Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Neue
Ansätze – Roter Klee (Rotklee)
- Peter
schrieb am 12.2.2002:
-
ich trinke Tee von
Rotkleeblüten und keime Rot- und Erdklee.
-
von UsToo:
-
c) Shares in
Australia's Novogen Rise 7% on Anti-CANCER Technology
-
Asia Pulse
-
February 11, 2002
-
[nachstehend
meine Übersetzung des von Peter mitgeschickten
englischsprachigen Artikels. - Ed]
-
"SYDNEY –
Der Aktienkurs der Novogen Ltd machte heute einen Sprung um sieben
Prozent nach oben, nachdem die Firma bekannt gegeben hatte, dass ihr
Rotklee-Isoflavon-Nahrungsergänzungsmittel eine effektive
Behandlung bei Prostatakrebs ist.
-
Das Pharmaunternehmen
sagte, dass das Nahrungsergänzungsmittel in frühem Stadium
befindliche Prostatakrebszellen in fünffach höherem Maß
zum Absterben brachte als bei einer unbehandelten Kontrollgruppe.
-
Novogen sagte, dass es
das Mittel an 38 Männern mit bestätigtem Prostatakrebs
getestet habe. Den Patienten wurden täglich 160 mg des
Mittels als Vorbereitung auf eine Prostataoperation verabreicht, und
sie wurden mit Patienten verglichen, die keine Behandlung erhalten
hatten. Die Zeitdauer der Behandlung reichte von einer Woche bis zu
acht Wochen.
-
Die Inzidenz des
Krebszelltodes lag bei Patienten, die das Mittel erhalten hatten, im
Durchschnitt fünf Mal so hoch. Es wurde von keinen negativen
Nebenwirkungen berichtet.
-
Das Unternehmen
präsentierte seine Daten kürzlich beim Dritten
Weltkongress über den alternden Mann in Berlin."
-
Wil kommentierte
diese Meldung am selben Tag wie folgt:
-
Nach 8 Wochen Behandlung mit
Rotklee wurde operiert. So konnte der Effekt im Labor gemessen
werden. Ein weniger bearbeiteter Bericht der Fa. Novogen Limited
sagte, dass Zelltötungen spezifisch waren in Bereichen mit
Gleason Grade 1, 2 oder 3.
-
Hier wie ich es dann
sehe:
-
Zelltötungen
fanden nicht statt in Teilen des Tumorgewebes, wo ein Gleason Grade
von 4 oder 5 vorlag. Also, wenn ein nicht Operierter sein PSA mit
Rotklee sinken lassen kann, weiss er, dass er einen günstigen
Gleason Score hat, 1+2, 2+1, 1+3, 2+3, und nicht z. B. 4+3.
-
Ein gutes Beispiel
dafür, dass eine Behandlung bei einigen Patienten gut
funktioniert während sie bei anderen Patienten (die es am
meisten brauchen) gar nicht funktioniert.
- Julius
fragte am 15.2.2003:
-
Seit
Oktober 2002 mache ich (bisher erfolgreich) die dreifache
Hormonblockade (DHB) nach Dr. B.Leibowitz; zusätzlich läuft
als Knochen-Therapie gegen Knochenmetastasen die Infusion mit
Zometa.
-
Von
schwerwiegenden Nebenwirkungen bin ich bislang verschont geblieben,
bis auf die sog. Hitzewallungen mit Schweißausbruch infolge
der Hormonbehandlung.
-
Auch
wenn ich nachts nicht 5-mal den Schlafanzug voll Schweiß
wechseln muss, so wie kürzlich ein Betroffener in der
Selbsthilfe-Gruppe erzählte, sind diese überfallartige
Schweißausbrüche doch mehr als lästig.
-
Wer
kann mir Tipps geben, mit welchem Medikament diese bekämpft
bzw. erfolgreich beseitigt werden können?
-
Malte antwortete am
selben Tag:
-
ich
habe nicht gleich mit so scharfen Geschützen geschossen. Mir
hat Menoflavon, insbesondere gegen Schlaflosigkeit und
Hitzewallungen geholfen. Ein Extrakt aus Rotklee. Rezeptfrei in der
Apotheke zu beziehen. Wir sind während der DHB ähnlich
betroffen wie Frauen in den Wechseljahren.
-
Ausnahmsweise
der komplette Text:
-
Dr.
Felix Stonek, Prof. Dr. Markus Metka, Dr. Anna Maria Riedl und Prof.
DDr. Johannes C. Huber
-
Phytohormone, wie
z. B. aus dem Rotklee, treten als sanfte Alternative zur
herkömmlichen Hormonsubstitution immer mehr in den Vordergrund.
-
Eine Nutzpflanze
als Pharmatherapeutikum
-
Rotklee und
Phytohormone
-
Meno- und Andropause.
Die Bedeutung der Phytohormone geht mittlerweile weit über
deren Ernährungsphysiologie hinaus. Intensive Forschungen
zeigen mehr und mehr auf, dass Nahrungsergänzungsstoffe in
entsprechender Dosierung auch pharmakologische Effekte aufweisen und
somit der herkömmlichen Schulmedizin durchaus die Stirn bieten
können.
-
Zahlreiche Studien
belegen den hohen Stellenwert der Phytohormone in der Prävention
und Therapie meno- und andropausaler Beschwerden (1).
-
Dass Asiaten seltener
an kardiovaskulären Erkrankungen leiden und die Inzidenz für
Karzinome hier besonders niedrig ist, ist vor allem der besonderen
Ernährung zuzuschreiben (2).
-
Dr. Felix Stonek
-
Unter dem Begriff
Phytohormone kann man jene aus Pflanzen stammenden Verbindungen
zusammenfassen, die im menschlichen Organismus hormonähnliche
Effekte auslösen. Bislang haben vor allem Phytoöstrogene
Beachtung gefunden, da sie aufgrund ihrer Strukturähnlichkeit
zum endogenen Substrat 17Beta-Östradiol auch am entsprechenden
Hormonrezeptor binden (3). Darüber hinaus gibt es aber eine
Reihe von Naturstoffen, die an anderen Stellen des Hormonhaushaltes
angreifen, also indirekt Hormoneffekte auslösen. Hierzu gehören
z.B. Flavonoide (4), die Enzyme des Hormonmetabolismus inhibieren,
oder bestimmte Aminosäuremischungen (5), die die Sekretion von
Hormonen stimulieren. Phytoöstrogene sind durch ihren direkten
Angriff am Rezeptor eher zur Substitution bei einem Hormondefizit
indiziert, während den Hormonmetabolismus stimulierende
Naturstoffe zum »Feintuning« von leicht schwankendem
Hormonspiegel eingesetzt werden können. Je nachdem, welches
Sexualhormon beeinflusst wird, kann man Phytoöstrogene,
Phytogestagene und Phytoandrogene unterscheiden. Naturstoffe, die
den Metabolismus der Sexualhormone beeinflussen oder stimulierende
Effekte aufweisen, sollten eher allgemein unter dem Begriff
Phytohormone zusammengefasst werden.
-
Phytoöstrogene
-
Phytoöstrogene
sind im klassischen Sinne Pflanzeninhaltsstoffe mit östrogener
Wirkung (1). Über den östrogenen Effekt hinaus wurden für
Phytoöstrogene eine Reihe weiterer Wirkungsmechanismen
beschrieben, wie antiöstrogene Effekte, die inhibitorische
Aktivität auf verschiedenste Enzymsysteme und die antioxidative
Wirkung (3).
-
Zu den Phytoöstrogenen
werden Isoflavone, Lignane und Coumestane gerechnet (Abb. 1), die
insbesondere in Frucht und Blattanteil verschiedener Pflanzen, wie
Soja, Rotklee* und Lein enthalten sind (6). Insbesondere die
asiatische Ernährung zeichnet sich durch einen hohen
Phytoöstrogengehalt aus, der unter anderem der Zufuhr von
Sojaprodukten zugeschrieben werden kann. Eine bedeutende Rolle in
der westlichen Ernährung spielen die östrogen aktiven
Lignane Enterodiol und Enterolacton, die metabolisch aus den in der
Aleuronschicht von Getreidekörnern lokalisierten
Secoisolariciresinol und Matairesinol entstehen (7). Die
wesentlichen Quellen für Phytoöstrogene sind also
Nahrungsmittel wie Gemüse, Beeren, Getreide, Hülsenfrüchte
und Samen.
-
Isoflavone sind in der
Pflanze glykosidisch gebunden, sind aber in dieser Form nicht
östrogen wirksam. Sie werden erst durch die Spaltung zu den
Aglyka aktiv. Isoflavone werden durch die Bakterienflora im
Magen-Darm-Trakt deglycosidiert und in der Folge oxidiert. Die
Metabolite werden resorbiert und durch Phase II Enzyme der Leber
sulfatiert und glucuronidiert. Diese Metabolite unterliegen dem
enterohepatischen Kreislauf und werden schlussendlich biliär
bzw. mit dem Harn ausgeschieden (Abb. 2). Die Absorption der
Isoflavone erfolgt nur im dekonjugierten Zustand (7). Interessant
ist, dass auch die Metabolite per se östrogene Effekte
aufweisen.
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Zahlreiche internationale Studien belegen die Aktivität der
Phytoöstrogene zur Behandlung menopausaler Beschwerden und zur
Prävention der Osteoporose, von Herzkreislauferkrankungen und
Krebs. Dies ist nicht zuletzt der Strukturähnlichkeit der
diphenolischen Phytoöstrogene zum Östrogen zuzuschreiben
(7). Diese Strukturanalogie bedingt deren Affinität zum
Östrogenrezeptor (8).
-
Bisher wurden zwei
Subtypen des Östrogenrezeptors – Alpha und Beta –
identifiziert, die sich in der Bindungsstelle für Östrogen
unterscheiden. Alpha-Rezeptoren sind vor allem an den
Fortpflanzungsorganen und im Brustgewebe lokalisiert, während
Beta-Rezeptoren vorwiegend im Knochengewebe, im Herzkreislaufsystem
und im Gehirn zu finden sind.
-
Phytoöstrogene
und insbesondere Isoflavone binden mit deutlich höherer
Affinität an den Beta-Rezeptor (9) und können daher als
SERMs (Selective estrogen receptor modulator) bezeichnet werden.
SERMs zeichnen sich durch positive Effekte auf Knochen, Herz und
Kreislauf aus, während Brust und Uterus nicht betroffen sind
(10). Dies ist ein eindeutiger Vorteil gegenüber der
herkömmlichen HRT, bei der aufgrund der unspezifischen
Rezeptorbindung mit unterschiedlichsten Nebenwirkungen gerechnet
werden muss. In höheren Konzentrationen können
Phytoöstrogene aber auch antiöstrogene Effekte auslösen,
indem sie das endogene Substrat vom Rezeptor kompetitiv verdrängen
(11). Darüber hinaus inhibieren Isoflavone Enzyme, wie die
Tyrosinkinase bzw. die DNA-Topoisomerase (12) und entfalten so
canceroprotektive Eigenschaften. Die tyrosinspezifische
Proteinkinase induziert die Zellproliferation durch Wirkung auf die
Wachstumsfaktor-stimulierte Signaltransduktion. Insbesondere
Genistein inhibiert dosisabhängig die Zellproliferation in
humanen Leukämie- und Melanomzellen durch Hemmung der
Tyrosinkinase (13). Auch für Biochanin A sind cytotoxische
Effekte auf Krebszellen beschrieben (14). Der schon lange für
Flavonoide beschriebene antioxidative Effekt trägt durch
Hemmung der Superoxidanionen-Bildung zum Zellschutz bei und
verzögert so die Apoptose (15). Gleichzeitig induziert
Genistein die Aktivität der Enzyme Catalase, Superoxiddismutase
und Glutathionperoxidase, die ihrerseits als Radikalfänger
fungieren. Darüber hinaus inhibieren Isoflavone die
Lipoxygenase und reduzieren so das atherosklerotische Risiko.
Isoflavone agieren als Antioxidantien entweder durch direkte Hemmung
von Enzymen bzw. Induktion der Aktivität von protektiven
Enzymen.
-
Rotklee-Isoflavone
in der Behandlung klimakterischer Beschwerden
-
Die Abnahme der
Östradiolspiegel verursacht bei der Frau ab 45 unterschiedliche
physiologische Veränderungen, die sich in Symptomen wie
Hitzewallungen, psychologischen Störungen, atropher Vaginitis
und trockenen Schleimhäuten äußern und zur
Entwicklung von Osteoporose und Herzkreislauferkrankungen beitragen.
Exogene Zufuhr von Östrogenen kann die Symptome lindern.
-
Rotklee ist Soja
hinsichtlich der Isoflavone sowohl quantitativ als auch qualitativ
überlegen. Während Soja nur Genistein und Daidzein in
signifikanten Konzentrationen enthält, findet man in Rotklee
zusätzlich Formononetin und Biochanin A. Diese Isoflavone
stellen ihrerseits methylierte Vorstufen von Genistein und Daidzein
dar (Abb. 3) und tragen selbst auch zur Wirkung von Rotklee bei.
Daidzein wird weiter zu den aktiven Metaboliten Equol und
O-Desmethylangiolensin metabolisiert (16).
-
Ziel einer erstmals
mit einem standardisierten Rotklee-Extrakt durchgeführten
randomisierten, placebokontrollierten Doppelblind-Studie am Wiener
AKH an 63 postmenopausalen Frauen mit klimakterischen Beschwerden
war eine genaue Evaluierung der subjektiven Befindlichkeit unter
Rotklee-Extrakt. Dabei wurden 46 Frauen mit 40 mg Rotklee-Extrakt
(Menoflavon®) durch drei Monate behandelt, 17 Frauen erhielten
ein Placebo. Beide Gruppen wurden vor und nach der Behandlung über
ihr Befinden befragt und in einem standardisierten Kuppermann-Index
klassifiziert. Dabei zeigte sich deutlich, dass klimakterische
Beschwerden unter Menoflavon®-Medikation signifikant niedriger
waren als in der Placebo-Gruppe (Abb. 4). Ebenso gab es bei Frauen
unter 3-monatiger Menoflavon®-Therapie eine signifikante
Verringerung des Gesamtcholesterinspiegels im Blut; ein Effekt, der
von Sojaisoflavonen schon lange bekannt ist und mit ein Grund für
die kardioprotektive Wirkung von Isoflavonen sein dürfte. Diese
ersten Ergebnisse bestätigen auch epidemiologische Daten aus
Asien, dass eine phytoöstrogenreiche Ernährung zu einer
geringeren Inzidenz menopausaler Beschwerden führt.
Hitzewallungen treten bei asiatischen Frauen signifikant weniger
häufig auf als bei Frauen westlicher Nationen. Internationale
Studien mit postmenopausalen Frauen belegen, dass Isoflavone die
Häufigkeit der Hitzewallungen reduzieren können (17). Auch
weitere menopausale Symptome nahmen während der Zufuhr von
Phytoöstrogenen deutlich ab.
-
Jüngste
Untersuchungen mit Isoflavonen eines speziellen Rotklee-Extraktes
zeigten, dass deren Affinität zum Beta-Rezeptor um ein
Vielfaches höher ist als die zum Alpha-Rezeptor (Abb. 5). Mehr
noch, die Summe dieser spezifischen Aktivität der einzelnen
Isoflavone ist niedriger als die des Gesamtextraktes. Diese
Beobachtung unterstützt die Hypothese, dass weitere, noch nicht
identifizierte Inhaltsstoffe an dem Effekt mitbeteiligt sind (18).
Rotklee kann daher als hochselektiver SERM bezeichnet werden.
-
Fazit
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Epidemiologische
Erhebungen und international durchgeführte Studien belegen,
dass Phytohormone, also vor allem Phytoöstrogene, aber auch
Phytogestagene und Phytoandrogene verschiedenste Hormon-abhängige
Beschwerden reduzieren bzw. vorbeugen, wie menopausale oder
andropausale Symptome, Herz-Kreislauferkrankungen, Osteoporose und
Krebs. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass insbesondere
Isoflavone auch für phytogestagene und phytoandrogene
Mechanismen verantwortlich sind. Die zugrunde liegenden Mechanismen
sind vielschichtig. Einerseits wirken Phytoöstrogene via
direkter Bindung am Rezeptor sowohl östrogen als auch, in
höherer Konzentration, antiöstrogen, andererseits können
Phytohormone auch durch Hemmung enzymatischer Reaktionen bzw. durch
Stimulation der Hormonsekretion Effekte im Hormonhaushalt auslösen.
Letzt genannte inhibitorische bzw. stimulative Reaktionen werden
auch durch andere Naturstoffe als die klassischen Phytoöstrogene,
nämlich durch Flavonoide, Sterine, bestimmte Gerbstoffe und
Saponine ausgelöst.
-
Der Vorteil der
»natürlichen« Therapeutika gegenüber
isolierten natürlichen oder synthetischen Substanzen ist das
physiologische Milieu des Extraktes und seine Komplexizität,
die die Absorption, Bioverfügbarkeit und Wirksamkeit der
aktiven Inhaltsstoffe erhöhen.
-
Phytohormone spielen
eine entscheidende Rolle in der Prävention so genannter
Zivilisationskrankheiten und nehmen eine immer wichtigere Stellung
in der heutigen Ernährung bzw. Nahrungssubstitution ein.
-
Abstrakt
-
Epidemologische Daten
zeigen, dass eine Phytoöstrogen-reiche Ernährung einen
positiven Einfluss auf verschiedene chronische Erkrankungen wie
Osteoporose, Herz-Kreislauf- und Hormon-abhängige
Krebserkrankungen hat. Die zu den Phytoöstrogenen zählenden
Isoflavone üben diese Wirkung aber nicht nur durch unmittelbare
Interaktion mit dem Östrogenrezeptor aus, sondern auch durch
inhibitorische Effekte auf bestimmte Enzyme des Hormonmetabolismus,
auf die DNA-Topoisomerase und Tyrosinkinase, bzw. durch Stimulation
der Proliferation und Differenzierung von speziellen Zellsystemen
z. B. Osteoblasten. Phytohormone sind also alle natürlichen
Verbindungen, die hormonähnliche Effekte auslösen. Rotklee
ist besonders reich und vielfältig an verschiedensten
Phytoöstrogenen. Erste klinische Untersuchungen mit einem
standardisierten Rotklee-Extrakt (Menoflavon®) an
postmenopausalen Frauen zeigen eine signifikante Reduktion
menopausaler Beschwerden im Vergleich zur Placebogruppe.
Laboruntersuchungen belegen eindrucksvoll, dass Rotklee-Isoflavone
besonders selektiv am Östrogenrezeptor beta wirken und damit
Herz/Kreislauf und Knochen schützen. Aus den bis dato
vorliegenden Daten lässt sich schließen, dass
Rotklee-Extrakt ein potentes Substrat zur Behandlung
postmenopausaler Beschwerden sein dürfte.
-
Anschrift der
Autoren:
-
Universitätsklinik
für Frauenheilkunde, Abteilung für Gynäkologische
Endokrinologie und Sterilitätsbehandlung, Universität
Wien, AKH, Währinger Gürtel 18–20, A-1090 Wien,
Österreich
-
Korrespondenzadresse:
w.o., Dr. Felix Stonek, Tel: 01/40400–7828, Fax: –7842,
E-Mail: felix.stonek@akh-wien.ac.at
- Dieter
aus Husum verwies am 16.2.2008 auf den folgenden Artikel im
Internet:
-
http://idw-online.de/pages/de/news246831.
-
Dazu schrieb Ulrich unter dem Betreff "Red Clover oder
Trifolium pratense suchen!" einen Tag später:
-
Veröffentlichungen über die Wirkungen von Rotklee darf man
nicht im deutschen Internet suchen!
-
Im deutsschen Internet kann man auf vielen Seiten über
Phytamine folgendes lesen: "Über die therapeutische
Wirkung der einzelnen Inhaltsstoffe müssen Sie sich leider an
anderer Stelle Informieren, da uns solche Hinweise aus
wettbewerbsrechtlichen Gründen untersagt wurden" [d.h. die
Pharmalobby hat sich beim deutshen Gesetzgeber durchgesetzt und der
Konkurrenz Verbote auferlegt - natürlich geschieht diese Zensur
nur zu unserem Besten und weil wir dummen Leute uns sowieso kein
eigenes Urteil bilden können].
-
Immerhin gibts es bei der deutschen Wikipedia fogenden Hinweis:
"Rotklee ist besonders reich an den Verbindungen Genistein und
Daidzein. Beides sind Isoflavonoide und den weiblichen Östrogenen
sehr ähnlich".
-
Im amerikanischen Wikipedia steht: "The isoflavones and
phytoestrogens from Red Clover have been used to treat the symptoms
of menopause. Women who are pregnant and breastfeeding should avoid
ingesting Red Clover. It has also been reported that red clover can
be used for therapeutic purposes for coughs, bronchitis, eczema,
sores, scrofula and can be gargled for mouth ulcers and sore
throats.
-
It is the national flower of Denmark and the state flower of
Vermont."
-
Etwas mehr zu lesen gibt es unter:
-
http://www.drugdigest.org/DD/DVH/Her...atense,00.html
-
Because it contains chemicals called isoflavones, which belong to a
larger class of plant chemicals known as phyto (plant-derived)
estrogens, red clover is often taken to relieve symptoms of
premenstrual syndrome (PMS). Isoflavones are similar in shape to the
female hormone, estrogen. Therefore, they may attach to estrogen
receptors throughout the body--particularly in the bladder, blood
vessels, bones, and heart. For women with normal estrogen levels,
red clover isoflavones may displace some natural estrogens, possibly
preventing or relieving estrogen-related symptoms, such as breast
pain, that are associated with PMS. This effect may also reduce the
possibility of developing estrogen-dependent cancer of the
endometrium (the lining of the uterus). In addition, results from a
review of nearly 1,000 women suggest that red clover may interfere
with an enzyme known to promote the progression of endometrial
cancer. Red clover may also block enzymes thought to contribute to
prostate cancer in men. However, red clover isoflavones may actually
cause some types of existing breast tumors to grow faster.
-
Taking red clover has been shown to help delay osteoporosis in women
who have not yet reached menopause. The estrogen-like effect of red
clover isoflavones may be involved, and red clover also may have a
direct effect by preventing the breakdown of existing bone. However,
this possible bone-strengthening effect has not been seen in men or
post-menopausal women. Red clover has shown a definite limiting
effect, however, in the development of benign prostate hyperplasia
(BPH), which is a non-cancerous enlargement of the prostate gland.
An enlarged prostate may cause men to experience a weak or
interrupted urine stream, dribbling after urinating, or the urge to
urinate even after voiding. For most men, BPH is a normal part of
aging.
-
Red clover may also help to prevent heart disease in several ways.
Although results from human studies are not definite, some show that
taking red clover may lower blood levels of C-reactive protein,
total cholesterol, triglycerides, and "bad" low-density
lipoprotein (LDL) cholesterol--all factors that contribute to heart
disease. At the same time, red clover may raise the levels of "good"
high-density lipoprotein (HDL) cholesterol in the body. In addition,
red clover may also promote an increase in the secretion of bile
acid [Gallensäure]. Because cholesterol is a major component of
bile acid, increased bile acid production usually means that more
cholesterol is used and less cholesterol circulates in the body.
Additionally, red clover contains small amounts of chemicals known
as coumarins, which may help keep the blood from becoming thick and
gummy. Therefore, the possibility of forming blood clots and
arterial plaques may be reduced. Plaques are accumulations of blood
cells, fats, and other substances that may build up in blood
vessels, possibly reducing or blocking blood flow. Red clover may
also help the arteries remain strong and flexible (a quality often
called "arterial compliance"), which may also help to
prevent some of the plaque deposits that may lead to a heart attack
or a stroke.
-
[Nebenbei: Zitate aus dieser Internetveröffentlichung
unterliegen nicht dem deutschen Copyright!]
-
Nun möge sich jeder eine eigene Meinung über
Rotkleeanwendungen (kann man auch als Tee trinken – die
Blätter und Blüten zum Überbrühen findet man auf
jeder 2. Wiese!) bilden.
-
Die starke Wirksamkeit von Phytaminen im Rotklee wurde 1946 bei der
Schafzucht in Australien entdeckt, wo es auf reinen Rotkleeweiden zu
starken Fruchtbarkeitsstörungen (Antibabypille für Schafe)
kam.
-
[Hinweis: Wer Wirkungen von Phytaminen/Pflanzenwirkstoffen im
deuschen Internet {DE-Adressen} genauer herausbekommen möchte,
muss unter "Tierfutter" suchen. Bisher hat die
Pharmaindustrie bzw. ihre Lobby den deutschen Gesetzgeber noch nicht
veranlasst, auch hier einen gesetzlichen Maulkorb für
Publikationen zu erlassen.]
-
Dieter aus Husum antwortete darauf am selben Tag:
-
Die Seite drugdigest
fand ich auch recht interessant. Es gibt einen Hinweis zur Vorsicht,
den ich hier einstelle, weil ich meine, dass er wichtig ist und man
sich den letzten Satz besonders lange auf der Zunge zergehen lassen
sollte.
-
Red Clover: When should I be careful taking it?
-
Women with hormone-dependent conditions such as endometriosis,
uterine fibroids, and cancers of the breast, ovaries, or uterus
should not take red clover due to its possible estrogenic effects.
Men with prostate cancer should also avoid taking red clover, unless
a doctor recommends using it.
-
Übersetzung: Roter Klee: Warnhinweis zur Verwendung
-
Frauen mit hormonabhängigen Erkrankungen wie Endometriose,
Gebärmuttermyom und Krebsarten der Brust, der Eierstöcke
oder der Gebärmutter sollten aufgrund seiner möglichen
östrogenen Wirkungen keinen roten Klee nehmen. Männer
mit Prostatakrebs sollten auch roten Klee vermeiden, es sei
denn, ein Doktor empfiehlt, ihn zu verwenden [Hervorhebung
durch Ed].
-
Darauf antwortete Ulrich, ebenfalls am 17.2.2008:
-
Man sollte alle hochwirksamen Phytamine mit seinem Arzt oder
Heilpraktiker abstimmen, außerdem konkurrieren Phyto-Östrogene
offensichtlich am Testosteronrezeptor auf dem Zellkern in
Prostatazellen mit Antiandrogenen (Flutamid, Casodex) und daher
sollten Patienten, die diese Antiandrogene nehmen, keine größeren
Dosen von Phyto-Östrogenen konsumieren (das ist jedenfalls mein
Verständnis davon).
-
Im übrigen enthalten auch Soja-Extrakte (normale Speisen sind
sicher unbedenktlich) hohe Dosen von Phyto-Östrogenen!
-
Und schließlich sind meines Erachtens u.a. wegen der darin
enthaltenen Phyto-Östrogene auch die Präparate für
die Cellsymbiosis-Therapie mit einer Medikation von Antiandrogenen
kontraindisziert, weshalb ich auch beim Umstieg auf die
Cellsymbiosis-Therapie die bisherige ADT2 beende.
-
Allerdings hat Dr. Heinrich Kremer in der TISSO-Telefonkonferenz,
als er von RuStra danach gefragt worden war, ausgeführt, daß
man bisher über die Phyto-Östrogene zu wenig Gesichertes
weiß, um definitive Aussagen zu machen. Insoweit sind auch
alle hier aufgestellten Behauptungen über die Wirkung der
Phyto-Östrogene im Rotklee Hypothesen, bzw. rein vorsorglich;
sie beruhen bestenfalls auf Anwendungserfahrungen.
-
Es ist sowieso eine Art Grundgesetz bei OM-Medikation, daß man
sehr sensibel in seinen Körper hineinhören sollte, um
Über- oder Unterdosieungen festzustellen.
-
Der Vollständigkeit halber sei hier noch angemerkt, daß
einige TISSO-Produkte aus der Rezeptur von Dr. Heinrich Kremer auch
Phyto-Östrogene enthalten:
-
• Pro EMsan enthält Rotkleeblätter
• Pro
Dialvit 44 enthält wilde Yamswurzel
• Pro Sirtusan
enthält Genistein aus Soja -
Hier ein etwas längerer Auszug aus dem Artikel
"Phytoöstrogen" in Wikipedia:
-
Phytoöstrogene, auch Phytoestrogene, sind sekundäre
Pflanzenstoffe, zu denen unter anderem Isoflavone und Lignane
gehören. Sie sind keine Östrogene im eigentlichen Sinne,
sondern besitzen lediglich strukturelle Ähnlichkeit mit diesen.
Diese Ähnlichkeit ermöglicht eine Bindung an
Östrogenrezeptoren, wodurch eine östrogene oder auch
antiöstrogene Wirkung erzielt werden kann. Die bekanntesten
Phytoöstrogene sind Genistein, Daidzein und Coumestrol.
-
Die erste Pflanze, deren phytoöstrogene Wirkung überliefert
wurde, ist das Sylphion (Ferula historica). Es diente als
Verhütungsmittel, und die Nachfrage danach war so groß,
dass es im 2. oder 3. Jahrhundert nach Christus wegen Übererntung
ausstarb.
-
Die Phytoöstrogene wurden in den 1950er Jahren entdeckt.
Schafzüchter in Westaustralien beobachteten bei ihren
Schafherden eine unerklärliche Unfruchtbarkeit. Zehn Jahre
später entdeckten Forscher als Ursache im Klee zwei
Phytoöstrogene, Genistein und Formononetin. Bald darauf wurden
weitere ähnliche Stoffe in anderen Schmetterlingsblütlern
gefunden.
-
Besonders reich an den Vorläufern der im menschlichen
Organismus aktiven Isoflavone sind Sojabohnen und daraus
hergestellte Produkte. Lignane finden sich vor allem in Leinsamen.
Weitere gute Quellen für Phytoöstrogene sind
Hülsenfrüchte, Getreidekleie und Getreide. In etwas
geringerer Konzentration sind sie auch in vielen Gemüse- und
Obstsorten, Samen, Hopfen, Salbei, Tee und einigen alkoholischen
Getränken wie Bier, Wein und Bourbon (Whiskey) enthalten. Wie
hoch der Phytoöstrogengehalt eines Lebensmittels ist, wird
zudem von Sorte, Klima, Erntezeit und Fruchtreife beeinflusst.
-
Gesundheitliche Auswirkungen
-
Aufgrund ihrer Fähigkeit, an Östrogenrezeptoren zu binden
und dadurch dieselben Effekte auszulösen wie Östrogene,
mildern Phytoöstrogene klimakterische Beschwerden und senken
das Osteoporose-Risiko. Trotz ihrer Östrogenwirkung sollen
Phytoöstrogene im Rahmen einer Hormonersatztherapie im
Vergleich zu Östrogenen geringere oder keine Nebenwirkungen
aufweisen. Dies liegt wahrscheinlich in erster Linie an der
niedrigeren Dosierung bzw. der geringeren Wirksamkeit. Es gibt
Hinweise, dass isolierte Phytoöstrogene zusammen mit
Sojaprotein das Gesamt- und LDL-Cholesterin sowie Triglyzeride
senken ...
-
Gelegentlich wird behauptet, dass die bei regelmäßigem
Biergenuss auftretende Gynäkomastie auf im Bier enthaltene
Phytoöstrogene zurückzuführen sei; tatsächlich
enthält der zur Bierherstellung verwendete Hopfen - wie andere
Hanfgewächse auch - kleine Mengen dieser wie Östrogene
wirkenden Substanzen ...
-
Der Urologe Hartwig Wilhelm Bauer behauptet, dass Phytoöstrogene
die Entstehung von Prostatakrebs positiv beeinflussen können,
da diese Stoffe im Körper spezifische Rezeptoren stimulierten,
welche darüber wachten, dass Prostatazellen nicht zu malignen
entarten.
-
---- Zitatende
-
Obwohl sich der letzte Satz recht dramatisch anhört, muss ich
gestehen: Ich verstehe ihn nicht; sein Inhalt bleibt mysteriös
bzw. von Rezeptoren, die darüber wachen, dass kein
Prostatakrebs entsteht, habe ich noch nie etwas gehört.