Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Medikamente – Celebrex

[Celebrex gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Es besitzt neben guter schmerzlindernder auch entzündungshemmende Potenz. Celebrex gehört zur Gruppe der neuen COX-2-Hemmer, also auch zu der Gruppe, der Vioxx angehörte, eine Medikament, das wegen Nebenwirkungen im Herz-Kreislaufbereich am 30. September 2004 vom Markt genommen wurde. Solche Nebenwirkungen sind derzeit für Celebrex in diesem Ausmaß nicht bekannt (Information nach http://www.dr-gumpert.de/html/medikamente.html).

Dr. Robert Leibowitz und sein früherer Praxispartner Dr. Steven Tucker, Onkologen mit dem Schwerpunkt Behandlung von Prostatakrebs in Los Angeles, USA, haben eine günstige Wirkung von Celebrex gegen Prostatakrebs festgestellt und verschreiben manchen Patienten dieses Medikament oder raten zu seiner Einnahme. Es ist Bestandteil ihres "antiangiogenen Cocktails" (PCAAC). Dr. Tucker schrieb einmal in einem Konsultationsbericht über Celebrex:

"Prosta­takrebs überexprimiert das Protein COX-2, und Celebrex hemmt diesen Prozess. COX-2 geht mit Krebsprogression einher, und COX-2-Hemmung kann ein statisches oder hemmendes Milieu für Prostatakrebs bewirken.
Ich glaube auch, dass COX-2-Hemmer das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse wie nichttödlicher myokardialer Infarkten tatsächlich erhöhen. Aus diesem Grunde sollte die Anwendung von zweimal täglich 200 mg eines COX-2-Hemmers mit der täglichen Einnahme eines Aspirin-Produkts einhergehen. Ich glaube, dass speziell Celebrex das Risiko für einen Herzinfarkt etwas mehr als verdoppelt. In der Celebrex betreffenden Studie lag bei der beschriebenen Dosis das Herzinfarkt-Risiko in der Plazebo-Gruppe bei 6 auf 1.000, und bei 14 auf 1.000 in der Celebrex-Gruppe. Unter dem Strich glaube ich, dass in diesem Fall der Nutzen das Risiko überwiegt, und der Patient sollte künftig zweimal täglich 200 mg Celebrex einnehmen.".

Laut Herstellerangabe (Pfizer Inc.) können die folgenden Nebenwirkungen auftreten: Unwohlsein; seltener: Magen-Darm-Blutungen, Magen-Darm-Geschwüre und -blutungen; infolge Lebertoxizität: Übelkeit, Müdigkeit, Lethargie, Juckreiz, Gelbsucht, Empfindlichkeit im rechtsseitigen Oberkörper, grippeartige Symptome. In diesen Fällen das Medikament sofort absetzen!

Ed]

Julius P. schrieb am 4.6.2004:

Ich nehme Celebrex 200 mg seit 8/2003 dreimal am Tag und werde bald auf viermal pro Tag steigern. Als Cox-2-Hemmer [COX-2 steht für Cyclooxygenase 2, ein körpereigenes Enzym – Ed] gehört Celebrex nach Leibowitz zum "Antiangiogenen Cocktail". Magen und Nieren sollten in Ordnung sein. Bisher hatte ich noch keine Beschwerden damit, allerdings nehme ich C. nie auf nüchternen Magen.

Zu Celebrex sollte man 100 mg Aspirin-Protect nehmen, um evtl. Blutgerinnungsproblemen vorzubeugen. Aspirin-Protect löst sich erst im Darm auf und verschont den Magen!

Weiter unten füge ich den Beitrag von Leibowitz über Cox-2 Hemmer an; der ist zwar gut bekannt, aber man sollte ihn immer wieder mal durchlesen.

COX-2 HEMMER

Bis Anfang März 2002 hatten wir unseren Patienten dringend geraten, einen COX-2-Hemmer, einzunehmen, entweder Vioxx 50 mg einmal oder Celebrex 200 bis 400 mg zweimal täglich. Die neueste Literatur zeigt, dass Cox-2-Hemmern eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Bekämpfung, Behandlung und/oder Verhinderung bei der Ausbreitung verschiedener Krebstypen, einschließlich des Prostatakrebses zukommt. In Versuchstieren, denen man Prostatakrebszellen spritzt, bis sich ein Tumor ausgebildet hat, und die man anschließend mit einem COX-2-Hemmer behandelt, ergibt sich eine Verringerung der Anzahl und der Größe der Metastasen. COX-2-Hemmer haben nachweislich eine antiangiogene (die Blutgefäßbildung verhindernde) Wirkung und einen die Apoptose (den programmierten Zelltod) fördernden Effekt. Neueste Daten legen nahe, dass COX-2-Hemmer zur Behandlung kognitiver Fehlfunktionen (z. B. etwa Alzheimer) und auch des grauen Stars (Katarakts) nützlich sein könnten. Es ist bekannt, dass sie Polypenbildung in Patienten mit dem Syndrom 'familiäre adenomatöse Polyposis' verhindern, und es hat den Anschein, dass sie das Risiko der Entwicklung von Darmkrebs bei diesen Risikopatienten verringern. Ihr Nutzen ist nachgewiesen bei vielen Krebstypen, da COX-2 bei mindestens einem Dutzend verschiedener Krebsarten und hämatologischer Störungen überrepräsentiert ist. Die COX-2-Hemmer der zweiten Generation sind offensichtlich 20 mal wirksamer als die gegenwärtig erhältlichen, d. h. Vioxx und Celebrex. Die für das adenomatöse Polyposis-Syndrom zulässige Dosis ist 400 mg Celebrex zweimal täglich, das entspricht dem Zweifachen der für Schmerzbekämpfung und Arthritis angewendeten Dosis.

Ende 2001 begann das (amerikanische) National Cancer Institute mit Vergleichs-Studien über radikale Prostatektomie mit und ohne 400 mg Celebrex zweimal täglich, um herauszufinden, ob COX-2-Hemmer die Überlebenszeit verbessern. Eine Studie gleicher Art läuft bereits für Darmkrebs, d. h. chirurgische Entfernung mit und ohne 400 mg Celebrex zweimal täglich. Die normalerweise bei Krebsstudien eingesetzte Dosierung ist 400 mg zweimal täglich, im Gegensatz zu den häufiger eingesetzten 200 mg zweimal täglich, die bei anderen Indikationen eher allgemein verschrieben werden. Dagegen werden 400 mg Celebrex zur Verhinderung des Wiederauftretens von Darmpolypen für richtig gehalten, und diese höhere Dosis ist mindestens für eine weitere Indikation genehmigt. Der erste COX-2-Hemmer der zweiten Generation ist seit März 2002 unter dem Namen Bextra auf dem (US) Markt. Wir sagen voraus, dass in Zukunft fast jeder Krebspatient mit irgendeiner Art COX-2-Hemmer behandelt werden wird. Allen Patienten, die wir mit COX-2-Hemmern behandeln, empfehlen wir auch die Einnahme eines Baby-Aspirins vom Typ Ecotrin, eine Tablette täglich. Dieses sollte zum Essen eingenommen werden, um das Risiko von Magenverstimmungen, Sodbrennen, Verstopfung, und/oder Geschwüren zu verringern. Falls sich Probleme im oberen Magen-Darm-Bereich entwickeln, sollte das Aspirin abgesetzt und die Probleme mit Ihrem Hausarzt besprochen und bewertet werden, um die Ursache und die entsprechende Behandlung zu bestimmen. COX-2-Hemmer haben keinen die Thrombozyten (Blutplättchen, und damit die Gerinnung) gefährdenden Effekt. Ihnen ist keine Erhöhung des Risikos von Blutungen im unteren Magen-Darm-Trakt zuzurechnen. Es besteht eine geringe Zunahme von Abnormalitäten im Zwölffinger-Darm-Bereich, die im oberen Magen-Darm-Trakt Blutungen verursachen könnten. Ich glaube keinesfalls, dass ein erhöhtes Blutungsrisiko im unteren Magen-Darm-Trakt durch COX-2-Hemmern besteht. Dies ist völlig anders als die Situation unter normalen nonsteroidalen entzündungshemmenden Produkten, welche die Blutplättchen beeinträchtigen und deshalb das Blutungsrisiko im gesamten Körper erhöhen.

In der Ausgabe 'The Medical Letter' vom 12. November 2001 wird die kardiovaskuläre Sicherheit (bezüglich der Herzgefäße) von COX-2-Hemmern diskutiert. Diese Zeitschrift wird gemeinhin als die objektivste Informationsquelle über pharmakologische Wirkstoffe angesehen. Sie hat keinerlei Bindungen an irgendeine Firma und nimmt auch keine Anzeigen an. Das Ergebnis einer Untersuchung von Vioxx ist, dass bei 1,11 % von mit Vioxx behandelten Patienten thrombotische kardiovaskuläre Ereignisse auftraten im Vergleich 0,45 % der mit regulärem nonsteroidalen entzündungshemmenden Substanzen behandelten Patienten. Zusätzliche Einnahme von Baby-Aspirin zusammen mit einem COX-2-Hemmer könnte Schutz gegen irgendwelche möglichen kardiovaskulären Wirkungen bieten. Solange jedoch weitere prospektive Vergleichsstudien über (mit und ohne) niedrig dosiertem Aspirin nicht vorliegen, wäre es voreilig zu schließen, dass Vioxx oder Celebrex das Risiko thrombotischer kardiovaskulärer Erkrankungen erhöht.

Anfang März 2002 kam der erste COX-2-Hemmer der zweiten Generation auf den Markt. Der Markenname ist Bextra; der generische Name ist Valdecoxib. Er wird als 20 mg Dosis verschrieben, obwohl er auch als 10-mg-Dosis erhältlich ist. Er kann allein oder zum Essen eingenommen werden. Er soll weniger nephrotoxisch (d. h. geringeres Schadensrisiko für die Nieren) sein, und in Untersuchungen mit fast 2.000 Patienten ergab sich bei Patienten mit Bextra kein erhöhtes Auftreten von Geschwüren im Magen- und Zwölffingerdarmbereich im Vergleich zu der Kontrollgruppe mit Placebo. Die COX-2-Hemmer der ersten Generation, Vioxx und Celebrex, jedoch haben ein erhöhtes Risiko von Magen-/Zwölffingerdarmgeschwüren im Vergleich zu Placebo. Die Tatsache, dass Bextra als COX-2-Hemmer weit selektiver wirkt als Vioxx und Celebrex aus der ersten Generation, mag zur Erklärung der verringerten Toxizität für den Magen-Darmbereich dienen. Bis März 2002 hatten wir uns noch nicht entschließen können, alle Patienten auf Bextra umzustellen. Wir wissen zwar, dass es in der COX-2 Blockade selektiver (und damit wohl wirksamer) ist als Vioxx und Celebrex. Aber inzwischen ist aus neuen Studien offensichtlich, dass ein Teil des Nutzens von Celebrex zur Krebsbekämpfung nicht der COX-2 Hemmung zuzuschreiben ist. Es hat den Anschein, dass es hier mehr als einen Mechanismus für die Krebsbekämpfung gibt. Ein Teil des Nutzens erfordert die Hemmung von COX-2, aber: auch ohne COX-2 Hemmung scheint Celebrex einen krebsbekämpfenden Effekt zu haben. Ich bin von den derzeit laufenden Celebrex-Studien so beeindruckt, dass es mir schwer fällt, Bextra zu empfehlen. Seit Juni 2002 habe ich meine Empfehlung geändert und rate Patient nur dann zu Bextra, wenn sie unter Magen/Darm-Unverträglichkeit oder anderen unangenehmen Nebenwirkungen von Celebrex leiden. Während mehrerer Monate bis Juni habe ich die Umstellung der Patienten von Vioxx oder Celebrex auf Bextra empfohlen. Auf dem Feld des Prostatakrebses findet ständig eine Weiterentwicklung statt, neue Erkenntnisse werden gewonnen, und meine Meinungen über die besten Behandlungsansätze sind entsprechend ständig weiter zu entwickeln.

Das Wall Street Journal berichtete am 22. Mai 2002 in einem Artikel, dass bei unserer Jahresversammlung der American Society of Clinical Oncology Celebrex einer der 'Stars' war. Studien über die Anwendung von Celebrex bei Lungenkrebs deuteten stark auf eine krebshemmende Wirkung von Celebrex hin. Die Studie war zu diesem Zeitpunkt nicht abgeschlossen, daher bleibt dies Spekulation und Meinung. Es ist aber jetzt schon klar, dass Celebrex und andere COX-2-Hemmer eine antiangiogene und pro-apoptotische Wirkung haben. Das bedeutet, dass sie den Zelltod herbeiführen indem sie das Gen fördern, das für die Selbsttötung der Zelle verantwortlich ist; zudem reduzieren sie die Blutzufuhr zu Krebszellen. Wie ich schon früher vorhergesagt habe, COX-2-Hemmer werden eine immer wichtigere Rolle bei der Verhinderung und/oder Behandlung verschiedener Krebsarten spielen. Die Studien haben auch klargestellt, dass die Dosierung gegen Krebs bei 400 mg Celebrex täglich liegt, gegenüber 200 mg bei der Schmerzkontrolle oder bei Arthritis.

Ein Bericht der American Urologic Association vom May 2002 enthält Ergebnisse aus der Anwendung von Celebrex und seiner Wirkung auf das PSA (Prostata spezifisches Androgen) bei Männern mit wieder auftretendem Prostatakrebs. Die Zusammenfassung beschreibt 13 Patienten mit steigenden PSA-Werten nach vorheriger Strahlentherapie oder radikaler Prostatektomie. Die Männer wurden mit 200 mg Celebrex zweimal am Tag behandelt. Nach drei Monaten hatten 92 % der Patienten einen die Anstiegsrate verringernden Effekt ihres PSA-Wertes; 38% hatten einen absoluten Rückgang ihres PSA-Wertes und bei weiteren 24% stabilisierte sich der PSA-Wert. Von den verbleibenden 5 Patienten zeigte sich bei 4 eine Verlangsamung der Verdoppelungszeit des PSA Wertes, wobei sich die Verlangsamung der Verdoppelungszeit im Durchschnitt verdreifachte. Äußerst wichtig erscheint die Tatsache, dass in keinem dieser Patienten eine Veränderung des Serumtestosteron-Niveaus beobachtet wurde. Diese Ergebnisse erlauben die Schlussfolgerung, dass COX-2-Hemmer den Krankheitsfortschritt verzögern können und dazu beitragen, dass es nicht notwendig wird, eine Hormonblockade zu beginnen oder wieder aufzunehmen. Wir empfehlen COX-2-Hemmer für unsere Prostatakrebs-Patienten seit 1999. Fast 100% der Männer in unserer Praxis werden mit COX-2-Hemmern behandelt. Wie bereits gesagt, geht meine Präferenz zu Celebrex, 200 bis 400 mg zweimal täglich. Und denken Sie dran, bei abnormaler Nierenfunktion sollten COX-2-Hemmer nicht gegeben werden, da sie die Nierenfunktion verschlechtern.


Andreas S. schrieb am 14.6.2004:

auf dem diesjährigen Kongreß der American Society of Clinical Oncology wurde letzte Woche eine vielversprechende Studie zum Zusammenhang zwischen PSA-Abfall und Celebrex vorgestellt. Allerdings umfasste die Studie nur 24 Teilnehmer, deren PSA nach RP oder Radiatio angestiegen war. Nach drei Monaten zeigten 22 von ihnen eine signifikante PSA-Unterdrückung. Bei 11 von ihnen stabilisierte sich das PSA oder ging zurück. Bei 11 der restlichen 13 Patienten verlangsamte sich die PSA-VZ, bzw. der PSA-Anstieg dramatisch. Zwei der Patienten zeigten initial keine Veränderung, allerdings verlangsamte sich ihr PSA-Anstieg nach 12monatigem follow-up.

Der Artikel ist nachzulesen unter http://www.sciencedaily.com/releases/2004/06/040610074916.htm.


Gerd'42 fragte am 18.4.2005

Nehme zur Zeit 2 x 200 mg Celebrex. Überlege Übergang auf 1 x 200 mg täglich. Was spricht dagegen? Ist die Halbwertszeit bekannt? Wer hat Erfahrung?

[Gerd'42 starb am 11. Juni 2011 an seinem Krebs – Ed]


Hans J LL antwortete einen Tag später:

Ist natürlich schwer zu sagen, was dagegen spricht, wenn man nicht weiß, was das Celebrex bewirken soll.

Ich habe das ganze Jahr 2003 zweimal 400 mg Celebrex genommen [gemeint wahrscheinlich: das ganze Jahr 2003 hindurch zweimal täglich... - Ed], um mein PSA bei metastatischem PK nach radikaler Prostatektomie 8/2000 unter Kontrolle zu halten. Ich konnte meinen PSA damit bei 0,6 halten und habe es auch gut vertragen.

Als einzige Nebenwirkung stellte sich nach 12 Monaten eine Flüssigkeitsansammlung in der Leistengegend von der Größe eines Tischtennisballs ein, die nach Absetzen von Celebrex innerhalb von sechs Wochen verschwand. Ich habe dann auf Thalidomid umgestellt und denselben Erfolg erreicht.

Für das Reduzieren/Absetzen von Celebrex sprechen nur die mit ihm/der Dosis verbundenen Nebenwirkungen.

Darauf schrieb Guy, auch am 19.4.2004:

Was Celebrex bewirken soll? Dies hat Dr. Andrew Dannenberg zusammen mit einem Forschungsteam in diesem Jahr herausgefunden.

Celebrex provides a two pronged attack against prostate cancer

PHILADELPHIA--Celecoxib, a selective COX-2 inhibitor with promising anti-cancer properties, has now been found to attack prostate cancer cells in a second way that differs from Vioxx (rofecoxib), another anti-inflammatory drug that also inhibits COX-2.

In studies published in the March 1 issue of the journal Clinical Cancer Research, scientists at the Weill Medical College of Cornell University revealed that celecoxib, marketed under the name Celebrex, not only targets COX-2, but also reduces levels of a key protein, cyclin D1, that's critical for cell replication.

"It is well established that COX-2 is a significant and rational target for anti-cancer therapy," said Andrew Dannenberg, M.D., director of cancer prevention at the Weill Medical College of Cornell University and senior author of the paper.

"These studies suggest that celecoxib exerts a second mode of action independent of its known anti-inflammatory mechanism that imposes further restrictions on the proliferation of prostate cancer cells. The results provide potentially important insights into our understanding of the overall anti-tumor activity of selective COX-2 inhibitors."

Dannenberg and a team of investigators discovered this new mechanism by applying celecoxib to prostate cancer cells that failed to express COX-2. Here, the scientists observed that the celecoxib-treated cancer cells did not replicate as rapidly as untreated cells. After further analysis, they found the drug worked by suppressing amounts of cyclin D1, a protein that's essential if cells are to grow, divide and spread.

The scientists also attempted to replicate the experiment with Vioxx substituting for celecoxib. In this case, the prostate cancer cells continued to flourish.

"These results support the notion of a unique action by celecoxib that is independent of COX-2, and that's different from Vioxx," said Dannenberg.

"These beneficial effects were observed at concentrations of celecoxib that occur in humans," added Dannenberg. "This increases the likelihood that our findings are clinically relevant."

Dannenberg and his colleagues then demonstrated that celecoxib worked in animals that served as hosts for human prostate tumors. In this animal model, celecoxib not only was shown to reduce proliferation of cancer cells, but also reduced the growth of blood vessels at the tumor sites. As a result, tumor mass and blood vessel density in the treated animals was about half that observed in the untreated animals.

Contributing to the studies, along with Dannenberg, were Kotha Subbaramaiah, Baoheng Du and Mindy Chang from Weill Medical College of Cornell University, New York, N.Y.; Manish Patel, Carlos Cardon-Cardo, and Howard Thaler, Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York, N.Y.; and Peiying Yang and Robert Newman, UT M.D. Anderson Cancer Center, Houston, Texas.

Übersetzung:

Celebrex greift Prostatakrebs mit zwei Speerspitzen an

PHILADELPHIA — Bei Celecoxib, einem selektiver COX-2-Hemmer mit vielversprechenden Anti-Krebs-Eigenschaften, ist jetzt festgestellt worden, dass es Prostatakrebszellen auf eine zweite Weise attackiert, die von Vioxx (Rofecoxib) abweicht, einem zweiten gegen Entzündungen gerichteten Medikament, das ebenfalls COX-2 hemmt.

In Studien, die in der Ausgabe vom 1. März des Journals Clinical Cancer Research veröffentlicht wurden, zeigten Wissenschaftler am Weill Medical College of Cornell University, dass Celecoxib, das als Celebrex auf dem Markt ist, nicht nur auf das COX-2 zielt, sondern auch die Höhe eines Schlüsselproteins, Cyclin-D1, reduziert, das für die Zellvermehrung wichtig ist.

"Es ist wohlbekannt, dass COX-2 ein wichtiges und vernünftiges Ziel für Krebstherapien ist", sagte Dr. med. Andrew Dannenberg, Leiter der Krebsvorsorge am Weill Medical College of Cornell University und Hauptverfasser des Artikels.

"Diese Studien deuten darauf hin, dass Celecoxib eine zweite Wirkungsweise aufweist, die von seinem bekannten gegen Entzündungen gerichteten Mechanismus unabhängig ist und der Verbreitung von Prostatakrebszellen eine weitere Einschränkung aufzwingt. Diese Ergebnisse liefern möglicherweise wichtige Erkenntnisse für unser Verständnis von der gesamten Anti-Tumor-Aktivität selektiver COX-2-Hemmer."

Dannenberg und eine Forschungsgruppe entdeckten diesen Mechanismus, als sie Celecoxib auf Prostatakrebszellen ansetzten, die kein COX-2 exprimierten. Hierbei beobachteten die Wissenschaftler, dass die mit Celecoxib behandelten Krebszellen sich nicht so schnell vermehrten wie unbehandelte Zellen. Nach weiterer Analyse stellten sie fest, dass das Mittel dadurch wirkte, dass es Mengen von Cyclin-D1 unterdrückte, einem Protein, das wichtig ist, wenn Zellen wachsen, sich teilen und sich verbreiten sollen.

Die Wissenschaftler versuchten auch, das Experiment zu wiederholen, indem sie anstelle von Celecoxib Vioxx einsetzten. In diesem Fall gediehen die Prostatakrebszellen weiter.

"Diese Ergebnisse unterstützen die Vorstellung von einer einzigartigen Wirkungsweise des Celecoxibs, die unabhängig von COX-2 ist, und die anders ist als bei Vioxx," sagte Dannenberg.

"Diese günstigen Wirkungen wurden bei Celecoxib-Konzentrationen beobachtet, die es beim Menschen gibt," fügte Dannenberg hinzu. "Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Feststellungen klinisch relevant sind."

Dannenberg und seine Kollegen zeigten dann, dass Celecoxib bei Tieren wirkte, die als Wirte menschlicher Prostatakrebstumore dienten. In diesem Tiermodell konnte gezeigt werden, dass Celecoxib nicht nur die Verbreitung von Krebszellen, sondern auch das Wachstum von Blutgefäßen an den Tumorlokationen verringert. Infolgedessen war die Tumormasse und die Blutgefäßdichte in den behandelten Tieren etwa halb so groß, wie bei den unbehandelten Tieren beobachtet wurde.

Contributing to the studies, along with Dannenberg, were Kotha Subbaramaiah, Baoheng Du and Mindy Chang from Weill Medical College of Cornell University, New York, N.Y.; Manish Patel, Carlos Cardon-Cardo, and Howard Thaler, Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York, N.Y.; and Peiying Yang and Robert Newman, UT M.D. Anderson Cancer Center, Houston, Texas.

An den Studien wirkten außer Dannenberg mit: Kotha Subbaramaiah, Baoheng Du und Mindy Chang vom Weill Medical College of Cornell University, New York, N.Y.; Manish Patel, Carlos Cardon-Cardo, und Howard Thaler, Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York, N.Y. und Peiying Yang und Robert Newman, UT M.D. Anderson Cancer Center, Houston, Texas.

[Übersetzung durch Ed]

Bezogen auf Gerds beide Fragen fügte Guy hinzu:

1. Dr. Bob empfiehlt 200 bis 400 mg zweimal täglich.
2. Spitzenkonzentrationen nach der Gabe von Celecoxib treten im Plasma nach zwei bis drei Stunden auf. Fettreiche Mahlzeiten verzögern die Resorption um circa eine Stunde (3). Von 100 bis 200 mg besteht Dosislinearität bei Cmax- und AUC-Werten, bei höheren Dosen steigen diese Werte langsamer an. Bei einer Halbwertszeit von acht bis zwölf Stunden wird der Steady state [eingeschwungene Zustand – Ed] nach fünf Tagen erreicht.

Hans J LL ergänzte seinen Beitrag am 20.4.2005:

Ich habe mit Celebrex so gute Erfahrungen, dass ich diese Therapie gern wieder aufnehmen würde, und werde es wohl tun mit einer niedrigeren Dosierung, d. h. zweimal 200 mg versuchen. Spürbare Nebenwirkung nach einem Jahr zweimal 400 war nur das Ödem in der Leistengegend, was allerdings starke Beschwerden bereitet hat. Ansonsten super Verträglichkeit, die morgendlichen 400 mg habe ich meistens ohne Problem auf nüchternen Magen genommen.


Jürgen M. wies am 2.3.2007 auf diesen Beitrag in Focus Online hin, der über einen Synergie-Effekt von Celebrex® plus Grüntee berichtet:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/prostata/prostatakrebs_nid_45583.html