Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS
Reinardo schrieb am 6.8.2004:
Artemisinin kann im Internet bei SPRINGBOARD zu 90 Tabletten = 19,45 Euro bezogen werden.
Man sollte solche Mittel nicht von vornherein verwerfen. Bei dem berühmt-berüchtigten Contergan hat man die antiangiogen Wirkung bei Prostatakrebs ja auch nicht sofort erkannt.
Melina schrieb darauf am selben Tag:
Um auszuschließen, dass man nachher wirklich unbekannte Nebenwirkungen als erster am eigenen Leibe austestet, würde ich das Präperat aus der ganzen Pflanze, hergestellt von der N.U.S. AG, vorziehen. Handelsname: Uwemba-Pastilles.
Und Wolfhard fragte, an Reinardo gerichtet:
bist Du sicher? Das ist doch ein Malariamittel, wenn ich mich nicht irre?
Diese Frage beantwortete Reinardo am 7.8.2004:
Artemisinin ist primär ein Malariamittel. Interessant ist, dass bei archäologischen Ausgrabungenauf einer Steintafel im Grab eines Prinzen der Han-Dynastie eine Geheimrezeptur für die Malariabekämpfung entdeckt wurde, wonach in der chinesischen Medizin Artemisinin erneut zur Bekämpfung der Malaria eingesetzt wurde. Entscheidend für die Verwendung dieses Medikamentes zur Krebsbekämpfung war die Feststellung, dass der Malariaparasit und und die sich teilende Krebszelle eine gemeinsame Eigenschaft haben: einen gegenüber der gesunden Zelle erhöhten Gehalt an Eisen. Und es wurde geschlossen: wenn Artemisinin die lebende Zelle des Malariaparasiten aufgrund dessen erhöhtem Eisengehalt tötet, dann könnte dieser Wirkungsmechanismus ebenso bei der lebenden Krebszelle ablaufen.
Henry Lai, Biotechnik-Forscher an der Universität in Washington fand dies in Experimenten auch bestätigt.
Ich befasse mich mit dieser Thematik aus konkretem Anlass: wie einige andere in diesem Forum bin ich 1½ Jahre nach Beendigung der DHB (Leibowitz). Mein letztgemessener PSA-Wert war 1,4 ng/ml, d. h. noch nicht beunruhigend. Aber ich möchte vorbereitet sein für den Fall, dass sich der Wert – aus welchen Gründen auch immer – nicht auf dem erwarteten Plateau einpendelt.