Der Extrakt aus dem
Prostatakrebs-Forum
von KISP
und BPS
Ärzte
– Dr. Rath
- [Einige
Betroffene versorgen sich mit Nahrungsergänzungsmitteln von Dr.
Rath aus den Niederlanden. Ausgelöst durch den nachstehenden
Beitrag von Manfred entstand eine recht heftige Debatte um die
Seriosität von Dr. Rath und seinen Präparaten. - Ed]
- Manfred
schrieb am 10.6.2002:
-
Ich sende die
Mitteilung von Manfred Weißbusch und meine Antwort darauf noch
einmal an unser Forum, weil ich meine, dass die Information für
uns alle wichtig ist, zumal heute morgen für die Veranstaltung
des Dr. Rath im Rundfunk geworben wurde.
-
Hallo Manfred,
-
ich habe vor Kurzem
unaufgefordert Unterlagen von Dr. Rath erhalten, deren Inhalt mich
verwundert, wenn nicht verunsichert hat. Auf einer Kassette
agitiert er, fast wäre ich geneigt zu sagen, wie ein
ehemaliger deutscher Staatenlenker in den dreißiger Jahren.
Alles, aber auch alles in unserem Gesundheitswesen ist falsch, nur
der Kauf seiner Pillen ist der Gesundheit zuträglich.
-
Weiter finde ich
keine Inhaltsangaben bei den einzelnen Präparaten. Nur
pauschale Angaben zu Verwendungszwecken. Das hat natürliche
den Vorteil, dass die Rezeptur von anderen nicht kontrolliert
werden kann. Es kann Dr. Rath also nicht passieren, dass seine
Präparaten vom Markt genommen werden müssen, da fremde,
nicht deklarierte Inhaltsstoffe enthalten sind; siehe PC-SPES .
-
Ein drittes Argument
und aber nicht das letzte, ist der hohe Preis für die Pillen.
Wie ist es möglich, dass der "unabhängige Berater",
so wie Du es bist, den gleichen Anteil gutgeschrieben bekommst, den
der von Dir Geworbene bei Dr. Rath einkauft. Du bekommst dafür
"kostenlos" die gleiche Anzahl und Art der Pillen? Daraus
folgt, dass die Präparate doppelt so teuer abgegeben werden,
wie es bei einem normalen Kauf üblich wäre. Keine noch so
schwierige Krankheit gerechtfertigt überteuerte Mittel zu
kaufen, anders ausgedrückt: Hier macht jemand mit dem Leid der
Kranken Geld!!!
-
Ich weiß, dass
ich mich mit meiner Kritik einigen Angriffen wehren muss, aber ich
finde, jeder sollte die Machenschaften kennen, ehe er sich zu dem
Kauf entschließt.
-
Dazu schrieb Dr.
Stephan Schimpf:
-
leider werden in
meiner "Branche" der Nahrungsergänzungsmittel immer
wieder von zumeist selbsternannten Wunderheilern Aussagen gemacht,
die eindeutig in die Rubrik unseriös bzw. strafbar einzuordnen
sind. Obwohl ich mich selbst als Experten bezeichen darf, bin auch
ich mit meinem Team bereits solchen "Heilern" erlegen.
Zumeist bauen Sie geschickt ein undurchsichtiges System mit sehr
komplexen aber doch zusammenhaltlosen Erklärungen auf, an derem
Ende prinzipiell die "Wunderheilung" steht. Dass dadurch
besonders die seriösen Wissenschaftler, die sich mit Nachdruck
dem Thema Nutraceutics und Karzinome annehmen, mit in Verruf
geraten, ist eine bedauerliche Tatsache. Leider ist in weiterer
Folge sogar die schulmedizinische Wissenschaft nicht mehr in der
Lage zu unterscheiden.
-
Mit freundlichen
Grüßen
-
Dr. med. univ. Stephan
Schimpf, Salzburg
-
Als nächster
meldete sich am selben Tag Uwe:
-
ich kann mich der
Kritik von Dr. Schimpf gegen Dr. Rath nur anschließen. Ich
wurde mit Büchern und Heftchen und Gesundungsbeispielen
bombadiert und sogar von einer Telefonverkäuferin angerufen,
die behauptete, durch Dr. Rath geheilt worden zu sein! Nach
kritischer Durchsicht der "wissenschaftlichen" Unterlagen
halte ich diesen Dr. Rath für einen Krebskrankenfänger,
der sich an uns Krebskranken bereichern will, für mehr nicht!
Natürlich sind diese Leute nicht dumm, in der Regel sogar
clever, aber deshalb nicht seriöser! Werdet Euer eigener Guru
und lauft nicht anderen hinterher!
-
Dann Peter:
-
ich habe vor
Kurzem unaufgefordert Unterlagen von Dr. Rath erhalten,
-
Unlauterer Wettbewerb?
-
keine
Inhaltsangaben bei den einzelnen Präparaten.
-
Schlicht unkorrekt.
-
Nur pauschale
Angaben zu Verwendungszwecken.
-
Mehr darf er nicht
versprechen.
-
Wie ist es
möglich, dass der "unabhängige Berater", so wie
Du es bist, den gleichen Anteil gutgeschrieben bekommst, den der
von Dir Geworbene bei Dr. Rath einkauft. Du bekommst dafür
"kostenlos" die gleiche Anzahl und Art der Pillen? Daraus
folgt, dass die Präparate doppelt so teuer abgegeben werden,
wie es bei einem normalen Kauf üblich wäre.
-
Die Bezahlung in
Naturalien war ein wesentliches Element der Leibeigenschaft, um die
Leute in Abhängigkeit zu halten. Wenn ich 5 Leute zu Rath
locke, muss ich dann die fünffache Dosis nehmen? ,-).
Allerdings wird nicht doppelt so teuer angeboten.
Produktkosten und Produktpreis haben nichts miteinander zu tun. Der
Preis bildet sich am Markt, d. h. er ist so hoch, wie ihn die
Käufer akzeptieren. Die Produktkosten dürften bei 5 - 10%
des Verkaufspreises liegen und damit auch in der Höhe einer
marktüblichen Provision.
-
Raths Marketing hat
schon ein Gschmäckle. Vitamin C gibts als Pulver im
Drogeriemarkt. Prolin und Lysin sind z. B. in Broccoli
enthalten; man könnte mal in der Apotheke fragen, was sie dort
kosten.
-
Diese Kritik rief
Christoph auf den Plan:
-
Liebe Mitbetroffene
(dank Dr. Rath bin ich ehemals betroffen)!
-
Bevor hier im Forum
falsche Informationen breitgetreten werden, die das Gegenteil dessen
erreichen, was wir wollen – nämlich wenn schon keine
Heilung, dann wenigstens gutes Auskommen mit unserem (eurem)
"Untermieter" PK –, möchte ich Euch als
langjähriger "Berater" und erfolgreicher Benutzer der
Präparate von Dr. Rath über Hintergründe aufklären:
-
Dr. Matthias Rath hat
in Münster und Hamburg Medizin studiert und war Kardiologe. Bei
Ursachenforschung kam er schnell zur Ernährungswissenschaft und
bald in Kontakt mit dem zweifachen Nobel-Preisträger Prof. Dr.
Linus Pauling (USA), dessen "Erbe" - Nachfolger er wurde.
Dr. Rath entdeckte, dass die wahre Ursache für Herzinfarkt,
Schlaganfall, Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte,
Herzinsuffizienz und viele andere "Volkskrankheiten" ein
lebenslanger Mangel von natürlichen Nährstoffen, vor allem
auch Vitamin C ist. Wir Menschen sind nämlich gemeinsam mit
unseren Primaten und den Meerschweinchen die einzigen Wesen auf
diesem Planeten, die kein eigenes Vitamin C produzieren können.
Unser Hund zum Beispiel produziert in seinem Körper die
30-fache Menge des Vitamin C, die mir die "Deutsche
Gesellschaft für Ernährung" (DGE), eine indirekt von
der Pharmaindustrie finanzierte "unabhängige"
Gesellschaft, empfiehlt.
-
Als ich im April 2000
auf Präparate von Dr. Rath stieß, wendete ich das
Grundpräparat sofort in empfohlener Dosis an und hatte auf
Anhieb sehr großen Erfolg damit. Außer Diabetes hatte
ich nämlich eine zweite Auto-Immun-Erkrankung,
Schilddrüsen-Unterfunktion, die ich nur mit künstlichem
Schilddrüsenhormon Thyroxin einigermaßen regulieren
konnte, um nicht fett und träge zu werden. Mit der ersten
Vitamin-Tablette, die 35 verschiedene Stoffe in teilweise hoher
Dosis enthält, habe ich Thyroxin abgesetzt. Nach 3 Wochen war
der innere Kampf in meinem Körper beendet. Nach mehrfachen
Untersuchungen der Uni-Klinik Frankfurt arbeitet meine Schilddrüse
wieder normal!!! Kein Mediziner kann mir das erklären oder
glaubt an das Produkt von Dr. Rath, aber es gibt keine andere
Erklärung.
-
Dass ich mit weiteren
Präparaten meinen PK erheblich verkleinert habe, habe ich schon
berichtet. Dr. Rath fand 1992 (!) heraus, dass Krebszellen ein Enzym
ausscheiden, dass Collagen (Bindegewebe) verdaut (frisst). Mit
diesem Trick gehen Krebszellen in den Blutkreislauf und dann auf
"Wanderschaft", um sich letztlich in anderen Organen, an
Knochen oder im Blut "niederzulassen" und so den ganzen
Körper im Laufe der Zeit mit Metastasen anzufüllen, bis
der Tod kommt. Meistens kommt dieser heute durch Chemotherapie
früher, weil damit nicht nur Krebszellen, sondern auch gesunde
abgetötet werden. Wer noch stark genug ist, überlebt diese
Pferdekur, wer etwas mehr Glück hat, braucht nicht so lange zu
leiden. Ganz wenige haben das tolle Glück, dass tatsächlich
alle Krebszellen getötet werden und genug gesunde überleben
und so ein Weiterleben ohne Krebs möglich ist. Dies ist aber
leider die Ausnahme. Bestimmte Rath-Präparate (mit Lysin,
Prolin und Vitamin C, seit neuestem auch mit Wirkstoffen von grünem
Tee) verhindern also, dass sich Krebszellen vermehren und "wandern"
können. Gleichzeitig wird in großen Mengen Collagen
aufgebaut. Stoffe, die das Immunsystem stärken, können
zusätzlich dafür sorgen, dass die Krebszellen mit
körpereigenen Kräften vernichtet werden. Das dauert
natürlich seine Zeit.
-
Dies alles und noch
viel mehr ist in verschiedenen Büchern nachzulesen und auch für
Laien verständlich. Wer es nicht glauben will, kann es ganz
einfach bleiben lassen. So einfach ist das. Dass unaufgefordert
Informationen von Dr. Rath verschickt worden sein sollen, dürfte
ein Irrtum sein. Vielleicht hat ein Berater Material an ihm bekannte
Adressen verschickt, aber bestimmt nicht die Firma Rath B.V. in
Almelo (Niederlande). Von dieser Firma bekommt nur jemand etwas, der
eine ID-Nummer hat (wie ich natürlich), oder wer über eine
ihm bekannte ID-Nummer bestellt.
-
Das letzte
Missverständnis ist noch der immense Verdienst in dieser
Angelegenheit. Dr. Rath betreibt sehr viel Forschung und macht
ständig Studien, vornehmlich in den USA, von deren Ergebnissen
jeder profitieren kann, der das möchte. Der "Verdienst"
sieht so aus, dass die Produkte, die über eine ID-Nummer
bestellt werden (außer Bücher, Broschüren, CDs,
Kassetten etc.) eine Rückvergütung von 10% bekommen (und
nicht in Höhe des Bestellten, was für ein Unsinn!). Wenn
ich nun meine Tätigkeit als Berater ernst nehme, dann empfehle
ich jedem Interessierten, selbst einen Antrag auf eine eigene
Ident-Nummer zu stellen. Dann kommt er nämlich selbst in den
Genuss einer zehnprozentigen Preisreduzierung. Von jeder ID-Nummer,
die ich vermittle, bekomme ich noch einmal 8 % des Umsatzes.
Wenn man seinen Eigenbedarf mit solchem "Verdienst"
finanzieren will, muss man schon etliche "Kunden " haben.
Wenn man damit reich werden will, sollte man schon an die tausend
Menschen betreuen. Da ich so ganz "nebenbei" einen Beruf
habe, der mich in der Woche ca. 70 Stunden fordert, sage mir bitte
jemand, wie ich so noch Leute bescheißen soll, um einen dicken
Nebenverdienst zu erzielen.
-
Die Dr.-Rath-Produkte
sind in der Tat nicht billig, aber hoch qualifiziert,
wissenschaftlich durchdacht und getestet und ihr Gewinn finanziert
Weiterentwicklung und Perfektionierung.
-
Die Art, wie Dr. Rath
mit manchen Auftritten an die Öffentlichkeit geht, ist auch
nicht unbedingt die, die ich vorziehen würde. Dies aber mit
einem Herrn aus den 30er Jahren zu vergleichen, ist eine bodenlose
Unverschämtheit, die ich scharf verurteile. Wer so ein dummes
Zeug ins Forum schreibt, sollte vor dem Schreiben seinen
Gedankenapparat einschalten: Das Ziel der Nazis war Vernichtung von
Menschen in bis dahin nicht dagewesenem Umfang. Das Ziel von Dr.
Rath - ob er daran verdient oder nicht - ist die Lösung der
Menschen von der Kette der Pharmaindustrie. Die IG Farben der 30
Jahre lässt grüßen! Rath ist also das Gegenteil
diese schmutzigen Vergleichs. Er setzt sich für mehr Gesundheit
und die Bekämpfung der verbreitetsten "Volkskrankheiten"
ein. Da ich bisher immer sehr zurückhaltend war, merkt ihr
Leser sicher, dass es mit solchen Behauptungen tatsächlich "ans
Eingemachte", auf jeden Fall aber unter die Gürtellinie
geht. Das brauche ich mir nicht gefallen zu lassen!
-
Bitte denkt daran,
dass es bei Dr. Rath wie auch in vielen anderen Fällen - außer
bei der Schulmedizin und der Pharmaindustrie - immer zwei
Möglichkeiten gibt: Entweder man probiert etwas mit der
Garantie, dass gesundheitlich negative Ergebnisse nicht möglich
sind - das Schlimmste wäre eine Wirkungslosigkeit - aus, oder
man lässt es bleiben. So einfach ist das.
-
Dazu nahm noch
einmal Dr. Schimpf Stellung:
-
Seit einigen Jahren
kämpfe ich mit Unterstützung von modernen und sehr
liberalen Wissenschaftern darum, dass die Ergebnisse der
Molekularmedizin auch von sog. schulmedizinischen Onkologen
akzeptiert und übernommen werden. Glauben Sie mir, es ist der
unbequemste und sicher langwierigste Weg, den man sich vorstellen
kann – aber der einzig gangbare. Die Gruppe der zugänglichen
klinischen Onkologen wird langsam aber stetig größer. Als
kontraproduktiv erweisen sich leider orthodoxe Schulmediziner, die
sich durch Ignoranz auszeichnen einerseits und unkritische
Phrasendrescher, die die biologische Medizin für sich gepachtet
haben wollen, andererseits.
-
Wenn Sie nun z. B.
die Behauptung aufstellen, dass Lysin, Prolin und Vitamin C,
sowie Epigallokatechingalleat die Proliferation von Karzinomzellen
sowie ihre Metastasierung verhindern, so deklarieren Sie sich als
Angehöriger der oben beschriebenen zweiten Gruppe. Die so von
Ihnen getätigte Aussage ist schlicht falsch. Dass Sie damit
nichts anderes tun, als den Hass der immer noch an den Hebeln der
Macht befindlichen orthodoxen Schulmedizinern neuen Methoden
gegenüber zu schüren, ist eine bedauerliche Tatsache. Die
Konsequenz daraus kann schlimmer nicht sein: Sie zögern damit
den Durchbruch der Molekularmedizin auf unbestimmte Zeit hinaus.
-
Die gebrauchten
Argumente lassen erschrecken und erschauern!
-
Dr. med. univ. Stephan
Schimpf, Salzburg
-
(Deklarierter Anhänger
der orthomolekularen Medizin)
- [im
Rahmen einer Diskussion über den Nutzen einer Misteltherapie
schrieb Walter am 2.9.2002 u. a.:]
-
...Es
gibt einige Literatur und Fallbeschreibungen zur Krebstherapie von
Rath, mit den früheren Mitteln.
-
Bezug:
-
1.
große internationale Apotheken (ist rezeptfrei)
2.
Direktbestellung in Almelo, man muss jedoch erst Mitglied beim Dr.
Rath-Netzwerk werden. Anmeldung unter www.drrath.com -
Das
ließ Uwe am 4.9.2002 nicht ruhen:
-
es
ist schon erstaunlich, wie sich dieser Herr Dr. Rath mit sog.
Wundermitteln von vielen Betroffenen promoten lässt. Mir fehlt
jeder wissenschaftliche Beweis für seine Theorien, und in
seinen Unterlagen wimmelt es von sog. wissenschaftlichen Beweisen.
Ich wäre mit diesen sog. Wundermitteln vorsichtig und würde
mein Geld lieber für einen guten Rotwein ausgeben.
-
Das
veranlasste nun wiederum Walter am 5.9.2002 zu folgender Replik:
-
..promoten
? Ich führe keine Werbung durch, sondern verkünde schlicht
und ergreifend meine eigenen Erfahrungen, die Wahrheit wenn Du so
willst. Ich würde mir dies weder anschaffen noch verbieten
lassen. Um eines klarzustellen: Ich vertrete keinerlei
wirtschaftliche Interessen.
-
Ähnlich
sehe ich das bei Christoph Damm
und
anderen, die sich unter völliger Preisgabe ihrer Identität
zu ihrer (angeblich nicht möglichen) Heilung bekennen. Wes das
Herz voll ist, des läuft der Mund über.
-
Epican
forte ist ein Paradigmenwechsel, das macht es den "Ungläubigen"
so schwer. Auch ich war sehr kritisch der Krebstherapie von Rath
gegenüber. Da ich aber von Hause aus neugierig bin, habe ich es
einfach ausprobiert.
-
Früher
war die Erde auch eine Scheibe und heute ist sie eine Kugel. Bis
sich die Erkenntnis "oben" durchgesetzt hatte, verging ein
ganzes Jahrhundert. Daher habe ich keine Zweifel, daß Epican
forte von "oben" her sehr lange bekämpft werden wird.
Studien von seiten der Universitäten sind mit Sicherheit in
nächster Zeit nicht zu erwarten. Man muss daher mit den Studien
von Dr. Rath einstweilen vorlieb nehmen. Seine Arbeiten sind für
mich sehr aufschlussreich und überzeugend. Ich weiß
nicht, was man daran aussetzen sollte.
-
Im
übrigen gilt: Wer heilt, hat recht. Jede Theorie ist Makulatur,
solange sie in der Praxis nicht funktioniert. Die von Rath
funktioniert. Die Stärkung der Kollagen-Matrix führt zur
Resistenz der gesunden Zellen. Diese können vom Krebs nicht
mehr verdrängt werden. Alles sehr logisch, und vor allem: es
funktioniert.
-
So
wie der "Wikuto"-Drink
offenbar funktioniert (wenn auch vermutlich um einiges schwächer),
was hier am Board sehr sorgfältig dokumentiert wird,
funktioniert auch Epican forte.
-
Ich
schließe mich hier den sehr wahren Worten von Christoph Damm
an (sinngemäß): Jeder soll nach seiner Façon selig
werden. Wer nicht daran glaubt, soll es einfach sein lassen.
Deswegen geht die Welt nicht unter.
-
In
diesem Sinne, lieber Uwe, hoffe ich, dass Du eines Tages über
den Dogmatismus "Stahl, Strahl + Chemo + DHB" hinausdenken
kannst.
-
Und
Uwe antwortete am selben Tag:
-
Danke
für deinen Kommentar!!!
-
Leider
bin ich in der letzten Zeit sehr plump von Anhängern von Dr.
Rath per E-Mail, Brief und Telefon, man kann schon sagen belästigt
worden, dass bei mir dieses Overselling und
Tupperware-Verkaufssystem negative Einstellungen gegenüber den
Produkten von Dr. Rath hervorgerufen hat. Mir fehlen eindeutige PKGs
von Betroffenen, die mit diesen Produkten Vorteile gegenüber
anderen Therapien bringen, also ich fordere Anhänger von Dr.
Raths Produkten auf, schildert mit mit Euren PKGs wie hervorragend
seine Pillen funktionieren. Ich bin lernfähig!
- Walter
schrieb am 12.11.2002 u. a.:
-
...Epican forte von
Rath entpuppt sich leider auch in meiner Beobachtung als ein eher
recht schwaches Krebsmittel, das einen im Wachstum befindlichen
Krebs auf keinen Fall aufhalten kann.
- Walter
schrieb am 18.11.2003:
-
anbei ein Artikel aus
dem Spiegel 47/2003. Ich glaube, der Artikel sagt alles, deshalb
keinen Kommentar:
-
VERSANDHANDEL
-
Cocktails mit Stuss
-
Mit kruden
Verschwörungstheorien kurbelt Matthias Rath den Verkauf seiner
umstrittenen Vitaminpillen an. Seine Jünger halten ihn dennoch
für nobelpreiswürdig.
-
Herzinfarkt,
Herzrhythmusstörung? Muss nicht sein. Liegt nur am
Vitaminmangel in den Herzmuskelzellen. Ohne Vitamine laufen die
trocken wie ein Motor ohne Öl.
-
Aids? Krebs? Muss auch
nicht sein. Krebszellen vermehren sich durch Enzyme, die
Schneidewerkzeuge haben. Und denen wird mit Vitaminen einfach das
Maul gestopft. Bei Aids ist das so ähnlich.
-
Medizin wird durch
Matthias Rath, 48, ganz einfach — wie gerade erst bei seiner
Vitaminzaubershow im Bonner Maritim Hotel. „Jetzt haben Sie in
einer Minute ein Semester Medizin gespart“, sagte der Meister
unter dem Jubel seiner 300 Schlachtenbummler. Wer noch mal nachlesen
will: Im Foyer gibt es sein Buch im Fünferpack.
-
Was seinen totalen
Durchbruch bisher verhindert hat? Lässt sich noch einfacher
erklären: das Pharma-kartell natürlich. Damit dessen
subtiles Geschäft mit der Krankheit gesichert ist — jetzt
wird es etwas komplizierter —‚ hat George W. Bush den
Irak in Schutt und Asche gelegt. Ein Krieg, um anschließend
mit „Notstandsgesetzen“ die „globale Kontrolle der
Pharmalobby“ zu zementieren und Raths hoch dosierte
Vitaminpräparate zu verhindern, die er von den Niederlanden aus
vertreibt. Hätte man gleich drauf kommen können.
-
Seit 1997 tingelt der
Mediziner mit derlei Märchen durchs Land, denn irgendwas, so
das PR-Kalkül, wird mit der Zeit schon hängen bleiben. Die
Verschwörungstheorien machten ihn bekannt, die
Vitamin-Präparate zum Millionär. Auf seinen
Internet-Seiten fahndete Rath in Steckbriefen (,‚Most Wanted“)
nach Forschern, Politikern und Industriebossen, denen er sogar
„Völkermord“ vorwarf.
-
In ganzseitigen
Anzeigen und Vorträgen verrührt er Fakten, Legenden und
Spinnereien so lange, bis das Publikum reif zum Beifall ist. „Wer“,
raunte Rath in Bonn, habe denn die jüngste Kampagne bezahlt,
mit der „mal eben der wahrscheinliche Atomkrieg verhindert“
wurde? „Wir“, raunte das Publikum voller Andacht.
-
„Wir“,
flüsterte auch Johannes Korkowsky. Seit vier Jahren nimmt der
korpulente Thüringer mit seiner Frau die Präparate von
Rath, der „den Nobelpreis verdient hätte“. 350 Euro
gibt er im Monat dafür aus. „Ich könnte Bäume
ausreißen“, sagt Korkowsky leicht kurzatmig.
-
Neben ihm steht
Christian Rehse, dessen Herzrhythmusstörungen nach Einnahme von
Raths Gemischen plötzlich verschwanden. Seit kurzem tritt der
Junge mit dem Wunderherzen sogar vor Publikum auf. Als „Kronzeuge
des Wahnsinns“ in der Show von Vitaminguru Matthias Rath, dem
Kopf der „größten Befreiungsbewegung der
Menschheit“. Oder Rath, dem Scharlatan?
-
„Dass Vitamine
prinzipiell gesund sind, ist eine Binsenweisheit“, sagt Ulrike
Beisiegel, Professorin für Biochemie im Hamburger Uni-Klinikum.
Ende der achtziger Jahre betreute sie Raths Doktorarbeit. Sie weiß
von Patienten, so Beisiegel, „die die kritisierten
‚Pharmagifte‘ abgesetzt und ernsthafte Probleme bekommen
haben“. Dagegen sei ihr „keine Studie bekannt, die
belegt, dass die Präparate auch nur einen Patienten vor dem
Infarkt bewahrt haben“. Bereits 1998 berichteten zwei
Magdeburger Wissenschaftler im „British Medical Journal“
über ihren vergeblichen Versuch, Wirksamkeitsbelege für
Raths früheres Produkt Vitacor 20/90 zu finden.
-
Raths Pillen sind so
hoch dosiert, dass sie in Deutschland als Arzneimittel gelten. Da er
die dafür nötigen Nachweise über Wirksamkeit und
Ungefährlichkeit schuldig blieb, darf er sie hier zu Lande
nicht vertreiben — und wich 1998 ins niederländische
Almelo aus. Von dort aus bedient er mit 200 Mitarbeitern den
europäischen Markt.
-
In den vergangenen
Jahren lief das Geschäft mit den Vitaminen so gut, dass Rath
auf der riesigen Landkarte über seinem Schreibtisch mit kleinen
Fähnchen schon neue Märkte im Libanon und in Südostasien
markiert hat. Lag der Umsatz seiner GmbH 2001 bereits bei knapp 40
Millionen Euro (Gewinn: 10 Millionen), so rechnet er 2003 mit 60
Millionen Euro. Die Wirtschaftsprüfer bemängelten
allerdings, dass der Jahresabschluss für 2001 „nicht auf
ökonomisch verantwortliche Weise“ zu Stande gekommen sei
und ihnen kein vollständiges Bild liefere. Doch was sind ein
paar wacklige Zahlen, wenn man sich für das „Gewissen der
Menschheit“ hält?
-
Schon früh
engagierte sich Rath bei den Naturwissenschaftlern gegen Atomwaffen,
die auch der amerikanische Nobelpreisträger Linus Pauling
unterstützte. Rath fuhr Pauling damals in Deutschland herum und
heuerte 1990 an dessen Institut im amerikanischen Palo Alto an.
Pauling verbrachte seinen Lebensabend damals mit dem vergeblichen
Versuch, durch Einnahme hoher Vitamin-C-Dosen eine
Herzinfarkt-Resistenz nachzuweisen.
-
Die Vitaminsucht
seines Mentors brachte Rath offenbar auf eine Geschäftsidee.
1992 gründeten die beiden zwei Firmen und begannen,
Vitamincocktails zu vertreiben. Später, nach einem Streit mit
den Erben des Wissenschaftlers, verlor Rath das Recht an der
kommerziellen Nutzung von Paulings Namen.
-
Danach versuchte er es
allein und wurde „Hauptzugpferd“ beim Vitaminhersteller
Rexall-Sundown. Vor allem das amerikanische
Multi-Level-Vertriebssystem der Präparate faszinierte ihn. Es
zog Kolonnen von Klinkenputzern an, die um ihr Leben feilschten: Je
mehr Bestellketten sie in Gang setzten, desto mehr kassierten sie.
Mittlerweile trommeln auf diese Art in Deutschland einige
zehntausend „Gesundheitsberater“ in internen Zirkeln
seine überteuerten Produkte.
-
Guter Rath ist nicht
billig. In Bonn allerdings spendierte Rath Jute-Halstücher mit
seinem Konterfei zum Sonderpreis. Zum Schluss verlas jemand eine
rührende Grußbotschaft seiner Kundin Katja Ebstein. Eine
Frau summte: „Wunder gibt es immer wieder ...„ NILS
KLAWITTER
-
Christoph war
anderer Meinung. Am 24.11.2003 schrieb er:
-
So einfach ist das
leider nicht! Kenne natürlich den Spiegel-Artikel auch.
-
Aber typisch Spiegel
wird in reißerischem Stil alles über einen Kamm
geschoren. Und da die Pharmaindustrie zu den besten Anzeigenkunden
gehört, machen sich solche Hetzartikel immer gut, denn sie
werden sehr, sehr gut bezahlt.
-
Vom Stil von Matthias
Rath bin ich auch nicht gerade begeistert. In vielen Punkten hat er
aber trotzdem recht. Im Gegensatz dazu macht es sich Jens Klawitter
(Spiegel) total einfach, indem er wesentliche Tatsachen einfach
ausblendet:
-
Rath hat noch nie
behauptet, dass man mit Vitaminen irgendwelche Krankheiten heilen
kann. Er stellt lediglich fest, dass die meisten Menschen unter
lebenslangem Vitaminmangel leiden. Kommt noch hinzu, dass nie nur
von Vitaminen gesprochen oder geschrieben wird, sondern von
Mikronährstoffen, bestehend aus Vitaminen, Mineralien,
Spurenelementen und Aminosäuren.
-
Es ist auch nirgends
die Rede davon, dass Krebszellen sich durch Enzyme vermehren, noch
davon, dass sie "Schneidewerkzeuge" hätten.
-
Sollte Rath seine
Aussagen in Bonn, wo ich aus Termingründen nicht war, so
verflacht haben, dass das übrig bleibt, was Klawitter
geschrieben hat, dann müsste er sozusagen über Nacht einen
totalen Absturz erlitten haben. Ich habe ihn nämlich life bei
vielen Veranstaltungen erlebt, bei denen er durchaus alles gsagt
hat, auch wenn er oft versucht, seine Aussagen so zu vereinfachen,
dass sie für normale Nicht-Mediziner verstanden werden können.
Aber das hat für Jens Klawitter wohl deshalb nicht gereicht,
weil ein intelligenter Spiegel-Autor für sein scheinbar
"saudummes" Publikum noch einmal alles stark vereinfacht.
Nur hat er wohl selbst nicht gemerkt, dass er Aussagen verfälscht
hat, oder vielleicht doch?
-
Im Gegenteil dazu
schreibt und spricht Rath darüber, dass die Krebszellen in
großen Mengen Enzyme produzieren, die Kollagen (Bindegewebe)
verdauen. Dadurch können sie sich im Körper bewegen und an
anderen Stellen Metastasen bilden, wie viele von uns leider selbst
erfahren mussten. Vermehren tun sie sich wie alle Zellen durch
Teilung! Bremsen kann man das weniger mit Vitaminen (aber auch),
sondern im konkreten Fall eher durch Aminosäuren (vor allem
Lysin), letztlich verstärkt durch Polyphenole aus grünem
Tee.
-
Mag ja sein, dass Rath
an seinen Präparaten sehr gut verdient. Aber er sackt das Geld
nicht einfach nur für sich ein, sondern finanziert damit
immerhin sein Forschungsinstitut in den USA, seinen Betrieb mit über
200 Mitarbeirer/inne/n und seine Bildungsstätte in Wittenberg,
und das ohne jegliche Unterstützung der Industrie oder gar der
Pharmaindustrie, die zusammen mit der Schulmedizin seit dem
"Tausendjährigen Reich" ein riesiges Geschäft
mit der Krankheit macht und das auch noch "Gesundheitswesen"
nennt.
-
Dieses letztgenannte
Wissen stammt übrigens nicht von Dr. Rath, sondern ist aus
interessanten Büchern ("Das Medizinkartell" und
"Heilen verboten, töten erlaubt") entnommen.
-
Ganz nebenbei: Wenn
jemand trotz solcher Hetzartikel die Erkenntnisse von Rath an sich
selbst austesten will, die großen Dosen von Vitaminen,
Mineralien, Aminosäuren und Spurenelementen aber in Apotheken
zu besorgen versucht, zahlt er zum einen ein Vielfaches von dem, was
es bei der Matthias Rath B.V. kostet und bekommt immer noch nicht
alles zusammen, was in diesen Präparaten enthalten ist.
-
[Christoph
Damm verstarb am 11. Juni 2004 an seinem Krebs – Ed]
-
Kai
Mielke, Justiziar des BPS, schrieb am 12.10.2006:
-
Vor
drei Tagen endete vor dem Hamburger Amtsgericht ein Prozess gegen
den allseits bekannten Dr. Rath, der über seine holländische
Firma "Dr. Rath Health Programs BV" Vitaminpräparate
zur Krebsheilung vertreibt. Die Staatsanwaltschaft hatte Rath
vorgeworfen, über seine Firma Vitaminprodukte ohne
arzneimittelrechtliche Zulassung angeboten zu haben. Dabei habe er
den Mitteln therapeutische Wirkungen zugeschrieben, die diese
tatsächlich nicht gehabt hätten.Außerdem soll Rath
auf seiner Internetseite einen Link zu der Site "Informationen
über natürliche Krebstherapie" eingerichtet und dort
den Eindruck erweckt haben, dass seine Produkte Krebserkrankungen
heilen könnten. Das sei aber nicht der Fall und Rath habe das
auch gewusst, hieß es in der Anklage.
-
Das
bereits am 21. September eröffnete Verfahren gegen Rath wurde
am vergangenen Montag gegen eine Zahlungsauflage von 33.000 Euro
zugunsten der Stiftung "Das behinderte Kind" eingestellt.
Das Gericht erkannte damit einerseits an, dass Rath seinen
kritisierten Internetauftritt zwischenzeitlich geändert hatte,
betonte andererseits jedoch, dass die Art des Marketings wohl "zu
offensiv" gewesen sei. Richter Bartels sagte bei der
Urteilsverkündung, der Prozess habe gezeigt, dass es
Alternativen zur Schulmedizin im Bereich der Krebsprophylaxe gebe
und in Zukunft vielleicht auch alternative Krebstherapien geben
werde. Allerdings habe Rath den Eindruck erweckt, dass seine
Präparate Krebserkrankungen heilen oder vielleicht sogar zum
Stillstand bringen könnten. So weit sei die Forschung aber noch
nicht.
-
Die
Einstellung des Verfahrens gegen Rath erscheint nicht nur angesichts
der zweistelligen Millionenumsätze, die er seinem zweifelhaften
Geschäft mit der Krebsangst verdankt, unbefriedigend, sondern
auch aufgrund der Tatsache, dass Rath in gewisser Weise ein
Wiederholungstäter ist, wie eine kleine juristische Chronik
seiner Marketingsmethoden zeigt:
-
So
wurde Rath Ende 2003 vom Berliner Landgericht dazu verurteilt, es zu
unterlassen, mit den Angaben "Der renommierte Arzt ..."
und "Der renommierte Wissenschaftler ..." zu werben (LG
Berlin, Urteil vom 02.12.2003, Az. 102 O 20/01). Etwa zur selben
Zeit verurteilte ihn das Amtsgericht Berlin-Tiergarten auch zu einer
Geldstrafe von 45.000 Euro wegen irreführender Werbung im Sinne
von § 17 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes
(AG Berlin-Tiergarten, Urteil vom 16.10.2003, Az. 333 Cs 45/02). Ein
Jahr später wurde Rath unter Androhung eines Ordnungsgeldes von
bis zu 250.000,00 € vom Berliner Kammergericht untersagt, seine
Produkte mit Krankheitsgeschichten oder mit der Behauptung zu
bewerben, dass man mit ihrer Hilfe Krebs erfolgreich bekämpfen
könne (KG Berlin, Urteil vom 30. November 2004, Az. 5 U 55/04).
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Das
Gericht führte aus, dass Rath sich nicht auf den Schutz des
Grundgesetzes berufen könne, weil der Schutz der
Krebspatienten, die aufgrund seiner Werbung schulmedizinisch
gebotene Heilbehandlungen eigenmächtig abbrechen und auf
Dr.-Rath-Produkte vertrauen würden, im Vordergrund stehe. Auch
das vermeintlich gesundheitspolitische Anliegen von Rath überzeugte
die Richter nicht, da er sich nicht ernsthaft darum bemüht
habe, seine Produkte als Arzneimittel im Sinn des
Arzneimittelgesetzes zuzulassen bzw. deren Wirksamkeit durch
klinische Studien zu belegen. Ein (noch nicht rechtskräftiges)
Urteil mit ähnlichem Tenor hat am 2. Februar diesen Jahres auch
das Wiener Handelsgericht erlassen (Handelsgericht Wien, Urteil vom
02.02.2006, Az. 19 Cg 36/04x).
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