Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Diagnostik
– Was bedeutet Lymphknotenbefall diagnostisch?
- Carmen fragte am 1.9.2007:
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Ich habe eine Frage: Wenn jemand sich einer OP
unterzieht, um den PK entfernen zu lassen, werden ja die Lymphknoten
mit untersucht. Welche Auswirkungen könnte es haben, wenn die
auch befallen sind?
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Hansjörg antwortete am selben Tag:
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Die Lymphknoten im Bereich der Prostata werden
normalerweise bei der OP entfernt und auf Krebsbefall untersucht.
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Beim Dammschnitt (perineale OP) war das bis
vor kurzem nicht möglich. Daher wurde diese OP-Methode nur
angewandt, wenn man davon ausgehen konnte, dass kein
Lymphknotenbefall vorliegt.
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Ein Lymphknotenbefall bedeutet, dass sich der
Prostatakrebs bereits im Körper ausgebreitet hat, und ist
prognostisch gesehen ein ungünstiges Zeichen für den
weiteren Verlauf der Erkrankung.
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Früher hat man bei Lymphknotenbefall die
OP meist abgebrochen. Heute operiert man eher weiter. Es gibt auch
Meinungen (Prof. Studer, Bern), dass auch bei einem
Lymphknotenbefall und extensiver Lymphknotenentnahme
Überlebenszeiten von 10 bis 15 Jahren erreicht werden können.
Ich bin glücklicherweise so
ein Fall.
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Es gibt auch die Möglichkeit, in einem
getrennten Eingriff laparoskopisch ("Schlüssellochtechnologie")
sich Lymphknoten entnehmen zu lassen, um eine bessere Grundlage für
die Therapieentscheidung zu haben. Der Eingriff ist vergleichsweise
zur Prostata-OP harmlos und zieht einen Krankenhausaufenthalt von
drei Tagen mit sich.
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Und HansiB schrieb:
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Wir kennen LK-Entnahmen zur OP, alle 20 nicht
befallen. Der 21. oder 22. war befallen. Das wurde später durch
PET/CT festgestellt. OP und nachfolgende zu frühe Bestrahlung,
die zu Inkontinenz führten, waren für die Katz. Die PET/CT
hätte bei dem damaligen erhöhten aPSA vorher gemacht
werden sollen. Die OP erfolgte von einem echten Spezialisten. Heute,
nach Chemo, Medikamentenversuchen, LK befallen, Knochenmetastasen
vorhanden, für mich ein Therapiefehler des namhaften
Spezialisten.
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