Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

    Ärzte

[Dies ist eine etwas heikle Rubrik. Hier sollen Diskussionen über Ärzte zusammengefasst werden, die teilweise namentlich genannt sind. Dabei kann das Recht auf freie Meinungsäußerung kollidieren mit Klagen wegen Ruf- und/oder Geschäftsschädigung. Ich behalte mir darum besonders für diese Rubrik das Recht vor, manche Meinungsäußerungen aus dem allgemeinen Diskussionsforum nicht hierhinein zu übernehmen und damit dauerhaft zugänglich zu machen. - Ed]

[Ein Forumsteilnehmer begann, sich für die sogenannte „Neue Medizin“ nach Dr. Ryke Geerd Hamer zu interessieren. Nicht nur nach meiner Meinung ist diese „Neue Medizin“ kompletter Humbug. Weil sich aber daraus ein Diskussionsfaden entspann, und um dem Leser die Möglichkeit zu geben, sich über Meinungen zu diesem Thema zu informieren, wird es hier mit aufgenommen. Jeder Leser möge sich seine Meinung selbst bilden. - Ed]
Willi fragte am 24.8.2001:
ich habe mich in meinem Urlaub mit einer Lektüre beschäftigt, die da heißt:
"KREBS Krankheit der Seele"  Kurzschluss im Gehirn, geschrieben von Herrn Dr. med. Ryke Geerd Hamer.
Herr Dr. Hamer behauptet, dass die Entstehung z. B. eines Krebses immer eine Folge eines vorangegangen Konfliktes sein muss. Ein schweres Konflikterlebnis reicht nach Dr. Hamer aus, einen sog. Kurzschluss im Gehirn auszulösen. Dieser Kurzschluss wird auch nicht irgenwo im Gehirn erfolgen, sondern genau in dem zur Konfliktproblematik passenden biologischen Funktionsbereich. Aufgrund dieser Störung wird nun das zu diesem Bereich im Gehirn zugehörige Organ beeinflusst, je nach Störungsart, zum Zellwachstum oder zum Zellschwund (Entstehung von Carcinom oder Nekrosen).
Ich habe inzwischen ein Gespräch mit einem geschulten Therapeuten der Neuen Medizin geführt und denke über einen Wechsel meiner Therapie nach. Die Thesen dieser Therapie stellen sich für mich schlüssig dar und werden durch etliche Fallbeispiele untermauert. Ich werde als nächstes eine Hörcassette und die Habilitationsschrift des Dr. Hamer über die Neue Medizin bestellen und durcharbeiten sowie Kontakt zu therapierten Männern unseres Problemkreises suchen.
Uwe antwortete ihm am 26.8.2001:
kannst Du Dich nicht an die Geschichte mit Dr. Hamer erinnern? Das österreichische Mädchen mit dem großen Tumor im Bauch, das Dr. Hamer behandelt hat? Das Kind wurde per Gesetz gegen den Willen der Eltern von Spanien nach Österreich gebracht und erfolgreich behandelt. Prüfe Dich ernstlich, wenn Du Deine Therapie änderst.
Wil schrieb am 28. August 2001 zu dem Thema zornig:
Die sogenannte "Neue Medizin" ist Quacksalberei.

Neuerdings wurde die sogenannte "Neue Medizin" von Dr. med. Ryke Geerd Hamer zur Sprache gebracht. Was wir davon von halten sollen. Herr Hagers Homepage ist auf http://www.pilhar.com/index.htm.

Ich will mich beschränken auf seine rückständige Ideen darüber, wie Metastasen zustande kommen. Dieses sägt ein paar Beine unter seinem Stuhl weg. Hauptsache ist, dass keiner von uns den Herrn Hamer ernst nimmt. Höchstens ist er selbst interessant als Phänomen, als Objekt einer Psychoanalyse.
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http://www.pilhar.com/Fragen/NeuMed/Medi/Metastasen.htm Fragen zu "Metastasen" "Metastasen" sind Zweit- und Drittkrebse aufgrund von Zweit- und Dritt-Konflikten!

Meist iatrogen verursacht: "Sie haben Krebs und leben nur mehr so und so lange!" (Schock durch brutale Diagnose führt zu neuem Konflikt und damit zu neuem Krebs)

Sie werden nicht durch "bösartige" Krebszellen verursacht!
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Wil: Bei einer solchen simplifizierende Hypothese würde man erwarten, dass Zweit- und Drittkrebse unterschiedlicher Art sind. Jedoch ist dies fast nie der Fall. Zum Beispiel, Prostatakrebs, der in die Knochen eingedrungen ist, wird bei einer Untersuchung erkannt als Prostatakrebs, nicht als "Knochenkrebs". So ist Leberkrebs ganz was anderes als Prostatakrebs, der in die Leber eingedrungen ist.
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Die Meinung, diese "Metastasen" entstünden durch 'wandernde Krebszellen', ist weiter nichts als ein Versuch einer Erklärung und nicht beweisbar!
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Wil: So ein dummes Zeug. Es ist schon längst bewiesen, dass Krebszellen vom primären Tumor aus durch Wanderung die ersten Metastasen bilden. Bei Prostatakrebs werden zunächst die Lymphknoten im unteren Becken befallen. Auch über die mikrobiologischen Vorgänge bezüglich der Wanderung ist schon sehr viel bekannt.
Ergänzend noch folgendes: Es ist nicht so, dass Krebszellen nur über das Blut- und Lymphsystem wandern. Sie sind fähig, sich durch Gewebe durch zu fressen, z. B. durch die Wände der Blutgefäße. Dazu produzieren die Krebszellen kollagenverdauende Enzyme, die das auf ihrem Weg liegende Bindegewebe verdauen um sich so ihren Weg frei zu machen. Hinter ihnen repariert das Gewebe sich. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Krebs umso aggressiver ist, je mehr kollagenverdauende Enzyme eine Krebszelle produziert. Siehe zum Beispiel http://www.drrath.com/mr-publishing-internet/cancer/brd/index.htm.
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Für diese eine Hypothese "Metastase" benötigt die Schulmedizin 3 weitere Hypothesen:
1. Noch nie konnte eine wandernde Krebszelle im arteriellen Blut nachgewiesen werden! Im arteriellen Blut müsste sich diese Krebszelle befinden, denn nur dadurch ist es möglich, überall im Körper "Metastasen" anzusiedeln! Dieser Nachweis ist bis heute nicht gelungen!
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Wil: Auch diese Behauptung stimmt nicht. Es ist unfassbar, dass Herr Hamer jemals Medizin gelernt hat. Er ist ein Schandfleck für die Universität, wo er seinen Dr. Med. gemacht hat. Die technische Probleme zum Nachweis von wandernden Krebszellen im Blut waren erheblich, sind jedoch gelöst. Herr Hamer braucht sich lediglich auf folgender Webseite zu vergewissern: http://www.aston.it/biomedicine/biom0104.htm. Hier werden 18 Verweise zu wissenschaftlicher Literatur gegeben, u.a.
6. Jaakkola S., Vornanen T., Leinonen J, et al.; Detection of prostatic cells in peripheral blood: correlation with serum concentrations of prostate specific antigen. Clin. Chem. 41:182-6,1995.
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2. Nicht erklären kann sie, wie z. B. aus einer Darmkrebszelle eine Knochenkrebszelle werden könnte!
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Wil: Herr Hamer ist wieder auf dem Holzweg. Knochenkrebszellen sind was anderes als Darmkrebszellen in den Knochen.
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3. Nicht erklären kann sie, wie z. B. aus einer sich teilenden Darmkrebszelle eine löcherfressende Knochenkrebszelle werden könnte!
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Wil: Darmkrebszellen, wie auch Prostatakrebszellen de-differenzieren, d. h. sie verlieren die Fähigkeit, zusammenzuarbeiten und ein funktionelles Organ zu bilden. Es werden eigensinnige Zellen, die jedoch als Darmkrebszellen bzw. als Prostatakrebszellen erkennbar bleiben.
Ich lasse den Rest des Textes von Herrn Hamer weg, weil es sich nicht lohnt, sich da weiter mit zu befassen. Es ist alles eine fast unglaubliche Ansammlung von Blödsinn, dass ich mich frage, was Herr Hamer dazu bewegt hat, solche unsinnige Gedanken zu entwickeln und zu verbreiten. Die ganze wissenschaftliche Welt hat Unrecht. Nur er weiß, wo es lang geht - typisch für alle Quacksalber.

Ralf schrieb am 20.8.2003:
am 12. dieses Monats lernte ich die Gemeinschaftspraxis Dr. Leibowitz/Dr. Tucker in Los Angeles kennen. Alles weitere in nachstehendem Bericht.
Ein Besuch in der Gemeinschaftspraxis Dr. Leibowitz/Dr. Tucker in Los Angeles
Die Doktoren Leibowitz und Tucker, die in Los Angeles gemeinsam eine onkologische/hämatologische Gemeinschaftspraxis betreiben, werden in unseren Foren immer wieder genannt, aber unterschiedlich bewertet, da sich einige Betroffene (und natürlich Ärzte) mit ihren Thesen und Behandlungskonzepten nicht anfreunden können/wollen. So brauchte ich nicht lange zu überlegen, als jemand, nennen wir ihn J., der kurz zuvor mit in einem Alter von 53 Jahren einem PSA von 23,8 ng/ml, einem GS8 und multiplen Knochenmetastasen diagnostiziert worden war, sich per E-Mail um Rat an mich gewandt, von mir vom Leibowitz-Tuckerschen Behandlungskonzept mit Dreifacher Hormonblockade plus Chemotherapie plus Zometa für Fälle wie seinen gehört und sich kurzentschlossen und kurzfristig bei Dr. Tucker einen Termin besorgt hatte, mich fragte, ob ich Lust hätte, mitzukommen, um mir selbst einen Eindruck von Dr. Tucker zu machen. Ich hatte. Und damit vielleicht auch andere von unserer Reise und unseren Eindrücken profitieren können, schreibe ich diesen Bericht.
Der Termin war auf 13 Uhr angesetzt. Die Praxis liegt etwas außerhalb von Los Angeles Downtown in einem Klinikkomplex. Die Suite 601, die Dr. Leibowitz immer noch in den Köpfen seiner Beiträge angibt, stimmt nicht mehr, es ist jetzt die Suite 1005, im 10. Stockwerk. Wir waren (mit einem Mietwagen) frühzeitig losgefahren, brauchten von der Innenstadt über den Freeway I10 in Richtung Santa Monica ca. eine halbe Stunde und waren um 12:15 Uhr in der Praxis.
Man betritt ein kleines Wartezimmer mit bequemen Sesseln und der Theke der Rezeption. Auf einem Sideboard stehen drei umfangreiche Alben, voll mit Dankesbriefen von Patienten aus den letzten ca. 12 Jahren.
Ein halbes Dutzend Sprechstundenhilfen und ein Laborant wuseln umher, gelegentlich kommen und gehen andere Patienten. J. reichte die Zeit gerade, um die umfangreichen Fragebögen auszufüllen. Ich erstand das neueste Leibowitz-Video (auch als DVD erhältlich) eines zweistündigen Vortrages vor einer Selbsthilfegruppe in Palatine, Illinois am 22.5.2003, "Everyone is entitled to their own wrong opinion" (Jeder hat ein Recht auf seine eigene falsche Meinung).
J. wurde Blut abgenommen und gleich zum praxiseigenen Labor gebracht, die Werte kamen herein, während wir später noch bei Dr. Tucker saßen, nur den PSA- und den Testosteronwert gab es erst einen Tag später (PSA 14,... ng/ml, die Dreifache Hormonblockade zeigte bereits Wirkung).
Um etwa 13:20 Uhr wurde J. in Dr. Tuckers Behandlungszimmer gebeten, er bat mich, mitzukommen. Dr. Tucker ist ein etwas untersetzter, freundlicher, jüngerer Mann, vielleicht Anfang 40. Wir stellten uns vor, Dr. Tucker las sich die ausgefüllte Fragebögen, die (aus dem Deutschen übersetzten) Befunde und Berichte über Vorbehandlungen durch (DHB noch in Deutschland eingeleitet, ebenso die erste Zometa-Infusion verabreicht) und stellte eine Reihe ergänzender Fragen. Wie ich insgeheim schon vorher, stellte er ansgesichts des relativ niedrigen PSA-Wertes bei schon größerer Ausbreitung der Erkrankung den pathologischen Befund einer Gleason-Summe 4+4 in Zweifel und veranlasste sofort, dass die mitgebrachten Schnitte an einen Pathologen am renommierten Johns Hopkins Institute in Boston gesandt wurden (Johns Hopkins stellte in einer Stanze einen zehnprozentigen Anteil eines Gleason 5 fest, J. hat also eine Gleason-Summe 9).
Er sagte J. ohne Umschweife, dass er es mit einer aggressiven Erkrankung zu tun hat, dass er aber zuversichtlich sei, ihm helfen zu können. Er ließ sich als Beispiele zwei Akten von Patienten kommen, die ebenfalls bereits Knochenmetastasen gehabt hatten, denen vier Jahre zuvor geraten worden war, ihre Angelegenheiten zu regeln ("to get their affairs in order"), weil sie nur noch wenige Wochen zu leben hätten, und die immer noch lebten und denen es gut gehe. Unaufgefordert räumte er aber auch ein, dass er auch Patienten gehabt habe, bei denen keinerlei Behandlung anschlug, doch sie seien in der Minderheit gewesen. Dann erläuterte er sein Behandlungskonzept, das mir von Dr. Leibowitz' Vorträgen bereits weitgehend bekannt war: Zusätzlich zur DHB und zu Zometa niedrig dosiertes, einmal wöchentlich verabreichtes Taxotere und Carboplatin, dazu an zwei Tagen der Woche Decadron (ein Cortison, das auch bei Krebs gute Wirkung hat) und Emcyt (Wirkstoff Estramustin, ein Östrogen). Da Östrogen bei Männern Thrombosen auslösen kann, zusätzlich ein Blutverdünner, zuerst das schnell wirkende Lovenox, dann Cumadin, das erst nach drei Tagen wirkt. Gesamtdauer der Behandlung: Zunächst 20 Wochen (die DHB natürlich wie üblich 13 Monate).
Dann bat er J. in ein Untersuchungszimmer, wo er ihn sozusagen auf Herz und Nieren abklopfte, und anschließend in einen Extraraum für die von einer freundlichen, resoluten Sprechstundenhilfe namens Andé bereits vorbereitete erste Chemo-Anwendung mit Decadron, Taxotere und Carboplatin (alles intravenös). Ich kriegte, weil ich nur nutzlos herumstand, ein Rezept für zwölf Kapseln des in der Praxis gerade nicht vorrätigen Emcyt (Ration für die erste Behandlungswoche) in die Hand gedrückt, um sie in der Apotheke im Erdgeschoss zu besorgen (93,50 USD). Ich setzte mich, nachdem ich das besorgt hatte, zu J. ins Behandlungszimmer. Es gab etwa sechs bis acht bequeme Sessel mit verstellbaren Rückenlehnen und Fußstützen, vergleichbar den Business-Class-Sitzen im Flugzeug. Wir kamen mit einem 77-jährigen Herrn ins Gespräch, der 4½ Jahre zuvor mit Metastasen diagnostiziert worden war und der sich gerade wieder eine Chemo-Behandlung abholte. Ihm ging es gut, er führt noch zusammen mit einem Partner ein Motel und eine Grundstücksverwaltungsfirma. Er war voll des Lobes über die beiden Ärzte und ihr Behandlungskonzept, im gleichen Sinne äußerten sich die Sprechstundenhilfen, mit denen wir sprachen.
J. wurde seine persönliche Betreuerin Mary vorgestellt, an die er sich bei allen Rückfragen per Telefon, Fax oder E-Mail wenden kann. Auf dem gleichen Weg werden Konsultationen mit Dr. Tucker laufen. J. muss sich in Deutschland einen Arzt ("Korrespondenzarzt") suchen, der die Behandlung exakt nach dem Protokoll fortsetzt und sich ggf. mit Dr. Tucker in Verbindung setzt.
Wir fragten die Sprechstundenhilfen, ob Dr. Leibowitz auch anwesend sei, den ich anlässlich seines Vortrages in Montabaur im September 2002 kennen gelernt hatte. Sie sagten, er hätte ab heute Urlaub, den sie ihm verordnet hätten, weil er urlaubsreif gewesen sei, aber er würde bestimmt noch einmal auftauchen, weil er sein Schlüsselbund vergessen hatte. Als wir nach zwei Stunden Infusion gerade aufbrechen wollten, kam er, und wir konnten ihn kurz begrüßen. Er machte tatsächlich einen urlaubsreifen Eindruck.
J. bezahlte per Kreditkarte seine Rechnung für die Konsultation, die Behandlung und die verabreichten Medikamente: 4800,- USD, davon allein 2800,- USD für Taxotere und Carboplatin.
Auf der Rückfahrt zum Hotel (und auch danach noch) diskutierten J. und ich unsere Eindrücke. Unser gemeinsames Fazit: Eine absolut professionell geführte Praxis, ein freundlicher, kompetenter, patientenorientierter Arzt, Sprechstundenhilfen, die genau wissen, was sie tun und was zu tun ist. In der Praxis hatten wir eine Weltkarte gesehen, darin war mit Stecknadeln markiert, wo auf der Welt es Patienten von Dr. Leibowitz und Dr. Tucker gibt. Bei Deutschland ist kein Platz mehr für weitere Stecknadeln. China und Grönland stehen noch aus.
J., der bei unserer Anreise noch Schmerzen gehabt hatte, war es bereits, wohl durch die noch in Deutschland eingeleitete DHB plus Zometa, während unseres viertägigen Aufenthaltes in LA von Tag zu Tag besser gegangen, und er hatte auch an den auf die Chemo folgenden Tagen keinerlei Beschwerden, fühlte sich im Gegenteil zunehmend wohler.
P.S. 1: Nach der Rückkehr nach Deutschland wandte sich J. an den ihn behandelnden Arzt, den Chefarzt der urologischen Abteilung eines Krankenhauses in einer deutschen Großstadt, mit der Bitte um Weiterbehandlung nach dem Tuckerschen Protokoll. Dies wurde ihm zugesagt. Am 19.8. war die zweite Chemo-Anwendung fällig. J. rief mich etwa viermal aus dem Krankenhaus an, er hatte offensichtlich einen Kulturschock erlitten. Trotz Vorankündigung und Hinterlegen des Therapieplans war ein Medikament zunächst nicht vorrätig, eins war nicht bekannt, zum Schluss wurde er gefragt, was er jetzt schon bekommen hatte, man hatte den Überblick verloren.
P.S. 2: Diesen Bericht habe ich mit J. abgestimmt.
P.S. 3: Am 25.8. rief mich J. wieder an. Er hat in der Nähe seines Wohnortes in Norddeutschland einen Internisten/Onkologen gefunden, bei dem es nach seinem Eindruck mindestens genau so kompetent und professionell wie bei Dr. Tucker zugeht, und bei dem er die Behandlung fortsetzen wird.
[Dieser Beitrag löste eine bald ausufernde Diskussion aus, die mit dem eigentlichen Thema nichts mehr zu tun hatte. Interessenten werden deshalb auf das Forum verwiesen. - Ed]

Uwe schrieb am 29.8.2003 unter dem Betreff "Fehler der Ärzte":
Immer mehr Klagen über Fehler der Ärzte!
Berlin (AP) . Immer mehr Patienten klagen über Behandlungsfehler ihrer Ärzte. In den vergangenen drei Jahren verzeichnete allein die AOK Berlin 2 800 Fälle. Die Tendenz ist steigend, wie die Krankenkasse gestern in Berlin erklärte. Bei etwa jedem dritten Fall stellt sich den Angaben zufolge heraus, dass Ärzte oder Pfleger tatsächlich Fehler gemacht haben. An häufigsten sind den Angaben zufolge Behandlungsfehler in der Chirurgie, Orthopädie, der Gynäkologie, der Zahnmedizin und in der Pflege. Hinter den Zahlen verberge sich oft ein menschlich bewegendes Schicksal, da Fehlbehandlungen schwerwiegende Folgen haben könnten, erklärte die Kasse weiter.
Aus Offenbach Post vom 29.08.2003
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Es wird endlich Zeit, dass es den schwarzen Schafen unter den Ärzten an den Kragen geht. Da die Ärzte sich nur gegenseitig schützen und sie kein Qualitätsüberwachungssystem aufbauen, müssen eben mündige Patienten mit Unterstützung der GKV die schwarzen Schafe aussondern.

Kurt schrieb am 29.8.2003 unter dem Betreff "Ganzheitliche Behandlung Krebskranker und -gefährdeter":
Bei meiner Suche nach Ganzheitsmedizinern/Therapeuten, welche den Menschen und seine Krankheit als ganzheitliches System sehen und ihre Therapiekonzepte danach ausrichten, bin ich auf Dr. Windstosser www.windstosser.ch gestossen.
Er ist Ende des 20. Jahrhunderts 92 jährig gestorben und hat testamentarisch verfügt, daß sein gesamtes Buch (Lebenswerk) Thema siehe Beitrags Titel, für Jedermann kostenlos aus dem Internet abgerufen werden kann.
Weiters führt nun ein langjähriger Mitarbeiter diese Arbeit in einem Institut, ganz in seinem Sinne fort. Es ist dies Dr. med. Karl-Heinz Braun von Gladiß, www.gladiss.ch.
Für mich derzeit sehr lohnenswerte Informationen. Wer kann zu diesen Ärzten und Ihren Therapien etwas sagen?