Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Neue
Ansätze – Autohomologe Immuntherapie
(AHIT)
- [Die
hier angesprochene "Autohomologe Immuntherapie" ist weit
davon entfernt, eine von der Schulmedizin anerkannte Therapie gegen
Prostatakrebs zu sein, wie auch aus Schorschels Beitrag vom
23.1.2005 hervorgeht. Eine Abhandlung über die DHB mit Angaben
über Behandlungsergebnisse und -kosten von Schorschels Arzt
kann hier abgerufen werden. –
Ed]
- Schorschel
schrieb am 23.1.2005 unter dem Betreff "Wie toll mein PSA
runterging":
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Ich habe mehrere
Anfragen bekommen, was ich denn "biologisch" gemacht
hätte. Hierzu nehme ich heute gerne ausführlich Stellung.
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Zunächst meine
"Historie" (bin übrigens 59 Jahre alt, gesund,
schlank und sportlich fit):
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PSA messe ich seit
1999, wenn auch mit Pausen.
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Februar 1999: 2,21
ng/ml
Februar 2000: 2,11 ng/ml
Juni 2001: 2,67
ng/ml
--------------------- (lange nicht gemessen)
11.02.04:
3,49 ng/ml Prostata: 54 ml, TRUS/Tasten negativ. Mit Phytotherapie
begonnen (Prostagutt forte).
17.09.04: 4,72 ng/ml Prostata: 48 ml
(Uro: Rückgang kann von Phytotherapie kommen) -
Nach diesem heftigen
Anstieg erfolgte die Biopsie. Ergebnis: 3 von 8 Stanzen positiv mit
Gleason 3+3. Zweitmeinung Bonkhoff: nur eine Stanze positiv, aber
Gleason 3+4.
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Empfehlung meines
Uros: Schnellstens Radikale PE.
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Dank des Forums, auf
das ich dann bei meinen Recherchen wegen meiner Angst vor Impotenz
und Inkontinenz gestoßen bin, habe ich erst einmal gewartet
und mich in Ruhe informiert.
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In Absprache mit
meinem Hausarzt habe ich dann am 26.10. eine hochdosierte
Thymustextrakt-Therapie (NeySol) begonnen, um mein Immunsystem auf
Trab zu bringen. Parallel dazu habe ich (und das ist für mich
das Allerwichtigste!!!!) mit der sog. AHIT-Therapie begonnen. Dazu
unten mehr. Zunächst habe ich noch schnell einen PSA-Wert
ermittelt. Am 26.10. lag ich bereits bei 5,01 ng/ml. Von
Februar bis Oktober 04 war mein PSA somit von 3,49 ng/ml auf
5,01 ng/ml angestiegen!
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Jetzt zur AHIT bzw. zu
dem, was ich davon kapiert habe:
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Dies ist eine rein
biologische Methode, bei der die Abwehrstoffe des eigenen Blutes
dramatisch vervielfacht werden (z. T. mehr als
vertausendfacht). Angereichert wird dann mit Zellen o. ä.,
die geeignet sind, Krebszellen zu erkennen und zu attackieren. Aus
dem Ganzen wurde dann ein individuelles Medikament für mich
hergestellt, das ich sowohl oral einnehme, als mir auch täglich
subkutan spritze (sehr einfach; wohl so ähnlich, wie Diabetiker
das machen). Das Ganze dauert 7 - 8 Monate.
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Die erstaunlichen
bisherigen Ergebnisse:
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Seit dem PSA-Peak vom
26.10. habe ich siebenmal gemessen und bin (mit einem Ausreißer)
konstant runter und lag am 10.01. bei 3,31 ng/ml. Mein
Prostata-Volumen hat sich fast halbiert (auf 25 ml). Das alles in
rd. 2,5 Monaten!
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Ich hoffe, dass ich
nach Abschluss der AHIT-Therapie in ca. 4-5 Monaten noch bessere
Werte haben werde. Darüber werde ich natürlich hier im
Forum informieren.
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Das Problem mit der
AHIT-Methode ist, dass sie als alternatives Heilverfahren gilt und
von den Kassen (auch nicht von den privaten) nicht erstattet wird.
Die Behandlung, allerdings einschließlich aller Medikamente
für 7-8 Monate, kostet rund EUR 5.000. Darin enthalten ist auch
eine laufende ärztliche Begleitung durch den Erfinder der
Methode, einen niedergelassenen Arzt aus Ludwigshafen, der wohl seit
über 20 Jahren an dem Verfahren arbeitet.
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Dieser Arzt hat die AHIT-Methode nach meiner Kenntnis bisher
überwiegend bei Patienten mit Metastasen angewendet, vor allem
bei solchen, die in der Schulmedizin als inoperabel galten. Einige
Fallbeispiele und Statistiken habe ich gefunden bei
www.fbm-pharma.ch, einer
Website von Leuten, die sich zum Ziel gesetzt haben, die
AHIT-Methode zu fördern. Die Beispiele finde ich zum Teil sehr
beeindruckend.
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Ich bin offensichtlich
einer der ersten Patienten, bei denen der Primär-Tumor mit AHIT
behandelt wurde. Die Ergebnisse habe ich Euch oben geschildert. Ich
weiß natürlich nicht, ob die Methode bei anderen genauso
gut funktioniert, aber ich werde in jedem Fall die nächsten 4–5
Monate weitermachen, natürlich bei regelmäßiger
PSA-Überwachung.
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Daneben mache ich die
hier im Forum immer wieder diskutierte Nahrungsgeschichten (Vitamin
E, Selenase, Tomatensaft, Curcumin, Tri-Boron usw.). Sonst nix.
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In sechs Monaten werde
ich dann bei meinem neuen Uro wieder ein TRUS mit Farbdoppler machen
lassen, um zu sehen, wie sich meine geliebte Prostata entwickelt
hat.
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Falls jemand Interesse
an dem Verfahren hat, soll er mich anmailen. Ich kann dann auf
Wunsch gerne den Namen und die Telefonnummer des Arztes nennen
[E-Mails an Schorschel können können
über das Forum geschickt werden; hierzu dort seinen Namen
anklicken – Ed].
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Ich bin sehr froh, dass ich damals den Ratschlägen hier im
Forum gefolgt bin und mich in Ruhe informiert habe. Dafür noch
einmal meinen herzlichsten Dank an alle, die mir damals Mut gemacht
haben.
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Daraus entspann sich eine etwas heftig geführte und hier
nicht in vollem Umfang wiedergegebene Diskussion mit Ludwig, der am
selben Tag schrieb:
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so richtig "Erstaunliches" kann ich beim besten Willen
nicht erkennen. Im September 04: PSA 4,72 ng/ml;
Prostatavolumen (PV) 48 cm³ ergibt eine PSA-Dichte von 4,72/48
= 0,098 ng/ml pro cm³ PV. Im Januar 05: PSA 3,31 ng/ml; PV
25 cm³ ergibt eine PSA-Dichte von 3,31/25 = 0,132 ng/ml pro cm³
PV. Und eine PSA-Dichte von 0,066 ng/ml pro cm³ des
gutartigen PV ist bei normalen T- und DHT-Werten normal.
-
Schorschel konnte mit dieser Aussage nichts anfangen, und so
ergänzte Ludwig einen Tag später:
-
Die PSA-Dichte ist nichts weiter als die Leckverluste des in der
Prostata erzeugten PSA, die ins Blut driften und wir damit als
unseren PSA-Wert bestimmen, aber auf einen Kubikzentimeter
Prostatavolumen bezogen sind. Und da ist für einen
Kubikzentimeter (ccm, cm³) der PSA-Normwert 0,066 ng/ml.
-
Wenn ich also eine normale Prostata nehme mit 25 cm³, ergibt
sich für eine gesunde Prostata PSA = 25 x 0,066= 1,65 ng/cm³.
Deswegen ist ja dieser ominöse Grenzwert von 4 ng/ml für
die Katz, da nicht volumenbezogen.
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Mit deinen Werten vor der Therapie lagst du mit deinem PSA 50 %
über der Norm der gesunden Prostata. Jetzt, mit der Therapie
liegst du 100 % über der Norm der gesunden Prostata, also
beim Doppelten des Normalwertes. Deswegen fand ich die Ergebnisse
nicht so berauschend.
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PSA und Prostatavolumen rauf und runterfahren kann man auch mit
Proscar, Avodart, Prostagutt oder dem inzwischen vom Markt
genommenen PC-Spes. Und dies sind nur schwache Eingriffe in den
Hormonhaushalt des Körpers.
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Auf den Hinweis auf den Hormonhaushalt hin schrieb Schorschel am
25.1.2005:
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Ich habe bei dem AHIT-Arzt nochmals ausdrücklich nachgefragt:
Es gibt keinerlei Hormone in dem AHIT-Medikament. Das Wirkung kommt
nach seiner Überzeugung u. a. dadurch zustande, dass seine
Methode die körpereigenen Abwehrzellen besser befähigt,
gegen Zellwucherungen zu kämpfen, seien sie gutartig oder
bösartig. Das sind natürlich meine laienhaften
Formulierungen.
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Meine Frage an Dich:
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Wenn Du die Nicht-Existenz von Hormonen siehst – welches
Erklärungsmodell könnte es geben für den Rückgang
von PSA und Volumen nach AHIT angesichts des vorherigen starken
PSA-Wachstums (3,49 auf 5,01 ng/ml in acht Monaten) und des
Volumen-Wachstums?
- christinew berichtete am 24.8.2008:
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Ich bin von der AHIT überzeugt, mein Mann hatte mit Gleason 4 +
5= 9 einen PSA-Abfall auf <0,01, das ist ziemlich erstaunlich und
erfreulich gewesen.
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Leider hat mein Mann mit den Spritzen sehr große Probleme
gehabt, er hatte jeden 2. oder 3 .Tag recht ordentliche Hämatome,
und musste immer wieder abwarten, bis diese abgeklungen waren,
dadurch hat die gesamte AHIT über 13 Monate gedauert. Da mein
Mann auch bei Trenantone oder anderen Spritzen die gleichen
schmerzhaften Hämatome hat, scheint er da besonders empfindlich
zu sein.
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Wenn es eine andere Möglichkeit der Injektion gäbe, würden
wir wieder zur AHIT greifen.