Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum von KISP
und BPS
Diagnostik –
der ProstaScint™-Scan
- [Der
ProstaScint™-Scan ist ein Verfahren zur Stadienbestimmung und
wird in Europa einzig in England angeboten. Es hat in Deutschland
(bisher) keine Bedeutung; den meisten deutschen Ärzten dürfte
es unbekannt sein. Es wird im Detail in dem Buch "Ein Ratgeber
zum Prostatakrebs – Die Anleitung für den
selbstbestimmten Patienten" von Dr. Stephen B. Strum und Donna
Pogliano beschrieben (siehe untenstehenden Beitrag von Ralf). Eine
weitere Abhandlung (auf Englisch) ist in der Ausgabe August 2003 der
PCRI Insights zu finden (der Artikel allein hier:
http://prostate-cancer.org/education/staging/Kipper_ProstaScintUpdate.html).
– Ed]
- Achim fragte am 22.4.2005:
-
vor kurzem habe ich gehört, dass man in
London eine neue aus den USA übernommene Methode, den
sogenannten Prostatafindscann durchführt. Dieser soll viel
genauer als PET nur wirkliche Krebszellen anzeigen. Leider kann mein
Informant z. Zt. auch nicht mehr sagen. Frage: weiß
jemand Genaueres? Wenn man damit z. B. kleine Lokalrezidive
genau lokalisieren könnte und nicht bestrahlen kann oder will,
gibt es angeblich folgende Methode: Man bringt (wie auch immer)
kleine Metallkügelchen in den Krebsherd und erhitzt mittels
"Tesla-Magneten" auf 50 Grad Celsius. Das zerstört
die Zellen. Leider weiß ich auch nicht, ob das so richtig ist
und wo man diese Methode anwendet. Weiß das jemand?
-
Urologe fs antwortete am selben Tag:
-
hier ist ein Online-Vortrag zu ProstaScint:
-
http://www.uroonkologie.de/password/kongress/vortraege/kongress24/anwendung/consoleF6.asp?pid=4&did=.
[Es handelt sich um die audiovisuelle
Aufzeichnung eines Präsentationsvortrages in englischer
Sprache. Der Vortragende spricht englisch mit indischem Akzent. –
Ed]
-
Klaus A lieferte ebenfalls am selben Tag die folgende
Information:
-
Ansprechpartner in UK für ProstaScint:
-
Keith Britton, MD
Department of Nuclear Medicine
St.
Bartholomew's Hospital
West Smithfield, England EC1A 7BE
Tel.
0044 1716017144
E-Mail: k.e.britton@mds.qmw.acuk
-
Kontakt zur Firma, die den ProstaScint-Test entwickelt hat:
-
Cytogen Coorporation
Princeton, N.J., USA
Ansprechpartner:
JGOBERN@cytogencom
-
Hatte schon vor zwei Jahren intensiven Kontakt mit
ProstaScint-Experten in Seattle, USA – meine damalige
Schlussfolgerung: mit Vorsicht zu genießen, ist noch nicht
ausgereift.
-
Ralf schrieb am 23.4.2005:
-
zum ProstaScint(TM)-Scan heißt es in
"Ein Ratgeber zum
Prostatakrebs" von Dr. Stephen Strum und Donna Pogliano
einleitend:
-
"Der ProstaScint-Scan ist ein Verfahren zum Bestimmen des
Stadiums, bei dem ein radioaktives Isotop an einen Antikörper
gebunden wird. Die Besonderheit dieses Ansatzes liegt in der
Verwendung eines monoklonalen Antikörpers (mAk), der per
Definition gegen ein spezifisches Krebsprotein (Antigen) gerichtet
ist. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass ein Cocktail aus
Isotop und monoklonalen Antikörpern in den Blutkreislauf
injiziert wird, die sich dort das spezifische Krebsprotein suchen
und dann daran andocken. Vier Tage später wird der Patient mit
einer Spezialkamera gescannt, die die Gamma-Strahlen erkennt, welche
vom Komplex aus Isotop-mAk und Protein abgegeben werden. Dadurch
kann das krebsspezifische Protein lokalisiert werden. Beim
ProstaScint-Scan wird ein mAk mit dem Namen 7E11
anti-prostataspezifischer Membran-Antikörper (anti-PSMA mAk)
verwendet, der darauf ausgerichtet ist, das mit PK einhergehende
prostataspezifische Membran-Antigen (PSMA) aufzuspüren.
-
PSMA unterscheidet sich grundlegend von PSA. Während PSA
innerhalb der Prostatazellen zu finden ist und in leicht
nachweisbaren Mengen in den Blutkreislauf abgegeben wird, ist PSMA
hauptsächlich ein transmembranes Protein:
-
Ein Teil des Proteins befindet sich in der Prostatazelle, dehnt sich
aber durch die Zellmembran nach außen aus, wobei ein großer
Teil des Antigens aus der Zelle austritt (Abb. 24). Im Blutkreislauf
von PK-Patienten sind nur relativ kleine Mengen von PSMA
nachweisbar."