Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Diagnostik – Radiologische Diagnostik

Wolfgang(1) fragte am 5.7.2002:

Meine Krankengeschichte ist lang und einigen Mitgliedern gut bekannt. Inzwischen bin ich mit Verdacht einer metastasierten Tumormasse am Nervus Trigeminus [V] 1+2 re. im Hirnstamm in der Uni-Klinik Marburg gelandet. Ursprünglich ging ich aber wegen einer Antikörper-Therapie hierher, doch inzwischen eben akut und dringender wegen der neurologischen Ausfälle im Gesicht.

Da es hier in der Uni-Klinik Marburg aber erhebliche Geräteprobleme gibt, habe ich die Frage: Wer kann mir sagen, wo es hier in der Nähe eine gute Neurologie mit einem entsprechend genauen MRT gibt?

Und gleich die zweite Gerätefrage: Kann mir jemand aus dem Forum sagen, ob es im norddeutschen Raum eine gute Radiologie mit einem 3D-Bestrahlungsgerät und den entsprechenden guten und ausreichenden Erfahrungen in der neurologischen Bestrahlungstherapie gibt?

Wolfgang(2) antwortete darauf am 9.7.2002:

was im Bereich der Strahlendiagnostik heute alles möglich ist, findest Du sofort unter: www.roentgenpraxis.de.

Ich war selbst als Patient dort und muss mich den Illustrierten anschließen, die Artikel geschrieben haben und genauso begeistert waren wie ich. Die Artikel findest Du auch unter der Adresse.

Leider ist die Praxis in München, aber was tut man nicht alles für die Gesundheit.

Uwe äußerte sich allerdings am 9.7.2002 wenig überzeugt:

Ich habe mir die Homepage angesehen und die PET-Seite war eher einer Werbung für Waschmittel gleichzusetzen.

Ein FDG-PET macht nur Sinn, wenn die Gleason-Summe >6, und der PSA >20 ng/ml ist. In und um die Prostata kann man überhaupt nichts sehen, weil die Blase einen starken Zuckerumsatz hat.

Das C11-Cholin-PET scheint besser zu sein, ich habe allerdings noch keine Bilder gesehen.

Die PET-Untersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen bei PK nicht bezahlt.

Horst berichtete am 2.8.2002 von seiner neuartigen radiologischen Untersuchung:

heute berichte ich Euch, dass ich am 06. Juli 2002 bei Herrn Dr. Bloch in Wien zur radiologischen Untersuchung war (nicht-invasives Prostata-Tumor-Staging und -Grading ). MR-Spektroskopie; MRS. Ich lag dort 1 Std. und 30 Min. in der Röhre. Die Diagnose steht am Ende meiner PKG.

Wie geht`s weiter? Soll ich jetzt mit einer Therapie beginnen oder ist noch eine Biopsie erforderlich?

Prostata-Krebs-Geschichte (PKG)

Horst (1938)

Dx: 11.01.1999; aPSA 5.37
Dx: 18.01.1999; PSA 6.1
Dx: 18.01.1999; PV ca. 40 ml
Dx: 26.04.1999; PSA 6.62
Dx: 18.05.1999; PSA 6.85
Dx. 02.08.1999; PSA 7.95
Dx: 02.08.1999; Miktionsstörungen II.Grades
Tx: 03.08.1999; Einnahme von ALNA (bis heute)
Dx: 03.09.1999; PSA 8.43
Dx: 29.10.1999; MRT Ein die Kapsel überschreitender raumfordernder Prozess ist noch nicht nachweisbar.
Dx: 22.11.1999; PSA 8.81
Dx: 15.02.2000; PSA 11.29
Dx: 02.03.2000; PSA 9.21 PSA-Zellen im periph.Blut negativ.
Tx: 03.03.2000; Immunbiologisches u. prostataprotektives Programm.
Tx: 03.03.2000; Einnahme von PC-SPES 3x3 pro Tag.
Dx: 27.04.2000; PSA 0.27;
Tx: 28.04.2000; PC-SPES 3x2 pro Tag.
Dx: 27.06.2000; PSA 0.12;
Tx: 28.06.2000; PC-SPES 2-1-1 pro Tag.
Dx: 24.08.2000; PSA 0.2;
Tx: 25.04.2000; PC-SPEC 1-0-1 pro Tag.
Dx: 25.09.2000; PSA 0.7;
Tx: 25.09.2000; unregelmäßige Einnahme PC-SPES.
Dx: 20.11.2000; PSA 1.4
Dx: 06.02.2001; PSA 3.0
Dx: 13.03.2001; PSA 2.7
Dx: 19.03.2001; MRT Wie bei der Voruntersuchung vom 29.10.1999 findet sich kein Nachweis einer die Kapsel überschreitenden Raumforderung im Bereich der Prostata.
Dx: 29.05.2001; PSA 6.3
Dx: 01.06.2001; KS, Ganzkörperszintigramm, unauffälliges Ganzkörperskelettszintigramm ohne Hinweis für ossäre Metastasen.
Dx: 24.08.2001; PSA 6.2
Dx: 24.10.2001; PSA 5.7
Dx: 24.10.2001; T 8.02, Normalbereich:2.3 - 6.01
Dx: 08.02.2002; PSA 9.4
Dx: 20.02.2002; Unklare PSA-Erhöhung, Blasenentleerungsstörung unklarer Genese.
Tx: 20.02.2002; Ende der Einnahme von PC-SPES !
Tx: 20.02.2002; Wikuto u. Genistein (zeitweise)
Dx: 20.03.2002; PSA 9.8
Dx: 05.06.2002; PSA 10.5, Quotient aus freiem PSA und Gesamt-PSA 6,76 %.
Dx: 05.06.2002; PV knapp 20 ml.
Dx: 05.06.2002; Verdacht auf das Bestehen eines auf die Prostata begrenzten Prostatacarcinomes !
MRTS: 06.07.2002; Dynamische Magnetresonanz-Tomographie in Verbindung mit einem neuen pharmakokinetischen Modell (MRT in Verbindung mit einer Endorektalspule). Universitätsklinik für Radiodiagnostik, Dr. Bloch, Wien.

Dx: 19.07.2002: Prostata-Carcinom im Bereich der peripheren Zone bds. mit teilweiser Infiltration der Kapsel ohne Hinweis auf extrakapsuläre Manifestation.
Minimalste Kapselüberschreitung möglich.
Das neurovasculäre Bündel, von den TU-Arealen bds. tangiert, jedoch ohne Nachweis einer Infiltration.
Die Samenbläschen regulär.
MR-tomogr. ergibt sich ein TU-Stadium mrT2b.
Benigne Prostatahyperplasie.
Kein Hinweis auf suspekt vergrößerte Lymphknoten im untersuchten Bereich.