Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Neue Ansätze – Zellulärer Impfstoff

Ralf schrieb am 22.5.2009:
Ein Mitstreiter aus München, der im Forum selbst nicht aktiv ist, rief mich heute an und berichtete mir von einer Studie, die am Helmholtz Zentrum in München läuft und Vaccinierung gegen metastasierte PCa untersucht. Der Bericht dazu mitsamt Link zu einem diesbezüglichen PubMed-Abstract ist hier zu finden.
Ich hatte von diesem Institut noch nie gehört. In dem PubMed-Abstract wird es "Institute for Experimental Oncology, Technical University, Klinikum rechts der Isar, Munich, Germany" genannt, erscheint also seriös.
Die (Phase-I-) Studie hilft uns zwar sicher nicht unmittelbar, aber es ist doch schön zu lesen, dass auch in Sachen unserer Krankheit in Deutschland geforscht wird.
Dazu schrieb Günter55 am 25.5.2009:
Etwas sehr Ähnliches hatte Prof. Dr. Schirrmacher vom Krebsforschungszentrum Heidelberg auf dem Bio-Krebs-Kongress in Heidelberg berichtet. Seit 1992 gibt es insgesamt zehn Studien dazu. Der Impfstoff besteht aus 10 Mio. lebenden, aber durch die Bestrahlung inaktivierten Tumorzellen, die vorher durch Infektion mit dem "Newcastle Disease Virus" modifiziert worden waren. So werden Zellen der natürlichen Immunabwehr (natürliche Killer-Zellen, dendritische Zellen, Makrophagen) wie auch solche der erworbenen Immunabwehr (T-Helfer-Zellen, T-Killer-Zellen) besser aktiviert. Siehe: http://edoc.mdc-berlin.de/9557/
Diese Studie betrifft Darmkrebspatienten. Aber Prof. Dr. Schirrmacher ist der Ansicht, dass es auf die meisten Krebsarten anwendbar wäre. Für weitere Studien fehlt im Auto- und Banken-Land Deutschland das Geld.