Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Medikamente – Wobe-Mugos® und Wobenzym

[Wobe Mucos ist ein auf pflanzlichen und tierischen Enzymen basierendes Arzneimittel (eher ein Nahrungsergänzungsmittel als ein Medikament), das vom Hersteller (Mucos Pharma, Österreich) für die unterstützende, begleitende Therapie für Erwachsene während und nach Strahlen-, Chemo- und Hormontherapie bei folgenden Erkrankungen beworben wird:

Diese Enzymtherapie soll laut Hersteller angewendet werden zur unterstützenden, begleitenden Therapie sowie zur Abschwächung der Nebenwirkungen bei herkömmlicher Strahlen-, Chemo- und Hormontherapie.

Zu weiteren Informationen und bezüglich potenziellen Nebenwirkungen siehe hier.

Ed]

Marco schrieb am 26.1.2004:

Bei Bestrahlung auf jeden Fall ausreichend Selen und Enzyme (WOBE-MUGOS), Selen macht die Tumorzellen empfindlicher gegen Bestrahlung, Wobe-Mugos macht die Tumorzellen empfindlicher gegen das eigene Immunsystem und baut die durch die Bestrahlung halbtoten Zellen und freiwerdende Giftstoffe schneller ab, so dass die Nebenwirkungen nicht so schlimm sind.

Wobe-Mugos müssen eine Stunde vor dem Essen auf nüchternen Magen mit viel Wasser genommen werden, sonst wird vom Darm nichts mehr aufgenommen sondern vorher verbraucht.


Norbert fragte am 1.5.2004:

wer hat Woge-Mugos schon eingenommen und welche Wirkung hat es gezeigt? Dies Medikament wurde mir in der Hufeland-Klinik in Bad Mergentheim empfolen. Da es sehr teuer ist und die Kasse die Kostenübernahme verweigert, möchte ich vor dem Kauf Eure Meinung hören. Ich habe im Dez. 1996 eine totale Prostatektomie mitgemacht und habe heute Lymphknotenmetastasen und einen PSA von 61. Chemo möchte ich eigentlich nicht machen, da der Effekt bei Prostatakarzinomen nicht sehr gut ist.

Hans antwortete am selben Tag:

Habe Wobe-Mugos zwei Jahre lang eingenommen und bekam sie damals noch von der Kasse bezahlt. Liegt aber schon drei Jahre zurück. Eine positive Wirkung auf meinen Krebs wurde nicht beobachtet.


Charly 2 schrieb am 20.8.2005:

Auf Empfehlung zweier Ärzte nehme ich seit meiner Total-OP das Medikament WOBENZYM (neben SELEN). Könnte ein Fachmann sich heirzu bitte einmal äußern, ob dies evtl. kontraproduktiv ist??

Karl_L äußerte sich einen Tag später:

in "BITTERE PILLEN" lese ich u. a. zu WOBENZYM:

Abzuraten; enthält u. a. eiweißabbauende planzliche und tierische Enzyme. Zweifelhafte therapeutische Wirkung bei Entzündungen,Thrombose und Thrombophlebitis.

Soweit der Auszug der Bewertung zu Mitteln zur Beeinflussung der Blutgerinnung.

Als Nebenwirkung werden Durchfall und selten Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum anaphylaktischen Schock als möglich angegeben.

Charly 2 konnte sich dem nicht anschließen. am 22.8.2005 antwortete er:

Du bist wahrscheinlich Informationen aufgesessen, die nichts taugen. Lies 'mal hier:

>>>Nämlich Prof. Büttner als Co-Autoren der Studie UND (m)ein "Hauslabor" direkt anschreiben und ausfragen. Inzwischen liegen mir zwei Antworten vor – siehe unten. Wie Du siehst, haben mich als Laien in Bezug auf Wonbenzym die gleichen Gedanken geplagt wie Dich! Nun ist alles geklärt: LSD1 ist ein körpereigenes Enzym, das ausschließlich in Prostatkarzinomzellen fehlerhaft auftritt, kann also mit keinem (bekannten) Medikament, auch mit Wobenzym nicht, dem Körper zugefügt werden. – Den Aussagen Prof. Büttners wie auch des Labors zufolge befindet sich das Verfahren immer noch im Forschungsstadium und seine Nutzung für Diagnostische Zwecke ist eine weit entfernte Zukunftsmusik – für uns "bereits gebrannte Kinder" also ohne Bedeutung. Interessierte können der Sache ja genauso weiter nachgehen.

Allerdings was "Karl_L" im BPS-Forum über Wobwenzym befürchtet, ist fast Hysterie! Wobenzym beinhaltet eine Breitspektrum-Auswahl an etwa 12 (Phlogenzym: nur 2) völlig natürlichen und m. E. unschädlichen Enzymen; im Gegenteil – die meisten Leute schwören auf Wobenzym. Ich selbst habe es täglich seit 1997 bis jetzt eingenommen (und hatte NIE Durchfall oder Überempfindlichkeitsreaktionen, geschweige einen Schock, bekommen). Von Homöopathen, Anthroposophen und sonstigen Naturheilern wird die Enzymtherapie bei Krebs begleitend standardmäßig empfohlen.

Das Buch "BITTERE PILLEN" kenne ich auch und betrachte es sehr skeptisch: M. E. ist es eine reine Angstmache, um an Kranken mit diesem Machwerk zu verdienen. Ich konsultiere in solchen Fällen lieber Leute, die mit dem oder jenem Medikament schon jahrelange Erfahrungen gemacht haben.<<<

Dieser Kommentar stammt von jemandem,dessen Kenntnisse und Hilfsbereitschaft ich sehr hoch schätze. Im übrigen war mir W. auch von drei Medizinern empfohlen worden. Ich nehme es seit mehr als zwei Monaten ein und konnte bisher keinerlei Beeinträchtigung bemerken.