Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Medikamente – Artemesinin

Reinardo schrieb am 6.8.2004:

auf der Suche nach alternativen und neueren Therapien bin ich auf Artemisinin gestoßen. Hierüber gab es am 29.11.2001, BPS-Archiv Nr. 6, einen hoffnungsvolle Eintrag von Richard/Christian, aber seither hat niemand hierüber berichtet. Das Prinzip dieser alten chinesischen Heilmedikaments ist, dass Krebszellen eine hohe Konzentration an Eisen haben und an ihrer Oberfläche fünf bis fünfzehn mal soviele Eisen aufnehmende Rezeptoren haben wie gesunde Zellen. Wenn nun Eisen mit Artemisinin in Berührung kommt, wird eine chemische Reaktion ausgelöst, die sog. freie Radikale hervorbringt, welche die Zellmembranen aufbrechen, insbesondere wenn den Zellen vorher eine Substanz mit dem Wirkstoff Holotransferrin zugeführt wird, welche die Eisenkonzentration in den Zellen erhöht.

Artemisinin kann im Internet bei SPRINGBOARD zu 90 Tabletten = 19,45 Euro bezogen werden.

Man sollte solche Mittel nicht von vornherein verwerfen. Bei dem berühmt-berüchtigten Contergan hat man die antiangiogen Wirkung bei Prostatakrebs ja auch nicht sofort erkannt.

Melina schrieb darauf am selben Tag:

Um auszuschließen, dass man nachher wirklich unbekannte Nebenwirkungen als erster am eigenen Leibe austestet, würde ich das Präperat aus der ganzen Pflanze, hergestellt von der N.U.S. AG, vorziehen. Handelsname: Uwemba-Pastilles.

Und Wolfhard fragte, an Reinardo gerichtet:

bist Du sicher? Das ist doch ein Malariamittel, wenn ich mich nicht irre?

Diese Frage beantwortete Reinardo am 7.8.2004:

Artemisinin ist primär ein Malariamittel. Interessant ist, dass bei archäologischen Ausgrabungenauf einer Steintafel im Grab eines Prinzen der Han-Dynastie eine Geheimrezeptur für die Malariabekämpfung entdeckt wurde, wonach in der chinesischen Medizin Artemisinin erneut zur Bekämpfung der Malaria eingesetzt wurde. Entscheidend für die Verwendung dieses Medikamentes zur Krebsbekämpfung war die Feststellung, dass der Malariaparasit und und die sich teilende Krebszelle eine gemeinsame Eigenschaft haben: einen gegenüber der gesunden Zelle erhöhten Gehalt an Eisen. Und es wurde geschlossen: wenn Artemisinin die lebende Zelle des Malariaparasiten aufgrund dessen erhöhtem Eisengehalt tötet, dann könnte dieser Wirkungsmechanismus ebenso bei der lebenden Krebszelle ablaufen.

Henry Lai, Biotechnik-Forscher an der Universität in Washington fand dies in Experimenten auch bestätigt.

Ich befasse mich mit dieser Thematik aus konkretem Anlass: wie einige andere in diesem Forum bin ich 1½ Jahre nach Beendigung der DHB (Leibowitz). Mein letztgemessener PSA-Wert war 1,4 ng/ml, d. h. noch nicht beunruhigend. Aber ich möchte vorbereitet sein für den Fall, dass sich der Wert – aus welchen Gründen auch immer – nicht auf dem erwarteten Plateau einpendelt.