Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Ernährung, Nahrungsergänzungen –
Granatapfelextrakt

[Es gibt auf dem Markt preiswerten Granatapfelsaft, z. B. aus der Türkei, und teures Granatapfelelixier. Studien zur Wirksamkeit von Granatapfelprodukten gegen Krebs beziehen sich – soweit bekannt – auf das Elixier. Ein Forumleser hat einmal ein Nahrungsmittellabor damit beauftragt, die beiden Produkte auf ihre Inhaltsstoffe analysieren zu lassen, und mir die Ergebnisse zugesandt:









Da ich kein Lebensmittelchemiker bin, kann ich die Ergebnisse schlecht kommentieren. Meine Überlegung ist aber, dass möglicherweise weitere Inhaltsstoffe, z. B. Enzyme, vorhanden sind, nach denen nicht gesucht wurde, die deshalb nicht aufgeführt sind, aber auf die es bei der in den Studien beobachteten Wirksamkeit gegen den Prostatakrebs gerade ankommt. – Ed]

Hansjörg schrieb am 28.6.2005 u. a.:
Thema auf dem AUA [Kongress der American Urological Association – Ed] war auch der Granatapfel. Er ist eine reiche Quelle von Polyphenol-Flavonoiden und enthält u. a. Tannine, Anthocyanin, Phytoöstrogene , Isoflavone, Quercetin , Catechin.
Granatapfel und Prostatakrebs:
Präklinische Daten an Zellkulturen:
Dazu schrieb HWL am 15.8.2005:
Hansjörg hatte Ende Juni 2005 mit Berichten von der American Urological Association (AUA) in San Antonio insbesondere auf die neuen Untersuchungen mit Granatapfel-Wirkstoffen im Bezug auf Wachstumshemmung von Prostatakarzinomen aufmerksam gemacht. Wesentliches Ergebnis war, dass Wirkstoffe, die vom Granatapfel abgeleitet sind, sowohl im Labor wie auch beim Patienten eine signifikante Anti-Tumorwirkung gegen menschliche Prostatakarzinome haben. Es wurde bekannt, dass in einer Studie mit 48 Teilnehmern bei 85 % der Versuchspersonen eine PSA-Verdopplungszeit von ~2.5-x eingetreten sei. Auch wurden eine 59-75-prozentige Wachstumsreduktion von PC3-PCa-Zellen und verzögerte Progression festgestellt.
Um Näheres insbesondere über Art und Dosierung von Granatapfel-Konzentrat zu erfahren, hatte ich Verbindung zu den vier wesentlichen deutschen Forschern aufgenommen (Prof. Altwein/München, Prof. Aumüller/Mannheim, Dr. Häcker, Heidelberg, Dr. Albrecht/München). Die Ergebnisse waren ernüchternd, dann keiner von ihnen hatte geeignete Informationen oder Interesse an Details und wies stets darauf hin, man sei Grundlagenforscher. Einer von Ihnen verwies aber auf den Markführer von Granatapfel-Produkten, Fa. Rimonest/Haifa-Israel (www.rimonest.com), mit dem man bei Forschungsarbeiten zusammengearbeitet hatte. Suche nach dem deutschen Vertreiber von Rimonest-Erzeugnissen führte zur Dr. Jacobs Medical GmbH, die den Bezug von Rimonest bestätigten. Dort wird ein konzentriertes und fermentiertes Granatapfelkonzentrat von Rimonest als Dr. Jacobs Granatapfel-Elixier vertrieben (500-ml-Flasche ~ 32,- bis 29,- Euro). Nach Mitteilung der Firma wird deren Produkt aus erntefrischen Rimonest-Granatäpfeln gepresst und der Press-Saft bei 55 °C schonend auf etwa 25 % seines Originalvolumens eingedickt. Eine Flasche mit 500 ml enthält Saft von etwa 20 Granatäpfeln, d. h. 77 % Konzentrat, extrem hoher antioxidativer Wirkung, mit Honig als Trägersubstanz für Zusatzstoffe, + Frucht, Schalen, Blätter und Blüten.
Dosierung (nach Aviram-Studie 2004): täglich 10 ml Elixier = 13,7 g = 1 Esslöffel ergibt nach einer Woche ca. 9 % antioxidativen Schutz im Blut, nach einem Jahr = ca. 130 %. Ein Esslöffel des Granatapfel-Elixiers enthält 145 mg Polyphenole. Die antioxidative Kraft von Granatapfel-Konzentrat ist 16 x höher als die von Rotwein und Grüntee, 7x höher als einfacher Granatapfel-Press-Saft. Aus den Unterlagen ist bekannt, dass die Dosierung von einfachem, unkonzentriertem Granatapfel-Rohsaft etwa 200–227 ml/Tag beträgt. Aus meiner Sicht ist wegen der wesentlich schlechteren antioxidativen Wirkung von einfachem Granatapfelsaft ein Verzehr dieses Saftes kaum sinnvoll und rationell.
Es wurde bei Fa. Dr. Jacobs Medical GmbH angefragt, welche Rabattsätze bei Mehrfachabnahme gelten. Die Antwort steht noch aus.
Andreas S berichtete am 16.8.2005:
Ich trinke täglich ca 225 ml Granatapfelsaft – Rohsaft bio, ca. EUR 5,50/Liter bei 12 Flaschen Abnahme. Meinen Recherchen nach der einzige Anbieter in Deutschland für (Bio-) Granatapfelsaft:
http://www.a-o-t.com/granatapfel-produkte/preisliste-granatapfel.htm
HWL meldete sich am 16.8.2005 wieder:
Zwischenzeitlich haben sich beim Thema Granatapfelsaft folgende Neuheiten ergeben:
1. Die Jacobs Medical GmbH teilt mit, dass es sich bei ihrem Granatapfelsaft-Elixier – wie bereits vermutet – um das Produkt Nr. 108 von Fa. Rimonest/Haifa handelt (= "Concentrated Fermented Pomegranate Juice"). Der Saft enthält die Inhaltsstoffe von mindestens 20 Granatäpfeln, wird bei 55° C schonend mit den fermentierten Zusatzstoffe um 25 % konzentriert. Der Saft muss innerhalb von 12 Monaten verbraucht und bei 4–15° C aufbewahrt werden. Man erreicht eine 16-fach stärkere antioxidative Kraft im Vergleich zu Rotwein und Grüntee. Das Produkt enthält fermentierte Extrakte von Frucht, Schalen und Blättern, die im Rohsaft nicht enthalten sind.
2. Die von anderen Mails bekannte Firma All-Organic-Trading GmbH in Traunstein (Inge.Dopfer@organic-trading.de) vertreibt nach ihrer Hompage nur Granatapfel-Rohsaft, der nach den Studien eine 7-fach geringere antioxidative und Antitumor-Wirkung hat, da er keine fermentierten Bestandteile enthält.
3. Bei der genannen Firma A-O-T handelt es sich die gleiche All-Organic-Trading mit gleichem Angebot.
4. Eine vergleichende Kostenbetrachtung von Granatapfel-Rohsaft zu Granatapfel-Konzentrat ergibt, dass man etwa siebenmal soviel Granatapfel-Rohsaft trinken muss, um die gleiche Wirkung wie beim Granatapfel-Konzentrat zu erreichen. Das bedeutet, man braucht 7 x 225 = 1575 cm3 Rohsaft täglich gegenüber 1-2 Esslöffeln Konzentrat (500 ml/32,- Euro). Bei 30 Tagen im Monat sind dies 30 x 1575 = 47,25 Liter Rohsaft. Danach ist der Extrakt im Verbrauch wesentlich günstiger – sofern mir kein Denkfehler unterlaufen ist.
5. Adresse: Dr. Jacob's Medical GmbH, Rudolf-Dietz-Str. 13, 65232 Taunusstein, www.drjacobsmedical.com. Tel.: 06128/48770, Fax: 06128/41098; ludwig.jacob@onlinehome.
6. Das Jacobs Granatapfel-Elixier ist für 29,49 Euro + 2,95 Versandkosten erhältlich über Apotheker Schäfer Online-Versand. Ab 70 Euro Bestellsumme keine Versandkosten (www.apotheker-schaefer.de).
HWL am 18.8.2005:
Zur Klärung der Frage, ob ein reiner Press-Saft der Granatapfelfrucht eine gleiche antioxidative Wirkung hat, wie ein aus fermentierten Bestandteilen von Frucht, Schale, Kern und Saatöl hergestellter Extrakt, habe ich einige Forschungsarbeiten durchgesehen, von denen einige nachstehend aufgeführt sind.
Soweit ich den Unterlagen entnehme, wird stets von "extract" gesprochen (s. Fettdruck). Anderen Untersuchungen ist zu entnehmen, dass die Antikrebswirkung dosierungsabhängig ist und dass die extrahierten Bestandteile zusammen wesentlich wirkungsvoller sind als die nichtfermentierten Bestandteile des reinen Press-Saftes.
Ich habe deshalb für meine Zwecke den konzentrierten Granatapfel-Extrakt von Dr. Jacobs Medical GmbH bestellt, da mir das Preis-Leistungs-Verhältnis günstig erscheint.
Zum Thema der Überdosierung von z. B. Granatapfel-Extrakt habe ich keine Veröffentlichung gefunden, bezweifele aber, dass dadurch eine negative Wirkung eintreten wird.
Nachstehend die Abstracts von Veröffentlichungen:
Preclinical work on pomegranate and prostate cancer
[1] Martin Albrecht, Talia Livney, Ishak Neeman, Wega Gutschank, Gerd Aumuller and Ephraim Lansky. Effect of pomegranate extracts on proliferation of human epithelial and stromal prostatic cells in vitro. Presented at Annual Meeting of Nordic Association for Andrology (NAFA), Malmo, Sweden, September 2, 2000.
[2] Ephraim Lansky, Albert Geldof, Martin Albrecht and Moray Campbell. Chemopreventive and therapeutic complementarity of RimonestTM pomegranate (Punica granatum) fruit extracts on gene targets in human prostate cancer cells. Presented at First International Symposium on Signal Transduction Modulators in Cancer Therapy, Amsterdam, The Netherlands, September 23-25, 2002. Read abstract. Read Power Point of full poster.
[3] M. Albrecht, L. M. Gommersall, A. Patel, J. B. Moore, W.G. Jiang, R.E. Mansel, E.P. Lansky, I. Neeman, A. A. Geldof, J. Kumi-Diaka, M. J. Campbell Pomegranate extracts potently suppress proliferation, xenograft growth and invasion of human prostate cancer cells. Submitted to British Journal of Cancer.
[4] Ephraim Philip Lansky. Physiologically synergistic mixtures of pomegranate extracts and methods of use thereof. US Patent Pending, 10/217430 (2002).
HWL am 19.8.2005:
Bei weiteren Recherchen zum Thema Granatapfel stieß ich auf die Inhaltsstoffe von Granatapfelsaft, Granatapfelschale und Granatapfelkernen.
Soweit ich es beurteilen kann, enthalten nur die Schale und der Kern die in der Literatur zum PCa aufgeführten chemischen Verbindungen.
Saft:
Cyanidin (ein anthocyanin)
Delphinidin (dto.)
Kaffeesäure (ein Phenolacid)
Chlorogensäure (dto.)
Schale:
Gallsäure, eine Gerbsäure
Elagsäure, dto.
Luteolin (ein Flavanol)
Quercetin (dto.)
Kämpferol (ein Flavanol)
Kern (als Öl):
17-alpha-Östradiol
Estron
Estriol
Testosteron
b-Sitosterol
Coumosterol
Gamma-Tocopherol
Camphesterol
Stigmasterol
Dazu Urologe fs am selben Tag:
Hans hat mal wieder excellent recherchiert, und hier sieht man auch ganz klar die wirksamen Bestandteile (nämlich pflanzliche Hormone) und die sind ausschließlich im Kern enthalten! D. h. Saft und Konzentrat dürften KEINE wesentliche Wirkung haben, wenn nicht "mit Stielen und Stengel gekeltert ;-), was eigentlich kein Safthersteller macht, weil es sonst zu bitter wird.
HWL am 20.8.2005:
Ohne mich länger mit dem Thema Nutzen oder Unsinn des Verzehrs von Nahrungsergänzungsmittel, wie Modifiziertem Citrus Pektin (MCP), Lycopin oder Granatapfel-Konzentrat aufzuhalten, finden Sie nachstehend die Analyse des Herstellers des in Deutschland vortriebenen Granatapfelsaft-Elixiers (Dr. Jacobs, 500 ml.) Nach Auskunft des Geschäftsführers der Vertreibers entspricht das von ihm vertriebene "Elixier" dem Produkt des Herstellers Rimonest/Haifa Nr. 108 (Concentrated fermented pomegranate juice) mit Anteilen von seed oil (Inhaltsstoffen der Schalen), von Blüten und Blättern.
Wesentlich bei allen Studien scheint mir zu sein, dass diese Nahrungsergänzungsmittel (MCP, Lycopin, Granatapfel-Extrakte) nicht nur eine präventive Wirkung gegen den PCa haben, sondern dass mit gebräuchlichen Prostatakrebs-Zell-Linien wachstumshemmende oder andere positive Einflüsse auf den PCa festgestellt wurden, bei MCP, Lycopin und bei Granatapfelsaft auch in klinischen Versuchen mit Prostata-Patienten (MCP = Phasen II und III; Lycopin Phase II, Granatapfelsaft Phase I).
TECHNICAL DATA SHEET
PO Box 9945, Haifa, ISRAEL Tel +972-55 273 156, www.rimonest.com, info@rimonestcom
108. Pomegranate Fermented Juice Concentrate
Rimonest's pomegranate fermented juice concentrate is a de-alcoholized pomegranate wine which has been further concentrated to 25 % of its original volume. This product contains a highly activated and efficacious blend of the most important antioxidant compounds contained in pomegranate juice. Unlike fresh pomegranate juice, in which the active polyphenolic antioxidants are bound to sugar molecules such as glucose or galactose, after fermentation, these compounds are released into a "free" and consequently more active state once the sugars have been consumed by the yeast in the ferment. This basic material has been extensively studied and shown to exert several pharmacological activities in laboratory systems. These include:
· Antioxidant
· Inhibition of proliferation of human breast, prostate, colon, lung, stomach and hematological cancers
· Promotion of differentiation of human leukemia cells
· Inhibition of invasion of human breast and prostate cancer cells
· Promotion of apoptosis of human prostate cancer cells
· Prevention of breast cancer in a mouse mammary organ culture
· Prevention of angiogenesis in a chick chorioamniotic membrane
· Inhibition of enzymes lipoxygenase, aromatase, 17, 20 lyase, 17- hydroxysteroid dehyrogenases
· Anti-estrogen
In short, this material can be safely used for all requirements calling for a potent antioxidant compound containing absolutely no sugar. It is completely safe for patients who are not allowed sugar, such as diabetics. Preliminary studies in prostate cancer cells show that the product is synergistically enhanced when combined with small amounts of pomegranate seed oil (Rimonest Ingredient 101). The recommended daily serving of the product is 1 teaspoon, which is expected to carry an antioxidant activity similar to 6 ounces of ordinary pomegranate juice or two tablespoons of ordinary pomegranate juice concentrate.
REFERENCES
[1] Kim ND, Mehta R, Yu W, Neeman I, Livney T, Amichay A, Poirier D, Nicholls P, Kirby A, Jiang W, Mansel R, Ramachandran C, Rabi T, Kaplan B, Lansky E. Chemopreventive and adjuvant therapeutic potential of pomegranate (Punica granatum) for human breast cancer. Breast Cancer Research and Treatment 71: 203-17, 2002.
[2] Lansky EP. US Patent Pending, 20020012710, Filed May 18, 2001. Pomegranate products useful in improving health and methods of use thereof.
[3] Lansky, EP. US Patent Pending, 10/217430 Filed September 2002. Physiologically synergistic mixtures of pomegranate extracts and methods of use thereof.
[4] Lansky, EP. Mixture of pomegranate seed oil and juice products. Patent number 2002/3898, Republic of South Africa, Issued July 30, 2003.
[5] Schubert SY, Lansky EP, Neeman I. Antioxidant and eicosanoid enzyme inhibition properties of pomegranate seed oil and fermented juice flavonoids. Journal of Ethnopharmacology 66: 11-7, 1999.
The information contained in this data sheet and the various products described are intended for use only by persons having technical skill at their own discretion and risk after they have performed necessary technical investigations, tests and evaluation of the products and their uses. While the information herein is believed to be reliable, we do not guarantee its accuracy, and a purchaser must make its own determination of a product's suitability for purchaser's use for the protection of the environment, and for the health and safety of its employees and the purchasers of its products.
Ephraim Philip Lansky, M.D.
Medical Director

Ralf wies am 27.9.2005 auf einen Artikel auf der Online-Seite von "bild der wissenschaft" hin, der hier aus urheberrechtlichen Gründen nicht wiedergegeben werden kann:
Meldung von der heutigen Ausgabe der Online-Seite von bild der wissenschaft (http://www.wissenschaft.de/wissen/news/257844.html):
Mit Granatäpfeln gegen Prostatakrebs
Forscher weisen vorbeugende Wirkung des Fruchtsafts bei Mäusen nach"
Dazu schrieb HWL am 28.9.2005:
Die beschriebene Untersuchung stützt die in früheren Forums-Beiträgen erwähnten Untersuchungen in Japan, USA, Israel und in den Universitäten Marburg, Heidelberg und München. In USA gab es inzwischen bereits eine erfolgreiche Phase-II-Studie mit 48 Probanden im Zwei-Jahres-Versuch (AUA Mai 2005, Pantuck et al.), in der u. a. bei 85 % der Teilnehmer eine Verlängerung der PSA-Verdoppleungszeit um mindestens das Doppelte festgestellt wurde.
Allerdings ist es nicht erforderlich, beim Trinken des käuflichen Granatapfel-Press-Saftes die Methode "Augen zu und runter damit" anzuwenden. Denn abgesehen davon, dass dieser unbehandelte und scheußlich schmeckende Rohsaft nur eine sehr geringe Wirkung hat, wirkt der vorbehandelte Granatapfelsaft-Extrakt wegen der erfolgten Fermentierung von Bestandteilen aus Schale, Blüte und Blättern des Granatapfels tatsächlich wachstumshindernd und durch Apoptose auf PCa-Zellen.
Ich selbst nehme seit etwa einem Monat täglich 1 Esslöffel (= 13 g) von (entsprechend behandeltem) Dr. Jacobs Granatapfel-Elixier, 500 m ca. 32.- Euro. Der Sirup schmeckt übrigens hervorragend. Nach Absprache mit dem Geschäftsführer der Firma erhalte ich derzeit 10 % Rabatt. Ich könnte mir vorstellen, dass bei einer genügenden Sammelbestellung aus diesem Forum eine weitere Preisreduktion möglich ist. Bei Interesse bitte melden unter Angabe der vollen Adresse unter HWL.Portacoeli@c-il.de.
Bernt ergänzte dies am selben Tag:
die Studie von Pantuck wurde übrigens finanziert von einem Granatapfelsafthersteller (was nichts über die Qualität der Studie aussagt, was man aber wissen sollte):
"......Based on encouraging results in cell culture and in animal models of prostate cancer, Pantuck said his team decided to conduct a clinical trial of pomegranate juice in 48 men with rising PSA levels after surgery or radiation therapy for their malignancy. As noted, the subjects were instructed to consume 8 ounces of pomegranate juice daily.
Pomegranate juice therapy was well tolerated and no serious adverse effects were reported.
In addition to the beneficial increase in PSA doubling time, in vitro testing showed decreased cancer cell division and proliferation and increased cancer cell death. Urine testing confirmed the presence of pomegranate antioxidants in all men.
Given these promising findings, Pantuck noted that a multicenter phase III randomized trial is now in the works.
The study was funded by the Stewart and Lynda Resnick Trust, which own the POM Wonderful pomegranate juice company."
Und Dieter V. hatte eine Anregung, die ab jetzt auch an künftige Leser bestehen bleibt:
Wenn du schon dieses Extract seit einem Monat nimmst, dann wäre es doch sehr hilfreich, wenn du uns über deine bisherigen und nun folgenden PSA-Werte berichten würdest. Dasselbe gilt natürlich auch für die anderen Trinker (von Granatapfelsaft natürlich...). Auf diese Weise könnten wir selbst erste Erfahrungen sammeln und hier im Forum darlegen.
Insgesamt hört sich das alles gut an.
HWL meldete sich am 1.10.2005 wieder:
Der Geschäftsführer der Dr. Jacobs Medical GmbH (Lieferant des Granatapfelsaft-Elixiers) schickt mir soeben nachfolgende, aktuelle Veröffentlichung aus den Proceedings ..../USA zur Kenntnis. Es handelt sich um die Auswirkung von Granatapfelkonzentrat auf den hochaggressiven Prostatakrebs. Ich gebe dies ohne Kommentar und zur Kenntnisnahme weiter.
Proc Natl Acad Sci (PNAS)U S A.; 2005 Sep 28; [Epub ahead of print]
Pomegranate fruit juice for chemoprevention and chemotherapy of prostate cancer
Malik A, Afaq F, Sarfaraz S, Adhami VM, Syed DN, Mukhtar H.
Department of Dermatology, University of Wisconsin, Madison, WI 53706.
Prostate cancer is the most common invasive malignancy and the second leading cause of cancer-related deaths among U.S. males, with a similar trend in many Western countries. One approach to control this malignancy is its prevention through the use of agents present in diet consumed by humans. Pomegranate from the tree Punica granatum possesses strong antioxidant and antiinflammatory properties. We recently showed that pomegranate fruit extract (PFE) possesses remarkable antitumor-promoting effects in mouse skin.
In this study, employing human prostate cancer cells, we evaluated the antiproliferative and proapoptotic properties of PFE. PFE (10-100 microg/ml; 48 h) treatment of highly aggressive human prostate cancer PC3 cells resulted in a dose-dependent inhibition of cell growth/cell viability and induction of apoptosis. Immunoblot analysis revealed that PFE treatment of PC3 cells resulted in (i) induction of Bax and Bak (proapoptotic); (ii) down-regulation of Bcl-XL and Bcl-2 (antiapoptotic); (iii) induction of WAF1/p21 and KIP1/p27; (iv) a decrease in cyclins D1, D2, and E; and (v) a decrease in cyclin-dependent kinase (cdk) 2, cdk4, and cdk6 expression. These data establish the involvement of the cyclin kinase inhibitor-cyclin-cdk network during the antiproliferative effects of PFE. Oral administration of PFE (0.1% and 0.2%, wt/vol) to athymic nude mice implanted with androgen-sensitive CWR22Rnu1 cells resulted in a significant inhibition in tumor growth concomitant with a significant decrease in serum prostate-specific antigen levels.
We suggest that pomegranate juice may have cancer-chemopreventive as well as cancer-chemotherapeutic effects against prostate cancer in humans.
Übersetzung:
Granatapfelsaft zur Chemoprävention und Chemotherapie von Prostatakrebs
Malik A, Afaq F, Sarfaraz S, Adhami VM, Syed DN, Mukhtar H.
Department of Dermatology, University of Wisconsin, Madison, WI 53706
Prostatakrebs ist die häufigste invasive Erkrankung und die zweithäufigste Ursache von Tod durch Krebs bei männlichen US-Bürgern, mit einem ähnlichen Trend in vielen westlichen Ländern. Ein Ansatz, um diese Krankheit unter Kontrolle zu bringen, ist die Vorbeugung durch Wirkstoffe, die in der menschlichen Nahrung vorkommen. Granatäpfel des Baums Punica granatum besitzen starke antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Wir konnten kürzlich zeigen, dass Granatapfel-Fruchtextrakt [engl. pomegranate fruit extract (PFE) – Ed] bemerkenswerte anti-tumorfördernde Eigenschaften in der Haut von Mäusen aufweist.
In dieser Studie untersuchten wir die ausbreitungshemmenden und pro-apoptotischen [den Zellselbstmord fördernde – Ed] Eigenschaften von PFE unter Anwendung menschlicher Prostatakrebszellen. Eine Behandlung hochaggressiver menschlicher PC3-Prostatakrebszellen mit PFE (10-100 µg/ml; 48 h) führte zu einer dosisabhängigen Hemmung des Zellwachstum und der Lebensfähigkeit und zu einer Apoptose-Induktion [d. h. Einleitung des Zelltods – Ed]. Eine Immunoblot-Analyse zeigte auf, dass die Behandlung von PC3-Zellen mit PFE folgendes bewirkte:
(i)   Induktion von Bax und Bat (proapoptotisch),
(ii)  Herunterregulierung von Bcl-XL und Bcl-2 (antiapoptotisch),
(iii) Induktion von WAF1/p21 und KIP1/p27,
(iv) eine Verminderung der Zykline D1, D2 und E, und
(v)  eine Verringerung der zyklinabhängigen Kinase (cdk) 2-, cdk4- und cdk6-Expression.
Diese Daten bestätigen die Beteiligung der Zyklin-Kinase-Hemmer – Zyklin – cdk – Vernetzung während der antiproliferativen [die Ausbreitung hemmenden – Ed] Wirkung des PFE. Die orale Verabreichung von PFE (0,1  und 0,2 Volumenprozent) bei athymischen Nacktmäusen [das sind Tiere, denen die zelluläre Immunabwehr fehlt – Ed], denen androgenabhängige CWR22Rnu1-Zellen implantiert worden waren, führten zu einer signifikanten Hemmung des Tumorwachstums, begleitet von einer signifikanten Verringerung des PSA-Spiegels im Serum.
Wir behaupten, dass Granatapfelsaft sowohl chemo-präventive als auch chemotherapeutische Wirkungen gegen menschlichen Prostatakrebs haben könnte.
Übersetzung durch Ed

Günter schrieb am 10.10.2005:
bezüglich der Wirkung des Granatapfels auf den Prostatakrebs möchte ich seine folgenden Inhaltstoffe besonders herausstellen, weil sie allesamt Phytoöstrogene sind, wie ich las -
- Estrone
- 17-alpha-estradiol
- Estriol
- Coumestrol
- Kaempferol
- Luteolin
- Quercetin
- Naringenin
Östrogen ist als Hormonmodulation gegen Prostatakrebs ein gebräuchliches Verfahren, als Östrogenpflaster, in den USA. Östrogenpflaster werden als nebenwirkungsärmer als andere Formen der Hormontherapie beschrieben.
Andere Inhaltsstoffe des Granatapfels, hier vielleicht besonders allegic acid, und ihre Wirkung sind mir nicht verständlich, wegen der mir nicht bekannten Studien am Patienten, im Gegensatz zum Gebrauch und den Ergebnissen des Östrogens am Prostatakrebspatienten.
Es ist nicht meine Absicht, Hoffnungen kleinschreiben zu wollen, allerdings möchte ich noch einmal auf die Tatsachen hinweisen, dass sowohl die Studie von Pantuck durch die kommerziellen Interessen einer "Granatapfelfirma" teilfinanziert wurden, als auch die Forschung von Rimonest, einer israelischen Firma, in geschäftlicher Verbindung mit dem Anbau und Nutzung des Granatapfels zu kosmetischen und pharmazeutischen Zwecken steht.
Nachzudenken im Zusammenhang von Östrogen als Hormontherapie gegen Prostatakrebs, wäre auch über die Forschungsergebnisse eines auf Prostatakrebs spezialisierten Pathologen, der Östrogen- und Progesteronrezeptoren in der Prostata gefunden hat.
Dazu schrieb Bernt am selben Tag:
ich hatte mich auch schon gefragt, ob die Wirkung des Granatapfelextraktes nicht lediglich auf die Phytoöstrogene zurückzuführen sind.
Dagegen spricht, dass der Extrakt in Studien wohl auch eine wachstumshemmende Wirkung auf Brustkrebszellen gezeigt haben soll (Phytoöstrogene müssten Brustkrebszellen eigentlich zum Wachtum anregen).
Und HWL schrieb, ebenfalls am selben Tag:
Ein Abstract einer Studie aus PubMed spricht davon, dass die vier Verbindungen des Granatapfels (ellac acid, caffeic acid, luteolin und punic acid) zu verschiedenen chemischen Klassifikationen gehören und bekannte Anti-Krebswirkungen zeigen. Alle Verbindungen hätten einzeln und signifikant eine hemmende Wirkung auf menschliche PC3-Zellen ergeben. Wenn die Einzelverbindungen zusammen getestet wurden, sei eine "supraadditive inhibition of invasion" festgestellt worden. Es scheint mir so, als ob an dem Thema mehr dran ist, als man vermutet.
Näheres unter Invest New Drugs.2005 Mar;23(2):121-2 oder PubMed-Index PMID: 15744587
Hier ist ein Artikel aus Korea über die Wirkung von Granatapfelsaft bei Brustkrebs. Co-Autor ist der CEO von Rimonest Ltd. Haifa, Dr. E. Lansky.
Breast Cancer Res Treat. 2002 Feb;71(3):203-17.
Chemopreventive and adjuvant therapeutic potential of pomegranate (Punica granatum) for human breast cancer.
Kim ND, Mehta R, Yu W, Neeman I, Livney T, Amichay A, Poirier D, Nicholls P, Kirby A, Jiang W, Mansel R, Ramachandran C, Rabi T, Kaplan B, Lansky E.
Department of Pharmacy, Pusan National University, Korea.
Fresh organically grown pomegranates (Punica granatum L.) of the Wonderful cultivar (Anmerkung: Hersteller in USA) were processed into three components: fermented juice, aqueous pericarp extract and cold-pressed or supercritical CO2-extracted seed oil. Exposure to additional solvents yielded polyphenol-rich fractions ('polyphenols') from each of the three components. Their actions, and of the crude whole oil and crude fermented and unfermented juice concentrate, were assessed in vitro for possible chemopreventive or adjuvant therapeutic potential in human breast cancer. The ability to effect a blockade of endogenous active estrogen biosynthesis was shown by polyphenols from fermented juice, pericarp, and oil, which inhibited aromatase activity by 60-80%. Fermented juice and pericarp polyphenols, and whole seed oil, inhibited 17-beta-hydroxysteroid dehydrogenase Type 1 from 34 to 79%, at concentrations ranging from 100 to 1,000 microg/ml according to seed oil >> fermented juice polyphenols > pericarp polyphenols. In a yeast estrogen screen (YES) lyophilized fresh pomegranate juice effected a 55% inhibition of the estrogenic activity of 17-beta-estradiol; whereas the lyophilized juice by itself displayed only minimal estrogenic action. Inhibition of cell lines by fermented juice and pericarp polyphenols was according to estrogen-dependent (MCF-7) >> estrogen-independent (MB-MDA-231) > normal human breast epithelial cells (MCF-10A). In both MCF-7 and MB-MDA-231 cells, fermented pomegranate juice polyphenols consistently showed about twice the anti-proliferative effect as fresh pomegranate juice polyphenols. Pomegranate seed oil effected 90% inhibition of proliferation of MCF-7 at 100 microg/ml medium, 75% inhibition of invasion of MCF-7 across a Matrigel membrane at 10 microg/ml, and 54% apoptosis in MDA-MB-435 estrogen receptor negative metastatic human breast cancer cells at 50 microg/ml. In a murine mammary gland organ culture, fermented juice polyphenols effected 47% inhibition of cancerous lesion formation induced by the carcinogen 7,12-dimethylbenz[a]anthracene (DMBA). The findings suggest that clinical trials to further assess chemopreventive and adjuvant therapeutic applications of pomegranate in human breast cancer may be warranted.

Zu den im Kopf dieser Seite wiedergegebenen Analysen von Granatapfelelixier und -saft schrieb HWL am 18.12.2005:
Habe mir die Analysen zum Granatapfelelixier (Israel) und Granatapfelsaft (Türkei) als Chemiker intensiv angeschaut.
Schade um den Aufwand und die Kosten, denn die für die PCa-Hemmung wirksamen Bestandteile wurden in beiden Proben nicht mit erfasst. Somit eine recht sinnlose Übung. Welche Stoffe tatsächlich wirksam sind, zeigt nachstehende Veröffentlichung [Verweis auf seinen Beitrag vom 10.10.05 – Ed].

RD fragte am 27.12.2005:
Ich nehme seit Ende August GAE (zwei Esslöffel täglich). In letzter Zeit habe ich leichte bis mittlere Darmprobleme (vermehrter Stuhldrang, Durchfallneigung, Jucken u. Ä.). Um auszuschließen, dass das mit der GAE-Einnahme zu tun haben könnte, bitte ich Euch, die Ihr diesen "Göttertrank" auch zu Euch nehmt, um Rückäußerung zu Eurem "Darmbefinden".
Hans Martin antwortete am selben Tag:
Ich nehme seit Mitte Oktober auch GAE und habe keine der von Dir beschriebenen Nebenwirkungen. Vielleicht Kreuzallergie mit anderen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln? Evtl. die Kombinationen mal testen.
Ebenso Schorschel:
Habe ebenfalls keinerlei Nebenwirkungen.

Im Juli 2006 kam wieder eine längere Diskussion über die Preisunterschiede zwischen Granatäpfeln als ganzne Früchten, Granatapfelsaft oder Granatapfelsirup "vom Türken" und dem (scheinbar) teuren Granatapfelelixier auf, in der HWL am 7.7.2006 abschließend schrieb:
Nach meinem Briefwechsel mit den vier auf diesem Gebiet forschenden deutschen Wissenschaftlern ist die Hemmwirkung gegenüber PCa nur beim Konzentrat belegt.
Nachfolgend ein Teil der Abstracts aus PubMed, deren Literatur ich empfehle (Pomegranate = Granatapfel)
  1. Pantuck AJ, Leppert JT, Zomorodian N, Aronson W, Hong J, Barnard RJ, Seeram N, Liker H, Wang H, Elashoff R, Heber D, Aviram M, Ignarro L, Belldegrun A., Phase II Study of Pomegranate Juice for Men with Rising Prostate-Specific Antigen following Surgery or Radiation for Prostate Cancer, Clin Cancer Res. 2006 Jul 1;12(13):4018-4026, PMID: 16818701
  2. Santillo VM, Lowe FC., Role of vitamins, minerals and supplements in the prevention and management of prostate cancer. Int Braz J Urol. 2006 Jan-Feb;32(1):3-14. PMID: 16519822
  3. Pantuck AJ, Zomorodian N, Belldegrun AS. Phase-II Study of pomegranate juice for men with prostate cancer and increasing PSA. Curr Urol Rep. 2006 Jan;7(1):7. No abstract available. PMID: 16480662
  4. Malik A, Mukhtar H. Prostate cancer prevention through pomegranate fruit. Cell Cycle. 2006 Feb;5(4):371-3. Epub 2006 Feb 15. PMID: 16479165 [PubMed - indexed for MEDLINE]
  5. Pomegranates may combat prostate cancer. Health News. 2005 Nov;11(11):2. No abstract available. PMID: 16299856 [PubMed - indexed for MEDLINE]
  6. Malik A, Afaq F, Sarfaraz S, Adhami VM, Syed DN, Mukhtar H. Pomegranate fruit juice for chemoprevention and chemotherapy of prostate cancer. Proc Natl Acad Sci U S A. 2005 Oct 11;102(41):14813-8. Epub 2005 Sep 28. PMID: 16192356 [PubMed - indexed for MEDLINE]
  7. Seeram NP, Adams LS, Henning SM, Niu Y, Zhang Y, Nair MG, Heber D. In vitro antiproliferative, apoptotic and antioxidant activities of punicalagin, ellagic acid and a total pomegranate tannin extract are enhanced in combination with other polyphenols as found in pomegranate juice. J Nutr Biochem. 2005 Jun;16(6):360-7. PMID: 15936648 [PubMed - indexed for MEDLINE]
  8. Lansky EP, Harrison G, Froom P, Jiang WG. Pomegranate (Punica granatum) pure chemicals show possible synergistic inhibition of human PC-3 prostate cancer cell invasion across Matrigel. Invest New Drugs. 2005 Mar;23(2):121-2. Erratum in: Invest New Drugs. 2005 Aug;23(4):379. PMID: 15744587 [PubMed - indexed for MEDLINE]
  9. Lansky EP, Jiang W, Mo H, Bravo L, Froom P, Yu W, Harris NM, Neeman I, Campbell MJ. Possible synergistic prostate cancer suppression by anatomically discrete pomegranate fractions. Invest New Drugs. 2005 Jan;23(1):11-20. PMID: 15528976 [PubMed - indexed for MEDLINE]
  10. Albrecht M, Jiang W, Kumi-Diaka J, Lansky EP, Gommersall LM, Patel A, Mansel RE, Neeman I, Geldof AA, Campbell MJ. Pomegranate extracts potently suppress proliferation, xenograft growth, and invasion of human prostate cancer cells. J Med Food. 2004 Fall;7(3):274-83. PMID: 15383219 [PubMed - indexed for MEDLINE]
  11. Kawaii S, Lansky EP. Differentiation-promoting activity of pomegranate (Punica granatum) fruit extracts in HL-60 human promyelocytic leukemia cells. J Med Food. 2004 Spring;7(1):13-8. PMID: 15117547 [PubMed - indexed for MEDLINE]

Zu den Kosten:
  1. 1000 ml Granatapfel-Presssaft = 7,26 €, Tagesmenge lt. Pantuck-Studie = 8 oz. = 227 ml, 227 ml x 30 Tage = 6810 ml/Monat = knapp 7 Flaschen á 1000 ml, 7 x 7,26 € ≈ 50,- €/Monat.
  2. 500 ml Granatapfel-Konzentrat = 27,50 €, Tagesmenge 2 Esslöffel = 20 ml (26 g) lt. Hersteller, 20 ml x 30 Tage = 600 ml = 1,2 Flaschen à 500 ml, 1,2 x 29,50 € ≈ 35,- €/Monat.

Schorschel verwies am 8.7.2006 auf HWLs und Urologe fs' Beiträge vom 19.8.2005, in denen sie die wichtigsten Inhaltsstoffe des Granatapfelelixiers aufgelistet hatten, und schrieb weiter:
Preis ist nämlich gar nicht das wirklich wichtige Thema, sondern welche Wirkstoffe sind bei welcher Verarbeitungsform des Granatapfels zum Schluss noch vorhanden, und da scheint es keine Alternative zum Elixier zu geben, weder aus der Türkei, noch die frischen Früchte.
Ulrich war allerdings ganz anderer Ansicht bezüglich des Nutzens von Granatapfelelixier; am 8.7.2006 schrieb er:
Ich habe mir erlaubt, im Zitat deines Textes die Stoffe zu markieren, die ich bei meiner ADT2-Therapie für krebsfördernd, statt krebsbekämpfend halte [das waren 17-alpha-Östradiol, Estron, Estriol, Testosteron und pflanzliche Hormone – Ed]. Leider scheinst du bisher nicht verstanden zu haben, dass ich die Phyto-Östrogene für Krebspatienten mit einer Anti-Androgen-Hormontherapie deshalb ablehne. Der Unterschied zwischen dem Saft und dem Elixier liegt genau an dem Punkt, den Urologe beschrieben hat. Deswegen lehne ich für mich mit einer Anti-Androgen-Therapie das Elixier entschieden ab. [Wer eine solche Anti-Androgen-Therapie nicht macht, für den treffen meine Argumente, die sich auf ADT-Therapien beziehen, natürlich auch nicht zu].
Der Saft enthält übrigens entgegen den obigen Angaben jede Menge Ellagsäure, die steckt nicht nur in der Schale; hier kam es jedoch darauf an, die in den Kernen enthaltenen Phyto-Östrogene und sogar Testosteron zu vermeiden.
Ebenfalls am 8.7.2006 schrieb HWL:
Die nachstehende 1. Studie zeigt ziemlich klar, welche Bestandteile im Granatapfelsaft das Wachstum des PCa tatsächlich hemmen. Sie sind im Konzentrat in den wässrigen und öligen Bestandteilen vorhanden und wirken jede für sich gegen das PCa, insbesondere aber dann, wenn sie gemeinsam vorhanden sind, also durch synergetische Prozesse.
Der zweite Bericht zeigt die Notwendigkeit, vorhandene Zuckerbestandteile zu beseitigen. Dies geschieht u. a. durch Fermentation. Honig wird verwendet, um die Inhaltsstoffe bestimmter Blätter und Schalen zu binden.
Konzentration, Reinigung, Fermentation und Zusätze sind Grund für die – auf den ersten Blick – höheren Kosten des Konzentrats.
Lansky EP, Harrison G, Froom P, Jiang WG. Pomegranate (Punica granatum) pure chemicals show possible synergistic inhibition of human PC-3 prostate cancer cell invasion across Matrigel. Invest New Drugs. 2005 Mar;23(2):121-2. Erratum in: Invest New Drugs. 2005 Aug;23(4):379.
Pomegranate (Punica granatum) pure chemicals show possible synergistic inhibition of human PC-3 prostate cancer cell invasion across Matrigel.
Lansky EP, Harrison G, Froom P, Jiang WG.
Rimonest Ltd., P.O.B. 9945, Haifa, Israel.
Four pure chemicals, ellagic acid (E), caffeic acid (C), luteolin (L) and punicic acid (P), all important components of the aqueous compartments or oily compartment of pomegranate fruit (Punica granatum), and each belonging to different representative chemical classes and showing known anticancer activities, were tested as potential inhibitors of in vitro invasion of human PC-3 prostate cancer cells in an assay employing Matrigel artificial membranes. All compounds significantly inhibited invasion when employed individually. When C, P, and L were equally combined at the same gross dosage (4 µg/ml) as when the compounds were tested individually, a supradditive inhibition of invasion was observed, measured by the Kruskal-Wallis non-parametric test.
Invest New Drugs. 2005 Mar;23(2):121-2.
Pomegranate Fermented Juice Concentrate. Rimonest published the first scientific paper in the world on the potent antioxidant and lipoxygenase inhibition of an extract of fermented pomegranate juice. Natural fresh pomegranate juice contains approximately 23% sugar, while natural pomegranate juice concentrate contains over 65%. Pomegranate fermented pomegranate juice is virtually sugar-free, as the natural sugar is consumed during the fermentation process. Rimonest pomegranate fermented juice is naturally fermented and concentrated with the alcohol removed in an OU kosher and IFOAM organic approved production facility. Only the highest quality pomegranate juice is utilized in this process, and is:
* Free of pesticides
* Free of heavy metals (to specific tolerances)
* Fresh (high anthocyanin to specific tolerances)
* Potent (high luteolin)
Customized standardization to other key phytochemicals is also available. The standard concentration provided is set at 15% total dissolved solids. Custom Total Dissolved Solids (TDS) levels are also available.

HWL schrieb am 10.12.2006:
In einer Veröffentlichung im Journal of Medical Food 2006 Spring;9(1):119-22, wird empfohlen, bei der Einnahme von Granatapfel-Extrakt in Kapseln vorsichtig zu sein, sofern dabei mit der Bezeichung "standardisiert auf 40 % Ellagsäure" geworben wird. ("Beware of Pomegranate Bearing 40 % Ellag Acid") Zum einen trete die Wirkung bei geringerer Konzentration von Ellagsäure ein, zum anderen werde der Granatapfelextrakt erst bei einem Zusammentreffen verschiedener Inhaltsstoffe des Granatapfels und entsprechender Bearbeitung gegen Krebs wirksam, darunter sind - mit synergetischer Wirkung - bestimmte Wirkstoffe von Saft, Schale, Kernen, Blättern und Blüten.
Nach meiner Kenntnis werden Kapseln mit Granatapfel-Extrakt der Sango Hinoki aus Okinawa/Japan mit der Standardisierung auf 40% Ellagsäure angeboten, in Deutschland vertrieben von der Manewa GmbH.
Das erste Medikament mit wissenschaftlich erforschten Wirkstoffen gegen den frühen Prostatakrebs wird derzeit von einer Tochtergesellschaft des internationalen Marktführers bei Granatapfel-Inhaltsstoffen, Firma Rimonest Haifa/Israel entwickelt. So hat die Fa. PUNIXIN das neue Medikament PUNISYN soweit entwickelt und entsprechende Mengen vorproduziert, dass man die ersten klinischen Untersuchungen mit Prostatakrebs-Patienten plant.

HWL meldete sich am 6.3.2007 wieder:
Nach Mitteilung der Fa. Dr. Jakobs Medical GmbH, Taunusstein wurde das "Granatapfel-Elixier" von der Herstellerfirma Rimonest/Israel weiterentwickelt.
Die 500-ml-Flasche enthält jetzt das Fruchtmark von 40 bis 50 Granatäpfeln (bisher ca. 20). Ein Esslöffel des Konzentrates enthält jetzt ca. 250 mg Polyphenole (bisher 145 mg), die antioxidative Kraft von rd. 150-200 ml normalem Granatapfelsaft (TEAC-Wert 417 mmol/L nach Gfl 2055) bzw. 50-70 mal mehr als qualitativ hochwertiger Rotwein. 500 ml Granatapfel-Konzentrat enthalten 25780 mg Polyphenole und sind so ergiebig wie 5 Liter Granatapfelsaft.
Der offizielle Verkaufspreis pro 500-ml-Flasche beträgt 34,95 €. Für Mitglieder von Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen beträgt der Abgabepreis 29,95 €. Bei Abnahme von zwei Flaschen werden darauf 5 % (28,45 €) und ab fünf Flaschen 10 % Rabatt (= 26,95 €) gewährt. Die Lieferung erfolgt ab zwei Flaschen portofrei.

Wolfgang aus Berlin schrieb am 10.3.2006:
Ich nehme seit ein paar Wochen täglich eine Kapsel Granatapfelauszug. Man kommt damit auf einige 100 mg Wirkstoff, entsprechend einem Auszug aus 24 Granatäpfeln. Ich weiß nicht, ob das Produkt schon irgendwo im Forum erwähnt wurde. Hier der Link mit allen Angaben. Quelle Life Extension Foundation, http://www.lef.org/newshop/items/item00956.html.
Ich denke, ob es hilft, weiß man nicht recht. Es schadet aber auch nicht. Bloß teuer ist es.

Am 3./4.9.2007 schrieb HWL:
Wie die Dr. Jacobs Medical GmbH mitteilt, gelten für Mitglieder von Prostata-Selbsthilfegruppen und Mitglieder des BPS-Diskussionsforums vom 01. September bis 31. Oktober 2007 neue Verkaufsbedingungen für Granatapfelelixier und Granatapfelsaft. nach der neuen Preisliste kostet die Einzelflasche Granatapfelelixier 19,75 Euro, wenn die Bestellung 12 Flaschen beträgt (237,- Euro, versandkostenfrei).
Am 11.9.2007 schrieb er:
Entsprechend dem Angebot in der neuen Preisliste der Dr. Jacobs Medical über 12 Flaschen Granatapfelelixier hatte ich gewisse Bedenken, ob die u.U. sehr lange Lagerung bis zum Gebrauch, die Wirkung der Inhaltsstoffe auf das PCa negativ beeinflussen wird.
Meine Anfrage bei der Dr. Jacobs Medical ergab:
1. Das Granatapfelelixier (Konzentrat) ist in geschlossener und angebrochener Flasche mindestens zwei Jahre haltbar. Natürlich dürften mit der Zeit einige Inhaltsstoffe in der Wirkung geringfügig abnehmen. Die Inhaltsstoffe sind, wie in alten Weinen, erstaunlich stabil.
2. Eine kühle Lagerung erhält die Frische des Produktes. Die Firma lagert die Flaschen bei +4 °C.
3. Das Konzentrat ist in verschlossener und angebrochener Flasche auch bei Normaltemperatur sehr gut haltbar.
Dazu schrieb Ralf am 14.9.2007:
Ich habe leider erlebt, dass sich bei ungekühlter Lagerung im Hals einer geöffneten Flasche Schimmel bildete, und ich musste das teure Zeug wegkippen. Seitdem bewahre ich geöffnete Flaschen immer im Kühlschrank auf.

Jürgen M fragte am 8.12.2008:
Ich habe auf dem Etikett gelesen, dass auf 100 ml Elixier = 67 g fruchteigener Zucker kommt. Nach all den Diskussionen über Zucker und Krebs stellt sich mir die Frage, ob man hier nicht auch vor übermäßigem Verzehr warnen sollte, obwohl es sich um Fruchtzucker handelt. Ist hier nicht auch ein Zuviel problematisch?
Allgemein heißt es doch immer, wir sollten in unserer Situation mit Zucker vorsichtig sein. Mir ist allerdings trotzdem noch nicht ganz klar, wie es sich mit den verschiedenen Zuckerarten – ob raffiniert, weiß, braun, Ursüße, Fruchtzucker einschließlich Süßstoff verhält.
Hans-W. antwortete darauf am selben Tag:
Es ist den Krebszellen ziemlich egal, was für einen Zucker wir zu uns nehmen. Die holen sich, was sie brauchen, auch in umgewandelter Form. Der raffinierte Zucker ist generell, gesundheitlich gesehen, die schlechteste Wahl, auch für gesunde Menschen, und Süßstoff ist Chemiedreck, den wir meiden sollten.
Granatapfelelixier wird i. d. R. nur einmal täglich in einer Dosis von einem Esslöffel genommen und wird nicht der Grund sein, woran wir kaputt gehen. Esse lieber etwas weniger Ketchup etc., wo Unmengen an Zucker drin sind, und passe generell auf beim Essen, und das wird so schon i. O. sein.

HWL schrieb am 8.1.2008
Die Firma Dr. Jacobs Medical GmbH teilt neue Preise für Granatapfelelixier und Granatapfelsaft mit, gültig vom 01. Januar bis 31. März 2008. Sie gelten exclusiv für Mitglieder von Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen und für Teilnehmer des BPS-Diskussionsforums.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Granatapfelelixiers wurde nochmals durch Erhöhung des spagyrisch-fermentierten Granatapfelanteils und durch zusätzliche rechtsdrehende Milchsäure verbessert. Sie wird durch natürliche Fermentation gewonnen, wirkt entsäuernd und zusätzlich positiv auf den Gesamtorganismus.
Granatapfelelixier, 500-ml-Flasche, PZN 1054676; Regulärer VK-Preis: 34,95 Euro/Flasche.
Sonderpreise:
1 Flasche = 28,95 Euro + 4,90 Euro Versandkosten
2 Flaschen = 57,90 Euro + 4,90 Euro Versandkosten
3 Flaschen = 86,85 Euro versandkostenfrei
6 Flaschen = 155,70 Euro versandkostenfrei
(d.h. 25,95 Euro/Flasche)
12 Flaschen = 269,88 Euro versandkostenfrei
(d. h. 22,49 Euro/Flasche)
Inhalt:
· schonend konzentriertes Fruchtmarkt von ca. 50 Granatäpfeln,
· spagyrisch-fermentierte Granatapfelanteile,
· rechtsdrehende Milchsäure, durch natürliche Fermentation gewonnen,
· 10-facher Polyphenolgehalt (ca. 26.000 mg/l) von Granatapfelsaft,
· 20-fache antioxidative Kraft (ca. 420 mmol/l TEAC-Test) von Granatapfelsaft bzw. die 50-70 fache oxidative Kraft von Rotwein und Grüntee.
Granatapfelsaft 200 plus
750-ml-Flasche,
PZN 6055657
Regulärer Preis:
7,95 Euro/Stück
Sonderpreise:
6 Flaschen/Kiste (Mindestbestellmenge) = 39,90 Euro + 4,90 Versandkosten (d. h. 6,65 Euro/Flasche),
12 Flaschen/Kiste = 79.80 Euro versandkostenfrei (d. h. 6,65 Euro/Flasche),
48 Flaschen/Kiste = 300,00 Euro versandkostenfrei (d. h. 6,25 Euro/Flasche).
Inhalt:
· 200 % Granatapfel-Polyphenole, d. h. über 5000 mg/l antioxidative Polyphenole aus dem saftigen Fruchtmark (= 200 % im Vergleich zum mittelsten Wert von 2288 mg/l bei herkömmlichen Granatapfelsäften). 1 Flasche enthält Fruchtmark aus Konzentrat (Granatapfelmark 95%, Aroniasaft, Zitronensaft).
Lieferbedingungen:
Versandkostenfrei in Deutschland ab 60,- Euro Bestellwert,
Versand nach Österreich + 10,- Euro,
Nachnahme + 8,- Euro.
Alle Preise incl. MWSt.
Gern bin ich wieder bereit, die gewünschten Bestellungen weiterzuleiten. Hierzu Art, Anzahl, Name und Adresse an HWL.Portacoeli@c-il.de übermitteln. Abrechnung direkt mit der Firma.

HWLPORTA schrieb am 23.6.2008:
Eine interessante Neu-Entwicklung der Dr. Jacobs Medical GmbH könnte den Markt der Granatapfelprodukte verändern. Denn nach Meinung der Firma gelang mit dem neuen „Granacor“ eine weltweite Neuheit. Die Kapseln enthalten nicht nur fermentierten und gefriergetrockneten Granatapfelmuttersaft, sondern auch die gegen PCa erprobten Wirkstoffe Selen, Vitamin D und natürliches Vitamin E, hier in Form von alpha-, beta-, gamma- und delta-Tocopherol.
Da die wirksamen Granatapfel-Pflanzenstoffe in flüssiger und unfermentierter Form von manchen Menschen nicht optimal aufgenommen werden können, hat man den Granatapfelmuttersaft komplett fermentiert. Dabei werden die wertvollen Inhaltsstoffe freigesetzt, bioaktiver und besser bioverfügbar. Durch die Fermentation wird der fruchteigene Zucker fast komplett abgebaut – besonders für Diabetiker ein angenehmer Zusatzeffekt. Durch die Gefriertrockung bleiben die Inhaltsstoffe optimal erhalten, während es bei den gängigen Hitzetrocknungsverfahren zu einer Polymerisation und Oxidation kommt.
Zwei Kapseln Granacor enthalten: 1000 mg fermentierten, gefriergetrockneten Granatapfelmuttersaft, 220 mg Polyphenole (nach der Folin-Ciocalteau-Methode als Gallussäure-Äquivalent), 2,5 µg Vitamin D, 25 µg Selen und 6 mg natürliches Vitamin E (alpha-Tocopherol) sowie zusätzlich beta-, gamma- und delta-Tocopherole. Bei erhöhtem Bedarf (z. B.bei PCa) wird die Einnahme von täglich vier Kapseln empfohlen. Vier Kapseln entsprechen im Polyphenolgehalt etwa 20 ml Granatapfel-Elixier oder einem Glas Granatapfelsaft, wobei die Polyphenole in der Kapsel fermentiert sind. Durch die Fermentation verringert sich das Molekulargewicht der Polyphenole, da der Zuckeranteil zum Teil abgebaut wird. Die Bioaktivität jedoch erhöht sich.
Preise:
Granacor 60 Cellulose-Kapseln PZN 1123851
regul. VK-Preis 1 Dose = 24,95 Euro
Angebot zur Markteinführung:für Prostata-Selbsthilfegruppen und Mitglieder des bps-Diskussionsforums:
1 Dose--------6 Dosen--------12 Dosen
17,95 Euro----105.- Euro------198,- Euro (d.h.16,50 Euro/Dose)
Die Markteinführungpreise gelten bis Ende September 2008.
Lieferbedingungen:
Versandkosten: 5,90 Euro, versandkostenfrei in Deutschland ab 100,- Euro Bestellwert
Versand nach Österreich + 10,- Euro
Nachnahme + 8,- Euro
alle Preise incl. MWSt.

HWLPORTA schrieb am 7.7.2008:
Klassischerweise werden Prostatakarzinome durch Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie und durch Hormonentzug behandelt. Allerdings verliert die Hormonblockade nach einigen Jahren ihre Wirkung, weil sich die Krebszellen an die geringen Hormonspiegel der PCa-Kranken anpassen: Zum einen bilden sie verstärkt Androgenrezeptoren, um auch auf geringste zirkulierende Hormonmengen mit Tumorwachstum zu reagieren. Wie sich jüngst in einer Studie zeigte, synthetisieren die Krebszellen zudem aus Cholesterin ihre „eigenen“ Androgene und versorgen sich somit selbst (Montgomery et al., 2008). In diesem hormonunabhängigen Stadium, auch als hormonrefraktär bezeichnet, gilt der Tumor als unheilbar: er breitet sich besonders schnell aus und bildet Metastasen.
Neueste Forschungsergebnisse, die ältere Studien bestätigen und ergänzen, belegen, daß besondere Pflanzenstoffe des Granatapfels, die Polyphenole, diesen Anpassungsmechanismen der Prostatakrebszelle entgegen wirken: sie drosseln in der Krebszelle die Bildung der Androgenrezeptoren und der Synthese-Enzyme für die Androgen-Bildung aus Cholesterin (Hong et al., 2008). Außerdem senken Granatapfel-Polyphenole die Cholesterinspiegel im Blut (Esmaillzadeh et al., 2006) und in der Zelle (Fuhrmann et al., 2005) und rauben damit den Krebszellen den Ausgangsstoff für ihre Hormonsynthese. Möglicherweise sind also Granatapfelpolyphenole eine sinnvolle Ergänzung zur Hormonentzugstherapie und auch im hormonrefraktären Stadium wirksam.
Im Dschungel der Ernährungsempfehlungen und widersprüchlichen Studienergebnissen für Prostatakrebs hat der Granatapfel von allen Früchten die beste Studienevidenz. Neben einer großen Anzahl positiver präklinischer Studien bewährte sich Granatapfelsaft auch bei Prostatakrebspatienten, die nach einer Primärtherapie wieder ein Fortschreiten der Krebserkrankung hatten. In einer aufsehenerregenden klinischen Langzeit-Studie (Pantuck et al., 2006) verlängerte der tägliche Verzehr von 1 Glas Granatapfelsaft den Zeitraum, in dem sich der Spiegel des Prostata-spezifischen Antigens (PSA), einem wichtigen Verlaufsmarker beim Prostatakarzinom, verdoppelte, von durchschnittlich 15 auf 55 Monate – die fast vierfache Zeit. Dies stellt für viele Prostatakrebs-Patienten ein Gewinn an wertvollen zusätzlichen Lebensjahren dar. Die Studie wird derzeit unter Beteiligung des National Cancer Instituts in verschiedenen Krebszentren in den USA als Phase-3-Studie fortgeführt. Die Ergebnisse dieser Fortsetzung sind 2010 zu erwarten.
In der genannten Prostatakrebs-Studie gab es allerdings bei der Wirksamkeit deutliche Unterschiede zwischen den Studienteilnehmern – ein Zeichen, daß nicht jeder Mensch gleichermaßen von den gesundheitsfördernden Wirkungen des Granatapfelsaftes profitiert. Wie Bioverfügbarkeitsstudien zeigen, könnte die Ursache hierfür in der von Mensch zu Mensch unterschiedlichen Darmflora liegen. Durch Fermentation der Granatapfelsaft-Polyphenole lassen sich Bioverfügbarkeit und Bioaktivität deutlich steigern. In zahlreichen Studien war die krebshemmende Wirkung fermentierter Granatapfelsaft-Polyphenole den nichtfermentierten Zubereitungen überlegen. Dies zeigte sich beim hormonabhängigen und hormonrefraktären Prostatakrebs (Albrecht et al., 2004; Lansky et al., 2005-I und II), bei Brustkrebs (Kim et al., 2002) und Leukämiezellen (Kawai et al., 2004). Auch wurde die Gefäßneubildung in Tumorzellen effektiv vermindert (Toi et al., 2003). Diabetiker profitieren übrigens doppelt von fermentierten Granatapfelprodukten, denn durch die Fermentation wird der fruchteigene Zucker drastisch reduziert.
Natürlich ersetzen Granatapfel-Polyphenole keine schulmedizinische Krebstherapie und können Krebs nicht heilen. Sie sind aber eine sinnvolle, ergänzende Ernährungsmaßnahme – am besten in Absprache mit dem behandelnden Urologen oder Onkologen. Wichtigste Nebenwirkung war in mehreren klinischen Studien die sehr positiven Auswirkungen auf Herz und Gefäße. Darauf zu achten ist, daß Granatapfelprodukte große Unterschiede in der Qualität und im Gehalt an wirksamen Polyphenolen aufweisen. Dies betrifft nicht nur die Säfte (897 bis 4265 mg/l Polyphenole, Median 2288 mg/l), sondern auch Granatapfelextrakte, bei denen die Polyphenole aufgrund der angewendeten Hitzetrocknung häufig in hochpolymerisierter, oxidierter Form vorliegen. Vorzuziehen sind schonende Trocknungs verfahren, wie die Gefriertrocknung. Empfehlenswert sind ca. 500 mg Granatapfelsaftpolyphenole am Tag, wobei fermentierte Polyphenole eine höhere Bioaktivtät aufweisen als unfermentierte.
Zur verstärkten Aufklärung der wesentlichen Zusammenhänge zwischen Naturheilkunde und Erfahrungsheilkunde auf wissenschaftlicher Basis wurde kürzlich das Dr. Jacob‘s Institut für komplementärmedizinische Forschung gegründet. Zu den aktuellen Forschungsgebieten des privaten Instituts gehören Granatapfel-Polyphenole, der Säure-Basen- und Energie-Haushalt gesunder und maligner Zellen, das Darmmikrobiom sowie die Omega-3-Fettsäuren.
Quellen:
Auszüge aus einer Pressemeldung des Dr. Jacob's Institut für komplementärmedizinische Forschung (www.drjacobsinstitut.de) und der Medizinjournalistin Dr. rer. nat. Bettina Jung (bettina.jung@web.de).
RuStra fragte am selben Tag:
Wenn sich die Tumore ihre Androgene selbst machen, wie können sie da hormonunabhängig sein?
HWLPORTA antwortete einen Tag später:
Auskunft des Informanten: die Tumore werden als hormonunabhängig bezeichnet, sind es aber in Wirklichkeit nicht. Sie sind nur scheinbar hormonunabhängig.
HelmutS schrieb am 8.7.2008:
Nehme Granatapfel-Elixier von Dr. Jacobs regelmäßig seit Aug. 2005 ein. Habe auch über einen längeren Zeitraum zusätzlich noch Saft getrunken. Kann aber die Aussage nicht bestätigen "Außerdem senken Granatapfel-Polyphenole die Cholesterinspiegel im Blut". Der Cholesterinspiegel hat sich bei mir vor und während der Einnahme von Granatapfel überhaupt nicht verändert. Der liegt seit Jahren zwischen 230 und 280 mg/dl.
Ob durch die Einnahme von Garanatapfel der PSA-Anstieg verlangsamt wurde, ist natürlich nicht zu sagen. Dafür fehlt der Gegenbeweis.
Ähnliches berichtete marsjürg am 9.7.2008:
Ich kann die Feststellungen von Helmut ebenfalls bestätigen. Nach zwei Jahren Einnahme von Elixier (zwei Esslöffel/Tag) weder eine Veränderung bei Cholesterin noch eine Verlängerung der Verdoppelungszeit festzustellen.

giselle56 schrieb am 14.2.2009:
Ich habe früher auch mal den Saft von Dr. Juice bestellt, jedoch ist der Granatapfelsaft bei ihm nicht mehr verfügbar. Seitdem bestelle ich den Granatapfeldirektsaft von Granata. Der Saft ist nicht bitter und schmeckt wie frisch aus der Frucht. Man sieht auch, dass der Saft etwas trüb ist und daran erkennt man halt, dass es ein Direktsaft ist. Der Preis ist auch akzeptabel, wenn man direkt von der Homepage kauft, dann zahlt man etwa 4,- € pro Flasche.
Man findet momentan auch bei ebay Angebote, einfach granata direktsaft in das suchfeld eingeben oder auf der homepage www.granata-saft.de.

joergd fragte am 31.3.2009:
Wer hat persönliche Erfahrungen mit Granatapfelsaft gemacht? Man liest so viel Gutes. PSA-Wert-Senkung? Blutdruck-Stabilität?
meni.li. antwortete am 1.4.2009:
Granatapfelsaft hab ich 2008 ausprobiert, hatte keine Wirkung auf den PSA. Seit drei Monaten nehm ich Granatapfel als Pulver gefriergetrocknet in Kapseln. Hat einen viel höheren Polyphenolgehalt.
Im ersten Monat stieg die PSA-Verdoppelungszeit von sonst 120 auf 600 Tage.
Im zweiten Monat war ich krank, da fiel sie von sonst 120 auf 70 Tage.
Im dritten Monat war ich wieder gesund, wieder gestiegen auf 300 Tage.
Im ersten Monat LDL von 160 auf 130 mg/dl [Referenzwert < 130 mg/dl – Ed], AP von 83 auf 73 U/l [Referenzwert 40-129 U/l – Ed],
im zweiten Monat LDL von 130 auf 145 mg/dl,
im dritten Monat LDL von 145 auf 140 mg/dl.
Bin schon auf die nächste Messung am 15.4. gespannt, ob das so anhält.
Wobei ich glaube, dass man eine klare Aussage erst nach einem längeren Zeitraum treffen kann.
Laut "Google" senken die im Granatapfel enthaltenen Polyphenole den Cholesterinspiegel im Blut und in der Zelle und drosseln die Bildung der Androgenrezeptoren und der Synthese-Enzyme, die zur Umwandlung zu Androgenen in der Zelle nötig sind.
Übersetzt:
Die Polyphenole im Granatapfel entziehen der Zelle die benötigten Stoffe, die zur Herstellung von Testosteron gebraucht werden. Anhand meiner LDL Entwicklung nachvollziehbar. Niedrigen Blutdruck habe ich, seit ich regelmäßig jogge.

HWLPORTA meldete sich am 29.4.2009 wieder zum Thema Granatapfelsaft:
Auf der Jahrestagung 2006 der American Urological Association (AUA) wurde erstmals über praktische Versuche mit PCa-Patienten und Granatapfelsaft berichtet, nachdem in den Jahren zuvor das interessante Thema in mehr als 150 wissenschaftlichen Veröffentlichungen theoretisch behandelt worden war. Damals hatte eine Gruppe von 14 Forschern aus fünf Departments der University of California in Los Angeles und der Technion Faculty of Medicine in Haifa/Israel eine 33 Monate dauernde klinische Studie in Phase II mit 46 PCa-Patienten durchgeführt. Alle hatten nach Operation oder Bestrahlung ein Rezidiv, d. h. einen Wiederanstieg der PSA-Werte durch erneutes Tumorwachstum. Die für die Studie ausgewählten Patienten mussten einen Wiederanstieg von PSA > 0,2 und < 5 ng/ml sowie einen Gleason Score < oder = 7 aufweisen. Sie alle erhielten täglich 8 oz. (237 ml) aus Granatapfelextrakt verdünnten Granatapfelsaft (äquivalent zu 570 mg Polyphenolgehalt) und wurden dann alle drei Monate untersucht. Nach Abschluss war bei 83 % der Patienten eine Verlängerung der PSA-Verdoppelungszeit von 15,6 Monaten bei Studienbeginn auf max. 54,7 Monate bei Studien-Ende festzustellen, d. h. 4,5 Jahre. Kein Teilnehmer entwickelte in den 33 Monaten der Studienzeit eine Metastase. Nach Vorstellung dieser Studie folgte ein weltweites Echo in der Fach- und Publikumspresse mit einer positiven Reaktion der Betroffenen.
Auf der diesjährigen AUA-Jahrestagung April 2009 wurden neue Ergebnisse des follow-up vorgestellt, d.h.über die Fortsetzung der vorangegangenen Studie berichtet. Titel: „Low Term Follow-Up Phase-2 Study of Pomegranate Juice for Men with Prostate Cancer shows durable Prolongation of PSA Doubling Time.“
Diesmal nahmen 46 Personen unter gleichen Bedingungen wie in der ersten Studie teil (Rezidiv, PSA, Gleason, Trinkmenge s. o.). Gegenwärtig – im 6. Jahr der Behandlung – waren die sog. „aktiven“ Patienten, also diejenigen, die weiter in der Studie mitarbeiteten, insgesamt 56 Monate (d. h. ca. 4,7 Jahre) dabei. Diese Teilnehmer konnten nach der Behandlung wieder eine signifikante Erweiterung der PSA-Verdoppelungszeit feststellen, diesmal von einem niedrigen Wert mit 15,4 Monaten bei Studienbeginn bis zu 60 Monaten (fünf Jahre) nach der Behandlung. Die PSA-Werte fielen dabei durchschnittlich um 60 % (Median-Wert), gleichfalls abhängig von den jeweiligen Probanden mit ihren unterschiedlichen Bioverfügbarkeiten.
Die Forscher verglichen die „aktiven“ Patienten, die in der Studie blieben, mit den „nicht-aktiven“, die aus verschiedenen, persönlichen Gründen die Studie verlassen hatten. Obgleich beide Gruppen zu Studienbeginn die gleichen mittleren PSA-Verdoppelungszeiten aufwiesen, waren bei den „aktiven“ Patienten die Verlängerung der PSA-VZ und der Abfall der PSA-Werte größer als bei den Studienabbrechern.
Nach Aussage des Sprechers der AUA, das Arztes Christopher Amling, legt die Studie nahe, dass Granatapfelsaft nach erfolgloser Behandlung wirksam die Progression von Prostatakrebs verlangsamen kann. Diese Ergebnisse und andere laufende Forschungen dürften eines Tages aufdecken, dass Granatapfelsaft auch ein wirksames Mittel zur PCa-Behandlung ist, so Christopher Amling.
Die vorliegende zweistufige Phase II wird z. Zt. in Phase III als Multi-Center-Studie placebokontrolliert fortgesetzt. Erste Ergebnisse werden 2010 erwartet.

Am 19.11.2009 meldete sich HWLPORTA wieder zum Thema:
Aus einem Schreiben des bekannten amerikanischen Prostata-Experten Dr.Steven Strum über die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) zur Reduzierung von PCa-Krebszellen beim Menschen lassen sich interessante Neuheiten entnehmen. Er schreibt u.a., daß er nach seinen jahrzehntelangen Erfahrungen der Meinung sei, den NEM würde zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Sie sollten nur als Ergänzung von solchen Behandlungen gesehen werden, deren Einsatz gegen PCa bewiesen sei. Aus den verfügbaren Nahrungsergänzungsmitteln, die den größten Einfluss auf die Behandlung von PCa beim Menschen und auf seine gesamte innere medizinische Gesundheit zu haben scheinen, würde er jedoch einige auswählen und nennt von insgesamt 10 der jeweiligen Krankheitsform anzupassenden Wirkstoffen neben Vitamin D3 und Omega-3-Fettsäuren an vierter Stelle den Granatapfelsaft zur Verlängerung der PSA-Verdopplungszeit.
Diese Beurteilung von Granatapfelsaft durch Dr. Strum wird durch eine neue amerikanische Studie in ein anderes Licht gerückt. Hierüber wurde auf der letzten Jahrestagung der American Urology Association (AUA) berichtet. Es handelte sich um die Fortschreibung einer Langzeitstudie von Allen Pantuck et al. über die Verlängerung der PSAdt bei PCa-Patienten mit Rezidiv. In der seit Jahren bekannten und diskutierten Untersuchung hatten 48 PC-Patienten, die nach erfolgter Operation oder Bestrahlung wieder steigende PSA-Werte aufwiesen, neben konventioneller Weiterbehandlung täglich etwa 240 ml Granatapfelsaft (aus Konzentrat verdünnt) erhalten. Bei den Patienten, die nach Studienende mit Granatapfelsaft konsequent weitergemacht hatten, zeigte sich nach der 6jährigen Nachbeobachtungszeit eine Verlängerung der PSA-Verdopplungszeit auf 60 Monate (!). Der mittlere PSA-Anstieg sank um 60%. Die Ergebnisse legen nahe, daß bei richtiger Dosierung der wirksamen Polyphenole im Granatapfelsaft und guter Bioverfügbarkeit (durch z.B. Lebendfermentierung) das Wachstum von PCa tatsächlich wirksam verlangsamt werden kann. Als Folgerung hieraus hofft der Sprecher der AUA, Dr. Christian Ameling, daß sich künftig sogar Hinweise auf eine vorbeugende Wirkung von Granatapfelsaft auf die Ausbildung von PCa, somit zur Prävention finden lassen. (siehe auch bps-Homepage unter Medizinisches - Ernährung - „Granatapfelsaft hält Krebs in Schach“ und J Urol Suppl. 2009; 181, 4, Abstract 828).
Dazu schrieb poliol am selben Tag:
der Wiederanstieg des PSA-Wertes nach meiner OP ist ja nun ziemlich rasant. Urologen in Spanien ,Deutschland und auch Martiniklinik haben mir Abwarten empfohlen. Da ein systemisches Rezidiv eher wahrscheinlicher ist als ein lokales, stehe ich einer Bestrahlung immer noch sehr negativ gegenüber. Nun habe ich seit vier Wochen meine Ernährung etwas umgestellt und nehme täglich vier Esslöffel Granatapfelsaft von Dr.Jacobs. Der erste PSA-Wert nach dieser kleinen Aktion zeigt "Stillstand". Nachdem meine Freude etwas abgeklungen ist. kommt nun meine Frage, Habe ich das dem Granatapfelsaft zu verdanken? Oder sagt Ihr Spezialisten.......solche Schwankungen sind normal, die Enttäuschung wird in vier Wochen kommen?
Das beantwortete HWLPORTA einen Tag später so:
Nach Rückfrage bei einem Granatapfelspezialisten gibt es tatsächlich Fälle, bei denen das Konzentrat in kurzer Zeit hervorragend anschlägt und bei anderen zu einer PSA-Stabilisierung geführt hat. Das Thema ist somit nicht "normal". Ich würde noch im Abstand von zwei Wochen zwei weitere PSA-Messungen unter den bekannten Bedingungen (gleiches Labor etc.) machen lassen und aus der PSADT [PSA doubling time, PSA-VerdoppelungszeitEd] der drei Werte meine Schlüsse ziehen.
Auch für eine Bestrahlung wäre das Granatapfel-Elixier eine sehr sinnvolle Vorbereitung gegen die Apoptoseresistenz der Krebszellen unter Bestrahlung.

HWLPORTA schrieb am 19.6.2010:
Beim Thema Granatapfelsaft bzw.-konzentrat als einem der wenigen wirksamen Hemmstoffe gegen das Wachstum von Prostatakrebs ist es im Forum relativ ruhig geworden. Eigentlich ein gutes Zeichen, denn die Anwender sind offenbar durch Auswahl bestimmter Angebote mit der Wirkung ihrer relativ konstanten PSA-Werte zufrieden. Es gehen jedoch immer wieder bei mir private Anfragen ein, in welchem Maße bestimmte Billigangebote wirksam sein können. Hierzu wurde schon früher darauf hingewiesen, dass diese Fragen nicht beantwortet werden können und aus den zahlreichen Forumsbeiträgen im Archiv oder Google abgeleitet werden sollten.
Kürzlich traf ich jedoch auf eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „Flüssiges Obst“, dem Publikationsorgan u.a.der deutschen Fruchtsaftindustrie, mit dem Titel < Granatapfelsaft – Chemische Zusammensetzung und mögliche Verfälschungen >. Es handelt sich dabei um eine umfangreiche Untersuchung von 170 Angeboten von Granatapfelsäften und -konzentraten. Die Untersuchungen wurden von einem renommierten chemischen Labor der Lebensmittelanalytik mit Spezialisierung auf Fruchtsäfte durchgeführt.
Interessant ist zunächst, dass nach Angaben der Österreichischen Wirtschaftskammer der Iran mit 670.000 Jahrestonnen größter Produzent von Granatapfelprodukten ist, gefolgt von Indien, Spanien, China und der Türkei, danach von 7 – 10 weiteren kleineren Produzenten weltweit. Durch die vielfältigen positiven gesundheitlichen Wirkungen, die dem Granatapfelsaft auf Grund von mehr als 200 Forschungsberichten zugeschrieben werden, ist die Nachfrage nach Granatapfelsäften in den letzten Jahren extrem angestiegen und viele Anbieter ohne hinreichende Fachkenntnisse sind auf diesen Zug aufgesprungen. Es gibt rund 80 verschiedene Grundtypen, die als Granatapfelsäfte oder -konzentrate vertrieben werden. Sie unterscheiden sich z.T. erheblich in der Fruchtfarbe, in den Säure- und Zuckergehalten, in ihrer chemisch-physikalischen Zusammensetzung und in ihrer PCa-hemmenden Wirkung.
Die Veröffentlichung enthält Tabellen mit einer Vielzahl von Messwerten der Inhaltsstoffe von Granatapfelsäften. Daraus ist beispielsweise ersichtlich, dass in den Ursprungsproben keine Saccharose nachgewiesen wurde, in manchen Fertigprodukten aber Saccharose oder Sorbit nachweisbar waren, was auf einen Zusatz von Fremdfrüchten (z.B. Apfel, Birne, Traubensaft) hindeutete. Glukose und Fruktose sind meist mit leichtem Übergewicht von Fruktose vorhanden, es gab aber auch Proben, bei denen ein stark abweichendes Fruktose/Glukose-Verhältnis ebenfalls auf eine Verfälschung hinwies. Der Säuregrad ist stark von Sorte und Reifegrad der Früchte abhängig, unterliegt extremen Schwankungen, nimmt 6 Wochen nach der Ernte um 20 – 50% ab und besteht meist aus Citronen- oder l-Apfelsäure.
Obwohl nach der deutschen Fruchtsaftverordnung die Verwendung verdorbener Früchte zur Herstellung von Fruchtsaft nicht zulässig ist und nicht den Maßgaben einer guten Herstellerpraxis entspricht, weisen im Labor gemessene erhöhte Gehalte von D-Sorbit entweder auf eine Vermischung mit Kernobst hin (z.B. Apfel, Birne oder Quitte) oder mit Säften von Steinobst (z.B. Kirschen) oder sogar auf Verwendung hygienisch nicht einwandfreier Ware. Da D-Sorbit bei einwandfreien Produkten nur in minimalen Mengen gemessen wurde, zeigten sich stark erhöhte Werte bei Säften, die nicht mehr einwandfrei, zum Teil schon verdorben waren. Hierbei wurde die enthaltene Fruktose durch entstandene Mikroorganismen in D-Sorbit umgesetzt.
Die Farbe von Granatäpfeln ist abhängig von der Sonneneinstrahlung und vom Reifegrad der Früchte. Die Anthocyane als wichtige Inhaltsstoffe sind in ihrer Gesamtkonzentration für die Farbe der Früchte verantwortlich. Ihre Konzentration in den untersuchten Früchten schwankte sehr stark zwischen 11 und 1543 mg/Liter. Die Fruchte sind somit entweder fast weiß oder blassrosa bis hin zu dunkelviolett. Auch der Zusatz von anderen färbenden Fruchtsäften oder von synthetischen Farbstoffen wird häufig angewendet, um eine farbliche Verbesserung zu erreichen.
Die Aufarbeitung der Press-Säfte kann sehr unterschiedlich sein, sie geschieht beispielsweise durch Pasteurisierung und Klärung mit Gelatine, Bentonit und Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP), wobei die Gehalte von Polyphenolen abnehmen.
Die Polyphenole im endgültigen Produkt sind die entscheidenden gegen Prostatakrebs wirksamen Pflanzenstoffe. Der Gehalt an Gesamtphenolen, d.h. von antioxidativen Polyphenolen wie Tanninen, Flavanoiden etc. ist zunächst abhängig von der verwendeten Granatapfelsorte. Die richtige Sortenauswahl ist somit eine Voraussetzung. Einen sehr großen Einfluss auf den Polyphenolgehalt scheinen aber die Verarbeitungsprozesse bei der industriellen Fruchtsaftproduktion zu haben, denn die Gesamtphenole nach Folin (Polyphenole) zeigten bei Säften aus Konzentrat eine enorme Bandbreite von 897 – 4265 mg/Liter (Median 2288 mg/l, Mittelwert 2646 mg/l, berechnet als Catechin) und bei frisch gepressten Säften zwischen 904 und 2067 mg/Liter (berechnet als Catechin). In den klinischen Studien wurden täglich 570 mg Polyphenole (als Gallussäure-Äquivalent nach Folin-Ciocalteu-Methode) meist in Form von Granatapfelsaft aus Konzentrat verwendet. Dieser Wert wird deshalb oft als Tagesportion genannt.
Mein Fazit: Da zur Produktion von Granatapfelsaft nicht nur wesentliche biochemische und medizinische Kenntnisse sowie langjährige Erfahrungen benötigt werden, andererseits manche Hersteller niedrige Preise offenbar durch fragwürdige Verarbeitungsschritte erreichen, sind mir die höheren Preise für qualitativ hochwertige Produkte durchaus verständlich. Dies besonders, wenn die PSA-Verdopplungszeit, d.h. die Wachstumshemmung des Tumors, durch einen hohen Polyphenolgehalt tatsächlich wirksam beeinflusst werden kann. Zumindest bei mir scheint sich die Wirkung hochwertiger Granatapfelprodukte (Granatapfel-Elixier, GranaProstan) auszuzahlen, denn die vierteljährlich im gleichen Labor gemessenen PSA-Werte zeigen, wenn auch unterstützt durch Avodart, Tomatenpulver/Lycopin/FruHis und Vitamin D3, über Jahre im Trend konstante bis abnehmende PSA-Werte, somit keinen erkennbaren Anstieg. Ausgehend vom Wert PSA= 6,3 ng/ml (bei GS 3+4 = 7/IIb nach Helpap) in 2003 blieben die gemessenen Werte relativ konstant und sanken nach Beginn der täglichen Einnahme von konzentrierten Granatapfelprodukten seit 2005 langsam auf ein PSA-Niveau um 3-4 ng/ml, das auch heute noch besteht. Ob diese zufriedenstellende Entwicklung durch geringere Qualitäten erreicht worden wäre, wage ich zu bezweifeln.
Quellen: Zeitschrift „Flüssiges Obst“, Wissenschaft und Forschung, 08/2007, S. 386-393, Autoren: Dr. Manuela Fischer-Zorn, Dr. Victor Ara, Chelab Laboratorium, 30966 Hemmingen; div.Informationen aus Google und PubMed/USA..
Dazu hatte spertel am selben Tag eine Frage:
Seit ca. 2 Jahren gehört das Granatapfelelixier (morgens -1- Esslöffel) zu meinem täglichen Ernährungsplan. Jetzt habe ich aufgegriffen, dass dieser Saft/Elixier eine Wirkung ähnlich der einer Hormonblockade haben soll.
Meine Frage:
Gerate ich dadurch in Gefahr, die Wirkung einer vielleicht später notwendigen Hormontherapie zu verkürzen, wenn ich über Jahre dieses Mittel (zur Zeit eher präventiv, da mein PSA nach Strahlentherapie unter der Nachweisgrenze ist) zu mir nehme?
Liegen hierzu Erfahrungswerte oder Erkenntnisse vor?
HWLPORTA antworte:
Nachstehend zur Beantwortung Deiner Frage eine bereits früher veröffentlichte Zusammenfassung einer entsprechenden Studie.
Granatapfelpolyphenole: wirksam bei hormonrefraktärem Prostatakarzinom
Granatapfelsaft-Polyphenole hemmen Androgen-Rezeptor-Expression und Androgen-Biosynthese
Die zunehmende Androgen-Unabhängigkeit von Prostatakarzinomen unter Hormonblockade stellt ein großes therapeutisches Problem dar und führt zu der Entstehung besonders aggressiver Karzinome. Aktuellen Untersuchungen zufolge kann Granatapfelsaft, der in einer klinischen Studie zu einer Vervierfachung der PSA-Verdoppelungszeit bei Prostatakrebskranken mit PSA-Rezidiv führte, das Krebsgeschehen auch in diesem Stadium beeinflussen:
- Granatapfel-Polyphenole drosseln die Expression des in diesem Stadium häufig überexprimierten Androgen-Rezeptors
- Granatapfel-Polyphenole verringern die Bildung von Androgen-Synthese-Enzymen in Krebszellen
- Granatapfel-Polyphenole senken den Cholesterinspiegel, insbesondere auch in der Zelle, und damit den Ausgangsstoff für die gesteigerte Androgen-Biosynthese
Die Androgen-Unabhängigkeit ist oft Folge eines mutierten, hypersensitiven oder überexprimierten Androgen-Rezeptors und einer verstärkten Bildung von Enzymen, die in der Krebszelle aus Cholesterin Androgene synthetisieren. Eine Studie (Juni 2008) zeigte, dass in metastasierenden Prostatakarzinomen bei chemisch oder chirurgisch kastrierten Männern alle Enzyme, die für die Synthese von Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT) aus dem Ausgangsstoff Cholesterin notwendig sind, verstärkt exprimiert waren. Auf diese Weise können Karzinome trotz sehr niedriger Androgen-Blutwerte überleben (Montgomery et al., 2008). Weitere Forschungsergebnisse zeigen, dass Granatapfelsaft-Polyphenole sowohl die Expression des Androgen-Rezeptors als auch der Androgen-Synthese-Enzyme hemmen und intrazelluläre Cholesterinspiegel senken.
Hemmung der Androgen-Rezeptor-Expression und Androgensynthese in Prostatakarzinomzellen
In einer Studie der Universität von Wisconsin (Malik et al., 2005) hemmte ein gefriergetrocknetes Granatapfelsaftextrakt effektiv das Wachstum von hochaggressiven, hormonrefraktären PC3-Prostatakarzinomzellen und führte zur Apoptose. Bei androgenabhängigen Krebszellen wurde sowohl die Expression des Androgen-Rezeptors als auch die PSA-Produktion um 90% gedrosselt. In vivo wurden antikanzerogene Effekte bereits bei einer für den Menschen verzehrüblichen Menge erreicht: Der PSA sank deutlich, die Prostatakarzinome wuchsen signifikant langsamer als in der Kontrollgruppe und die mittlere Überlebenszeit der Mäuse verlängerte sich um 50 %.
Hong und Mitarbeiter veröffentlichten folgende neue Perspektiven: In Prostatakrebszellen mit Überexpression des Androgen-Rezeptors (LNCaP-AR) hemmten Granatapfel-Polyphenole die Expression des Androgen-Rezeptors. Das Spektakuläre: In diesen LNCaP-AR-Krebszellen und in besonders aggressiven, hormonrefraktären DU-145-Prostatakarzinomzellen hemmten Granatapfel-Polyphenole effektiv die Expression der Schlüsselenzyme der Androgen-Biosynthese. Damit könnten auch bei den schwer therapiebaren Androgen-unabhängigen Prostatakarzinomen mit überexprimierten Androgen-Rezeptor und und hochregulierten Androgen-Synthese-Enyzmen wirksam sein und eine interessante Kombination mit der Hormonblockade darstellen.
Granatapfelsaftpolyphenole haben in einer klinischen Studie eine cholesterinsenkende Wirkung gezeigt (Esmaillzadeh et al., 2006). In Schaumzellen wurde nachgewiesen, dass Granatapfelpolyphenole die Cholesterin-Spiegel einerseits durch verminderte Aufnahme und gesteigerte Ausscheidung von oxidiertem Cholesterin und zweitens durch reduzierte Biosynthese gesenkt (Fuhrmann et al., 2005). Damit geht den Krebszellen das für die Androgen-Synthese essentielle Cholesterin verloren.
In zahlreichen Studien wurden antiangiogenetische, redifferenzierende, antiproliferative, proapoptotische Effekte bei Brust-, Lungen- und Darmkrebs festgestellt. Ein wichtiger Ansatzpunkt dürfte auch die antiinflammatorische Wirkung der Granatapfelpolyphenole sein: Hemmung von NF-kappaB, COX2, TNF-alpha und Metalloproteasen.
Vervierfachung der PSA-Verdoppelungszeit mit großen Unterschieden in der Bioverfügbarkeit
In einer aufsehenserregenden, über 33 Monaten laufenden, klinischen Studie (Pantuck et al., 2006) verlängerte der tägliche Verzehr von 1 Glas Granatapfelsaft (570mg Polyphenole) den Zeitraum, in dem sich der Spiegel des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) verdoppelte, von 15 auf 55 Monate – die fast vierfache Zeit. Die Studie wird derzeit unter Beteiligung des National Cancer Instituts in verschiedenen Krebszentren in den USA als Phase-3-Studie fortgeführt. Die Ergebnisse dieser Fortsetzung sind 2010 zu erwarten.
Die nähere Auswertung der Pantuck-Studie zeigte große Unterschiede in der Ansprechrate der Studienteilnehmer. 83% waren Responder, jedoch gab es bei der durchschnittlich erreichten PSA-Verdoppelungszeit von 55 Monate eine Schwankungsbreite von +/-102 Monate, was zeigt, dass der Saft bei einigen Teilnehmer ganz hervorragend, bei anderen nur mäßig anschlug. Auch in Bioverfügbarkeitsstudien wurden erhebliche individuelle Unterschiede festgestellt, die auf die Zusammensetzung der Darmflora zurückgeführt wurde.
Noch wirksamer durch Fermentation
Durch Fermentation lassen sich Bioverfügbarkeit und Bioaktivität nachweislich steigern. Die Stoffwechselleistung der fermentativen Mikroorganismen ersetzt zum Teil eine mangelhafte humane Metabolisierung, indem die hochmolekularen Granatapfel-Polyphenole in niedermolekulare, lipohile und besser resorbierbare Metaboliten transformiert werden. Diabetiker profitieren übrigens doppelt von fermentierten Granatapfelprodukten, denn durch die Fermentation wird der fruchteigene Zucker drastisch reduziert.
Die krebshemmende Wirkung fermentierter Granatapfelsaft-Polyphenole war in zahlreichen Studien ausgeprägter als bei unfermentierten Zubereitungen. Bei der Hemmung der Proliferation und Invasion von hormonabhängigen und hormonrefraktären Prostatakrebszellen erwies sich der fermentierte Granatapfelsaft gegenüber Unfermentiertem deutlich überlegen (Kim et al., 2002, Albrecht et al., 2004; Lansky et al., 2005-I und II). Fermentierte Granatapfel-Polyphenole bremsten doppelt so stark das Wachstum von Brustkrebszellen, hemmten die Schlüsselenzyme Aromatase und 17HSD und dadurch die Östrogen-Biosynthese im Fettgewebe (Kim et al., 2002). In fermentierter Form konnten Granatapfel-Poyphenole die Neoangiogenese effektiv vermindern (Toi et al., 2003) sowie Leukämiezellen zur Redifferenzierung und Apoptose bringen (Kawai et al., 2004).
Granatapfelprodukte weisen große Unterschiede in der Qualität und im Gehalt an wirksamen Polyphenolen auf. Dies betrifft nicht nur die Säfte (897 bis 4265 mg/l Polyphenole, Median 2288 mg/l), sondern auch Granatapfelextrakte, wo die Polyphenole aufgrund der Hitzetrocknung häufig in hochpolymerisierter, oxidierter Form vorliegen. Vorzuziehen sind schonende Trocknungsverfahren, wie die Gefriertrocknung. Empfehlenswert sind ca. 500 mg Granatapfelsaftpolyphenole am Tag (ca. 1 Glas), wobei fermentierte Polyphenole eine höhere Bioaktivtät aufweisen.
Am selben Abend reichte HWLPORTA noch diese Eregänzung nach, die von einem nicht näher genannten Experten stammte:
Zitat: Diese Ansicht ist nicht richtig, da sie keine wissenschaftliche und empirische Grundlage hat. In Bezug auf IGF-1 (Insulin-like growth factor), Testosteron, Estradiol, SHBG und Androstenedion (Estradiol-Vorläufer) sowie Dehydroepiandrosteron (DHEA = Vorstufe von Androgenen und Östrogenen) wurden keine Veränderungen zwischen, vor und nach Studienintervention in der Pantuck-Studie (Granatapfel-Dauergabe) bei Patienten mit Prostatakrebsrezidiv festgestellt.
Pantuck deutet die fehlende Wirkung auf den Hormonspiegel als Hinweis darauf, dass die Wirkung von Granatapfel-Polyphenole nicht in erster Linie hormoneller Natur sei, sondern auf deren antiinflammatorischen und antioxidativen Wirkung beruht.
Eine Hormonblockade stellt eine extrem effektive und auch einseitige Veränderung der Tumorhomöstase dar, die eine starke Wirkung, aber auch eine starke Gegenregulation der Krebszellen verursacht.
Die Wirkung von Granatapfel-Polyphenolen ist wesentlich breiter und milder, die Beeinflussung der Zellhomöostase ist ausgeglichener. So ließ sich in der klinischen Studie von Alan Pantuck bei 15 % der Teilnehmer auch noch nach 24 Monaten ein absoluter PSA-Abfall unter täglichem Genuss von Granatapfelsaft feststellen. Bei Patienten, die bis Ende 2008 im Median 56 Monate an der Pilotstudie teilgenommen haben, verlängerte sich unter Granatapfelsaft die PSA-Verdopplungszeit auf 60 Monate in der Langzeitanalyse (Pantuck et al. 2009). Es ist also von einer relativ langfristigen Wirksamkeit auszugehen.
Aufgrund der Eigenschaft von Granatapfelpolyphenolen, die Expression des Androgenrezeptors und androgen-synthetisierender Enzyme herabzuregulieren, bei Proteinkinasen eine Phosphorylierungshemmung und in Krebszellen die Apoptose insbesondere über eine NF-kappaB-Aktivierungshemmung zu fördern, könnte eine Kombination mit der Hormonablation sehr interessante Synergie-Effekte bewirken und die Bildung von Resistenzen verzögern. Dies muss sich noch in der klinischen Praxis bewähren. Zitatende.

hewrbertina fragte am 13.8.2010, an die Adresse von HWLPORTA gerichtet:
Ist das von Ihnen benutzte Jacobs-Produkt besser als das Elexier vom gleichen Hersteller?
HWLPORTA beantwortete die Frage am 16.8.2010:
Aus meiner Sicht sind beide Sorten von Granatapfel-Polyphenolen nicht wirkungsgleich, auch wenn man die gleiche Tagesdosis (mg Polyphenole) zugrundelegt. Denn gegenüber Granatapfelelixier (GAE) ist GranaProstan zu 100 % lebendfermentiert und dadurch "bioaktiver", d. h. die probiotischen Mikroorganismen in der Darmflora können die besonders wirksamen Ellagtannine besser auf ihre krebshemmende Wirkung vorbereiten. Dazu sind die vier Kapseln GranaProstan genauer dosierbar als zwei Esslöffel Elixier, da zwei "Esslöffel" verschieden gefüllt sein können. Auch kann man GranaProstan mit auf die Reise nehmen und hat bei der Fluggastkontrolle keine Schwierigkeiten.
Im übrigen solltest Du nicht vergessen, dass in der einschlägigen Pantuck-Studie "nur" 83 % der Studienteilnehmer auf die Einnahme von GAE positiv ansprachen und dass es unter diesen "Respondern" deutliche Unterschiede in der Schwankungsbreite der PSA-Verdopplungszeit gab, nämlich bei einer PSAVz von 15 Monaten auf 54 Monate eine Schwankungsbreite von 54 ± 102 Monate. Auch könntest Du zu den 17 % Non-Respondern gehören, bei denen GAE überhaupt nicht wirkt.
Meine Empfehlung: sofern nicht bereits erfolgt, zusätzliche Einnahme von mindestens 2000 I.E./Tag Vitamin D3. [HWLPORTA wies dann auf diesen Artikel hin – Ed]

ErichF fragte am 3.2.2011 unter dem Betreff "Kann Granatapfel-Polyphenol-Konzentrat allergieauslösend sein?":
Ich nehme seit geraumer Zeit Granaforte, tgl. ca. 10 ml , zu mir ...soll ja gut sein, damit der Krebs nicht wiederkommt. Nun muss ich aber feststellen , dass beginnend ab Fuß- u. Handrücken sich ein starker Juckreiz auf der Haut ausbreitet. Mittlerweile bis Schienenbein und Waden... Nun meine Frage. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Und kann jemand aus seiner eigenen Erfahrung belegen, dass damit tatsächlich der PSA-Wert in diesem sogenannten "Nichtnachweisbereich" gehalten werden kann (nach einer OP natürlich)?
spertel antwortete am selben Tag:
Ich nehme auch seit ca. zwei Jahren diese Produkte in unterschiedlicher Form ein; auf Reisen die Kapsel (zwei Stück), zu Hause das Elixier oder den Saft, immer auf nüchternen Magen am Morgen und immer im Abstand zu anderer Nahrungsaufnahme von mindestens 45 Minuten. Zwischendurch lege ich auch Pausen ein, um den Körper nicht zu stark an diese Stoffe zu gewöhnen, sozusagen "intermittierend."
Die von Dir angegebenen Nebenwirkungen konnte ich bei mir nicht feststellen.
Deine zweite Frage lässt sich dagegen nicht genau beantworten, weil man ja im Einzelfall nicht weiß, ob es den Granatapfelprodukten zu verdanken ist, wenn der PSA-Wert im "Nichtnachweisbereich" verbleibt. Vielleicht wäre er ja auch ohne den Verzehr dort geblieben, man weiß es also nicht genau.
Untersuchungen haben aber wohl erwiesen, dass der Verzehr dieser Produkte die PSA-Verdopplungszeit verlängern kann; im Archiv dürftest Du hier ausreichend Lesestoff vorfinden.
Und gesund ist dieses Zeug allemal, es soll ja auch für die Pumpe ganz gut sein; es ist übrigens das einzige Nahrungsergänzungsmittel, welches ich zu mir nehme.
Ralf schrieb, ebenfalls am selben Tag:
Es gibt wahrscheinlich nichts, worauf nicht irgendein Mensch allergisch reagieren könnte, warum also nicht auch auf Granatapfelprodukte. Eine Bekannte von mir kann zum Beispiel keine Äpfel essen.
Zur zweiten Frage ist schon viel diskutiert und geschrieben worden, siehe auch hier.
Dillinger hatte am 4.2.2011 diese Sorge:
Wenn da nicht der Zucker wäre...
HWLPORTA konnte sie am 5.2.2011 vielleicht zerstreuen:
Lese soeben die Bedenken zur Thema "Zucker in Granatapfelpodukten" und füge einen Bericht bei, in dem u.a. über die extreme Reduzierung des Zuckergehaltes durch Fermentierung und die dabei entstehenden bitteren Geschmacksstoffe berichtet wird. Dabei ist die sog. Lebendfermentierung besonders wirksam. Wie der Bericht zeigt, empfiehlt es sich aus Geschmacksgründen, von flüssigen Produkten auf gefriergetrocknete Granatapfelextrakte in Kapselform überzugehen (z.B. zu GranaProstan, 4 Kapseln/Tag).
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Fermentierte Granatapfelpolyphenole sind bioaktiver
Große Unterschiede in der individuellen Bioverfügbarkeit
Granatapfel ist zur Zeit die Gesundheitsfrucht mit der größten Studienevidenz. Jedoch scheint nicht jeder Mensch gleichermaßen von dieser Wirkung zu profitieren. In der bisher einzigen und aufsehenserregenden Studie mit Prostatakrebspatienten hat sich herausgestellt, dass 83% der Studienteilnehmer auf Granatapfelsaft ansprachen und sich durchschnittlich die PSA-Verdoppelungszeit von 15 auf 54 Monate verlängerte. Unter diesen „Respondern“ gab jedoch es sehr deutliche Unterschiede in der Ausprägung dieser Wirkung, was sich an der großen Schwankungsbreite von 54 +/-102 Monaten zeigt (Pantuck et al, 2006).
Diese hohe Schwankungsbreite lässt sich nicht allein durch die unterschiedliche Beschaffenheit des Tumors erklären, sondern ist auch auf individuelle Unterschiede in der Bioverfügbarkeit der Granatapfelpolyphenole zurückzuführen. Durch eine Steigerung der Bioverfügbarkeit z. B. durch Fermentation ließen sich vermutlich deutlich bessere Resultate bei Menschen erreichen, die Granatapfelpolyphenole mäßig oder gar nicht ins Blut aufnehmen können.
Biotransformation von Granatapfel-Polyphenolen
Im Granatapfel, wie in anderen Pflanzen, liegen die Flavonoide überwiegend in Zuckerbindung vor. Um resorbiert zu werden und ihre Wirkung zu entfalten, müssen diese Zuckerbindungen gespalten und die „zuckerfreien“ Polyphenole, welche vom Organismus leichter resorbiert werden, freigesetzt werden. Dies leistet im Wesentlichen die Dickdarmflora, teilweise werden die Glykoside auch bereits im Dünndarm durch ein spezielles Hydrolyse-Enzym gespalten. Jedoch 5% der Europäer und 90% der Afrikaner und Asiaten haben ein Mangel an diesem Enzym (Scalbert, Williamson, 2000).
Die mengenmäßig im Granatapfel besonders wichtigen Ellagtannine (hochmolekulare Ellagsäurepolymere) müssen erst enzymatisch in kleinere Moleküle wie Ellagsäure zerlegt werden. Dies findet größtenteils im Dickdarm durch die Stoffwechselenzyme der Darmbakterien statt. Ellagsäure ist schwer resorbierbar, so dass nur geringe Blutspiegel erreicht werden (Seeram et al., 2006).Daher muss sie von der Dickdarmflora erst weiter zu den so genannten Urolithinen umgebaut werden. Diese Verbindungen sind viel leichter resorbierbarer und an der krebshemmenden Wirkung des Granatapfels beteiligt, wie Untersuchungen an Brustkrebs- und Prostatakarzinomzellen gezeigt haben (Seeram et al.,2007).
Insbesondere die antiöstrogene Wirkung von Urolithinen könnte bei Brust- und Prostatakrebs interssant sein (Larrosa et al., 2006).
Ob und in welchem Ausmaß die Urolithine nach dem Genuss von Granatapfelsaft entstehen, ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden. So zeigte sich in Bioverfügbarkeitsstudien mit Granatapfelpolyphenolen, dass die Serumkonzentrationen der Wirkstoffe bei verschiedenen Personen sehr stark schwankten (von 0 bis 18 mikroMol/l) und bei zwei der sechs Probanden nicht im Blut auftauchten. Dieses Phänomen wurde in erster Linie auf die individuelle Zusammensetzung der Dickdarmflora zurückgeführt (Cerdá et al., 2004; Cerdá et al., 2005).
Diese Ellagsäuremetaboliten sind aber wohl nicht alleine für die Wirkung verantwortlich, vielmehr beruht die Gesamtwirkung des Granatapfels auf der Synergie aller Granatapfelinhaltsstoffen (z.B. Gallussäure und Flavonoide wie Quercetin, Luteolin, Kaempferol).
Die Granatapfelpolyphenole unterliegen jedenfalls einem komplexen Metabolismus, der aus vielen, ineinandergreifenden Reaktionen besteht. Die individuelle Enzymausstattung sowie die Stoffwechselaktivität der Dickdarmflora, die je nach Beschaffenheit des Darmmilieus starke individuelle Unterschiede aufweist, haben also einen direkten und entscheidenden Einfluss auf die biologische Wirkung des Granatapfels.
Fermentation verbessert Bioverfügbarkeit und Bioaktivität
Seit Jahrtausenden werden Fermentationsprozesse genutzt, um Lebensmittel verträglicher, haltbarer und genießbarer zu machen. Nebenbei treten außergewöhnliche gesundheitsförderliche Wirkungen auf. Das Französische Paradox ist der Begriff für die Beobachtung, dass Franzosen trotz oder wegen ihres regelmäßigen Genusses von Wein (=fermentierter Traubensaft) etwa drei Jahre länger leben als z. B. Deutsche oder Amerikaner und wenig Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. In Japan wird Soja, das bei japanischen Frauen und Männern für ein deutlich niedrigeres Brust- und Prostatakrebsrisiko als hierzulande mitverantwortlich sein soll, vor allem in fermentierter Form verzehrt (Miso). Der Sauerteig (Hefe und Milchsäurebakterien) im deutschen Brot macht das Getreide verdaulicher.
Je schwächer das Verdauungssystem, die enzymatische Ausstattung und das Darmmikrobiom ist, desto wichtiger ist die Vorfermentation von Lebensmitteln, weil dadurch ex vivo die Pflanzenstoffe aufgeschlossen und bioverfügbarer gemacht werden. Denn letztlich zählt nicht, was man isst, sondern, was auch tatsächlich aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden kann.
Probiotische Mikroorganismen können die fehlende Stoffwechselleistung zum Teil ersetzten, indem sie die enzymatische Umwandlung der schwer resorbierbaren Granatapfel-Polyphenole zu bioverfügbaren und bioaktiven Substanzen bewirken. Diese Mikroorganismen produzieren zudem bei der Fermentation neue Wirkstoffe, Enzyme, Vitamine, organische Säuren sowie Aromastoffe. Probiotische Mikroorganismen haben selbst sowohl in lebender als auch in inaktivierter Form eine immunmodulierende Wirkung.
Dass fermentierte Granatapfelpolyphenole tatsächlich besonders wirkungsvoll sind, konnte in einer Reihe von Studien gezeigt werden: In Brustkrebszelllinien zeigten fermentierte Granatapfelsaftpolyphenole die doppelte Wirksamkeit wie frischer Granatapfelsaft bezüglich der Wachstumshemmung. Darüber hinaus hemmt fermentierter Granatapfelsaft die beiden Schlüsselenzyme Aromatase und 17-beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase und blockiert so die Östrogensynthese im Fettgewebe (Kim et al., 2002).
Bei Prostatakarzinomzellen (Kim et al., 2002, Albrecht et al., 2004; Lansky et al., 2005-I und II) wurde gezeigt, dass fermentierter Granatapfelsaft in seiner Wirkung auf die Hemmung der Tumorzellinvasion dem nicht-fermentiertem Granatapfelsaft überlegen war. In einer weiteren Studie konnte gezeigt werden, dass Leukämiezellen durch fermentierten – nicht aber durch unfermentierten Granatapfelsaft in die Redifferenzierung oder Apoptose gebracht wurden (Kawai et al, 2004).
Auch die Neubildung von Tumorgefäßen konnte durch fermentierte Granatapfelsaftpolyphenole in vivo effektiv verhindert werden (Toi et al., 2003).
Gefriertrocknung erhält die Bioaktivität der frischen Polyphenole
Fermentierte Granatapfelzubereitungen sind also nachweislich wirksamer als unfermentierte bzw. sind bei Personen mit Darmdysbiose oder mangelhafter Enzymausstattung überhaupt erst wirksam. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Durch die Fermentation werden auch die freien Zucker des Granatapfelmarks abgebaut, wodurch der Zuckergehalt extrem absinkt.
Allerdings sind die flüssigen fermentierten Granatapfelpolyphenole nicht gut haltbbar. Zur Haltbarmachung müssen sie getrocknet werden. Hitzetrocknungen führen aber zu einer Oxidation und Polymerisation der Polyphenole zu schwer resorbierbaren Substanzen, deren gesundheitsfördernde Wirkung fraglich ist. Nur die Gefriertrocknung erhält die Pflanzenstoffe, da es ein besonders schonendes Verfahren darstellt: Unter vermindertem Druck wird bei tiefer Temperatur das Wasser entfernt. Dabei entsteht ein Pulver mit einer großen Oberfläche, das schnell löslich ist. Dies ist für den Resorptionsvorgang eine große Hilfe, denn nur die Substanzen, die in den Verdauungssäften auch in gelöster Form vorliegen, werden metabolisiert bzw. resorbiert.
Da die reinen fermentierten Granatapfelsaftpolyphenole durch die Fermentation des Zuckers nur noch bitter und säuerlich schmecken, sind sie nur in einer Kapsel genießbar. Eine solche Kapsel mit fermentierten, gefriergetrockneten Granatapfelsaft ist handelsüblich.

Reinardo schrieb am 18.2.2011:
Für die Freunde des Granatapfels die Information, dass unter der Leitung eines bekannten Forschers – Dr. Michael A. Carducci – vom nicht weniger renommierten Johns Hopkins Institute eine Phase-II-Studie durchgeführt wurde in der Absicht, die Ergebnisse der hier im Eingangsbeitrag genannten Studie zu überprüfen. In dieser vorangegangenen Zwei-Jahres-Studie waren Verlängerung der PSA-Verdopplungszeiten von 15 Monaten auf 54 Monate gemessen worden.
Das positive Ergebnis wurde durch die Studie des Carducci-Teams in der Grundaussage bestätigt. Man erreichte Verlängerung von PSA-Verdopplungszeiten von durchschnittlich 11,9 auf 18,5 Monate, wobei sogar 13 Patienten nicht mitgezählt wurden, da deren PSA-Werte im Verlauf der Studie sogar gefallen waren.
Die Studie war randomisiert und doppel-blind, entsprach also den zeitgeistigen Anforderungen von "evidenz-basiert".
Wer sich mehr einlesen möchte zu diesem Thema, kann unter http://www.healingwell.com/community/default.aspx?f=35&m=2031322 mehr erfahren. Der Thread wurde eröffnet von JohnT, einem Veteranen des HealingWell-Forums, bestens informiert über alle Geschehnisse und 100 % kompetent in der Beratung, falls man ihn etwas fragt.

HWLPORTA schrieb am 14.8.2011:
Auf dem weltweit wichtigsten Krebskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) im Juni 2011 wurden richtungsweisende Forschungsergebnisse in der PCa-Behandlung vorgestellt. Besondere Aufmerksamkeit fanden die Ergebnisse der Studie von Paller et al., durch die erneut die Wirksamkeit von Granatapfel-Antioxidantien bei Prostatakrebs nachgewiesen wird. Diese Studie sollte feststellen, ob und wie weit beim PCa-Rezidiv eine Androgendeprivationstherapie (ADT) hinausgeschoben werden kann.
Die Forschungsergebnisse bestätigen zunächst die Ergebnisse von Pantuck et.al. aus dem Jahr 2009, bei denen bei 82 % der Teilnehmer eine Verlängerung der PSA-Verdopplungszeit um das 4-fache (11,4 auf 60 Monate) ermittelt wurde. Die neue Studie ist wegen ihrer relativ hohen Teilnehmerzahl von besonderer Bedeutung, weil derartige Fallzahlen bei Studien zu PCa und Pflanzenwirkstoffen selten sind.
In dieser neuen doppelblinden und randomisierten Multicenter-Studie wurden 104 Prostatakrebspatienten nach erfolgloser Primärtherapie (PSA-Rezidiv, d.h. bei denen nach RPE oder Bestrahlung der PSA-Wert wieder angestiegen war), in zwei Gruppen mit täglich ein oder drei Gramm Granatapfel-Extrakt sowie zwischen 6 und 18 Monaten behandelt. (Durchschnittsalter 74,5 Jahre; mittlerer GS = 7; PSA-Messung alle 3 Monate). Ein Gramm des verwendeten Granatapfel-Extraktes enthielt 600 mg Polyphenole. Zwischen dieser und der dreifachen Menge wurden keine Unterschiede festgestellt.
Ergebnisse: Durch die tägliche Aufnahme von Granatapfel-Extrakt über 6 Monate verlängerte sich die mittlere PSA-Verdopplungszeit von 11,9 auf 18,5 Monate. Bei 43 % der Studienteilnehmer konnte diese Zeitspanne im Vergleich zum Ausgangswert am Beginn der Studie sogar verdoppelt werden, bei 13% wurden fallende PSA-Werte festgestellt; signifikante Veränderungen der Testosteronwerte gab es nicht und Metastasen traten bei keinem Teilnehmer auf. Als einzige Nebenwirkung gab es bei 8 % der Teilnehmer milde bis mittlere Erscheinungen von Diarrhoe. Bei den Untersuchungen wurde auch bestätigt, dass in der Regel die Lebenserwartung umso höher liegt, je langsamer der PSA-Wert ansteigt.
Um die gewünschte Wirkung der Granatapfelextrakte oder -konzentrate entsprechend der Studie sicherzustellen, sind qualitativ hochwertige Granatapfelprodukte mit standardisierten möglichst hohen Werten für z.B. Polyphenole erforderlich. Hierbei ist das ganze Spektrum der Polyphenole und die maximal mögliche Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe wesentlich, die am besten durch lebendfermentierte Extrakte erreicht wird. Eine kürzlich durchgeführte, vergleichende Untersuchung der Universität Hohenheim zu den Gehalten der Säfte und Extrakte an Polylphenolen und Punicalaginen gibt entsprechende Hinweise. Hierzu kann bei Bedarf berichtet werden.
Quelle u.a.: J Clin Oncol 29: 2011 (suppl; abstr 4522)

Olli fragte am 29.8.2011:
Ich habe da mal eine spezifische Frage: Seit zwei Jahren nehme ich täglich meinen Messbecher mit Dr. Jacobs Granatapfel-Elixier.
Nun wollten ich mal die Kapseln ausprobieren, also GranaProstan. Leider habe ich eine sensomotorische Störung beim Schlucken, die es mir nicht erlaubt, derart große Kapsel zu schlucken, auch nicht versteckt zusammen mit anderen Speisen. Also öffne ich die Kapseln und mische das Pulver in Getränke oder unter meine Speisen. Ist das grundsätzlich auch zielführend oder muss man die Kapsel schlucken, da sie sich erst im Darm zersetzen (magensaftresistent)? Auf der Packung ist kein Vermerk zu finden.
Ralf antwortete am 31.8.2011:
Wer könnte die Frage besser beantworten als der Hersteller? Ich habe eben Herrn Dr. Jacob angeschrieben und Deine Anfrage an ihn weitergeleitet, und die Antwort kam postwendend:
"Das ist kein Problem, allerdings sollte es nicht in proteinreichen Mahlzeiten passieren. Ideal wäre Wasser, Fruchtsaft, Gemüsesaft, Salat oder ähnliches. Er könnte es vielleicht auch in eine Tomatenpaste mischen. Protein und Granatapfel-Polyphenole können zusammen ausfallen.
Alles Gute!
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Dr. med. Ludwig Manfred Jacob"
"Können zusammen ausfallen" verstehe ich so, dass sie eine chemische Verbindung eingehen und z. B. in Form von Flocken ausgefällt werden können.