Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum von KISP
und BPS
Fischöl
- Willi
schrieb am 22.11.2001:
-
Ich stellt schon mal
in´s Forum, dass ich WIKUTO mit Fischöl vermenge, Sqalen
aus der Flora-Apotheke in Hannover. 100 ml kosten DM 37,50.
-
Schmeckt sehr neutral
und überhaupt nicht mit Lebertran zu vergleichen. Ich habe zwar
lange keinen Lebertran mehr probiert, aber ich glaube, ich kann mich
noch gut daran erinnern. Leider nicht positiv.
-
Und auch Barbara
konnte am 26.11.2001 etwas dazu aussagen:
-
auch mein Mann
(Schwalbe Nr. 6) hat nach
der letzten PSA-Wertmessung mit der Einnahme von Squalen aus der
Flora-Apotheke (und diversen anderen Nahrungsergänzungsmitteln)
begonnen, es wird sogar von seiner privaten Krankenkasse und der
Beihilfe erstattet. Davor nahm er in unserer "normalen"
Apotheke gekaufte Lachsölkapseln, die aber von dem beratenden
Arzt für nicht stark genug erachtet wurden.
- Rudolf
schrieb am 6.8.2005:
-
anlässlich des
aktuellen Tests von Fischölkapseln im Test-Heft hier ein
Kapitel von Barry Sears zum Thema, vielleicht regt das ja die
Diskussion an [nachzulesen auch auf Rudolfs Homepage unter
http://www.promann-hamburg.de/Fishoil.htm
– Ed]
-
Barry Sears
The
Anti-Inflammation Zone
Reagan Books, 2005 -
Kapitel 7
-
Your Ultimate Defense
Against Silent Inflammation:
High-Dose Fish Oil (S.75 –
85) -
[Hervorhebungen,
Erläuterungen und Unklarheiten in eckigen Klammern vom
Übersetzer]
-
Die wichtigste
Einzelmaßnahme, um schleichende Entzündungen in Schach zu
halten, ist die tägliche Supplementierung mit hochdosiertem
Fischöl. Die Zonen-Ernährungsweise [engl.
zone nutrition – ein Ausdruck, den Berry Sears für die
von ihm empfohlene Ernährungsweise benutzt – ein
deutscher Ausdruck dafür ist offensichtlich weder dem
Übersetzer noch mir bekannt – Ed] schützt
vor schleichenden Entzündungen, indem hohe Insulin-Pegel
reduziert werden. Hochdosiertes Fischöl aber ist die ultimative
Verstärkung, um schleichende Entzündungen niederzuhalten,
und gibt darüberhinaus den besten Schutz gegen
Ernährungsfehltritte wie eine zu hohen glykämischen Last.
-
Wenn ich hochdosiertes
Fischöl sage, dann meine ich das auch so. Man kann einfach
nicht genug Fischöl bekommen, indem man Lachs, Thunfisch oder
Makrele isst, selbst wenn man täglich Fisch isst.
Thunfisch-Salat zum Mittagessen und Lachs-Steak zum Abendessen
bringt einiges, aber nicht genug, um wirklich schleichende
Entzündungen unter Kontrolle zu halten.
-
Japaner pflegen ihr
Wohlbefinden, relativ frei von schleichenden Entzündungen,
durch reichliche Fisch-Mengen. Unglücklicherweise können
die armseligen Fisch-Mengen, die Amerikaner zu sich nehmen,
überhaupt nicht mithalten mit den großen Mengen Fisch,
Meeresfrüchten und anderen Meerestieren, die Japaner essen. In
der Tufts Medical School wurde eine Ernährungsstudie
aufgesetzt, für die freiwillige Studienteilnehmer die gleiche
Menge von Omega-3-Fettsäuren (von Fisch und Meeresfrüchten)
essen sollten, die von Japanern üblicherweise zu sich genommen
wird. Obwohl die Probanden bezahlt wurden und jede einzelne Mahlzeit
ihnen fertig serviert wurde, dauerte das Experiment nicht länger
als drei Tage, weil die Studienteilnehmer die Studie verließen,
weil sie solch heftige Mengen Fisch in ihrer Nahrung nicht
tolerieren mochten.
-
Fischöl ist
rundherum das gesündeste Fett überhaupt, weil es
tiefgreifende entzündungshemmende Eigenschaften hat. Es kann
auch als die gesündeste Medizin überhaupt angesehen
werden, da es einen ganzen Sack voller Wohltaten mit sich bringt,
ohne die langfristigen Nebenwirkungen entzündunghemmender
Medikamente (Nebenwirkungen wie den Tod z. B.). Tatsächlich
ist die einzige Nebenwirkung von Fischöl, dass es dich fitter
macht. Aber wie bei jeder Medizin muss man genug davon nehmen, um
die positiven therapeutischen Effekte zu bekommen.
-
Der Grund dafür,
dass hochdosiertes Fischöl so effektiv ist bei der Reduzierung
schleichender Entzündungen, ist die Reduzierung der
Arachidonsäure (Arachidon Acid = AA), dem Ausgangsstoff für
entzündungsfördernde Eicosanoide, innerhalb von weniger
als dreißig Tagen. Gleichzeitig sorgt Fischöl für
ein Anheben des EPA-Levels, der Eicosapentaensäure, dem
Ausgangsstoff für entzündungshemmende Eicosanoide. Ich
kann Ihnen garantieren, dass Sie eine dramatische Verbesserung Ihres
SIP [Silent Inflammation Profile, das Verhältnis zwischen dem
Messwert für AA und dem Messwert für EPA] haben werden und
dass Sie zu einem Weg hin zum Wohlbefinden zurückfinden.
-
Die
15-Sekunden-Regel
-
Jeder möchte
immer wieder einen Zustand des Wohlbefindens erreichen –
solange man nicht allzu viel Zeit dafür aufwenden muss. Im
Laufe der Jahre bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die meisten
sich für das Ziel des Wohlbefindens durchaus einsetzen möchten,
aber nur, wenn es uns nicht mehr als 15 Sekunden von unserer
normalen Beschäftigung abhält. Dieser Sachverhalt hat dazu
geführt, dass in der vergangenen Dekade der Verkauf von
Vitaminen, Mineralstoffen und pflanzlichen Heilmitteln zu einem
20-Mrd.-Dollar-Markt geworden ist. Es ist das Versprechen, all die
magischen Pillen innerhalb von 15 Sekunden hineinzuwerfen und
ansonsten sich um nichts mehr kümmern zu müssen. Ein
attraktiver Vorschlag, aber unglücklicherweise können wir
bei Licht besehen nicht feststellen, dass der Gesundheitszustand der
Amerikaner in den letzten 20 Jahren besser geworden ist. Denn
dummerweise haben die meisten dieser magischen Pillen aus dem
Supermarkt nur einen geringen, wenn überhaupt einen Einfluss
auf schleichende Entzündungen. Darüber hinaus werden alle
potenziellen Vorzüge, die sie haben mögen, konterkariert
durch die zunehmende Fettleibigkeit, die einen Anstieg schleichender
Entzündungen nach sich zieht.
-
Fischöl hingegen
steht in einer ganz eigenen Kategorie. Obwohl es weniger als 1
Prozent all der Supplemente kostet, ist es das einzige, das durch
robuste klinische Studien bei diversen chronischen Krankheiten
gestützt wird, Herzkrankheiten, Krebs, immunologische und
entzündliche Krankheiten, neurologische Krankheiten wie das
Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, Depression, Multiple Sklerose und
Alzheimer – wenn adäquate Dosen genommen werden.
-
Vorsicht:
Fischöl-Kontamination
-
Aber wie immer gibt es
einen Haken. So gut hochdosiertes Fischöl für die
Kontrolle schleichender Entzündungen eingesetzt werden kann,
hat es eine Schattenseite: Kontamination. Um kein Missverständnis
aufkommen zu lassen, es gibt keinen einzigen Fisch auf der Erde, der
nicht kontaminiert ist. Während der vergangenen zwei
Generationen haben wir eine breite Palette von Giftstoffen in die
Ozeane entsorgt, Quecksilber, PCBs, Dioxine und Flammschutzmittel.
Heutzutage werden mehr als 100.000 Pounds [rd.
46.000 kg – Ed] Quecksilber pro Jahr von
Kohlekraftwerken emittiert. Deshalb haben aktuelle Berichte
festgestellt, dass so gut wie alle Süßwasserfische in
Amerika signifikante Quecksilber-Level haben. Und die
Standard-Fischmahlzeit der amerikanischen Küche, nämlich
Konserven-Thunfisch, ist aufgrund einer sich hinziehenden
Auseinandersetzung in Kalifornien kurz davor, aufgrund der
Quecksilberbelastung aus den Supermarkt-Regalen verbannt zu werden.
Noch viel heimtückischer als Quecksilberkontamination sind die
steigenden Level von PCBs und Dioxinen im Fisch. Obwohl die
PCB-Produktion [PCB = Polychlorierte Biphenyle] 1977 gestoppt wurde,
bleiben diese Chemikalien in unseren Ozeanen intakt, weil sie
Jahrzehnte brauchen, bis sie zersetzt werden. Dioxine (das waren die
aktiven Komponenten in Agent Orange, das zur Entlaubung ganzer
Wälder im Vietnam-Krieg eingesetzt wurde) bleiben ebenfalls für
Jahrzehnte in der Umwelt. Diese Kontaminationen sind entweder als
Karzinogene oder als Neurotoxine bekannt. Das ist der Grund, warum
amerikanische Verbraucher so irritiert sind, wenn es um den Verzehr
von Fisch geht. Auf der einen Seite sagt uns die Regierung, esst
Fisch, weil er gesund ist, und auf der anderen Seite teilt sie uns
mit, keinen Fisch zu essen, weil er kontaminiert ist.
-
Der Fisch steht am
Ende der Nahrungskette im Meer. Je größer der Fisch,
desto mehr Gifte enthält er (Thunfisch, das sollte man nicht
vergessen, ist ein ganz schön großer Fisch, auch wenn
eine Konservendose mit Thunfisch klein ist). Da diese Gifte
fettlöslich sind, stecken sie alle im Fischöl. Das macht
rohes Fischöl zum „Abwasser des Meeres“. Die große
Mehrheit der Fischöl-Supplemente in den Gesundheits-Regalen der
Supermärkte unterscheidet sich gerade mal durch einen einzigen
Verarbeitungsschritt von den Abwässern irgendeiner der großen
Chemie-Firma.
-
Ironischerweise lösen
Fischfarmen die meisten dieser Probleme nicht. Sie machen es nur
noch schlimmer. Das Problem ist, dass Zuchtfisch (speziell Lachs)
für das Wachstum mit rohem Fischöl gefüttert wird.
Natürlich ist rohes Fischöl kontaminiert mit all diesen
Giften. Also sind die Level von PCBs und Dioxinen in Zuchtfisch
meist höher als in Wildwasserfisch.
-
Japaner essen viel
Fisch und Meeresfrüchte, halten damit ihre Level schleichender
Entzündungen unter Kontrolle, aber ihr Preis sind Blutwerte von
Giften wie PCB und Dioxine an der oberen Grenze, die durch die
Weltgesundheitsorganisation gesetzt wurde. Unglücklicherweise
ist es bei der Einnahme von Fischöl-Supplementen in der
entsprechend hohen Dosis, um die entzündungshemmenden Effekte
zu bekommen, genauso, dass man eine starke Dosis der giftigen
Substanzen zu sich nimmt. So bleibt man in der verzwickten Lage,
entweder schleichende Entzündungen zu senken und dabei
Vergiftungen zu riskieren oder nichts zu tun.
-
Die Lösung
-
Zum Glück gibt es
einen Ausweg aus diesem Dilemma, die Lösung wurde vor ca. fünf
Jahren gefunden. Es wurden neue Herstellungs-Verfahren entwickelt,
die zu ultra-raffinierten EPA/DHA- [EPA = Eicosopentaensäure,
DHA = Docosahexaensäure] Konzentraten führten. EPA und DHA
sind die Schlüssel-Omega-3-Fettsäuren, die man im Fischöl
finden kann. EPA hat entzündungshemmende Effekte, und DHA
bringt neurologische Verbesserungen. Ohne ins Detail zu gehen, es
werden 100 Gallonen [entspricht 378,5 l
– Ed] von health-food-grade-Fischöl benötigt,
um eine Gallone von ultra-refined EPA/DHA-Konzentrat zu machen. Man
kann diesen Typ Fischöl als „waffenfähiges“
Fischöl sehen: hochkonzentriert und hochgereinigt und bereit
zum Einsatz – es gibt jetzt eine Handvoll dieser Produkte am
Markt.
-
Wie kann man sicher
sein, ob ein Fischöl-Supplement aus diesen ultra-raffinierten
EPA/DHA-Konzentraten besteht? Das erste ist, nie den Werbeetiketten
glauben. Das Product Label oder die Website des Herstellers mögen
allerhand versprechen, dass das Fischöl „quecksilberfrei“
sei, einen „pharmazeutischen Grad“ habe oder „giftfrei“
sei, aber solange Sie keinen 500.000-$-Testausrüstung in Ihrer
Küche haben, haben Sie keine Möglichkeit, herauszufinden,
ob die Marketingsprüche stimmen oder nicht. Das beste, was man
tun kann, ist, eine unabhängige Stelle ohne finanzielle
Interessen an dem Produkt zu befragen, die die notwendige Ausrüstung
haben, um die Kontaminationen untersuchen zu können. Die
einzige Organisation, die ich empfehlen kann, ist das International
Fish Oil Standards (IFOS) Programm der Universität von Guelph
in Kanada. IFOS testet kontinuierlich Fischöl-Proben, die von
den Herstellern geschickt werden, und veröffentlicht die
Ergebnisse. Wenn die Partie-Nummer ["Lot No.:" mit
entsprechender Nummer – steht auf jeder Fischöl-Dose
z. B. von Sears] nicht auf der IFOS-Seite aufgelistet ist,
sollten Sie zweimal darüber nachdenken, ob Sie das Fischöl
kaufen. Ich empfehle dringend, die Website von IFOS anzuschauen,
www.ifosprogram.com, bevor
zum Kauf irgendeines Fischöl-Produktes geschritten wird, ohne
Rücksicht auf die Werbeversprechen.
-
Die Standards für
ultra-raffiniertes EPA-/DHA-Konzentrat, wie sie vom IFOS Programm
gesetzt werden, sind rigoros:
-
Parameter Höchstgrenze
-
Quecksilber Weniger
als 10 parts per billion (ppb)*)
PCBs, total Weniger als 45
(ppb)
Dioxine, total Weniger als 1 part per trillion
(ppt)*)
Oxidation, total (TOTOX) Weniger als 13 meq/L*) -
[ parts per billion –
ppb, entspricht im Deutschen Teile pro Milliarde
parts per
trillion – ppt, entspricht im Deutschen Teile pro
Billion
meq/L bedeutet milliequivalent pro Liter und ist ein Maß
für den Härtegrad von Wasser, inwieweit damit die
Oxidation von Fischöl gemessen werden kann, entzieht sich
meiner Kenntnis] -
Dieses sind
unglaublich rigide Standards, aber meiner Meinung nach die
Minimum-Level für Reinheit, wenn man davon ausgeht, Fischöl
lebenslang nehmen zu wollen.
-
Nebenbei bemerkt, ich
gab mal ein Seminar an der Harvard Medical School für viele der
mit den therapeutischen Anwendungen von Fischöl befassten
führende Forscher. Zum Abschluss des Seminars fragte ich sie
als wirklich von den Vorteilen des Fischöls Überzeugte, ob
irgendjemand selbst Fischöl nähme? Nicht einer von einen
tat das, weil sie wegen der Kontamination erschrocken waren. Wenn
diese Leute schon ängstlich sind wegen PCBs und Dioxinen,
sollten Sie es auch sein. Diese Kontaminationen sind wie die Werbung
für das [roach motel – once they check into your body,
they don’t check out.]
-
Wenn Sie keinen
Internet-Anschluss haben, es gibt eine etwas weniger elegante
Methode, um zu entscheiden, ob Fischöl ein ultra-raffiniertes
EPA-/DHA-Konzentrat ist: Das Fischöl in den Gefrierschrank
stellen. Schütten Sie ein paar Teelöffel flüssigen
Fischöls in eine Tasse oder schneiden sie einige wenige
Fischöl-Kapseln auf und stellen Sie das flüssige Fischöl
für fünf Stunden in den Gefrierschrank. Wenn es dann
festgefroren ist, handelt es sich nicht um ultra-raffiniertes
EPA-/DHA-Konzentrat. Wirkliches EPA-/DHA-Konzentrat wird flüssig
bleiben oder vielleicht ein bischen breiig. Natürlich heißt
das nicht, dass auch die Kontamination niedrig ist, aber es ist ein
guter Anfang.
-
Wenn Sie ein
Fischöl-Supplement mit EPA-/DHA-Konzentrat gefunden haben,
werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass es mehr kostet als
andere Fischöl-Supplemente. Doch lassen Sie sich nicht durch
den Preis in die Irre führen. Sie zahlen für die wirkliche
Menge an EPA und DHA in der Packung. Wenn Sie kurz rechnen und
vergleichen, werden sie oft herausfinden, dass die tatsächlichen
Kosten pro Gramm EPA oder DHA in einem weniger gut raffiniertem
Produkt höher sind als die Kosten für die gleiche Menge
EPA und DHA in einem ultra-raffiniertem Konzentrat (besonders in
flüssiger Form). Ein Teil dieser Erklärung liegt in der
Tatsache, dass die Gelatine-Kapseln viel mehr kosten als das eher
günstige [health-food grade] Fischöl in ihnen.
-
Warum kauft also nicht
jedermann ultra-raffiniertes Fischöl? Die Antwort ist, dass es
davon nicht viel gibt, obwohl die Versorgung kontinuierlich zunimmt.
In der Zwischenzeit können Sie die IFOS-Website kostenlos
nutzen, um zu sehen, wo Sie es finden.
-
Wie viel Fischöl
ist nötig?
-
Sie sollten diejenige
angemessene Menge Fischöl nehmen, die Ihren SIP [Silent
Inflammation Profile, das Verhältnis zwischen dem Messwert für
AA und dem Messwert für EPA] in dem angemessenen Bereich hält.
Meine Forschung zeigt, dass die angemessene Menge von EPA und DHA,
die ein einzelner benötigt, zwischen 3 und 8 Gramm pro Tag
beträgt. Dies entspricht der Menge von 1 bis 3 Teelöffel
(oder 4 bis 12 Kapseln) von ultra-raffiniertem EPA-/DHA-Konzentrat
pro Tag. Dies mag eine große Menge Fischöl erscheinen,
aber das ist die Menge, die Sie benötigen, um Ihren SIP zu
reduzieren auf den Bereich zwischen 1,5 und 3, und dieser Bereich
ist der Schlüsselbereich für Wohlbefinden. Da die optimale
Dosis Fischöl in einem ziemlich großen Bereich liegt,
müssen Sie Ihre eigene optimale Dosis herausfinden. Deshalb ist
der SIP-Test so wichtig.
-
Wenn Sie erstmal die
Menge EPA und DHA herausgefunden haben, die Ihren SIP in der
Anti-Inflamation Zone hält, ist das wahrscheinlich auch die
optimale Menge über einen längeren Zeitraum. Die
notwendige Menge hängt nicht von Alter, Gewicht oder Geschlecht
ab. Sie hängt von der eigenen unverwechselbaren Biochemie ab,
vom derzeitigen Allgemeinzustand und von der Ernährung. Je mehr
man den Insulin-Level mittels der Zonen-Ernährungsweise im
Griff hat, desto weniger EPA und DHA wird man zur Kontrolle
schleichender Entzündungen benötigen. Umgekehrt, je höher
der Insulin-Level, desto mehr EPA und DHA wird man täglich
benötigen, um schleichende Entzündungen zurückzudrängen.
Sie können sich dafür entscheiden, das gesamte Zone
Lifestyle Programm zu machen, wozu die Zonen-Ernährungsweise,
Fischöl, Übungen und Meditation gehört. Sie können
auch einfach nur Fischöl nehmen, was aber wahrscheinlich zu
einer höheren notwendigen Dosis führt, als wenn Sie das
ganze Programm anwenden.
-
Basierend auf
tausenden von SIP-Tests, die ich in den letzten Jahren gemacht habe,
kann ich die Bereichsgrenzen für die EPA-/DHA-Dosis benennen,
die man aller Voraussicht nach braucht, je nach aktuellem Zustand.
Diese Angaben geben eine grobe Vorgabe für das, was man
braucht, um einen Zustand des Wohlbefindens zu erreichen. Ich sage
grob, weil ich es für notwendig halte, regelmäßig
den SIP-Test machen zu lassen, um sicher zu gehen, dass der SIP im
angemessenen Bereich ist.
-
Gegenwärtiger
Zustand, Notwendige Menge EPA und DHA
-
Keine chronische
Krankheit: 2,5 Gramm pro Tag,
Fettleibigkeit, Herzkrankheit oder
Diabetes: Typ 2,5 Gramm pro Tag,
Chronische Schmerzen: 7,5 Gramm
pro Tag,
Neurologische Krankheiten: Mehr als 10 Gramm pro Tag. -
Der Grund, warum die
Mengen entsprechend dem Gesundheitszustand so weit auseinandergehen,
liegt in dem Maße der Stoffwechselstörung von EPA und
DHA, die sehr abhängig von den einzelnen vorliegenden
Krankheiten ist. Das bedeutet, dass man mehr EPA und DHA einnehmen
muss, um im Blutstrom einen stabilen Level aufrechtzuhalten. Wenn es
nicht geht, den SIP zu messen, muss man die Menge EPA und DHA
schätzen. Der SIP ist natürlich vorzuziehen, aber es ist
besser, auf Schätzbasis Fischöl zu nehmen, als es ganz zu
lassen.
-
Wenn Sie „gesund“
sind und Normalgewicht haben – was bedeutet, dass Sie
wahrscheinlich Ihren Insulin-Level unter Kontrolle haben –
brauchen Sie wahrscheinlich 2,5 Gramm pro Tag ultra-raffiniertes
EPA-/DHA-Konzentrat. Das sollte reichen, um den SIP in den Bereich
zwischen 1,5 und 3 zu bringen und dort zu halten.
-
Wenn Ihr Insulin-Level
ansteigt, erzeugen Sie mehr schleichende Entzündungen und
brauchen deshalb höhere Dosen EPA und DHA. Wenn Sie fettleibig
sind oder Herzkrankheiten oder Diabetes 2 haben, haben Sie
wahrscheinlich auch erhöhte Insulin-Level, und so brauchen Sie
mehr EPA und DHA, um gegen die schleichenden Entzündungen
vorzugehen, die vom zu hohen Körperfett ausgelöst werden.
-
Und wenn Sie nicht
länger nur leichte, sondern schreiende Schmerzen haben? Bei
Arthritis, chronischen Rückenschmerzen und anderen
Entzündungsprozessen, die chronische Schmerzen verursachen,
benötigen Sie eben eine höhere Dosis EPA und DHA, um in
die Anti-Inflammation Zone zu kommen. Menschen mit diesen
Krankheiten haben meist auch einen höheren SIP.
-
Schließlich,
wenn Sie eine neurologische Krankheit haben wie das
Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, Depression oder Alzheimer, brauchen
Sie eben auch mehr EPA und DHA, um die schleichenden Entzündungen
im Gehirn zu reduzieren. Deshalb hieß das Fischöl zu
Großmutters Zeiten auch „Nahrung fürs Hirn“.
-
Tricks für die
Einnahme von hochdosiertem Fischöl
-
Nun kann es sein, dass
Sie von der Wichtigkeit von hochdosiertem Fischöl überzeugt
sind, aber diese Menge einzunehmen, das ist eine andere Sache.
-
Zunächst einmal:
Manche mögen keinen Fisch-Nachgeschmack oder fürchten eine
Magenverstimmung. Aber diese Effekte sind in erster Linie auf fremde
Fettsäuren zurückzuführen, die es in
health-food-grade Fischöl gibt [also herkömmlichem
Fischöl]. Wenn Sie ultra-raffiniertes Fischöl nehmen,
werden diese Nebenwirkungen drastisch verringert, da die meisten der
Fettsäuren, die solche Probleme machen, während des
Verfeinerungs-Prozesses entfernt wurden.
-
Hier sind einige
andere Tricks für die Fischöl-Einnahme:
-
Sie sollten
Fischöl-Kapseln immer zusammen mit einer Mahlzeit zu sich
nehmen und nicht auf leeren Magen. Bei der Nahrungsaufnahme werden
von der Bauchspeicheldrüse Verdauungsenzyme ausgeschieden, die
das Fischöl für die erfolgreiche Absorption aufbrechen.
-
Nehmen Sie
Fischöl-Kapsel am Abend, bevor Sie zu Bett gehen, zusammen mit
einem Zone-Snack.
-
Teilen Sie sich die
Einnahme der Kapseln über den Tag auf. Wenn Sie Probleme haben,
mehrere Kapseln auf einmal zu schlucken, ist das eine gute Lösung.
Anders als bei Vitaminen und Mineralstoffen, die nur ein paar
Stunden im Blut verweilen, bleiben die Fettsäuren vom Fischöl
mehrere Tage im Blut. So können Sie Ihre Dosis auf einmal
nehmen, das ist einfacher, oder Sie können Sie aufteilen. So
oder so haben Sie stabile Blut-Level an Fischöl.
-
Wenn Sie mehr als vier
Kapseln pro Tag nehmen [das entspricht bei den Sears-Kapseln einer
Menge mehr als 2,4 Gramm EPA/DHA], sollten Sie sich überlegen,
ob Sie nicht Flüssig-Fischöl nehmen könnten. [Ich
habe den Eindruck, dass meist bis zu vier Kapseln von allem
möglichen ohne weiteres genommen wird, dann aber nicht mehr.
Ich nenne das die „rule of four“ (Viererregel)]. Sie
sparen dabei auch Geld, da Sie nicht länger für die teuren
Gelatine-Kapseln zahlen müssen. Da das ultra-raffiniertes
EPA-/DHA-Konzentrat nicht friert, können Sie das
Flüssig-Fischöl im Gefrierfach aufbewahren. Das ist nicht
nur zum Schutz vor Oxidierung gut, sondern bewahrt auch einen
besseren Geschmack.
-
Vielleicht denken Sie,
dass jedes flüssige Fischöl wahrscheinlich den Geschmack
von Lebertran hat, das ekelhafteste Zeug auf der Welt. Aber das ist
bei ultra-raffiniertem EPA-/DHA-Konzentrat nicht der Fall, da die
meisten der ärgerlichen Geschmacks-Chemikalien zusammen mit den
Giften entfernt wurden. Aber ich will ehrlich bleiben: Es ist immer
noch Fischöl. Deswegen folgen noch weitere Tipps, wie man
flüssiges Fischöl schmackhafter machen kann.
-
Mixen Sie flüssiges
Fischöl in zwei Unzen [60 ccm] Orangensaft. Die Zitrussäure
des Orangensaft fährt die Geschmacksknospen im Mund herunter,
so dass Sie nur sehr wenig Fischöl schmecken. Da aber selbst
diese kleine Menge Orangensaft nicht besonders Zone-geeignet ist,
ist es besser, Sie lutschen eine Orange, Zitrone oder Limone aus,
bevor Sie Fischöl nehmen, weil Sie so eine größere
Konzentration von Zitrussäure bekommen.
-
Nehmen Sie einen Big
Brain Shake. Ich habe dieses Rezept entwickelt für Menschen mit
neurologischen Krankheiten wie Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom und
Alzheimer, die einen sehr hohen Level von EPA und DHA benötigen,
um ihren SIP zu reduzieren. Ich nehme diesen Shake selbst, weil ich
damit eine komplette Zone-Mahlzeit bekomme und das gesamte Fischöl,
das ich brauche, in weniger Zeit als erforderlich ist, eine Tasse
Kaffee zu machen. Alles was Sie brauchen, sind ein guter Mixer und
folgende Zutaten:
-
1 Tasse 2-prozentige
Milch,
15 bis 20 Gramm Protein-Pulver,
1 bis 1,5 Tassen
aufgetaute tiefgefrorene Beeren
-
Schütten Sie das
in den Mixer, fügen ein Esslöffel flüssigen Fischöls
hinzu (der 7,5 Gramm EPA und DHA enthält) und mixen alles
durch. Sie können Eis hinzufügen, um mehr zu einem
Milch-Shake zu kommen. Das Wichtigste am Big Brain Shake sind die
Milchkügelchen in der 2%-Milch. Diese bilden Emulsionen, in die
hinein sich das hinzugefügte EPA und DHA sofort einbettet.
Diese Fett-Emulsionen sind ein ideales Transportsystem für
maximale Fischöl-Absorption und praktisch keinen Geschmack. Das
Protein-Pulver (lactose-freie Molke schmeckt normalerweise am
besten) und die Beeren (Tiefkühl-Beeren ist meist eine gute
Wahl) stellen weitere Emulsions-Bildungen für Fischöl zur
Verfügung und machen das Ganze zu einer sehr schnellen
Zone-Mahlzeit.
-
Können Sie
zuviel Fischöl nehmen?
-
Natürlich können
Sie, aber nicht, wenn Sie Ihren SIP im Auge behalten. Wenn Ihr SIP
unter 1 fällt, nehmen Sie weniger Fischöl. Normalerweise
müssen Sie schon mehr als 7,5 Gramm EPA und DHA nehmen, um zu
diesem Wert zu kommen. Bei einem SIP von 0,5 und weniger steigt das
Risiko von hämorrhagischem Schlaganfall [nicht der Infarkt,
sondern die Blutung eines Gefässes]. Aber erneut, auf diesen
potentiell gefährlichen Level können Sie nur rutschen,
wenn Sie extrem hohe Dosen Fischöl einnehmen. Noch einmal, Sie
sollten mindestens diejenige Menge Fischöl nehmen, die Sie in
die Anti-Inflammation Zone bringt und von hier heraus in einen
Zustand des Wohlbefindens.
-
Um sicher zu gehen,
dass der SIP im angemessen Bereich ist, empfehle ich diesen Bluttest
mindesten einmal pro Jahr. Ausserdem denken Sie daran, dass
innerhalb von zwei Wochen nach Beendigung der Fischöl-Einnahme
der SIP wieder auf das ursprüngliche Niveau hochgeht. Der SIP
ist Ihre beste klinische Waffe für das Verständnis der
Ausdehnung von schleichenden Entzündungen in Ihrem Körper
und zur Bestimmung Ihres augenblicklichen Allgemeinzustands. Zögern
Sie nicht, ihn zu bestimmen!
-
Zusammenfassung
-
Wenn Sie lediglich 15
Sekunden täglich aufbringen wollen, schleichende Entzündungen
in Schach zu halten, dann ist hochdosiertes Fischöl die beste
Option. Je mehr Sie allerdings die Zonen-Ernährungsweise
beherzigen, desto weniger Fischöl brauchen Sie. Sie haben die
Wahl.
-
Bernt fragte am
7.8.2005:
-
kannst Du ein
bestimmtes Produkt von Fischölkapseln empfehlen ( möglichst
aus Deutschland)?
-
Anstelle von Rudolf
antwortete Marco am selben Tag:
-
ich nehme seit Juli
2003 das Fischöl von Searslab, und zwar zuerst für 18
Monate ca. 9 g/d (gefühlsgesteuert) und seit sechs Monaten
ca. 6 g/d.
-
Die gelegentliche
Kontrolle von Triglyceriden (TG) und HDL (high density Lipoproteine)
und daraus das Verhältnis gebildet, welches bei 1,5 liegen
sollte, erleichtert die Kontrolle, ob die Menge stimmt.
-
Der direkte Bezug aus
den USA ist problemlos, der Paketdienst kassiert die Zollgebühren.
-
Am günstigsten
ist das Öl – nicht die Kapseln, und beim Öl ist es
sinnvoll, 12 Flaschen jeweils zu bestellen.
-
Dunkel oder in der
Tiefkühltruhe aufbewahren.
-
Angebrochene Flaschen
im Kühlschrank und vor jedem Schluck etwas Zitrone, falls der
Geschmack stört.
-
Falls vom Löffel
genommen ist ein Plastiklöffel besser als Edelstahl, da selbst
die winzige Menge gelöster Edelstahl den Geschmack deutlich
verstärkt.
-
Zusätzlich: Diät
mit wenig Kohlehydraten und reichlich Fett in Form von Oliven-,
Avocado- und Nussöl, und reichlich Eiweiß in Form von
Fisch und Geflügel, aber wenig rotes Fleisch und fast keine
Innereien und fast kein Gelbei, aber sehr viel grünes Gemüse.
(Auch dieses zur AA- und Insulin- und damit zur
Entzündungskontrolle!)
-
Quelle: Barry Sears;
The Omega Rx Zone
-
Es wirkt wirklich! Mit
mehr Details in meinen früheren Beiträgen hier oder auf
Anforderung.
- Charly
2 fragte am 16.8., an "Gast Elke" gewandt:
-
Da Sie sich ebenfalls
mit dem Thema "Fischoel als Elixier für Prostatbetroffene"
befasst zu haben scheinen, würde mich Ihre Meinung hierzu
interessieren. Allerdings gehöre ich zu denen, die es schon
hinter sich haben, nämlich die OP = Ektomie. Um nicht (evtl.
noch) einen Fehler zu machen, versuche ich, die Dinge vorab zu
diskutieren. Macht es i. E. auch in solch einem Falle Sinn, sich
dieses rel. teuere Mittel aus den USA einzuverleiben??
-
Elke antwortete am
selben Tag:
-
zum Thema "Fischöl"
hat RuStra vor kurzem einen Artikel von Barry Sears
http://www.promann-hamburg.de/Fishoil.htm
veröffentlicht, den ich mit Interesse zur Kenntnis genommen
habe.
-
Als Marco am 7.08.05
unter
http://www.carookee.com/forum/Prostatakrebs-Selbsthilfe/6427438-0-31113
aus eigener Erfahrung berichtete :
-
"Die
gelegentliche Kontrolle von Triglyceriden (TG) und HDL (high density
Lipoproteine) und daraus das Verhältnis gebildet, welches bei
1,5 liegen sollte, erleichtert die Kontrolle ob die Menge stimmt."
, berechnete ich meinen Quotienten. Er beträgt aktuell 1,58,
ohne die Einnahme von Fischöl. Auch zähle ich mich nicht
zu den ausgesprochenen Fischessern.
-
Was will ich damit
sagen? Vielleicht sollte man vor einer geplanten Fischöleinnahme
zuerst einmal diesen Wert anhand von aktuellen Labormessungen
ermitteln und danach, je nachdem wie dieser Wert aussieht, einen
Versuch starten. Nach weiteren 4-6 Wochen und einer erneuten Messung
sollte sich ein Effekt auch labortechnisch bemerkbar machen. Dabei
würde ich immer mein eigenes Wohlbefinden im Auge behalten und
aufmerksam beobachten, wie und ob es sich verändert.
-
Ob sich ein guter Wert
langfristig günstig auf die Prostatakrebserkrankung auswirkt,
weiß ich leider nicht.
-
Ich selbst verfolge
die Beiträge von anderen Nutzern mit Spannung.
-
Marco schrieb am
19.8.2005:
-
Fischöl ist ein
kompliziertes Thema, hier ein paar Fakten, die ich für wichtig
halte (mehr bei: Barry Sears; The OmegaRx-Zone).
-
Im Körper aller
mehrzelligen Organismen gibt es ein (entwicklungsgeschichtlich) sehr
altes Hormonsystem, die Eicosanoide. Diese haben sich seit der
Entstehung höherer Organismen (550 Millionen Jahre) nicht oder
nur wenig verändert.
-
Es basiert auf
Hormonen, die von Zellen gebildet werden und auf andere oder die
produzierende Zelle wirken, eine Art zelluläres Signal- und
Informationssystem. Langkettige Fettsäuren mit 20
Kohlenstoffatomen sind die Basis für die Synthese dieser
Stoffe.
-
Diese Hormone ordnet
man in verschiedene Gruppen ein: ca. sieben bis neun Gruppen mit
mehr als 350 bekannten und sicher noch vielen unbekannten
Substanzen, z. B. die Prostaglandine und Leukotriene und
Interleukine und... (Prostaglandine werden auch außerhalb der
Prostata gebildet.).
-
Eine sehr wichtige
Funktion dieses Systems von Zellhormonen ist die Förderung oder
Bremsung von Entzündungen durch das Gleichgewicht von
Arachidonsäure (AA) und Eicosapentaensäure (EPA) und deren
Folgeprodukten in der Hormonsynthese.
-
Da über
Entzündungen sich viele der Zivilisationskrankheiten bemerkbar
machen: Infarkte, Arteriosklerose, Diabetes, und wahrscheinlich
auch: Metastasenbildung, ist die Steuerung der Entzündungdreaktionen
auf ein ausgeglichenes Maß lebenswichtig (spätestens ab
50). Dies gelingt durch die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren,
die insbesondere in Kaltwasserfischen vorkommen (weil diese
insbesonders bei niedrigen Temperaturen elastisch bleibende Zellen
brauchen und die Fettsäuren in den Zellwänden machen die
Elastizität.).
-
Leider kann man nicht
mehr – wie noch 1950 – ausreichend Lebertran vom Dorsch
aus dem Nordmeer schlucken – so scheußlich der auch
schmeckte – weil die Verseuchung mit chlorierten
Kohlenwasserstoffen und Schwermetall zu stark geworden ist (Speck
von Nordsee-Seehunden enthält 2 g/kg an Chlorchemie!).
-
Also hochgereinigtes –
im Vakuum destilliertes Fischöl – mit viel EPA. Und
gleichzeitig nur wenig an anderen entzündungsfördernden
Dingen: Insulinspiegel niedrig halten mit wenig Kohlenhydraten und
diese möglichst mit niedrigem glykämischen Index:
Vollkornbrot statt Weißmehl und Zucker. Und zu den
Kohlehydraten immer auch Fett!
-
Ebenso: wenig
Arachidonsäure: kaum Innereien und Gelbei, wenig rotes Fleich,
viel Geflügel (sehr wenig Geflügel-Fett) und Fisch (auch
das Fett), viel Milcheiweiß, aber nicht zu viel Milchfett
(Butter und fetter Käse). Wichtig: Sonstige Fette sind erlaubt
in Form von Olivenöl, Avocadoöl und Nussölen bis zu
80 g pro Tag ca oder 560 Kcal, aber die anderen Fette
möglichst liegen lassen (sollte man in etwa befolgen, aber
nicht sklavisch). Dazu beliebig viel grünes Blattgemüse.
-
Barry Sears behauptet
zusätzlich, das Fischöl würde auch die Angiogenese
(Neubildung von Blutgefässen) bremsen.
-
Ich halte mich seit
Juli 03 zu 80 % an diese Ratschläge. Wichtigste spürbare
Wirkung: die allgemeine Fitness war (trotz der bis Juli 04 laufenden
dreifachen Hormonblockade) deutlich verbessert: sieben Stunden
Schlaf pro Nacht statt vorher 10 Stunden!!!
-
Die Begründung,
warum der Mensch mehr als andere Primaten diese Meeres-Diät
braucht, liefert der Ernährungswissenschaftler Steven Cunnane
von der Universität Toronto mit Untersuchungen zum
Gehirnwachstum vor und nach der Geburt und den dazu benötigten
großen Mengen an Omega3-Fettsäuren und dem daraus
resultierenden Schluss, dass die Entwicklung des Affen zum
Frühmenschen an der Meeresküste stattgefunden hat.
-
Und nur die dort
reichlich vorhandenen Muscheln und Schnecken (vermutlich lange bevor
unsere Vorfahren fischen konnten) können soviel reichhaltige
Fettsäuren geliefert haben, wie für die embryonale und
frühkindliche Entwicklung erforderlich. Und deshalb braucht der
Mensch besonders viel Omega3-Fettsäuren. Und außerdem
haben wir uns in 8000 Jahren Ackerbau noch nicht (einige
wahrscheinlich ja, viele noch nicht) an die reichlich zugeführten
Feldfrüchte (Weizen, Reis, Kartoffeln) mit viel Kohlehydraten
gewöhnt, deshalb daran sparen!
-
Versucht es mal, ich
merke durch ein undefinierbares Gefühl, ob ich genug von dem
Fischöl zu mir nehme und in etwa richtig mit der Diät
liege.
-
Darauf antwortete
Elke am selben Tag:
-
vielen Dank für
Deine interessanten Ausführungen zum Thema Fischöl! Für
die meisten von uns gibt es auf diesem Gebiet bestimmt noch viel zu
lernen.
-
Sehr erhellend ist es,
wenn Du von Dir berichten kannst, Deine Fitness habe auch stark
fühlbar zugenommen – ein scheinbar einfacher Indikator,
der zur Nachahmung herausfordert.
-
Allerdings frage ich
mich am Rande, ob die Bewohner und Bewohnerinnen von Küstenregionen
dieser Welt, wo erfahrungsgemäß sehr viel Meeresfrüchte
und Fisch gegessen werden, dadurch von den meisten
Zivilisationskrankheiten, denen vorgebeugt werden soll, verschont
bleiben? Ist Dir darüber etwas bekannt?
-
Ich habe einmal etwas
von den Eskimos und deren positiver Statistik zu Herzerkrankungen in
diesem Zusammenhang gelesen. Allerdings ist deren Lebenserwartung
viel niedriger als die anderer Menschen.
-
Dann wurde ein
positiver Zusammenhang bei zu hohen Melatoninspiegeln im
Zusammenhang von Erkrankungen der Prostata und der weiblichen Brust
gefunden. Ein hoher Melatoninspiegel soll angeblich schützen
und erklären, warum die Eskimos gerade eben seltener an dieser
hormonabhängigen Krebsart erkranken, denn ihnen fehlt es am
natürlichen Gegenspieler, dem Tageslicht.
-
Es gibt noch eine
Menge an interessanten Zusammenhängen von Krankheiten,
Lebensgewohnheiten, Ernährung und den verschiedensten Hormonen
und Aminosäuren, über die wir nicht genug wissen.
-
Vieles von all dem
funktioniert wie ein Puzzle und setzt sich aus einer großen
Anzahl von Mosaiksteinchen zusammen – von unseren Genen ganz
zu schweigen.
- Horst
MUC schrieb am 26.8.2005:
-
Auszug aus Dr.
Bobs und Dr. Steves Liste empfohlener Vitamine [Dieser Bericht
wurde von Dr. Leibowitz im April 2002 Überarbeitet]. UND WAS
NUUUUN? "Omega-3-Fettsäuren und/oder Fischöl. Wir
glauben wirklich, dass Fischöl aus Wildfisch für Sie sehr
gesund ist. Wir sind gegen Fischöl oder
Omega-3-Ergänzungsmittel."
-
Ralf antwortete am
selben Tag:
-
Dr. Leibowitz und Dr.
Tucker haben diesen Artikel vor einiger Zeit kräfig aufgebohrt,
nachzulesen auf ihrer Homepage http://www.prostateweb.com/
=> Publications => "Dr. Bob's and Dr. Steve's Recommended
Vitamin List". Die Abhandlung umfasst jetzt 37 Seiten. Es hat
noch keiner den Nerv gehabt, das alles zu übersetzen. Der
relevante Passus lautet jetzt:
-
"Omega-3 fatty
acids and/or fish oils. We are opposed to fish oil or omega-3
supplements. If you use fish oils, use the product distributed by
Source Naturals.com. This trademarked product contains Neuromins.
However, I even have reservations about this product, since I
believe that omega-3 fatty acids may reduce testosterone levels.
Therefore, I am not enthusiastic about recommending any fish oil or
omega-3 supplement. Get your fish oil from fresh fish, not
supplements. Pregnant or breastfeeding women are advised to limit
their fish intake to once each week because of concerns regarding
mercury poisoning."
-
Der letzte Satz ist
für uns weniger interessant... Dass Dr. Leibowitz heute nicht
davon begeistert ist, Fischöl zu empfehlen, schließt
nicht aus, dass er morgen seine Meinung ändert, wenn handfeste
Studien Vorteile belegen sollten. Für so lernfähig halte
ich ihn.
-
Wer mag, kann ja die
Probe aufs Exempel machen und nach längerer Einnahme von
Fischöl seinen Testosteronspiegel
überprüfen lassen, ob er tatsächlich niedriger ist.
Allerdings kann der von Natur aus schon stark schwanken.
-
Dazu schrieb
Fridolin am 27.8.2005:
-
das heißt doch
nur, dass Fischöl z. B. hilft, Colesterin zu senken, und
noch eine Menge andere Vorteile für den Körper hat. Wenn
es heißt, es stärke das Immunsystem, bedeutet das doch
nicht automatisch, dass es gegen PK gut sein muss. Das aber ist die
weitverbreitete Meinung. Alles hat Soja geschrien und alles hat es
geschluckt, bereits da warnte Dr. Bob, er habe Beobachtungen
gemacht, dass Soja den PSA-Abbau bremst.
-
Was hilft's solche
Studien oder Aussagen (mit Vorliebe von Dr. Bob!) herauszufischen,
wenn den meisten von uns der Sachverstand fehlt, die Dinge richtig
einzuordnen.
-
Rudolf antwortete
Fridolin am selben Tag:
-
nicht verzweifeln,
auch wenn wir den Sachverstand nicht haben, besteht doch noch
Hoffnung, solange wir noch Verstand haben - die Sache, welche auch
immer (na ja, nicht alle), zu untersuchen und so dem Sach-Verstand
hinzuzufügen, ist ein Lernprozess, den wir in dieser Runde doch
fast alle noch machen könnten, oder?
-
+++++++++++++++++++
-
das heißt
doch nur, dass Fischöl z. B. hilft Colesterin, zu senken
und noch eine Menge andere Vorteile für den Körper hat.
Wenn es heißt, es stärke das Immunsystem, bedeutet das
doch nicht automatisch, dass es gegen PK gut sein muss. Das aber ist
die weitverbreitete Meinung.
-
++++++++++++++++++++
-
Es geht beim
hochdosierten ultra-reinen Fischöl nicht in erster Linie um die
Stärkung des Immunsystems, sondern um die Ausbalancierung der
Eicosanoide. Das sind die Super-Hormone, die jede einzelne Zelle von
uns produziert, die nur eine ganz kurze Lebensdauer und Reichweite
haben und deshalb erst relativ spät entdeckt worden sind. Sie
sind aber die mächtigsten Hormone überhaupt. Eine Zelle
stellt sie, ausgehend von der Zellmembran, her, sie verrichten ihren
Signal-Job (raus aus der Zelle, schauen, was ist in der Umgebung
los, dann wieder rein in die Zelle, Meldung machen und tschüss)und
gehen kaputt.
-
Alle
Entzündungs-Prozesse gehen von (entzündungsfördernden)
Eicosanoiden aus. Und der Gegenspieler sind ebenfalls Eicosanoide,
eben entzündungshemmende. Schleichende Entzündungen im
Körper aufgrund von zu viel von der einen Sorte sind die
Grundlage für viele chronische Krankheiten.
-
Die These von Barry
Sears ist es, Krebs-Prevention durch die Bekämpfung von
schleichenden Entzündungen machen zu können.
-
Hat man z. B.
längere Zeit erhöhte Level von COX-2 Enzymen, die eine
entzündungsfördernde Untergruppe der Eicosanoide
katalysieren, steigt das Krebs-Risiko. Hat man niedrige Spiegel von
EPA und DHA (die beiden wichtigsten im Fischöl enthaltenen
Fettsäuren), so steigt das Krebsrisiko. In den Zellen von
Prostata- und Brustkrebs-PatientInnen ist eben das gefunden worden.
Und es ist nachgewiesen, dass Frauen, die grosse Mengen Fisch essen,
weniger Brustkrebs bekommen.
-
Nimmt man nun
hochdosiert ultra-reines Fischöl, haut man die
entzündungsfördernde Eicosanoide weg, z.B. Prostaglandin
E2, das mit schnellem Tumor-Wachstum verbunden ist. Man macht das,
indem die Ursprungs-Fettsäure, durch dessen Freisetzung aus der
Zell-Membran all die entzündungsfördernden Eicosanoide
(z.b. auch die Leukotriene) entstehen, nämlich die
Arachidonsäure, in ihrem Pegel gesenkt wird. Viel
Arachidonsäure = viel Entzündungsprozesse = viel
Krebs-Förderung. Wenig = wenig.
-
++++++++++++
-
Alles hat Soja
geschrien und alles hat es geschluckt, bereits da warnte Dr. Bob, er
habe Beobachtungen gemacht, dass Soja den PSA - Abbau bremst. Was
hilft's solche Studien oder Aussagen (mit Vorliebe von Dr. Bob!)
herauszufischen,
-
++++++++++++++
-
doch doch, das hilft,
und wir alle wissen, dass DocBob ein feines Gespür hat, und
aufgrund seiner Erfahrung sollten wir seinen Hinweisen nachgehen.
-
Rudolf antwortete
Horst am 27.8.2005 in mehreren nachstehend zusammengefassten
Beiträgen:
-
das ist ein alter Hut.
Leibowitz ist dagegen, seinen Argumenten muss man nachgehen, er hat
bekanntlich eine gute Nase. Aber andere Onkos, die für uns auch
wichtig sind, sind dafür.
-
Der Experte in Sachen
Fettsäuren und PK ist – soweit ich das blicke –
Snuffy Myers, http://www.prostatepointers.org/cmyers/.
Auf dessen Homepage steht z. B:
-
"Since 1971,
Dr. Myers has been deeply involved in the process of discovering and
developing New Cancer drugs. In 1988, he made prostate cancer his
major focus. The process involves detailed investigation into what
controls the growth and spread of prostate cancer. He is currently
investigating the role of dietary fat in the growth and spread of
prostate cancer."
-
Er untersucht also die
Rolle des Fettes in der Nahrung für das Wachstum und die
Ausbreitung von PK. Beispielsweise hat er schon 1998 folgende
Veröffentlichung gemacht:
-
Proc. Natl. Acad. Sci.
USA
Vol. 95, pp. 13182–13187, October 1998 -
Medical Sciences
-
Inhibition of
arachidonate 5-lipoxygenase triggers massive apoptosis in human
prostate cancer cells
JAGADANANDA GHOSH AND CHARLES E. MYERS -
Dabei reicht es
völlig, zu wissen, dass das angesprochene 5-Lipoxygenase
dasjenige Enzym ist, das die Bildung von Leukotrienen katalysiert –
eine Unterfamilie von entzündungsfördernden Eicosanoide,
die allesamt durch hochdosiertes ultra-reines Fischöl in Schach
gehalten werden können.
-
Es ist derartig viel
an Hinweisen von direkt und indirekt die Krebs-Entstehung und
–Ausbreitung und auch speziell den PK betreffend vorhanden,
dass man einem lapidaren Hinweis (Testosteron wird gesenkt) der
Sache nicht gerecht werden kann. Leibowitz diskutiert doch diese
Fülle an Möglichkeiten gar nicht. Also gehe ich erstmal
davon aus, dass die entsprechenden Studien kaum kennt. Sears sagt ja
nicht, dass mit hochdosiertem ultra-reinem Fischöl das
ultimative All-Krebs-Beseitigungs-Mittel gefunden ist. Aber er
stellt im Zusammenhang seiner Ernährungs- und Hormon-Forschung
ein äußerst plausibles Konzept von Nahrung und
Nahrungsergänzung vor, das uns erstens ermöglicht, endlich
mal diese vielfältigen und oft verwirrenden Infos in eine
konsistenten Rahmen zu stellen und das zweitens eine gewisse Chance
auf Metastasen- und vor allem Krebsentstehungs-Bekämpfung
bietet. Am allerehesten passt dieses Herangehen noch mit der
Denkweise von DocStrum zusammen, von dem ja ursprünglich auch
der Tipp auf Sears entstanden war.
-
Ich möchte
jedenfalls den Hinweis auf evtl. Testosteron-Senkung durch Fischöl
Sears selbst vorlegen, vielleicht bekommen wir ja eine Antwort.
-
Mit Neuromin scheint
er [Dr. Leibowitz – Ed] wohl
das Co-Enzym des B12 zu meinen, er findet also B12 nicht schlecht –
das ist doch schon mal was, da würde ich ihm zustimmen, aber
das ist noch'n Thema.
-
Ansonsten kann ich an
den paar Angeboten für Fischöl bei
http://www.sourcenaturals.com/products/GP1117.html
nichts besonderes finden. Leibowitz kennt Sears nicht, denke ich.
Weder die Debatte um ultra-refined und die beim International
Fishoil Standard aufgelegten Grenzwerte (das mit dem Mercury /
Quecksilber ist da auch für uns, nicht nur für Frauen ein
wichtiges Thema) noch wahrscheinlich die Sammlung der
Anti-Krebs-Eigenschaften, sonst würde er sie zumindest
erwähnen, oder. Aber ich muss mal den 37-Seiten Artikel
anschauen, bevor ich spekuliere. Insbesondere interessiert mich
seine Haltung zu den COX-2-Hemmern.
-
Studien, die die
Anti-Krebs-Wirkung von Fischöl beweisen, gibts für Tiere
jede Menge. für Menschen eher weniger. aber wir sind mit diesem
Thema mitten in dem Sachverhalt, der unabweisbar gerade für den
PK (und andere Hormonkrebse) auf dem Tisch liegt: Dass gefährliche
Hormonkrebse viel, viel weniger sich in Gesellschaften mit anderen
Ernährungsgewohnheiten entwickeln. Das muss erklärt
werden, und mit Sicherheit ist der Fettstoffwechsel bei dieser
Erklärung dabei.
-
Ich habe gerade die
mal die neueste Version von Leibowitz Vitamin-Liste runtergeladen
und angeschaut. Von "Fish Oil" ist nur in dem von Dir [=
Ralf – Ed] schon berichteten Absatz die Rede. Dort
bezieht er sein Bedenken, dass der Testo-Level gesenkt werden
könnte, allgemein auf Omega-3 Fettsäuren.:
-
"I believe
that omega-3 fatty acids may reduce testosterone levels."
-
Interessanterweise
taucht aber bei der Besprechung der Soja-Produkte DHA auf:
-
"We believe
that bioflavonoids, soy products, isoflavones, modified citrus
pectin, flax seed, DHA, and plant phytoestrogens all have in common
their ability to lower testosterone levels."
-
Vielleicht bezieht er
also sein Bedenken auf die Decosahexaensäure-DHA, da müsste
man weitersuchen.
- Rudolf
schrieb am 15.8.2006 unter dem Betreff "Urologen entdecken
Fischöl gegen Prostatakrfebs":
-
Wer sagt denn da, es
gäbe keinen Fortschritt?
-
Nun haben auch
Urologen, wenn auch in England, den Wert von Omega-3-Fischöl
gegen PK-Metastasierung entdeckt. Diese Studie ist schon im März
erschienen. Dass ich sie jetzt erst finde, verdanke ich einem
SHG-Kollegen, der einen Hinweis in der Apotheken-Zeitung gefunden
hat. Das zeigt, dass wir nach wie vor keinen einigermassen aktuellen
Recherche-Dienst haben - oder habe ich die Weitergabe hier im Forum
übersehen? Also, an alle, die meinen, da gäbe es ein paar
Spzezialisten, die werden das schon machen, z. B. Rudolf und
Ulrich für Fischöl: Geht bitte selbst auf die Suche, Woche
für Woche - es lohnt sich, man kann immer was Hochinteressantes
finden.
-
Praktisch ergibt sich
aus dem in dieser Studie Gesagten eine Bestätigung dessen, was
wir schon länger zu wissen glauben aufgrund der Forschungen von
Barry Sears und anderen: Omega-6 runter, Omega-3 hoch.
Arachidonsäure runter, EPA u. DHA hoch. Ernährung
umstellen, den Fettstoffwechsel beachten. Am besten zu Anfang den
eigenen Fettstoff-Status ermittleln durch Investition von 75 Euro in
eine Blutuntersuchung, durchgeführt vom Labor Bayer in
Stuttgart, das 14 Fettsäuren misst. Dann kann man eine
3-Monats-Strategie aufmachen und durchziehen. Die Einnahme von
Hochdosis-Fischöl der reinsten Qualität gehört dazu (
www.drsears.com - per Import, wobei die Veterinäre in FfM nur
die Kapseln durchlassen, das Flüssig-Öl, das Sears auch
anbietet und das im Falle fortschrittenen Krebses, wo die Kachexie
schon eingesetzt hat und nicht mehr vernünftig gegessen /
geschluckt werden kann, dann unter den Essensbrei gemischt werden
könnte, darf nicht eingeführt werden - aber Flüssigöl
bekommt man bei alyxbio, Büro in Düsseldorf, Firma in
Holland, (0211) 16 49 988). Ich selbst nehme seit Anfang 2005 5 g
EPA/DHA täglich. Sears lässt in einer laufenden Studie 7,5
g nehmen. Aber 10 oder noch mehr g sind bei schon vorhandenen
Metastasen anzuraten.
-
+++++++++++++++++
-
http://www.uroonkologie.de/nachrichten/medizin_details.asp?id=101
-
Omega-3-Fettsäuren
hemmen Migration von Prostatakrebszellen
-
Omega-3-Fettsäuren
könnten vielleicht verhindern, dass Prostatakrebszellen das
Knochenmark erreichen. Das glauben britische Ärzte, deren
Ergebnisse nun im British Journal of Cancer veröffentlicht
wurden.
-
Sie zeigen, dass
Omega-3-Fettsäuren die Invasion der Prostatatumorzellen hemmen,
während Omega-6-Fettsäuren ihre Migration fördern.
Das unterstreicht die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung
mit einem Teil Omega-3 auf zwei Teile Omega-6-Fettsäuren.
-
Der Kopf des
Forscherteams, Noel Clarke vom Christie Hospital in Manchester,
sagt: „Wir glauben, dass Tumoren Omega-6-Fette als hochwertige
Energiequelle nutzen können. Sie liefern ihnen die Energie, die
sie brauchen, um ihre hohe Teilungsrate aufrecht zu erhalten.
Außerdem können sie aus ihnen wichtige Signalmoleküle
herstellen.“
-
Die Befunde seines
Teams bestätigen, dass Omega-3-Fette verschiedene Funktionen
der Omega-6-Fette stören. Schon vorher hatten epidemiologische
Studien nahegelegt, dass die Zufuhr bestimmter Nahrungsfette das
Risiko für metastasierenden Prostatakrebs erhöhen kann.
-
Ausgehend von
Befunden, die zeigen, dass die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure
die maligne Proliferation des Prostataepithels verstärkt,
enthüllen neueste Forschungsergebnisse, dass diese Fettsäure
und ihr Metabolit, das Prostaglandin E, auch die Migration dieser
Zellen fördert und so die Invasion des Knochenmarks
vorantreibt. Omega-3-Fettsäuren, wie die Eicosapentaensäure
und die Docosahexaensäure, hemmten diese Wanderung jedoch, wenn
sie in der halben Konzentration der Omega-6-Fettsäure vorlagen,
berichten die Forscher.
-
„Aus diesen
Ergebnissen lässt sich ein Mechanismus ablesen, wie
Arachidonsäure das Risiko für Migration und sekundäre
Implantation – und damit die Metastasenbildung –
potenziert, ein Risiko das durch die Zufuhr von mehrfach
ungesättigten Omega-3-Fettsäuren verringert werden kann“,
lautet ihre Schlussfolgerung.
-
Br J Cancer 2006; 94:
842-853
-
http://www.nature.com/bjc/journal/v94/n6/abs/6603030a.html
-
++++++++++++++++++++++++++++++++
-
British Journal of
Cancer (2006) 94, 842853.
-
doi:10.1038/sj.bjc.6603030
Published online 7 March 2006
-
Promotion of
prostatic metastatic migration towards human bone marrow stoma by
Omega 6 and its inhibition by Omega 3 PUFAs
-
M D Brown1,
C A Hart1, E Gazi1, S Bagley2 and N
W Clarke1,3,4
-
1 ProMPT
Genito Urinary Cancer Research Group, Cancer Research UK Paterson
Institute, Christie Hospital NHS Trust, Wilmslow Road, Manchester
M20 4BX, UK;
2 Advanced Imaging Facility, Cancer
Research UK Paterson Institute, Christie Hospital NHS Trust,
Wilmslow Road, Manchester M20 4BX, UK;
3 Department
of Urology, Christie Hospital NHS Trust, Wilmslow Road, Manchester
M20 4BX, UK;
4 Department of Urology, Salford
Royal Hospital NHST, Eccles Old Road, Salford, M6 8HD, UK -
Correspondence to: Dr
MD Brown, E-mail: mbrown@picr.man.ac.uk
-
Revised 20 January
2006; accepted 6 February 2006; published online 7 March 2006
-
Epidemiological
studies have shown not only a relationship between the intake of
dietary lipids and an increased risk of developing metastatic
prostate cancer, but also the type of lipid intake that influences
the risk of metastatic prostate cancer.
-
The Omega-6
poly-unsaturated fatty acid, Arachidonic acid, has been shown to
enhance the proliferation of malignant prostate epithelial cells and
increase the risk of advanced prostate cancer. However, its role in
potentiating the migration of cancer cells is unknown.
-
Here we show that
arachidonic acid at concentrations 5 M is a potent stimulator of
malignant epithelial cellular invasion, which is able to restore
invasion toward hydrocortisone-deprived adipocyte-free human bone
marrow stroma completely.
-
This observed invasion
is mediated by the arachidonic acid metabolite prostaglandin E2 and
is inhibited by the Omega-3 poly-unsaturated fatty acids
eicosapentaenoic acid and docosahexaenoic acid at a ratio of 1 : 2
Omega-3 : Omega-6, and by the COX-2 inhibitor NS-398.
-
These results identify
a mechanism by which arachidonic acid may potentiate the risk of
metastatic migration and secondary implantation in vivo, a risk
which can be reduced with the uptake of Omega-3 poly-unsaturated
fatty acids.
-
Keywords: prostate
cancer; arachidonic acid; metastasis; bone marrow; Omega 6; Omega 3