Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Neue Ansätze – Roter Klee (Rotklee)

Peter schrieb am 12.2.2002:
ich trinke Tee von Rotkleeblüten und keime Rot- und Erdklee.
von UsToo:
c) Shares in Australia's Novogen Rise 7% on Anti-CANCER Technology
Asia Pulse
February 11, 2002
[nachstehend meine Übersetzung des von Peter mitgeschickten englischsprachigen Artikels. - Ed]
"SYDNEY – Der Aktienkurs der Novogen Ltd machte heute einen Sprung um sieben Prozent nach oben, nachdem die Firma bekannt gegeben hatte, dass ihr Rotklee-Isoflavon-Nahrungsergänzungsmittel eine effektive Behandlung bei Prostatakrebs ist.
Das Pharmaunternehmen sagte, dass das Nahrungsergänzungsmittel in frühem Stadium befindliche Prostatakrebszellen in fünffach höherem Maß zum Absterben brachte als bei einer unbehandelten Kontrollgruppe.
Novogen sagte, dass es das Mittel an 38 Männern mit bestätigtem Prostatakrebs getestet habe. Den Patienten wurden täglich 160 mg des Mittels als Vorbereitung auf eine Prostataoperation verabreicht, und sie wurden mit Patienten verglichen, die keine Behandlung erhalten hatten. Die Zeitdauer der Behandlung reichte von einer Woche bis zu acht Wochen.
Die Inzidenz des Krebszelltodes lag bei Patienten, die das Mittel erhalten hatten, im Durchschnitt fünf Mal so hoch. Es wurde von keinen negativen Nebenwirkungen berichtet.
Das Unternehmen präsentierte seine Daten kürzlich beim Dritten Weltkongress über den alternden Mann in Berlin."
Wil kommentierte diese Meldung am selben Tag wie folgt:
Nach 8 Wochen Behandlung mit Rotklee wurde operiert. So konnte der Effekt im Labor gemessen werden. Ein weniger bearbeiteter Bericht der Fa. Novogen Limited sagte, dass Zelltötungen spezifisch waren in Bereichen mit Gleason Grade 1, 2 oder 3.
Hier wie ich es dann sehe:
Zelltötungen fanden nicht statt in Teilen des Tumorgewebes, wo ein Gleason Grade von 4 oder 5 vorlag. Also, wenn ein nicht Operierter sein PSA mit Rotklee sinken lassen kann, weiss er, dass er einen günstigen Gleason Score hat, 1+2, 2+1, 1+3, 2+3, und nicht z. B. 4+3.
Ein gutes Beispiel dafür, dass eine Behandlung bei einigen Patienten gut funktioniert während sie bei anderen Patienten (die es am meisten brauchen) gar nicht funktioniert.

Julius fragte am 15.2.2003:
Seit Oktober 2002 mache ich (bisher erfolgreich) die dreifache Hormonblockade (DHB) nach Dr. B.Leibowitz; zusätzlich läuft als Knochen-Therapie gegen Knochenmetastasen die Infusion mit Zometa.
Von schwerwiegenden Nebenwirkungen bin ich bislang verschont geblieben, bis auf die sog. Hitzewallungen mit Schweißausbruch infolge der Hormonbehandlung.
Auch wenn ich nachts nicht 5-mal den Schlafanzug voll Schweiß wechseln muss, so wie kürzlich ein Betroffener in der Selbsthilfe-Gruppe erzählte, sind diese überfallartige Schweißausbrüche doch mehr als lästig.
Wer kann mir Tipps geben, mit welchem Medikament diese bekämpft bzw. erfolgreich beseitigt werden können?
Malte antwortete am selben Tag:
ich habe nicht gleich mit so scharfen Geschützen geschossen. Mir hat Menoflavon, insbesondere gegen Schlaflosigkeit und Hitzewallungen geholfen. Ein Extrakt aus Rotklee. Rezeptfrei in der Apotheke zu beziehen. Wir sind während der DHB ähnlich betroffen wie Frauen in den Wechseljahren.
Ausnahmsweise der komplette Text:
Dr. Felix Stonek, Prof. Dr. Markus Metka, Dr. Anna Maria Riedl und Prof. DDr. Johannes C. Huber
Phytohormone, wie z. B. aus dem Rotklee, treten als sanfte Alternative zur herkömmlichen Hormonsubstitution immer mehr in den Vordergrund.
Eine Nutzpflanze als Pharmatherapeutikum
Rotklee und Phytohormone
Meno- und Andropause. Die Bedeutung der Phytohormone geht mittlerweile weit über deren Ernährungsphysiologie hinaus. Intensive Forschungen zeigen mehr und mehr auf, dass Nahrungsergänzungsstoffe in entsprechender Dosierung auch pharmakologische Effekte aufweisen und somit der herkömmlichen Schulmedizin durchaus die Stirn bieten können.
Zahlreiche Studien belegen den hohen Stellenwert der Phytohormone in der Prävention und Therapie meno- und andropausaler Beschwerden (1).
Dass Asiaten seltener an kardiovaskulären Erkrankungen leiden und die Inzidenz für Karzinome hier besonders niedrig ist, ist vor allem der besonderen Ernährung zuzuschreiben (2).
Dr. Felix Stonek
Unter dem Begriff Phytohormone kann man jene aus Pflanzen stammenden Verbindungen zusammenfassen, die im menschlichen Organismus hormonähnliche Effekte auslösen. Bislang haben vor allem Phytoöstrogene Beachtung gefunden, da sie aufgrund ihrer Strukturähnlichkeit zum endogenen Substrat 17Beta-Östradiol auch am entsprechenden Hormonrezeptor binden (3). Darüber hinaus gibt es aber eine Reihe von Naturstoffen, die an anderen Stellen des Hormonhaushaltes angreifen, also indirekt Hormoneffekte auslösen. Hierzu gehören z.B. Flavonoide (4), die Enzyme des Hormonmetabolismus inhibieren, oder bestimmte Aminosäuremischungen (5), die die Sekretion von Hormonen stimulieren. Phytoöstrogene sind durch ihren direkten Angriff am Rezeptor eher zur Substitution bei einem Hormondefizit indiziert, während den Hormonmetabolismus stimulierende Naturstoffe zum »Feintuning« von leicht schwankendem Hormonspiegel eingesetzt werden können. Je nachdem, welches Sexualhormon beeinflusst wird, kann man Phytoöstrogene, Phytogestagene und Phytoandrogene unterscheiden. Naturstoffe, die den Metabolismus der Sexualhormone beeinflussen oder stimulierende Effekte aufweisen, sollten eher allgemein unter dem Begriff Phytohormone zusammengefasst werden.
Phytoöstrogene
Phytoöstrogene sind im klassischen Sinne Pflanzeninhaltsstoffe mit östrogener Wirkung (1). Über den östrogenen Effekt hinaus wurden für Phytoöstrogene eine Reihe weiterer Wirkungsmechanismen beschrieben, wie antiöstrogene Effekte, die inhibitorische Aktivität auf verschiedenste Enzymsysteme und die antioxidative Wirkung (3).
Zu den Phytoöstrogenen werden Isoflavone, Lignane und Coumestane gerechnet (Abb. 1), die insbesondere in Frucht und Blattanteil verschiedener Pflanzen, wie Soja, Rotklee* und Lein enthalten sind (6). Insbesondere die asiatische Ernährung zeichnet sich durch einen hohen Phytoöstrogengehalt aus, der unter anderem der Zufuhr von Sojaprodukten zugeschrieben werden kann. Eine bedeutende Rolle in der westlichen Ernährung spielen die östrogen aktiven Lignane Enterodiol und Enterolacton, die metabolisch aus den in der Aleuronschicht von Getreidekörnern lokalisierten Secoisolariciresinol und Matairesinol entstehen (7). Die wesentlichen Quellen für Phytoöstrogene sind also Nahrungsmittel wie Gemüse, Beeren, Getreide, Hülsenfrüchte und Samen.
Isoflavone sind in der Pflanze glykosidisch gebunden, sind aber in dieser Form nicht östrogen wirksam. Sie werden erst durch die Spaltung zu den Aglyka aktiv. Isoflavone werden durch die Bakterienflora im Magen-Darm-Trakt deglycosidiert und in der Folge oxidiert. Die Metabolite werden resorbiert und durch Phase II Enzyme der Leber sulfatiert und glucuronidiert. Diese Metabolite unterliegen dem enterohepatischen Kreislauf und werden schlussendlich biliär bzw. mit dem Harn ausgeschieden (Abb. 2). Die Absorption der Isoflavone erfolgt nur im dekonjugierten Zustand (7). Interessant ist, dass auch die Metabolite per se östrogene Effekte aufweisen.
Zahlreiche internationale Studien belegen die Aktivität der Phytoöstrogene zur Behandlung menopausaler Beschwerden und zur Prävention der Osteoporose, von Herzkreislauferkrankungen und Krebs. Dies ist nicht zuletzt der Strukturähnlichkeit der diphenolischen Phytoöstrogene zum Östrogen zuzuschreiben (7). Diese Strukturanalogie bedingt deren Affinität zum Östrogenrezeptor (8).
Bisher wurden zwei Subtypen des Östrogenrezeptors – Alpha und Beta – identifiziert, die sich in der Bindungsstelle für Östrogen unterscheiden. Alpha-Rezeptoren sind vor allem an den Fortpflanzungsorganen und im Brustgewebe lokalisiert, während Beta-Rezeptoren vorwiegend im Knochengewebe, im Herzkreislaufsystem und im Gehirn zu finden sind.
Phytoöstrogene und insbesondere Isoflavone binden mit deutlich höherer Affinität an den Beta-Rezeptor (9) und können daher als SERMs (Selective estrogen receptor modulator) bezeichnet werden. SERMs zeichnen sich durch positive Effekte auf Knochen, Herz und Kreislauf aus, während Brust und Uterus nicht betroffen sind (10). Dies ist ein eindeutiger Vorteil gegenüber der herkömmlichen HRT, bei der aufgrund der unspezifischen Rezeptorbindung mit unterschiedlichsten Nebenwirkungen gerechnet werden muss. In höheren Konzentrationen können Phytoöstrogene aber auch antiöstrogene Effekte auslösen, indem sie das endogene Substrat vom Rezeptor kompetitiv verdrängen (11). Darüber hinaus inhibieren Isoflavone Enzyme, wie die Tyrosinkinase bzw. die DNA-Topoisomerase (12) und entfalten so canceroprotektive Eigenschaften. Die tyrosinspezifische Proteinkinase induziert die Zellproliferation durch Wirkung auf die Wachstumsfaktor-stimulierte Signaltransduktion. Insbesondere Genistein inhibiert dosisabhängig die Zellproliferation in humanen Leukämie- und Melanomzellen durch Hemmung der Tyrosinkinase (13). Auch für Biochanin A sind cytotoxische Effekte auf Krebszellen beschrieben (14). Der schon lange für Flavonoide beschriebene antioxidative Effekt trägt durch Hemmung der Superoxidanionen-Bildung zum Zellschutz bei und verzögert so die Apoptose (15). Gleichzeitig induziert Genistein die Aktivität der Enzyme Catalase, Superoxiddismutase und Glutathionperoxidase, die ihrerseits als Radikalfänger fungieren. Darüber hinaus inhibieren Isoflavone die Lipoxygenase und reduzieren so das atherosklerotische Risiko. Isoflavone agieren als Antioxidantien entweder durch direkte Hemmung von Enzymen bzw. Induktion der Aktivität von protektiven Enzymen.
Rotklee-Isoflavone in der Behandlung klimakterischer Beschwerden
Die Abnahme der Östradiolspiegel verursacht bei der Frau ab 45 unterschiedliche physiologische Veränderungen, die sich in Symptomen wie Hitzewallungen, psychologischen Störungen, atropher Vaginitis und trockenen Schleimhäuten äußern und zur Entwicklung von Osteoporose und Herzkreislauferkrankungen beitragen. Exogene Zufuhr von Östrogenen kann die Symptome lindern.
Rotklee ist Soja hinsichtlich der Isoflavone sowohl quantitativ als auch qualitativ überlegen. Während Soja nur Genistein und Daidzein in signifikanten Konzentrationen enthält, findet man in Rotklee zusätzlich Formononetin und Biochanin A. Diese Isoflavone stellen ihrerseits methylierte Vorstufen von Genistein und Daidzein dar (Abb. 3) und tragen selbst auch zur Wirkung von Rotklee bei. Daidzein wird weiter zu den aktiven Metaboliten Equol und O-Desmethylangiolensin metabolisiert (16).
Ziel einer erstmals mit einem standardisierten Rotklee-Extrakt durchgeführten randomisierten, placebokontrollierten Doppelblind-Studie am Wiener AKH an 63 postmenopausalen Frauen mit klimakterischen Beschwerden war eine genaue Evaluierung der subjektiven Befindlichkeit unter Rotklee-Extrakt. Dabei wurden 46 Frauen mit 40 mg Rotklee-Extrakt (Menoflavon®) durch drei Monate behandelt, 17 Frauen erhielten ein Placebo. Beide Gruppen wurden vor und nach der Behandlung über ihr Befinden befragt und in einem standardisierten Kuppermann-Index klassifiziert. Dabei zeigte sich deutlich, dass klimakterische Beschwerden unter Menoflavon®-Medikation signifikant niedriger waren als in der Placebo-Gruppe (Abb. 4). Ebenso gab es bei Frauen unter 3-monatiger Menoflavon®-Therapie eine signifikante Verringerung des Gesamtcholesterinspiegels im Blut; ein Effekt, der von Sojaisoflavonen schon lange bekannt ist und mit ein Grund für die kardioprotektive Wirkung von Isoflavonen sein dürfte. Diese ersten Ergebnisse bestätigen auch epidemiologische Daten aus Asien, dass eine phytoöstrogenreiche Ernährung zu einer geringeren Inzidenz menopausaler Beschwerden führt. Hitzewallungen treten bei asiatischen Frauen signifikant weniger häufig auf als bei Frauen westlicher Nationen. Internationale Studien mit postmenopausalen Frauen belegen, dass Isoflavone die Häufigkeit der Hitzewallungen reduzieren können (17). Auch weitere menopausale Symptome nahmen während der Zufuhr von Phytoöstrogenen deutlich ab.
Jüngste Untersuchungen mit Isoflavonen eines speziellen Rotklee-Extraktes zeigten, dass deren Affinität zum Beta-Rezeptor um ein Vielfaches höher ist als die zum Alpha-Rezeptor (Abb. 5). Mehr noch, die Summe dieser spezifischen Aktivität der einzelnen Isoflavone ist niedriger als die des Gesamtextraktes. Diese Beobachtung unterstützt die Hypothese, dass weitere, noch nicht identifizierte Inhaltsstoffe an dem Effekt mitbeteiligt sind (18). Rotklee kann daher als hochselektiver SERM bezeichnet werden.
Fazit
Epidemiologische Erhebungen und international durchgeführte Studien belegen, dass Phytohormone, also vor allem Phytoöstrogene, aber auch Phytogestagene und Phytoandrogene verschiedenste Hormon-abhängige Beschwerden reduzieren bzw. vorbeugen, wie menopausale oder andropausale Symptome, Herz-Kreislauferkrankungen, Osteoporose und Krebs. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass insbesondere Isoflavone auch für phytogestagene und phytoandrogene Mechanismen verantwortlich sind. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind vielschichtig. Einerseits wirken Phytoöstrogene via direkter Bindung am Rezeptor sowohl östrogen als auch, in höherer Konzentration, antiöstrogen, andererseits können Phytohormone auch durch Hemmung enzymatischer Reaktionen bzw. durch Stimulation der Hormonsekretion Effekte im Hormonhaushalt auslösen. Letzt genannte inhibitorische bzw. stimulative Reaktionen werden auch durch andere Naturstoffe als die klassischen Phytoöstrogene, nämlich durch Flavonoide, Sterine, bestimmte Gerbstoffe und Saponine ausgelöst.
Der Vorteil der »natürlichen« Therapeutika gegenüber isolierten natürlichen oder synthetischen Substanzen ist das physiologische Milieu des Extraktes und seine Komplexizität, die die Absorption, Bioverfügbarkeit und Wirksamkeit der aktiven Inhaltsstoffe erhöhen.
Phytohormone spielen eine entscheidende Rolle in der Prävention so genannter Zivilisationskrankheiten und nehmen eine immer wichtigere Stellung in der heutigen Ernährung bzw. Nahrungssubstitution ein.
Abstrakt
Epidemologische Daten zeigen, dass eine Phytoöstrogen-reiche Ernährung einen positiven Einfluss auf verschiedene chronische Erkrankungen wie Osteoporose, Herz-Kreislauf- und Hormon-abhängige Krebserkrankungen hat. Die zu den Phytoöstrogenen zählenden Isoflavone üben diese Wirkung aber nicht nur durch unmittelbare Interaktion mit dem Östrogenrezeptor aus, sondern auch durch inhibitorische Effekte auf bestimmte Enzyme des Hormonmetabolismus, auf die DNA-Topoisomerase und Tyrosinkinase, bzw. durch Stimulation der Proliferation und Differenzierung von speziellen Zellsystemen z. B. Osteoblasten. Phytohormone sind also alle natürlichen Verbindungen, die hormonähnliche Effekte auslösen. Rotklee ist besonders reich und vielfältig an verschiedensten Phytoöstrogenen. Erste klinische Untersuchungen mit einem standardisierten Rotklee-Extrakt (Menoflavon®) an postmenopausalen Frauen zeigen eine signifikante Reduktion menopausaler Beschwerden im Vergleich zur Placebogruppe. Laboruntersuchungen belegen eindrucksvoll, dass Rotklee-Isoflavone besonders selektiv am Östrogenrezeptor beta wirken und damit Herz/Kreislauf und Knochen schützen. Aus den bis dato vorliegenden Daten lässt sich schließen, dass Rotklee-Extrakt ein potentes Substrat zur Behandlung postmenopausaler Beschwerden sein dürfte.
Anschrift der Autoren:
Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Sterilitätsbehandlung, Universität Wien, AKH, Währinger Gürtel 18–20, A-1090 Wien, Österreich
Korrespondenzadresse: w.o., Dr. Felix Stonek, Tel: 01/40400–7828, Fax: –7842, E-Mail: felix.stonek@akh-wien.ac.at

Dieter aus Husum verwies am 16.2.2008 auf den folgenden Artikel im Internet:
http://idw-online.de/pages/de/news246831.
Dazu schrieb Ulrich unter dem Betreff "Red Clover oder Trifolium pratense suchen!" einen Tag später:
Veröffentlichungen über die Wirkungen von Rotklee darf man nicht im deutschen Internet suchen!
Im deutsschen Internet kann man auf vielen Seiten über Phytamine folgendes lesen: "Über die therapeutische Wirkung der einzelnen Inhaltsstoffe müssen Sie sich leider an anderer Stelle Informieren, da uns solche Hinweise aus wettbewerbsrechtlichen Gründen untersagt wurden" [d.h. die Pharmalobby hat sich beim deutshen Gesetzgeber durchgesetzt und der Konkurrenz Verbote auferlegt - natürlich geschieht diese Zensur nur zu unserem Besten und weil wir dummen Leute uns sowieso kein eigenes Urteil bilden können].
Immerhin gibts es bei der deutschen Wikipedia fogenden Hinweis: "Rotklee ist besonders reich an den Verbindungen Genistein und Daidzein. Beides sind Isoflavonoide und den weiblichen Östrogenen sehr ähnlich".
Im amerikanischen Wikipedia steht: "The isoflavones and phytoestrogens from Red Clover have been used to treat the symptoms of menopause. Women who are pregnant and breastfeeding should avoid ingesting Red Clover. It has also been reported that red clover can be used for therapeutic purposes for coughs, bronchitis, eczema, sores, scrofula and can be gargled for mouth ulcers and sore throats.
It is the national flower of Denmark and the state flower of Vermont."
Etwas mehr zu lesen gibt es unter:
http://www.drugdigest.org/DD/DVH/Her...atense,00.html
Because it contains chemicals called isoflavones, which belong to a larger class of plant chemicals known as phyto (plant-derived) estrogens, red clover is often taken to relieve symptoms of premenstrual syndrome (PMS). Isoflavones are similar in shape to the female hormone, estrogen. Therefore, they may attach to estrogen receptors throughout the body--particularly in the bladder, blood vessels, bones, and heart. For women with normal estrogen levels, red clover isoflavones may displace some natural estrogens, possibly preventing or relieving estrogen-related symptoms, such as breast pain, that are associated with PMS. This effect may also reduce the possibility of developing estrogen-dependent cancer of the endometrium (the lining of the uterus). In addition, results from a review of nearly 1,000 women suggest that red clover may interfere with an enzyme known to promote the progression of endometrial cancer. Red clover may also block enzymes thought to contribute to prostate cancer in men. However, red clover isoflavones may actually cause some types of existing breast tumors to grow faster.
Taking red clover has been shown to help delay osteoporosis in women who have not yet reached menopause. The estrogen-like effect of red clover isoflavones may be involved, and red clover also may have a direct effect by preventing the breakdown of existing bone. However, this possible bone-strengthening effect has not been seen in men or post-menopausal women. Red clover has shown a definite limiting effect, however, in the development of benign prostate hyperplasia (BPH), which is a non-cancerous enlargement of the prostate gland. An enlarged prostate may cause men to experience a weak or interrupted urine stream, dribbling after urinating, or the urge to urinate even after voiding. For most men, BPH is a normal part of aging.
Red clover may also help to prevent heart disease in several ways. Although results from human studies are not definite, some show that taking red clover may lower blood levels of C-reactive protein, total cholesterol, triglycerides, and "bad" low-density lipoprotein (LDL) cholesterol--all factors that contribute to heart disease. At the same time, red clover may raise the levels of "good" high-density lipoprotein (HDL) cholesterol in the body. In addition, red clover may also promote an increase in the secretion of bile acid [Gallensäure]. Because cholesterol is a major component of bile acid, increased bile acid production usually means that more cholesterol is used and less cholesterol circulates in the body. Additionally, red clover contains small amounts of chemicals known as coumarins, which may help keep the blood from becoming thick and gummy. Therefore, the possibility of forming blood clots and arterial plaques may be reduced. Plaques are accumulations of blood cells, fats, and other substances that may build up in blood vessels, possibly reducing or blocking blood flow. Red clover may also help the arteries remain strong and flexible (a quality often called "arterial compliance"), which may also help to prevent some of the plaque deposits that may lead to a heart attack or a stroke.
[Nebenbei: Zitate aus dieser Internetveröffentlichung unterliegen nicht dem deutschen Copyright!]
Nun möge sich jeder eine eigene Meinung über Rotkleeanwendungen (kann man auch als Tee trinken – die Blätter und Blüten zum Überbrühen findet man auf jeder 2. Wiese!) bilden.
Die starke Wirksamkeit von Phytaminen im Rotklee wurde 1946 bei der Schafzucht in Australien entdeckt, wo es auf reinen Rotkleeweiden zu starken Fruchtbarkeitsstörungen (Antibabypille für Schafe) kam.
[Hinweis: Wer Wirkungen von Phytaminen/Pflanzenwirkstoffen im deuschen Internet {DE-Adressen} genauer herausbekommen möchte, muss unter "Tierfutter" suchen. Bisher hat die Pharmaindustrie bzw. ihre Lobby den deutschen Gesetzgeber noch nicht veranlasst, auch hier einen gesetzlichen Maulkorb für Publikationen zu erlassen.]
Dieter aus Husum antwortete darauf am selben Tag:
Die Seite drugdigest fand ich auch recht interessant. Es gibt einen Hinweis zur Vorsicht, den ich hier einstelle, weil ich meine, dass er wichtig ist und man sich den letzten Satz besonders lange auf der Zunge zergehen lassen sollte.
Red Clover: When should I be careful taking it?
Women with hormone-dependent conditions such as endometriosis, uterine fibroids, and cancers of the breast, ovaries, or uterus should not take red clover due to its possible estrogenic effects. Men with prostate cancer should also avoid taking red clover, unless a doctor recommends using it.
Übersetzung: Roter Klee: Warnhinweis zur Verwendung
Frauen mit hormonabhängigen Erkrankungen wie Endometriose, Gebärmuttermyom und Krebsarten der Brust, der Eierstöcke oder der Gebärmutter sollten aufgrund seiner möglichen östrogenen Wirkungen keinen roten Klee nehmen. Männer mit Prostatakrebs sollten auch roten Klee vermeiden, es sei denn, ein Doktor empfiehlt, ihn zu verwenden [Hervorhebung durch Ed].
Darauf antwortete Ulrich, ebenfalls am 17.2.2008:
Man sollte alle hochwirksamen Phytamine mit seinem Arzt oder Heilpraktiker abstimmen, außerdem konkurrieren Phyto-Östrogene offensichtlich am Testosteronrezeptor auf dem Zellkern in Prostatazellen mit Antiandrogenen (Flutamid, Casodex) und daher sollten Patienten, die diese Antiandrogene nehmen, keine größeren Dosen von Phyto-Östrogenen konsumieren (das ist jedenfalls mein Verständnis davon).
Im übrigen enthalten auch Soja-Extrakte (normale Speisen sind sicher unbedenktlich) hohe Dosen von Phyto-Östrogenen!
Und schließlich sind meines Erachtens u.a. wegen der darin enthaltenen Phyto-Östrogene auch die Präparate für die Cellsymbiosis-Therapie mit einer Medikation von Antiandrogenen kontraindisziert, weshalb ich auch beim Umstieg auf die Cellsymbiosis-Therapie die bisherige ADT2 beende.
Allerdings hat Dr. Heinrich Kremer in der TISSO-Telefonkonferenz, als er von RuStra danach gefragt worden war, ausgeführt, daß man bisher über die Phyto-Östrogene zu wenig Gesichertes weiß, um definitive Aussagen zu machen. Insoweit sind auch alle hier aufgestellten Behauptungen über die Wirkung der Phyto-Östrogene im Rotklee Hypothesen, bzw. rein vorsorglich; sie beruhen bestenfalls auf Anwendungserfahrungen.
Es ist sowieso eine Art Grundgesetz bei OM-Medikation, daß man sehr sensibel in seinen Körper hineinhören sollte, um Über- oder Unterdosieungen festzustellen.
Der Vollständigkeit halber sei hier noch angemerkt, daß einige TISSO-Produkte aus der Rezeptur von Dr. Heinrich Kremer auch Phyto-Östrogene enthalten:
• Pro EMsan enthält Rotkleeblätter
• Pro Dialvit 44 enthält wilde Yamswurzel
• Pro Sirtusan enthält Genistein aus Soja
Hier ein etwas längerer Auszug aus dem Artikel "Phytoöstrogen" in Wikipedia:
Phytoöstrogene, auch Phytoestrogene, sind sekundäre Pflanzenstoffe, zu denen unter anderem Isoflavone und Lignane gehören. Sie sind keine Östrogene im eigentlichen Sinne, sondern besitzen lediglich strukturelle Ähnlichkeit mit diesen. Diese Ähnlichkeit ermöglicht eine Bindung an Östrogenrezeptoren, wodurch eine östrogene oder auch antiöstrogene Wirkung erzielt werden kann. Die bekanntesten Phytoöstrogene sind Genistein, Daidzein und Coumestrol.
Die erste Pflanze, deren phytoöstrogene Wirkung überliefert wurde, ist das Sylphion (Ferula historica). Es diente als Verhütungsmittel, und die Nachfrage danach war so groß, dass es im 2. oder 3. Jahrhundert nach Christus wegen Übererntung ausstarb.
Die Phytoöstrogene wurden in den 1950er Jahren entdeckt. Schafzüchter in Westaustralien beobachteten bei ihren Schafherden eine unerklärliche Unfruchtbarkeit. Zehn Jahre später entdeckten Forscher als Ursache im Klee zwei Phytoöstrogene, Genistein und Formononetin. Bald darauf wurden weitere ähnliche Stoffe in anderen Schmetterlingsblütlern gefunden.
Besonders reich an den Vorläufern der im menschlichen Organismus aktiven Isoflavone sind Sojabohnen und daraus hergestellte Produkte. Lignane finden sich vor allem in Leinsamen. Weitere gute Quellen für Phytoöstrogene sind Hülsenfrüchte, Getreidekleie und Getreide. In etwas geringerer Konzentration sind sie auch in vielen Gemüse- und Obstsorten, Samen, Hopfen, Salbei, Tee und einigen alkoholischen Getränken wie Bier, Wein und Bourbon (Whiskey) enthalten. Wie hoch der Phytoöstrogengehalt eines Lebensmittels ist, wird zudem von Sorte, Klima, Erntezeit und Fruchtreife beeinflusst.
Gesundheitliche Auswirkungen
Aufgrund ihrer Fähigkeit, an Östrogenrezeptoren zu binden und dadurch dieselben Effekte auszulösen wie Östrogene, mildern Phytoöstrogene klimakterische Beschwerden und senken das Osteoporose-Risiko. Trotz ihrer Östrogenwirkung sollen Phytoöstrogene im Rahmen einer Hormonersatztherapie im Vergleich zu Östrogenen geringere oder keine Nebenwirkungen aufweisen. Dies liegt wahrscheinlich in erster Linie an der niedrigeren Dosierung bzw. der geringeren Wirksamkeit. Es gibt Hinweise, dass isolierte Phytoöstrogene zusammen mit Sojaprotein das Gesamt- und LDL-Cholesterin sowie Triglyzeride senken ...
Gelegentlich wird behauptet, dass die bei regelmäßigem Biergenuss auftretende Gynäkomastie auf im Bier enthaltene Phytoöstrogene zurückzuführen sei; tatsächlich enthält der zur Bierherstellung verwendete Hopfen - wie andere Hanfgewächse auch - kleine Mengen dieser wie Östrogene wirkenden Substanzen ...
Der Urologe Hartwig Wilhelm Bauer behauptet, dass Phytoöstrogene die Entstehung von Prostatakrebs positiv beeinflussen können, da diese Stoffe im Körper spezifische Rezeptoren stimulierten, welche darüber wachten, dass Prostatazellen nicht zu malignen entarten.
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Obwohl sich der letzte Satz recht dramatisch anhört, muss ich gestehen: Ich verstehe ihn nicht; sein Inhalt bleibt mysteriös bzw. von Rezeptoren, die darüber wachen, dass kein Prostatakrebs entsteht, habe ich noch nie etwas gehört.