Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Medikamente – Samarium

[Samarium ist ein metallisches Element aus der Gruppe der Lanthanoide mit der Ordnungszahl 62 und der mittleren Atommasse 150,4. Samarium-153 ist ein radioaktives Isotop mit einer Halbwertzeit von nur 46,3 Stunden. Es wird zur Bekämpfung von Knochenmetastasen und auch als Schmerztherapie beim Vorliegen von Knochenmetastasen eingesetzt und intravenös verabreicht. Es soll schnell wirkend, wenig toxisch und gut verträglich sein. Samarium wirkt durch Anlagern an die Knochen. – Ed]

Günther fragte am 28.1.2003:
mein PK ist hormonrefraktär und metastasiert in den Knochen und LK. Ich stehe vor der Entscheidung, eine Samarium-Bestrahlung (Quadramet) zu machen, mit der Hoffnung, eine Schmerzlinderung zu erreichen und das Krebswachstum in den Knochen zu stoppen. Gibt es Leidensgenossen, die diese Therapie bereits gemacht haben? Mit welchem Erfolg und evtl. Nebenwirkungen? Hat diese Therapie auch eine kurative Wirkung?
Otto antwortete am selben Tag:
Habe diese Therapie vor zehn Tagen abgeschlossen, Dauer sechs Tage; eine Injektion. Hatte keine Nebenwirkungen, außer einer Sehnsucht nach Frischluft, da man in diesen Tagen komplett im Zimmer verweilen muss, kein Fenster öffnen darf, nur Klimaanlage, spezielle Toilette etc., (Strahlenschutz). Mehrfaches PET zur Kontrolle der Einlagerung der Substanz.
Die Wirkung soll nach ca zwei Wochen eintreten, mal sehen.
Ekkehard schrieb am 31.1.2003:
Der Kassierstellvertreter der Selbsthilfe Prostatakrebs in Wien wurde mit Samarium auf der Uni-Klinik Wien behandelt. Heuer werden es sechs Jahre, dass ihm die Ärzte noch drei Monate Zeit gaben. Sein Knochenszintigramm zeigte Kochenmetastasen im gesamten Skelett. Er konnte vor Schmerzen kaum noch gehen. Heute ist sein Knochenszintigramm fast frei, und er führt ein beschwerdefreies Leben. Er ist natürlich auf Hormonentzug, und von Heilung kann man in diesem Falle leider nie mehr sprechen. Es geht ihm aber gut, und das ist doch das Maximum, das man in dieser Situation erwarten kann. Samarium kann helfen!
Günther schrieb am 1.2.2003:
zu dem Samarium-153-Präparat gibt es ausführliche Informationen mit speziellen Druckschriften bei: Schering Deutschland ; Max-Dohrn-Str. 10, 10589 Berlin.
Otto schrieb am 1.2.2003 ergänzend:
Vor und während meiner Behandlung wurde mir von den beteiligten Radiologen erläutert, dass eine Samarium-Therapie vorrangig gegen die Schmerzen durch Knochenmetastasen angewandt wird. Dabei werden die Nerven im Bereich der Knochenmetastasen durch das angelagerte radioaktive Samarium-Präparat (Beta-Strahler) geschädigt, so dass keine Schmerzmeldung mehr ergeht. Eine direkte Wirkung auf die Metastasen ist aufgrund der geringen Stahlenintensität eher unwahrscheinlich.