Der Extrakt aus
dem Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Medikamente
– Satraplatin
- Hans(Sch)
schrieb am 6.4.2004:
-
beim Blättern im Internet bin ich auf ein sehr
vielversprechendes Medikament gestoßen. Die Pille gegen
fortgeschrittenen Prostatakrebs ist derzeit bei Tests der letzten
klinischen Phase im Einsatz. Es wurden erhebliche fortschritte beim
hormonresistenten Prostatakrebs erzielt. Aber bitte schaut selber
nach unter "Suchen" gebt nur Satraplatin ein.
-
Ralf antwortete am
selben Tag:
-
Satraplatin ist nichts
so umwerfend Neues. Es ist vergleichbar (wohl auch in der
Wirksamkeit) mit dem schon länger bekannten Carboplatin, das
auch Dr. Leibowitz und Dr. Tucker bei ihrer niedrig dosierten
Vier-Komponenten-Chemotherapie einsetzen. Das Neue an Satraplatin
ist lediglich, dass es oral (als Tablette) eingenommen werden kann,
während Carboplatin über eine Stunde intravenös
verabreicht werden muss.
-
Beides sind Mittel
gegen hormonunabhängigen PK. Solange der PK hormonabhängig
ist, ist eine Hormonblockade das Mittel der Wahl, wenn man
systemisch behandeln (behandelt werden) will.
-
Also kein neues
Wundermittel.
-
Dazu noch einmal
Hans(Sch) einen Tag später:
-
man sollte so neue
Sachen nicht gleich in den Mülleimer werfen. Erst einmal die
Studie abwarten. Wir hoffen doch alle auf einen Durchbruch.
Leibowitz ist doch nicht das Maß aller Dinge.
- HWL
schrieb am 24.4.2004:
-
Nachdem in den letzten
Tagen über die anwendungsnahen Forschungen des Tumorzentrums
Freiburg berichtete wurde (MCP,Impfsystem), wird nachstehend über
die vor der Zulassungsphase stehenden Arbeiten des jungen
Unternehmens GPC Biotech AG. aus Martinsried aus München
berichtet. Es handelt sich um eine Ausgründung aus der
Universität im Bereich des "Isar-Valley" Anfang der
90er Jahre.
-
Die Firma hat
inzwischen mehrere Forschungsstätten in USA und entwickelt
u. a. ein interessantes Medikament gegen den hormon-refraktären
Prostatakrebs. Das SATRAPLATIN genannte Medikament gehört zur
Medikamentenklasse der Platin-Derivate und kann, anders als andere
Medikamente dieser Art, als Tablette eingenommen werden. Die
Ergebnisse der bisherigen Studien zeigen eine statistisch
signifikante Verdopplung der Zeitspanne, in der die Krankheit nicht
weiter voranschreitet. Nachdem die Phase II der klinischen
Untersuchungen erfolgreich abgeschlossen wurde, hat die
amerikanische Zulassungsbehörde FDA (offenbar wegen der
Dringlichkeit) dem Unternehmen für Satraplatin den
"Fast-Track-Status" zugesprochen. Dadurch kann die
Marktzulassung wesentlich schneller erreicht werden, als
normalerweise üblich. Zur internationalen Vermarktung des neuen
Medikamentes wurden erfolgreiche Kooperationen und Lizenzabkommen
mit bekannten Pharmaunternehmen abgeschlossen wie z. B.
Aventis-Pharma, Bayer-Pharma, Boehringer Ingelheim, Eli Lilly/USA
und Spectrum Pharmaceuticals Inc.
-
Allgemein scheint sich
auf dem Feld der Prostata-Krebsmedikamente einiges zu bewegen.
- MSV
liefert am 20.4.2005 die folgende Information:
-
GPC Biotech (Nachrichten) präsentiert neue Daten zu
Satraplatin auf der AACR-Konferenz in den USA
-
Corporate news – Mitteilung verarbeitet und übermittelt
durch Hugin.
-
In-vitro-Daten zeigen, dass zwischen Satraplatin und verschiedenen
anderen Krebstherapeutika keine wechselseitige Resistenz besteht –
Synergistischer Effekt bei aufeinander folgender Behandlung von
Prostata-Krebszelllinien mit TAXOTERE® und
Satraplatin gezeigt.
-
Martinsried/München und U.S.-Forschungs- und
Entwicklungsstandorte in Waltham/Boston, Mass., und Princeton, N.J.,
18. April 2005
-
Die GPC Biotech AG (Frankfurt: GPC; TecDAX 30; NASDAQ: GPCB) gab
heute bekannt, dass das Unternehmen Daten zu Satraplatin – dem
in der Entwicklung am weitesten fortgeschrittenen
Medikamentenkandidaten der Gesellschaft – auf der 96.
jährlichen Konferenz der American Association for Cancer
Research (AACR) in Anaheim, Kalifornien, präsentiert hat. "Die
auf der AACR-Konferenz präsentierten Daten unterstützen
die Annahme, dass Satraplatin auch in Tumorzellen wirksam bleibt,
die mit anderen häufig verwendeten Krebstherapeutika
vorbehandelt wurden und gegen diese Medikamente bereits resistent
geworden sind", sagte Dr. Marcel Rozencweig, Senior Vice
President und bei GPC Biotech verantwortlich für die
Medikamentenentwicklung. "Diese In-vitro-Daten unterstützen
unsere Strategie, weitere klinische Studien zu beginnen, die
Satraplatin in Kombination mit verschiedenen anderen
Krebsmedikamenten untersuchen sollen, darunter auch eine
Phase-1-Studie mit TAXOTERE® (Docetaxel), die in den
nächsten Monaten starten soll."
-
Ein Poster mit dem Titel "Evaluation of the efficacy of
satraplatin (JM216) and its major metabolite JM118 in drug resistant
cells and in combination with docetaxel" (Abstract Nr. 1387),
fasst die Resultate einer Studie zusammen, welche die Aktivität
von Satraplatin in verschiedenen humanen Krebszelllinien untersuchen
sollte, die u. a. bereits resistent gegen Taxane, Mitoxantrone,
Etoposide, Camptothecin sowie Cisplatin sind. All diese Medikamente
werden häufig für die Behandlung verschiedener Krebsarten
eingesetzt. Die Studienergebnisse zeigen, dass Satraplatin auch in
Tumorzellen wirksam bleibt, die mit diesen Krebsmedikamenten
vorbehandelt wurden und dagegen bereits resistent geworden sind.
-
Dies unterstützt die Strategie, Satraplatin bei Patienten
einzusetzen, bei denen die Krankheit nach Anwendung dieser anderen
Krebstherapien erneut weiter voranschreitet. Zusätzlich
untersuchten Wissenschaftler den Effekt einer Kombination von
TAXOTERE und Satraplatin auf Prostatakrebszellen. Die Resultate
unterstützen die Annahme, dass die Wirksamkeit beider
Wirkstoffe verstärkt wird, wenn die Zellen nacheinander mit
TAXOTERE und mit Satraplatin behandelt werden. Dagegen konnte nur
ein additiver Effekt beobachtet werden, wenn beide Wirkstoffe zur
selben Zeit verabreicht werden. Diese Resultate unterstützen
die Pläne für die Kombination von TAXOTERE®
und Satraplatin in einer klinischen Studie, darunter auch die
Untersuchung der Kombination bei aufeinander folgender Behandlung.
-
Wirkstoffe, die wie Satraplatin oral verfügbar sind, d. h.
beispielsweise als Kapsel eingenommen werden können, bieten
eine größere Flexibilität bei der Verabreichung, als
Medikamente die intravenös gegeben werden müssen. GPC
Biotech plant den Start einer Phase-1-Studie mit Satraplatin in
Kombination mit TAXOTERE® in den nächsten
Monaten.
-
Über Satraplatin
-
Satraplatin, ein Studienmedikament, gehört zur
Medikamentenklasse der Platin-Derivate, die in den letzten beiden
Jahrzehnten zu einem wichtigen Bestandteil moderner Chemotherapien
bei der Behandlung unterschiedlicher Krebserkrankungen wurden. Der
weltweite Umsatz mit Platin-Derivaten betrug im Jahr 2004 über
2,2 Milliarden U.S.-Dollar.
-
Im Gegensatz zu den derzeit verfügbaren Vertretern dieser
Wirkstoffklasse, die alle intravenös verabreicht werden müssen,
können Patienten Satraplatin oral als Kapsel zu Hause
einnehmen. Ein orales Platinderivat könnte entscheidende
Vorteile bei verschiedenen Anwendungen bieten, wie etwa eine
einfachere Verabreichung sowie erhöhte Patientenfreundlichkeit.
Außerdem hat Satraplatin als einziges Platin-Derivat Aktivität
in einer randomisierten klinischen Studie für Prostatakrebs
gezeigt. Prostatakrebs ist die am häufigsten auftretende
Krebsart bei Männern in den USA und Europa. Da die Bevölkerung
immer älter wird, ist mit weiter steigenden Patientenzahlen zu
rechnen. Im fortgeschrittenen Stadium werden Patienten häufig
mit Hormonen behandelt. Stellt sich eine Hormonresistenz ein, gibt
es nur wenige weiterführende Behandlungsoptionen, darunter die
Chemotherapie.
-
Für Patienten, bei denen bereits eine erste Chemotherapie
versagt hat, gibt es zurzeit keine zugelassene Nachfolgebehandlung.
Satraplatin befindet sich in einer Phase-3-Zulassungsstudie (SPARC)
als Zweitlinien-Chemotherapie für hormonresistenten
Prostatakrebs (HRPC). GPC Biotech hat eine Begutachtung des
Protokolls durch die U.S.-Zulassungsbehörde FDA ("Special
Protocol Assessment") erfolgreich abgeschlossen und eine
wissenschaftliche Beurteilung ("Scientific Advice") durch
die zentrale europäische Zulassungsbehörde EMEA erhalten.
Außerdem hat die FDA Satraplatin in dieser Indikation den so
genannten "Fast-Track-Status" erteilt.
-
Bei HRPC, dem kleinzelligen Lungenkarzinom sowie Eierstockkrebs,
wurden klinische Studien der Phase 2 erfolgreich abgeschlossen.
Frühere klinische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die
Verabreichung von Satraplatin die tumorbekämpfende Wirkung
einer Bestrahlungstherapie möglicherweise verstärkt. Eine
Phase-1/2-Kombinationsstudie von Satraplatin mit
Bestrahlungstherapie bei nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom wurde
bereits begonnen. Weitere Studien sind geplant, die Satraplatin in
Kombination mit anderen Therapieformen in verschiedenen Krebsarten
untersuchen sollen.
-
Weiterführende Informationen zu Satraplatin sind in der Rubrik
"Anti-Krebs-Programme" auf der Webseite des Unternehmens
unter www.gpc-biotech.com
abrufbar.
-
Die GPC Biotech AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das in
der Entdeckung und Entwicklung neuartiger Krebsmedikamente tätig
ist. Nach der erfolgreichen Durchführung eines "Special
Protocol Assessment" bei der U.S.-Zulassungsbehörde FDA
und dem Erhalt eines "Scientific Advice" der europäischen
Zulassungsbehörde EMEA befindet sich der am weitesten in der
Entwicklung fortgeschrittene Produktkandidat Satraplatin in einer
Phase-3-Zulassungsstudie als Zweitlinien-Chemotherapie zur
Behandlung von Patienten mit hormonresistentem Prostatakrebs. Die
FDA hat Satraplatin für diese Indikation zudem den
"Fast-Track-Status" erteilt. Satraplatin wurde von
Spectrum Pharmaceuticals Inc. einlizenziert.
-
GPC Biotech entwickelt verschiedene weitere potenzielle
Krebsmedikamente: einen monoklonalen Antikörper mit neuartigem
Wirkmechanismus gegen verschiedene Blutkrebsarten, der sich derzeit
in der klinischen Phase 1 befindet, sowie einen niedermolekularen
Breitband-Zellzyklus-Hemmer in der vorklinischen Entwicklung. GPC
Biotech setzt die unternehmenseigenen Technologien zur
Medikamentenentdeckung ein, um die Wirkungsmechanismen von
Produktkandidaten aufzuklären und um den Aufbau der eigenen
Medikamentenpipeline zu unterstützen. GPC Biotech hat
erfolgreiche Allianzen mit zahlreichen pharmazeutischen Unternehmen
sowie Biotechnologieunternehmen geschlossen. Beispielsweise besteht
zwischen GPC Biotech und der ALTANA Pharma AG eine mehrjährige
Allianz, in deren Rahmen GPC Biotech mit dem ALTANA Research
Institute in den USA zusammenarbeitet. Diese Allianz bildet für
GPC Biotech eine Umsatzbasis bis Mitte 2007. Sitz der GPC Biotech AG
ist Martinsried/Planegg.
-
Die U.S.-Tochtergesellschaft, GPC Biotech Inc., hat Forschungs- und
Entwicklungseinrichtungen in Waltham/Boston (Massachusetts) und
Princeton (New Jersey). Weitere Informationen sind unter
http://www.gpc-biotech.com
verfügbar.
-
TAXOTERE® (docetaxel) ist ein eingetragenes
Warenzeichen der Sanofi-Aventis Group. Diese Pressemitteilung kann
Prognosen, Schätzungen und Annahmen im Hinblick auf
unternehmerische Pläne und Zielsetzungen, Produkte oder
Dienstleistungen, zukünftige Ergebnisse oder diesen
zugrundliegende oder darauf bezogene Annahmen enthalten. Jede dieser
in die Zukunft gerichteten Angaben unterliegen Risiken und
Ungewissheiten, die nicht vorhersehbar sind und außerhalb des
Kontrollbereichs der GPC Biotech AG liegen. Viele Faktoren können
dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich
von denen abweichen, die in diesen zukunftsgerichteten Angaben
enthalten sind. Hierzu zählen insbesondere: der Zeitpunkt und
die Auswirkung der Maßnahmen von Behörden, die Ergebnisse
klinischer Prüfungen, der relative Erfolg der GPC Biotech AG im
Hinblick auf die Entwicklung sowie die Marktakzeptanz jedweder neuer
Produkte und die Wirksamkeit des Patentschutzes. Es kann weder
gewährleistet werden, dass die SPARC-Studie abgeschlossen wird,
noch dass Satraplatin in absehbarer Zeit – wenn überhaupt
– die Marktzulassung erhält. Die Gesellschaft übernimmt
keine Verpflichtung dafür, diese in die Zukunft gerichteten
Aussagen oder die Faktoren, die sich auf die zukünftigen
Ergebnisse, Leistungen oder Erfolge der Gesellschaft auswirken
könnten, fortzuschreiben oder an zukünftige Ereignisse
anzupassen, selbst wenn in der Zukunft neue Informationen verfügbar
werden.
- WinfriedW fragte am
4.3.2006:
-
Satraplatin wird derzeit in Studien
untersucht. Gibt’s hier jemanden, der an einer solchen Studie
teilnimmt? Wer kennt den Stand der Dinge?
-
Sepp konnte einen Tag später dazu etwas sagen:
-
Satraplatin ist momentan in einer
fortgeschrittenen Phase III und soll bis 2007 in den USA zugelassen
werden. Eine Münchner Firma, GPC Biotech, hat Satraplatin vor
einigen Jahren von einer US-Firma einlizensiert.
-
Zugelassen soll es werden für den hormon-
und taxotererefraktären Prostatakrebs. In der Studienerprobung
läuft Satraplatin in Konkurrenz zu Dexamethason. Es ist zu
vermuten, dass Satraplatin etwas besser wirkt als das
Cortisonpräparat. Wenn die Lebenserwartung um acht oder zwölf
Wochen steigt (bei ähnlichen Nebenwirkungen, wie wir es von
Cis- und
Carboplatin her kennen) ist mit
einer Zulassung zu rechnen. Der größte Vorteil läge
in der oralen Verabreichung.
-
Nachdem wir beim Prostatakrebs keine große
Auswahl an Chemos haben, würde Satraplatin die Behandlung des
fortgeschritten PCa bereichern. Bestimmt ist es aber kein Durchbruch
in der Behandlung.
-
Vor ein paar Wochen hat sich eine zweite
Pharmafirma, Pharmion, die Vermarktungsrechte für Europa
gesichert und dafür Zahlungen an GPC Biotech geleistet. GPC
Biotech übernimmt den lukrativen US-Markt.
- WolfgangS
stellte am 13.4.2006 die folgende Information ins Forum:
-
Neues Medikament gegen Prostatakrebs in
Testphase
-
FDA erteilt Fast-Track-Status für
Anti-Krebsmedikament Satraplatin
-
Die U.S.-Gesundheitsbehörde FDA hat dem
Anti-Krebsmedikament Satraplatin Fast-Track-Status für die
Behandlung von Patienten mit Hormon-resistentem Prostatakrebs, die
bereits mit anderen Chemotherapeutika erfolglos vorbehandelt wurden,
zugesprochen. Dies hat der Hersteller des Mittels, die GPC Biotech
AG, bekannt gegeben.
-
Die FDA gewährt den Fast-Track-Status
neuen Arzneimitteln, die zur Behandlung von lebensbedrohlichen
Krankheiten dienen und die das Potenzial haben, Patienten in
Indikationen zu helfen, in denen es bisher keine oder nur sehr
begrenzt wirksame Medikamente gibt. Durch dieses spezielle Programm
soll die Entwicklung solcher Medikamente erleichtert und der
Zulassungsprozess beschleunigt werden. Der Fast-Track-Status
ermöglicht es, die einzelnen Komponenten des Zulassungsantrags
schrittweise und nicht erst in einem Gesamtpaket nach Abschluss der
Zulassungsstudie bei der FDA einzureichen.
-
Die multizentrische, globale Zulassungsstudie
soll in Kürze beginnen und untersucht die Behandlung mit
Satraplatin in Kombination mit Prednisone im Vergleich zu Prednisone
alleine bei Patienten mit Hormon-resistentem Prostatakrebs, die
bereits mit anderen Chemotherapeutika erfolglos vorbehandelt wurden.
Weitere Ziele der Studie sind die Bewertung der Auswirkung des
Medikaments auf die Schmerzen der Patienten, die Überlebenszeit
sowie die Beurteilung der Sicherheit des Medikaments.
-
Prostatakrebs ist in den USA bei Männern
die am häufigsten auftretende Krebsart. Im Jahr 2003 wird mit
mehr als 220.000 neu diagnostizierten Fällen gerechnet.
Schätzungen zufolge wird jeder sechste amerikanische Mann im
Laufe seines Lebens an Prostatakrebs erkranken. Ungefähr
100.000 Patienten in Nordamerika, Europa und Japan leiden an
Hormon-resistentem Prostatakrebs. Für Patienten, bei denen die
Hormontherapie keine Wirksamkeit zeigt, gibt es derzeit nur sehr
begrenzte Therapiemöglichkeiten, unter anderem Chemotherapie.
Allerdings ist die Wirksamkeit dieser Alternativen in der Regel
äußerst gering. Für Patienten, die bereits mit einem
Chemotherapeutikum erfolglos vorbehandelt wurden, gibt es derzeit
keine zugelassenen Behandlungsmöglichkeiten.
-
Quelle:
http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/bericht-21727.html
- HWLPORTA
tat das gleiche am 30.12.2006 mit dieser Meldung:
-
GPC Biotech und Pharmion geben positive Ergebnisse der
Phase-3-Zulassungsstudie und erreichen des Endpunktes
"progressionsfreies Überleben" bekannt.
-
• Satraplatin verringert Risiko des Fortschreitens der
Krankheit um 40% im Vergleich zur Kontrollgruppe
-
• Statistisch hoch signifikante Ergebnisse bei
„progressionsfreiem Überleben“ (p<0,00001)
-
• Einreichen des Zulassungsantrags in den USA bis Ende 2006 und
in Europa in der ersten Jahreshälfte 2007 erwartet
-
Martinsried/München und US-Standorte in Waltham/Boston, Mass.,
Princeton, N.J., und Boulder Colo., 24. September 2006 – Die
Pharmion Corporation (NASDAQ: PHRM) und die GPC Biotech AG
(Frankfurt: GPC; TecDAX; NASDAQ: GPCB) gaben heute positive
Ergebnisse der doppelt verblindeten, randomisierten
Phase-3-Zulassungsstudie SPARC (Satraplatin and Prednisone Against
Refractory Cancer) bekannt. Die Studie untersucht Satraplatin in
Kombination mit Prednisone im Vergleich zu Placebo in Kombination
mit Prednisone als eine Zweitlinien-Chemotherapie bei 950 Patienten
mit hormonresistentem Prostatakrebs. Die Studiendaten zeigen, dass
die Ergebnisse für das progressionsfreie Überleben (die
Zeitspanne bis zum Krankheitsfortschritt) unter Anwendung der im
Studienprotokoll vorgesehenen „Log-Rank“-Analyse
statistisch hoch signifikant sind (p<0,00001). Das
progressionsfreie Überleben ist der primäre Endpunkt der
SPARC-Studie für ein beschleunigtes Zulassungsverfahren
(„accelerated approval“) in den USA und dient außerdem
als Basis für den Zulassungsantrag in Europa.
-
Durch die im Studienprotokoll spezifizierte „Hazard Ratio“,
die das Gesamtrisiko eines Krankheitsfortschritts misst, konnte
gezeigt werden, dass Patienten der SPARC-Studie, welche mit
Satraplatin plus Prednisone behandelt wurden gegenüber
Patienten, die Prednisone plus Placebo erhielten, ein um 40%
verringertes Risiko eines Krankheitsfortschritts hatten (Hazard
Ratio 0,6; 95% Konfidenzintervall: 0,5-0,7). Die Verlängerung
des progressionsfreien Überlebens bei den mit Satraplatin
behandelten Patienten wurde deutlicher, je länger die Patienten
behandelt wurden. Im Median (= 50. Perzentil bzw. Prozentrang 50)
zeigten die mit Satraplatin plus Prednisone behandelten Patienten
eine 13%-ige Verlängerung des progressionsfreien Überlebens
(11 Wochen) im Vergleich zu den Patienten, die mit Prednisone plus
Placebo behandelt wurden (9,7 Wochen). Am 75. Perzentil zeigte die
Satraplatin-Gruppe eine 89%-ige Verlängerung des
progressionsfreien Überlebens (36 Wochen) gegenüber der
Kontrollgruppe (19 Wochen). Nach sechs Monaten waren noch 30% der
Patienten der Satraplatin-Gruppe progressionsfrei, im Vergleich zu
17% der Patienten in der Kontrollgruppe. Nach 12 Monaten war die
Krankheit bei 16% der Patienten in der Satraplatin-Gruppe nicht
weiter voran geschritten, im Vergleich zu 7% der Patienten in der
Kontrollgruppe. Alle Analysen wurden auf „Intent-to-Treat“-Basis
durchgeführt (alle Patienten werden in die Analyse aufgenommen
und nicht gesondert dafür ausgewählt).
-
Die Verlängerung des progressionsfreien Überlebens in der
Satraplatin-Gruppe wurde durch die Art der vorangegangenen
Chemotherapie nicht beeinflusst und gleichermaßen bei
Patienten verzeichnet, die vorher mit Taxotere® (Docetaxel) oder
auch mit anderen Chemotherapeutika behandelt wurden. Alle
Progressionen wurden von einem unabhängigen Expertengremium,
bestehend aus Onkologen und Radiologen, bestätigt. Der größte
Anteil der Krankheitsfortschritte wurde bei radiologischen
Untersuchungen oder durch eine Zunahme der Schmerzen bei den
Patienten ermittelt.
-
Wie vom Data Monitoring Board, dem unabhängigen Gremium der
SPARC-Studie, empfohlen, werden die Patienten, bei denen die
Krankheit noch nicht fortgeschritten ist, weiter behandelt und alle
Patienten bis zur Analyse der Gesamtüberlebenszeit beobachtet.
Da noch ungefähr die Hälfte aller Patienten der Studie am
Leben ist, erwarten die Unternehmen die finalen Überlebensdaten
nun im Herbst 2007 und nicht, wie ursprünglich mitgeteilt,
Mitte des Jahres 2007.
-
Wie erwartet, waren die häufigsten Nebenwirkungen in der
Satraplatin-Gruppe Myelosuppression (verminderte Funktion des
Knochenmarks, wie z.B. verminderte Anzahl von Blutplättchen
oder weißen Blutkörperchen) und Beschwerden des
Magen-Darm-Trakts, wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.
Diese Nebenwirkungen waren vorwiegend schwach bis moderat.
-
„Patienten mit fortgeschrittenem hormonresistentem
Prostatakrebs benötigen dringend neue Behandlungsmöglichkeiten.
Wir freuen uns sehr über die statistisch hoch signifikante
Verbesserung des progressionsfreien Überlebens durch
Satraplatin in unserer Phase-3-Zulassungsstudie. Wichtig ist, dass
sich der Unterschied des progressionsfreien Überlebens in den
Studiengruppen zum Vorteil der Satraplatin-Gruppe mit der Zeit immer
weiter vergrößert “, sagte Dr. Bernd R. Seizinger,
Vorsitzender des Vorstands von GPC Biotech. „Auf Basis der
positiven Daten werden wir nun so schnell wie möglich die
nächsten Schritte mit der US-Zulassungsbehörde einleiten,
mit dem Ziel noch vor Ende dieses Jahres die Zulassungsunterlagen in
den USA einzureichen.“
-
Dr. Seizinger sagte weiter: „Die heute bekannt gegebenen
Ergebnisse sind großartige Neuigkeiten für GPC Biotech
und unsere Partner. Wir freuen uns auf die weiterhin produktive
Zusammenarbeit mit Pharmion während sie die nächsten
Schritte für Satraplatin in Europa einleiten. Wir sind hoch
erfreut, dass die Vision, die wir mit Spectrum Pharmaceuticals
teilten, als wir Satraplatin einlizenzierten, nun in greifbare Nähe
rückt.“
-
„Basierend auf diesen Resultaten, glauben wir, dass Männer
mit fortgeschrittenem Prostatakrebs von Satraplatin profitieren
können. Die orale Verabreichung von Satraplatin bietet den
Patienten zudem die Vorteile einer ambulanten Behandlung und die
Möglichkeit einer besseren Koordination mit anderen
Krebstherapien“, sagte Patrick J. Mahaffy, President und Chief
Executive Officer der Pharmion Corporation. „Pharmion
konzentriert sich weiterhin darauf die Zulassungsunterlagen
vorzubereiten, die wir im ersten Halbjahr 2007 bei der europäischen
Arzneimittelbehörde EMEA einreichen möchten. Wir haben
seit der Einlizenzierung der europäischen sowie anderer
internationaler Rechte für Satraplatin letzten Dezember eng mit
GPC Biotech zusammen gearbeitet und wir freuen uns diese
Partnerschaft durch den Zulassungsprozess bis hin zur Vermarktung
fortzusetzen.“
-
Die SPARC-Studie ist eine doppelt verblindete, randomisierte,
placebokontrollierte, multinationale Phase-3-Studie und untersucht
Satraplatin in Kombination mit Prednisone als
Zweitlinien-Chemotherapie bei Patienten mit hormonresistentem
Prostatakrebs. Insgesamt wurden 950 Patienten in über 200
Studienzentren in 15 Ländern auf vier Kontinenten aufgenommen.
Die Unternehmen planen die Daten aus der SPARC-Studie für eine
Präsentation bei einer großen medizinischen Konferenz
einzureichen.
-
GPC Biotech beabsichtigt nun die nächsten Schritte mit der
US-Zulassungsbehörde FDA einzuleiten, mit dem Ziel die
Einreichung des kompletten Zulassungsantrags für die
Vermarktung von Satraplatin bis Ende 2006 abzuschließen. Die
Pharmion Corporation beabsichtigt den Antrag zur Marktzulassung bei
der europäischen Zulassungsbehörde EMEA im ersten Halbjahr
2007 einzureichen.
-
Über Prostatakrebs
-
Prostatakrebs ist in den USA wie auch in Europa die am häufigsten
auftretende Krebsart bei Männern. Im Jahr 2006 wird in den
Vereinigten Staaten mit rund 234.000 neu diagnostizierten Fällen
gerechnet. Schätzungen zufolge werden 2006 in den USA über
27.000 Patienten an dieser Erkrankung sterben. In der EU wird
jährlich mit über 200.000 Neuerkrankungen und über
60.000 Todesfällen gerechnet. Da die Wahrscheinlichkeit einer
Erkrankung mit zunehmendem Alter ansteigt, wird angesichts der immer
älter werdenden Bevölkerung ein weiterer Anstieg an
Prostatakrebspatienten erwartet.
-
Die meisten mit Prostatakrebs diagnostizierten Patienten werden
zunächst durch chirurgische Eingriffe oder Bestrahlungstherapie
behandelt. Einige Patienten werden dadurch geheilt – viele
andere erleiden jedoch einen Rückfall. Die erneut auftretende
Erkrankung wird dann mit Hormontherapie behandelt, und die meisten
Patienten sprechen darauf anfangs auch gut an. Letztendlich werden
die Krebszellen jedoch hormonresistent bzw. refraktär, und das
Tumorwachstum schreitet weiter voran. Immer häufiger werden
Patienten mit Chemotherapie als effektive Erstlinientherapie bei
hormonresistentem Prostatakrebs behandelt. Diese Behandlung führt
jedoch nicht zu einer Heilung und es entsteht ein Bedarf an weiteren
effektiven Behandlungsmöglichkeiten sobald die Krankheit weiter
fortschreitet.
-
Über Satraplatin
-
Der Medikamentenkandidat Satraplatin gehört zur
Medikamentenklasse der Platinderivate, die in den letzten beiden
Jahrzehnten zu einem wichtigen Bestandteil moderner Chemotherapien
bei der Behandlung unterschiedlicher Krebserkrankungen wurden. Im
Gegensatz zu den derzeit verfügbaren Vertretern dieser
Wirkstoffklasse, die alle intravenös verabreicht werden müssen,
können Patienten Satraplatin als Kapsel zu Hause einnehmen.
-
Im Dezember 2005 schloss GPC Biotech einen Entwicklungs- und
Lizenzvertrag mit der Pharmion GmbH, einer hundertprozentigen
Tochtergesellschaft der Pharmion Corporation, für die
Vermarktung von Satraplatin in Europa und bestimmten anderen
Gebieten ab. GPC Biotech lizenzierte Satraplatin im Jahr 2002 von
Spectrum Pharmaceuticals Inc. (NASDAQ: SPPI) ein.
-
GPC Biotech hat zwei von drei Teilen des Zulassungsantrags für
Satraplatin als Zweitlinientherapie für hormonresistenten
Prostatakrebs im Rahmen des schrittweisen Einreichungsprozesses bei
der US-Zulassungsbehörde FDA eingereicht und hat das Ziel
diesen Prozess bis Ende des Jahres 2006 vollständig
abgeschlossen zu haben. Pharmion plant, den Zulassungsantrag für
Europa im ersten Halbjahr 2007 einzureichen. Außerdem verfügen
die Unternehmen über ein breit angelegtes onkologisches
Entwicklungsprogramm für Satraplatin, welches eine Reihe von
Studien umfasst, die Satraplatin in Kombination mit
Bestrahlungstherapie, anderen Krebstherapien sowie in verschiedenen
anderen Krebsarten untersucht.
-
Über Pharmion
-
Pharmion is a biopharmaceutical company focused on acquiring,
developing and commercializing innovative products for the treatment
of hematology and oncology patients in the U.S., Europe and
additional international markets. Pharmion has a number of products
on the market including the world’s first approved epigenetic
cancer drug, Vidaza®, a DNA demethylating agent. For additional
information about Pharmion, please visit Pharmion's website at
www.pharmion.com.
-
Über GPC Biotech
-
Die GPC Biotech AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das in
der Entdeckung und Entwicklung neuartiger Krebsmedikamente tätig
ist. Der am weitesten in der Entwicklung fortgeschrittene
Produktkandidat Satraplatin hat das Rekrutierungsziel für eine
Phase-3-Zulassungsstudie als Zweitlinien-Chemotherapie zur
Behandlung von Patienten mit hormonresistentem Prostatakrebs
erreicht. Die FDA hat Satraplatin für diese Indikation den
„Fast-Track-Status" erteilt und GPC Biotech hat mit der
schrittweisen Einreichung des Zulassungsantrags („Rolling
NDA") begonnen. GPC Biotech entwickelt außerdem einen
monoklonalen Antikörper mit neuartigem Wirkmechanismus gegen
verschiedene Blutkrebsarten, der sich derzeit in der klinischen
Phase 1 befindet, und betreibt mehrere Medikamentenentdeckungs- und
-entwicklungsprogramme im Bereich der Kinase-Hemmer. Sitz der GPC
Biotech AG ist Martinsried/Planegg. Die US-Tochtergesellschaft, GPC
Biotech Inc., hat Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in
Waltham/Boston (Massachusetts) und Princeton (New Jersey). Weitere
Informationen sind unter http://www.gpc-biotech.com
verfügbar.
-
Diese Pressemitteilung enthält in die Zukunft gerichtete
Angaben, welche die gegenwärtigen Einschätzungen und
Erwartungen des Managements von GPC Biotech AG und Pharmion Corp.
darstellen, inklusive zusammenfassender Darstellungen der Ergebnisse
der SPARC Studie sowie der potenziellen Sicherheits- und
Wirksamkeitsdaten von Satraplatin. Diese Angaben basieren auf
heutigen Erwartungen und sind Risken und Unsicherheiten unterworfen,
welche oft außerhalb unserer Kontrolle liegen und die dazu
führen können, dass tatsächliche, zukünftige
Resultate, Entwicklungen oder Erfolge signifikant von den
Resultaten, Entwicklungen und Erfolgen abweichen die in diesen
zukunftsgerichteten Angaben enthalten sind oder von ihnen impliziert
werden. Tatsächliche Resultate können erheblich abweichen,
was von einer Reihe von Faktoren abhängig sein kann und wir
warnen Investoren sich nicht zu sehr auf die zukunftsgerichteten
Angaben in dieser Pressemitteilung zu verlassen. Insbesondere können
wir nicht garantieren, dass sich die Resultate der klinischen
Studie, die in dieser Pressemitteilung dargestellt werden nach der
Gesamtanalyse der Ergebnisse der Studie oder der Analyse von
weiteren Daten aus anderen klinischen Studien für Satraplatin
bestätigen werden. Außerdem, selbst wenn sich diese
Resultate nach einer Gesamtanalyse der Studie bestätigen,
können wir nicht garantieren dass Satraplatin die
Marktzulassung zeitgerecht oder überhaupt erhält und dass
es nach Marktreife ein erfolgreiches Produkt wird. Die
Gesellschaften übernehmen keine Verpflichtung dafür, diese
in die Zukunft gerichteten Angaben oder die Faktoren, die sich auf
die zukünftigen Ergebnisse, Leistungen oder Erfolge der
Gesellschaft auswirken könnten, fortzuschreiben oder an
zukünftige Ereignisse anzupassen, selbst wenn in der Zukunft
neue Informationen verfügbar werden.
-
Die wissenschaftlichen Informationen dieser Pressemeldung, die sich
auf Satraplatin beziehen, sind vorläufig und befinden sich noch
in der Auswertung. Satraplatin wurde noch nicht von der FDA in den
USA, der EMEA in Europa oder irgendeiner anderen Zulassungsbehörde
zugelassen und es sollten keine Schlüsse auf seine Sicherheit
und Wirksamkeit gezogen werden. Nur die zuständigen
regulatorischen Behörden können beurteilen, ob Satraplatin
in den untersuchten Indikationen sicher und wirksam ist.
- Herrmann schrieb am
19.2.2007:
-
Ich möchte einen heutigen Artikel in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung kommentarlos weitergeben:
-
"Das Biotechnologieunternehmen GPC Biotech ist einer Zulassung
seines größten Hoffnungsträgers einen wichtigen
Schritt nähergekommen. GPC habe die schrittweise Einreichung
des Zulassungsantrags für das Krebsmittel Satraplatin bei der
amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA abgeschlossen, teilte das
Unternehmen mit. Dieser dritte und letzte Teil des Antrags setzte
sich vor allem aus den klinischen Daten der zulassungsrelevanten
Studie mit Satraplatin zusammen.
-
GPC strebt eine Zulassung des Mittels in Kombination mit dem
Entzündungshemmer Prednisone zur Behandlung von Patienten mit
hormonresistentem Prostatakrebs an, die bereits erfolgslos mit einem
anderen Chemotherapeutikum behandelt wurden. Die FDA wird nun
innerhalb von 60 Tagen entscheiden, ob der Zulassungsantrag ihren
Anforderungen genügt, und sie ihn annimmt."
- BIBI71 schrieb am
1.8.2007:
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Nun liegt es mir am Herzen über Satraplatin zu berichten.
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Mein Vater, 65 Jahre, seit November 2002 an PCa mit Metastasen ,
mittlerweile am gesamten Skelett, hat etliche Therapieformen bereits
hinter sich, hatte im Februar dieses Jahres mit der Behandlung von
Docetaxel und Taxotere abgebrochen, da seine Werte weiterhin stiegen
und die Nebenwirkungen zu stark waren.
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Mein Vater hat nur noch im Bett gelegen, bewegen konnte er sich nur
noch im Rollstuhl oder mit sehr starke Schmerzen gestützt auf
sein "Wägelchen". Für Ihn und uns war es klar,
er überlebt diesen Sommer nicht.
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Doch seit Ostern hat mein Vater Satraplatin !!!!!
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Seine Werte sind soweit stabil, PSA 81, keine weiteren Metastasen.
Das erfreulichste dabei ist aber
sein Wohlbefinden, er kann auf Krücken sehr gut gehen, war vor
zwei Wochen mit meiner Mutter in Urlaub, was wir nie für
möglich gehalten hätten, und heute ist er alleine mit dem
Auto unterwegs gewesen. Dafür danke ich Gott von ganzem Herzen.
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Was soll also diese Diskussion der Behörde über das
Wielange; in dieser Situation geht es nicht nur um das wie lange,
sondern doch hauptsächlich um das Wie!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Wenn es die Möglichkeit gibt, das Leben angenehmer zu machen,
mit fast keinen Nebenwirkungen und man nochmals genießen kann,
was schon vorbei geglaubt.
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Wir wissen nicht, wie lange sein "toller" Zustand anhält
und wie lange Satraplatin meinem Vater hilft, aber soviel ist
sicher, für die letzten drei Monate seit Satraplatin würde
ich alles geben, denn es ist es wert.
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Diese Zeit kann uns keiner nehmen und sie war und ist noch super.
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Keine Ahnung nach welchen Kriterien die Amerikaner entscheiden, ein
Medikament zuzulassen, damit habe ich mich nicht befasst, aber
vielleicht liegt das Problem ja auch daran, das es sich bei GPC um
eine Deutsche Firma handelt, oder andere Firmen... wer weiß.
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Mein Wunsch ist es, das Satraplatin schnellstens zugelassen wird,
weil es genug Männer gibt, welchen es so geht wie meinem Vater.
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Natürlich, Satraplatin ist sicher kein Wundermittel, aber bei
meinem Vater hat es "unser Wunder" bewirkt.
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Wie kann man also so etwas vorenthalten, nur wegen ein paar
Statistiken.
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Zeit ist ein Geschenk, aber eine gute Zeit ist das größte
Glück und nicht in Worte zu fassen.