Der Extrakt aus dem Prostatakrebs-Forum von KISP und BPS

Ärzte – Dr. Rath

[Einige Betroffene versorgen sich mit Nahrungsergänzungsmitteln von Dr. Rath aus den Niederlanden. Ausgelöst durch den nachstehenden Beitrag von Manfred entstand eine recht heftige Debatte um die Seriosität von Dr. Rath und seinen Präparaten. - Ed]

Manfred schrieb am 10.6.2002:
Ich sende die Mitteilung von Manfred Weißbusch und meine Antwort darauf noch einmal an unser Forum, weil ich meine, dass die Information für uns alle wichtig ist, zumal heute morgen für die Veranstaltung des Dr. Rath im Rundfunk geworben wurde.
Hallo Manfred,
ich habe vor Kurzem unaufgefordert Unterlagen von Dr. Rath erhalten, deren Inhalt mich verwundert, wenn nicht verunsichert hat. Auf einer Kassette agitiert er, fast wäre ich geneigt zu sagen, wie ein ehemaliger deutscher Staatenlenker in den dreißiger Jahren. Alles, aber auch alles in unserem Gesundheitswesen ist falsch, nur der Kauf seiner Pillen ist der Gesundheit zuträglich.
Weiter finde ich keine Inhaltsangaben bei den einzelnen Präparaten. Nur pauschale Angaben zu Verwendungszwecken. Das hat natürliche den Vorteil, dass die Rezeptur von anderen nicht kontrolliert werden kann. Es kann Dr. Rath also nicht passieren, dass seine Präparaten vom Markt genommen werden müssen, da fremde, nicht deklarierte Inhaltsstoffe enthalten sind; siehe PC-SPES .
Ein drittes Argument und aber nicht das letzte, ist der hohe Preis für die Pillen. Wie ist es möglich, dass der "unabhängige Berater", so wie Du es bist, den gleichen Anteil gutgeschrieben bekommst, den der von Dir Geworbene bei Dr. Rath einkauft. Du bekommst dafür "kostenlos" die gleiche Anzahl und Art der Pillen? Daraus folgt, dass die Präparate doppelt so teuer abgegeben werden, wie es bei einem normalen Kauf üblich wäre. Keine noch so schwierige Krankheit gerechtfertigt überteuerte Mittel zu kaufen, anders ausgedrückt: Hier macht jemand mit dem Leid der Kranken Geld!!!
Ich weiß, dass ich mich mit meiner Kritik einigen Angriffen wehren muss, aber ich finde, jeder sollte die Machenschaften kennen, ehe er sich zu dem Kauf entschließt.
Dazu schrieb Dr. Stephan Schimpf:
leider werden in meiner "Branche" der Nahrungsergänzungsmittel immer wieder von zumeist selbsternannten Wunderheilern Aussagen gemacht, die eindeutig in die Rubrik unseriös bzw. strafbar einzuordnen sind. Obwohl ich mich selbst als Experten bezeichen darf, bin auch ich mit meinem Team bereits solchen "Heilern" erlegen. Zumeist bauen Sie geschickt ein undurchsichtiges System mit sehr komplexen aber doch zusammenhaltlosen Erklärungen auf, an derem Ende prinzipiell die "Wunderheilung" steht. Dass dadurch besonders die seriösen Wissenschaftler, die sich mit Nachdruck dem Thema Nutraceutics und Karzinome annehmen, mit in Verruf geraten, ist eine bedauerliche Tatsache. Leider ist in weiterer Folge sogar die schulmedizinische Wissenschaft nicht mehr in der Lage zu unterscheiden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. univ. Stephan Schimpf, Salzburg
Als nächster meldete sich am selben Tag Uwe:
ich kann mich der Kritik von Dr. Schimpf gegen Dr. Rath nur anschließen. Ich wurde mit Büchern und Heftchen und Gesundungsbeispielen bombadiert und sogar von einer Telefonverkäuferin angerufen, die behauptete, durch Dr. Rath geheilt worden zu sein! Nach kritischer Durchsicht der "wissenschaftlichen" Unterlagen halte ich diesen Dr. Rath für einen Krebskrankenfänger, der sich an uns Krebskranken bereichern will, für mehr nicht! Natürlich sind diese Leute nicht dumm, in der Regel sogar clever, aber deshalb nicht seriöser! Werdet Euer eigener Guru und lauft nicht anderen hinterher!
Dann Peter:
ich habe vor Kurzem unaufgefordert Unterlagen von Dr. Rath erhalten,
Unlauterer Wettbewerb?
keine Inhaltsangaben bei den einzelnen Präparaten.
Schlicht unkorrekt.
Nur pauschale Angaben zu Verwendungszwecken.
Mehr darf er nicht versprechen.
Wie ist es möglich, dass der "unabhängige Berater", so wie Du es bist, den gleichen Anteil gutgeschrieben bekommst, den der von Dir Geworbene bei Dr. Rath einkauft. Du bekommst dafür "kostenlos" die gleiche Anzahl und Art der Pillen? Daraus folgt, dass die Präparate doppelt so teuer abgegeben werden, wie es bei einem normalen Kauf üblich wäre.
Die Bezahlung in Naturalien war ein wesentliches Element der Leibeigenschaft, um die Leute in Abhängigkeit zu halten. Wenn ich 5 Leute zu Rath locke, muss ich dann die fünffache Dosis nehmen? ,-). Allerdings wird nicht doppelt so teuer angeboten. Produktkosten und Produktpreis haben nichts miteinander zu tun. Der Preis bildet sich am Markt, d. h. er ist so hoch, wie ihn die Käufer akzeptieren. Die Produktkosten dürften bei 5 - 10% des Verkaufspreises liegen und damit auch in der Höhe einer marktüblichen Provision.
Raths Marketing hat schon ein Gschmäckle. Vitamin C gibts als Pulver im Drogeriemarkt. Prolin und Lysin sind z. B. in Broccoli enthalten; man könnte mal in der Apotheke fragen, was sie dort kosten.
Diese Kritik rief Christoph auf den Plan:
Liebe Mitbetroffene (dank Dr. Rath bin ich ehemals betroffen)!
Bevor hier im Forum falsche Informationen breitgetreten werden, die das Gegenteil dessen erreichen, was wir wollen – nämlich wenn schon keine Heilung, dann wenigstens gutes Auskommen mit unserem (eurem) "Untermieter" PK –, möchte ich Euch als langjähriger "Berater" und erfolgreicher Benutzer der Präparate von Dr. Rath über Hintergründe aufklären:
Dr. Matthias Rath hat in Münster und Hamburg Medizin studiert und war Kardiologe. Bei Ursachenforschung kam er schnell zur Ernährungswissenschaft und bald in Kontakt mit dem zweifachen Nobel-Preisträger Prof. Dr. Linus Pauling (USA), dessen "Erbe" - Nachfolger er wurde. Dr. Rath entdeckte, dass die wahre Ursache für Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte, Herzinsuffizienz und viele andere "Volkskrankheiten" ein lebenslanger Mangel von natürlichen Nährstoffen, vor allem auch Vitamin C ist. Wir Menschen sind nämlich gemeinsam mit unseren Primaten und den Meerschweinchen die einzigen Wesen auf diesem Planeten, die kein eigenes Vitamin C produzieren können. Unser Hund zum Beispiel produziert in seinem Körper die 30-fache Menge des Vitamin C, die mir die "Deutsche Gesellschaft für Ernährung" (DGE), eine indirekt von der Pharmaindustrie finanzierte "unabhängige" Gesellschaft, empfiehlt.
Als ich im April 2000 auf Präparate von Dr. Rath stieß, wendete ich das Grundpräparat sofort in empfohlener Dosis an und hatte auf Anhieb sehr großen Erfolg damit. Außer Diabetes hatte ich nämlich eine zweite Auto-Immun-Erkrankung, Schilddrüsen-Unterfunktion, die ich nur mit künstlichem Schilddrüsenhormon Thyroxin einigermaßen regulieren konnte, um nicht fett und träge zu werden. Mit der ersten Vitamin-Tablette, die 35 verschiedene Stoffe in teilweise hoher Dosis enthält, habe ich Thyroxin abgesetzt. Nach 3 Wochen war der innere Kampf in meinem Körper beendet. Nach mehrfachen Untersuchungen der Uni-Klinik Frankfurt arbeitet meine Schilddrüse wieder normal!!! Kein Mediziner kann mir das erklären oder glaubt an das Produkt von Dr. Rath, aber es gibt keine andere Erklärung.
Dass ich mit weiteren Präparaten meinen PK erheblich verkleinert habe, habe ich schon berichtet. Dr. Rath fand 1992 (!) heraus, dass Krebszellen ein Enzym ausscheiden, dass Collagen (Bindegewebe) verdaut (frisst). Mit diesem Trick gehen Krebszellen in den Blutkreislauf und dann auf "Wanderschaft", um sich letztlich in anderen Organen, an Knochen oder im Blut "niederzulassen" und so den ganzen Körper im Laufe der Zeit mit Metastasen anzufüllen, bis der Tod kommt. Meistens kommt dieser heute durch Chemotherapie früher, weil damit nicht nur Krebszellen, sondern auch gesunde abgetötet werden. Wer noch stark genug ist, überlebt diese Pferdekur, wer etwas mehr Glück hat, braucht nicht so lange zu leiden. Ganz wenige haben das tolle Glück, dass tatsächlich alle Krebszellen getötet werden und genug gesunde überleben und so ein Weiterleben ohne Krebs möglich ist. Dies ist aber leider die Ausnahme. Bestimmte Rath-Präparate (mit Lysin, Prolin und Vitamin C, seit neuestem auch mit Wirkstoffen von grünem Tee) verhindern also, dass sich Krebszellen vermehren und "wandern" können. Gleichzeitig wird in großen Mengen Collagen aufgebaut. Stoffe, die das Immunsystem stärken, können zusätzlich dafür sorgen, dass die Krebszellen mit körpereigenen Kräften vernichtet werden. Das dauert natürlich seine Zeit.
Dies alles und noch viel mehr ist in verschiedenen Büchern nachzulesen und auch für Laien verständlich. Wer es nicht glauben will, kann es ganz einfach bleiben lassen. So einfach ist das. Dass unaufgefordert Informationen von Dr. Rath verschickt worden sein sollen, dürfte ein Irrtum sein. Vielleicht hat ein Berater Material an ihm bekannte Adressen verschickt, aber bestimmt nicht die Firma Rath B.V. in Almelo (Niederlande). Von dieser Firma bekommt nur jemand etwas, der eine ID-Nummer hat (wie ich natürlich), oder wer über eine ihm bekannte ID-Nummer bestellt.
Das letzte Missverständnis ist noch der immense Verdienst in dieser Angelegenheit. Dr. Rath betreibt sehr viel Forschung und macht ständig Studien, vornehmlich in den USA, von deren Ergebnissen jeder profitieren kann, der das möchte. Der "Verdienst" sieht so aus, dass die Produkte, die über eine ID-Nummer bestellt werden (außer Bücher, Broschüren, CDs, Kassetten etc.) eine Rückvergütung von 10% bekommen (und nicht in Höhe des Bestellten, was für ein Unsinn!). Wenn ich nun meine Tätigkeit als Berater ernst nehme, dann empfehle ich jedem Interessierten, selbst einen Antrag auf eine eigene Ident-Nummer zu stellen. Dann kommt er nämlich selbst in den Genuss einer zehnprozentigen Preisreduzierung. Von jeder ID-Nummer, die ich vermittle, bekomme ich noch einmal 8 % des Umsatzes. Wenn man seinen Eigenbedarf mit solchem "Verdienst" finanzieren will, muss man schon etliche "Kunden " haben. Wenn man damit reich werden will, sollte man schon an die tausend Menschen betreuen. Da ich so ganz "nebenbei" einen Beruf habe, der mich in der Woche ca. 70 Stunden fordert, sage mir bitte jemand, wie ich so noch Leute bescheißen soll, um einen dicken Nebenverdienst zu erzielen.
Die Dr.-Rath-Produkte sind in der Tat nicht billig, aber hoch qualifiziert, wissenschaftlich durchdacht und getestet und ihr Gewinn finanziert Weiterentwicklung und Perfektionierung.
Die Art, wie Dr. Rath mit manchen Auftritten an die Öffentlichkeit geht, ist auch nicht unbedingt die, die ich vorziehen würde. Dies aber mit einem Herrn aus den 30er Jahren zu vergleichen, ist eine bodenlose Unverschämtheit, die ich scharf verurteile. Wer so ein dummes Zeug ins Forum schreibt, sollte vor dem Schreiben seinen Gedankenapparat einschalten: Das Ziel der Nazis war Vernichtung von Menschen in bis dahin nicht dagewesenem Umfang. Das Ziel von Dr. Rath - ob er daran verdient oder nicht - ist die Lösung der Menschen von der Kette der Pharmaindustrie. Die IG Farben der 30 Jahre lässt grüßen! Rath ist also das Gegenteil diese schmutzigen Vergleichs. Er setzt sich für mehr Gesundheit und die Bekämpfung der verbreitetsten "Volkskrankheiten" ein. Da ich bisher immer sehr zurückhaltend war, merkt ihr Leser sicher, dass es mit solchen Behauptungen tatsächlich "ans Eingemachte", auf jeden Fall aber unter die Gürtellinie geht. Das brauche ich mir nicht gefallen zu lassen!
Bitte denkt daran, dass es bei Dr. Rath wie auch in vielen anderen Fällen - außer bei der Schulmedizin und der Pharmaindustrie - immer zwei Möglichkeiten gibt: Entweder man probiert etwas mit der Garantie, dass gesundheitlich negative Ergebnisse nicht möglich sind - das Schlimmste wäre eine Wirkungslosigkeit - aus, oder man lässt es bleiben. So einfach ist das.
Dazu nahm noch einmal Dr. Schimpf Stellung:
Seit einigen Jahren kämpfe ich mit Unterstützung von modernen und sehr liberalen Wissenschaftern darum, dass die Ergebnisse der Molekularmedizin auch von sog. schulmedizinischen Onkologen akzeptiert und übernommen werden. Glauben Sie mir, es ist der unbequemste und sicher langwierigste Weg, den man sich vorstellen kann – aber der einzig gangbare. Die Gruppe der zugänglichen klinischen Onkologen wird langsam aber stetig größer. Als kontraproduktiv erweisen sich leider orthodoxe Schulmediziner, die sich durch Ignoranz auszeichnen einerseits und unkritische Phrasendrescher, die die biologische Medizin für sich gepachtet haben wollen, andererseits.
Wenn Sie nun z. B. die Behauptung aufstellen, dass Lysin, Prolin und Vitamin C, sowie Epigallokatechingalleat die Proliferation von Karzinomzellen sowie ihre Metastasierung verhindern, so deklarieren Sie sich als Angehöriger der oben beschriebenen zweiten Gruppe. Die so von Ihnen getätigte Aussage ist schlicht falsch. Dass Sie damit nichts anderes tun, als den Hass der immer noch an den Hebeln der Macht befindlichen orthodoxen Schulmedizinern neuen Methoden gegenüber zu schüren, ist eine bedauerliche Tatsache. Die Konsequenz daraus kann schlimmer nicht sein: Sie zögern damit den Durchbruch der Molekularmedizin auf unbestimmte Zeit hinaus.
Die gebrauchten Argumente lassen erschrecken und erschauern!
Dr. med. univ. Stephan Schimpf, Salzburg
(Deklarierter Anhänger der orthomolekularen Medizin)

[im Rahmen einer Diskussion über den Nutzen einer Misteltherapie schrieb Walter am 2.9.2002 u. a.:]
...Es gibt einige Literatur und Fallbeschreibungen zur Krebstherapie von Rath, mit den früheren Mitteln.
Bezug:
1. große internationale Apotheken (ist rezeptfrei)
2. Direktbestellung in Almelo, man muss jedoch erst Mitglied beim Dr. Rath-Netzwerk werden. Anmeldung unter www.drrath.com
Das ließ Uwe am 4.9.2002 nicht ruhen:
es ist schon erstaunlich, wie sich dieser Herr Dr. Rath mit sog. Wundermitteln von vielen Betroffenen promoten lässt. Mir fehlt jeder wissenschaftliche Beweis für seine Theorien, und in seinen Unterlagen wimmelt es von sog. wissenschaftlichen Beweisen. Ich wäre mit diesen sog. Wundermitteln vorsichtig und würde mein Geld lieber für einen guten Rotwein ausgeben.
Das veranlasste nun wiederum Walter am 5.9.2002 zu folgender Replik:
..promoten ? Ich führe keine Werbung durch, sondern verkünde schlicht und ergreifend meine eigenen Erfahrungen, die Wahrheit wenn Du so willst. Ich würde mir dies weder anschaffen noch verbieten lassen. Um eines klarzustellen: Ich vertrete keinerlei wirtschaftliche Interessen.
Ähnlich sehe ich das bei Christoph Damm und anderen, die sich unter völliger Preisgabe ihrer Identität zu ihrer (angeblich nicht möglichen) Heilung bekennen. Wes das Herz voll ist, des läuft der Mund über.
Epican forte ist ein Paradigmenwechsel, das macht es den "Ungläubigen" so schwer. Auch ich war sehr kritisch der Krebstherapie von Rath gegenüber. Da ich aber von Hause aus neugierig bin, habe ich es einfach ausprobiert.
Früher war die Erde auch eine Scheibe und heute ist sie eine Kugel. Bis sich die Erkenntnis "oben" durchgesetzt hatte, verging ein ganzes Jahrhundert. Daher habe ich keine Zweifel, daß Epican forte von "oben" her sehr lange bekämpft werden wird. Studien von seiten der Universitäten sind mit Sicherheit in nächster Zeit nicht zu erwarten. Man muss daher mit den Studien von Dr. Rath einstweilen vorlieb nehmen. Seine Arbeiten sind für mich sehr aufschlussreich und überzeugend. Ich weiß nicht, was man daran aussetzen sollte.
Im übrigen gilt: Wer heilt, hat recht. Jede Theorie ist Makulatur, solange sie in der Praxis nicht funktioniert. Die von Rath funktioniert. Die Stärkung der Kollagen-Matrix führt zur Resistenz der gesunden Zellen. Diese können vom Krebs nicht mehr verdrängt werden. Alles sehr logisch, und vor allem: es funktioniert.
So wie der "Wikuto"-Drink offenbar funktioniert (wenn auch vermutlich um einiges schwächer), was hier am Board sehr sorgfältig dokumentiert wird, funktioniert auch Epican forte.
Ich schließe mich hier den sehr wahren Worten von Christoph Damm an (sinngemäß): Jeder soll nach seiner Façon selig werden. Wer nicht daran glaubt, soll es einfach sein lassen. Deswegen geht die Welt nicht unter.
In diesem Sinne, lieber Uwe, hoffe ich, dass Du eines Tages über den Dogmatismus "Stahl, Strahl + Chemo + DHB" hinausdenken kannst.
Und Uwe antwortete am selben Tag:
Danke für deinen Kommentar!!!
Leider bin ich in der letzten Zeit sehr plump von Anhängern von Dr. Rath per E-Mail, Brief und Telefon, man kann schon sagen belästigt worden, dass bei mir dieses Overselling und Tupperware-Verkaufssystem negative Einstellungen gegenüber den Produkten von Dr. Rath hervorgerufen hat. Mir fehlen eindeutige PKGs von Betroffenen, die mit diesen Produkten Vorteile gegenüber anderen Therapien bringen, also ich fordere Anhänger von Dr. Raths Produkten auf, schildert mit mit Euren PKGs wie hervorragend seine Pillen funktionieren. Ich bin lernfähig!

Walter schrieb am 12.11.2002 u. a.:
...Epican forte von Rath entpuppt sich leider auch in meiner Beobachtung als ein eher recht schwaches Krebsmittel, das einen im Wachstum befindlichen Krebs auf keinen Fall aufhalten kann.

Walter schrieb am 18.11.2003:
anbei ein Artikel aus dem Spiegel 47/2003. Ich glaube, der Artikel sagt alles, deshalb keinen Kommentar:
VERSANDHANDEL
Cocktails mit Stuss
Mit kruden Verschwörungstheorien kurbelt Matthias Rath den Verkauf seiner umstrittenen Vitaminpillen an. Seine Jünger halten ihn dennoch für nobelpreiswürdig.
Herzinfarkt, Herzrhythmusstörung? Muss nicht sein. Liegt nur am Vitaminmangel in den Herzmuskelzellen. Ohne Vitamine laufen die trocken wie ein Motor ohne Öl.
Aids? Krebs? Muss auch nicht sein. Krebszellen vermehren sich durch Enzyme, die Schneidewerkzeuge haben. Und denen wird mit Vitaminen einfach das Maul gestopft. Bei Aids ist das so ähnlich.
Medizin wird durch Matthias Rath, 48, ganz einfach — wie gerade erst bei seiner Vitaminzaubershow im Bonner Maritim Hotel. „Jetzt haben Sie in einer Minute ein Semester Medizin gespart“, sagte der Meister unter dem Jubel seiner 300 Schlachtenbummler. Wer noch mal nachlesen will: Im Foyer gibt es sein Buch im Fünferpack.
Was seinen totalen Durchbruch bisher verhindert hat? Lässt sich noch einfacher erklären: das Pharma-kartell natürlich. Damit dessen subtiles Geschäft mit der Krankheit gesichert ist — jetzt wird es etwas komplizierter —‚ hat George W. Bush den Irak in Schutt und Asche gelegt. Ein Krieg, um anschließend mit „Notstandsgesetzen“ die „globale Kontrolle der Pharmalobby“ zu zementieren und Raths hoch dosierte Vitaminpräparate zu verhindern, die er von den Niederlanden aus vertreibt. Hätte man gleich drauf kommen können.
Seit 1997 tingelt der Mediziner mit derlei Märchen durchs Land, denn irgendwas, so das PR-Kalkül, wird mit der Zeit schon hängen bleiben. Die Verschwörungstheorien machten ihn bekannt, die Vitamin-Präparate zum Millionär. Auf seinen Internet-Seiten fahndete Rath in Steckbriefen (,‚Most Wanted“) nach Forschern, Politikern und Industriebossen, denen er sogar „Völkermord“ vorwarf.
In ganzseitigen Anzeigen und Vorträgen verrührt er Fakten, Legenden und Spinnereien so lange, bis das Publikum reif zum Beifall ist. „Wer“, raunte Rath in Bonn, habe denn die jüngste Kampagne bezahlt, mit der „mal eben der wahrscheinliche Atomkrieg verhindert“ wurde? „Wir“, raunte das Publikum voller Andacht.
Wir“, flüsterte auch Johannes Korkowsky. Seit vier Jahren nimmt der korpulente Thüringer mit seiner Frau die Präparate von Rath, der „den Nobelpreis verdient hätte“. 350 Euro gibt er im Monat dafür aus. „Ich könnte Bäume ausreißen“, sagt Korkowsky leicht kurzatmig.
Neben ihm steht Christian Rehse, dessen Herzrhythmusstörungen nach Einnahme von Raths Gemischen plötzlich verschwanden. Seit kurzem tritt der Junge mit dem Wunderherzen sogar vor Publikum auf. Als „Kronzeuge des Wahnsinns“ in der Show von Vitaminguru Matthias Rath, dem Kopf der „größten Befreiungsbewegung der Menschheit“. Oder Rath, dem Scharlatan?
Dass Vitamine prinzipiell gesund sind, ist eine Binsenweisheit“, sagt Ulrike Beisiegel, Professorin für Biochemie im Hamburger Uni-Klinikum. Ende der achtziger Jahre betreute sie Raths Doktorarbeit. Sie weiß von Patienten, so Beisiegel, „die die kritisierten ‚Pharmagifte‘ abgesetzt und ernsthafte Probleme bekommen haben“. Dagegen sei ihr „keine Studie bekannt, die belegt, dass die Präparate auch nur einen Patienten vor dem Infarkt bewahrt haben“. Bereits 1998 berichteten zwei Magdeburger Wissenschaftler im „British Medical Journal“ über ihren vergeblichen Versuch, Wirksamkeitsbelege für Raths früheres Produkt Vitacor 20/90 zu finden.
Raths Pillen sind so hoch dosiert, dass sie in Deutschland als Arzneimittel gelten. Da er die dafür nötigen Nachweise über Wirksamkeit und Ungefährlichkeit schuldig blieb, darf er sie hier zu Lande nicht vertreiben — und wich 1998 ins niederländische Almelo aus. Von dort aus bedient er mit 200 Mitarbeitern den europäischen Markt.
In den vergangenen Jahren lief das Geschäft mit den Vitaminen so gut, dass Rath auf der riesigen Landkarte über seinem Schreibtisch mit kleinen Fähnchen schon neue Märkte im Libanon und in Südostasien markiert hat. Lag der Umsatz seiner GmbH 2001 bereits bei knapp 40 Millionen Euro (Gewinn: 10 Millionen), so rechnet er 2003 mit 60 Millionen Euro. Die Wirtschaftsprüfer bemängelten allerdings, dass der Jahresabschluss für 2001 „nicht auf ökonomisch verantwortliche Weise“ zu Stande gekommen sei und ihnen kein vollständiges Bild liefere. Doch was sind ein paar wacklige Zahlen, wenn man sich für das „Gewissen der Menschheit“ hält?
Schon früh engagierte sich Rath bei den Naturwissenschaftlern gegen Atomwaffen, die auch der amerikanische Nobelpreisträger Linus Pauling unterstützte. Rath fuhr Pauling damals in Deutschland herum und heuerte 1990 an dessen Institut im amerikanischen Palo Alto an. Pauling verbrachte seinen Lebensabend damals mit dem vergeblichen Versuch, durch Einnahme hoher Vitamin-C-Dosen eine Herzinfarkt-Resistenz nachzuweisen.
Die Vitaminsucht seines Mentors brachte Rath offenbar auf eine Geschäftsidee. 1992 gründeten die beiden zwei Firmen und begannen, Vitamincocktails zu vertreiben. Später, nach einem Streit mit den Erben des Wissenschaftlers, verlor Rath das Recht an der kommerziellen Nutzung von Paulings Namen.
Danach versuchte er es allein und wurde „Hauptzugpferd“ beim Vitaminhersteller Rexall-Sundown. Vor allem das amerikanische Multi-Level-Vertriebssystem der Präparate faszinierte ihn. Es zog Kolonnen von Klinkenputzern an, die um ihr Leben feilschten: Je mehr Bestellketten sie in Gang setzten, desto mehr kassierten sie. Mittlerweile trommeln auf diese Art in Deutschland einige zehntausend „Gesundheitsberater“ in internen Zirkeln seine überteuerten Produkte.
Guter Rath ist nicht billig. In Bonn allerdings spendierte Rath Jute-Halstücher mit seinem Konterfei zum Sonderpreis. Zum Schluss verlas jemand eine rührende Grußbotschaft seiner Kundin Katja Ebstein. Eine Frau summte: „Wunder gibt es immer wieder ...„ NILS KLAWITTER
Christoph war anderer Meinung. Am 24.11.2003 schrieb er:
So einfach ist das leider nicht! Kenne natürlich den Spiegel-Artikel auch.
Aber typisch Spiegel wird in reißerischem Stil alles über einen Kamm geschoren. Und da die Pharmaindustrie zu den besten Anzeigenkunden gehört, machen sich solche Hetzartikel immer gut, denn sie werden sehr, sehr gut bezahlt.
Vom Stil von Matthias Rath bin ich auch nicht gerade begeistert. In vielen Punkten hat er aber trotzdem recht. Im Gegensatz dazu macht es sich Jens Klawitter (Spiegel) total einfach, indem er wesentliche Tatsachen einfach ausblendet:
Rath hat noch nie behauptet, dass man mit Vitaminen irgendwelche Krankheiten heilen kann. Er stellt lediglich fest, dass die meisten Menschen unter lebenslangem Vitaminmangel leiden. Kommt noch hinzu, dass nie nur von Vitaminen gesprochen oder geschrieben wird, sondern von Mikronährstoffen, bestehend aus Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Aminosäuren.
Es ist auch nirgends die Rede davon, dass Krebszellen sich durch Enzyme vermehren, noch davon, dass sie "Schneidewerkzeuge" hätten.
Sollte Rath seine Aussagen in Bonn, wo ich aus Termingründen nicht war, so verflacht haben, dass das übrig bleibt, was Klawitter geschrieben hat, dann müsste er sozusagen über Nacht einen totalen Absturz erlitten haben. Ich habe ihn nämlich life bei vielen Veranstaltungen erlebt, bei denen er durchaus alles gsagt hat, auch wenn er oft versucht, seine Aussagen so zu vereinfachen, dass sie für normale Nicht-Mediziner verstanden werden können. Aber das hat für Jens Klawitter wohl deshalb nicht gereicht, weil ein intelligenter Spiegel-Autor für sein scheinbar "saudummes" Publikum noch einmal alles stark vereinfacht. Nur hat er wohl selbst nicht gemerkt, dass er Aussagen verfälscht hat, oder vielleicht doch?
Im Gegenteil dazu schreibt und spricht Rath darüber, dass die Krebszellen in großen Mengen Enzyme produzieren, die Kollagen (Bindegewebe) verdauen. Dadurch können sie sich im Körper bewegen und an anderen Stellen Metastasen bilden, wie viele von uns leider selbst erfahren mussten. Vermehren tun sie sich wie alle Zellen durch Teilung! Bremsen kann man das weniger mit Vitaminen (aber auch), sondern im konkreten Fall eher durch Aminosäuren (vor allem Lysin), letztlich verstärkt durch Polyphenole aus grünem Tee.
Mag ja sein, dass Rath an seinen Präparaten sehr gut verdient. Aber er sackt das Geld nicht einfach nur für sich ein, sondern finanziert damit immerhin sein Forschungsinstitut in den USA, seinen Betrieb mit über 200 Mitarbeirer/inne/n und seine Bildungsstätte in Wittenberg, und das ohne jegliche Unterstützung der Industrie oder gar der Pharmaindustrie, die zusammen mit der Schulmedizin seit dem "Tausendjährigen Reich" ein riesiges Geschäft mit der Krankheit macht und das auch noch "Gesundheitswesen" nennt.
Dieses letztgenannte Wissen stammt übrigens nicht von Dr. Rath, sondern ist aus interessanten Büchern ("Das Medizinkartell" und "Heilen verboten, töten erlaubt") entnommen.
Ganz nebenbei: Wenn jemand trotz solcher Hetzartikel die Erkenntnisse von Rath an sich selbst austesten will, die großen Dosen von Vitaminen, Mineralien, Aminosäuren und Spurenelementen aber in Apotheken zu besorgen versucht, zahlt er zum einen ein Vielfaches von dem, was es bei der Matthias Rath B.V. kostet und bekommt immer noch nicht alles zusammen, was in diesen Präparaten enthalten ist.
[Christoph Damm verstarb am 11. Juni 2004 an seinem Krebs – Ed]

Kai Mielke, Justiziar des BPS, schrieb am 12.10.2006:
Vor drei Tagen endete vor dem Hamburger Amtsgericht ein Prozess gegen den allseits bekannten Dr. Rath, der über seine holländische Firma "Dr. Rath Health Programs BV" Vitaminpräparate zur Krebsheilung vertreibt. Die Staatsanwaltschaft hatte Rath vorgeworfen, über seine Firma Vitaminprodukte ohne arzneimittelrechtliche Zulassung angeboten zu haben. Dabei habe er den Mitteln therapeutische Wirkungen zugeschrieben, die diese tatsächlich nicht gehabt hätten.Außerdem soll Rath auf seiner Internetseite einen Link zu der Site "Informationen über natürliche Krebstherapie" eingerichtet und dort den Eindruck erweckt haben, dass seine Produkte Krebserkrankungen heilen könnten. Das sei aber nicht der Fall und Rath habe das auch gewusst, hieß es in der Anklage.
Das bereits am 21. September eröffnete Verfahren gegen Rath wurde am vergangenen Montag gegen eine Zahlungsauflage von 33.000 Euro zugunsten der Stiftung "Das behinderte Kind" eingestellt. Das Gericht erkannte damit einerseits an, dass Rath seinen kritisierten Internetauftritt zwischenzeitlich geändert hatte, betonte andererseits jedoch, dass die Art des Marketings wohl "zu offensiv" gewesen sei. Richter Bartels sagte bei der Urteilsverkündung, der Prozess habe gezeigt, dass es Alternativen zur Schulmedizin im Bereich der Krebsprophylaxe gebe und in Zukunft vielleicht auch alternative Krebstherapien geben werde. Allerdings habe Rath den Eindruck erweckt, dass seine Präparate Krebserkrankungen heilen oder vielleicht sogar zum Stillstand bringen könnten. So weit sei die Forschung aber noch nicht.
Die Einstellung des Verfahrens gegen Rath erscheint nicht nur angesichts der zweistelligen Millionenumsätze, die er seinem zweifelhaften Geschäft mit der Krebsangst verdankt, unbefriedigend, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass Rath in gewisser Weise ein Wiederholungstäter ist, wie eine kleine juristische Chronik seiner Marketingsmethoden zeigt:
So wurde Rath Ende 2003 vom Berliner Landgericht dazu verurteilt, es zu unterlassen, mit den Angaben "Der renommierte Arzt ..." und "Der renommierte Wissenschaftler ..." zu werben (LG Berlin, Urteil vom 02.12.2003, Az. 102 O 20/01). Etwa zur selben Zeit verurteilte ihn das Amtsgericht Berlin-Tiergarten auch zu einer Geldstrafe von 45.000 Euro wegen irreführender Werbung im Sinne von § 17 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes (AG Berlin-Tiergarten, Urteil vom 16.10.2003, Az. 333 Cs 45/02). Ein Jahr später wurde Rath unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000,00 € vom Berliner Kammergericht untersagt, seine Produkte mit Krankheitsgeschichten oder mit der Behauptung zu bewerben, dass man mit ihrer Hilfe Krebs erfolgreich bekämpfen könne (KG Berlin, Urteil vom 30. November 2004, Az. 5 U 55/04).
Das Gericht führte aus, dass Rath sich nicht auf den Schutz des Grundgesetzes berufen könne, weil der Schutz der Krebspatienten, die aufgrund seiner Werbung schulmedizinisch gebotene Heilbehandlungen eigenmächtig abbrechen und auf Dr.-Rath-Produkte vertrauen würden, im Vordergrund stehe. Auch das vermeintlich gesundheitspolitische Anliegen von Rath überzeugte die Richter nicht, da er sich nicht ernsthaft darum bemüht habe, seine Produkte als Arzneimittel im Sinn des Arzneimittelgesetzes zuzulassen bzw. deren Wirksamkeit durch klinische Studien zu belegen. Ein (noch nicht rechtskräftiges) Urteil mit ähnlichem Tenor hat am 2. Februar diesen Jahres auch das Wiener Handelsgericht erlassen (Handelsgericht Wien, Urteil vom 02.02.2006, Az. 19 Cg 36/04x).