Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Medikamente – NIAT 35C

Gerard (US) warnte am 22.10.2004:

Warnung vor Abzocke mit angeblichem Krebswundermittel! http://www.medizinnews.de/4-0110-1.htm.

[Nachstehend der Text der auf dem genannten Link ausgesprochenen Warnung:]

Experten warnen vor NIAT 35 C

Das Universitätsklinikum Freiburg und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. raten dringend von der Bestellung des vermeintlichen Krebswundermittels NIAT 35 C ab.

Bundesweit hatten Verbraucherinnen und Verbraucher in den letzten Tagen Post mit unbekanntem Absender bekommen. In dem Anschreiben wird behauptet, aus dem medizinischen Umfeld der Verbraucher von einer Krebserkrankung in der Familie erfahren zu haben. Angepriesen wird ein neu entwickeltes Arzneimittel mit der Bezeichnung NIAT 35 C, das angeblich Krebstumore wirksam schrumpfen lässt und Nebenwirkungen verringere. Das vermeintliche Wundermittel muss per Anrufbeantworter in Bangkok bestellt werden und kostet für eine Mindestbehandlungsdauer von 21 Tagen 13.545,00 Euro.

In Deutschland nicht zugelassen

Karin Stock, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. führt aus: "Dieses Geschäftsgebaren verstößt gegen diverse arzneimittelrechtliche und andere rechtliche Vorschriften. Der Versandhandel aus dem EU-Ausland ist verboten, zumal es sich um ein in Deutschland nicht zugelassenes Arzneimittel handelt."

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V. und das Universitätsklinikum Freiburg sind entsetzt darüber, dass hier mit der Not kranker Menschen, aber auch der Angst Gesunder vor einer Krebserkrankung Geschäfte gemacht werden. Auch der Hinweis im Anschreiben, im Universitätsklinikum Freiburg befinde sich ein fast identisches Medikament in der Erprobung, entspricht nicht der Realität: "Wir erforschen kein Medikament dieser Art und diese Substanz ist uns auch nicht bekannt. Eine Recherche in der Weltliteratur hat keinerlei Hinweise auf diese Substanz ergeben. Ein Wunderheilmittel gegen Krebs gibt es nicht", so Prof. Dr. Roland Mertelsmann, Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin I des Universitätsklinikums Freiburg.