 Kubikmillimetern können die Tumorzellen sich nicht mehr aus dem umliegenden gesunden Gewebe ausreichend ernähren. Sie beginnen sogenannte angiogene (d. h. gefäßwachstumsfördernde) Faktoren zu produzieren, die am vorhandenen Blutgefäßsystem die Bildung neuer Blutgefäße auslösen. Diese wachsen zielgerichtet in den Tumor ein und ermöglichen so die weitere Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Sie bilden somit die Voraussetzung für das Fortschreiten der Erkrankung. Zudem gelangen auch Tumorzellen durch die neugebildeten Blutgefäße in die Blutbahn und können Metastasen bilden, die ihrerseits in der Lage sind, den Prozess der Tumor-Angiogenese auszulösen.
Derzeit werden im Tumorzentrum Freiburg neue Wirkstoffe in klinischen Studien erprobt, die auf diesem therapeutischem Wissen basieren.
Hierzu gehören Substanzen mit dem Codenamen BIBF 1120 und AZD 2171. Sie sind in der Lage, die Signalübertragung des wichtigsten, an der Angiogenese beteiligten Wachstumsfaktors VEGF (vascular endothelial growth factor) zu hemmen. VEGF wird in fast allen soliden Tumoren vermehrt gebildet und ist für Gefäßwachstum und -stabilität verantwortlich. Im Rahmen der sog. CC-Studie werden zur Zeit zwei Medikamente gegen das Wachstum von Tumor-Blutgefäßen kombiniert eingesetzt. Dabei wird eine der Substanzen, eine sehr niedrig dosierte Chemotherapie, kontinuierlich verabreicht (sog. metronomische Chemotherapie) und mit einem Schmerzmittel (Celebrex = COX-2-Hemmer) kombiniert.
Erste Erfahrungen konnten inzwischen auch mit einem Impfprogramm gegen das hormonrefraktäre Prostatakarzinom gesammelt werden. Da für diese Erkrankung keine Standardtherapie zur Verfügung steht, erhoffen sich die Mediziner durch die Impfung von Patienten mit autologen dendritischen Zellen (DC), die mit PSA-Bruchstücken beladen sind, die Aktivierung körpereigener zytotoxischer T-Zellen gegen das Prostatakarzinom.

Heinz schrieb am 4.5.2004:
Ich habe heute mit Dr. Gabrys von der Sonnenbergklinik in Bad Sooden-Allendorf gesprochen. Es scheint so zu sein, dass MCP bei fortgeschrittenem PCa wirksam ist, dass aber durchaus eine sinnvolle Anwendung gegeben ist bei allen, die noch keine total OP haben und bisher ein kontrolliertes Abwarten praktizieren.
Bei meinem PSA-Wert um 10 ng/ml (mittlerweile seit vier Jahren mehr oder weniger konstant) möchte ich etwas mehr tun.
Darauf antwortete HWL einen Tag später:
Es dürfte Dich und andere interessieren, dass die von Dir mitgeteilte Meinung des Arztes der Sonnenberg-Klinik von der Aussage des Direktors des Tumorzentrums der Uni Freiburg, Dr. Clemens Unger, gedeckt wird. Denn er erwähnte in einem längeren Gespräch die wachstumsblockierende Wirkung von MCP und empfahl mir, das Mittel auch bei meinem lokalen PCa einzunehmen. Was ich seit etwa einer Woche tue.
Ich sende Dir gern eine Info der Sonneberg-Klinik über die MCP-Versuche mit zwei interessanten Abbildungen, wie die Reaktion von PCa + MCP voraussichtlich abläuft. Weitere interessante Berichte z. B. von Dr. Strum, (deutsche Übersetzung) und seinem US-Kollegen Dr. Isaac Eliaz (Patentinhaber des Verfahrens, englisch) sind hier vorhanden.
Im übrigen rate ich Interessenten für MCP, insbesondere nach der sog. Dalton-Einstellung und dem pH-Wert des jeweiligen Angebots zu fragen. Denn, wie ich dem Internet entnehme, gibt es in USA offenbar recht dubiose Angebote. Die Versuche in der Sonnenberg-Klinik, im Tumorzentrum Freiburg, bei Dr. Strum und Dr. Eliaz wurden ausschließlich mit dem MCP PECTASOL durchgeführt, das die Schweizer Firma take!care AG in Zürich auch für USA fertigt. Näheres hierzu kann sicher Julius P. sagen.

Günter schrieb am 1.6.2004:
dies ist der versprochene Bericht zur Studie Phase III mit Modifiziertem Citruspektin (MCP) bei Prostatakarzinom.
Zur Besprechung der Möglichkeit und Voraussetzungen einer Phase-III-Studie Modifizierte Citruspektine (MCP) trafen sich Dieter Voland und Günter Feick mit Herrn Dr. Karsten Münstedt, Oberarzt Uni-Frauenklinik Gießen, Herrn Dr. Gerson Lüdecke, Uni-Urologische Klinik Gießen, Herrn Dr. Jaisli, Herrn Armin Kohler und Herrn Guido Schaub der MCP-Herstellerfirma TAKE!CARE, Schweiz, am 14. Mai 04 in der Uni-Frauenklinik Gießen.
Die Anwesenden stimmten überein einen Antrag für die Genehmigung einer Phase-III-Studie zu MCP bei Prostatakrebs, der Hessischen Ethikkommission der Ärzte vorzulegen. Da die Ethikkommission bereits einer Studie für MCP bei Mammakarzinom u. Kolorektalkarzinom zugestimmt hat, ist man zuversichtlich, dass die Genehmigung für das Prostatakarzinom als Addendum zum bereits genehmigten Studienteil erreicht werden wird. In der Abfolge wird die Mitteleinwerbung von der Dt. Krebshilfe u. dem Forschungsfond von TAKE!CARE beginnen.
Die Studie baut auf die abgeschlossenen Phase-I- u. Phase-II-Studien im Uniklinikum Freiburg, Tumorbiologie auf. Leider konnte entgegen unseren Erwartungen die Veröffentlichung der Ergebnisse der Phase II nicht zur Verfügung gestellt werden. Neuer Termin hierfür ist der Monat Juli. Lediglich wurde seitens TAKE!CARE mitgeteilt, dass die vorläufigen Erkenntnisse eine Phase-III-Studie befürworten.
Die Phase-III-Studienstruktur ist wie folgt – multizentrisch (Kliniken in Gießen, Bad Sooden-Allendorf, Bad Berka und niedergelassene Ärzte) unter der Führung des Uniklinikums Gießen. Das bedeutet auch, die Verlaufskontrollen werden in Gießen erfolgen. Die Studie ist placebokontrolliert, ergebnisoffen u. randomisiert. Teilnehmen an der Studie mit MCP bei Prostatakrebs können Männer, die nach einer Chemotherapie „austherapiert“ sind. Diese Patienten werden in zwei separaten Studienarmen geführt. Abbruch u. Ausschluss aus der Studie erfolgt bei Verschlechterung der klinischen Daten unter MCP. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf einhundert limitiert – je 50 mit MCP bzw. Placebo. Zusätzlich kann auf Wunsch der BPS-Vertreter in einer separaten Gruppe auch eine kleinere Zahl von Patienten, die die Chemotherapie schriftlich verweigern, aufgenommen werden. Die Gründe für diese Auswahlkriterien sind – Ergebnisse innerhalb kurzer Zeit und limitierte Kosten/Finanzmittel für die Studie.
Die Rekrutierung wird evtl. nicht leicht sein, weil wahrscheinlich im Herbst 2004 mit Taxotere ein neues Medikament zur Verfügung stehen wird, welches von Patienten im Regelfall vor dem MCP angewendet werden wird. Der BPS möge sich an den Bemühungen um die Rekrutierung für die MCP-Studie beteiligen durch die ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, war das Verständnis der Anwesenden.
Auf Initiative der Firma TAKE!CARE wird es über die Phase-III-Studie hinaus Bemühungen geben, in Kooperation mit der Tumorbiologie Freiburg die Anwendung von MCP und seine Wirkung in Patientenprotokollen zu dokumentieren. Teilnehmen könnten hieran auch Patienten in früheren Stadien der Erkrankung auf der Basis Ihrer Willenserklärung.
Für Männer, welche zum jetzigen Zeitpunkt MCP beziehen wollen, hat TAKE!CARE die Möglichkeit eröffnet, für 70,- € den Monatsbedarf erwerben zu können. Die Sammelbestellung würde durch Selbsthilfegruppenleiter vorgenommen werden, welche sodann die Einzelbesteller versorgen. Weitere organisatorische Details werden aktuell noch abgeklärt (z. B. Bezahlung auf ein deutsches Konto).

Melina schrieb am 2.8.2004:
in der neuen Natur & Heilen (8/2004) steht ein kurzer Absatz zum Zitrus-Pektin:
"In China nutzt man das Prinzip schon seit Tausenden von Jahren, wie die Medizinhistoriker herausgefunden haben, und in den USA gilt der Stoff inzwischen ebenfalls als erfolgversprechende Waffe gegen den Krebs: die ganz "banalen" Zitronenschalen. Wirksam sind dabei, wie Studienergebnisse gezeigt haben, bestimmte Pektine, die vorzugsweise in Orangen, Zitronen und Grapefruits vorkommen, insbesondere im weißen Gewebe direkt unterhalb der Schale. Nach einem Bericht des "Journals of the National Cancer Institute" können entsprechende Extrakte (MZP=modifiziertes Zitruspektin) die Ausbreitung von Melanomen (einer agressiven Form des Hautkrebses) stoppen. Aus anderen Untersuchungen leitet man eine Schutzwirkung gegen Prostata-, Brust- und Lungenkrebs ab."

HWL schrieb am 7.2.2005:
Mich hatte interessiert, von wem das von der Schweizer Firma Take!Care/Zürich vertriebene Modifizierte Citrus Pektin (MCP) entwickelt wurde und hergestellt wird. MCP wirkt mit gewisser Wahrscheinlichkeit als Wachstumshemmer für PCa-Zellen und scheint die Verklumpung von Karzinomzellen bei der Bildung von Metastasen zu verhindern. Grund für mein Interesse waren Informationen, das Mittel würde wahrscheinlich in einem "Waschküchenbetrieb" hergestellt und sei von fragwürdiger Zusammensetzung und Wirkung. Diese Vermutungen sind falsch. Die Recherchen ergaben, dass das Mittel von der bekannten Schweizer Firma Obipektin AG in CH-9220 Bischofszell, Hersteller von Gelier-und Verdickungsmitteln, produziert wird. Die Firma wurde bereits 1936 als Pektinhersteller gegründet, gehört heute zur britischen Braess Group in London, hat 150 Mitarbeiter, hatte im Jahr 2002 einen Umsatz von 60 Mio Franken, hat 90 % Exportanteil und eine Forschungs-und Entwicklungbereich mit acht Mitarbeitern. Leiter Forschung und Entwicklung mit Analytik ist Dr. Fritz Jaisli. Er ist gleichzeitig Geschäftsführer der Take!Care und vertreibt das Modifizierte Citrus Pectin (MCP) in vielen Ländern, insbesondere in USA. Es ist wahrscheinlich, dass das von verschiedenen ausländischen Firmen unter eigenem Namen angebotene MCP von Obipektin bzw. von Firma Take!Care hergestellt wird.
FAZIT: Bei dem von Take!Care, Dr. F. Jaisli, gelieferten MCP (450-g-Dose, 75,- Euro) handelt es sich um vertrauenswürdige Ware.

HWL meldete sich am 18.4.2005 wieder:
In einer Korrespondenz mit dem Lieferanten von Modifiziertem Citrus Pektin (MCP) in der Schweiz, Firma Take Care AG, Geschäftsführung Dr. Jaisli, wurde auf meine Frage nach den Ergebnissen der klinischen Versuche mit MCP in Bad Sooden-Allendorf folgendes bekannt:
Die Pilotstudie Freiberg/Sonnenbergklinik sei ganz allgemein auf den "clinical benefit" für die Patienten ausgelegt gewesen. Spezifische Tumorstagings wurden nur als sekundäre Kriterien bewertet, da es sich um Menschen in einem weit fortgeschrittenen Krankheitsstadium handelte. Auch musste erwartet werden, dass einige Probanden nicht während der gesamten Studiendauer dabei sein konnten, weil ein Abbruch wegen Hospitalisierung oder anderen medizinisch notwendigen Behandlungen nötig wurde. Es sind daher mehr als 40 Teilnehmer ausgewählt und in die Untersuchung "eingeschlossen" worden, um letztlich 30 Teilnehmer als auswertbare Fälle zu erhalten.
Hauptkriterien für die Behandlung waren "Schmerz" (Schmerzbewertung, Schmerzmittelverbrauch), der sog. Karnofsky-Status und das Gewicht, wobei die Stabilisierung des Gewichtes oder eine Zunahme als Erfolg gewertet wurden. Etwa die Hälfte der so ausgewerteten Fälle hatten einen klaren Nutzen von der Einnahme von MCP. Zusätzlich wurde erneut, wie bei der ersten Studie, (Phase I) eine gute Akzeptanz bei der Einnahme von MCP und eine sehr gute Verträglichkeit attestiert.
Auch bei den "sekundären Kriterien" Größe des Tumors und Metastasen konnten interessante Fälle gemeldet werden: Stabilisierung von Zahl und Größe, teilweise auch Abnahme. Es waren jedoch sehr unterschiedliche Krankheitsbilder vertreten, sodass die Zahl dieser Beobachtungen für eine statistisch gesicherte Aussage bei weitem nicht ausreichte.
Insgesamt waren die behandelnden Ärzte aber von den Ergebnissen sehr positiv überrascht und es wird baldmöglichst (noch 2005) hierzu Publikationen geben. Wichtig ist, dass bei den Ärzten des Interesse gewachsen ist, nun bei spezifischen Tumorarten weitere Studien durchzuführen. Dabei denkt man an der Uni Giessen und auch anderenorts an Prostata- und Brustkrebs.
FAZIT: Soweit ich aus den Informationen entnehme, sind spezielle Untersuchungen über die Wirkung von MCP bei Prostatakrebs noch nicht durchgeführt worden, sind aber geplant.
Der Haken ist die Finanzierung. Es laufen erste Anträge bei der Deutschen Krebshilfe (Mildred-Scheel-Stiftung). Weitere Finanzierungsgesuche sind vorbereitet. Manche der anzusprechenden Finanzierungsinstitutionen hätten allerdings viel Geld im Anlagegeschäft verloren, sodass derzeit mit Förderzusagen grosse Zurückhaltung geübt wird. Die Take Care AG stelle für die Studie das Produkt zwar kostenfrei zur Verfügung, die medizinischen Leistungen usw. müssen aber anderweitig finanziert werden. Man hofft jedoch, dass es irgendwie klappt, auch wenn Geduld gefragt sei.
Bei von mir durchgeführten Internetrecherchen konnte ich ermitteln, dass das Modifizierte Citrus Pektin (MCP) von der Schweizer Firma Obipektin AG hergestellt wird, bei der Dr. Fritz Jaisli Leiter der Forschung und Entwicklung ist. Er vertreibt MCP über die Vertriebsgesellschaft Take Care AG. international. Die Obipektin AG. ist ein seit Jahrzehnten in der Branche bekannter Hersteller von Pektin und anderen Nahrungsmittel-Inhaltsstoffen mit etwa 900 Mitarbeitern.
Auf Befragen teilt Herr Dr. Jaisli mit, dass dort auch in grossen Mengen Tomatenpulver mit einem garantierten Lycopingehalt von 160 mg/100 g Pulver geliefert wird und macht darauf aufmerksam, dass man ohne weiteres dieses Lycopin zur Wachstumshemmung für PCa verwenden könne, wenn man es in fettigem Medium (Bioverfügbarkeit) einnehme, etwa in heiße Bouillon eingerührt, ggf. gemeinsam mit MCP. Nach seinen Informationen seien pro Tag 20 mg Lycopin zur Krebshemmung erforderlich.

HWL schrieb am 23.3.2007:
Bereits 1995 wurde von zwei verschiedenen US-Forschungsstellen bei Laboruntersuchungen festgestellt, dass Modifiziertes Citrus Pektin (MCP) zur Vorbeugung von Metastasenbildung von PCa-Zellen genutzt werden kann, da der Wirkstoff das Zellwachstum hemmt, indem er einen Zusammenschluß zu größeren Gebilden durch Adhäsion verhindere. Schon damals wurde das Ergebnis der Untersuchung als "neue Therapie zur Hemmung der Metastasenbildung" vorgestellt. In einem Bericht aus dem Jahr 2000 wurde bestätigt, daß MCP bei bestimmten Krebsarten, darunter beim PCa, bei der Blockierung von Metastasen wirksam sei. Da eine effiziente „Anti-Metastasen-Therapie“ fehle, habe dies prompt zu Forschungen über die Metastasenhemmung durch MCP geführt.
Als Hinweis aus anderen Quellen kann ein Satz in einer Veröffentlichung der Universität of Missouri, USA zitiert werden, die im Mai 2005 in der Zeitschrift NEOPLASIA erschien. Dort heißt es sinngemäß, dass „carbohydrate-based compounds“ wie Modifiziertes Citrus Pektin (MCP) in vivo, hier bei Versuchen mit Mäusen, die Bildung von Prostata- und Brustkrebs-Karzinomen zu mehr als 90 % verhindere. Ob sich diese Wert auch bei Humanversuchen bestätigt, sei bisher noch nicht untersucht.
Um 1999 wurden in den USA erste praktische Human-Versuche von den PCa-Experten Stephen Strum, Mark Scholz, Isaac Eliaz et al. durchgeführt. Dabei konnte festgestellt werden, dass MCP die PSA-Verdopplungszeit vergrößern kann. Diese Untersuchungen wurden im Jahr 2003 durch eine ähnliche Forschergruppe erweitert und bestätigt, indem man 10 Patienten mit steigenden PSA-Werten nach Operation, Bestrahlung oder Kryotherapie 12 Monate MCP gab. Auch in dieser Phase-II-Pilotstudie wurde bei sieben Patienten eine deutliche Vergrößerung der PSA-Verdopplungszeit festgestellt. In Europa hatte etwa um das Jahr 2001 die Herstellerfirma des Modifizierten Citrus Pektin (MCP), die Take Care AG in Zürich, Tochtergesellschaft des Pektinherstellers Obipektin, beim Institut für Tumorbiologie der Universität Freiburg eine erste präklinische Studien mit menschlichen Krebszellen initiiert. Die Forschungen wurden in Freiburg durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Sie zeigten, für welche Krebsarten das von der Take Care AG "Expecting" genannte MCP Möglichkeiten der Wachstumshemmung bietet. Gut gehemmt wurden Colon-CA, Magen-Ca, großzelliges Lungen-CA; Brust-Ca, Eierstock-Ca, Prostata-Ca, Nieren-Ca und gewisse Melanome. Zusätzlich wurden Toxititätsstudien durchgeführt. Sie zeigten, dass das hier verwendete MCP in der maximal möglichen Dosierung keine toxische Wirkung hat. Die Verzehrmenge beim Menschen von 15 g pro Tag wurde als sicher eingestuft.
Daß MCP eine wirksame Metastasen-Blockade darstellt, um bösartige Krebszellen durch Adhäsion daran zu hindern, sich aus ihrer Umgebung zu lösen und sich an anderen Organen in Form eines Metastasendepots niederzulassen, wurde um 2002 auf Anregung von Take Care von der Klinik für Tumorbiologie Freiburg klinisch untersucht. Die Untersuchungen wurden in Form einer Pilotstudie in Phase II und in Kooperation u. a. mit der Sonnenbergklinik, Bad-Sooden-Allendorf durchgeführt. Es nahmen 48 Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren teil, für die keine Standardbehandlung mehr verfügbar war. Sie nahmen zu Hause bis zu 18 Wochen 3 x täglich 5 g MCP in Flüssigkeit gelöst zu sich und mussten nach jeweils vier Wochen zur Zwischenauswertung. Ziel war primär die Untersuchung des klinischen Nutzens für den Patienten im Hinblick auf Gewichtsverlauf, Schmerzintensität und zum sog. Karnorsky-Performance-Status, einem Wert, der das Allgemeinbefinden darstellt. Weitere Prüfungen waren die Medikamentensicherheit, also evtl. Nebenwirkungen durch MCP, mögliche Tumorrückbildungen und die Erfassung der Lebensqualität mittels Fragebogen. Die Ergebnisse wurden nach dem Clinical Benefit Response ausgewertet und ergaben mit steigender Behandlungsdauer auch steigende positive Werte. Die Werte der auswertbaren Patienten zeigten bei den hier vorliegenden schweren Erkankungen, daß bei 42 % die Erkrankung stabil war. Die Stabilisierung wurde auch bei vier Patienten mit Prostatakrebs beobachtet. Das MCP selbst wurde exzellent vertragen, Unverträglichkeiten wurden nicht beobachtet.
In der allgemeinen Bewertung und Einschätzung der Ergebnisse fällt auf, dass zwar keine objektive Tumorrückbildung beobachtet wurde, dass aber insbesondere die Prostatapatienten eine bemerkenswerte Stabilisierung ihrer Krebserkrankung erfuhren. Zitat: "Hier lohnt es sich auf alle Fälle, eine krankheitsspezifische Phase-II-Studie durchzuführen. ...... kommen wir hinsichtlich der Gesamteinschätzung zu einer positiven Bewertung des MCP und befürworten eine Fortsetzung von klinischen Prüfungen uneingeschränkt". Neben den Studienauswertungen liegt eine größere Zahl von Einzelfallbegleitungen durch Ärzte vor. Hier gibt es ausgesprochen ermutigende, teilweise sehr eindruckvolle Beispiele. Obgleich Ergebnisse derzeit nur für fortgeschrittene, hormonrefraktäre PCa vorliegen, sind die Wirkungen auch beim lokalem PCa bemerkbar, hier durch Absenkung der PSA-Werte und offenbar auch durch Vergrößerung der PSA-Verdopplungszeiten. Mir selbst wurde von Prof. Unger, Direktor der Klinik in Freiburg geraten, MCP bereits bei lokalem PCa als Dauermedikation einzunehmen, offensichtlich, um die Bildung von vorhandenen Mikrometastasen im Körper zu unterbinden. In einem Beitrag des Projektleiters der Chefarztes der Freiburger Tumorklinik Dr. Marc Azémar in der Hauszeitschrift der Klinik für Tumorbiologie „Brückenschlag - Aktuelles aus Klinik und Forschung“, wird über das Thema ausführlich berichtet. Schlusssatz: "Der Einsatz von Modifiziertem Citrus Pektin bei Patienten mit soliden Tumoren, besonders bei Patienten mit Prostatakarzinomen erscheint aufgrund bisheriger Erfahrungen lohnend. Weitere klinische Studien sind allerdings notwendig, den definitiven Stellenwert von MCP in der Behandlung fortgeschrittener Tumoren zu definieren."
Als Phase III wurde gemeinsam mit der Universität Gießen eine spezielle Studie mit 200 Prostatakrebspatienten geplant, die der Spezialist für naturmedizinische Behandlungen Dr. Münstedt leiten sollte. Leider wurden die bei der Deutschen Krebshilfe eingereichten Anträge auf Projektförderung der geplanten Untersuchung abgelehnt und die Durchführung der Studie dadurch nicht realisiert. Die Firma Take Care AG plant derzeit aber mit (anderen ?) deutschen Kliniken das Design einer Prostatastudie und hofft, dafür Sponsoren zu finden.
Quellen:
1. PubMed PMID 14663471, 11134980, 7853416,8624488
2. Vorab-Veröffentlichung der Klinischen Phase II-Prüfung, Privatmitteilung
3. Schr. v. Prof. Heim, Onkologie Sonnenberg-Klinik, Bad Sooden-Allendorf
4. "Brückenschlag", Tumorzentrum Freiburg, Nr. 48, September 2006.

Am 1.4.2008 meldete sich HWL wieder zu dem Thema:
Über das Thema MCP (Modifiziertes Citrus Pektin) gab es in den letzten Jahren zunehmend weniger Informationen, die zu Diskussionen anregten. Ich möchte dieses interessante Thema deshalb durch einen Erfahrungsbericht (2004 - 2008) wieder aktualisieren und gleichzeitig die Frage stellen, ob es entsprechende Erfahrungen von anderen Langzeit-Anwendern über einen zeitweisen oder völligen Abbruch der MCP-Einnahme gibt.
Grund für die Absicht, die MCP-Einnahme (2 x 5 g/Tag) ggf. abzubrechen, ist der seit 2004 von max. PSA = 6,1 ng/ml langsam abfallende PSA-Level. Er stabilisierte sich durch Kombination mit Lycopin (~23 mg), Terazosin (5 mg), Granatapfelsaftkonzentrat (~ 27 g = 2 EL), Avodart (0,5 mg) und Vitamin D3 (1300 I.E.+1200 mg Ca) auf einem Niveau von PSA ~ 2,7 bis 3,0 ng/ml (Avodart-Werte x 2). Der weitgehend konstante Verlauf wurde kurzzeitig durch einen Blaseninfekt und durch Einnahme von Avodart unterbochen.
Da meine PKG nicht aus dem Profil zu entnehmen ist, nachstehend der Verlauf in PSA ng/ml:
1998 - 3,0; 2001 - 3,3; 01/2003 - 6,1; 04/2003 - 4,9; 08/2003 - 5,3; 11/2003 - 5,6, freier Anteil 25 %; [Biopsie GS 3+3=6/IIa; PV 63; Helpap 3+4=7/IIb]; [+Lycopin, +MCP +Doxazosin]; 01/2004 - 3,6; 02/2004 - 4,1; 03/2004 - 3,7; 04/2004 - 5,3; 05/2004 - 3,8; 06/2004 - 4,2; 09/2004 -6,7 [Blaseninfekt]; 12/2004 - 3,8; 03/2005 - 3,7 [+Granatapfelsaftkonzentrat]; 06/2005 - 4,4; 09/2005 - 4,8; 12/2005 - 4,6; 06/2006 - 4,9 [+Terazosin -Doxazosin +Avodart]; 09/2006 - 11,8 09/2006 II - 7,3; 01/2007 - 3,8; 04/2007 - 3,5; 07/2007 - 3,7; 10/2007 - 3,04; 01/2008 - 2,94 [+Vitamin D3]; 03/2008 - 2,66. Die Einnahme von MCP war seit 2004 über die gesamte Zeit bis heute ohne Nebenwirkungen.
Da mit der täglichen Einnahme von Granatapfelsaftkonzentrat über nunmehr drei Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits eine Vervierfachung der PSA-Verdopplungszeit eingetreten ist (Pantuck et al., Phase II), dürfte die Einnahme von MCP zur Metastasenfixierung entbehrlich sein. Mit einem Alter von 76 Jahren und einer statistische Lebenserwartung von 8,5 Jahren sind m. E. kaum noch Probleme mit Metastasen zu erwarten.
Hierzu sind Meinungen willkommen. Näher Interessierten sende ich gern einige Unterlagen.

Am 1.5.2009 berichtete HWL:
Im April 2008 hatte ich über das Thema MCP als Wirkstoff gegen die Ausbildung von Metastasen berichtet und mitgeteilt, dass eine Vorabbericht das Projektleiters im Tumorzentrum Freiburg zu Phase II der Untersuchung erschienen sei. Diese Untersuchung war vom Schweizer Hersteller von MCP initiiert und unterstützt worden, bezog sich aber nicht speziell. aber auch auf PCa-Patienten. Die offizielle Veröffentlichung des Teams ist nachstehend beigefügt. Aus der Studie sind m. E. auch für geringer Betroffene interessante Ergebnisse über die positive Wirkung von MCP erkennbar, die mit den Untersuchungen und Berichten von PCa-Ärzten, z. B. Dr. Strum/USA übereinstimmen.
Seinerzeit war mitgeteilt worden, dass die speziell mit Prostata-Krebspatienten in Phase III geplante Studie unter Projektleitung eines erfahrenen Mediziners der Universität Gießen nicht realisiert werden konnte, da ein Antrag auf finanzielle Förderung des Projektes von einer wichtigen Krebsförderstelle abgelehnt worden war. Wie jetzt bekannt wird, ist ein geeigneter Sponsor für diese Untersuchung bisher nicht gefunden worden und m. E. angesichts der wirtschaftlichen Lage auch in nächster Zeit nicht zu erwarten. Die Klinik für Tumorbiologie Freiburg, die Sonnenberg-Klinik in Bad-Sooden-Allendorf und interessierte Fachärzte sammeln derzeit weiter Erfahrungen über den Einsatz von MCP bei Krebspatienten als Fallbeobachtungen.
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ABSTRACT:
Clinical Benefit in Patients with Advanced Solid Tumors treated with Modified Citrus Pectin: A Prospective Pilot Study
Marc Azémar1, Bernd Hildenbrand1, Brigitte Haering1, Manfred E. Heim2 and Clemens Unger1
1 Department of Clinical Oncology at the Tumor biology Center at the Albert-Ludwigs-University in Freiburg, Germany.
2 Sonnenberg-Klinik, Bad Sooden-Allendorf, Germany.
Abstract
Purpose: We conducted a pilot trial to assess the tolerability, clinical benefit and antitumoral efficacy of modified (hydrolysed) citrus pectin (MCP) in 49 patients with various solid tumors in an advanced state of progression. MCP are hydrolysed from polysaccharide pectin fibers, derived from citrus fruits and acting as a ligand for Galectin-3. Preclinical investigations revealed an efficient inhibition of tumor development and metastasis in various tumor models.
Patients and Methods: The treatment consisted of the oral intake of 5 g MCP three times a day. One cycle of therapy was defined as 4 weeks of treatment. Objectives were clinical benefit (pain, functional performance, weight change), safety, tumor response (RESIST criteria) and quality of life (EORTC QLQ30).
Results: 49 patients were enrolled, 29 patients were able to be evaluated for clinical benefit after 2 cycles of treatment. All patients tolerated the therapy well without any severe therapy-related adverse events. After 2 cycles of oral intake of MCP, 6/29 patients (20.7%) had an overall clinical benefit response associated with a stabilization or improvement of life quality. On an intent to treat basis 11/49 patients (22,5%) showed a stable disease (SD) after 2 cycles and 6/49 patients (12,3%) had a SD for a period longer than 24 weeks. One patient suffering from metastasized prostate carcinoma showed a 50% decrease in serum PSA level after 16 weeks of treatment associated with a signifi cant increase of clinical benefit, quality of life and decrease in pain.
Conclusion: MCP seems to have positive impacts especially regarding clinical benefit and life quality for patients with far advanced solid tumors. The presented preliminary data encourage us to further investigate the role of MCP in cancer prevention and treatment.

HWLPORTA schrieb am 29.12.2011:
Nach Information des Lieferanten von Modifiziertem Citrus Pektin (MCP), der Firma TakeCare AG./Schweiz, ist die Untersuchung des Freiburger Instituts für Tumorbiologie mit modifiziertem Citruspektin (MCP) bei etwa 80 % der Teilnehmer mit PCa-PSA-Rezidiv abgeschlossen. Eine erste Sichtung der Ergebnisse hat die Erwartung bestätigt, dass der PSA-Anstieg gebremst wird. Die wissenschaftliche Auswertung durch den Statistiker erwartet man im ersten Quartal 2012 und die Publikation der Ergebnisse Ende des nächsten Jahres.
Informationen aus früheren Mitteilungen des Instituts:
Für Männer mit Prostatakrebs, deren PSA-Wert trotz kurativer Operation oder Strahlentherapie weiter ansteigt, gibt es bislang nur wenige Therapieoptionen. Im Rahmen einer klinischen Studie prüfen Wissenschaftler der Klinik für Tumorbiologie Freiburg, ob sich für diese Patienten durch die komplementäre Behandlung mit modifiziertem Citruspektin (MCP) eine Verbesserung der Situation erreichen lässt. Ziel ist, das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern, Metastasen zu verhindern und die Überlebenszeit zu verlängern. Sowohl tierexperimentelle als auch erste klinische Daten legten nahe, dass durch MCP der Zeitraum, in dem sich der PSA-Wert verdoppelt, signifikant verlängert werden kann.
Citruspektine bestehen aus komplexen Polysacchariden (Zuckerverbindungen), die aus dem Fruchtfleisch und der Schale von Citrusfrüchten gewonnen werden. Sie enthaltenen reichlich Galactoside, die bevorzugt an bestimmte Eiweißstoffe von Tumorzellen binden. Um besser vom Körper resorbiert werden zu können, wird Citruspektin modifiziert. Dass es sich um eine vielversprechende Substanz handelt, zeigten bereits Versuche mit Tumorzellen im Labor. Im Jahr 2010 wurde eine wissenschaftliche Arbeit über MCP publiziert (Integrative Cancer Therapies 9/2, 197-203, 2010), in der gleichfalls nachgewiesen wurde, dass MCP dosisabhängig das Wachstum von Prostatakrebszellen in der Zellkultur hemmt und das Selbstmord-Programm (Apoptose) in diesen Zellen auslösen und so die Krebszelle zum Absterben zwingen kann.

RoladHO fragte am 21.3.2012:
Ich habe gerade auf der Dr. Jacobs homepage gesehen, dass es dort neu ein Produkt mit dem Namen "MCP Modifiziertes Citruspektin" für 69,95 EUR/450 g gibt. Meine Frage an die Informierten: handelt es sich dabei um das gleiche oder ein vergleichbares Produkt, wie es in der Freiburger Studie eingesetzt wurde?
paul007 (Ulla) kommentierte die Anfrage am 27.3.2012:
Ach - wie interessant. Dr. Jacobs sieht darin nun auch eine Möglichkeit. Männer kauft mal kräftig ein. Zur Info an die Überleger: Mein Mann hat das MCP kiloweise genommen – ohne jeglichen Benefit!
Barbara schrieb am 8.5.2013:
Mein Mann hat einen kastrationsresistenten, von der Schulmedizin als so gut wie austherapiert eingestuften Prostatakrebs (ektomiert, bestrahlt, dreifache Hormonblockade). Es gibt zirkulierende Tumorzellen, aber keine festgestellten Metastasen, die PSA-Verdoppelungszeit betrug vor Beginn der Behandlung mit MCP 2½ Monate.
Der behandelnde Schulmediziner riet zur Chemotherapie; das wollte mein Mann nicht, eine Therapie bei Dr. Puttich mit B17 als Infusion und Tabletten und Budwig-Ernährung hatte keine Wirkung gezeigt.
Der PSA-Wert lag am 15.10.2012 bei 15,59 ng/ml, am 10.12.2012 bei 22,7 ng/ml. Wenige Tage später begann mein Mann mit der Behandlung mit MCP.
Am 4.3.2013 lag der PSA-Wert nur noch bei 6,7 ng/ml.
Das ist mit ziemlicher Sicherheit ein Erfolg der Therapie mit MCP (bezogen aus der Schweiz, Dosierung 3x 15 g) und Dexamethason (bis März 1 mg pro Tag, jetzt noch 0,75 mg pro Tag).
Nebentherapie: täglich 3 x 25 Kerne von wilden Aprikosen, jeden Morgen Budwigcreme (Quark/Leinöl), kein Zucker, wenig Kohlenhydrate, vegetarische Ernährung mit viel Rohkost, Obst, Gemüse.
Daneben erhält mein Mann vierteljährlich von seinem Urologen eine Trenantone-Depotspritze.
Mein Mann hatte Dr. Azémar angeschrieben und Hinweise zum Bezug und zu einer möglichen Behandlung und Dosierung erhalten; Dr. Azémar ist auch über die positive Entwicklung informiert.
Auf entsprechende Nachfrage ergänzte Barbara am selben Tag:
Mein Mann lässt seinen PSA-Wert nur alle drei Monate prüfen, mithin erst wieder im Juni. Die Entwicklung bleibt also abzuwarten. Aber auch dieser Aufschub ist uns sehr wertvoll, selbst, wenn die Entwicklung sich wieder umkehren sollte, vor allem im Hinblick aufdie Lebensqualität im Vergleich zu der nach einer Chemo.
Dr. Azémar selbst hatte weniger erwartet, nur von der Möglichkeit einer Verlangsamung der aggressiven Entwicklung geprochen. Die hiesige Klinikarzt nahm das poitive Ergebnis nur mit einer Höflichkeitsfloskel zur Kenntnis, keine Rückfrage, geschweige denn eine Überlegung, ob das auch etwas für andere Patienten sein könnte.
Ich führe mal die Historie seit 2009 an, wo die Entgleisung des PSA-Wertes und der Versuch einer Eindämmung durch Medikamente begonnen hatte:
05.11.2009 PSA 5,97
06.11.2009 Natriumfluorid-PET/CT: o.B.
ab 18.11.2009 Trenantone-Spritze 3-Monate-Depot, Dr. xx, Städt. Klinikum
19.02.2010 PSA 0,47
27.05.2010 PSA 0,59
30.08.2010 PSA 0,53
30.11.2010 PSA 0,72
28.02.2011 PSA 0,81
06.06.2011 PSA 1,10
05.09.2011 PSA 2,15
ab 14.09.2011 Bicalutamid 50 mg
10.10.2011 PSA 1,52
09.12.2011 PSA 1,77
09.03.2012 PSA 2,36
ab 19.03.2012 Bicalutamid 150 mg
ab 27.05. 2012 Aprikosenkerne steigernd von 21 auf 75 pro Tag seit dem 27.Juni 2012
08.06.2012 PSA 4,22
18.06.2012 Ganzkörperskelettszintigramm: o.B.22.06.2012 CT des Abdomens: o.B.
20.07.2012 PSA 6,71
24.07.2012 Blasenspiegelung mit Probeentnahme aus dem Blasenhals: beides o.B.
01.08.2012 Bicalutamid – 1 A Pharma 150 mg mit Blick auf bevorstehende anempfohlene Chemotherapie abgesetzt
Therapieempfehlung: Chemotherapie Taxotere
Verzicht auf Chemotherapie auf eigenen Wunsch
Regelmäßiger Verzehr von Aprikosenkernen (3 x 25 pro Tag)
09.08.2012 PSA 6,95, Testosteron < 0,2, Beta–HCG < 5
13. – 17.08.2012 B17-Therapie bei Dr. Puttich in Darmstadt
Ab 18.08.2012 jeden Morgen zum Frühstück Obst mit Budwig-Creme
15.08.2012 Zirkulierende Tumorzellen (Maintrac): HEA 2 250 in der Probe, 11,25 Mill. im Kreislauf, Apoptosezeichen: keine (das Ergebnis steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Blasenspiegelung am 24.07.2012).
07.09.2012 PSA 7,71, Testosteron >0,2
19./20.09.2012 Wiederholung der B17-Therapie bei Dr. Puttich in Darmstadt
19.09.2012 Zirkulierende Tumorzellen (Maintrack): HEA 350 in der Probe, 1,75 Mill. im Kreislauf, Apoptosezeichen: keine
20.09.2012 Tumorstatus Apo 10 Score 132, TKTL 1 Score 147
15.10.2012 PSA 15,59
10.12.2012 PSA 22,77
20.12.2012 Therapie-Beginn mit MCP 3 x täglich 5 g und 1 x täglich 0.50 mg Dexamethason
17.01.2012 2. Dose MCP (Dosierung s.o.) und 2 x täglich (morgens und abends je 0.50 g = 1.00 g Dexamethason
14.02.2013 3. Dose MCP
04.03.2013 PSA 6,70
13.03.2013 Frau Dr. yy - Assistentin von Dr. xx – (Klinikum zz): Trenantone-Spritze
ab 18.04.2013 nach Rücksprache mit Dr. Azémar: Dexamethason pro Tag 0,75 mg (morgens 0,50 mg, abends 0,25 mg)
Urologe gab am 10.5.2013 zu bedenken:
Da gleichzeitig Cortison bzw. Dexamethason dazu gegeben wurde, ist der Abfall nicht nur MCP-bedingt.
Was am selben Tag joachim999 so kommentierte:
Natürlich. Aber der Abfall ist auch nicht nur Dexamethason-bedingt. Somit könnte Dexamethason + MCP eine synergistische Wirkung entfalten?