Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Diagnostik
– Ultraschall-Elastographie
-
[„Die
Ultraschall-gestützte Elastographie ist ein Verfahren, um neben
den strukturellen Gegebenheiten (Anatomie) der Prostata auch die
Gewebeelastizität zu messen und farblich darzustellen. Tumoren
sind in der Regel im Vergleich zum Normalgewebe härter. Die
verhärteten „tumorsuspekten“ Areale werden blau im
Vergleich zum „gesunden“ Gewebe dargestellt. Es können
jedoch auch fälschlicherweise entzündliche oder verkalkte
Strukturen aufgrund ihrer erhöhten Härte „blau“
dargestellt werden. Zur Auswertung der Elastogramme ist also eine
gewisse Erfahrung sowie die kritische Bewertung des konventionellen
Ultraschallbildes notwenidig.“ (aus: Prof. Dr. Markus
Graefen, „Was gibt es Neues in der Diagnostik des
Prostata-Karzinoms?“, BPS-Magazin 3/2007 – Ed]
- Michael.A
verwies am 2.2.2006 auf die folgende Seite:
-
http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/01/25/013a0901.asp?cat=/medizin/krebs/prostatakrebs
-
Josef (aus
Österreich) fragte am 10.10.2007:
-
Letzte Woche wurde u. a. eine
Ultraschall-Untersuchung mit Kontrastmittel durchgeführt. Ich
glaube, das nennt man Sono-Elastographie.
-
Nun würde mich interessieren,
kennt jemand die Diagnostik, wo in Verbindung mit dieser Sono die
"Härte des Prostatagewebes" gemessen wird und durch
Vergleiche aus Messungen mit anschließenden Prostatektomien
Vergleiche gezogen werden?
-
Hutschi antwortete am selben
Tag:
-
Hallo, Josef, etwas aus Deiner
Heimat. Das könnte es sein:
-
http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do?articleId=4523
- Heribert
verwies am 8.8.2008 auf zwei Artikel in der Online-Ausgabe des
"Hamburger Abendblatts":
-
http://www.abendblatt.de/daten/2008/05/30/887527.html
-
http://www.abendblatt.de/daten/2007/04/12/722317.html
-
Damesp schrieb dazu am 9.8.2008:
-
Das meint mein Urologe dazu:
-
Vielen Dank für die Info!
-
Die Elastographie geistert schon seit einiger Zeit durch die
Fachpresse. Als sie vor ca 3 Jahren erstmals beschrieben wurde,
haben wir uns bemüht unser Zentrum als Studienzentrum zu
etablieren, was aber damals an mangelndem Interesse der Industrie
scheiterte.
-
Der Stellenwert in der Frühentdeckung ist noch nicht
wirklich klar, es gibt keine verlässlichen Studien mit
ausreichend großen Zahlen, die die Vorteile eindeutig belegen.
-
Die Beurteilung der Untersuchung ist zur Zeit noch sehr subjektiv
und in hohem Maße von der Erfahrung des Untersuchers abhängig.
-
Die Martini Klinik ist ja im Marketing sehr rege und versucht
sich auf diese Weise noch besser am Markt zu positionieren. Der
tatsächliche praktische Nutzwert der Elastographie wird sich
wie bei allen neuen Methoden erst im Laufe der Jahre herausstellen,
insbesondere auch, ob sie in der Breite anwendbar ist. Es können
ja nicht 5000 Biopsien/Tag nach Hamburg fahren.....
-
Dazu meinte Dieter aus Husum am selben Tag:
-
Die Elastographie wird in Deutschland mittlerweile von einigen
Instituten zur Darstellung der Prostata eingesetzt. Die
Martini-Klinik setzt das Hitachi-Gerät ein, hat damit eine
Studie gemacht und entsprechende Daten veröffentlicht. Ob das
als spezielles Marketing zu bezeichnen ist, ich sehe das nicht so.
Ich habe die Veröffentlichungen so gelesen, dass in Hamburg
vorzugsweise die Elastographie bei vorherigen erfolglosen Biopsien
verwendet wird, um nach Bildgebung nochmals gezielt in verdächtigen
Arealen der Prostata zu biopsieren.
-