Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Medikamente
– Arimidex® (Anastrozol)
- [Arimidex®
(Wirkstoff Anastrozol) ist ein nicht-steroidaler Aromatasehemmer.
Das Medikament wird vor allem beim Brustkrebs der Frauen eingesetzt.
Trotzdem gibt es auch eine Anwendung beim Mann im Zusammenhang mit
Prostatakrebs, wie aus dem nachstehenden Beitrag hervorgeht –
Ed]
- Ralf
schrieb am 13.9.2008:
-
Gestern Morgen erhielt ich den Anruf eines Mannes, dem sein Arzt
gegen seine benigne Prostatahyperplasie Avodart verschrieben hatte
(der Anrufer hat keinen PK). Der Patient las zunächst den
Beipackzettel und nahm dann Abstand davon, eine Kapsel zu schlucken,
denn dort stand unter "Nebenwirkungen":
-
"Häufig: ... Schwellung und/oder erhöhte schmerzhafte
Druckempfindlichkeit der Brust (Gynäkomastie)".
-
Mir war nicht bekannt, dass dies ein ernsthaftes Problem mit der
Einnahme von Avodart (ebenso Proscar bzw. Finasterid-Generika) wäre.
Da der Anrufer im Internet in diesem Zusammenhang ein Zitat von Dr.
Strum gefunden hatte, dass ich mal irgendwo wiedergegeben hatte
("Ich liebe Avodart") kam die Sprache auf diesen, und ich
versprach dem Anrufer, bei Dr. Strum anzufragen, ob er bei seinen
Patienten häufig Gynäkomastie als Folge der Einnahme von
Avodart beobachte.
-
Nachmittags hatte ich die Antwort von Dr. Strum, die sicher auch
hier von Interesse sein dürfte:
-
"SS: The slight increase in testosterone seen by blocking DHT
with a 5AR inhibitor like proscar or avodart is not enough to cause
gynecomastia. Nevertheless, the patient needs to be aware of what
his baseline breast tissue looks like and if there is any change
over time then to check estradiol levels and start on an aromatase
inhibitor like Arimidex 1mg 2-3 times per week. I have not had to do
this with any patient but you never know.
-
Übersetzung:
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Stephen Strum: Der leichte Testosteronanstieg,
der beim Blockieren des DHT (Dihydrotestosterons) mit einem
5AR-Hemmer wie Proscar oder Avodart beobachtet wird, reicht nicht
aus, um eine Gynäkomastie zu verursachen. Trotzdem sollte der
Patient sich merken, wie sein derzeitiges Brustgewebe aussieht, und
falls dort sich über die Zeit eine Änderung zeigt, seinen
Östradiolspiegel kontrollieren und anfangen einen
Aromatase-Hemmer wie Arimidex 1 mg, zwei bis dreimal pro Woche,
einzunehmen. Ich habe dies noch bei keinem Patienten machen müssen,
aber man weiß ja nie."