Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Diagnostik – Prokollagen Typ 1
aminoterminales Peptid (P1NP)


Heinz Kurt schrieb am 31.5.2006:
Diagnostische Ausssage von P1NP bei metastasierendem Prostatakarzinom.
Das Prokollagen Typ 1 aminoterminales Peptid (P1NP) ist ein neuer Marker für die Knochenbildung bzw. für den Knochenabbau. Der Nachweis von Knochenmetastasen bei Karzinompatienten stellt ein Problem für den behandelnden Arzt dar. Ein früher Nachweis entscheidet über therapeutische Maßnahmen. Die Bestimmung von P1NP und PSA erfolgte am Elecsys 2010 mit der Elektrochemilumeszens-Methode (ECLIA).
50 Patienten mit einem Prostatakarzinom wurden in die Studie eingeschlossen. Die Sensitivität und Spezifität für die PSA-Bestimmung lagen bei 55 % bzw. 91 %, für P1NP bei 48,9 bzw. 88 %. Beim metastasierenden Prostatakarzinom lagen die P1NP-Konzentrationen im hoch pathologischen Bereich bei einem x = 170 ± 79,71 ng/ml bei einem Cut-off von 70 ng/ml. Die Konzentration von P1NP bei nicht metastasierenden Prostatakarzinomen lag im Normbereich. P1NP ist in der Lage, früh metastasierende Vorgänge zu erkennen.
Klinikum der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Qelle: Akt.Urol. 2006-37