Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Medikamente
– ActosÒ
- [Actos®
ist ein Medikament, das für die Behandlung von Diabetes
mellitus Typ 2 entwickelt wurde. Es wurde aber auch eine Wirksamkeit
bei hormonrefraktärem Prostatakrebs (HRPK) festgestellt. Diese
Anwendung ist ein "off-label use", und wohl nur wenige
Ärzte werden sich damit auskennen und bereit sein, dies
Medikament bei Prostatakrebs zu verschreiben.
Der Wirkstoff ist
Pioglitazon, der Hersteller ist die Firma Takeda Pharma GmbH.
–
Ed]
- Carlo
K. stellte am 1.5.2007 die rhetorische Frage "Actos eine Chance
bei PCa?"
-
Nach
maximaler Androgen-Blockade war mein PSA-Wert vier Monate kleiner
0,1 ng/ml. Aber als erstmals 0,1 erreicht war, begann mein
Testesteronwert schon wieder zu steigen. In drei Monaten von 0,44
auf 3,93 ng/ml.
-
Dr.
Eichhorn empfahl mir, meine Depospritze von Trenantone auf Zoladex
umzustellen (06/06).
-
Mit
der Mitteilung des hohen Testesteronwertes war aber auch erstmals
der PSA-Wert von 0,028 auf 0,057 ng/ml gestiegen.
-
Mein
Testesteronwert sank deutlich und war (09/06) bei 0,17. Jedoch
begann der PSA-Wert langsam zu steigen. Bei 0,81 (12/06) empfahl mir
Dr. Tucker auf Casodex zu
verzichten und auf Ketokonazol und Taxotere umzusteigen.
-
Am
05.02. hatte mein PSA-Wert 1,04 erreicht. Dr. Eichhorn meinte,
"bevor Sie sich auf stärkere Medikamente einlassen,
probieren Sie es doch mit dem vergleichsweise harmlosen ACTOS".
-
Am
26.02. war mein PSA-Wert kleiner 0,1.
-
Am
26.03. wurde Testesteron: 0,30 PSA 0,003!! gemessen.
-
Am
23.04. Testesteron 0,22 und PSA kleiner 0,003 bestätigt.
-
Ihr
könnt Euch vorstellen, dass ich sehr glücklich bin und das
wegen des harmlosen ACTOS.
-
Aus
diesem Grund möchte ich Euch die Information über dieses
Medikament nicht vorenthalten.
-
Nach
Rücksprache mit der Firma Takeda, dem Hersteller dieses zur
Kontrolle des Blutzuckerspiegels entwickelten Medikamentes, wurde
mir mitgeteilt, dass an der Uni Regensburg eine Studie läuft.
-
Der
dortige Oberarzt Dr. Walter bestätigte, dass derzeit 40
Betroffene unter anderem mit ACTOS behandelt werden. Die Studie
läuft unter Leitung von Prof. Reichle.
-
Dazu
schrieb Jürgen M. am selben Tag:
-
Ich
nehme nach Absetzen von Casodex jetzt Actos + Celebrex (siehe mein
Profil) und erlebe ebenfalls aktuell einen Rückgang meines PSA.
Ich hoffe es geht weiter so und werde wieder berichten.
-
Einen
Tag später schrieb Dieter aus Husum:
-
der
Tipp von Dr. Eichhorn ist schon sehr interessant. Actos ist ja ein
Präparat zur Diabetes-Behandlung, es greift im Glucose- und
Fettstoffwechsel. Durch erhebliche Absenkung des Blutzucker-Wertes
ist es bestimmt möglich, auch die PSA-Produktion in den
Tumorzellen zu reduzieren. Denkprobleme entstehen bei mir jedoch mit
der Frage, ob sich auch die Zellteilung im Karzinom reduzieren
lässt.
-
Und
Helmut.2 schrieb:
-
Ich
habe einen Beitrag im TV über ACTOS gesehen, und es verspricht
einiges für die Diabetes I und II, ich kann aber nur warnen,
hier aber von harmlos zu reden!
-
Wegen
der Einnahme von ACTOS kann unter Umständen eine Unterzuckerung
hervorgerufen werden, die körperlich sehr unangenehmen Folgen
haben kann!
-
Wenn
ACTOS eingenommen wird, sollte man sein Blut mit einem
Zuckermessgerät täglich überprüfen und nach 4
bis 6 Wochen beim Arzt eine Langzeit-Zuckermessung Hb A1c durch
führen lassen!
-
Blutzucker
nüchtern 60-90 mg/dl oder 3,4-5 mmol/l. Langz. Zucker = Hb
A1c < 6 %.
-
Von
wegen harmlos!
-
Infos
über ACTOS:
-
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=2684&type=0
http://www.aktive-diabetiker.at/54-s11.htm
http://medikamente.onmeda.de/Medikament/Actos+15mg%7C-30mg%7C-45mg+Tabletten+.html
http://www.netdoktor.de/medikamente/100010449.htm. -
Ob
unsere vielschichtige Medikation gegen den PK schon getestet wurde?
Welcher Diabetologe dankt schon daran, dass prostatakrebskranke
Männer dieses Medikament ACTOS gegen Ihre Krankheit
missbrauchen, wenn dadurch keine Nachteile entstehen – warum
nicht!
-
Immer
noch Vorsicht geboten!
-
Carlo
K. schrieb dazu am 3.5.2007:
-
Mein
Internist hat mir sofort ein ACCU-CHEK Blutzuckermessgerät
mitgegeben. Bisher sind alle Werte normal.
-
Takeda
informiert in Form von Rote-Hand-Briefen über erhöhtes
Frakturrisiko bei Frauen unter Glitazonen. Frakturen wurden bei etwa
2,7 Prozent der Frauen gefunden, die mit Rosiglitazon
beziehungsweise Pioglitazon behandelt wurden, im Vergleich zu etwa
1,5 Prozent unter Vergleichsmedikation.
-
Bei
Männern war die Häufigkeit von Frakturen nicht erhöht.
-
Allerdings
ist bekannt, dass über den Peroxisomen-Proliferator-aktivierten
Zellkernrezeptor gamma (PPAR-gamma), der durch Glitazone aktiviert
wird, auch die Knochenneubildung gehemmt wird.
-
Am
selben Tag schrieb Günter Feick:
-
anlässlich
des Informationsaustausches über ACTOS möchte ich noch mal
auf diese Seite
http://www.prostate-cancer.org/education/nutrprod/ScholzBlum_Nutrition_Prostate_Cancer.html
des Prostate Cancer Research Institute www.prostate-cancer.org/
hinweisen. Dort ist bezüglich Blutzucker und Insulin in
Verbindung mit PCa u. a. dieses zu lesen -
-
"Es
gibt eine Anzahl von Studien, die bestätigen, dass Übergewicht
und zu reichliche Nahrungsaufnahme zum Vorkommen und der
Aggressivität des PCa beitragen (11, 12, 13 u. 14). Es scheint
jedoch, als ob das Insulin der wirklich Schuldige ist. Eine
Vorstellung, welche nicht ausreichend verstanden wurde und nicht die
Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie verdient...".
-
Das
war Teil der Schlussfolgerung von Mark Scholz MD und Ralph Blum in
einem Beitrag mit dem Titel 'Can Diet Really Control Prostate
Cancer?' aus den PCRI Insights vom February 2006 vol. 9, no
1.
-
Da
durch ACTOS die Empfindlichkeit der Gewebezellen auf das Insulin
gesteigert wird und damit die Insulin-Resistenz vermindert wird,
sehe ich eine bestätigende Verknüpfung zwischen den
Beiträgen zu ACTOS hier im Forum und der Information vom
Prostate Cancer Research Institute. Das vom Körper gebildete
Insulin kann durch die Wirkung von ACTOS wieder besser ausgenutzt
werden, weniger Insulinbildung ist notwendig und zumindest die
danach gemessenen PSA-Werte hatten eine fallende Tendenz.
-
Die
für den Bericht des Prostate Cancer Research Institute
verwendeten Referenzen waren:
-
1.
Kushi, Michio and Jack, Alex. The Cancer Prevention Diet: Michio
Kushi’s Macrobiotic Blueprint for the Prevention and Relief of
Disease. St. Martin’s Griffin 1994
-
2.
Verne Varona Nature’s Cancer Fighting Foods: Prevent and
Reverse the Most Common Forms of Cancer Using the Proven Power of
Great Food and Easy Recipes. Reward Books 2001
-
3.
Ornish, Dean et al: Intensive lifestyle changes may affect the
progression of prostate cancer. The Journal of Urology Vol 174:1065,
2005
-
4.
Rodriguez, Carmen et al: Diabetes and risk of prostate cancer in a
prospective cohort of US men. American Journal of Epidemiology
Vol.161:147 2005
-
5.
Hsing, Ann et al: Prostate cancer risk and serum levels of insulin
and leptin: a population-based study. Journal of the National Cancer
Institute. Vol. 93: 783, 2001
-
6.
Augustin, Livia et al: Glycemic index, glycemic load and risk
-
of
prostate cancer. Journal of Cancer Vol.112: 446, 2004
-
7.
Lehrer, S. et al: Serum insulin level, disease stage, prostate
specific antigen (PSA) and Gleason score in prostate cancer British
Journal of Cancer Vol.87: 726, 2002
-
8.
Foster-Powell, K et al. International table of glycemic index and
glycemic load values. Am J Clin Nutr.76 (1): 5-56, 2002
-
9.
Ludwig, DS. The glycemic index: physiological mechanisms relating to
obesity, diabetes, and cardiovascular disease JAMA.287 (18):
2414-2423, 2002
-
10.Willett,WC.Eat,Drink,
and be Healthy: The Harvard Medical School Guide to Healthy Eating.
New York: Simon Schuster; 2001
-
11.
Freedland, Stephen et al: Body mass index as a predictor of prostate
cancer: development versus detection on biopsy Urology Vol. 66: 108,
2005]12. Hsieh, Lillian et al: Association of energy intake with
prostate cancer in a long-term aging study: longitudinal study of
aging United States Urology Vol. 61: 297, 2003
-
13.
Freedland, Stephen et al: Obesity and risk of biochemical
progression following radical prostatectomy at a tertiary care
referral center. The Journal of Urology Vol.174: 919, 2005
-
14.
Amling, Christopher et al: Pathologic variables and recurrence rates
as related to obesity and race in men with prostate cancer
undergoing radical prostatectomy. Journal of Clinical Oncology
Vol.22: 439, 2004.
-
Urologe
Dr. F. E. schrieb am 5.5.2007:
-
Die
Zahl neuer Medikamente, die gegen das androgenunabhängige
Prostatakarzinom verwendet werden, ist kaum noch überschaubar.
Es handelt sich um Substanzen die im Labor an Zellkulturen, meistens
LNCaP–Zellen, getestet sind – aber auch um Phase-I- oder
Phase-II-Studien. Sehr spannend ist die Entwicklung von Medikamenten
gegen molekulare „targets“ ( = Ziele ) – also
Antikörper (die letzten zwei Buchstaben sind „-ab“
für antibody) und die Inhibitoren (die letzten zwei Buchstaben
sind „-ib“). Es wird aber nach meiner Einschätzung
noch Jahre dauern, bis einige dieser Medikamente zur Therapie des
Prostatakarzinoms zugelassen sind.
-
Wohlgemerkt
– viele Medikamente sind zu bekommen – aber nur im Sinne
des „ off label use“ für Selbstzahler.
-
In
diese Kategorie gehört auch Actos – ein Insulinsensitizer
für Zuckerkranke.
-
Absolut
kurios ist die Situation bei z. T. sehr wirksamen Medikamenten
gegen den Prostatakrebs, die zwar auf dem Markt und in jeder
Apotheke u. U. recht preiswert zu bekommen, aber nicht zur
Behandlung des Prostatakarzinoms zugelassen sind – z. B.
Ketokonazol – ein Medikament gegen Pilzerkrankungen. Dafür
gibt es noch viele andere Beispiele: COX-II–Hemmer ( z. B.
Celebrex ); AT2-Hemmer (z. B. Atacand) oder auch Somatuline,
Östrogene und Leukine.
-
Man
könnte aus praktischen Erwägungen die medikamentöse
Therapie des androgenunabhänigen Prostatakarzinoms in drei
Gruppen einteilen:
-
*
Medikamente vor einer Chemotherapie
* Chemotherapie und Therapie
gegen molekulare targets
* Medikamente nach einer Chemotherapie
("Erhaltungstherapie“) – aus Gruppe 1. -
Viele
Männer haben große Probleme, sich für eine
Chemotherapie zu entscheiden. Statt den PSA–Wert ungebremst
ansteigen zu lassen, kann man relativ harmlose Medikamente
probieren. Achtung: mit "relativ harmlos" meine ich, im
Vergleich zur Chemotherapie.
-
Natürlich
muss jede medikamentöse Therapie von einem Arzt überwacht
werden. Es können immer unangenehme bis lebensgefährliche
Nebenwirkungen auftreten (übrigens auch bei Erdbeeren, wenn man
allergisch ist). Der Traum von einem völlig nebenwirkungsfreien
Wundermittel gegen Prostatakrebs wird wahrscheinlich noch lange ein
Traum bleiben.
-
Wir
haben einige sehr positive Erfahrungen mit Actos beim
androgenunabhängigen!!! Prostatakarzinom gemacht (Dosierung 30
mg 1-0-0). Wir werden diesen Therapieansatz weiter verfolgen und
Actos auch mit anderen Medikamenten kombinieren.
-
Zur
Wirkungsweise: Es liegen noch keine klaren Studienergebnisse vor –
eigentlich nur Einzelfallbeobachtungen. Ich denke aber, Herr Feick
hat recht mit seiner Vermutung, dass die Hemmung von
Wachstumsfaktoren eine wichtige Rolle spielt.
-
Es
spielen aber auch Veränderungen am Androgenrezeptor eine Rolle
– hier eine Arbeit dazu:
-
Down-Regulation
of prostate-specific antigen expression by ligands for peroxisome
proliferator-activated receptor gamma in human prostate cancer.
-
Hisatake
JI, Ikezoe T, Carey M, Holden S, Tomoyasu S, Koeffler HP
Division
of Hematology/Oncology Cedars-Sinai Medical Center, University of
California-Los Angeles School of Medicine, 90048, USA. -
The
peroxisome proliferator-activated receptor gamma (PPARgamma) is a
member of the nuclear receptor superfamily. Recent studies found
that ligand-activated PPARgamma regulated differentiation and clonal
growth of several types of cancer cells, including prostate cancer,
suggesting that PPARgamma could be a tumor suppressor. Troglitazone
was a widely used antidiabetic drug that activates PPARgamma.
Recently, we reported that this agent had antiprostate cancer
effects in vitro and in vivo. In this study, we administered
troglitazone for over 1.5 years to an individual with occult
recurrent prostate cancer. Using the prostate-specific antigen (PSA)
levels as a surrogate marker of the disease, the oral administration
of troglitazone (600-800 mg/day) reduced the increase velocity of
PSA levels, suggesting clinical efficacy of troglitazone in prostate
cancer. PSA promoter/ enhancer reporter assays showed that the
PPARgamma ligands troglitazone (10(-5) M), pioglitazone (10(-5) M),
or 15-deoxy-delta12,14-prostaglandin J2 (10(-5) M) down-regulated
androgen-stimulated reporter gene activity in LNCaP cells, a
prostate cancer cell line. The PSA promoter contains androgen
receptor response elements (AREs). Reporter gene studies showed that
troglitazone inhibited androgen activation of the AREs in the PSA
regulatory region. Consistent with inhibition of gene expression, 2
days of incubation of LNCaP with troglitazone dramatically
suppressed PSA protein expression without suppressing AR expression,
suggesting that troglitazone inhibited ARE activation by a mechanism
other than down-regulation of expression of the AR. Taken together,
ligands of PPARgamma may be a useful therapeutic approach for the
treatment of prostate cancer and may be acting, in part, by
inhibiting transactivation of androgen-responsive genes.
-
PMID:
11034093 [PubMed - indexed for MEDLINE]
-
Wir
können die komplizierten Signalwege beim beim
androgenunabhänigen Prostatakarzinom immer besser verstehen und
das Zellwachstum bzw. die Zellteilung gezielt beeinflussen. Es
gelingt immer häufiger aus dem androgen-unabhängigen
Prostatakarzinom eine „chronische, kontrollierbare Erkrankung“
zu machen.
- WernerS
schrieb am 31.5.2007:
-
Seit
dem 15.05.07 habe ich meine Therapie um das Medikament Actos 30 mg
ergänzt. Nachstehend versuche ich, meine Erkenntnisse, die ich
aus unterschiedlichen Quellen des Internets herausgearbeitet habe,
in geraffter Form darzustellen. Weitere Angaben über mich
entnehmen Sie bitte meinem Profil.
-
Medikament
Actos 30 mg Wirkstoff: Pioglitazon
-
Wirkungsweise
-
Actos
verringert die Insulinresistenz des Fettgewebes, der Muskulatur und
der Leber und senkt so den Blutzuckerspiegel. Es kann die
Zuckerproduktion der Leber verringern und die Zuckerverwertung im
Körper verbessern. Dadurch wird der Zuckerstoffwechsel
optimiert. Es verbessert die Wirkung des körpereigenen
Insulins.
-
Die
Wirkung tritt etwa zwei bis drei Wochen nach dem Beginn der Therapie
ein.
-
Insulin
-
Insulin
regelt den Blutzuckerhaushalt gemeinsam mit den Hormonen Glucagon
und Somatostatin. Ein hoher Blutzuckerspiegel ist der Stimulus für
die Insulinausschüttung. Meist steigt der Spiegel kurz nach der
Nahrungsaufnahme an.
-
Insulin
bewirkt, dass Glukose aus dem Blut in die Körperzellen
aufgenommen wird. Insulin dockt an der Zelle an und öffnet
diese, so dass die Glukose hineingelangen kann. Dadurch sinkt der
Blutzuckerspiegel. Gleichzeitig beeinflusst Insulin auf vielfältige
Weise die Weiterverarbeitung der Glukose in den Zellen sowie den
Fett- und Proteinstoffwechsel.
-
Ein
Mangel an Insulin hat einen chronisch zu hohen Blutzuckerspiegel zur
Folge. Typ-2-Diabetiker (Altersdiabetes) leiden unter einem
relativen Insulinmangel. Sie produzieren zwar noch Insulin, aber die
Zellen können es nicht verwerten.
-
Insulin
und Krebszellen
-
Einer
der Unterschiede zwischen normalen und Krebszellen besteht darin,
dass Krebszellen um ein Vielfaches gefräßiger sind als
normale Zellen. Werden dem Organismus Nährstoffe zugeführt,
gelangen diese nun vorrangig zu den Krebszellen, die sich gierig auf
sie stürzen. Sie fressen dem Organismus also in zunehmendem
Maße die Nährstoffe weg, was dazu führt, dass der
Patient immer schwächer und kraftloser wird.
-
Chemotherapie
-
Das
Hyperthermiezentrum Hannover setzt die im vorhergehenden Absatz
gewonnen Eigenschaften der Krebszellen bei einer leichten
Chemotherapie ein. Die Tatsache, dass Krebszellen gefräßiger
sind als Insulinrezeptoren, wird dort in das Behandlungsschema
eingebaut.
-
Zu
Beginn der Behandlung erscheint der Patient nüchtern, das heißt
im Blut sind keine Nährstoffe. Der Blutzuckerspiegel wird durch
die intravenöse Gabe von Insulin herabgesenkt, das sich
vermehrt an den Krebszellen ablagert. Nach etwa einer halben Stunde
werden die Chemotherapeutika verabreicht, die von den ausgehungerten
Krebszellen gierig verschlungen werden. Im Anschluss wird durch die
Verabreichung von Glukose der Blutzuckerspiegel wieder angehoben.
Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Chemotherapeutika
nicht wie bei der herkömmlichen Chemotherapie im ganzen Körper
gestreut werden, sondern durch die Insulinwirkung wesentlich
gezielter zu den Krebszellen gelangen. Dadurch kann die Dosis der
zugeführten Chemotherapeutika um ein Wesentliches reduziert
werden. Es kommt zu geringeren bis keinen Schädigungen des
Organismus und auch die Nebenwirkungen fallen wesentlich geringer
aus bzw. treten gar nicht auf.
-
Meine
Schlussfolgerungen
-
Wenn
Actos therapeutisch eingesetzt wird, sinkt der Zuckerspiegel.
Außerdem nehmen mehr normale Zellen wieder Glukose auf. Die
Krebszellen müssen sich das knapper gewordene Futter mit den
normalen Zellen teilen. Vermutlich ist der bei einigen
Forumsteilnehmern zu beobachtende Rückgang des PSA-Wertes auf
diesen Effekt zurückzuführen. Die Beschreibung der
insulinbeeinflussten Chemotherapie spricht für sich selber.
-
Die
Texte habe ich vielfach aus den Beschreibungen wörtlich
übernommen.
-
Quellen:
Rudolf, Onmeda, netdoktor und Hyperthermiezentrum Hannover
-
Dazu
schrieb Berntt am 4.6.2007:
-
Ich
nehme Actos seit ca. zwei bis drei Wochen. Über die Wirkung auf
den PSA-Verlauf kann ich noch nichts sagen. Ich vertrage es bisher
ohne Nebenwirkungen. Die Gefahr der Unterzuckerung ist bei Actos als
Monotherapie gering, da der Regelkreis Blutzucker-Insulin erhalten
bleibt. Wenn Du dich mit der Wirkung der Glitazone (Substanzklasse
von Actos) näher beschäftigen willst, verweise ich u. a.
auf folgende Doktorarbeit, die sich mit der Wirkung von Glitazonen
auf Melanomzellen beschäftigt:
-
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=976059169&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=9760
-
Viel
Informationen findes Du bei Google ("pioglitazone prostate
cancer" eingeben).
-